Beiträge

Die Kniende und ihre Gesellschaft

[Gastbeitrag von Will Rumi]
Lehmbruck mit …Matisse, Brancusi, Debusy, Archiipenko, Rodin, Nijinsky… in Paris


Das Lehmbruck-Team                                                               
Foto © en-mosaik

Es war schon eine sehr spannende Epoche, die Zeit zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. In allen großen Metropolen war eine große Aufbruchstimmung zu spüren. Von dieser Stimmung blieb keine Kunstrichtung und keine Ausdrucksform verschont. Für die Künstler wurde immer wichtiger sich gegenseitig auszutauschen. Die Inspirationen des einzelnen Künstlers, sei es die Bildhauerei, die Malerei, die Musik, der Tanz oder das Theater fand im Schmelztiegel der jeweiligen Metropole statt.



Viele Künstler auch aus der damals noch schwarzen Ruhrmetropole zog es nach Paris, um dort die eigene künstlerische Weiterentwicklung auf eine breitere Basis zu stellen. So zog es auch Wilhelm Lehmbruck vom Rhein an die Seine, um sich einerseits dem Wettbewerb zu stellen und anderseits all die Dinge die in dieser Metropole den Odem der Kunst ausmachten in vollen Zügen aufzunehmen.
 
  
Foto © en-mosaik                                               Foto © Lehmbruck Museum

Wer von wem und in welchem Maße inspiriert wurde, das ist durch Ateliergemeinschaften oder gemeinsame Ausstellungen belegt. Auch die verschiedenen Briefwechsel zwischen Künstlern, Galeristen und Mäzen belegen das enge Geflecht in dieser Zeit. Darüber hinaus gab es in Paris dieser Zeit auch den intensiven Austausch zwischen den verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen. Zu diesem Geflecht gehörten unter anderem Maler und Bildhauer wie Matisse, Delaunay, Koschinsky, Herbin, Rodin, Picasso, wie auch die Komponisten Stravinsky, Debussy, Ravel, Satie. Die Welt des Tanzes mit seinen neuen Choreographien spielt eine ebenso große Rolle, wie die neuen Entwürfe in der Architektur. In welcher Form die Auseinandersetzung mit den Impressionisten und Expressionisten statt gefunden hat, wäre eine weitere spannende Frage.


Foto © Lehmbruck Museum

Den Entwicklungssprung in seinen Arbeiten von Darstellung nach antiken Idealen, hin zu einem eigenem Stil und der damit verbundenen neuen künstlerischen Ausdrucksform von Lehmbruck wird umso deutlicher, wenn man in direkter Gegenüberstellung die „Große Stehende“ von 1910 und die „Kniende“ von 1911 betrachtet und genau dieser vergleichende Blick auf beide Arbeiten ist in der Ausstellung möglich.


Foto © Lehmbruck Museum                     Foto © en-mosaik

Nach meiner Überzeugung ist die Kniende das Abbild einer Tänzerin, deren vollkommene Anmut in Mimik und Gestik von Wilhelm Lehmbruck über die Vergänglichkeit des Augenblickes hinaus festgehalten wurde. Es ist diese besondere Körpersprache im Ausdruck dieser Tänzerin, die in ihrer Bewegung mit sich Selbst und der Musik vollkommen in Einklang ist. Dies würde umso deutlicher, stünde die Kniende nicht auf einen Sockel und auf gleicher Ebene mit dem Betrachter, sondern auf der Bühne des Theaters. Durch den veränderten Blickwinkel auf die Anmut der Knienden bekämen wir das Gefühl, die Figur versetzt uns mit ihren Odem wieder in das Jetzt ihrer Entstehung.

 


Foto © en-mosaik

Ein Hauch dieses Odem weht durch die Räume, in denen uns ein kleines Stück dieses Lebensgefühls mit dieser Ausstellung nun näher gebracht wird. Das hundertjährigen Jubiläum der Knienden bietet genau den Anlass, um für eine kurze Zeit in das künstlerische Schaffen dieser Epoche einzutauchen.


Foto © Lehmbruck Museum

In der eigens für diese Aufführungen hergerichteten Galerie des Lehmbruck Museums, werden über den gesamten Zeitraum der Ausstellung sieben sogenannte „Salonkonzerte“ aufgeführt. Die Jubiläumsausstellung wird somit zu einem kunsthistorischen Gesamtwerk, dessen Erfolg allerdings erst zum Ende der Ausstellung in seiner Gesamtheit gewürdigt werden kann.


Foto © Lehmbruck Museum

Der kunsthistorisch interessierte Besucher hat derzeit zwei Möglichkeiten einen Blick auf die Zeit des ausgehenden 19ten Jahrhunderts bis zum Beginn des ersten Weltkrieges zu machen, hier in Duisburg die Lehmbruck Ausstellung und in Wuppertal die Sisley Ausstellung. Dies ist nicht der einzige Brückenschlag, denn die kreative Luft des damaligen Paris wird heute in der Ruhrmetropole ungeachtet aller Oberflächlichkeiten erneut entfacht.

