Interview mit Viviane Hagner

Hagen, den 4. Juni 2012

Interview mit Viviane Hagner

Viviane Hagner ist auf internationalen Konzertpodien zuhause und beim 9. Sinfoniekonzert am Dienstag, den 12. Juni als Solistin zu erleben. Vorab ein Interview.

Wann zeigte sich Ihre Leidenschaft für die Musik und wie kam es, dass Sie diese auch zu Ihrem Beruf gemacht haben?

V.H.: Ich sehe es wirklich als Glücksfall, dass ich diese Leidenschaft mit meinem Beruf verbinden kann. Mit drei Jahren begann der Klavierunterricht und mit vier Jahren kam das Geigespielen dazu. Ich komme nicht aus einer Musikerfamilie, doch meine Eltern fanden es sehr sinnvoll, mich früh an die Musik heranzuführen. Mir machte es auch sehr viel Spaß, zudem hatte ich auch sehr gute Lehrer, deren Unterricht speziell auf junge Menschen zugeschnitten war. Glücklicherweise konnte ich mir in jungen Jahren die Zeit nehmen, mich in Ruhe musikalisch zu entwickeln. Den Verlockungen einer Wunderkindkarriere konnte ich erfolgreich widerstehen.

Ihr internationales Debut gaben Sie aber schon mit 13 Jahren beim "Joint Concert" in Tel Aviv mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Leitung von Zubin Mehta.

V.H.(lacht): Ja, da habe ich eine kleine Ausnahme gemacht. Es war eine einmalige Gelegenheit, bei solch einem historischen Konzert dabei sein zu können, der ersten Reise der Berliner Philharmoniker nach Israel. Natürlich hatte ich in dieser Zeit in gewisser Weise auch schon Blut geleckt und konnte mir schon vorstellen, das Musizieren später zu meinem Beruf zu machen, doch an einer Karriere als Wunderkind war ich erst einmal nicht interessiert.

Das 9. Sinfoniekonzert trägt den Titel "Tonpoeten", worunter Werke subsumiert sind, deren Komponisten sich von dem Verhältnis zwischen Musik und Poesie inspirieren ließen. Wie empfinden Sie die Beziehung zwischen diesen beiden Gattungen?

                                 
Viviane Hagner                                   Foto © Timm Kölln
 

V.H.: Poesie und Musik liegen natürlich sehr nahe beieinander. Gerade das Violinkonzert von Johannes Brahms besticht durch seine poetischen Bilder, die durch den unglaublichen Farbenreichtum der Musik entstehen. Das Schöne an der Musik überhaupt ist, dass sie keine Sprachgrenzen kennt und Empfindungen wecken kann, die jedem, egal aus welcher Nation der- oder diejenige stammt, zugänglich sind.

Monika Martinčević

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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