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Schwelm – Solohighlights – Stefan Wiesbrock mit Gästen

[Schwelm]  Solohighlights – Stefan Wiesbrock mit Gästen  07.03.2014  19:30 Uhr

Schon seit mittlerweile 10 Jahren gibt es diese Veranstaltung der Stadt Schwelm, die alle 2 Jahre  im Haus Martfeld stattfindet. Den Schwelmer Musiker Stefan Wiesbrock braucht man in seiner Heimatstadt keinem mehr vorzustellen. Ob mit Farfarello (bis 2009) mit Strinx ( bis 2010 ), den Eheleuten, FingerFood, Meet-The-Beatles, Papa & Sohn oder solo – jeder musikbegeisterte Mensch im Kreis hat ihn schon mal auf der Bühne gesehen. Die Solohighlights sind allerdings etwas Besonderes. In der einzigartigen Atmosphäre des Museumssaales im Schloss Martfeld spielt der Gitarrist immer seine persönliche Lieblingsmusik. Egal, ob eigene Stücke oder die bekannter Kollegen – da ist Herzblut drin. Manche instrumental – manche mit Gesang, einige hat er schon über 20 Jahre im Gepäck, einige sind brandneu – sie haben alle eins gemeinsam: es sind seine persönlichen Highlights, die da mit ausgefuchsten Arrangements und feinfühliger Stilistik daherkommen.

Foto:   © Stefan Wiesbrock

Foto: © Stefan Wiesbrock

Diesmal hat er ganz besondere Gäste: außer seinem mittlerweile 13 jährigen Sohn Luka, der wie vor 2 Jahren wieder mit von der Partie ist, hat er seinen Freund Walter Lehwald zusammen mit seiner Tochter Lisa eingeladen. Die beiden musizieren auch schon eine Weile miteinander und Lisa schreibt eigene Balladen und singt diese auch selbst. „ Als ich die Songs gehört habe, war ich tief berührt“ erzählt Stefan Wiesbrock  „und so habe ich beide eingeladen, mit mir ein Konzert zu machen“.

Walter Lehwald ist mittlerweile auch schon vielen Schwelmern durch seine Bands Living Room und der Dr. Strings Band als gefühlvoller Sänger bekannt. Mal allein, mal zu Zweit,  zu Dritt oder alle zusammen – jeder Song, ob selbstgeschrieben oder gecovert, liegt den Musikern sehr am Herzen.

Ob Rihanna oder Sting, Beatles, Pink oder eigene Kompositionen: allesamt sind es Lieblingslieder der Musiker, die sie spielen.

 

Stefan Wiesbrock    Gitarre, Gesang

Luka Wiesbrock  Keyboards, Gesang

Walter Lehwald  Gesang, Harp, Bass

Lisa Maria Schnickmann  Gesang, Keyboards

Kosten: 14 € (Erwachsene), 10,50 € (Schüler, Studenten), 7 € (Schwelm-Pass, Juleica)
Infos unter:
Kulturbüro der Stadt Schwelm
Moltkestraße 24, 58332 Schwelm
Telefon: (02336) 801273
Homepage: www.schwelm.de
Veranstaltungsort:
Haus Martfeld, Haus Martfeld 1, 58332 Schwelm
Telefon: (02336) 6990

„Visionalisiert“: Malerei – Grafik – Fotografie – Plastik

[Schwelm] Freitag im Martfeld Eröffnung einer herausragenden Ausstellung mit Künstlerinnen und Künstlern der Bergischen Kunstgenossenschaft 

Die Stadt Schwelm lädt alle Freunde der Kunst sehr herzlich am Freitag, dem 17. Januar, um 19 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Visionalisiert“ ins Schloss Martfeld (Haus Martfeld 1) ein. In der Bergischen Kunstgenossenschaft Wuppertal (BKG) zusammengeschlossene Künstler, darunter viele in Schwelm bekannte Namen, präsentieren ihre Werke: M. Alles, J. Birkhölzer, H. Birkhölzer-Dehnert, E. Blank-Hasselwander, M. Blauth, K. Fröhlich, A. Groß, I. Heinicke-Baldauf, J. Hiby, K. Juretko, R. Kau, R. Künzler, B. Liesenhoff-Puppel, U. Riemer, J. Roedszus, Chr. Stüben, D. Vogt und D. Wehr.