Ausstellungszeitraum
24.09.2001 bis 22.01.2012

Ort
Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
Telefon 0203 283 2630
info@lehmbruckmuseum.de
www.lehmbruckmuseum.de

Öffnungszeiten
Mo + Di nur für angemeldete Gruppen
Mi, Fr, und Sa 12 bis 19 Uhr
Do 12 bis 21 Uhr
So 11 bis 19 Uhr

Eintritspreise
Erwachsene 8,- bzw. 5,- Euro

         
   Foto © en-mosaik

Will Rumi / Redaktion / der Ötsch

Ruhrorter Hafenfest No. 18

[WR] 790

Ein alt bekanntes Fest oder alles anders?

 

Das Ruhrorter Hafenfest findet 2011 im 18ten Jahr statt und bietet doch ganz neue Aspekte. Mit der klassischen Ausrichtung wird das Fest in diesem Jahr volljährig und somit gehen die Veranstalter gleich einen neuen Weg, denn das viertägige Wochenendfest in Ruhrort hatte bisher schon immer mehr zu bieten, außer Hafen, Schimanski, Maloche, Kohle und Stahl.

Ruhrort zeigt seine Lebensader bei Hafenerkundungen zu Land oder zu Wasser, Museumsführungen, Drachenboot-Regatta, Livemusik, Fischmarkt un auffe Bühne an Neumarkt gibbet jede Menge Lalla, un son paar Qautschköppe lesen wat for.

Nur die wenigsten haben sich in dieses städtebauliche Kleinod getraut.
Warum  eigentlich?

„manno hier kanze auffe Straße nachen Wech fragen un ob de Koslowski oder Jusef heiß de gib dich ne Antwort, un dat mitnen erstklassigen Ruhrpöttisch“

Doch wenze kommß, lernse auch ne andere Seite von Ruhrort kennen. De Kunstszene hat nämlich die Kittels annen Haken gehengt un kommt ausse Ateliers gekrochen stellt auffen Markt un inne Lädens mit die Handwerkers zusammen aus. Manno hab schon ma umme Ecke geögelt, da krisse jede Menge Kunst vor de Glubschen.

Aussteller auf dem 1. Kunst – und Kulturmarkt in Duisburg-Ruhrort am 21. August 2011 mit ihren Standnummern;1. Petra Anders,  2. Ingrid Beer,  3. Arno Bortz,  4. Nacir Chemao,  5. Annette Erkelenz,  6. Andrea Fehr,  7. Anne Friedrichsen,  8. Claudia Grundei,  9. Ingrid Handzlik,  10. Michaela Hansen,  11. Carolin Höbing,  12. Fritz Haubner,  13. Ortrud Kabus,  14.  Kelbassas Panoptikum,  15. konzept freude,  16. Edith Kreth-Finkeissen,  17. Jens-Maria Weber,  18. Elsa Lappat,  19. LISNOIR,  20. Ralf Lüttmann,  21. Herbert Menzel,  22. Ingrid Penders,  23. Angela Schäfer  “Atelier Flügel“,  24. Angela Schmitz,  25. Cornelia Schweinoch-Krönig,  26. Dirk Visser,  27. Gabriele Weide,  28. Gert Weien,  29. Wilfried Weiß,  30. Ernst Barten mit einer Kunstaktion,  31. BBK Düsseldorf,  32. Kulturwerkstatt Meiderich,  33. kath. öffentl. Bücherei Ruhrort,  34. Die MALzeitler – Diakonie Ruhrort,  35. Kultur-und Stadthistorisches Museum,  36. Roland Herden, 37. Patrica Vohwinkel + Christian Scherber,  38. Zepp Oberpichler,  39. Verlag Henselowsky & Boschmann,  40. Thorsten Trelenberg + Thorsten Krahwinkel,
 



Also von Freitach den 19. bis Montach 22. August gibbet zum Beispiel;
Feuerwerk im Hafen an Freitach – Ruhrorter Lichtermeer an Samstach, vorher Lesungen auffen Neumarkt un an Sonntach findße wat fürt Leib un Seele, un dann au noch Kunst zum sehn un hören.

Bühnenprogramm zum  1. Ruhrorter Kunstmarkt auf dem  Neumarkt am 21. Aug.2011
11:00     Eröffnung durch Jutta Stolle – Franz Haniel & Cie. GmbH
11:10     (Kinder-) Theater Kreuz & Quer spielt Gebrrr und Grimm
12:00     poetische Werkstatt Ruhrort            (Friederike Schmahl)
12:30     Oberpichler liest, singt und spielt die Gitarre
13:00     Thorsten Trelenberg liest über seine Wanderungen an Ruhr und Emscher
13:30     Aurelia Reuter Texte plus Musik
14:00     Thorsten Krawinkel  mit „Kurze Rede – Langer Sinn“
14:30     48Blues
15:00     Thora Blue mit eigenen Songs
15:45     Patricia Vohwinkel & Christian Scherber Crime
16:15     Peter Steinebach, Gitarre
16:45     Roland Herden Crime
17:15     Dùmbra ->Dorothee Becker + Guido Bleckmann
plus  S h a k t i  auf den Straßen


Annen Montach is fürde Blagens noch en bißken Kirmes.

Wennse dat genau Programm nochma nachlesens wills, da kannse unna www.hafenfest-ruhrort.de nachgucken.

