Magie des Fremden

[la] Es waren beeindruckende Momente, die mich bei der Vernissage der Fotografie-Ausstellung von Jana Kappe in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld  berührten.

Plakat-Jana

Jana Kappe    Foto: Linde Arndt

„INDIEN – Menschen, Märkte & Magie“so lautet der Titel und wird dieser Ausstellung wirklich  gerecht. Jedes Foto erzählt seine eigene Geschichte und dokumentiert das wirkliche Leben in diesem so bunten und abenteuerlichen Land. „Indien ist so vielfältig, so gewaltig und voller Gegensätze“ ,  so steht es in dem in dieser Ausstellung ausgelegten Katalog, den man für eine kleine Spende, die dem Schwelmer Verein „Verbindungen  eine Welt“ zu gute kommt, erwerben kann. Selbstverständlich habe ich einen solchen Katalog erstanden, um jederzeit zu Hause noch einmal einen Teil der wunderschönen Fotos in Ruhe betrachten zu können.

Es waren sehr viele Besucher gekommen, die sich mit den Fotos intensiv auseinander setzten. Keines der Bilder ist gestellt oder gepost. Es sind  flüchtige Momentaufnahmen von großer Aussagekraft.

Johannes Dennda, als Schirmherr der Veranstaltung, eröffnete dann mit sehr emotionalen  Worten  die Ausstellung. Dann übergab er an Herrn Rainer Zunder, der die Laudatio hielt, welche auch im Katalog als Vorwort abgedruckt ist. Im Anschluss daran kam Frau Saraswati Albano-Müller aus Schwelm zu Wort, die eine ganz besonders freundschaftliche Beziehung zur Künstlerin hat und von ihrer ersten Begegnung mit der  Künstlerin berichtete, von der bescheidenen, warmherzigen jungen Frau, die so talentiert und wissbegierig war und die nun der Öffentlichkeit  ihr zusammengestelltes Werk präsentierte.

 

Wer bisher keine Gelegenheit hatte, sich von den beeindruckenden Fotos zu überzeugen, der hat noch bis Freitag, den 28. Februar 2014 hierzu Gelegenheit und zwar jeweils zu den Öffnungszeiten der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Ranzenparty am 22. Februar 2014 in der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld

Impression Ranzenparty 2013  Foto: Linde Arndt

Impression Ranzenparty 2013 Foto: Linde Arndt


 
[Ennepetal]   Ranzenparty am 22. Februar 2014

 

Glänzende Kinderaugen auf dem Weg in die Zukunft. So oder so ähnlich könnte man umschreiben, was an diesem Tag in der Zeit von 10.00 Uhr – 15.00 Uhr in unserer Kundenhalle passiert.

In diesem Jahr haben wir wieder altbewährtes, vom Kinderschutzbund mit  der gesunden Schulnahrung bis hin zum Ranzen-Tüv. Neu dabei sind die Vertreter der Kluterthöhle und in diesem Jahr wieder dabei ist der Verkehrskasper.

Ein spannendes Programm erwartet Kinder und Eltern.

Wir würden uns freuen, auch Sie begrüßen zu dürfen.

 

Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld
Team Öffentlichkeitsarbeit und Werbung

Valentinstag – Dinner-Show im La Grotta Restaurant

[Ennepetal]   Freitag, 14. Februar 2014 Beginn 20:00 Uhr (Einlass 19:30 Uhr)

Hallo liebe Valentinas, hallo liebe Valentinos, die Premiere zum Tag der Liebe rückt nun ganz nah, noch wenige Stunden und im La Grotta Restaurant wird es ein geschmackvolles 5 Gang Menü geben, begleitet in den Pausen zwischen den Gängen durch die Dinnershow mit Thorsten Hamer (Leo Theater) mit dem Stück „Nie Mehr Allein“.  (Preis /Person € 69,00) Es sind noch ein paar wenige Plätze frei, beachtet bitte unbedingt die erforderliche Voanmeldung!!

