Jetzt ist Ihre Hilfe gefragt!

Nachfolgend veröffentlichen wir ungekürzt einen Brief des Fördervereins Musikschule Ennepetal:

 

Förderverein – Elternschaft
der Musikschule der Stadt Ennepetal


an die Eltern und Schüler der Musikschule

                                Ennepetal, den 23. Juni 2011

 

Liebe Eltern,

wie Ihnen vielleicht schon durch die spärlichen Presseinformationen und aus dem Bürgerantrag bekannt ist, hat die Stadt Ennepetal drastische Sparmaßnahmen beschlossen:

1.    die Stelle von Frau Plümacher (Vollzeitstelle Geige) ist ab August ersatzlos gestrichen;
2.    die Stelle von Herrn Minor als Musikschulleiter (Vollzeitstelle) soll ebenfalls ab
       2014   komplett  gestrichen werden;
3.    auch für die Stelle von Herrn Booz (Cello) ist ab 2017 kein Ersatz geplant;

Das sind lediglich die personellen Veränderungen. Der Bürgermeister teilte sogar einer Schülerin (14 Jahre) schriftlich mit, dass er bei einer Haushaltsverschlechterung ggf. „die Musikschule ganz schließen müsse“.

Das nehmen wir nicht kampflos hin !

Die Stadt hat über 30 Jahre lang auf die Musikschule als Instrument der musischen Bildung gesetzt, sie gefördert und auch immer gerne auf öffentlichen Veranstaltungen genutzt.

Das „Jeki-Projekt“ möchte die Stadt an den Ennepetaler Grundschulen weiter ausbauen. Schließlich stehen für dessen Finanzierung Mittel aus der Jeki-Stiftung und vom Land zur Verfügung. Doch was nützt es, vier Grundschuljahre das Erlernen eines Instrumentes zu fördern, wenn daran anschließend kein Unterrichtsangebot mehr in der Musikschule besteht, weil der Kernunterricht wegrationalisiert wird. Ganz klar steht aber im Jeki-Vertrag, dass Jeki nicht auf Kosten des Kernbereichs der Musikschule durchgeführt werden darf.

Der Hauptausschuss hat es abgelehnt, den Bürgerantrag an den Kulturausschuss weiter zu geben. Da der Kulturausschuss am 6.7.2011 um 17.15 Uhr im Tagungsraum 1 des Haus Ennepetal tagt, wollen wir unser Anliegen dennoch dort vorbringen und bei dieser Gelegenheit die 700 Unterschriften, die zur Unterstützung des Bürgerantrags gesammelt wurden, übergeben.

Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung. Nur gemeinsam sind wir stark. Wenn alle mitmachen, wären wir ca. 700 Personen, die nicht einfach ignoriert werden können.

Es wäre schön, wenn Sie zahlreich mit Ihren Kindern und deren Instrumenten erscheinen, damit man den Protest auch weithin vernehmen kann !!!

Treffpunkt ist am Mittwoch, den 6. Juli 2011 um 16.50 Uhr im Innenhof (Hand) des Haus Ennepetal.

Wir zählen auf Sie!

Ihre

Sabine Höppke    Isa Thomas        Ulrich Engels        Katrin Mones

Birgit Nolte        Birgit Hünneke        Maria Martin

 

 


 

Wir würden uns wünschen, wenn auch andere Ennepetaler Eltern oder Großeltern oder welche, die noch Eltern hier in Ennepetal werden möchten, erscheinen würden. Die musische Erziehung unserer Kinder sollte allen ein besonderes Anliegen sein. Ohne Musik sind wir ein ganzes Stück ärmer in unserem Leben. (EN-Mosaik)


Warum will Ennepetal sich hier ins Abseits stellen?
Soll es so etwas zukünftig hier nicht mehr geben? [la]

 

                  
  Anna Sergejew (Geige) und Maren Köppel (Cello) beim Preisträgerkonzert von
„Jugend musiziert“. Foto: Roswitha Frey
 
 Abgedruckte Leserbriefe geben die persönliche Meinung des Verfassers wieder. Ein Rechtsanspruch auf Abdruck besteht nicht. Für die Zusendung unaufgeforderter Unterlagen wie Schreiben, Fotos und evtl. Anlagen,  übernehmen wir keine Haftung. EN-Mosaik

Soeben wurde uns noch u.a. folgendes Foto vom Philharmonischen Kindertag Hagen übersandt.

     

Bilder sprechen mehr als tausend Worte. [s. hierzu auch den Bericht vom theaterhagen]

1 Antwort
  1. Avatar
    Rudolf A. Bräuker sagte:

    Im Haushalt des Bundes, der Länder und Gemeinden wird von jeher stets die Wegrationalisierung von Planstellen im Kulturbereich vorrangig betrieben, oder hat man schon gehört, dass bei Problemen mit dem Finanz-Etat gleich zwei Planstellen im Büro eines Bürgermeisters als überflüssig verschwanden.

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