Abba denke daran he quatschen se Ruhrpöttisch un dat Du is wat normales.
Alle Texte werden vor Ort allerdings in Hochdeutsch übersetzt.


Hochdeutsch:
Das Ruhrorter Hafenfest findet 2011 im 18ten Jahr statt und bietet doch ganz neue Aspekte. Mit der klassischen Ausrichtung wird das Fest in diesem Jahr volljährig und somit gehen die Veranstalter gleich einen neuen Weg, denn das viertägige Wochenendfest in Ruhrort hatte bisher schon immer mehr zu bieten, außer Hafen, Schimanski, Maloche, Kohle und Stahl.
Ruhrort zeigt seine Lebensader bei Hafenerkundungen zu Land oder zu Wasser, Museumsführungen, Drachenboot-Regatta, Livemusik, Fischmarkt un auffe Bühne an Neumarkt gibbet jede Menge Lalla, un son paar Qautschköppe lesen wat for.
Nur die wenigsten haben sich in dieses städtebauliche Kleinod getraut.
Warum?
„hier kann man jeden auf der Straße nach dem Weg fragen und ob er nun Koslowski oder Jusef heißt, er gibt dir eine freundliche Antwort meist auf Ruhrpöttisch“
Doch wer kommt, der lernt noch eine andere Seite von Ruhrort kennen. Die Kunstszene kommt aus ihren Ateliers auf die Straße und zeigt sich gemeinsam mit den Handwerkern gemeinsam auf dem Markt und den umliegenden Läden, die eigenes zu Galerien hergerichtet werden. Hier warten jede Menge Überraschungen auf die Besucher.
Am nächsten Wochenende von Freitag den 19. bis zum Montag den 22. August 2011 gibt es unter anderem;
Feuerwerk im Hafen an Freitag,
Ruhrorter Lichtermeer an Samstag, vorher Musik und Lesungen auf dem Neumarkt,
und am Sonntag gibt es viel für Leib und Seele, sowie den großen Kunstmarkt auf dem Neumarkt und in vielen Geschäften von Ruhrort (Verkaufsoffener Sontag)

am Montag bietet die Hafenkirmes viel Spaß
Das genaue Programm ist unter
www.hafenfest-ruhrort.de nachzulesen.



 Und hier der Flyer als pdf.

Glück Auf!

 

Will Rumi

Es gibt keine Zufälle ….oder?

[la] Im vergangenen Jahr hatten wir das Glück, Menschen zu begegnen, die wie wir unermüdlich im EN-Kreis und Ruhrgebiet während des Kulturhauptstadtjahres unterwegs waren – jeder für seinen Verlag oder sein Magazin und doch irgendwie als wäre man schon immer zusammen gewesen.

Drei davon – unter anderem Will Rumi – kooperieren inzwischen mit uns  und berichten auch im Magazin von EN-Mosaik mit Gastbeiträgen.

Da uns aber nicht nur Politik und Alltagsthemen interessieren, sondern Kunst, Kultur und Soziale Projekte übereinstimmend interessieren, ist es nicht verwunderlich, dass hier eine  besondere Basis geschaffen werden konnte.

Sehr zu meinem Erstaunen – die hier im Kreis selbst künstlerisch tätig ist – musste ich feststellen, das der Journalist Will Rumi mir anlässlich des Projektes "Kohle, Kühe, Kunst" in Gevelsberg bereits als Künstler begegnet war. Zufall oder nicht?  Wieder einmal hatten sich unsere Wege gekreuzt und jetzt intensiviert.

So haben wir  im November 2010  bereits über seine Aktivität berichtet, wo er mit "El Plastico" viele Kilometer durch  Städte des Ruhrgebiets zu Fuß gezogen ist um seinen Endpunkt in der Kunstausstellung "Marler Stern" zu finden. [siehe Bericht vom a) 1.11.2010 – b) 1.11.2010 und c) 4.11.2010. ]

Heute möchte ich Sie nun auf seine persönliche, künstlerische Seite aufmerksam machen. Einfach anklicken und stöbern:

                    

 

damit auch Sie die andere Seite des ansonsten realistischen Journalisten Will Rumi kennenlernen können.

 

Viel Spass.

 

Linde Arndt  EN-Mosaik

 

Die Roncalli Premiere – Ein Abend der besonderen Art

[[wr] 592] Wir waren schon sehr früh da an diesem Premierenabend am Konrad Adenauer Platz in Recklinghausen, aber wir waren nicht die Ersten.

Viele waren schon sehr früh an diesem Abend gekommen. Die Schlangen vor den Kassen und vor dem Eingangsportal wurden lang und länger. Doch obwohl es an diesem Abend lausig kalt war, tat dies der freundlichen und beschwingten Stimmung keinerlei Abbruch, was ein wenig an die Veranstaltungen von RUHR.2010 erinnerte, denn da war es wieder dieses viel zitierte Gemeinschaftsgefühl der Menschen aus dem Revier. Herrlich!

