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Französische Praktikanten suchen Gastfamilien in Gevelsberg

gevels-vendo[Gevelsberg] Im Rahmen der Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Vendôme werden drei junge Vendômer Praktika in Gevelsberg absolvieren und suchen Gastfamilien, die in Gevelsberg wohnen.
Paul Masson (16) wird vom 11.07. – 05.08216 und Alban Morali (17) vom 11.07.-05.08 oder alternativ vom 01.08.-26.08.2016 in Gevelsberg sein. Alix Bonnier (19) absolviert vom 11-29.07.2016 ein Praktikum in Gevelsberg. Alle Drei haben Deutsch als Fremdsprache in der Schule gelernt.
Vielleicht können Sie sich vorstellen, einen der jungen Vendômer über den genannten Zeitraum oder für zwei Wochen in Ihre Familie aufzunehmen oder kennen vielleicht jemanden, der hierzu bereit wäre?
Die Stadt Gevelsberg hofft auf Ihre tatkräftige Unterstützung und steht für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin bei der Stadt Gevelsberg ist Frau Korte, Telefon 02332/ 771174 und E-Mail sylvia.korte@stadtgevelsberg.de.

Einige Städte sind eben etwas weiter

Caroline Barillett - Foto: Linde Arndt

Caroline Barillet, jung, wißbegierig, selbstbewußt. Eine junge Französin macht ihren Weg    – Foto: Linde Arndt

[jpg] Brüssel steht für Europa. Na ja, nicht ganz. Das eigentlich demokratische legitimierte Europa ist das gewählte Parlament in Straßburg mit seinen Ausschüssen die auch in Brüssel tagen. Immer mal wieder spürt man eine gewisse Europamüdigkeit,  manchmal  sogar pure Ablehnung gegenüber Europa. Die Finanzkrise z.Bsp. wird von der Kommission und dem Rat nicht so abgearbeitet um der europäischen Bevölkerung ungetrübte europäische Perspektiven in Aussicht zu stellen. Griechen oder Spanier, besonders stolze Völker, sehen sich Wirtschaftsdaten gegenüber, die sie nur in der europäischen Gemeinschaft überwinden können.

Aber da ist ja noch der europäische Gedanke in den Köpfen der Europäer, der weiter befördert werden muss und auch wird. Die Sprache des Anderen ist der Schlüssel zum verstehen des Anderen. Deutschland und Frankreich mit seiner Freundschaft gehen da als gutes Beispiel voran. Viele Klischees, Vorurteile werden und wurden schon überwunden. Trotz allem ist noch viel zu tun um das Europa „In varietate concordia“ zu erreichen. Der EU Gipfel von 2002 in Barcelona brachte die Forderung, die Muttersprache + 2 Fremdsprachen zu erlernen. 75% der EU Bevölkerung sollte letztendlich zu diesem Ziel geführt werden.

Aber das alles ist viel zu hoch angesiedelt, es sind die kleinen Schritte die es gilt aufzuzeigen.

Bürgermeister Claus Jacobi unterschreibt für Caroline Barillo das Praktikum-Zertifikat  Foto: Linde Arndt

Bürgermeister Claus Jacobi unterschreibt für Caroline Barillet das
Praktikum-Zertifikat Foto: Linde Arndt

Gevelsberg lud zu einem besonderen Pressegespräch ein. Caroline Barillet hatte vollkommen unbemerkt im Gevelsberger Rathaus ein Praktikum gemacht. Sie kommt aus der Nähe der Partnerstadt Vendôme. Diese deutsch-französische Städtepartnerschaft existiert nunmehr 40 Jahre und befindet sich in einem Stadium, in welchem Freundschaft nicht nur ein Wort ist. Caroline Barillet hatte in ihrer Zeit im Gevelsberger Rathaus eine Dokumentation der 40 Jahr Feier der Städtepartnerschaft erarbeitet. So betonte Jugendamtsleiter Michael Pfleging die Zielsetzung Gevelsbergs, indem er auf das erlernen von Praktika der europäischen Jugend hinwies, die letztendlich zu einer größeren Mobilität führen wird. Sprachen und die Kenntnis der anderen Kultur eröffnen neue Optionen in einem geeinten Europa für alle. Man muss nur die Menschen an die neuen Möglichkeiten heranführen. Bürgermeister Claus Jacobi sieht für die Zukunft erweiterte Chancen für die vier Partnerstädte Vendôme, Szprotawa, Butera, Gevelsberg.

abschluss

v.l.: Jugendamtsleiter Michael Pfleging, Bürgermeister Claus Jacobi und Praktikantin Caroline Barillet – Foto: Linde Arndt

Während der 40 Jahr Feier der Städtepartnerschaft Vendôme – Gevelsberg hatten die vier Bürgermeister Cathrine Lockhart ( Vendôme), Luigi Casisi (Butera), Józef Rubacha (Szprotawa) und Claus Jacobi (Gevelsberg) sich zu einem Zirkel zusammen gefunden um sich für eine tiefer gehende Zusammenarbeit einzusetzen. So gibt es nun für Interessierte die Möglichkeit Praktika in allen Partnerstädten zu erwerben. Auch denken die vier Stadtoberhäupter des „Vendômer“ Bürgermeisterzirkels an weitere Kooperationen die befeuert werden sollten. So funktioniert Europa, und nur so, wo die Gemeinsamkeiten ausgelotet werden um einen Anfang zu gestalten. Die Neugier auf den Anderen führt in der Konsequenz zu dem Europa was wir alle wollen, „In varietate concordia“ („In Vielfalt geeint“).

So waren denn auch die Französin Caroline Barillet und ihre Gastmutter Pia Friedel vorbildliche Botschafterinnen für ein Europa der Vielfalt. Gevelsberg beweist einmal mehr, wie Europa und Freundschaft gelebt werden kann und ist damit beispielhaft für andere Kommunen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Städtepartnerschaft mit Inhalten in Vilvoorde

[jpg] Wir haben uns schon immer gefragt, was macht eigentlich so eine Städtepartnerschaft aus.
Reicht es wenn ab und an ein gemeinsames gemütliches Beisammensein stattfindet oder sollte da doch etwas mehr sein?

Zeit für…. ? fragte vor nicht allzu langer Zeit Pierre Bogaerts, während der Vernissage "Kunst zwischen den Säulen" , initiiert vom Kunstraum-EN  in der ehemaligen Fabrik Stockey und Schmitz in Ennepetal. Damit stimmte Bogaerts manch einen nachdenklich. Seine Zeitkarten fanden sich damals ausgefüllt in den Schächten wieder. Bogaerts lernte ich als einen Künstler in der Ausstellung kennen, der in sich ruhte. Sein freundliches aber auch ernstes Wesen zwang nicht, sondern führte mich zum Nachdenken. Leider sind solche Momente immer nur flüchtig in unserer schnelllebigen Zeit, die kein inne halten erlaubt.

                                                        
Nachdem bereits im April 2009 13 Vilvoorder Künstler (unter anderem auch Pierre Bogaerts) ihre Werke im Haus Ennepetal ausgestellt hatten,  war es jetzt Zeit für einen Besuch in Vilvoorde der Partnerstadt von Ennepetal, einer Kleinstadt im Einzugsbereich der belgischen Hauptstadt Brüssel. Rund 38.000 Einwohner hat Vilvoorde, wie Ennepetal vor 30 Jahren. Nur Vilvoorde hat mehr zu bieten und ist im Gegensatz zu Ennepetal in fast allen Bereichen weiter entwickelt.

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