„Intendant“ des Krankenhausfunks erhält Auszeichnung

Dieter Pfarre mit „Goldenem Mikro“ für seine Verdienste geehrt

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Dieter Pfarre (2. von links) erhielt jetzt das „Goldene Mikro des RuhrstadtStudios“. Christian Lukas, Michael Winkler und Marek Schirmer (v.l.) gratulierten ihm dazu.
Foto: JMG/EVK

[Witten/EN-Kreis] „Das hier ist keine Preisverleihung – dies hier ist eine kollegiale Ehrung.“ Mit diesen Worten überreichte Michael Winkler seinem Kollegen Dieter Pfarre das „Goldene Mikro des RuhrstadtStudios“ für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement in Krankenhausfunk und Bürgerfunk. Diakon Pfarre war 39 Jahre hauptamtlicher Krankenhausseelsorger im EvK Witten und ist am 1. Juli in den verdienten Ruhestand getreten.
Dieter Pfarre ist Gründer und „Intendant“ des Krankenhausfunks, der am 6. November 1976 zum ersten Mal klinikintern auf Sendung ging. 20 Jahre lang konnten Patienten und Mitarbeiter dort ihre Wunschtitel hören oder Besucher ihren Verwandten per Telefon mit einem Lieblingslied grüßen. Zweimal pro Woche „sendeten“ so die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ans Krankenbett oder in die Aufenthaltsräume.
Als Ende der 80-er Jahre das Privatfernsehen Einzug ins Krankenhaus hielt, nahm das Interesse am guten, alten Dampfradio langsam ab. Als dann jedoch wenige Jahre später das private Lokalradio startete, bedeutete das eine unerwartete Chance für die Wittener Radiomacher: Der sogenannte Bürgerfunk läutete eine neue Ära ihres Hobbys ein. Ab 1992 konnte der Krankenhausfunk nun terrestrisch (= über Antenne) im ganzen Ennepe-Ruhr-Kreis im Offenen Kanal empfangen werden – allerdings vorproduziert und nicht live. Neben dem Krankenhausfunk nahmen „Antenne Witten“ und „Megaherz“ ihre einstündigen Sendungen mit lokalem Bezug im Tonstudio des EvK regelmäßig auf.
„Dieter Pfarre förderte unsere Talente als Moderatoren und Techniker und unterstützte somit unsere Medienkompetenz“, so Michael Winkler in seiner Laudatio. „Einige von uns gingen dann sogar zum ‚richtigen‘ Rundfunk, wurden Journalisten, Autoren oder Musiker. Die Wurzeln unserer späteren Berufe liegen also im 2. Stock des Ev. Krankenhauses.“
Winkler erinnerte daran, dass der Krankenhausseelsorger in mühevoller Kleinarbeit die Anforderungen der Landesanstalt für Medien (Düsseldorf) stets erfüllte und das Tonstudio ständig professionell nachrüstete, sodass die staatliche Behörde die Technik und die Sendungen aus Witten kontinuierlich förderte bis im Jahr 2008 diese Förderungen aufgrund des neuen Landesmediengesetzes eingestellt werden mussten.
Nicht unerwähnt ließ der Laudator auch die Tatsache, dass im RuhrstadtStudio der Blindenverein Witten von 1986 bis 2006 seine Hörzeitung „Der Ruhrstadtbote“ wöchentlich auflas. Auch das erfolgreiche integrative Projekt „Radio United“ der Wittener Werkstadt (2007 bis 2011) wurde im selben Tonstudio produziert. „Ohne Dieter Pfarres zusätzlichen Einsatz hätte das alles nicht passieren können. Dafür sind wir Radiomacher unserem ‚Intendanten‘ von Herzen dankbar. Danke, Dieter!“, so Winkler abschließend.
miw

Eröffnung des Mercator Bücherschranks in Oberhausen

 

Feierliche Einweihung mit Kulturdezernenten Apostolos Tsalastras


Als Geschenk an die Bürger von Oberhausen richtet die Stiftung Mercator den zehnten öffentlichen Mercator Bücherschrank im Ruhrgebiet ein. Auf dem Ebertplatz in Oberhausen können Anwohner und Passanten zukünftig jederzeit Bücher in den Schrank hineinstellen und kostenfrei herausnehmen. Dadurch bereichert der Mercator Bücherschrank als Ergänzung zur Stadtbibliotheken, Buchhandlungen und Antiquariaten den öffentlichen Raum. Die Patenschaft übernimmt die Bürgerinitiative „Altes Lyzeum“ Die weiteren neun Bücherschränke in Bochum, Essen, Castrop-Rauxel, Dortmund, Gelsenkirchen, Hagen, Hattingen, Recklinghausen, und Witten werden bereits rege genutzt.

