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Uraufführung von „Schneewittchen und die 7 Zwerge“, theaterhagen

Uraufführung / Premiere von "Schneewittchen und die 7 Zwerge",
Märchen zur Weihnachtszeit nach den Brüdern Grimm,
am 28. November 2010 um 17 Uhr im Großen Haus

 
Schneewittchen wird von ihrer Stiefmutter erzogen und muss alles tun, was die Stiefmutter verlangt. Doch dann wächst sie zu einem schönen jungen Mädchen heran. Der Zauberspiegel sagt, sie wäre sogar schöner als ihre Stiefmutter. Schneewittchen legt keinen Wert auf das Schönsein, doch die Alte tobt vor Eifersucht. Sie beauftragt Jonathan Schneewittchen zu töten – der bringt das jedoch nicht übers Herz und lässt sie laufen. Im Wald trifft sie auf sieben merkwürdige Gesellen – Zwerge. Die freuen sich über die nette Gesellschaft und nehmen sie in ihre Gemeinschaft auf. Schneewittchen dagegen ist froh, dass sie endlich in Ruhe gelassen wird.

                        
  Fotos: © Stefan Kühle    

Doch der Schein trügt, denn auch hier ist sie nicht sicher, weil der Zauberspiegel alles weiß und verrät. So kommt die Stiefmutter in den Wald und versucht, ihre vermeintliche Konkurrentin selbst aus dem Weg zu räumen. Zweimal können die Zwerge Schneewittchen retten, aber dann wäre es fast um sie geschehen, wenn da nicht…. Eine mitreißende Geschichte mit viel Musik, Spiel, Tanz und Gesang.

Text: Werner Hahn; Musik: Andres Reukauf
Musikalische Leitung: Andres Reukauf; Inszenierung: Norbert Hilchenbach; Bühne: Jan Bammes; Kostüme: Kristina Carstens; Choreographie: Ricardo Viviani
Mit: Annika Firley, Constanze Fischbach, Tillmann Schnieders u.a.

Nächste Vorstellungen am 29.11. (09 Uhr), 30.11. (09/Restkarten + 11.30 Uhr), 01.12. (10 Uhr/ Restkarten), 02.12. (10 Uhr/Restkarten), 03.12. (10 Uhr), 04.12. (11 Uhr), 06.12. (09 +15 Uhr), 07.12. (09 + 11.30 Uhr), 08.12. (09/Restkarten + 11.30 Uhr/Restkarten), 09.12. (10 Uhr/Restkarten), 10.12. (10 Uhr/Restkarten), 11.12. (11 Uhr/Restkarten), 12.12. (11 + 14/Restkarten + 17 Uhr/Restkarten), 13.12. (09 + 11.30/Restkarten + 15 Uhr/Restkarten), 14.12. (09 + 11.30 Uhr), 15.12. (10 Uhr), 16.12. (10 Uhr/Restkarten), 17.12. (10 Uhr/Restkarten), 19.12. (11 Uhr/Restkarten), 20.12. (09 + 11.30 + 15 Uhr), 21.12. (10 Uhr/Restkarten), 22.12. (10 Uhr/Restkarten), 23.12. (15 Uhr).
(Die durchgestrichenen Vorstellungen sind ausverkauft)

Bitte reservieren Sie Ihre Karten per e-mail an monika.martincevic@stadt-hagen.de oder telefonisch unter 02331-207-3207 bzw. 0177/4806411.


 

 

theaterhagen – Spielzeit 2010/2011

 

                                                    Besetzung

        Schneewittchen und die 7 Zwerge

                                                 Märchen mit Musik
                                            nach den Brüdern Grimm

                               von Andres Reukauf und Werner Hahn

  

Schneewittchen (Prinzessin)

Annika Firley

Königin Richilde (Stiefmutter)

Constanze Fischbach

Jonathan (Diener), Gottfried (Prinz)

Tillmann Schnieders

Althjof (1. Zwerg)

Robert Schartel

Bifur (2. Zwerg)

Emanuele Pazienza

Viggi (7. und kleinster Zwerg)

