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Viel Applaus für wundervolles Neujahrskonzert im Schloss Martfeld

 

Marie Giroux (Mezzosopran), Joseph Schnur (Tenor) und Nico Stabel (Piano). Foto Gabriele Grollmann

Marie Giroux (Mezzosopran), Joseph Schnur (Tenor) und Nico Stabel (Piano). Foto Gabriele Grollmann

[Schwelm]  Marie Giroux (Mezzosopran), Joseph Schnur (Tenor) und Nico Stabel (Piano) hatten den Besucherinnen und Besuchern des beliebten Schwelmer Neujahrskonzertes einen musikalischen Hochgenuss versprochen. Und in der Tat waren die Bürgerinnen und Bürger, die am 1. Januar zum Konzert ins Schloss Martfeld gekommen waren, begeistert von den Darbietungen der Künstler.

Marie Giroux berichtete von skurrilen und originellen Neujahrstraditionen und nahm das Publikum auf eine Reise rund um die Welt mit. Gemeinsam mit Joseph Schnurr und Nico Stabel weihte sie die Anwesenden in die amüsanten Geheimnisse verschiedener Kulturen ein. Dazu wurde ein festliches musikalisches Feuerwerk von Klassik bis Musical gezündet.

Auch der vom Fachbereich Schule, Kultur, Sport gewählte neue Zeitpunkt für das Konzert – 14 Uhr – kam gut bei den Gästen an.  

Schwelm, den 3. Januar 2017

Begeisterte Besucher Foto: Gabriele Grollmann

Begeisterte Besucher Foto: Gabriele Grollmann

Dornröschen erwacht

Der Brunnen am Schloss Martfeld - Foto: )c) Linde Aarndt

Der Brunnen am Schloss Martfeld – Foto: (c) Linde Aarndt

[la] Martfeld ist ein  absolutes Sahnehäubchen der Stadt Schwelm mit seinem wunderschönen Park und allen sonstigen Möglichkeiten, die das Gesamtbild in wunderbarer Weise abrunden. Da sind die Sportanlagen,  da ist der große, familiengerechte  Kinderspielplatz, es gibt  den Trauungssaal, die Bibliothek, das Museum und die Ausstellungsräume für Veranstaltungen im Bereich Kunst und Kultur in der oberen Etage.

Aber was wäre das alles, würde der traditionelle Brunnen im Schloßhof nicht mehr sprudeln und die Türen des Restaurants weiter verschlossen bleiben. Als der  neue Pachtvertrag abgeschlossen wurde, konnten alle Bedenken vergessen werden. Denn pünktlich zur Neueröffnung sprudelt auch der Brunnen im Schloßhof wieder. Dafür hatte sich Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt eingesetzt. Ja,  der Brunnen sprudelt wieder.

Es gibt wieder einen Pächter für das Martfeld-Restaurent, daß unter dem Namen „Im Martfeld“ geführt wird.
Martina Spannagel und Till Mundorf unterzeichneten mit Bürgermeisterin Gabriele Grollmann und Thomas Striebeck (städtisches Gebäudemanagement) im Beisein von Julian Saßmann, Martina Spannagels Sohn,  den Pachtvertrag.

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Thomas Striebeck, Martina Spannagel und Till Mundorf Foto: (c) Linde Arndt

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Thomas Striebeck, Martina Spannagel und Till Mundorf Foto: (c) Linde Arndt

UnterschriftMartina Spannagel für die Pächter Foto: (c) Linde Arndt

UnterschriftMartina Spannagel für die Pächter Foto: (c) Linde Arndt

Martina Spannagel wußte noch einmal zu betonen, welch wichtige Rolle  der Zuspruch von Bürgermeisterin Gabriele Grollmann dabei gespielt hat, dass sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben. Immerhin sind sie augenblicklich noch voll mit dem Umbau des „Fritz am Brunnen“ beschäftigt. Auch war dieser Schritt nur möglich, weil sich Sohn Julian bereit erklärt hatte die Leitung des Café  Bistro am Martfeld zu übernehmen. Nun ist die Familie vereint in Schwelm und Sohn Julian hat bereits eine Wohnung in Schwelm.

Gastronomie im Blut und alles wird gut
Somit wird das neue Café  Bistro  von Sohn Julian Saßmann (Finanzfachwirt) und dessen Lebensgefährtin Dorothee Irlenborn (Betriebswirtin) geführt, aber auch die beiden Pächter werden das Haus stets repräsentieren, wenn es angesagt ist.
Ihre Tochter Jana Saßmann unterstützt sie  derweil beim „Rufes am Brunnen“, „Fritz am Brunnen“  und  „Aechte de Muer“, das ebenfalls zu ihren Wirkungsstätten in Schwelm gehört. Somit trägt der Familien-Clan dazu bei, daß die großen Aufgaben perfekt gemanagt werden.