Bis morgen – wir freuen uns auf Euch und die gemeinsame Premiere

LaGrotta Restaurant
Gasstraße 10
58256 Ennepetal
Telefon 0 23 33.8 69 69 34
Telefax 0 23 33.8 69 69 37
info [at] lagrotta-en [dot] de

 

Brux: „Aufsichtsrat ist Kontrollfunktion zeitnah gerecht geworden“

Dr. Arnim Brux  Foto: Linde Arndt

Dr. Arnim Brux Foto: © Linde Arndt

[Schwelm]   „Niemand sollte sich dazu verleiten lassen, die gegen Dr. Claus Bongers erhobenen Vorwürfe und die damit verbundenen Entscheidungen des AVU-Aufsichtsrates für den anstehenden Wahlkampf nutzen zu wollen.“ Aktueller Adressat dieser Warnung ist für Dr. Arnim Brux der Kreisverband der FDP.

„Wir haben unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Gespräche gesucht, notwendige Schritte eingeleitet und sehr schnell eine Lösung gefunden. Der Aufsichtsrat ist seiner Kontrollfunktion umfänglich nachgekommen, hat das Heft des Handelns in die Hand genommen und angemessen und professionell reagiert.“

Zum jetzigen Zeitpunkt gelte es, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abzuwarten. Bevor diese nicht abgeschlossen seien, gehen die von der FDP aufgeworfenen Fragen für Brux ins Leere, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. „Tatsächlich sollte die vollständige Aufklärung der Vorwürfe, die von Dr. Bongers zurückgewiesen werden, im Fokus stehen. Plakativ formulierte Forderungen und Anschuldigungen mögen da zwar publikumswirksam erscheinen, sind in der Sache aber wenig hilfreich.“

Im Übrigen war es nicht der „persönliche Wunsch“ des Landrats, 2013 die auslaufenden Verträge des Vorstandes zu verlängern, sondern eine wohl begründete Entscheidung des Aufsichtsrats.
Auch den Vorwurf der mangelhaften Information der Kreispolitik will Brux so nicht stehen lassen. „Die vom Kreistag entsandten Mitglieder im Aufsichtsrat sind von Anfang an informiert gewesen und waren am Entscheidungsprozess beteiligt. Alle übrigen wurden so zeitnah wie möglich in Kenntnis gesetzt.“

Schwunk [FDP]  Foto Linde Arndt

Michael Schwunk [FDP]
Foto: © Linde Arndt

Wie bei Herrn Schwunk [FDP]  allerdings aufgrund der noch nicht geklärten Vorwürfe gegen ein Vorstandsmitglied der Eindruck entstehen kann, dass die AVU AG für einige ein Selbstbedienungsladen sei, ist in keiner Weise nachvollziehbar und stellt den Aufsichtsrat und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AVU unter Generalverdacht, so Brux. „Ich fordere Herrn Schwunk auf, Namen und Fakten zu nennen, damit ich diesen Vorwürfen nachgehen kann, oder sich für eine solche infame Unterstellung zu entschuldigen.“






Zauberhafter Neujahrsempfang in Gevelsberg

Foto: © Linde Arndt

Nachwuchsgruppe der Musikschule EN „Movie Groovies“ mit Ihrer Bandleaderin Jasmin Foto: © Linde Arndt

 Gevelsberger Kinder an die Macht – so war es beim Neujahrsempfang 2014 in Gevelsberg

[jpg] Jasmin wollte mal kurz die Welt retten. Sie gehörte zu einer Kinderband die die Bühne rockte.

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Bürgermeister Claus Jacobi
Foto: © Linde Arndt

Bürgermeister Claus Jacobi hatte sich wieder etwas einfallen lassen. Kinder und Familie war das diesjährige Thema. Jasmin, die Bandleaderin der Nachwuchsgruppe der Musikschule EN „Movie Groovies“, ist ein solches Kind, das sich sicher in Gevelsberg angenommen sieht. Claus Jacobi ging nur zu Anfang in den Vordergrund zur Moderation, um die Dekoration von Jürgen Klostermann zu loben, die aber auch wirklich herausragend den Saal schmückte.

Und dann kündigte er für dieses Jahr einen neuen Schritt der Stadt Gevelsberg an. Gevelsberg will sich als „Familiengerechte Kommune“ durch das Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen zertifizieren lassen und empfängt demnächst einen Auditor der Gevelsberg zur Zertifizierung  begleiten wird.