Bettina Kenney

Bofur, Bombur, Gandalf, Vindalf (Zwerge)

Statisterie

Saxophon

Stefan Olfers

Schlagzeug

Marco Schmitz

Bass

Andreas Müller

 

Musikalische Leitung

Andres Reukauf

Inszenierung

Norbert Hilchenbach

Bühne

Jan Bammes

Kostüme

Kristina Carstens

Choreographie

Ricardo Viviani

Dramaturgie

Lisa Könnecke

Regieassistenz         

Caroline Nöding/ Pawel Strotschilin

Inspizienz

Bettina Grüger/Svenja Wessing

 

 

 
     

 

Premiere „Im weißen Rössl“ im theaterhagen

 
Premiere "Im weißen Rössl"
Singspiel von Hans Müller und Erik Charell
Frei nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg
Musik von Ralph Benatzky
Gesangstexte von Robert Gilbert
Musikalische Einlagen von Bruno Granichstaedten, Robert Gilbert und Robert Stolz
am 27. November 2010 um 19.30 Uhr im Großen Haus

Im "Weißen Rössl" ist es fast wie im richtigen Leben. Genau das macht den Reiz der bis heute erfolgreichen Operettenrevue aus. Hier lacht ein jeder auch über sich selbst. Das "Weiße Rössl" entführt aus dem Alltag in die Illusion, die am besten funktioniert, wenn man sich darin zumindest in Ansätzen wiedererkennt.
Im Uraufführungsjahr 1930, auf dem Höhepunkt der ersten so genannten Weltwirtschaftskrise, muss der Traum von Idylle und Unbeschwertheit schier magische Anziehung ausgeübt haben. Natürlich hatte der Broadway-erfahrene Produzent und Regisseur Erik Charell dabei gekonnt nachgeholfen. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut: Innen wie außen ließ er das Große Schauspielhaus Berlin in einen österreichischen Gasthof umgestalten, importierte originale Tiroler Watschentänzer und Schuhplattler, die für entsprechende Folklore sorgten. Dazu Anklänge an neue Tanzrhythmen, schlagfertige Wortwechsel mit Esprit und Witz, einige parodistische Einlagen und natürlich begnadete Darsteller in allen Rollen – fertig.
Das "Weiße Rössl" wurde zum Kassenschlager, zog über London, Paris und New York um die ganze Welt. Ein Geheimnis seines Erfolgs: Es passte sich über mehrere Jahre den Umständen der aktuellen Aufführungsorte immer ein wenig an. Musikalische Nummern von gestern wurden gegen modernere Hits getauscht, bis das Optimum gefunden schien. Und so erklingen bis heute unsere Lieblingsme-lodien wie "Es muss was wunderbares sein", "Die ganze Welt ist himmelblau" oder "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist". Auch in Hagen bleiben wir Charells einstigem Revue-Prinzip treu.

               
  Fotos: ©  Stefan Kühle  

Das theaterhagen zeigt eine revidierte Fassung der Uraufführung von 1930, die auf dem vor einigen Jahren in Zagreb gefundenen ursprünglichen Orchestermaterial beruht. Diese "neue" musikalische Fassung wurde 2009 erstmalig an der Dresdner Staatsoperette aufgeführt. Hagen ist die zweite Bühne, die sich mit dieser rekonstruierten Fassung auseinandersetzt.

Seit einigen Jahren hat das Kultstück gerade das Interesse junger Besucher am oft schon totgesagten Genre Operette neu entfacht. Plötzlich ist klar geworden, dass Benatzkys Meisterwerk beileibe kein musikalischer Heimatfilm mit muhenden Kühen und schneebedeckten Alpengipfeln ist, wie es uns biedere Verfilmungen der 50er und 60er Jahre weismachen wollten.

Musikalische Leitung: Bernhard Steiner; Regie: Thilo Borowczak; Bühnenbild: Thorsten Macht; Kostüme: Martina Feldmann; Choreographie: Ricardo Viviani.
Mit: Stefanie Smits, Werner Hahn, Rainer Zaun, Tanja Schun, Jeffery Krueger u.a.