Man kann wirklich mit Fug und Recht behaupten, diese Familie ist mit Herzblut in der Gastronomie verwurzelt und das spüren die Gäste auch dementsprechend.

 

Mit Power und Plan ran ans Werk

Ein vielversprechendes Konzept wurde von Martina Spannagel und Till Mundorf aufgestellt, der auch schon beim „Rufes am Brunnen“ und zuletzt beim „Fritz am Brunnen“  tatkräftig die Planungen unterstützt hatte.
„Ohne ein solches Konzept hätte man von Anfang an einen Griff in den Mist getan“ wußte Martina Spannagel zu bemerken.

 

Till Mundorf meinte u.a.: „Wir haben uns in unserer Herangehensweise viele Gedanken gemacht, welche Kunden wir mit dieser Lokalität bedienen wollen. Wir haben das Museum, das Standesamt, den wunderschönen Park, die Vereine wie Tennis, Fußball, Minigolf und den großen Spielplatz. Martfeld hat weniger gute Zeiten hinter sich, also ist es wichtig sich darauf zu konzentrieren, was wichtig ist, um ein gut sortiert aufgestelltes Konzept zum Gelingen zu bringen. So soll es möglich sein, daß auch die Mutter mit Kind zu uns kommen kann, aber auch der Tennisspieler nach einem heissen Match etwas Gesundes essen kann und nicht nur das leckere, kühle Bier.“

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Martina Spannagel, Thomas Striebeck, Till Mundorf und Julian Saßmann Foto: (c) Linde Arndt

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Martina Spannagel, Thomas Striebeck, Till Mundorf und Julian Saßmann Foto: (c) Linde Arndt

Angebot  rund und gesund
Das Café Bistro startet morgens ab 9:00 Uhr mit einem Frühstück im „Baukastenprinzip“, wie Martina Spannagel es bezeichnet. Und zwar darum, weil es von einem einfachen, preislich günstigen, bis zu einem opulenten, preislich höher gelegenen Frühstück mit Lachs, Eiern, Fisch, Käse, Schinken gewählt werden kann. Es gibt Müslis und selbstgemachte  Smoothies.
Mittags gibt es hausgemachte Eintöpfe, Quiche, Flammkuchen, Folienkartoffen mit Lachs oder Filetstreifen.
Der Nachmittag steht ganz im Zeichen des Genießens mit leckeren süßen Köstlichkeiten. Martina Spannagel und Till Mundorf ist es gelungen, für das Cafe-Bistro am Haus Martfeld eine Konditormeisterin zu engagieren, auf die große Herausforderungen und Aufgaben warten.
In Köln gibt es eine Konditorei „Törtchen – Törtchen“, da gibt es viele kleine Leckereien. Traumhafte kleine Köstlichkeiten soll es jetzt auch im Café-Bistro geben. Und damit diese auch ausser Haus verkauft werden können, sind bereits viele kleine Verpackungen bestellt worden.
Die neuen Pächter wollen auch die  „Bergische Kaffeetafel“ mit der Dröppelmina  wieder hochleben lassen, wo Herzhaftes kombiniert mit Süßem angeboten wird.  Sammelgedecke sollen an Stelle von einheitlichem Marken-Porzellan das passende Ambiente zur Kaffeetafel beisteuern. Es wird gute Torten geben.
Alles in Allem sind die Pläne der neuen Gastonomen so reichhaltig und facettenreich, dass man sich wünscht, dass das neue Café Bistro eine gute Zukunft und lange Lebensdauer hat und viele zufriedene  Gäste Schwelm nach einem Besuch (oder einer Hochzeit, Feier, einem Treffen mit Freunden und Familie) in positiver Erinnerung halten und den Ort der vielen Möglichkeiten als gute Adresse weiter empfehlen.
Morgen, am 14. August 2016 ist mit einem musikalischen Frühschoppen Eröffnung.
So wird das Dornröschen „Schloß Martefeld“ in seiner ganzen Pracht dann wieder zu bewundern sein.

 

Linde Arndt  für EN-Mosaik aus Schwelm

 

1. Schwelmer Bürgerbrunch am 14.05.2015

 

Schloss Martfeld Foto: Linde Arndt

Schloss Martfeld Foto: Linde Arndt

Der erste Schwelmer Bürgerbrunch, der im gediegenen Ambiente des Parks am Schloss Martfeld am 14.05.2015 stattfindet, lädt ein zum gepflegten Speisen.