In der Regel ist man als geneigter Zuhörer und Zuschauer immer etwas skeptisch, wenn bestimmte Superlative bei der Vorstellung einer Veranstaltung benutzt werden. Doch es gibt sie auch, die Überraschungen der besonderen Art. So hatte Bernhard Paul bei der Vorstellung seines Jubiläumsprogramms im Recklinghauser Rathaus noch davon gesprochen; "Höchstleistungen allein reichen aber für eine Roncalli-Inszenierung nicht. Erst die verbindende Dramaturgie, das poetische erzählen der Geschichten und die harmonische Einheit von Artistik und Musik machen das perfekte Programm aus." Der Prinzipal des Roncalli hat kein wenig zuviel versprochen und nun haben wir das Problem nicht in jedem Satz ein Superlativ zu verwenden.

          
  Gruppe vor dem Zelt                                                                                                                   Foto: © Zdena David  

Allen Künstlern konnte man die ungeheure Spannung, sein allerbestes zu geben an der Nasenspitze ansehen. Die Probenzeit für das gesamte Programm zu dieser Auftaktveranstaltung "35 Jahre Roncalli" war mit 2-3 Wochen auch ziemlich stramm bemessen. Der eine oder andere "Haker" zeigte wie es bei Höchstleistungen normal ist ganz menschlich Züge und genau das macht Roncalli schließlich aus. Der Mensch als Ganzes steht im Mittelpunkt!

In seiner Einleitung hatte Bernhard Paul auch von der nächsten Generation in der Manege gesprochen und wahrlich die Lebensfreude dieser jungen Generation (Durchschnittsalter ca. 20 Jahre) hielt der nur auf Produktivität schielenden Gesellschaft den Spiegel vor Gesicht.
            


An dieser Stelle fällt es auch schwer einzelne der Künstler hervorzuheben, denn alle gemeinsam haben den anwesenden Zuschauern einen wunderbaren Abend geschenkt. Als absoluter Clown-Fan, als der ich mich hier oute, war ich von der ersten bis letzten Sekunde von David Larible begeistert, der mit seiner Körpersprache und Mimik viele Tränen der Freude zusammen mit Theaterclown Gensi heraus kitzelte. Mit ihrer auf die einzelnen Artisten passgenau abgestimmten Dramaturgie waren die Beiden die Seele der Manege und man hatte nicht Gefühl nur als Zuschauer dort zu sein, sondern man fühlte sich als ein Teil des Ganzen. Bei jedem der 18 Programmpunkte wurde man Emotional mitgenommen. Bei Florian & Edith Richter war man dabei, wenn die wunderschönen Pferde ihre Phantasien und ihren Postkurs zeigen. Wenn Shirley Larible an Strapaten unter der Kuppel ihre grazilen Figuren drehte oder das Duo Bobrov mit ihrer Luftnummer eine emotionalen Choreographie zeigte, wurde das Publikum ebenso wie bei den Fahrrad-Kapriolen von Fabrico Nogueira in die Welt des Staunens entführt. Die zierlichen Azzario Sisters, die mit ihrer Darstellung von Balance sehr viel "Köpfchen" bewiesen, zeigten ebenso wie Borys Borysenko mit seiner Pantomime, Jemile Martinez als Jongleur und Andrey Romanovsky als "Mensch ohne Knochen" zwar etwas mehr die "Bodenhaftung", doch die Schnelligkeit und Eleganz war auch hier in jedem Atemzug zu spüren. Den artistischen Reigen schloß Encho Kreyazov mit seiner wahrlich kraftvollen Handstand-Akrobatik.
            
Eine der wichtigsten Gruppen sah man allerdings nicht selbst in der Manege, das Orchester thronte über dem Bühnenportal und spielte Live einen hervorragenden Sound. Ein großer Dank sollte aber auch an die vielen unsichtbaren Geister gehen, die in allen Lebenslangen dafür sorgen, das im Rund alles reibungslos funktioniert und die Gäste immer umsorgt werden.
Es war schön für ein paar Stunden in einer anderen Welt zu sein.
            

 

Gastbeitrag von Will Rumi für EN-Mosaik aus Recklinghausen

 

Die Metropole und ihre Besucher

Nach einem wunderbaren Sommer erlebten die heimischen Regionen im letzten Jahr zusammen mit der Kulturhauptstadt einen starken Zuspruch. Sei es nun die klassische Städtereise oder der Jahresurlaub, die verschiedenen Regionen konnten so ein durchschnittliches Wachstum von 8,8 % verzeichnen.

War es vor wenigen Jahren noch schwer als Radfahrer oder klassischer Wanderer im Ruhrgebiet  ein Hotel zu finden, das darauf eingestellt war. So ist heute schon schwer ein Zimmer ohne Vorbestellung zu finden. Denn die entsprechenden Hotels in den Regionen sind meist sehr schnell ausgebucht. Bei den Städtereisen gibt es auch so etwas wie eine Neuorientierung und hiervon profitiert auch das Ruhrgebiet. Eine Region der man lange Jahre nur Ruß, Kohlenstaub, Hitze und eine kräftige Dunstglocke bescheinigt hatte, genau diese Region konnte im bundesweiten Vergleich mit zweistelligen Zuwachsraten glänzen. Und wer außer dem Ruhrgebiet könnte das wohl sein. Aus dem ehemaligen Schmelztiegel von Kohle und Stahl wurde im letzten Jahr mit Unterstützung der Kulturhauptstadt RUHR.2010, der Schmelztiegel der Kulturen.

