Aus Fehlern lernen -5.7.09 / Teckel wieder ausgefallen

Gestern hatten wir darüber berichtet, dass der Teckel ausgefallen war. Diesen Bericht können Sie unten im farbigen Feld noch einmal nachlesen.

Unsere heutige Recherche ergab folgendes: Die Ruhrtalbahn, Herr Tigges, hat am Freitag mit email von 17:16 Uhr die zuständige Stelle der Stadt Gevelsberg informiert. In Ennepetal ist nichts angekommen. Herr  Sichelschmidt von der Ruhrtalbahn Hagen hatte am Samstag die Information als Din A 4 -Blatt an den Fahrplan geheftet, war aber davon ausgegangen, das die email auch am Freitag in Ennepetal vorgelegen hätte.

 

Egal wer oder was jetzt im Endeffekt der Auslöser war, wichtig ist, dass für die Zukunft derartige Fehler abgefedert werden und ein gut funktionierendes Netzwerk die Möglichkeit schafft, dass Informationen rechtzeitig weitergeleitet und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

 

So hatten wir es gestern geschrieben:

 

Der Teckel fährt heute nicht – 5.7.2009

Ist es für die schon ärgerlich, die sich von wer weiß woher auf den Weg machen, um eine Teckelfahrt zu unternehmen und dann sehen müssen –
aus die Maus – der Teckel ist mal wieder kaputt, so greift diese Tatsache viel weiter.

Nach einem mühsam unternommenen Start vor einigen Wochen nahm das Willkommensangebot für die Fahrgäste eine erfreuliche Wendung.

Die Parkplätze sind geöffnet und nutzbar. Es gibt eine Sitzbank für ältere oder müde Menschen. Eine Info-Blockhütte ist da mit zahlreichen Informationen rund um und in Ennepetal. Ein Kutschuntrnehmen bietet seine Dienste an für Fahrten ins Industriemuseum, Hülsenbecker- oder Heilenbecker-Tal. Und seit Neustem gibt es auch einen Imbisswagen, der die ankommenden Gäste mit Kaffee, anderen Getränken, frisch gebackenen Laugenbrezeln und einigen anderen Verköstigungen versorgt.

Die Bilanz von heute:

Die Wirtschaftsförderung war da (Herr Wiggenhagen nebst Frau), um die Ankommenden persönlich willkommen zu heissen. Herr Dunker hatte in seinem Imbisswagen schon Kaffee bereitet und die frisch gebackenen Laugenbrezel aufgebahrt. Frau Schulte-Paßlack mit Mann war als ich kurz vor Zugeintreffen ankam schon da, um unterstützend mitzuwirken. Es saßen schon Gäste, die in die Gegenrichtung fahren wollten wartend auf der Bank. Weitere Einzelhändler aus Milspe trafen ein, wobei ich hier nicht weiss, ob sie auch als Begrüßungskomitee angetreten waren, oder selbst eine Tour mit dem Teckel machen wollten.

Alle waren da – nur der Teckel nicht. Und dann entdeckte man hinter dem Fahrplanschild dezent und absolut unauffällig ein Schild der Ruhrtalbahn in
DIN A 4 Größe, dass der Teckel heute nicht fährt.

Während heute vormittag auf der Seite der Ruhrtalbahn noch kein Hinweis war – ich wollte mich dort noch einmal nach den genauen Ankunfstszeiten informieren, erfuhren wir jetzt über Twitter, dass der Zug ausfällt.

 

Aber irgend jemand muss das doch schon vorher gewußt haben, denn das Schild war ja schon vorher hinter dem Fahrplan. Und warum hat der jemand
dann nicht direkt alle informiert, damit sich manch einer nicht unnötig auf den Weg machen musste? Wir leben in einem Zeitalter der Handys, des Internets und Radio usw.

Nachdem Herr Kern es doch geschafft hat, das die Infobude und die geöffneten Parkplätze endlich Bestandteil der Teckelfahrten geworden sind, warum wird
dann hier wieder so lapidar mit Informationen umgegangen? Ein verstecktes Din A 4 Infoschild reicht wohl nicht und warum gibt er dann seine Informationen
nicht postwendend an den nächsten – Herrn Wiggenhagen weitergegeben? Der hat schon ein paar Möglichkeiten mehr hier etwas zu unternehmen.

Schade, schade. Kaum aufgebaut machen wir uns unser Ennepetal-Image wieder kaputt, auch wenn der Übeltäter in der Technik bei der Ruhrtalbahn liegt,
die – falls wir nicht noch anders kundig werden – auch recht verspätet die Informationen übersandt hat.

 Die heutige Recherche ergab bisher:

Herr Kern ist ihn Urlaub. Seine Leute haben gestern vormittag einen Mitarbeiter zum Empfang der
Gäste zur Infobude an der Haltestelle geschickt.