Die Veranstaltung geht zurück auf eine Idee des Schwelmer Unternehmers und Aufsichtsratsmitglieds der GSWS, Herrn Dirk Henning.

Bürger, Vereine und Unternehmer können zu dieser besonderen Vatertagsveranstaltung einen Tisch für bis zu 8 Personen zum Preis von 40,00 € buchen und gemeinsam mit ihren Mitarbeitern, ihrer Familie und / oder Freunden einen schönen Vormittag verleben. Einzelpersonen finden dabei Anschluss für nur 5,00 €. Gern können Speisen und Getränke mitgebracht werden.

Doch auch wer keine Lust auf langwierige Vorbereitungen hat, muss nicht verzagen, denn ein eigens mit dem Restaurant Schloss Martfeld entwickelter Frühstückskorb (ab 8,90 €) sowie eine Kaffee – Flat (maximal sechs Liter zum Preis von 15,00 €, eine Thermoskanne sollte mitgebracht werden) sorgen für kultivierte kulinarische Genüsse. Auch im Restaurant selbst kann zum Preis von 14,90 € gefrühstückt werden.

Die Angebote sollten bis eine Woche vor Beginn der Veranstaltung beim Restaurant Schloss Martfeld (02336 / 47 31 31)vorbestellt werden.

Stilvoll begleitet wird die elegante Veranstaltung von Live – Musik der Gesangskünstlerin Tanja Kallen aus Bergisch – Gladbach, die schon zum Weihnachtsmarkt das Publikum begeisterte.

Darüber hinaus bietet die GSWS bei der Veranstaltung auch die beliebten Schwelm – Produkte zum Verkauf an: Thermobecher, Taschen, Regenschirme, Aufkleber, Postkarten, sowie das beliebte Sammelobjekt „Schwelmer Bilderbogen“ 2014 und 2015. Ganz neu im Programm ist das aus natürlichen Rohstoffen hergestellte Schwelmer Schlüsselband aus Filz.

Interessierte können sich noch bis zum 30.04.2015 einen der begehrten Plätze unter sekretariat@gsws-schwelm.de bzw. in der Geschäftststelle der GSWS, Untermauerstraße 17 in Schwelm, Rufnummer 02336 / 860370, sichern. Nach Bestellung eines Platzes wird dann eine Tischkarte zugesandt, die zur Veranstaltung mitgebracht werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung

Schwelm GmbH & Co. KG

Ihre Christine Beyer

„Die Meisterklasse stellt aus“

Künstlerinnen und Künstler der Kunstakademie Wetter (Ruhr) im Schloss Martfeld / Freitag Vernissage

Am Freitag, dem 28. März, eröffnet Bürgermeister Jochen Stobbe um 19 Uhr im Schloss Martfeld (Haus Martfeld 1) die Ausstellung „Die Meisterklasse stellt aus“. Künstlerinnen und Künstler der Kunstakademie Wetter (Ruhr) zeigen ihre Werke. Das Kulturbüro der Stadt Schwelm freut sich, Kunstfreunden die Arbeiten von Anna Gebert, Claudia Runge, Erika Brockmann, Isaura Gomes, Mary Rita de West, Olga Vinnitskaya, Sabine Wolter, Werner Drenkelforth und Wladimir Kalistratow präsentieren zu können.

Foto: Veranstalter

Foto: Veranstalter/Kunstakademie Wetter/Ruhr

Die Kunstakademie ist eine private anerkannte Akademie zur Aus- und Fortbildung in den Bereichen Malerei und Grafik, Airbrush/Illustration, Mappenvorbereitung und Kunstgeschichte. Ihr Angebot richtet sich an Jugendliche und Erwachsene.

In die Ausstellung führt Olga Vinnitskaya, Leiterin der Kunstakademie Wetter, ein. Die musikalische Begleitung erfolgt durch die städtische Musikschule Schwelm. Der Besuch der Eröffnung ist kostenfrei.

Die Ausstellung kann bis zum 1. Juni besucht werden. Samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr, Eintritt: 1,00 € pro Person.