 

Anlässlich der feierlichen Einweihung lädt die Stiftung Mercator Sie und die Bürger von Oberhausen herzlich ein zum Fototermin mit dem Kulturdezernenten Apostolos Tsalastras, Detlef Mund, Sprecher der Initiative „Altes Lyzeum", und Wiebke Stadler, Projektmanagerin der Stiftung Mercator


am 26. April 2013 um 16 Uhr

auf dem Ebertplatz

in 46045 Oberhausen.

 

Zeitgleich zur Eröffnung können die Gäste die ersten Bücher in den Schrank einstellen und herausnehmen. Besonders Familien mit Kindern sind herzlich willkommen, an dieser öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen. Die Einweihung des Bücherschrankes wird musikalisch begleitet von dem Gitarristen Markus Kaiser und Schauspielern des Theaters Oberhausen, die aus den ersten in den Schrank eingestellten Büchern lesen werden. Auch dazu sind Sie gerne herzlich eingeladen.

 

Präsidium des Deutschen Landkreistages tagte im Ennepe-Ruhr-Kreis

 (pen) "Meine Amtskollegen aus ganz Deutschland waren beeindruckt, wie viele Weltmarktführer bei uns an Ennepe und Ruhr zuhause sind, was die Menschen bei uns in ihrer Freizeit und im Urlaub erleben können und was wir direkt vor den Toren des Ruhrgebiets für eine Landschaft zu bieten haben." Landrat Dr. Arnim Brux zeigt sich überzeugt davon, dass die Mitglieder des Präsidiums des Deutschen Landkreistages den Ennepe-Ruhr-Kreis und die Metropole Ruhr nach der Rückkehr in ihre Heimatkreise mit anderen Augen sehen.

Station machten die Gäste unter anderem am Harkortsee und im LWL Museum Henrichshütte in Hattingen. "Für die Fahrt von Wetter nach Hattingen stand uns zudem ein Cabriobus zur Verfügung. Auch wenn das Dach wegen des Regens geschlossen bleiben musste, erfuhren die Teilnehmer natürlich eine ganze Menge über den Kreis und seine Städte, über Erfolgsprojekte wie den Ruhrtalradweg oder die Ausbildungsmesse sowie über kulturelle, historische und sportliche Aushängeschilder", so Brux.

   
Gruppenbild der Landräte und der DLT Spitze mit Bürgermeister Frank Hasenberg und Landrat Dr. Arnim Brux vor dem Rathaus in Wetter/Ruhr/Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
 

Im Mittelpunkt des Aufenthaltes stand die zweitägige Präsidiumssitzung, die zum einen im historischen Rathaus der Stadt Wetter und zum anderen in der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung in Herdecke stattfand. "Unser Treffen wird dabei durchaus in die Geschichte des Deutschen Landkreistages eingehen. Schließlich nutzte der langjährige Präsident Hans Jörg Duppré das Treffen für die Ankündigung im Frühjahr 2014 nach dann zwölf Jahren aus diesem Amt ausscheiden zu wollen." Wie alle übrigen Mitglieder des Präsidiums dankte auch Brux seinem Kollegen aus dem Kreis Südwestpfalz für seine bisherige, das Gesicht des Landkreistages prägende Arbeit.

Sein Nachfolger soll, so die einstimmige Empfehlung des Präsidiums, Reinhard Sager, Landrat des Kreises Ostholstein, werden. "Diskutiert und Beschlüsse gefasst haben wir zudem zu Themen aus den Bereichen Kinderbetreuung und Betreuungsrecht, interkommunale Kooperationen und Übergang Schule/Beruf sowie zur Erdgasförderung per Fracking und zur Rolle der Kommunen bei der Gesundheitsförderung. Und selbstverständlich stand auch die kommunale Kassenlage auf der Tagesordnung", berichtet Brux.