Nun, wenn man in einer solchen Metropole lebt und arbeitet, dann gehören viele positiven und auch negativen Dinge die eine solche Metropole ausmachen  zur täglichen Betrachtungsfläche und treten nur dann in den Vordergrund, wenn Besucher mit einem ganz anderen Betrachtungswinkel auf die Menschen in der Metropole zu gehen.

In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war diese Region ausschließlich dafür da, den Rest der Republik mit Energie und Stahl zu versorgen. Als die Ressourcen dann so langsam zu Ende gingen, hat man dieser Region den sprichwörtlichen Tritt in den Hintern gegeben und fortan Global eingekauft. Von nun an hieß es hier, sterben der Montanindustrie mit allem was dazu gehört. Viele der Entscheidungsträger fielen umgehend in eine vorauseilende Lethargie und konnten noch nicht einmal den Besen in die Hand nehmen um den Kohlenstaub von den Straßen zu fegen.

Doch da waren noch so ein paar schillernde Vögel, so was wie Künstler und andere kulturbeflissene "ausse Kaue", die sich nicht unterkriegen ließen. Dazu gesellten sich ein paar kluge Köpfe die mit ihren Ideen in die verrückte Ecke gestellt wurden sich aber dennoch nicht beirren ließen. Sie schafften in den neunziger Jahren mit der IBA Emscherpark den Grundstock für den strukturellen Umbau. Zur Jahrtausendwende war einiges geschafft und vieles noch auf dem Weg. Doch die Besenhalter standen immer noch an der gleichen Stelle und hatten nichts besseres zu tun, als wieder einmal Lethargie zu verbreiten und die ganze Region gleich wieder in Kirchturmskreise aufzuteilen (auch Rosinenpicken genannt). Viele mußten darunter leiden, auch die Künstlerszene. Nun schafften es abermals ein paar kluge „Wirrköpfe“ einen weiteren Meilenstein vorweg in diese Region zu werfen, nämlich die Kulturhauptstadt. In den nächsten Jahren der Vorbereitung glaubte keiner so richtig bei diesem Begriff an etwas Positives. Die Protagonisten dieser Veranstaltung haben sich diesmal eine unschlagbare Verstärkung besorgt und zwar die 5,5 Millionen Einwohner dieser „Metropole“. Was, eine MetropoleRuhr so etwas gibt es doch garnicht sagten die Besenhalter und rührten sich nicht vom Fleck. Doch der dann folgenden Begeisterung der Menschen hatten auch sie nichts mehr entgegen zu setzen. Diese Begeisterung der Einwohner war vom ersten bis zum letzten Tag das tragende Gerüst (aus bestem heimischen Stahl).

Was hat das alles mit unseren Besuchern zu tun? Nun mit dieser Begeisterung wurden viele Neugierige angezogen und alle wollten sehen, was veranstalten die denn da? Viele von denen die dann kamen waren überrascht, denn Menschen und Region zeigten Kultur pur. Den Besuchern zeigte sich eine aufkeimende Kulturmetropole deren Vielfältigkeit und Qualität weltweit keinen Vergleich scheuen muß. So muß die Kultur nur auf die Besenhalter achten, denn die stehen immer noch oder schon wieder an den Ecken herum.

  

Doch dieses mal wird es schwieriger mit der Lethargie, denn nunmehr gibt es ein Zahlenwerk, das die positiven Ergebnisse unterstreicht. Jedes Bezirksparlament innerhalb der Metropole kann  sich die Zahlen ansehen und feststellen, was die vielen kleinen Maßnahmen im Zusammenspiel mit den wenigen großen Aktionen für die Besucher der Metropole war, nämlich ein derart positives Erlebnis das Viele noch genießen wollen.

  

Aber wie schaffen es die Bewohner der Metropole den Besenhaltern endlich Beine zu machen? Zuerst präsentiert man das Zahlenwerk und mit einem durchschnittlichen Zuwachs von über 13 % gegenüber dem Vorjahr hat man schon einmal eine solide Basis. Dieser Wert steigt in einigen Bezirken bis zu gut 30 % an und dieser Zuwachs an Besuchern sollte uns stolz machen und gleichzeitig anspornen die vielen Dinge anzugehen, die jetzt wiederum notwendig sind damit dies ein nachhaltiger Erfolg wird.

 

Dazu gehört ein einheitlicher Personennahverkehr nicht nur von West nach Ost (sprich RRX), sondern auch von Süd nach Nord, denn wer dies mit dem ÖPNV machen will, der hat in der gleichen Zeit mit dem ICE die Strecke nach Berlin zurück gelegt. Denn wenn sich hier die sieben  großen Gesellschaften zu einmal zwei Gesellschaften (KÖR = Bogestra, HCR, Vestische, DW21) und (VIA = DVG, EVAG, MVG) zusammen finden und darüber noch der VRR thront, dann ist klar am Mechtenberg ist die alte und neue Grenze. Dies ist alles, aber sicherlich nicht Besucher freundlich. Doch hier stehen sie wieder die Besenhalter und anstatt die Schienen zu fegen wird erstmal wieder das gemacht was man am Besten kann „Ausbremsen“! Doch das dies nicht die einzige „Baustelle“ ist, das ist all denen klar, die sich täglich via Blechlawine durch die Metropole bewegen. Ach und da werden die Besenhalter auf einmal ganz wach und haben grandiose Ideen. Wir brauchen einfach noch ein paar mehr und breitere Autobahnen, dann läßt sich die Lawine in den Griff bekommen. Da stellt sich die Frage; wo empfangen wir dann zukünftig unsere Gäste, auf der Autobahnraststätte?