Schwelm, den 24. März 2014

 

Folk- und World-Music im Schloss Martfeld

Trio „Bellevue Rendezvous“ wird Konzertbesucher begeistern

 Am Donnerstag, dem 17. Februar, steht das Haus Martfeld ganz im Zeichen wundervoller Folk- und World-Music. Dafür tragen Gavin Marwick (Geige), Cameron Robson (Bouzouki, Jew‘s Harp) und Ruth Morris (Drehleier) Sorge, drei Musiker der Spitzenklasse. Sie bilden das Trio „Bellevue Rendezvous“, das die Besucher dieses Konzertes begeistern wird (Beginn 19.30 Uhr, Einlass: 19 Uhr).

„Bellevue Rendezvous“ wurde 2006 von drei Profi-Musikern und Folk-Enthusiasten Marwick, Robson und Morris gegründet. Mit großem Engagement begannen sie, bekannte und unbekannte Folk-Tunes aus allen Teilen der v.a. westlichen Welt zu sammeln und neu zu interpretieren.

   

Sie verwenden eine ungewöhnliche Kombination von Instrumenten, zu denen z.B. die Drehleier (nyckelharpa) gehört, die nur noch sehr selten gespielt wird. Gavin Marwick, Cameron Robson und Ruth Morris sind auf ihren Instrumenten Virtuosen. Und: Ihr Zusammenspiel ist atemberaubend. Ihre CDs und Live-Auftritte lösen bei Presse und Hörern Begeisterung aus. Gavin Marwick ist dem deutschen Publikum sicher auch bekannt als Musiker der schottischen Band IRON HORSE.

Die Musik von „Bellevue Rendezvous“ beweist, dass eine neue Synthese aus der respektvollen Mischung musikalischer Traditionen hervorgehen kann, und dass auf diesem Wege neue, aufregende Sounds entstehen. Bisherige Alben: ‚Tangents‘ und ‘Salamander’.

Eintritt: 12 € Erwachsene, 9 € Schüler, Studenten, 6 € Schwelm-Pass-Inhaber/Juleica. Vorverkauf: Stadt Schwelm, Moltkestraße 24: Fachbereich Kultur, Tel. 02336 / 801-273, schmittutz@schwelm.de, und im Bürgerbüro, Tel. 02336 / 801-255.

 

 

Schwelm, den 10. Februar 2011

 

 

 

 

Musikalischer Hochgenuss im Schloss Martfeld Martfeld-Quartett, M. Terziyski und S. Harada spielen Brahms


Musikfreunde erwarten mit Freude das nächste Konzert des Martfeld-Quartetts, das am Sonntag, dem 12. September, um 15 Uhr im Schloss Martfeld stattfindet (Einlass: 14.30 Uhr). Das Quartett – Hikaru Moriyama, Karin Nijssen Neumeister, Liviu Neagu-Gruber und Axel Heß – spielen gemeinsam mit Momchil Terziyski und Sadao Harada das Streichquintett Nr. 1 und das Streichsextett  Nr. 1 von Johannes Brahms

Sadao Harada war der jüngste Solocellist des Tokyo Symphonieorchesters, bevor er in die USA auswanderte, um dort seine Karriere fortzusetzen. Er absolvierte die Juilliard-Schule und studierte dort mit Claus Adam, Robert Mann und Raphael Hillyer.

Er ist Begründer des berühmten Tokyo String Quartet (1969) und blieb bis zum Jahr 1999 dessen Cellist. In diesen dreißig Jahren führte er das Quartett, das für seine außergewöhnliche technische Brillanz und nuancierte Dynamik bekannt ist, an die Weltspitze. Heute ist Harada viel beschäftigter Musiker, Solist, Kammermusikpartner und Pädagoge.

In Vidin geboren, trat er schon früh als Solist mit Orchester auf. Er studierte an der Sofioter Musikakademie, an der Musikhochschule Köln bei Vl. Andonov und M. Buchholz und an der Folkwang-Hochschule Essen bei Vl. Mendelssohn. Er war Solobratscher der Philharmonie in Sofia und tourte mit dem Kölner Kammerorchester, mit dem Westdeutschen Sinfonia Kammerorchester und als Solist und Kammermusiker durch die besten Säle Europas und Kanadas.

Eintrittskarten gibt im städtischen Verwaltungsgebäude Moltkestraße 24: Bürgerbüro, Tel. 02336/801-255, und Fachbereich Bildung, Kultur, Sport, Raum 241, Tel. 02336/801-273, Fax: 02336/801-313, e-mail: schmittutz@schwelm.de. Sie kosten 14 € für Erwachsene, 10,50 € für Schüler und Studenten und 7 € (Schwelm-Pass/Juleica).