Visionalisiert_webZur Eröffnung der Ausstellung sprechen Bürgermeister Jochen Stobbe und Harald Nowoczin, der 1. Vorsitzende der BKG. Es musiziert die Städtische Musikschule Schwelm.

Die BERGISCHE KUNSTGENOSSENSCHAFT e.V. Wuppertal wurde 1905 als regionale Interessengemeinschaft bildender Künstler gegründet. Treibende Kräfte in der Anfangsphase waren die Direktoren bzw. Leiter der Museen und Kunstgewerbeschulen in Elberfeld und Barmen. Man stellte hauptsächlich im Elberfelder Museum und in der Barmer Ruhmeshalle aus.

Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde die BKG verboten. Ihre Kunst wurde im Faschismus als entartet betrachtet und verschwand aus den Augen der Öffentlichkeit.

 

Aktuell hat die BKG ihre Räumlichkeiten im Kolkmannhaus in Elberfeld. Sie zählt ca. dreißig künstlerische Mitglieder, unterstützt von Förderern. Einmal jährlich findet traditionsgemäß im Studio eine gemeinsame Ausstellung der BKG-Mitglieder statt. Darüber hinaus sind sie einzeln oder als Gruppe auf nationaler und internationaler Ebene präsent. (Die Chronik der BKG von 2005 steht auf der Homepage www.bkg.wtal.de).

 

Die Ausstellung im Schloss Martfeld kann bis zum 23. März besucht werden. Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr. Kein Eintritt zur Eröffnung, danach 1,00 € pro Person.

 

 

Schwelm, den 14. Januar 2014

Uwe Will – Farbschichten

[Schwelm] Freitag in Schloss Martfeld Eröffnung mit Werken des Hagener Künstlers

Uwe-WillDie Stadt Schwelm lädt alle Freunde der Kunst am Freitag, dem 15. November, um 19 Uhr sehr herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Farbschichten“ mit Arbeiten des Hagener Künstlers Uwe Will ins Schloss Martfeld (Haus Martfeld 1), ein.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Jochen Stobbe wird Karl-Josef Steden, Vorsitzender der Künstlervereinigung HAGENRING, über den Künstler und sein Werk sprechen. Zur Eröffnung musizieren Ann-Kristin Dorfmüller (Violine) und Regine Köppen (Gitarre).
Der Maler und Bildhauer Uwe Will sagt über sich: „Den Zufall gibt’s bei mir nicht. Ich habe immer eine Idee, ein Konzept im Kopf. Auch wenn mir das nicht immer abgenommen wird.“
Der bekannte Hagener Künstler mit Markenzeichen Maleranzug absolvierte zunächst eine Lehre zum Maler. Sein Hang zur künstlerischen Arbeit brachte ihn in Verbindung mit anderen Hagener Künstlern wie Paul Gerhardt, Oskar Sommer, Hermann Betterman und Carl Baumann. 1982 eröffnete er sein Atelier und wurde 1984 Mitglied der Künstlervereinigung HAGENRING. Seither ist Will auch deren Ausstellungsleiter.
Zu Beginn seines Kunstschaffens war neben gegenständlicher Malerei die Porträtkunst vorherrschend. Im Laufe der Jahre wandte er sich dem Abstrakten zu. Diese Entwicklung führte zu einem „Imaginären Realismus“.

