Gebt mir Rossinische Musik!‘ – Machen wir, Herr Schopenhauer!

[Wuppertal] Literarisch-musikalischer Abend zu Rossini an der Bergischen Universität: Schauspielerin Friederike Becht zu Gast

„Gebt mir Rossinische Musik!“ – Machen wir, Herr Schopenhauer!

Gioachino Rossini (Foto: Nadar)

Gioachino Rossini
(Foto: Nadar)

Unter diesem Titel veranstalten Angehörige des Faches Musikpädagogik am 29. Juni 2016 einen literarisch-musikalischen Abend zu Gioachino Rossini (20:00 Uhr, Musiksaal M.09.01). – Der Eintritt ist frei.

Termin: 29.Juni 2016., 20 Uhr,
Ort: Musiksaal der Bergischen Universität (Campus Grifflenberg, Gebäude M, Ebene 09, Raum 01, Gaußstraße 20, 42119 Wuppertal).

Rossini – geboren 1792 in bescheidenen Verhältnissen in Pesaro, gestorben als wohlhabender Mann 1868 in Paris – war bereits zu Lebzeiten eine Legende und zählt bis heute zu den bekanntesten, beliebtesten und meist aufgeführten Komponisten des 19. Jahrhunderts – jedoch nur noch mit wenigen Werken. Warum der weltweit gefeierte Komponist von Opern bereits im Jahr 1829 mit dem Guillaume Tell die Produktion für das Musiktheater aufgab, bleibt bis heute eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Weitgehend unbemerkt von der musikalischen Öffentlichkeit schrieb Rossini allerdings weiter Klaviermusik und Lieder, als Komponist erregte er mit seinen großen geistlichen Werken noch einmal Aufsehen.

Am 29. Juni wird das Schaffen Rossinis aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Aufgeführt werden bekannte (z. B. aus Il barbiere di Siviglia) und unbekannte Kompositionen (z. B. aus Ciro in Babilonia), Werke aus der frühen und aus der späten Zeit, Weltliches und Geistliches, Instrumental- und Vokalkompositionen für Solostimmen und für Chor. Ausführende sind Yuka Schneider und Thomas Rückert (Klavier), Lea Sander und Julia Wissem (Gesang), Jessica Nienhaus und Elina Schumacher (Querflöte), Elina Vyzhmanavina (Violine), Matthias Wiercinski (Gitarre) sowie ein eigens zusammengestellter Projektchor unter Leitung von Christoph Spengler.

Die musikalischen Darbietungen werden kommentiert und konfrontiert mit Texten (u. a. von Heinrich Heine, Honoré de Balzac und Arthur Schopenhauer), Bildern und kurzen, z. T. selbst gedrehten Filmen. Für die Produktion und Einspielung der audio-visuellen Beiträge sorgt Thorsten Kellner.

Friederike Becht (Foto: J. Degraa)

Friederike Becht
(Foto: J. Degraa)

Besonders froh und stolz sind wir, dass die Texte von Friederike Becht (Schauspielhaus Bochum) vorgetragen werden. Friederike Becht erhielt im letzten Jahr für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen auf der Bühne und im Film (u.a.: „Im Labyrinth des Schweigens“) den Ulrich-Wildgruber-Preis (Hamburg). Der renommierte Fernsehkritiker und Grimme-Preis-Juror Rainer Tittelbach bezeichnete Friederike Becht vor wenigen Monaten als eine der „Besten ihrer Generation“.

Der von Hans-Werner Boresch konzipierte Abend ist – vor dem „Rossini-Jahr“ 2017 – einem Komponisten gewidmet, der vom „breiten Publikum“, aber auch von Intellektuellen wie Arthur Schopenhauer grenzenlos bewundert wurde.

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