Schwelm, den 20. August 2010

 

Schwelmer Schätze – erstrahlen im neuen Martfelder Lesesaal

[jpg] Schwelm hat zwar keinen Codex Manesse, eine Liederhandschrift aus dem 13 Jahrhundert, aber immerhin schlummerten in den Archiven Bücher, die teilweise über 200 Jahre alt sind, die mehr schlecht als recht untergebracht waren.

Nun hätte man sagen können, was soll es und sicher hätte sich kaum einer beschwert, wenn die Bücher irgendwann entsorgt worden wären. In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, wo die Kultur oft eine untergeordnete Rolle spielt, wäre das also nicht verwunderlich gewesen.

Warum also Bücher erhalten und darüber hinaus noch dem Bürger zugänglich machen?
Bücher sind unser aller kollektives Gedächtnis in einer Gemeinde –  ebenso wie in einem Land wie Deutschland. Bücher  beantworten die Fragen,  die sich, ob bewusst oder unbewusst, alle immer wieder einmal stellen: Wo kommen wir her, also die Vergangenheit, wie sind wir hierhin gekommen, also die Gegenwart und wo wollen wir hin, also die Zukunft. Ohne Vergangenheit könnte der Mensch die Zukunft niemals oder nur unzureichend gestalten.

Sie dokumentieren die Bemühungen der Menschheit eine über alles gehende einmalige Identifikation einzunehmen. Ohne diese Aufzeichnungen, aber auch ohne Kultur, wären wir ein Nichts. Das gilt für das Lokale über das Nationale bis hin zu der globalen Identität. Und weil das so ist, können wir uns heute wie selbstverständlich diese Frage, wer wir sind was wir sind, stellen und können uns auch dadurch richtig einordnen.

Die überall, so auch in Schwelm, angespannte Finanzsituation bringt die Städte aber dazu den kulturellen Bereich einer Kommune Streichungen auszusetzen. Die Förderung der Wirtschaft, die mit ihren Steuern erst die Einnahmen einer Kommune erbringen, war a priori wichtiger. Aber auf der anderen Seite erwuchsen den Kommunen immer mehr Ausgaben in den sozialen Bereichen. Prioritäten mussten gesetzt werden, die die Kultur nur unzureichend berücksichtigte.

Aber  Kultur ist ein Transmissionsriemen der eine Gesellschaft überhaupt zusammen hält  und befördert – und das ist das Wesentliche. Und zwar Kultur im Sinne von Kant, der in der Kultur auch die Ethik verankert sah. Und diese Ethik nimmt uns alle in die Pflicht, den Politiker wie auch den Wirtschaftler. Sie verbindet aber auch, sie ist quasi der Klebstoff in der Gesellschaft. Und dieser Verantwortung sahen sich in den Jahren immer Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft verpflichtet. So sprang die Wirtschaft in Zeiten des Niedergangs von Kultur immer wieder ein um das kulturelle Erbe nicht der Vergessenheit zu überlassen.

1998 sah sich die Erfurt Stiftung durch Wilhelm Friedrich Erfurt mit Freude in der Pflicht das in einem desolaten Zustand befindliche Archiv der Stadt Schwelm zu retten. Wilhelm Friedrich Erfurt trat an den damaligen Bürgermeister Döring heran und schlug ihm vor, den vorhanden Bestand in einem angemessenen Zustand dem Schwelmer Bürger zugänglich zu machen. Bürgermeister Döring gab diesem Gedanken eine Zusage und Wilhelm Friedrich Erfurt hatte freie Fahrt. Herr Erfurt holte sich Dr. Wolfgang Fenner und Ursula Albel und versicherte sich ihrer Mithilfe. Es war ein schweres Stück Arbeit die 1.800 Titel respektive 2.500 Bände zu katalogisieren. Grundstock war der Bestand des ehemaligen Heimatvereins, welcher der Stadt Schwelm Mitte des vorigen Jahrhunderts übergeben worden war.

Der Heimatverein sammelte überwiegend Bücher  der Schwelmer Alltagsgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Dann gab es noch eine Sammlung des ehemaligen Konrektors des Märkischen Gymnasiums, Heinrich Holthaus, aus dem späten 19. Jahrhundert. Holthaus war ein Sammler par excellence vor dessen Sammelleidenschaft kein Buch sicher war. Atlanten, Folieanten und sogar eine alte Luther Bibel aus dem Jahre 1739 des Herzogs Ernst von Sachsen, Jülich, Kleve und Berg, ein Schmuckstück für jede Stadt. Diese Bibel ist reichhaltig verziert und mit einem ausgesucht künstlerisch wertvollen Bucheinband versehen.
   

