Darf der das?

 Macht der Bürgermeisterkandidat Wilhelm Wiggenhagen auf unsere Kosten Wahlkampf?

Die Frage beantworten wir sofort: Ja, er darf.

Es folgt der Versuch einer Begründung, wir geben zu, es gelang uns nicht so richtig.

In den letzten Tagen kam ich mir wie bei der Fabel vom Hasen und dem Igel vor. Wohin ich auch ging, Wilhelm Wiggenhagen war da. Nicht das ich was gegen Wilhelm Wiggenhagen habe, nein, er ist mir inzwischen an mein Herz gewachsen. Wobei mein Kardiologe dies jedoch ganz anders sieht.

Wilhelm Wiggenhagen hat bei der Stadt einen Doppeljob, na ja, mit dem ZET sogar einen "Dreier". Im Grunde der einzige der es mehrfach kann. Als ich die drei Stadtteilforen zum Flächennutzungsplan besuchte, weil mir doch das Wohl und Wehe meines Stadtteils und darüber hinaus der Stadt am Herzen liegt, wer war da, Wilhelm Wiggenhagen. Obwohl das Thema Sache der Stadtplanung ist. Herr Dipl. Ing. Höhl, als Leiter, und ein weiterer Mitarbeiter  ( Dipl.Ing.) waren anwesend, daneben fand sich aber  auch der Beigeordnete ein. Fürsorglich begrüßte er die ca. 250 Wähler, sorry Bürger, auf den Veranstaltungen, freute sich über die rege Beteiligung und verabschiedete nach der Veranstaltung die Wähler, sorry Bürger  wieder. Am Tag der offenen Tür im Haus Elisabeth der Theresia-Albers-Stiftung, wer war wieder da, Wilhelm Wiggenhagen. Hier fragte ich mich:  Ist er jetzt als Beigeordneter, als Wirtschaftsförderer oder als Geschäftsführer des ZET da. Egal, nachmittags war ja noch FUZO Brunch, wo er ja wieder als Wirtschaftsförderer auftrat um seine beiden Angestellten Frau Drees und auch Herrn Schilling zu überwachen. Dabei fiel auf, er stand immer bei den Leuten, hörte sich die Sorgen und Nöte der Wähler, sorry Bürger, an und  redete ihnen gut zu. Halt ein Mensch den man lieb haben muss. Er hatte so mal en passe an die 400 Leute "beglückt". Wenn das Wahlkampf des Bürgermeisterkandidaten gewesen war, hätte er sich bestimmt frei genommen, wäre er nicht bei  Veranstaltungen der Stadt so mal nebenbei aufgetreten.
Es ist halt so, man bekommt nicht immer qualifiziertes Personal, also sollte man die Leute kontrollieren, damit sie keine Fehler machen.

Und wumms, da machen sie auch Fehler. Da kommt der Teckel/Täckel am 5.04.09 zum ersten mal nach Ennepetal und Bürger, die mit dem „Täckel” in Richtung Hagen fahren wollten, fanden keinen Abstellplatz für ihren PKW, da alle Parkplätze von Penny und Aldi mit einer Schranke geschlossen waren. Ankommende Besucher hingegen, die die Bilderausstellung und das Industriemuseum im Kruse-Fabrikgebäude oder das Hülsenbecker-Tal besuchen wollten, waren irritiert, da sie nicht wußten wo sie hin sollten.
Wo wir doch den Tourismus fördern wollen. Ein großer Fehler, aber wie das so bei Fehlern ist, es gibt auch einen Schuldigen.
In der Regel ist das die Führungskraft die dem Amt der Wirtschaftsförderung vorsteht und darüber hinaus  noch Beigeordneter ist.

Frei nach dem betriebswirtschaftlichen Regelwerk, der Anordnung, Ausführung und der Kontrolle, hat der Super Wirtschaftsförderer das zwar alles angeordnet aber die Ausführung nicht kontrolliert. So standen die  Touristen vor verschlossener Schranke, wobei einige wieder unverrichteter Dinge abzogen. Was soll es, es wachsen ja genug Touristen auf den Bäumen.
Ach ja, der Schuldige!  Nun es wird gesagt, das ist der Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs- und Betriebs-GmbH & Co. KG, Herr Kern, der zufälligerweise in Urlaub weilt. Nebenbei bemerkt, hat die vorgenannte GmbH und Co.KG.  nicht etwas mit der Stadt zu tun?