Und mit dieser Überraschung trat Claus Jacobi in den Hintergrund und überließ den Kindern die Bühne. Ein jugendliches Moderatorenteam  der Jugend-Theatergruppe des „Filmriss“ übernahm die Führung des Empfangs, und zwar mit Bravour.

Da wurde ein Film mehrerer Jugendlicher aus Berge vorgeführt, die in einer lustigen Eigenregie einen grummeligen Berger zeigten der im Stadtteil sein „Unwesen“ treibt. Unwesen deshalb, weil er Russen als wodkatrinkende Sonderlinge einstufte und auch von Polen eine vorgefasste Meinung hatte, die er aber gerne zum Schluss integriert sehen wollte.

Heinz Hilgers

Heinz Hilgers Foto: © Linde Arndt

Als Gast und Hauptredner wurde Heinz Hilgers, der Präsident des deutschen Kinderschutzbundes, angekündigt. Hilgers freute sich, dass er in Gevelsberg eine Kommune vorfand die von der Geburt eines Kindes über die Kita bis zur Berufsfindung Kindern immer zur Seite steht. Es ist nicht alltäglich solch eine Kommune vor sich zu haben; denn es ist nun mal so, Kinder haben keine Lobby. Und so ist es für ihn ein besonderes Anliegen die Kinderrechte in das Grundgesetz aufgenommen zu sehen. Eine UN-Kinderrechtskonvention gibt es schon, also warum sollte eine Koalition mit einer Mehrheit von 80% ( Grundgesetzänderungen benötigen eine 2/3 Mehrheit) diesen Artikel nicht fassen können, so Hilgers. Aber so resümierte er, im Vergleich zu Indonesien geht es deutschen Kindern sehr gut. Nur es müsste viel mehr getan werden um die Gewalt, die noch immer gegen Kinder ausgeübt wird, zu unterbinden.

Er werde wohl nicht alles umgesetzt sehen was notwendig ist, um unseren Kindern einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft zu sichern. Aber, so Hilgers, der Kölner Dom brauchte ja auch rund 500 Jahre bis er in seiner vollen Pracht stand. Lasst uns also an diesem Dom gemeinsam bauen, der als Symbol für unsere Kinder da stehen könnte.

Barbara Lützenbürger

Barbara Lützenbürger Foto: © Linde Arndt

Barbara Lützenbürger, Vorsitzende des Gevelsberger Kinderschutzbundes, mochte nun auch nicht abseits stehen und versprach an diesem Dom mitzubauen und wollte denn auch die bleiverglasten Scheiben übernehmen. So würde der Kinderdom recht bunt strahlen.

Marc Weide trat mit einer Zaubershow auf, in die er auch zwei Kinder der Tanzschule Balsano eingebunden hatte. Er selbst überzeugte, ich weiß nicht so recht, ich denke mehr als „Kind“, dem der Schalk im Nacken sitzt.

Christine Richert vom Bürgermeisteramt stellte aus der zweiten Reihe zwei Sammelhäuser hin. Es sollte gesammelt werden. Der Erlös sollte  je zur Hälfte an den Kinderschutzbund Gevelsberg und die andere Hälfte für das Projekt „Schulen für indische Mädchen in Indien“, das der Präsident des deutschen Kinderschutzbundes verfolgt, aufgeteilt werden.

Nachdem Heinz Hilgers sich im goldenen Buch der Stadt Gevelsberg verewigt hatte, ging die Post ab. Denn nun tanzten in rot/schwarzen Kostümen Mädchen und Jungen der Gruppe „Sweet Kisses“ der Tanzschule Balsano  durch die Reihen –  alles SchülerInnen der umliegenden Schulen – und ernteten rhythmischen Beifall der ungefähr dreihundert anwesenden Gäste.

Es war eindrucksvoll anzusehen zu was Kinder und Jugendliche fähig sind, wenn Erwachsene, wie ein Bürgermeister Claus Jacobi, es verstehen, Kindern die erste Reihe zu überlassen.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Hier noch eingefangene Momente dieses beeindruckenden Neujahrsempfangs
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Die Welt mit anderen Augen sehen

[Ennepetal]

Das kann man als Aufforderung oder als Grundeinstellung der persönlichen Erfahrung sehen.