2003 war es soweit, die Katalogisierung und Restaurierungsarbeiten der Bücher waren in etwa fertig. Wilhelm Friedrich Erfurt war jedoch noch nicht damit zufrieden. Er wollte diese Schätze für Jedermann zugänglich machen. Was nützen diese Bücher, wenn sie dem Schwelmer Bürger und anderen Interessierten nicht zur Verfügung standen. Ein Lesesaal war die einzige Möglichkeit. Anfang 2007 gab der Kulturausschuss der Stadt Schwelm sein ok für diese weitergehenden Aufgaben. Die Räumlichkeiten wurden im Schloss Martfeld verortet. Hier musste aber erst einmal die Haustechnik angepasst werden. Rauchmelder, neue Elektroleitungen, Heizung wurden auf den neusten Stand gebracht.

2009 suchte man sich einen weiteren Partner, die Firma Hüls in Schwelm, die den Büchern das notwendige Ambiente erbringen sollte. Es wurde ein heller und freundlicher Raum mit Schränken und Vitrinen in denen die alten Bücher wie Edelsteine zur Geltung kommen.
Man merkte Wilhelm Friedrich Erfurt schon den Stolz und die Freude für das Erreichte an und jetzt, so Wilhelm Friedrich Erfurt, jetzt sollen die Bürger ihre neue Bibliothek auch alle nutzen. Denn nur dafür habe er diese 12 Jahre auf sich genommen. "Was lange währt, wird endlich gut", so Erfurt.
                   

Bürgermeister Stobbe freute sich über dieses Geschenk für die Stadt als auch persönlich. 12 Jahre Zeit für diese Arbeit sind sicherlich zukünftig etwas zu verkürzen, wenn es gilt, dass eine Stadt solch eine Arbeit zumindest unterstützt. Es sollte jedoch von Seiten der Stadt nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden, was die Erfurt Stiftung der Stadt zukommen ließ. Zuerst die Restaurierung des Haferkastens und jetzt dies. Wir sind Stolz in unseren Stadtmauern solch ein engagiertes und selbstloses Handeln zu sehen. Und es gebührt der Erfurtstiftung unsere tiefsten Dankbarkeit.

Dr. Wolfgang Fenner und Ursula Albel, die sich dieser Aufgabe in den vergangenen Jahren so widmeten,  schilderten von der Freude, die ihnen die Katalogisierung dieser alten Werke bereitete.

  Was kann es da Schöneres für jeden der Beiden geben als einen guten alten Wein zu bekommen, der eine reizende Analogie zu den alten Büchern darstellt.

Dr. Fenner übergab Wilhelm Friedrich Erfurt das erste Belegexemplar des Kataloges der Bibliothek.

 
         

Martin Siepmann von der Geschäftsführung der Firma Hüls fand, dass der von seiner Firma mit stilvollen Möbeln in  schlichtem doch durchaus edlen Ambiente erstellte Lesesaal  eine gelungene Symbiose zwischen den alten Büchern und dem neuen hellen Lesesaal darstellt.

Bürgermeister Stobbe erinnert zum Schluss noch daran, dass hier dem Bürger seine Wurzeln sichtbar werden." Das Geschenk was wir hier bekommen haben, sollten wir immer würdigen."

 

              

Nachbemerkung:

Es war eine freundliche Gesellschaft die sich in den Räumen des alten Wasserschlosses Martfeld einfand. Es war eine Stimmung wie bei einem guten gelungenen Fest, wo jeder jeden anlächelt um zu sagen: Ist es nicht ein schöner Tag und ein schöner Anlass?
Und es sind helle freundliche Räume, die geradezu einladen den Katalog in die Hand zu nehmen um sich auf eine Spurensuche zu begeben. Alleine die Buchbinderarbeiten der Bücher bringen jeden Bücherfreund zum schwärmen. Ich durfte ein paar Zeilen der ausgestellten Lutherbibel lesen. Es ist schon etwas besonderes, wenn man nach der Elberfelder Bibel aufgezogen wurde und die sprachlich ganz andere Lutherbibel liest. Man kann es sprachlich einem anderen Menschen nicht so leicht vermitteln, was der Wandel der Sprache in der Kultur bedeutet.

