Der kleine Prinz in Rüggeberg

[jpg] Seit dem letzten KIRhoch4 mit dem Thema "Veronica der Lenz ist da" war viel Zeit in Rüggeberg vergangen. Und wieder haben die Initiatoren ihre Fantasie spielen lassen und sich ein neues Thema für einen Abend ausgedacht. Der "Sternenhimmel" war diesmal als Thema ausgewählt worden. Und so war der Gemeindesaal auch mit einem Sternenhimmel ausgeschmückt, denn draußen war es etwas ungemütlich und Sterne waren nicht zu sehen.

"Der kleine Prinz" (Originaltitel: Le Petit Prince)  von dem französischen Dichter Antoine de Saint-Exupéry ist ein modernes Märchen für Kinder und Erwachsene. Es stellt die moralischen Werte von Freundschaft und Menschlichkeit des Verfassers vor.

Vorgetragen wurde es von dem Duo:

Schauspieler Olaf Reitz, vomTheater Wuppertal  (links)

und

Martin Zobel, Trompete und Akustik (rechts)

 

Olaf Reitz las in bester Schauspielermanier den kleinen Prinzen vor, während Martin Zobel die musikalische Begleitung übernahm. Zuletzt hatte ich den kleinen Prinzen mit Will Quadflieg gehört, allerdings nicht in solch einem familiären Umfeld. Reitz wusste mit seiner Mimik und Gestik, sowohl den kleinen Prinzen als auch den Erzähler hautnah rüberzubringen. Die Unschuld des kleinen Prinzen die immer wieder durch die  großen fragenden Augen des Schauspielers betont wurde. Reitz lebte förmlich mit dem kleinen Prinzen. Aber auch die Rolle des Erzählers, der ja immerhin in Schwierigkeiten steckte, wusste Reitz hervorragend darzustellen. Letztendlich verschmolzen die beiden in einer innigen Freundschaft, der Erzähler und der Prinz waren eines.

In meinem Blickwinkel sah ich viele große Augen von Kindern und jung gebliebenen Erwachsenen die gebannt der Erzählung lauschten. Ach überhaupt die Menschlichkeit, die kam bei den Anwesenden nicht zu kurz, entweder man kannte sich oder man wollte dem  "Fremden" ein guter Gastgeber sein.

   
     

In der für die Rüggeberger eigenen Art wurden "himmlische Gaumengenüsse" gereicht. So brachte man eine Kürbiscremesuppe "Antoine", einen französischen Gemüsesalat "Exupery" und einen Farmersalat in Schinken "Prinzenrolle" in freundlicher Art seinen Gästen an den Tisch. Zum Abschluss gab es noch ein Schokoladenflameri "Sternschnuppe" und einen Kirschstreuselkuchen "Sternenhimmel", alles selbst gemacht, versteht sich.

Die beiden Künstler wurden mit großem Applaus bedacht und spielten für diesen Abend "auf Hut".
Während der Pause und nach der Vorstellung sah man viele gute Gespräche unter den Rüggebergern, so als wenn man sich Jahre nicht gesehen hatte. Und was man immer wieder beobachten kann, die Jugendlichen halfen und bedienten mit Freude ihre Gäste.

Es wäre zu wünschen, dass sich solche Kulturereignisse in allen Stadtteilen etablieren würden, die letztendlich dem Stadtteil ein Profil geben sollen. Ich denke mir Kirhoch4 hat das Potenzial den Rüggebergern ein Gesicht zu geben. Zumal die bisher gelaufenen Aktionen für einen Stadtteil wie Rüggeberg auf hohem Niveau stattfanden.

Man kann solche Veranstaltungen nicht genug hervorheben, in einer Zeit, wo die Kultur immer flacher gehalten wird. So gilt das Geheimnis für Rüggeberg: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

Man sollte gespannt sein was die Fantasie der Rüggeberger beim nächsten Kirhoch4 hervorbringt.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 


Hier noch ein paar Fotos von dem romantischen Abend in Rüggeberg.
[Alle Fotos: © Linde Arndt]

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