Das Werk von Uwe Will wurde von Peter Klein fotografiert

Das Werk von Uwe Will wurde von Peter Klein fotografiert

Uwe Wills großformatigen Bilder werden als künstlerische Bereicherung vor allem in öffentlichen Gebäuden geschätzt, so u.a. im Landtagsgebäude in Düsseldorf, in der Fachhochschule Südwestfalen und im Hagener Rathaus.
Der Künstler belegt seine ästhetische Vielseitigkeit zudem durch ausdrucksvolle Wandmalereien und Glasmosaiken in und an verschiedenen Bauwerken.
Kein Eintritt zur Eröffnung; danach 1 €. Die Ausstellung kann bis zum 12. Januar 2014 samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr besucht werden. Informationen: Kulturbüro der Stadt Schwelm, Moltkestraße 24, Tel. 02336 /801-273, schmittutz@schwelm.de.

Schwelm, den 12. November 2013

10 Jahre: Die Gräfte von Haus Martfeld in Schwelm erhalten

[Schwelm-12.Okt.2013] “Jeder Teich will Wald werden”, sagte mir vor kurzem ein Fachmann.

Ungesäuberte Gräfte Foto: Gerd Philipp

Ungesäuberte Gräfte Foto: Gerd Philipp

Das gilt auch für die Gräfte (westfälische Bezeichnung für einen Wassergraben) um Haus Martfeld. Vor 35 Jahren hatte sie es geschafft; sie war Wald geworden. Mit schwerem Gerät stellte damals der Hegering Schwelm, geführt von Herrn Wilhelm Erfurt, die Gräfte als Gewässer wieder her.
Seit 10 Jahren bemüht sich nun die SPD-Fraktion, sie als Gewässer zu erhalten. Damit unterstützt sie gleichzeitig den Erhalt von Haus Martfeld, dessen Fundamente die Gräfte brauchen.
2004 stiegen die ersten – geschützt von Watthosen der Schwelmer Feuerwehr – ins Wasser, um Schneisen in den wachsenden Pflanzenteppichen zu schaffen. Sie holten allerdings nicht nur Pflanzen heraus.

Einkaufswagen in der Gräfte Ungesäuberte Gräfte Foto: Gerd Philipp

Einkaufswagen in der Gräfte Ungesäuberte Gräfte Foto: Gerd Philipp

Vom Einkaufswagen über Baugerüste, einer Wagenladung Pflastersteinen bis zu Teddybären fand sich Überraschendes im Wasser.
In den letzten Jahren konnte mit vielen Kooperationspartnern (TBS, Feuerwehr Schwelm, Feuerwehr Gevelsberg, Arbeitsgemeinschaft für Umwelt, Wilhelm-Erfurt Stiftung, BürgerStiftung Lebendiges Schwelm, Märkisches Gymnasium) die Wasserqualität messbar verbessert werden.

Nötig bleibt aber die jährliche Reinigungsaktion, da nicht jeder Zeitgenosse der Gräfte wohlgesonnen ist.

In diesem Jahr ging es zusätzlich um angesammelte Altlasten. Teilweise knie hoch hat sich in den Jahrzehnten Schlamm auf dem Boden der Gräfte angesammelt.
Mit Jaucheschöpfern (ein altes Werkzeug, das viele erstmalig sahen) wird der Schlamm aus der Gräfte geholt, um die wasserundurchlässige Schicht nicht zu beschädigen, in Karren gefüllt und weggefahren.
Zukünftig soll ein weniger mühseliges Verfahren helfen, Ablagerungen zu verhindern. Wasserpflanzen sollen Biomasse aufnehmen. Mit der Ernte im Herbst wird dann die Biomasse der Gräfte entnommen. Ein erster Versuch scheiterte 2011. Der europäische Froschbiss sollte die Aufgabe übernehmen. Leider ignorierten die Gräfte-Enten die Vorgaben der heimischen Biologen und fraßen ihn. Vielleicht waren sie ja frankophil.

Martfeld – Klassik / ZWISCHENundDURCH

 

Konzert der Extraklasse mit Werken von Strawinsky, Wagenseil, Ibert und Tournier

 

Donnerstag, den 21. März, sollten sich Musikfreunde vormerken. Dann konzertiert das Martfeld-Quartett (mit Gästen) um 19.30 Uhr mit einem Programm der Extra-Klasse im Haus Martfeld. Es umfasst Werke von Igor Strawinsky, Georg Christoph Wagenseil, Jaques Ibert und Marcel Tournier.