 

 

 

Linde Arndt

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9 Kommentare
  1. msc says:

    Tja, so ist das eben, wenn man das Internet als statische Reklameplattform betrachtet.
    Dabei bietet das Internet die unglaubliche Chance, interessierte Menschen ‚just-in-time‘ zu informieren. Hätte auf der Homepage der Kluterthöhle, wo der Fahrplan hinterlegt ist, einen Hinweis auf den Ausfall (kann ja mal vorkommen) des Zuges gestanden, dann hätte sich mein Sohn den Weg von Selm mit seinen Kindern sparen können. Um mit den Kiddys etwas Heimatkunde zu erleben, habe ich die 3 nach Hagen gebracht und wollte sie an der Bahnstation Ennepetal-Klutert (nicht wie dort fälschlich zu lesen ist: Ennepetal-Kluterthöhle) wieder abholen.
    War nix – siehe oben.
    Ist ja schließlich auch egal, wenn sich etliche Bürger aufmachen, um anschließend enttäuscht zu sein. In einem Privat-Unternehmen würde spätetstens jetzt mit einer Schulung zur Kundenzufriedenheit begonnen.
    Aber wie das mit Verwaltungen so ist, da gibt es keine Kunden, sondern gefälligst untertänige Bürger!

  2. Dr. Ingo Mehner says:

    Bitte nicht die fast ehrenamtliche Arbeit um den Täckel schmähen. Der Maßstab ist zu hoch, an dem wir messen. Eben die urdeutsche Untugend von zu viel Gründlichkeit. Der Täckel ist Nostalgie, an der zu viele Rädchen drehen.
    Mehner´s Vorschlag, den die Heimatfreunde Milspe unterstützen, führt weiter. Selbst ist der Mann. Verantwortung zeigen und Verantwortung übernehmen. Für das Schienennetz zwischen Milspe -Tal und Altenvoerde. Unter Schutz stellen. Vielleicht wird der Täckel einen fernen Tages genügend Fahrgäste und Zukunft haben. Das wird dann ein schöner Tag sein. Für ENnepetal(er).
    I.M. 16.100.h

  3. Redaktion
    Redaktion says:

    Der Maßstab zu hoch? Wir messen ja zur Zeit im Minusbereich! Klar, das mit der Verantwortung hört sich unheimlich gut an, ist übrigens inzwischen ein Totschlagargument. Verantwortung kann man nur übernehmen, wenn ein Anderer, in diesem Falle die Stadt, dies auch zulässt. Beispiel Öffentlichkeitsarbeit für Veranstaltungen. Und im übrigen, wir zahlen für eine funktionierende Stadtverwaltung, ich wüsste nicht, dass ich mit meiner Steuerzahlung im Rückstand bin.
    Die Schwelmer und Gevelsberger streiten ja inzwischen wer letztendlich Ennepetal bekommt.

  4. Beate Müller says:

    @Dr. Mehner,
    wieso fast ehrenamtliche Arbeit. Können Sie mir das erklären? Haben die Leute keinen bezahlen Job? Es geht doch hier darum, dass Ennepetal sich endlich mal ein wenig um den Tourismus kümmern wollte und nach zwei gelungenen Ansätzen wieder alles zu nichte gemacht wird. Selbstverständlich kann bei so einem alten Teil was kaputtgehen. Es weiß ja kein Außenstehender wie alles zusammenhängt. Für die sind wir in Ennepetal einfach die Versager. Und die sich wirklich um ein Gelingen bemühen kennt man ja nicht. Organisation und Verständigung untereinander müssen da besser funktionieren und da sinngemäß zu sagen „Seit lieber still, das ist ja ehrenamtlich“ ist für mich kein Argument Herr Mehner.

  5. Dr. Ingo Mehner says:

    Sie haben Recht. Zu unklar.
    Claro: Alle, die mit dem Täckel. der Talbahn, der Ruhrbahn oder ähnlichem zu tun haben, die werden bezahlt.
    Aber die Enttäuschten. die hier vergeblich gewartet haben und das Image der Stadt einbringen wollten, wurden nicht bezahlt.
    Mir tut es deshalb leid, dass die Stadt Dienstschluss hat, wenn die Nachrichten eingehen.
    Das lässt sich in heutigen Zeiten besser organisieren.
    I.M.

  6. Redaktion
    Redaktion says:

    Genauso ist es. Heute kann man Gottseidank 7 Tagen und 24 Stunden (24/7) erreichbar sein, mit der modernen Kommunikation. Nicht für jeden, jedoch für die wichtigsten Ansprechpartner. Man muss nur auf der Klaviatur der modernen Kommunikation spielen können, wobei das Prioritäten setzen können eine wesentlich Voraussetzung ist. Augenscheinlich ist die Attraktivität unsere Stadt nicht in dieser Prioritätenliste. Sicher ist ein Dipl.-Verwaltungswirt oder ein Einser Jurist mit solch einer Organisation überfordert. Tja, da haben wir Betriebswirte, zumal aus der Praxis, doch die bessere Qualifikation.