Jana Kappe, eine junge engagierte Fotografin der Region, hat  die Komfortzone verlassen und vor drei Jahren, während eines längeren Indienaufenthaltes, Fotos gemacht, die uns eine andere Welt  und gleichzeitig unseren Nachholbedarf des Verstehens und des Zusammenrückens aufzeigt.

Freuen Sie sich auf Bilder, die treffen.

Zur Vernissage, am 12. Februar, um 16:00 Uhr,

lädt die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld in der Hauptgeschäftsstelle in
Ennepetal Milspe,ein.

Schwelmer Rat spielt „Schwarzer Peter“

[jpg] Die Schwelmer Politik als Teil des Problems. Da geht man aus einem Ratssaal raus und denkt sich : Ja, jetzt läuft es. Die nächste Story bringt das Happy End und das Problem ist gelöst. Pustekuchen, es läuft auf eine Verlängerung des Problems hinaus.

Da steht ein Investor mit 20 Millionen in der Hand in Schwelm herum und will in der Stadt investieren. Will man  diese Investition haben? Im Gegenteil, es bildet sich eine große Koalition der Verhinderer. Nur rechtlich steht diese Koalition auf so tönernen Füßen, dass ein Schreiben eines ausgewiesenen Fachanwaltes diese Koalition ins Wanken bringt. Gott sei Dank nehmen die Führer dieser Koalition Vernunft an und signalisieren sich endlich für die Problematik einzusetzen. Toll!

Nun haben wir zwei Parteien die sich dieses Problems annehmen, nur die beiden holen die dritte Partei nicht an den Tisch – den Investor. Stattdessen verkündet Oliver Flüshöh (CDU) für alle, wir haben die Lösung. Es vergehen allerdings nur ein paar Minuten, da fliegen die Fetzen im Rat der Stadt Schwelm. Hier fragt sich der Betrachter, den Leuten soll man trauen? Die trauen ja ihrem eigenen Spiegelbild nicht. Und so wird diese Sitzung von bösartigen gegenseitigen Herabsetzungen begleitet.

Einzelhandel und Politik |   Marcel Gießwein (Grünen/Bündnis90), Michael Schwunk (FDP),Oliver Flüshöh (CDU) ,Gerd Philipp (SPD)

Einzelhandel und Politik | v.l.: Marcel Gießwein (Grünen/Bündnis90), Michael Schwunk (FDP),Oliver Flüshöh (CDU) ,
Gerd Philipp (SPD)  Fotos und Collage: Linde Arndt

Kommen wir aber zu der Lösung:

 Die Stadtverwaltung wird vom Rat beauftragt, dem Rat einen rechtssicheren Vorschlag hinsichtlich

» Einzelhandel, innenstadttypische einzelhandelsnahe Dienstleistungen und Einzelhandel mit angeschlossenen untergeordnetem Gewerbe «

 zu erarbeiten.

Soweit so gut. Nur, wie soll das gehen. Der Rat traut der Stadtverwaltung nicht, die aber die Fachkompetenz hat. Der Rat traut aber auch dem Investor nicht. Und dem Bürgermeister traut der Rat sowieso nicht. Und der Investor hat schon mal die Hände über den Kopf geschlagen und hat sich zurückgezogen. Vertrauen ist aber eine wesentliche Voraussetzung in unserem Wirtschaftssystem. Der obige Auftrag an die Stadtverwaltung erfordert aber eine glasklare gemeinschaftlich Definition der Begriffe. Und die gibt  das öffentliche Baurecht nicht her.

Was will der Rat nur? Wenn Pass Invest  mit diesem Einzelhandelsdiktat gebaut hätte, wäre der Rat mit den Einzelhändlern KIK, NKD, Rottmann, Tedi, also „Billighändlern“ ohne Flair zufrieden gewesen? Wohl kaum. Um aber dies zu verhindern hätte der Rat sich auf die Person eines fachkompetenten Menschens aus der Stadtverwaltung einigen müssen, den Bürgermeister darzustellen und eine Vertrauensperson aus dem Rat benennen müssen, um dann mit dem Investor einvernehmlich diese Problem lösen zu können. Aber das hat man mal wieder unterlassen.