   

Das Martfeld-Quartett und seine Gäste spielen in folgender Besetzung: 1) Manuela Randlinger-Bilz (Harfe), 2) Maki Hayashida (Klavier),3)  Liviu Neagu-Gruber (Violine), 4) Axel Hess (Violine), 5) Jens Brockmann (Viola) und 6) Michael Hablitzel (Violoncello).

 

Karten: 16 € Erwachsene; 12 € Schüler, Studenten; 9 € Schwelm-Pass, Juleica. Kartenvorverkauf: Stadt Schwelm, Moltkestraße 24: Kulturbüro, Tel. 02336 / 801-273; Bürgerbüro, Tel. 02336 / 801- 255, schmittutz@schwelm.de.

 

 

Schwelm, den 8. März 2013

 

Da kommt in Schwelm was zusammen

  Teilnehmer der Vorstellung der Broschüre "Martfeld von Jahr zu Jahr" vor dem Schloß Martfeld  

[jpg] In den meisten Städten blockieren sich die politischen Parteien. Nichts läuft mehr außer gegenseitigen Schuldzuweisungen. Und da tut es einer Stadt gut, wenn sie Persönlichkeiten besitzt, die der Stadt wohlgesonnen, vorausschauend, uneigennützig und politisch neutral verbunden sind. Und die sich dann fürsorglich mit ganzem Herzen einer städtischen Angelegenheit widmen, die der Stadt zum Wohle gereicht. Es geht um Wilhelm Friedrich Erfurt und sein Kind, die Schlossanlage „Haus Martfeld“, eines ehemaligen Sitzes von „niederen“ Adeligen an der Bergisch-Märkischen Grenze. Martfeld besitzt darüber hinaus eine weiträumige Parkanlage und viele Nebenanlagen. Da gibt es eine Kapelle mit Grabanlage, einen 400 Jahre alten Haferkasten und das eigentliche Haus Martfeld. Haus Martfeld hat einen angeschlossenen Restaurationsbetrieb „Schloß Martfeld“ der zur gehobenen Gastronomie gehört, ein Standesamt, ein Museum, einen Leseraum mit Antiquariat und einige Tagungsräume.
Es war jedoch nicht immer so; denn tatsächlich sollten die auf dem Gelände befindlichen Gebäude 1970 abgerissen werden, so die damalige politische Diskussion.
1954 wurde die gesamte Immobilie von der Stadt Schwelm gekauft und es waren 1970 die Schwelmer Jäger und die freiwillige Feuerwehr, die anfingen das Gelände aufzuräumen. Allen voran  respektive Mittendrin der Schwelmer Bürger Wilhelm Friedrich Erfurt. Die Politik zog nach dieser eindrucksvollen und vorbildlichen Bürgerarbeit die Konsequenz und stellte sich nun auf die Seite derer, die Haus Martfeld erhalten wollten. 1985 wurde dann der Südflügel eingeweiht und zwei Jahre später wurde das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz gestellt. Der ehemalige Bürgermeister Rainer Döring sah in seiner Rede zur Einweihung Haus Martfeld als ein „Kulturelles Fenster der Stadt Schwelm“.

    Vorstellung der Broschüre "Martfeld von Jahr zu Jahr " im Nordflügel des Haus Martfeld  

Und so trafen sich diejenigen, die sich um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Projektes Haus Martfeld verdient machen und gemacht haben vor Ort um sich mit der Jahresgabe „Martfeld von Jahr zu Jahr“  an das Vergangene zu erinnern und um Perspektiven aufzuzeigen, die das Projekt Haus Martfeld  beförderte und noch weiter befördern kann. Heike Rudolph galt ein besonderen Dank, den sie mit der wunderschönen redaktionellen Gestaltung der Broschüre „Martfeld von Jahr zu Jahr“ hoch verdient hatte.
Wilhelm Friedrich Erfurt erinnerte dann auch an 2010, als mit dem 400 Jahre alten Haferkasten als letzte Stufe der Renovierung das Projekt „Haus Martfeld“ eine neue Station erreicht hatte. Es ist nicht nur einer Person zu verdanken die dieses wunderschöne Freizeitgelände erstellt hat, vielmehr war es
ein Zusammenwirken von:

