Es sind die stillen Menschen die kaum auffallen

[jpg] Die Stadt Schwelm hat ja schon eine Ehrenamtsanlaufstelle bei der sich Menschen melden können die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Viele Neigungen die in unterschiedlicher Art gebraucht werden, können dort mit der städtischen Mitarbeiterin abgestimmt werden, die dann die entsprechende Stelle findet.

Darum ging es aber nicht am 1 Juli. Vielmehr wurden die ersten Ehrenamtler mit der Ehrenamtskarte ausgestattet. Diese Karte bringt den Inhabern kleinere Vergünstigungen, die damit ein kleines Danke-schön der Gesellschaft darstellen soll. Der Rat der Stadt Schwelm hatte diese Karte politisch gewollt.

Politisch soll das Ehrenamt jedoch nicht zu einer Ersatzstellen ausgebaut werden, weil die Haushaltssituation es erfordert. Vielmehr soll das Ehrenamt etwas sein, was die Politik und die Verwaltung nicht leisten können. Die zunehmende Vereinsamung von älteren Menschen z.Bsp. kann nur durch solche sensiblen Menschen in den einzelnen Quartieren aufgefangen werden. Denn nur sie sind in ihren Quartieren zu Hause und kennen die Situation vor Ort. Es ist aber nicht nur dieser eine Problembereich der durch die Ehrenamtler ausgeglichen wird.

            
   Foto Heike Rudolph – Stadt Schwelm
 

Durch den Wegfall des Zivildienstes werden riesige Lücken in diesen Bereich gerissen der im Moment durch die Politik noch nicht einmal angedacht wird. Ob das letztendlich in ein freiwilliges soziales Jahr mündet ist noch fraglich. Fakt ist jedoch die Arbeit der Ehrenamtler, sei es in der oben beschriebenen Position, in der freiwilligen Feuerwehr, im Roten Kreuz, im Arbeiter-Samariter-Dienst oder auch in der freiwilligen Jugendarbeit.

Es ist immer eine Arbeit auf Freiwilligkeit und eine Ehrenarbeit an der Gesellschaft die oftmals ohne ein Dankes-schön getan wird. Diese Arbeiten kann die Gesellschaft nicht groß genug würdigen. So ist auch allen Beteiligten bewusst, dass diese Karten nur ein kleines Danke-schön sein kann. Jeder dritte engagiert sich in der Bundesrepublik ehrenamtlich und ist in unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. So wurden in Vorgesprächen mit Vereinen und Organisationen in Schwelm Bürger vorgeschlagen die solch eine Karte als erste erhalten sollten. Bürgermeister Jochen Stobbe dankte den Ehrenamtlern auch ganz herzlich für die geleistete Arbeit ohne die Schwelm ein Stückchen ärmer wäre. Vieles würde in Schwelm ins Stocken geraten wenn es die Ehrenamtler nicht gäbe. Deshalb sehe er als Bürgermeister auch ein Stück weit die Würde einer Stadt wie Schwelm in diesem Amt verwirklicht, so Jochen Stobbe. Auch die 2. Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Schwelm Dr. Frauke Hortolani würdigte die anwesenden Ehrenamtler mit ihrer Anwesenheit.

Frau Kelm-Schmidt, stellver. Landrätin des Ennepe-Ruhr-Kreises bedankte sich auch im Namen des Kreises bei den anwesenden Ehrenamtlern.

 

Im einzelnen wurden geehrt:

 

  • Frau Mary Sambrook engagiert sich im Tafelladen der Diakonie.
    Dort ist sie im Bereich der Lebensmittelausgabe an bedürftige Personen tätig.       
  • Frau Petra Wintgens widmet sich für den Kinderschutzbund unterschiedlichen Aufgaben im Bereich der Büroorganisation und Koordination des Kinderschutzbundes.
  • Frau Ruth Göbel, Herr Karl Hohagen und Herr Joseph Orthen engagieren sich im Rahmen des ehrenamtlichen Sozialdienstes für Schwelmer Seniorinnen und Senioren. Ihre Aufgaben in diesem Bereich sind vielseitig. U. a. werden  regelmäßig Spielenachmittage, Ausflugsfahrten sowie Theaterbesuche organisiert und begleitet, ferner werden Hilfestellungen zur Erledigung privater sowie behördlicher Angelegenheiten gegeben.
  • Frau Ilona Meier engagiert sich regelmäßig in verschiedenen Einrichtungen bei der Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen. Beispielsweise plant und führt sie diverse Festivitäten durch, ist aber auch im Rahmen der Verwaltungsaufgaben tätig.
  • Herr Hermann Schuchert und Herr Werner Hartwig engagieren sich für den Trägerverein Schwelmebad. Sie sind für die Pflege der Außenanlagen, für Gebäudeinstandhaltungsarbeiten sowie für Maschinenwartung tätig.

Es war auch ein würdiges Umfeld in der diese Würdigung stattfand, insofern ist Haus Martfeld ein Stück weit schon selber eine Streicheleinheit wie es nicht besser sein könnte.

 


Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

 

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