Verantwortung wollte man von Seiten des Rates nicht übernehmen und liefert sich mit diesem Spielchen eine lächerliche Sichtweise von Lokalpolitik. Wobei Michael Schwunk (FDP) mochte nicht mehr weiter denken und wollte jetzt gar alles zulassen, für ihn ist es zu schwierig geworden. Der selbsternannte Sparpolitiker im Kreistag und und Stadtrat hatte für dieses Wissensfeld nicht das notwendige Wissen.

Was ist das aber jetzt, was da gespielt wird? Es ist das typische „Schwarze Peter“ Spiel, dass keine Seite gewinnen kann. Es wird nur Verlierer geben, den Rat weil er den zweiten Schritt nicht gehen wollte, die Stadtverwaltung weil die rechtlichen Möglichkeiten nicht vorhanden sind. Der größte Verlierer ist jedoch die Stadt Schwelm selber, die einen Imageschaden bekommt. Sie steht als Stadt mit dem Makel der Investitionsfeindlichkeit dar. Und das, dass ist der Worst Case einer Stadt.

Und der Investor? Er kann nicht zweimal seine Investition zurückziehen. Er lässt sein Kapital einfach arbeiten, Zinsen sind im Moment sowieso im Keller und das wird auf Dauer so bleiben. Der Euro gilt im Moment als sicherer Hafen, heißt, die Immobilienpreise werden steigen. Was soll es.

Spielt weiter, solange, bis niemand mehr mit der Stadt spielen mag.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

Festival Flair im Schwelmer Ibach Haus

[jpg] Prof. Franz Xaver Ohnesorg ist unterwegs in Sachen Klavier-Festival Ruhr 2014. Er ist überzeugt von dem Klavier oder Flügel, dem er einen breiteren Raum in der Festival Kultur eingeräumt sehen will. Das Ruhrgebiet hat er von Essen weitgehend überzeugt, Westfalen, Bergisches-Land und letztendlich das Rheinland wird er sicher noch überzeugen.
So traf er auf Ulrike Brux aus Schwelm, dort wo ihr Mann Dr. Arnim Brux Landrat ist. Auch Sie möchte der Musik in der Kreisstadt Schwelm mehr zur Geltung verhelfen. Als Konzerthaus und Spielstätte dient das Schwelmer Ibach Haus. Ein recht kleines aber feines Haus mit 400 Sitzen, welche eine gewisse Intimität wie bei einer Soirée aufkommen lassen kann.

Prof. Franz Xaver Ohnesorg trug denn auch das Programm des diesjährigen Klavier-Festival Ruhr 2014 mit allen seinen schillernden Facetten und Programmpunkten dem geneigten Schwelmer Sponsoren- und Pressepublikum vor.( Wir berichteten )

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Initiatoren und Sponsoren des Klavierfestival Ruhr 2014 im Schwelmer Ibachhaus
v.l.: Ulrike Brux (Initiatorin), Prof. Franz Xaver Ohnesorg (Intendant), Gudrun Groß (Vermögensverwaltung Vits),
Philipp Pass (Pass Gummiwerke), Burkhard Pass (Pass Gummiwerke), Torsten Gert (Tepass&Seiz),
Jutta Erdmann (Ennepe-Ruhr-Kreis), Günther Ranz (Tepass&Seiz), Klaus Bruder (AVU) Foto: Sebastian Jarych





Schwelm wird in diesem Jahr am 20. Mai 2014 Elena Bashkirova (Pianistin) und Michael Barenboim (Geige) zu Gast haben. Mutter und Sohn, und sie ahnen es, der Vater ist der berühmte Pianist und Dirigent Daniel Barenboim. Vollkommene Harmonie verbindet das Paar bei ihren verschiedensten Ausprägungen von Musik. So wird es unter anderem die Sonate für Violine und Klavier, eines der populärsten Instrumentalstücke Janáčeks geben, die aus dem Jahr 1914 stammt. Nach zahlreichen Überarbeitungen wurde sie 1921 fertig gestellt. Als viersätziges Werk spielt es auf die verstörenden Ereignisse des ersten Weltkrieges an. Es ist ein wunderbares Stück mit zwei kontrastierenden Hauptthemen, eins voller Lebenslust und ein zweites Thema, welches die sich anbahnende Katastrophe ankündigt – emotional sehr bewegend. An diesem Abend wird von Franz Schubert und Claude Debussy jeweils eine Sonate interpretiert. Den Abschluss bildet die Fantasie für Violine und Klavier op.post.159 D 934 von Franz Schubert.