  • Verein für Heimatkunde e. V.
  • Verschönerungsverein Schwelm e.V.
  • BürgerStiftung Lebendiges Schwelm
  • Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Schwelm e.V. (AGU)
  • Wilhelm Erfurt-Stiftung für Kultur und Natur

Und neuerdings kümmern sich auch die Gymnasiasten des Märkischen Gymnasiums Schwelm um das gemeinsame Kulturgut Haus Martfeld. Dies ist eine ungemeine Bereicherung für das Projekt „Haus Martfeld“; denn nun kümmert sich auch die junge Generation um das gemeinsame Kulturgut.
Was man aber auch nicht vergessen sollte, es sind viele Nutzungen die das weitläufige Gebiet beherbergt. Das geht von einem Tennisclub über einen zentralen Abenteuerspielplatz, eine Minigolfanlage, einen Kleingartenverein bis hin zu einer Krankenhausanlage. Die vielfältigen Nutzungen innerhalb des Hauses haben wir eingangs schon erwähnt.

 So kann man hier über eine weitere längst überfällige Säule in der Nutzung von kommunalen Flächen sprechen der "Freizeit- und Kulturnutzung". Es sollten jedoch noch weitere Aktivitäten entwickelt werden um den Bestand dieses Schwelmer Kulturgutes nie wieder zu gefährden, so Wilhelm Erfurt.
Bürgermeister Jochen Stobbe wusste von Gästen zu berichten, die ihn um diese Anlage beneiden und sich selber solch ein Schmuckkästchen wünschten.

  Die Stadt sollte dieses Haus grundsätzlich in seinem Besitz behalten und eigene Aktivitäten entwickeln um die Nachhaltigkeit dieser Anlage zu sichern, so Stobbe. Wilhelm Erfurt als auch Jochen Stobbe sehen für die Zukunft noch weiteres Potenzial welches in dem Projekt „Haus Martfeld“ schlummert. Denn auch die Kapelle, die heute vom Verschönerungsverein Schwelm e.V. gepflegt wird, erfreut sich einer Nutzung an die man vor 40 Jahren sicher nicht gedacht hatte     Wilhelm Friedrich Erfurt und Bürgermeister Jochen Stobbe mit der Broschüre vor dem Schloss
  Lothar Feldmann,
Vorsitzender des Vorstandes     
Stadtsparkasse Schwelm
     Zum guten Schluss  führte der Vorsitzender des Vorstandes Stadtsparkasse Schwelm Lothar Feldmann aus, dass Martfeld vor allen Dingen in erster Linie das „Kind“ von Wilhelm Friedrich Erfurt war und ist.
Wilhelm Friedrich Erfurt hat mit seiner „Wilhelm Erfurt-Stiftung für Kultur und Natur“ Gutes bewirkt ganz zum Wohle von Haus Martfeld und unser aller gemeinsamen Kulturarbeit.

Unter den Teilnehmern dieses Treffens entwickelte sich noch ein intensiver Gedankenaustausch über die weiteren Nutzungsmöglichkeiten von „Haus Martfeld“. Ob es nun eine Ausstellung in der weiträumigen Parkanlage oder ein Konzert auf einer evtl. neu gebauten Bühne sein wird, man wird sehen. Bei den Schwelmern kommt immer was zusammen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm
[Alle Fotos © Linde Arndt]

s. auch Infos über die Broschüre "Martfeld von Jahr zu Jahr"

 

