Denn Sie wissen nicht was Sie tun ……………sollen

Manchmal fühle auch ich mich mit meiner durchaus positiven Einstellung zu den meisten Dingen überfordert und dann packt auch mich der stille Zorn. So auch jetzt, wo wir von EN-Mosaik tief eingebunden sind in die Geschehnisse der Ereignisse zur  Kulturhauptstadt Europas 2010.

Da ist das spektakuläre, überwältigende Erlebnis der Eröffnungsfeier in Essen. Da sind Massen von Besuchern die sich freuen hier und da etwas von "ihrer Stadt" zu entdecken. Sei es an Darbietungs- und Infoständen oder auf den vielen Public-Viewing-Wänden die überall auf dem Gelände aufgestellt sind und wo Promotion-Filme ihrer Stadt ablaufen.

"Schau, unser Schwelm" ……."Unser Hattingen"  und so weiter. Ich stand dabei und wartete und wartete und wartete verzweifelt auf  "mein Ennepetal".   Fehlanzeige!!!

Hatte es mich vorher schon geärgert, dass auf den Seiten der RUHR.2010 bei den Vorankündigung zu den Local-Heroes Wochen Ennepetal zwar kurz vermerkt, aber immer noch ohne Programmpunkte auftauchte, so schmerzte es in diesem Moment noch mehr, wieder einmal zum Schlusslicht zu gehören.
Zwar war mir bekannt, dass unsere Stadt für die Meldung Zeit bis Monatsende Januar 2010 hat, aber muss alles immer auf den letzten Stippen sein? Können wir nicht die Chance erkennen, dass sich die Menschen schon  j e t z t  informieren wollen?

Bereits vor Beginn des Eröffnungsstartschusses wurden die Seiten auf RUHR.2010 täglich einhunderttausendfach aufgesucht.

Kann es sein, dass  unsere Stadt ihr Konzept noch nicht  zusammengestellt hat? Das das, was bisher zusammengetragen wurde nicht ausreicht um sich als "Heroe" darzustellen? Das sie noch nicht wissen, was sie tun sollen?

Die Vorbemerkungen allein reichen nicht aus, um einen Fremden in unsere Stadt zu locken.

Und dabei gibt es genug, was Ennepetal präsentieren könnte. Vielleicht wäre es aber auch gut gewesen, einmal seinen Allerwertesten zur Eröffnungsveranstaltung zu bewegen und zu schauen, was man alles mit wenig Geld und kleinen Mitteln auf die Beine stellen kann und dann ……………
die Bürger dieser Stadt zu motivieren, Ideen beizusteuern!!!!

Letztendlich würde bis heute am Teckel keine Bank und kein Büdchen stehen, wenn nicht Bürger Ennepetals den Anstoss gegeben hätten. Oder hat das nur geklappt, weil zufällig Wahljahr war?
Da sind von einer Ennepetaler Bürgerin Broschüren über den Teckel, das Industriemuseum und den Krenzer Hammer angefertigt worden. Liegen die öffentlich aus, oder sind die wieder in dem großen Schoss verschwunden?

Wir wissen, dass die Öffentlichkeitsarbeit in Ennepetal bisher eher "grottenschlecht" war und das haben ja die Verantwortlichen inzwischen selbst zugegeben. Nun ist ein neues Jahr angebrochen und noch dazu ein überaus bedeutendes. Was wird sich ändern?  Machen wir wieder weiter wie bisher?

Müssen die Ennepetaler Bürger – zumindest die aktiv an ihrer Stadt interessierten – wieder Eigeninitiative ergreifen?
 

                  
  kleiner Ausschnitt von den  Broschüren-Infowänden   Foto: Linde Arndt
 

                                   

Kann sich einer vorstellen, wie traurig es ist, wenn von allen Städten bei der Eröffnugnsveranstaltungen Hinweisbroschüren ausliegen und man gefragt wird "Wo ist den euer Flyer" und man dann nur nervös suchend hin und her guckt und sagt "Ich schau grad mal", obwohl man schon ahnt, das nichts da ist?

Aber dafür haben wir ja Hochglanzbroschüren für unseren Milsper Weihnachtsmarkt gehabt. Obwohl, Hochglanzflyer wären in Essen gar nicht notwendig gewesen, da gab es auch recht einfache Drucke. Einfach, aber informativ über die einzelnen Städte.

Wie traurig ist das hier? Was für eine Stadt!!!

 

Linde Arndt

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.