 

Abba las ma, wenze mitte Bahn drei Stunden brauchs um innet Theater zu kommen, so brauchse mit dat Auto nur zweieinhalb, dat is doch wat newa!

 

Kritischer wird es nur dann, wenn unsere Besucher nach einem anstrengenden Kulturtag sich zur Ruhe betten wollen, da fehlt es vorne und hinten. Es gibt da gleich ein paar Stimmen, die meinen wir brauchen als Erstes ein paar Fünf-Sterne-Nachtlager. Nur den meisten Besuchern wäre ein gemütliches Familienhotel viel lieber und davon fehlen in der Metropole eine weit größere Zahl. Denn Kulturmetropole heißt schließlich, das Menschen aufeinander zugehen können, miteinander "nen Pilsken"  trinken und nicht im Luxus-Glas-Kasten alleine an der Bar sitzen.

 

Also geben wir unseren Besuchern, das was sie sich wünschen, ein kleines Stück unseres Lebensgefühls!

 

Glück Auf

 

Will Rumi

 

Goldene Worte

Ein kleines Büchlein zum verschenken

auch an sich selbst.

Bei diesem kleinen Büchlein handelt es sich um einen handwerklich sehr gut erstellten Band mit den Golden Worten des Lebens.

Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.
(Henry Matisse)

Dieses kleine Büchlein ist kein dicker Wälzer mit einer nicht zu überschauenden Anzahl an
Aphorismen. Im Gegensatz zu diesen Lexika, in denen man der großen Sätze meist nicht auf
Anhieb findet, ist das Blättern hier eine große Freunde.

Der Herausgeber Jonathan Byron hat auf 128 Seiten hundert schöne Verse und wichtige Sätze
zusammen gestellt. Die Komposition wird liebevoll mit ausgesuchten Bildern zu einem visuellen Erlebnis. Das Zusammenspiel von Bild und Wort geben dem Betrachter die gewünschte Inspiration und dabei führt uns diese Komposition vor Augen, was in unserer hektischen und gewinnorientierten Zeit vielfach verloren gegangen ist; die Nachhaltigkeit.

Wer dieses Büchlein in den Händen hält möchte es nicht mehr aus der Hand geben, denn das
haptische und visuelle Erlebnis ist einfach schön. Da kann einem glatt der Gedanke kommen,
ach das schenke ich mir selbst.

Thiele Verlag
ISBN 9783851791389
Preis 12,00 Euro

von Will Rumi

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Circus als Märchenbuch des Lebens

35 Jahre Circus – 35 Jahre farbiges Leben
Jubiläumsprogramm Roncalli

Vom 10. bis 27. März 2011 gastiert der Circus Roncalli und die historischen Circuswagen zum siebten Mal in Recklinghausen. Hier präsentiert Bernhard Paul, sein Jubiläumsprogramm "35 Jahre Circus Roncalli".

   
  Ein Interview des TV Emscher-Lippe mit Prof. Bernhard Paul, Roncalli-Direktor / Foto:  © Zdena David  

Recklinghausen war von Anfang an eine wichtige Station für Roncalli. In der Ruhrfestspielstadt werden seit Jahrzehnten viele Erfolgsprogramme aus der Taufe gehoben. Circus Roncalli – das ist der Circus, der kein Circus ist. Eine Show, die keine Show ist. Theater, das kein Theater ist. Das ist eine Vorstellung, die ihre Zuschauer in den Bann zieht, ein poetisches Schauspiel für Jung und Alt, ein fesselndes Narrenstück, eine märchenhafte Reise in die Tiefe unserer Herzen, ein sanfter Kuss für die Seele. Bernhard Paul spürt die Künstler seines Ensembles von jeher in aller Welt auf.

     
   Prof. Bernhard Paul, Roncalli-Direktor /   Foto:  © Zdena David  

Für sein Jubiläumsprogramm hat Roncalli ein buntes Bouquet geschnürt aus Pferdephantasien, poetischer Pantomime, außergewöhnlicher Körperbeherrschung, atemberaubender Luftartistik, kraftvoller Akrobatik, ausgezeichneter Clownerie und zauberhaften Roncalli-Träumen. Im neuen Programm treten Artisten u.a. aus Brasilien, Russland, der Ukraine, England, Ungarn, Bulgarien, Italien oder auch Spanien in die Roncalli-Manege. "Höchstleistungen allein reichen aber für eine Roncalli-Inszenierung nicht. Erst die verbindende Dramaturgie, das poetische Geschichten-Erzählen und die harmonische Einheit von Artistik und Musik machen das perfekte Programm aus" so Bernhard Paul zum Erfolgskonzept Roncalli.

