Nostalgische Töne bei der CDU aber auch bei der 60 Jahr Feier.

[jpg] "Dies ist nicht die Zeit für Experimente." so lautete das Credo des Bürgermeister Eckhardt auf der 60 Jahr Feier Ennepetals.
Wie vorher auch Walter Faupel (CDU) dies anlässlich der Einführung seines Kandidaten schon sagte.
Nur was soll uns das sagen? Sollen wir darüber hinweg sehen, dass es in den letzten 10 Jahren fast nur zurück ging?
Leitbild Voerde 2001, durch die Firma Wolters/Coesfeld, gute Ideen, nichts wurde oder nur habherzig umgesetzt.
Die Führung hatte nie den experimentellen Status überwunden, wir leben also noch in der Zeit der Experimente.

Als Adenauer 1957 dieses Wahlplakat kleben ließ, hatte dieser Spruch noch eine irgendwie geartete Berechtigung, war also nachvollziehbar. Er gewann auch mit diesem Spruch. Nur Adenauer hat auch etwas für unser Gemeinwesen geleistet , was damals zwar nicht auf dem Spiel stand, aber gewisse Ängste gab es schon. Mit diesem Plakat wurden  die Ängste gegenüber den Kommunisten geschürt. 1956 war der Ungarnaufstand durch die Sowjets blutig niedergeschlagen worden. Wo sind denn heute die Kommunisten? Wo wird was blutig niedergeschlagen – beim Metzger?
Ein bisschen nostalgisch dümmlich ist das schon – Kreativität hilft. Wie oft muss man das noch wiederholen, es helfen nur Inhalte und zwar ganz konkrete, nicht allgemeine Inhalte. Die Wähler sind nicht mehr so schnell ins Bockshorn zu jagen.

Hier in Ennepetal, sind jedoch die Kandidaten ganz anders aufgestellt, auch die Parteien haben ganz andere Inhalte (welche nochmal). Die etablierten Parteien unterscheiden sich eh´ kaum voneinander.
Einer SPD das S zu nehmen und mit dem C der CDU zu tauschen, würde kaum einer bemerken, also eine CPD oder SDU. So ist es auch bei den Grünen und der FDP. Die Grünen werden eh als die linken Liberalen verstanden. Was bleibt? Die Kommunalliga. Und sorry, da wird und wurde schon immer ganz anders gespielt, als in Düsseldorf, Berlin oder Brüssel. Es kam immer, und ich wiederhole mich, immer, auf die Persönlichkeiten an, egal was für eine Parteienpräferenz  diese hatten und haben. Und danach sieht es im Moment ganz anders aus, nämlich nach der Wahl von Frau Schöneberg.
Frau Schöneberg war nach einer neuerlichen aber richtigen Podiumsdiskussion befragt,  sofort bereit sich den Wählern zu stellen. Ob aber die CDU und Herr Wiggenhagen sich stellen wollen, wage ich zu bezweifeln. Die FDP aber auch Bündnis 90/Die Grünen signalisieren, sie wären mit dem Kommunalwahlkampf ´09 "etwas" überfordert.
Im Moment sieht die Lage so aus: Herr Wiggenhagen steht nicht für die Attraktivität der Stadt Ennepetal, siehe misslungener Start der Fuzo die mit recht wenigen Einzelhändler stattfand.

Na ja, vielleicht versuchen ja die Kandidaten noch mal wie vorgeschlagen eine Podiumsdiskussion, mit einem Moderator light  a´ la Anne Will? Experimente ja, mit mehr Demokratie in Ennepetal, wie in Thüringen? Wäre das so schlimm?

Und wäre es so schlimm, mal den Experimentalstatus zu verlassen um auf der Überholspur der Stadt zum Erfolg und damit zu mehr Attraktivität zu verhelfen?

Als ran an die Urnen, den Erfolg und nicht den Mißerfolg wählen. Experimente haben wir genug gehabt, wie Herr Faupel (CDU), Herr Eckhardt (Parteilos) und Herr Wiggenhagen (Parteilos) uns unisono mitteilen wollen.

Jürgen Gerhardt

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