Kommen wir zum zweiten Festival-Konzert am 4 Juli 2014. Hier wird der Stipendiat des Klavier-Festival 2013 Charlie Albright im Ibach Haus auftreten. Ein ungewöhnlicher Konzertmusiker, der schon in New York City und Washington spektakulär aufgefallen ist. Jetzt hat er sich die Konzertsäle Europas als Eroberungsfeld vorgenommen. Charly Albright über Charly Albright Kunst: Es geht um den Ausdruck seiner selbst, um die Dinge, die einen umgeben, um Emotionen.

Werke von Franz Schubert, Leoš Janáček, Anton Schulz-Evler, Charlie Albright und Frédéric Chopin werden aufgeführt. Auch er hat sich in einer eigenen Interpretation einer „Improvisation für die linke Hand“ verschrieben. Ein Schwerpunkthema des diesjährigen Klavier-Festival Ruhr 2014.

Den Vorverkauf und weitere Informationen findet man auf der Internetpräsenz
http://www.kulturfabrik-ibachhaus.de/index.php/vorverkauf.

Diese Vorstellungen wurden ermöglicht durch: das Autohaus Tepass + Seiz GmbH + Co. KG, AVU Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen Ennepe-Ruhr-Kreis, Dorma Holding GmbH & Co.KGaA, Pass GmbH & Co. KG, Vermögensverwaltung Vit Gbr

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

26. Klavier-Festival Ruhr 2014 wartet mit einem fulminanten Programm auf.

Panel der Programmvorstellung Klavierfestival Ruhr 2014

Panel der Programmvorstellung Klavierfestival Ruhr 2014 / v.l.: Maike Middelmann, Prof. Franz Xaver Ohnesorg,
Claudia Eckes-Kohlrautz Foto: © Linde Arndt

[jpg] Spannend verspricht das Klavier-Festival Ruhr wieder zu werden. Erneut steht das Festival unter der Schirmherrschaft von Trudl Herrhausen, die es sich nicht nehmen lässt das Festival am Freitag, dem 9. Mai um 20:00 Uhr mit einem Konzert von Leon Fleischer, Nicholas Angelich und der neuen Philharmonie Westfalen zu eröffnen. Enden wird das Festival am Samstag, dem 12. Juli 2014 mit einem Konzert von Till Brönner & His Piano Friends in der Philharmonie Essen.

So versprechen die Schwerpunkte wieder außergewöhnliche Aufführungen. Wobei Schwerpunkte sind es ja nicht so recht, vielmehr sind es Stücke, die der Intendant Prof. Franz Xaver Ohnesorg besonders gewürdigt sehen will. Zum einen sieht sich das Klavier-Festival dem 150. Geburtstag von Richard Strauß verbunden. Zum anderen sieht man sich dem späten Beethoven verpflichtet. Und ein herausragender Leckerbissen, es gibt eine Erkundung oder Entdeckung des Klaviers „Für die linke Hand“. Einen besonderen Raum räumt man der Welt der Etüden ein, die ursprünglich als Übungsstücke gedacht waren und sich später zu einem eigenständigen musikalischen Genre entwickelten.