Es sind so viele Dinge die uns an dem Wirken  dieser Führungsperson  zweifeln lassen. Mal seine Aktivitäten im Einzelhandelsbereich betrachtet. Da ist uns doch folgende Statistik ins Auge gefallen.

1999 gab es 161 Einzelhändler mit einem Umsatz von                      51.408.000,–
2006 gab es nur noch 121 Einzelhändler mit einem Umsatz von     41.014.000,–

Umgerechnet sind in den 7 Jahren 25% der Einzelhändler verschwunden, die auch noch rd.10.000.000,–
Umsatz mitgenommen haben.

Verbunden mit den 3.000 Einwohner die spurlos verschwanden, fragt man sich doch, wofür steht ein Wirtschaftsförderer, Bürgermeister usw. überhaupt? Um einen Schuldigen bei Bedarf aus dem Hut zu zaubern?

Herr Wiggenhagen wurde von der konservativen CDU auf das Bürgermeisterschild gehoben, aber hat diese CDU es etwa versäumt  ihrem Kandidaten einen Schnellkurs in freier Marktwirtschaft zukommen zu lassen? Hat sie es ebenso versäumt diesem Mann einen Managementkurs zu verpassen indem etwas von Führungsverantwortung gelehrt wird?

Den Wahlkampfkurs auf Kosten der Steuerzahler scheint es aber gegeben zu haben.  Den scheint er auch erfolgsversprechend anzuwenden. Aber lieber Herr Faupel (CDU) und lieber Herr Kraft (CDU) kann sich bei ihnen ein zukünftiger Bürgermeister aus seiner ihm zustehenden Verantwortung stehlen, indem er einfach auf einen anderen zeigt? Ein kleines sorry, wäre da schon angebracht. Da es ihnen und auch ihrem Kandidaten so schwer fällt, möchte ich das für viele Bürger tun.

Ennepetaler Fuchs bei en-mosaik

Nur die Frage ist halt, sind die Leute überbewertet, wenn sie andauernd überwacht werden müssen? Kann es sein dass Herr Wiggenhagen z. Zt. eine "one man show" abzieht? Clever wäre es sicherlich, ob es aber auch korrekt ist, wagen wir zu bezweifeln. Die anderen Kandidaten haben nicht diese Möglichkeiten, die der Beigeordnete hat.

Da kommt einem doch der Ausspruch "fair play " in den Sinn, der sicherlich auch einem Beigeordneten bekannt ist.
Wenn die Persönlichkeit jedoch nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, wie aber sollte er das Gemeinwohl einer Stadt vertreten. Die anderen Kandidaten müssen sich extra frei nehmen, der Kandidat Wiggenhagen macht das mal eben während der Dienstzeit nebenbei? Auch mit der Verantwortung scheint der Kandidat es nicht so genau zu nehmen, wie wir es an dem obigen Beispiel sehen. Da kommt mir doch direkt die uralt Forderung der Politik wieder in den Sinn, wir Bürger sollten mehr Verantwortung übernehmen. Nur wir Bürger? Ich wusste es ja immer, wir Bürger sind moralisch besser als unsere Politiker, wir stehen für unser Tun gerade.
Nur den eigenen Vorteil, das eigene Fortkommen im Auge, was die anderen machen, egal?
Ich denke, dass ist ein bisschen wenig für einen Bürgermeister an Grundhaltung, an Führungsqualität oder aber an Loyalität und Integrität gegenüber seinem Dienstherrn, der Stadt, dem Wähler oder dem Bürger?

Aber wie gesagt, er darf das.  Es bleibt nur ein fader Beigeschmack. Ein gutes Vorbild, für alle?????
Übrigens, es heißt  freie, gleiche und geheime Wahlen. Das Gleiche steht für,  jeder sollte die gleichen Chancen haben. Hat  jeder das?

Jürgen Gerhardt

 

1 Antwort

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  1. […] los um die Diskrepanz dieser Aussage zu überprüfen.  Einer dieser Fundorte war die monatliche Teckelfahrt am Bahnhof Kluterthöhle. Da kamen die Fahrgäste von auswärts und mussten auf dem […]

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