Es ist ein anderer Wertekanon, den die damalige Gesellschaft hatte und der einem durch das Lesen dieser alten Bücher vermittelt wird. Was der Lesesaal auch begünstigt, ist die Ruhe und Geborgenheit die einen umhüllt um sich den Büchern zu widmen. Und so haben die Worte von Karl Ernst Osthaus ihre Bedeutung auch in diesem Lesesaal erlangt: Wandel durch Kultur-Kultur durch Wandel. Dies wird in den zur Verfügung gestellten Büchern nachhaltig sichtbar. Das moderne Schwelm von heute wäre undenkbar, wenn es nicht das Schwelm vor 200 Jahren gegeben hätte – in den Alltagsgeschichten des damaligen Schwelm nachzulesen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

Hier noch einige Impressionen von der Eröffnung des Lesesaales im Schloss Martfeld.

(Fotos: Linde Arndt)

 

Tod eines Erzbischofs Sonntag Kriminalfall Thema der Quartalsführung im Martfeld

Der Tod eines Erzbischofs ist das Thema der kommenden Quartalsführung im Museum Haus Martfeld, die am Sonntag, dem 11. April, um 11.30 Uhr stattfindet.

 

Die hochmittelalterliche Wasserburg Martfeld war als befestigter Kontrollpunkt am Heerweg über den Gevelsberg gewissermaßen „Zeitzeuge der Geschehnisse“, als am Spätnachmittag des 7. November 1225 der mächtige Kirchenfürst Engelbert I. von Berg, Erzbischof von Köln, auf dem Weg zu seinem kölnischen Oberhof Schwelm in einem Hinterhalt auf grausame Weise sein Leben ließ.

Spannung ist am Sonntag garantiert, da Museumsleiterin Cornelia Hackler den Besuchern die vielschichtigen Hintergründe des umstrittenen und hochspannenden mittelalterlichern Kriminalfalls in den bis heute erhaltenen Räumen der alten Festung Martfeld veranschaulicht.
 

Vor dem Hintergrund einer auf mehreren Ebenen politisch veranlagten Tat hat die Brisanz des Bischofsmords in den weitreichenden Folgen für die Region um Schwelm tatsächlich bis heute Geltung.

                                            
Die Führung nimmt Bezug auf die neue Ausstellung des Museums, das sich als Kooperationspartner der Landesausstellung „AufRuhr" 1225!“ im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne präsentiert. Der Eintritt beträgt 2,00 €, ermäßigt 1,00 € pro Person; die Führung ist unentgeltlich.

      

Local Hero, der Staffelstab ist in Schwelm übergeben worden

 

[jpg] Was in Dinslaken am 10. bis16. Januar 2010 im Anschluss an die Eröffnungsfeierlichkeiten in Essen  begann, kam jetzt auch nach Schwelm. 52 Wochen neue lokale Helden, "local Heroes", jetzt vom 21. bis 27.März 2010 in Schwelm.

Der Festakt zur Eröffnung  fand im Haus Martfeld, eines der Wahrzeichen der Stadt Schwelm, statt.

Es war wie bei einer großen Familie, die sich etwas Neues vornahm und darüber freute, dass es bestimmt eine  spannende Woche würde. Da waren die Kinder des Landrates und des Bürgermeisters ebenso integriert und interessiert wie alle anderen Gäste auch.  Wie es sich eben bei einer Familie gehört.  

                                      

Bürgermeister Stobbe fand, dass der durch die Kulturhauptstadt 2010 hervorgerufene Wandel ein Echo geworfen hat, welches nun in Schwelm angekommen ist. Schwelm ist Ruhrgebiet, ja, es könnte sich auch als dessen Wiege bezeichnen. "Local Hero" ist ein neuer Geist der alle im Ruhrgebiet einlädt, sich auf das zu besinnen,  was schon immer in einem selber vorhanden war und ist.

Sich der Stärken bewusst zu sein, sich ehrlich zu begegnen um den Aufbruch in eine andere Zeit zu organisieren. Der Prophet in der eigenen Stadt ist etwas wert, denn er hat ja was vorzuweisen. Das Neue ist, man ist nicht mehr alleine, man merkt,  man ist in einem Netz mit Gleichwertigen und Gleichartigen, welche die selben Probleme haben, die sich aber im Netz besser lösen lassen.

Schwelmer Bürger, wie der ehemalige Bundespräsident Gustav Heinemann, immerhin Mitglied der bekennenden Kirche, Johannes Kardinal Degenhardt, Franz Josef Degenhardt, ein Vetter des Kardinals, Rolf Rüssmann, ehemaliger Fussballnationalspieler und Wilhelm Erfurt der Ehrenbürger der Stadt Schwelm ist, haben mit ihrem guten Namen auch dazu beigetragen ein positives Image für Schwelm zu schaffen. Sie sind uns Vorbilder in unserer Stadt mit ihrem Wirken, wobei Wilhelm Erfurt in besonderer Weise der Stadt Schwelm verbunden ist, denn er war es der die Fäden mit seiner Stiftung im Zusammenhang mit Schloss Martfeld in die Hand nahm, so dass wir heute stolz auf dieses Schmuckstück blicken können.