Der Weg hinaus – Gewinn Freiheit Ausstellung im Haus Martfeld

Die Ausstellung „Der Weg hinaus – Gewinn Freiheit“ mit Werken von Künstlerinnen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis ist im Haus Martfeld in der Zeit vom 9. März bis zum 14. April zu sehen. Die Vernissage ist am 8. März, dem Internationalen Frauentag, der an diesem Tag im Haus Martfeld gefeiert wird. Um 17 Uhr – zugleich der Start des Abends im Haus Martfeld –  wird die Ausstellung eröffnet.
Der Titel „Der Weg hinaus – Gewinn Freiheit“ wurde gewählt  im Hinblick auf das 20-jährige Jubiläum des Frauenhauses EN, das Ende vergangenen Jahres gefeiert wurde. Zu diesem Anlass ist ein Kunstkalender unter derselben Überschrift entstanden, an dem sich Künstlerinnen der Region beteiligt haben, um Mut zu machen, den ersten Schritt aus der Gewalt hinaus in Richtung Freiheit zu wagen. Die meisten dieser Künstlerinnen machen auch bei der jetzigen Ausstellung im Haus Martfeld  mit. So kann zum einen ihr Engagement für das Frauenhaus gewürdigt werden, zum anderen erhalten die Frauen die Möglichkeit, weitere Arbeiten aus ihren Ateliers zu präsentieren. Die beteiligten Künstlerinnen sind: Ania Hardukiewicz, Bärbel Albrecht, Anne Bahrinipour, Doris Hommes, Renate Schmidt-Vogt, Annette Jellinghaus, Beate Koch und Jutta Fischer.
Möglich wurde diese Ausstellung auf Initiative der Gastgeberinnen des  Frauentags im Haus Martfeld: Dies sind die Gleichstellungsbeauftragten des südlichen EN-Kreises, die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte und die VHS EN-Süd.
Neben der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher von 17 bis 19 Uhr ein Markt der Möglichkeiten und um 19:30 Uhr ein Musik-Kabarett-Mix mit den Divanetten. Bis 19 Uhr ist der Eintritt frei, das Kabarett kostet acht Euro Eintritt.
Informationen bei Susanne Effert, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Schwelm, Hauptstraße 14, Rathaus, 58332 Schwelm, Tel. 02336 / 801-209, effert@schwelm.de.

Schwelm, den 6. März 2013

 

Die Gräfte am Haus Martfeld in Schwelm

[Schwelm] Im Oktober 2012 reinigten Mitglieder der SPD-Fraktion die Gräfte ( Niederdeutsches Wort für Graben | Anm.d.Red.) am Haus Martfeld zum neunten Mal.

Viel hat sich seit der ersten Aktion 2004 verändert.

Da ist zum einen die Regelmäßigkeit der Pflege der Gräfte. Darüber hinaus nehmen die erhaltenden Maßnahmen seit 2010, in Kooperation mit der AGU (Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Schwelm e. V. | Anm.d,Red.), der BürgerStiftung Lebendiges Schwelm, der Feuerwehr Schwelm, der Wilhem-Erfurt-Stiftung, dem Märkischen Gymnasium, den Technischen Betrieben Schwelm und dem Verschönerungsverein Schwelm das Ganze in den Blick und verbessern so die Situation der Gräfte nachhaltig.

Das zeigt Spuren. Der Pflanzenbewuchs kommt unter Kontrolle. In diesem Jahr konnte der Bewuchs an der Innnenmauer komplett bearbeitet werden. Darüber hinaus konnten diesmal alte Pflastersteine und Platten, die wohl nach früheren Arbeiten in die Gräfte gekippt worden waren, aus der Schlammschicht geholt werden.

 Müll gilt es leider weiterhin zu entfernen. Nicht jeder Parkbesucher handelt so, als wolle er das Ensemble Martfeld mit der Gräfte erhalten wissen. Einfach und hilfreich wäre, die Besucherinnen und Besucher beachten die informativen Hinweistafeln, die Schülerinnen der damaligen Jahrgangsstufe 8/9 des MGS (Märkisches Gymnasium Schwelm | Anm.d.Red.) geschaffen hatten. Die negativen Folgen der Fütterungen mit Brot u.a. sind dort seit 2011 deutlich zu lesen.

Wer bei der Reinigung der Gräfte mitmacht, sieht sie auch. Die in den Jahren angewachsene Schlammschicht ist ein Problem, das noch auf eine Lösung wartet. So bleibt die jährliche Reinigung die Grundlage für den Erhalt der Gräfte.

 

Schwelmer Bürger gestalten ein “lebendiges Schwelm”

 

[jpg] Bereits im Jahr 2004 war bei den Schwelmer Bürgern die Idee geboren, eine Bürgerstiftung ins Leben zu rufen, mit welcher die Lebens- und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Schwelm verbessert werden können und die  weitere Schwerpunkte auf den Naturschutz, sowie die Kultur- und Denkmalpflege in ihren Aktivitäten legen wollte. Der bereits damals geschaffene „Initiativkreis Bürgerstiftung Lebendiges Schwelm e.V.“. hat seitdem Projekte wie die  Leseförderung in Grundschulen und Kindergärten mit der Aktion "Leselust statt Lesefrust" durchgeführt.

Darüber hinaus wurde in Zusammenarbeit mit dem  Märkischen Gymnasium – die „Sanierung der Gräfte am Haus Martfeld“ durchgeführt. Viel Herzblut und ehrenamtliches Engagement wurde und wird von den Mitgliedern des Initiativkreises für ihr "lebendiges Schwelm" eingesetzt. Parallel wurden die notwendigen Formalien für die Stiftung bei der Bezirksregierung in Arnsberg erarbeitet.

Hilfreich stand der Hauptdezernent Paul Köhler aus der Bezirksregierung in Arnsberg dem Ansinnen aus Schwelm zur Seite.
Nun war es soweit, der Regierungspräsident,  Prof. Dr. Gerd Bollermann, kam mit seinem Hauptdezernenten Paul Köhler nach Schwelm um die Stiftungsurkunde den Gründern aus Schwelm selber in einer kleinen Feierstunde zu überreichen. Feierstunde aber auch deshalb, weil es die 500. Stiftung in NRW und die erste Bürgerstiftung in Schwelm ist.
 
     Hauptdezernent Paul Köhler im Gespräch

"Dieses Engagement in einer Stiftung zu bündeln dürfte nicht einfach sein" – so die Worte des Regierungspräsidenten Dr. Bollermann,  am 30. Januar 2012 im „Haus Martfeld“. Aber, so auch Bollermann, von dieser Bürgerstiftung geht ein Signal aus, ein Signal der Partizipation einer modernen Bürgergesellschaft. Viel haben sich die Gründer vorgenommen und klein ist noch das Gründerkapital. Aber es geht ja nicht um das finanzielle, das messbar wäre. Vielmehr geht es um die Kultur des Miteinanders die eine eigene Währung für jeden darstellt. Denn eine Bürgerstiftung lebt und wird größer von den Zustiftungen. Zustiftungen heißt hierbei, Sie und Sie aber auch Sie können einen Betrag Ihrer Wahl in die Stiftung einzahlen, seien  es 5,– Euro oder auch 100.000,– Euro, eine Bürgerstiftung ist nicht auf kurze Zeit angelegt, sie lebt und wächst über Generationen. Wenn eines Tages Ihre Enkelkinder eine renaturierte Schwelme bewundern können, so kann dies auch an den 5,– Euro liegen die heute die Oma eingezahlt hat.

  Derzeit widmet sich die Bürgerstiftung weiteren Projekten wie der „Unterstützung der Stärkung der offenen Ganztagsschule“, der ökologischen Renaturierung der  Schwelme in Kooperation mit dem Märkischen Gymnasium, sowie der Stärkung der Initiative JeKi (Jedem-Kind-ein-Instrument). Durch die Anerkennungsurkunde als Gütesiegel ist jetzt der rechtliche Startschuss für weitere Vorhaben gelungen.