Der YEAH! Young EARopean Award 2013, also der begehrte europäischen Preis für innovative Musikprojekte, wurde dem Education Team des Klavier-Festivals Ruhr verliehen. Das spornt an. So wird es erstmals ein Jahresthema geben: „Ein Jahr mit György Ligeti“. Der 2006 verstorbene György Ligeti gilt als einer der bedeutenden Komponisten des 20.Jahrhunderts aber auch als Erneuerer der Neuen Musik. Das Ligeti Projekt ist spartenübergreifend angelegt und ist mit dem französischen Pianisten und Ligeti-Interpreten Pierre-Laurent Aimard entstanden. Geleitet von dem Education Team des Klavier-Festivals Ruhr, als auch erfahrenen Künstlern und Lehrern, können Teilnehmer ihre musischen Fähigkeiten weiter entwickeln. Viele Altersgruppen und Schulformen werden bewusst angesprochen. Auch ein Familienkonzert „Herr Ligeti reist nach Afrika“ für Menschen von 5 bis 99 Jahren  zeigt das Besondere dieses Education Projektes. Es gibt eine Ligeti Nacht mit Pierre-Laurent Aimard. Auf einem Inklusionsabend werden sich Grundschüler, Förderschüler und Gymnasiasten musikalisch und tänzerisch mit dem Ungarn Ligeti auseinander setzen.

Impressionen am Flügel  Foto: © Linde Arndt

Impressionen am Flügel Foto: © Linde Arndt

„Die Besten der Besten“ fanden immer im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr einen besonderen Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb. Spielorte sind das Harenberg City Center in Dortmund und Schloss Horst, Gelsenkirchen. So setzten sich die Nachwuchspianisten des Klavier-Festivals Ruhr, die innerhalb eines Klavier-Festivals Ruhr aufgetreten waren, in späteren Wettbewerben immer durch, ja, sie belegten immer die vorderen Plätze.

„Ausgezeichnete Kinder“ zeigt, zu welchen beeindruckenden musikalischen Leistungen Kinder und Jugendliche in der Lage sind. Preisträger des traditionsreichen Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und des Essener „Rotary Klavier Wettbewerbs Jugend“ laden denn auch konsequenterweise die ganze Familie zu einem Matineekonzert ein. Der Erlös dieser Veranstaltung fließt notleidenden Kinder im Ruhrgebiet zu. Christian Schruff vom RBB wird dieses Konzert moderieren, wobei er noch einen übers Internet gewählten Co-Moderator zur Seite gestellt bekommt.

Kommen wir zu den Schwerpunkten, die im Rahmen des Klavier-Festival Ruhr vom 9. Mai bis zum 12. Juli 2014 zur Aufführung gelangen.
Es ist der frühe Richard Strauß der durch das Festival besondere Beachtung findet. Sei es die h-Moll Klaviersonate op 5, die Strauß als 16-Jähriger schrieb oder die frühen kammermusikalischen Werke aus der Münchener Zeit, alles Werke, die den jungen Strauß schon als Genie ausweisen. Dies aber nur ein paar Werke, neben vielen anderen, die zur Aufführung gelangen.
Der späte Beethoven wird mit den selten aufgeführten letzten drei Klaviersonaten in den Interpretationen von Krystian Zimmerman, András Schiff und Igor Levit zu hören sein.

Nebenbei bemerkt wird dem polnischen Pianisten Krystian Zimmerman der Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2014 auf seinem Konzert am 3. Juni 2014 in der Wuppertaler Stadthalle in Form der Stahlplastik „Diapason“ überreicht.

Das Klavier-Festival Ruhr hat sich der Erkundung gewidmet. „Für die linke Hand“ wollte man in der Klavierliteratur erkunden; denn vor 100 Jahre verlor der Pianist Paul Wittgenstein im 1. Weltkrieg, der zu der dunklen Geschichte des europäischen Kontinents gehört, den rechten Arm. Durch den Ehrgeiz dieses Pianisten erfuhren die Kompositionen eine erhebliche Bereicherung. Der Pianist Leon Fleischer, der durch eine heimtückische Krankheit, nur mit dem linken Arm spielen kann, wird das Klavierkonzert von Maurice Ravel eröffnen. Dieses Ravel Konzert wurde von dem vorgenannten Paul Wittgenstein seinerzeit in Auftrag gegeben.