Als Bonbon hatte die Stiftung den alten Haferkasten fachgerecht herrichten lassen.

Und jetzt diese Woche der "local Heroes", die Schwelm dazu aufruft sich ihrer tatsächlichen Kraft bewusst zu werden.

Eine Woche werden von vielen, vielen Helfern und Akteuren, bei denen er sich ausdrücklich bedankte, die lokalen Helden sichtbar werden. Es sind die Helden, wie z. B. die Kinder aus der Musikschule, die nebenan in der Sparkasse musizieren.

Auch hat es gezeigt der Impuls brachte uns den Nachbarstätten näher. So werden wir mit den Städten Sprockhövel, Gevelsberg und Ennepetal gemeinsam ein Kunsthighlight  " Kohle, Kühe, Kunst" erleben, hier wird ein Kunstevent entstehen, welcher der Kunst in der Natur einen Raum gibt. So Bürgermeister Jochen Stobbe.

Als Dank überreichte Bürgermeister Stobbe  dem anwesenden Wilhelm Erfurt einen  Strauß bunter Blumen.

                
     

    Programmdirektor der Ruhr2010 GmbH Jürgen Fischer erwiderte, dass aus den lokalen Helden, also "local Heroes", eine Bewegung geworden ist, die die kulturellen Welten der einzelnen Städte abbildet.

Rückbesinnend   war der Glaube an dieses Projekt gering, jetzt freuen sich die anderen Städte auf  "ihre Woche".

Er wünscht sich, dass diese Bewegung nicht nur auf 2010 beschränkt bleibt, sondern der Geist dieser Bewegung über das Jahr erhalten bleibt.

Schwelm ist ja noch im Projekt Schachtzeichen und  !Sing mit eingebunden, so Fischer.

Er wünschte den Schwelmern "Glück Auf"

     

Die !Sing Säule wurde nun eingeweiht, wobei der lokale Künstler Stefan Wiesbrock die Gäste eindrucksvoll zum Singen animierte. Alle Gäste sangen den Beatles Song Blackbird fly mit, der gleichzeitig von der !Sing Säule aufgenommen wurde. Diese steht nunmehr 1 Woche im Schloß Martfeld, jeder kann seinen Song vor dieser Säule aufnehmen. Diese Songs werden letztendlich zu einem gemeinsamen Lied vereinigt.

                         
Die vorgeführte Videopromotion von Bernd Henkel zeigte was Schwelm ausmacht, eine liebenswürdige Kleinstadt die mit ihrer Tradition auf einem Weg in die moderne Zeit ist. Die Nachbarschaften die den Zusammenhalt erkennen lassen aber auch die weltweit agierenden Firmen, sie alle begründen eine offene freundliche Stadt.

Die Museumsleiterin Cornelia Hackler betonte und reklamierte in ihrer Ansprache, dass hier in dieser Region die Ursprünge des heutigen föderalen Systems unserer Bundesrepublik sind. Denn durch die Ermordung von Engelbert I veränderte sich die politische Landschaft damals in diesem Gebiet, was bis heute anhält. Denn, so Frau Hackler, damals 1225 gab es nur einen namhaften Ort in der Gegend – Schwelm.

Der musikalische Rahmen dieses Festaktes wurde durch Nadia Weiser (Flügel) und Sophie Abels (Violine) und Stefan Wiesbrock (Gitarre) erbracht.
Gauckler, Ritter, Musikanten nebst einem Burgfräulein ganz in weiß, ergänzten und bereicherten die Eröffungsveranstaltung. Wobei die Pantomime des Burgfräuleins beim zweiten Hinsehen auffiel.

Ein Wermutstropfen muss man jedoch noch registrieren, der Wettergott hatte kein Einsehen, es gab "Schmuddelwetter", so dass sich die Besucherschar nach dem Festakt in überschaubaren Grenzen hielt.

Was bleibt?

In dieser Woche wird es noch viele, viele unterschiedliche Vorstellungen und Events in Schwelm geben, Mittelpunkte werden Schloss Martfeld aber auch die Innenstadt sein. Der Wettergott hat ein Einsehen und wird sicher diese Woche ein offenes Wetter gestalten.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm