LehmbruckMuseum kann teilweise wiedereröffnet werden

Nach einer erneuten Begehung durch die Bauaufsicht der Stadt Duisburg kann das LehmbruckMuseum die Ausstellungen von Martina Klein und Fabián Marcaccio
am Donnerstag, 15 März 2012, um 19 unter Auflagen eröffnen. Die große Glashalle des Museums soll von der Bauaufsicht nach Abnahme der Deckenplatten wieder freigegeben werden, was im Laufe des Donnerstags der Fall sein wird. Die beanstandeten Geländer auf der Galerie des Lehmbruck-Trakts werden entsprechend zutrittgesichert, lediglich die seitlichen Treppenaufgänge des Lehmbruck-Trakts mit dem Ausblick in das Atrium bleiben weiterhin gesperrt. Die Ausstellung von Fabián Marcaccio wird sowohl auf der Galerie stattfinden, als auch über das Untergeschoss des Gebäudes zugängig sein, die Ausstellung von Martina Klein in der Straßengalerie ist bereits aufgebaut. Durch die bevorstehende Freigabe der Glashalle können auch die Ausstellungen von Georg Hornemann und Kris Martin sowie der Neubau am Donnerstag wieder für das Publikum geöffnet werden, Georg Hornemanns Arbeiten werden anschließend weitere zwei Wochen im LehmbruckMuseum bleiben.
 
"Auf dem Weg, das LehmbruckMuseum zur dOCUMENTA-Eröffnung als Haus für Gegenwartskunst zu positionieren, sind wir nun einen Schritt weiter", kommentiert Raimund Stecker, Direktor des Hauses, die Entwicklung. "Ich danke vor allem Martina Klein und Fabián Marcaccio, dass sie gemeinsam mit uns und unserem unglaublich engagierten Team dieses Projekt gestemmt und den GAU noch einmal abgewendet haben. Und auch Uwe Rohde und dem Immobilien-Management Duisburg, der Stadtverwaltung sowie dem Kulturdezernenten Karl Janssen gebührt für die äußerst konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Tagen ein herzlicher Dank." Die Forderung, Planungssicherheit von mindestens zwei Jahren Vorlaufzeit für Ausstellungen, Konzerte, Veranstaltungen und Vermietungen zu gewährleisten, bleibe jedoch auch nach der teilweisen Wiedereröffnung des Museums bestehen. "2014 feiert das LehmbruckMuseum seinen 50. Geburtstag", so Stecker. "Und bis zu diesem historischen Datum werden wir alles tun, um gemeinsam mit dem IMD, der Stadt, der Bauaufsicht und den Denkmalschutzbehörden unseren Bürgerinnen und Bürgern ein Museum zu präsentieren, dass seiner Geschichte und seiner herausragenden Architektur würdig ist."
 
Die Wiedereröffnung sei zumindest eine teilweise Fortführung der äußerst positiven Nachrichten der vergangenen Wochen, etwa den Schenkungen von Arbeiten der Bildhauer Antonius Höckelmann und Moissesy Kogan oder den Dauerleihgaben von Werken Tony Craggs, so Stecker weiter. "Zudem freuen wir uns, dass wir Häusern wie dem Kunstmuseum Bonn, die zeitgleich mit uns Kris Martin ausstellen, dem Arp-Museum Rolandseck, das im März eine Ausstellung unter anderem mit Arbeiten von Martina Klein eröffnet oder der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Kornelimünster, die im März Nicola Schrudde ausstellt, heute ein positives Signal senden können." Und nicht zuletzt sei die Entscheidung der Bauaufsicht auch wichtig im Hinblick auf die bevorstehende Ausstellung von Paul Thek im April, die auch in so prominenten Häusern wie dem Kunstmuseum Luzern und dem Moderna Museet Stockholm zu sehen sein wird.
 
"Solche Kooperationen werden für uns immer wichtiger", so Stecker. "Und so hoffen wir, dass nicht ein drittes Mal kurz vor wichtigen Eröffnungen der Bauaufsicht berechtige Gründe geboten werden, das Haus zu schließen und so den Betrieb finanziell nachhaltig zu belasten und vor allem zu verhindern, dass er Einnahmen generieren kann."

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