                       

Weitere Vorstellungen am 30.11., 4.12., 9.12., 17.12., 22.12., 31.12.(15/ 19.30 Uhr), 8.1., 19.1., 10.2., 20.2. (15 Uhr), 13.3. (18 Uhr), 18.3. (20 Uhr, Gastspiel in Gummersbach), 24.3., 24.4. (15 Uhr), 29.4., 27.5.,
jeweils um 19.30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

Bitte reservieren Sie Ihre Karten per e-mail an monika.martincevic@stadt-hagen.de oder telefonisch unter 02331-207-3207 bzw. 0177/4806411.

So machen es alle [eine Premiere in Hagen]

[jpg] So machen es alle, heißt auf Italienisch Cosi van tutte. Es ist eine Opera buffa, das heißt, es ist eine Oper bei der man nicht alles so ernst nehmen sollte. Es ist eine Gedankenspielerei die einen ernsten Hintergrund hat, der sich aber vordergründig nicht erschließt, weil komödiantisch aufgeführt.

Die Oper hat zwei Akte. Sie  ist von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 588), den Text (Libretto) hat Lorenzo da Ponte geschrieben. Es war die dritte Arbeit welche  die beiden vorlegten und es war eine Auftragsarbeit von Kaiser Franz Josef II und wurde 1790 uraufgeführt.
Die Geschichte ist eine uralte Geschichte die immer wieder aufgenommen wurde und wird, variiert, interpretiert und  die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommt. Es geht um Liebe und Treue. Ein zeitloses Thema. Die Griechen der Antike  haben sich die Köpfe zerbrochen und haben das Thema mehr idealisiert als unserer Kultur gut tat. Auch heute, in unserer ach so aufgeklärten Zeit, können wir dieses Thema nicht einfach beiseite schieben. Liebt er/sie mich? Wird er/sie mir treu sein? Es kommt auf uns an, was und wie wir dieses Thema angehen. Kommt es wirklich nur auf uns an?

                         
     

Die Handlung:

Ferrando (Jeffery Krueger) und Guglielmo (Raymond Ayers), liebestrunken von ihren beiden Partnerinnen  den beiden  Schwestern Dorabella (Kristine Larissa Funkhauser) und Fiordiligi (Stefania Dovhan), haben sich die Treue geschworen. Die beiden Männer singen ein Loblied auf die Treue der beiden sie liebenden Frauen. Die Heirat ist schon beschlossene Sache. Als Don Alfonso (Orlando Mason), ein Zyniker, dies hört, bietet er den beiden eine Wette an. Er bezweifelt die Liebe der Frauen und wettet wenn die Männer eine zeitlang aus der Gegend wären, würden die Frauen dem Werben andere Männer erliegen. Denn Treue und Liebe ist für Don Alfonso (Orlando Mason) ein idealisierter Wert. Ferrando (Jeffery Krueger) und Guglielmo (Raymond Ayers) schlagen sofort in die Wette ein. Die beiden schützen nun vor in den Krieg ziehen zu müssen und machen sich auch sodann auf den Weg. Sie kommen aber verkleidet zurück, wobei sie nunmehr die Frauen tauschen um keinen Verdacht zu erwecken. In ihrer Verkleidung  werben sie um die beiden Frauen, jeweils um die Frau des Anderen. Sie werden jedoch zurück gewiesen. Despina (Marilyn Bennett), die Dienerin von Don Alfonso (Orlando Mason) hilft bei diesem Spiel, indem sie die Strategie der beiden Männer unterstützt und auf der anderen Seite den beiden Frauen suggeriert, es wäre doch nichts dabei wenn man ein bisschen untreu wäre. Letztendlich werden die beiden Frauen schwach und erliegen den beiden Männern. Es ist passiert. Die beiden Männer nehmen nun ihre ursprünglich Rolle ein, stellen ihre Frauen zur Rede und es kommt zu einer Eifersuchtsszene. Die Frauen gestehen kleinlaut ihre Untreue. Die beiden Männer gestehen nunmehr ihrerseits sodann den ganzen Schwindel und sehen die unfaire Handlung ein. Es kommt  – Dank der Vermittlung von Don Alfonso (Orlando Mason) – zu einem glücklichen Ende und die Paare schließen sich wieder in die Arme. Vergeben und Vergessen.

