Herzen schlagen für Schwelmer Heimatfest, wohin man schaut

[la] So wie an diesem schönen Tag draußen die Sonne strahlte, so strahlten auch die Augen von Greta Lilli Sophie Nachtigall aus der Klasse 4 b von der Grundschule Westfalendamm.

Sie war als Siegerin des  Plakatwettbewerbes für das diesjährigen Heimatfest mit dem Motto "Use Hiärte schlött vö Schwelm" [Unser Herz schlägt für Schwelm] hervorgegangen und war somit Ehrengast bei dem gestrigen Empfang der Stadt im Sitzungssaal des Rathauses.

Und es waren so viele Ehrengäste zu diesem besonderen Anlass geladen, so dass nicht einmal ausreichend Stühle da waren. Da waren die Menschen der 13 Nachbarschaften, die mit unermüdlichem Engagement und Kreativität die Fäden für die Gestaltung des  Heimatfestumzug fest in der Hand haben. Gäste aus Politik,  Industrie und  Wirtschaft, Persönlichkeiten der Kirchen,  Sozialpfleger aus den einzelnen Bezirken und viele Helfer die für einen reibungslosen Ablauf der Festivitäten sorgten waren da.

Was aber besonders die herzliche Verbundenheit der Städtenachbarschaften zeigte war die Tatsache, dass nicht nur  Landrat Armin Brux mit Gattin, sondern auch  die Bürgermeister  Claus Jacobi (Gevelsberg), Willi Wiggenhagen (Ennepetal) und Klaus Baumann (Breckerfeld), sowie der ehemalige  Bürgermeister Jürgen Steinrücke (Schwelm)  mit ihren Gattinnen der Einladung gefolgt und zu diesem Festakt gekommen waren.

Ach ja und es gab noch einen "Neuen", den Castrop Rauxeler Bürgermeister Johannes Beisenherz mit seiner Gattin, der sich augenscheinlich mit dem Heimatfestvirus infiziert hat.

Seit ihrem letzten Besuch in Schwelm beim Ehepaar Aland [wir berichteten] ist dieser Kontakt aufrecht erhalten geblieben und so entsteht auch mit Castrop Rauxel eine herzliche Verbundenheit.

Ein ganz herzlicher Gruß von  Bürgermeister Jochen Stobbe galt dem Ehrenbürger der Stadt Schwelm –  Wilhelm Erfurt – der durch sein unermüdliches Engagement Schwelm schon bei vielen Projekten unterstützt und schon lange sein Herz für Schwelm gezeigt hat.

So auch beim Erhalt, bzw. Aufbau des Schwelmer Lesesaales, einer wahren Rarität hier im EN-Kreis und über diesen hinaus.
(Wir berichteten)

            
Wilhelm Erfurt
[Foto: Linde Arndt]

Für einen ganz besonderen Effekt hatte die Firma Bunzel gesorgt, die extra für die Ehrengäste 3D-Brillen gesponsert hatten. Nachdem jeder im Saal mit solch einem guten Teil bestückt war und die Brille aufgesetzt hatte, verwandelten sich die Lichter der Kronleuchter in einen Kranz strahlernder Herzen. Eine wirklich gelungene Überraschung.
                     
                                                                                                        Foto Linde Arndt entstand durch Vorhalten der 3D-Brille

Und dann wurde noch eine Auszeichnung vergeben, die Wilhelm-Vandage-Medaille für das Schwelmer Platt, die an den Vorsitzenden des Plattdeutschen Vereins Werner Burggräfe ging.
Aus diesem Verein gab sodann das Schwelmer Urgestein Anita Stiepermann in reinstem Schwelmer Platt kurzweiliges zum Besten.

   

Nun sorgte die französische Polizistin Christine Chergui für Heiterkeit im Saal.
Sie revanchierte sich für eine geschenkte deutsche Polizeimütze, die sie anlässlich des Besuches vom Polizeichef des Kreises vor einiger Zeit geschenkt bekam und  übergab Landrat Dr. Arnim Brux als obersten Polizeichef ihre Dienstjacke, die sie als Polizeianwärterin getragen hatte.

Dr.Arnim Brux war sichtlich gerührt, zog die Jacke an,  die ein wenig zu klein war und umarmte Christine Chergui, wobei er ihr versprach sich für dieses Geschenk zu revanchieren.

      

Und dann ging noch die Begrüßung von Bürgermeister Stobbe auf französisch an seinen Amtskollegen der Stadt Fourqueux, Daniel Level und die anwesenden französischen Bürger ein wenig  holprig aber nicht ungeschickt über die Bühne.

Daniel Level antwortet mit einer Grußadresse in Deutsch – das erste mal in seinem Leben – wie er betonte. Ich denke beide Bürgermeister sollten die jeweils andere Sprache etwas vertiefen. Wie sollen nur die berühmten vier Augen Gespräche über die Bühne gehen? Daniel Level wusste mit seinen Worten die Gäste des Bürgermeisterempfangs zu berühren. Beide Redner wurden mit lang anhaltendem Beifall bedacht.

Dann wurden aber schon einige unruhig, die Zeit war gekommen, die anwesenden Nachbarn mussten zu ihren Wagen. Bürgermeister Stobbe eröffnete kurzerhand das Buffett  und eilte mit seinem Anzug aus dem Saal. Fünf Minuten später kam er nochmals rein, nunmehr schon mit dem blauen Nachbarschaftskittel versehen. Er musste ja mit Christiane Sator, der Obernachbarin den Führungswagen besetzen. Es war Zeit.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Schwelm


Über den Heimatfestumzug wird unsere Redaktion noch an anderer Stelle berichten.

Hier noch einige Fotos des Empfangs (© Linde Arndt)

 

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