Es schmuddelt im Ennepetaler Wahlkampf?

 [jpg] Die FDP sagt es und die CDU und die anderen sowieso. In Ennepetal wird im Internet ein Schmuddelwahlkampf  geführt. Man möchte sich an das alte Lied von Degenhardt erinnern, "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…", ja, schon damals wusste derselbe, dass man sich von bestimmten Personen fernhalten sollte. Es passt nicht wenn die schönen Wahlaussagen und Plakate hinterfragt werden.

Nur unsere Aufgabe ist es nicht die Plakate oder Wahlaussagen zu verstärken, sondern hinter die Vorhänge zu gucken, die Tischdecken zu lupfen oder verschlossene Türen zu öffnen.

Der Europawahlkampf ist vorüber. Einer der größten Gewinner waren die freien Demokraten mit ihrer Frontfrau Dr. Silvana Koch-Mehrin. Für viele, die Substanz zwischen den Ohren haben, vollkommen unverständlich.

Sieht sie nicht hübsch aus? Jetzt lassen wir mal diese Blondwitzchen zur Seite. Jeder würde, wenn es nur um das Plakat geht, diese sympathische Frau wählen. Und Arbeit muss sich wieder lohnen, sowieso. Mir hat man gesagt, die erste Million wäre schwierig, verschwiegen hat man mir, dass die zweite Million noch schwieriger ist.
Insofern hat Silvana recht, meine Arbeit und die vieler anderer sollte sich wieder lohnen. Auch die des Paketzustellers? Nein, lassen wir das.

Nun hat sich ein Journalist der FAZ erdreistet, die lohnende Arbeit der obigen Frau zu überprüfen, Link http://www.faz.net/s/Rub4D092B53EEAA4A45A7708962A9AD06AF/Doc~EAF23FE848FB342629F84718A76687EEC~ATpl~Ecommon~Scontent.html.

Ups, Frau Koch-Mehrin hatte soviel gearbeitet, dass sie an letzter Stelle der derzeitigen 106 deutschen Abgeordneten landete und auf Platz 914 der Gesamtliste des derzeitigen Parlaments geführt wurde. Ihr wurde sodann eine Präsenzquote von 38,9% vorgehalten, was sie sodann mit einer einstweiligen Verfügung unterband, die aber auch nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde. Denn die von ihr reklamierten Schwangerschaftstage brachte sie jedoch nur auf 54,6% Anwesenheit. Sie aber hatte per eidesstattlicher Versicherung eine Quote von 75% angegeben.

Und wie das nun einmal ist, die Presse wittert Morgenluft – soll sie ja auch. Und siehe da, es kam noch mehr ans Licht. Im Haushaltsausschuss hat sie 4 von 5 Tagen geschwänzt, im Haushaltskontrollausschuss sogar 9 von 10 Tagen, so Herr Langen (CDU/CSU) der FAZ. Berichte soll sie in den Jahren nie einen verfasst haben.
Der FDP Abgeordnete Alexander Graf Lambsdorf kommuniziert 75,4% Anwesenheit, tatsächlich lassen sich nach FAZ jedoch nur 56,3% ermitteln. Bestätigen wollte das Parlament diese Zahl jedoch nicht, aber auch nicht dementieren.

Es geht aber noch weiter. Von 2005 bis 2008 hat Frau Koch-Mehrin Nebeneinkünfte in Höhe von EUR  81.400,– gemeldet, auf ihrer Internetpräsenz wurden jedoch nur EUR 14.000,– für 2008 angemerkt, die vorherigen Jahre waren nicht verfügbar, so die FAZ.
Im SWR wurde Frau Koch-Mehrin wegen ihrer so schlechten Leistungsbilanz befragt, worauf sie mit Schweiß auf der Stirn ausweichend geantwortet hatte. Sie könne sich die unterschiedlichen Zahlen nur durch falsche Berechnungen des Parlaments erklären, und im übrigen würde dies durch ihre Rechtsanwälte verfolgt.

Weil sie aber während des Interviews nicht so gut aussah, intervenierte der Generalsekretär Dirk Niebel sofort schriftlich und verlangte diesen Teil des Interviews heraus zuschneiden. Denn, so Niebel, dieses Interview wäre so nicht abgesprochen gewesen und damit nicht autorisiert.Die ARD lehnte ab.
Man kann also sagen, Arbeit lohnt sich wirklich bei den Abgeordneten der FDP.

Übrigens ein deutscher Abgeordneter des EU-Parlament bekommt rund Eur 11.000,-monatlich auf seinem Konto gut geschrieben,plus Aufwandsentschädigungen für Mitarbeiter und Büro in fast gleicher Höhe.

Da muss ein Paketzusteller bei Eur/Std. 5,– lange für arbeiten, richtig arbeiten. Aber das ist jetzt wieder schmuddelig.

Was hat das mit Ennepetal zu tun?

Nun, auch hier das laute Geschrei wenn man mal hinterfragt. Auch hier die schönen Plakate, die wunderbaren Slogans. Auch hier will keiner Rechenschaft über die letzten 5 Jahre abgeben und sich keiner Frage stellen.

Aber hier fragte man sich, warum hat die FDP solch einen Zuwachs bekommen? Weil sie eine Frontfrau hatten, die zwar hübsch anzusehen ist aber sich nicht die Bohne für politische Arbeit interessiert. Man spricht von einer Kunstfrau, die die FDP als Galionsfigur in den Wahlkampf schickte – die Rechnung ist aufgegangen.
Und mal ehrlich, was sollte denn in einem Kommunalkampf anders laufen als wie vor beschrieben?
So sind solche Aussagen von Politikern immer sehr fragwürdig, in Europa aber auch in Ennepetal.

Wer sich die Sendung ansehen mag, hier der Link zu Youtube wo Zapp eine Zusammenfassung bringt:

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