In der damaligen Zeit, es war der Vorabend der französischen Revolution aber auch die Zeit der Aufklärung, wäre das Stück in Frankreich wohl durchgegangen, nicht so im damaligen Wien. Die Aufklärung war noch nicht im deutschsprachigen Raum angekommen, man hörte nur etwas davon. Und zwar hinter vorgehaltener Hand. Das Stück wurde nur mäßig angenommen. Zu unrecht, wie wir heute wissen. Es liegt an der Inszenierung selber wie es rüber kommt. Denn es sind die vielen Fragen die von dem Stück gestellt werden, zwar komödiantisch verpackt aber doch offensichtlich.

Nun hat sich das Theater Hagen aufgemacht dieses Stück zur Aufführung zu bringen –  am 16.Oktober findet die Premiere statt.

  Unter der Inszenierung von Thomas Weber-Schallauer und der Dramaturgie von Anja Oeck wird es in die Jetztzeit befördert.

Die Paare könnten  einer Anwaltskanzlei oder einem Tennisclub entstammen, und auch in der heutigen Zeit gibt es Zyniker wie Don Alfonso genauso wie damals.

 
Thomas Weber-Schallauer       Anja Oeck
  Die Kostüme und das Bühnenbild von Sandra Linde zeigen moderne Menschen die abgeschirmt die Handlung spielen. 

Die in der Urfassung reichlich vorhandenen Rezitative, also gesprochenen Passagen, wurden stark gekürzt um die Spannung zu erhöhen aber auch den Sinn für die heutige Zeit zu verdeutlichen.  Was jedoch bleibt sind inhaltlich die Fragen die an den Sinn von Liebe, Treue oder Untreue gestellt werden.
Diese Fragen sind es, die nicht unbedingt mit dem erhobenen Zeigefinger gestellt werden, die  einer gewissen Situationskomik unseres menschlichen Daseins nicht entbehren. Wir fragen heute, was ist unser Versprechen gegenüber dem Anderen wert, wenn der Andere nicht bei uns ist? Oder wenn uns etwas Besseres über den Weg läuft?

 Sandra Linde    
Unter der musikalischen Leitung von Bernhard Steiner wurde die Musik Mozarts dem heutigen Verständnis angepasst. Die Musik umschmeichelt die Liebenden, bringt eine gewisse Unsicherheit in den Szenen zum Ausdruck als die Liebenden ihrer Liebe nicht mehr sicher sind. Auch Don Alfonso wird musikalisch nicht als der Böse schlechthin gezeichnet, sondern es gibt bei Mozarts Musik kein grundsätzlich Böses. Die Handlung bestimmt die Musik und die Akteure, jedoch nie so, dass es zu einer Verurteilung der einzelnen Akteure kommt. Der Komponist hatte augenscheinlich ein gewisses Verständnis für die vorhandenen Konflikte. Man könnte sagen, Mozart passt in unsere Zeit.  
     Bernhard Steiner

So darf man gespannt auf die Premiere sein, die sicherlich auch für heutige Zeiten ein wunderbares Stück erbringen wird. Denn bei dem Pressegespräch merkte man schon den Spielwitz der Anwesenden.

Setzen sie sich auch diesen Fragen des Stückes aus und antworten sie für sich selber, wenn es heißt: Cosi van tutte: Würden sie es auch so machen?

Machen sie es wie Don Alfonso, seien sie weise und schweigen sie.

Weitere Vorstellungen sind 2010 am:

22.10.2010 Fr –  19:30
31.10.2010 So – 18:00
02.11.2010 Di –  19:30
17.11.2010 Mi –  19:30
01.12.2010 Mi –  19:30
15.12.2010 Mi –  19:30

   

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Hagen