60 Jahre und was ist mit der Weisheit?

Ein Geburtstagsgeschenk muss her.

[jpg] Am 23.Mai 2009 ist es soweit, die Bundesrepublik wird 60 Jahre alt oder auch jung.
Ennepetal ist seit dem 1.April.2009 schon soooo alt.
Es ist also Zeit genug für einen deutschstämmigen Europäer über sein Deutschtum nachzudenken.
Was mir so einfällt ist, wir haben zwar ein Grundgesetz aber noch lange keine Verfassung. Obwohl, nach der Wiedervereinigung hätten wir uns eine Verfassung geben müssen.

Als die DDR sich mit uns vereinigte so hätte nach Artikel 146 das Volk eine Verfassung verdient gehabt.
Die DDR Bürger haben in einer friedlichen Revolution ihre Oberen zum Teufel gejagt und wollte auch flugs unter die Einheitsdecke. Nur was geschah dann? Die DDR trat der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 bei, in dem sie sich selber auflöste und unser Grundgesetz übernahm. Wir, also das Volk, der Bürger, die Bürgerinnen, der Wähler und die Wählerinnen, bekamen gar keine Chance eine neue Verfassung zu beschließen.

Liegt da also noch was unerledigt auf dem Schreibtisch der Nation? Na sicher! Nur in Berlin leben halt unsere blinden PolitikerInnen, denen das nicht so genehm ist. Na ja, nun ist das nicht so schlimm, denn wir haben ja auch noch die 20 Jahre Wiedervereinigung, da sollte noch was gehen. Außer ein paar Festlichkeiten in Berlin, wo denn sonst, soll es nichts werden? Nicht ganz. Man munkelt es soll eine nochmalige Vereinigung geben.

Wie? Klar, unsere Nationalhymne soll eine Wiedervereinigung haben. Das griechische Wort Hymne leitet sich ab von Hymnos also "nähen", etwas zusammenfügen. Nun haben wir eine Deutschlandhymne, nämlich, Einigkeit und Recht und Freiheit ist allen bekannt. Nur vielen ist die DDR Hymne, Auferstanden aus Ruinen auch noch geläufig. Was liegt näher als die beiden zu vereinen, das Versmass stimmt zumindest und könnte auch mit
der Melodie des  Joseph Haydn ohne Problem gesungen werden. Es würden dann folgende Strophen gesungen:

1. Strophe

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand;
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland!:|

[Hofmann von Fallersleben]

2.Strophe

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
                                                                                     Alte Not gilt es zu zwingen,
                                                                                     Und wir zwingen sie vereint,
                                                                                 Denn es muß uns doch gelingen,
                                                                                 Daß die Sonne schön wie nie
                                                                                 |: Über Deutschland scheint.:|

                                                                                 [Johannes R.Becher]

Jetzt meinen viele, dies bedarf einer Grundgesetzänderung. Stimmt nicht. Frau Merkel, ihres Zeichens Bundeskanzlerin, braucht nur unserem Bundespräsidenten Horst Köhler schreiben und der braucht es nur
 zu bewilligen – so einfach ist das. War es auch übrigens schon mal, als Adenauer einen Brief an Theodor Heuss geschrieben hatte, der eine andere Hymne favorisierte. Denn die Strophe von Becher, der Zukunft zugewandt und Deutschland, einig Vaterland an der ist doch nun wirklich nichts auszusetzen, ja, man könnte es sogar unterschreiben. Und eine Wiedervereinigung nochmals zu feiern ist doch eine reizende Idee, wenn auch nur bei unserer Nationalhymne.
Und mal ehrlich Jutta Limbach die frühere Bundesverfassungspräsidentin hatte sich zum Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland die alten Grundrechte wieder gewünscht. Das aber bedarf einer 2/3 Mehrheit, ist also utopisch. In vielen Podiumsdiskussionen wurden viele Wünsche vorgetragen, die aber alle nicht so schnell umzusetzen sind.
Die zweite Strophe ist ganz einfach umzusetzen, ein Brief, ein bisschen guter Wille und schon haben wir ein reizendes Geburtstagsgeschenk. Es wäre aber auch ein weises Geschenk.
Und was ist mit Ennepetal? Na ja, die Ennepetaler wünschen sich ja nichts, außer, das alles so bleibt wie es immer bleibt, sich aber auch alles ändert. Seneca lässt grüßen.

[Jürgen Gerhardt]

 

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