Eine Erfolgsgeschichte.

     
   v.l.:Prof. Bernhard Paul, Roncalli-Direktor und Oberbürgermeister Recklinghausen,  Wolfgang Pantförder  /   Foto:  © Zdena David  

Vor 35 Jahren begann 1976 "das Wunder Roncalli" (GEO). Seither hat der Circus über achtzehn Millionen Menschen verzaubert, begeistert sein Publikum in Deutschland, Österreich, Dänemark, Russland, Belgien und Spanien. Und wie kein zweites Unternehmen hat Roncalli die internationale Circusszene inspiriert, fand Nachahmer von Schweden bis Italien, von Moskau bis Marokko. Sie erlebten nicht Löwen, die durch Feuerreifen springen, Schimpansen auf Motorrollern oder schrille Clowns, sondern "Die größte Poesie des Universums", "Die Reise zum Regenbogen", "Commedia dell’Arte", "Salto vitale" und "Theatro Paradiso" (so Roncallis Programmtitel). Ein roter Faden vom Vorspiel bis zum Finale, humoreske Zwischenspiele, liebevolle Übergänge, phantastische Kostüme wie aus dem Märchenbuch. Ein Programm, das mehr ist als die Abfolge artistischer Nummern. Und auf Anhieb gelang damals das Experiment. Schon nach der Welturaufführung am 18. Mai 1976 in Bonn jubelten die Zeitungen: "Der Circus ist tot. Es lebe der Circus!"

     
   v.l.: Oberbürgermeister Recklinghausen,  Wolfgang Pantförder  und Prof. Bernhard Paul, Roncalli-Direktor /   Foto:  © Zdena David  

Menschen in der Manege

Zu den Höhepunkten des neuen Programms gehört Florian Richter. Der Ungar gilt in der europäischen Circuswelt als "Pferdepapst" und wurde bereits beim internationalen Circusfestival von Monte Carlo mit dem Goldenen Clown ausgezeichnet. Mit ihm kommen edle Araber und Friesen in die Roncalli- Manege. Bei Andrey Romanovsky kann der Zuschauer zweifeln, ob der Mensch tatsächlich Knochen hat. Spätestens wenn er sich in einem Schornstein versenkt. Für sinnliche Höhepunkte am schwingenden Vertikalseil sorgt das Duo Bobrov, das in einer theatralischen Luftdarbietung das Publikum träumen und staunen lässt. Neu bei Roncalli sind die hübschen Azzario Sisters, zwei spanischen Akrobatinnen, die bei Ihrer Darbietung nicht nur Kraft sondern auf viel "Köpfchen" brauchen. Sie präsentieren einen außergewöhnlichen "Kopf- auf- Kopf" Balance- Act. Mit Starclown David Larible kommt ein vertrautes Gesicht nach Recklinghausen. Der hoch dekorierte Spaßbereiter, beim Circusfestival Monte Carlo von Fürst Rainier mit dem Goldenen Clown geadelt, zelebrierte über zehn Jahre in der größten Show der Erde, bei Ringling Bros., Barnum & Bailey in den USA, täglich vor 20.000 Menschen seine großartige Komik. Er wird das Publikum mit neuen Kabinettstückchen der Clownerie zum Lachen bringen. Theaterclown Gensi bezaubert in nostalgischen Kostümen als poetischer Weißclown. Encho Keryazov’s Körper ist sein Kostüm. Der Handstandakrobat wurde beim internationalen Circusfestival von Monte Carlo für seine kraftvolle Darbietung mit dem Silbernen Clown ausgezeichnet. Shirley Larible wird an Strapaten als Prinzessin der Lüfte durch die Manege fliegen. Dazu Pantomime Borys, ein sensibler und poetischer Pantomime, der ans Herz geht und Sie mit sanftem Humor verzaubern wird. Jongleur Jemile Martinez lässt Bälle fliegen und rotieren. Fabricio Nogouaira wird mit einem Fahrrad in der Roncalli-Kuppel Steilwand fahren, und somit eine traditionelle Circusdarbietung wieder aufleben lassen. Zudem werden Bernhard und Eliana Paul’s Kinder Vivian, Lilian und Adrian in der Manege stehen, bzw. im Orchester mitwirken. Traumhaft schöne Kostüme und liebevoll arrangierte Live-Musik von Orchesterchef Georg Pommer runden die zauberhafte "Roncalli- Welt" ab. Der Maestro komponiert Roncalli seit mehr als 30 Jahren wie maßgeschneidert die Musiken zum Programm. In Bernhard Paul weiß der Vollblutmusiker einen eingeschworenen Verbündeten. So gehört Roncalli zu den wenigen Circussen, die noch über ein eigenes Live-Orchester verfügen. "Bei uns spielt Musik eine gleichberechtigte Hauptrolle im Programm. Das soll auch in Zukunft so bleiben.