    Was die ehrenamtlichen betrifft, manchmal ist eine Flasche Wein oder ein Strauß Blumen ein probates Mittel um den Frust etwas zu glätten und Motivation weiter zu erhalten.

  7. Jan.Nik says:

    Sehr geehrter Herr Gerhardt,
    erst einmal ein Lob, dass jemand eine solche Seite auf seine Kosten macht, verdient Anerkennung.
    Aber auch Kritik. Laut überschrift ist die Seite für den Ennepe-Ruhr-Kreis, inhaltlich geht es nur um Ennepetal. Das Stadtwappen steht also dann zu Recht in der obersten Zeile.
    Ihre (größtenteils) negativen Kommentare zu der Ennepetaler Stadtverwaltung treffen genausogut auf jede weitere beliebige Verwaltung zu. Nur scheinen Sie mir davor die Augen zu verschließen, sonst würden Sie alle Verwaltungen des Kreises durchleuchten.
    Ich habe mit fast allen schon beruflich zu tun gehabt, und kann Ihnen sagen, die Ennepetaler ist mir die Zweitliebste. Da bewegt sich etwas, das kann man von den anderen Städten nicht sagen.
    Ach ja, und dass Sie von der Ennepetaler Verwaltung fordern, dass diese sich die Mails umleiten lässt, finde ich unangemessen, denn schließlich kostet das auch meine Steuergelder. Ich sehe die Ruhrtalbahn in der Verantwortung, über die heimischen Medien die Informationen zum Ausfall weiterzuleiten. Also, nicht die Herren Eckhardt, Kern und Wiggenhagen haben Versäumnisse zu erklären, sondern einzig und allein Herr Tigges von der Ruhrtalbahn.

  8. Redaktion
    Redaktion says:

    Hm, das Lob habe ich sofort kassiert und an die anderen Mitstreiter weitergeleitet.
    Das mit dem EN-Kreis ist ok, ist auch angedacht, wobei die anderen Städte schon als Subdomain eingerichtet sind. Leider haben wir noch keine geeigneten Mitstreiter aus den anderen Städten gefunden. Entweder wollten sie nicht schreiben oder konnten nicht schreiben. Also mussten wir Prioritäten setzen. Da wir in Ennepetal wohnen, haben wir auch unseren Fokus auf Ennepetal gelegt.
    Was nun die Beweglichkeit oder Unbeweglichkeit der Ennepetaler Politik oder Verwaltung betrifft, mag das in Ihrem Falle zutreffend sein, nur frage ich mich, warum sich auf meinen Schreibtisch die negativen Zusendungen zum Thema Ennepetal häufen?
    Bei der Umleitung der Emails liegen Sie etwas falsch, das kostet den Empfänger nichts, außer ein bisschen Gehirnschmalz. Ich habe 40 sehr wichtige Kunden mit denen ich kommuniziere. Wenn ich außer Hause bin, kostet das nur einen Klick und schon werden alle auf mein Handy umgeleitet. Kosten: Den Zeitaufwand von einem Klick.
    Wenn also etwas passiert,kann ich umgehend reagieren. In der Wirtschaft nennt man das Flexibilität – flexible Response.
    Wenn Sie so wollen habe ich eine Erreichbarkeit von 99,95%, sprich ich bin nur 4,38 Stunden im Jahr nicht erreichbar.
    Dies ist in der heutigen Zeit, mit den heutigen Möglichkeiten ganz normal und sollte für Menschen die für andere Menschen Verantwortung tragen auch zur Normalität gehören.

  9. chili says:

    Hallo Jan.Nik
    ich bin Ihrer Meinung, es wird dringendst Zeit, das die Märchenbücher (Zeitungen o.ä.) zur Seite gelegt werden und die rosarote Brille abgenommen wird.
    Aber bedenken Sie bitte auch, Artikel schreiben sich nicht alleine und Recherche kostet sehr viel Zeit.
    Da diese Seiten uns allen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wer soll denn die Leute bezahlen, die sich in den anderen Städten umsehen – hören – recherchieren oder auch darüber schreiben?
    Und was hat das mit Augen verschließen zu tun, wenn keine Leute bezahlt werden (können), die sich in anderen Städten umtun?
    Wie wärs denn mal mit der einen oder anderen kleinen Werbung, damit sich die Unkosten tragen und vielleicht auch Reporter bezahlt werden können, die sich nicht nur in Ennepetal tummeln?
    Von nichts kommt nichts, auch keine Berichte/Fakten oder Recherchen.

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