Alice muss das Wunderland verlassen…

[la] Und wenn im Dezember 2010 noch einmal die Spots aufleuchten und in schillernden Farben und Tönen das Jahr der Kulturhauptstadt Revue passieren lassen – bevor die Scheinwerfer im Ruhrgebiet abgeschaltet werden – dann, ja dann muss Alice ihr Wunderland wieder verlassen.
   

Es gibt ein Land voller Wunder, Geheimnisse und Gefahren wie sonst nirgendwo. Das heisst, um zu überleben muss man verrückt sein wie ein Hutmacher…. so heißt es.

Im Januar 2010 bin ich bei klirrender Kälte in dieses Land "gefallen", habe mitten in Schneegestöber und Eis die "Feuerteufel" des Teams Ruhr 2010 kennengelernt, die mit Herzblut und Leidenschaft ihren immens anstrengenden Job das ganze Jahr über beispielhaft gemeistert haben.

 
Marc Oliver Hänig – Felicitas Fletcher – Clemens Baier   –
Januar 2010                                              Foto:© Linde Arndt
  Marc Oliver Hänig – Felicitas Fletcher – Clemens Baier   –
Dezember 2010                                      Foto: © Linde Arndt

Da waren die Macher der Ruhr 2010, große Persönlichkeiten mit großem Engagement und Können, die niemals vergaßen, die Menschen, die  im Background mit und für sie arbeiteten in ihren Dank mit einzubeziehen.

Sie waren immer offen und gesprächsbereit und machten keinen Unterschied zwischen groß und klein.

Wir sind im Laufe der Monate "Freunde" geworden und so zieht jetzt beim Abschied eine tiefe Traurigkeit in mein Gemüt.

Es wurde ein Netzwerk unbeschreiblicher Art geschaffen. Kunst, Kultur, Nationen und Religionen trafen sich und gestalteten "gemeinsam". Kommunen kannten keine Rivalität, sondern schafften in Local-Heroes-Wochen und im Verbund mit Nachbarstädten Höhepunkte an Darbietungen.

Ein Jahr lang war ich Teil dieses Wunders, dieser aussergewöhnlichen Inszenierung, wo Dinge Wirklichkeit wurden, die man nicht für möglich gehalten hätte.

Wie ein Sog, so hat es mich in dieses Geschehen hineingezogen, herumgewirbelt, verwirrt in Erstaunen versetzt, nachdenklich gemacht –  und glücklich!

Wie heißt es so schön bei Alice: Das ist unmöglich? – Nur wenn man nicht daran glaubt!"

Und wie heisst es bei RUHR2010?
Jede Vision braucht Menschen, die an sie glauben.

Und die gab es in diesem Jahr millionenfach.

Vielleicht – [aber nur vielleicht] werde ich später, wenn sich meine Gefühle beruhigt haben noch weiter über dieses Jahr im Rückblick berichten.

Jetzt mache ich mich erst einmal auf den Weg um noch einmal dieses ganz besondere Feeling, dieses WIR-Gefühl auf zu nehmen. Eine große Packung Tempotaschentücher habe ich schon eingepackt, denn man weiss ja nie…..

 

Linde Arndt für  EN-Mosaik, die ein langes Jahr "Alice" war

 

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