Prof. Franz Xaver Ohnesorg - Foto: © Linde Arndt

Prof. Franz Xaver Ohnesorg – Foto: © Linde Arndt

Leon Fleischer werden wir aber noch bei einem Podiumsgespräch am 10. Mai mit dem Journalisten Wolfram Goertz und dem Neurowissenschaftler Eckhart Altenmüller hören. Titel: Das machen wir doch mit links! Die linke Hand wird immer mal wieder auftauchen.
Gern gesehene Gäste, wie Robert Levin, Markus Becker, Steve Sloane, Tamara Stefanovich oder Daniel Barenboim setzen immer wieder neue Impulse die inspirierend wirken. Anne-Sophie Mutter meldet sich mit einer deutschen Erstaufführung des Werks „La Follia“ von Krzysztof Penderecki mit ihrem Klavierpartner Lambert Orkis zurück.

Cembalomusik ist das Instrument um barocke Musik zu interpretieren. Professor Christian Rieger wird spannende und selten gespielte Händel Stücke präsentieren.
Zur „Extraschicht“ dürfen wir in der Jahrhunderthalle Bochum Nachwuchspianisten der Musikschulen in Essen, Köln und Düsseldorf, die als Meisterschüler gelten, bei den Interpretation von Etüden verschiedener Komponisten zuhören.

Umgangssprachlich könnte man den Jazz inzwischen dem Klassikbereich zuordnen, wie gesagt umgangssprachlich. Und so wird das Klavier-Festival Ruhr mit „JazzLine“ dem Jazz auf der Bühne breiten Raum geben. Der Kanadier Chilly Gonzales, Chick Corea, der Kubaner „Chucho“ Valdés, Pablo Held, Jacks Terrasson oder das Monty Alexander Trio  – alles Jazzpianisten, die immer weltweit vor vollen Häuser spielen. Till Brönner, der populärste Jazztrompeter, kommt mit seinen Lieblingspianisten Jacob Karlzon und Antonio Faraò.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, viele große Pianisten unserer Zeit haben das Klavier-Festival Ruhr fest in ihrem Terminkalender notiert. Aber auch die andere Seite, so findet man klangvolle Debütanten in den Programmheften des Klavier-Festival Ruhr 2014.

Claudia Eckes-Kohlrautz  stellt das Educationsprogramm vor  Foto: © Linde Arndt

Claudia Eckes-Kohlrautz stellt das Educationsprogramm vor Foto: © Linde Arndt

Kulturelle Bildung wollte die Stiftung Mercator 2014 in den Vordergrund gestellt sehen. So wird es Children´s Corner-Konzerte geben. Hier wird durch das Education Team der Blick auf den Übergang zwischen Kindertagesstätte und Grundschule gelenkt. Richard McNicol präsentiert mit dem Kammerensembles der Bochumer Symphoniker und den Festival Pianisten den Kindern eien mit Musik von György Ligeti illustrierte Version von „Der Nebelmann“ von Tomi Ingerer. Hier sieht man das Mitmachen von Kindern und Lehrpersonal als Bereicherung.

Maike Middelmann   Foto: © Linde Arndt

Maike Middelmann, neue Vorsitzende des Förderverein Klavier-Festivals Ruhr
Foto: © Linde Arndt

Eine Änderung bei dem Förderverein des Klavier-Festivals Ruhr sei noch erwähnt. Es ist die Nachfolge von Prof. Dr. Hartmut Griepentrog die nun durch Frau Maike Middelmann als neue Vorsitzende eingenommen wird. So hat der Freundeskreis mehrere Kindergärten mit einem Klavier ausgestattet, so Frau Middelmann in ihren einleitenden Worten.
Die Vorstellung des Klavier-Festival Ruhr 2014 wurde von Prof. Franz Xaver Ohnesorg geleitet, der wie immer mit seinen Ausführungen die Anwesenden in seinen Bann zog.

Statistik als Chronistenpflicht: Es wird 64 Veranstaltungen in 19 Veranstaltungsorte geben, dabei werden 113 Solisten, 10 Orchester und Ensembles auftreten. 1 Welterstaufführung und 3 deutsche Erstaufführungen und 350 Kompositionen gelangen zur Aufführung.

Weitere Informationen, sowie auch die Möglichkeit entsprechende Karten zu ordern, erhalten Sie über die Seite http://www.klavierfestival.de

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik und european-mosaic aus Essen.