    Gerd Philipp, als Vorstandsmitglied der  „Bürgerstiftung Lebendiges Schwelm“ drückte seinen Wunsch und die  Hoffnung mit den Worten aus: „Wir haben mit der Bürgerstiftung etwas geschaffen, das uns hoffentlich überleben wird – und noch vielen Schwelmern zugute kommen wird.“  So wird die Bürgerstiftung mit alle anderen Vereinen und Vereinigungen in Schwelm kooperieren.
v.l.: Gerd Philipp und Regierungspräsident Prof. Dr. Bollermann    

 Für Bürgermeister Jochen Stobbe bedeutet diese Stiftung einen Schritt mehr, hin zu den Menschen, die mit dieser Bürgerstiftung nicht zurück gelassen werden. Durch solche Aktivitäten wird unsere Stadt reicher, indem wir in soziales Wachstum generieren. Es ist jedoch keine einseitige Angelegenheit, vielmehr kommt auch etwas zurück, wie wir im Zusammenhang mit den Lesepaten beobachten konnten, so Bürgermeister Jochen Stobbe  
    Bürgermeister Jochen Stobbe

So bleibt durch die Überreichung dieser Stiftungsurkunde die staatliche Anerkennung als Zeichen von Solidität und Seriösität festzuhalten, verbunden mit dem Wunsch neue Ideen im Sinne der Stiftung zu entwickeln.

                                
   v. l.: Gerd Philipp, Jürgen Voß und Dr. Ilona Kryl (Vorstand Bürgerstiftung), Regierungspräsident Prof. Dr. Gerd Bollermann und Jochen Stobbe, Bürgermeister Schwelm  

Und so klang diese Feierstunde mit dem "Bürgerlied" (Ob wir rote, gelbe Kragen…), einem liberalen Lied aus dem 19. Jahrhundert, aus.  Der Gitarrist und Folksänger Hans Dietrich (Bömmes) Mohr animierte die Anwesenden zu diesem gemeinsamen Ausklang. Tja, liberal zu sein, scheint mit den Taten zusammen zu hängen, an denen man gemessen wird.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

Alle Fotos © Linde Arndt

 

Völkerwanderungszeit – Europa im Umbruch

Am Sonntag, dem 2. Juli 2011,  Quartalsführung im Museum Haus Martfeld

 
[EN-Mosaik] Völkerwanderungszeit  – Europa im Umbruch: Dies ist das Thema der nächsten Quartalsführung, die am Sonntag, dem 3. Juli, um 11.30 Uhr im Museum Haus Martfeld stattfindet. Der Eintritt beträgt 2,00 €, ermäßigt 1,00 € pro Person; die Führung ist unentgeltlich.

              

Spätantike Fundobjekte im stadt- und regionalgeschichtlichen Museum sprechen eine beredte Sprache über tiefgreifende gesellschaftspolitische Veränderungen, die im Umfeld der Völkerwanderungszeit gerade auch unsere Region südlich der Ruhr in den Focus der Ereignisse rückten.

Seit dem 3. Jahrhundert formierten sich neue Völker an den östlichen Grenzen des Römischen Weltreiches, die als Kampfgruppierungen insbesondere die strategisch wichtigen Grenzgebiete an Rhein und Donau in erhebliche Bedrängnis brachten und schließlich einen Umbruch in der römischen Reichspolitik heraufbeschworen.

Die Situation gerät für die römische Politik nahezu vollends außer Kontrolle, als in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts reiternomadische Völkerkonföderationen in einer bis dahin nicht gekannten Wucht in eurasische Gebiete und den Schwarzmeer- und Donauraum eindringen. Sie lösen eine Völkerwanderung ebenfalls landsuchender Stämme aus, die sich wie eine riesige Bugwelle auf die Grenzen des Römischen Reiches zu bewegt. Der politische Einfluss und das fast sagenhafte Reich der Hunnen sollten für hundert Jahre die Weltpolitik bestimmen und schließlich den Übergang zum westeuropäischen Frühmittelalter einleiten.

Schwelm, den 26.Juli 2011/ge