Gastspielort: Recklinghausen, Konrad Adenauer Platz
Gastspieldauer: 10. März bis 27. März 2011
Vorstellungen: Dienstag bis Samstag 20 Uhr
                      Mittwoch, Donnerstag, Samstag auch 15 Uhr
                      Sonntag 14 und 18 Uhr
Preise: 14 € bis 49 €
Kartenservice: www.roncalli-tickets.de und  an allen bekannten Vorverkaufsstellen

 

767 Will Rumi

Gastprofessur für Dr. Margot Käßmann im Namen von Max Imdahl

Sie war einmal die erste Frau in einem hohen Kirchenamt und ist nun die erste Gastprofessorin
die im Namen von Max Imdahl fachübergreifend an der RuhrUniversitätBochum
für ein Jahr Vorlesungen und Seminare anbietet.

Das Thema der Antrittsvorlesung „Multikulturelle Gesellschaft Wurzeln, Abwehr und Visionen“ zeigt schon in welche Richtung Frau Käßmann gehen will. Es wäre zu wünschen das sie zu den Begriffen Akzeptanz, Toleranz, Mitgefühl, Glaube und Liebe vieles an die Teilnehmer weitergeben kann. Wenn es notwendig erscheint auch über den Begriff „SozialEthik“ Gespräche führen, obwohl dieses Thema an jeder politischen Ecke fast täglich bemüht wird. Dies aber doch nur weil sie nirgendwo mehr vorhanden ist.

   
  v.l.: Prof.Dr.Isolde Karle Dekanin der Ev.-Theologischen Fakultät /  Prof. Dr. Margot Käßmann, Max-Imdahl-Gastprofessorin der RUB /
Prof. Elmar Weiler Rektor der RUB / Dr. Josef König, Pressesprecher der RUB                                                    Foto: © Zdena David
 

Im Sinne des Namensgebers zu arbeiten und zu lehren stellt an die Gastprofessoren eine große Herausforderung dar.

Max Imdahl lehrte von 1965 bis zu seinem Tod 1988 Kunstgeschichte als erster  Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte an der neugegründeten RuhrUniversität Bochum. Er war zugleich auch Leiter der modernen Abteilung der Kunstsammlungen der RuhrUniversität.
Zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählten die Ottonik, die Malerei Giottos, die Malerei des niederländischen Barock und der französischen Klassik und die Kunstentwicklung seit dem späten 19. Jahrhundert.
(Wikipedia)

Wir wünschen Frau Käßmann nunmehr Seminarteilnehmer, die selber Denken oder es lernen
wollen. Darüber hinaus gute Gespräche über die wichtigen Themen unseres Lebens. Vielleicht
kann jetzt und hier der Grundstein gelegt werden, das zukünftige Studentengenerationen nicht
mehr Seminare zu dem Thema „Soft Skills“ besuchen müssen. Da sie das hierzu notwendige
Rüstzeug bereits mitbringen. Wir dürfen uns also auf ein spannendes Jahr mit der ersten
fachübergreifenden Gastprofessorin freuen.

 
v.l.:Prof.Dr.Isolde Karle Dekanin der Ev.-Theologischen Fakultät /
Prof.Dr. Margot Käßmann, Max-Imdahl-Gastprofessorin der RUB

                                                                      Foto: © Zdena David
  Will Rumi im Gespräch mit Prof.Dr. Margot Käßmann
                                                                    Foto: © Zdena David

Denen die immer wieder die Vergangenheit bemühen sei gesagt;
„Der einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Sünder ist, dass jeder Heilige eine
Vergangenheit hat, jeder Sünder eine Zukunft“
(Oskar Wilde)

In diesem Sinne Glück Auf.

Will Rumi für EN-Mosaik aus Bochum

Ein Sonntag an der Ruhr

Am Ruhrpegel in EssenWerden wurden am gestrigen Sonntagnachmittag, dem 9. Januar 2011
sehr beeindruckende Werte angezeigt:

Durchflussmenge 740,5 m³ / sec.
Fließgeschwindigkeit 180,2 cm / sec
Pegellatte 346 cm
Wassertiefe 557 cm
Wassertemperatur 4,7 Grad Celsius

Diese Werte mit den nachfolgenden Bildern zeigen uns wieder wer eigentlich das Sagen hat.

Eben nicht wir Menschen, sondern die Natur zeigt uns hier ihre Machtfülle. Doch es gibt immer noch die Unvernünftigen, die sich über diese Machtfülle hinwegsetzen wollen. So wurde ich bei diesem Spaziergang von einer jungen Mutter auf dem „Fahrrad“ mit dem Kleinkind im Kindersitz dahinter gefragt, bitte wo geht es denn hier zur Ruhr auf den Leinpfad in Richtung Kettwig? Hier sei ja schon alles gesperrt (siehe Bild Strandbad).

Die Antwort lautete: Am besten ganz weg vom Fluß.

Denn schon allein das Ansinnen löste bei mir einen Schauer aus und was in vielen Fällen bei solchen Aktionen heraus kommt ist uns aus Nachrichten wohl bekannt.

     
   Altstadt                                                                                                                         Foto: © Will Rumi   
     
   Schleuse                                                                                                                                                               Foto: © Will Rumi  
     
   Strandbad                                                                                                                      Foto: © Will Rumi  
     
   Wehr                                                                                                                                                                      Foto: © Will Rumi  

 Will Rumi für EN-Mosaik aus Essen