Stichwort Deutsche Landkreistag Der DLT ist der Zusammenschluss der 295 deutschen Landkreise und damit die Interessenvertretung der Kreise auf Bundesebene. Es beschäftigt sich mit Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge, des weiterführenden Schulwesens und des Berufsschulwesens, der Wirtschaftsförderung, der kommunalen Arbeitsmarktpolitik und des Sozial-, Jugend- und Gesundheitswesens, des eGovernments, der Verwaltungsmodernisierung und des öffentlichen Dienstrechts. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Vertretung der Interessen des ländlichen Raumes und hier in der Sicherung und Herstellung gleichwertiger Lebens-, Versorgungs-, Arbeits- und Entwicklungsbedingungen im Verhältnis zum städtischen Bereich. Rund 70 Prozent der Menschen in der Bundesrepublik wohnen in Kreisen. Zu den Gremien des DLT zählen die Landkreisversammlung, der Hauptausschuss und das Präsidium sowie eine Reihe von Fachausschüssen.

Bürgerforum in Dortmund

Die europe direct Reihe in Kooperation mit den bilateralen Gesellschaften der Auslandsgesellschaft NRW e.V.

[Dortmund] Seit dem 1. Januar 2013 betreibt die Auslandsgesellschaft NRW e.V. im Auftrag der Europäischen Kommission eines der 55 offiziellen Europe Direct Informationszentren in Deutschland. In diesem Rahmen freuen wir uns, Sie herzlich zu den ersten Veranstaltungen in der Reihe „Bürgerforum Europa“ einzuladen.
 Mit dieser europe direct Reihe in Kooperation mit den bilateralen Gesellschaften der Auslandsgesellschaft NRW e.V. informieren wir aktuell und bürgernah – und umfangreicher als bisher – über europäische Themen.

 

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 Do 31.01.2013, 19:00 Uhr
 Eintritt frei


 Auslandsgesellschaft NRW e.V., Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Italien vor der Wahl.

Vortrag mit Diskussion: Hans Krüger
Der Referent Hans Krüger, Vorsitzender der Deutsch-Italienischen Gesellschaft verfolgt schon seit
Jahrzehnten aufmerksam die Entwicklung in Italien. Italien ist aufgrund seines politischen und wirtschaftlichen Gewichts eine wichtige Säule der Europäischen Union. Was dort geschieht hat unmittelbare Auswirkungen auf Deutschland wie auch auf die gesamte Europäische Union. Auch hat Italien einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Kultur geleistet.
 Veranstalter: Deutsch-Italienische Gesellschaft, Europa-Union KV Dortmund, europe direct

Anmeldung erbeten: (0231) 838 00 41, eberhardt (at) agnrw.de

Bürgerforum Europa im Januar

Die europe direct Reihe in Kooperation mit den bilateralen Gesellschaften der Auslandsgesellschaft NRW e.V.

[Dortmund] Seit dem 1. Januar 2013 betreibt die Auslandsgesellschaft NRW e.V. im Auftrag der Europäischen Kommission eines der 55 offiziellen Europe Direct Informationszentren in Deutschland. In diesem Rahmen freuen wir uns, Sie herzlich zu den ersten Veranstaltungen in der Reihe „Bürgerforum Europa“ einzuladen.
 Mit dieser europe direct Reihe in Kooperation mit den bilateralen Gesellschaften der Auslandsgesellschaft NRW e.V. informieren wir aktuell und bürgernah – und umfangreicher als bisher – über europäische Themen.

Mo 21.01.2013, 20:00 Uhr
 Eintritt frei

 

Auslandsgesellschaft NRW e.V., Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Warum Hellas der Retter Europas ist

Vortrag mit Diskussion: Jorgo Chatzimarkakis, MdEP
Krisennachrichten aus Griechenland und kein Ende? Warum Hellas eigentlich der Retter Europas ist, darüber referiert der Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis am 21.01.2013 in der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund. In seinem Vortrag wird Jorgo Chatzimarkakis darstellen, wie die antike Kultur der Hellenen einst Europa erst möglich machte und warum hellenische Werte wie Freiheit, Selbstgenügsamkeit und direkte Demokratie noch immer bei der Lösung der heutigen Probleme helfen könnten. Chatzimarkakis fordert eine Besinnung auf Selbstgenügsamkeit und Nachhaltigkeit in der Politik, um Europa, aber auch Griechenland fit für das 21. Jahrhundert zu machen.
Veranstalter: Deutsch-Griechische Gesellschaft, europe direct
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 Do 31.01.2013, 19:00 Uhr
 Eintritt frei


 Auslandsgesellschaft NRW e.V., Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Italien vor der Wahl.

Vortrag mit Diskussion: Hans Krüger
Der Referent Hans Krüger, Vorsitzender der Deutsch-Italienischen Gesellschaft verfolgt schon seit
Jahrzehnten aufmerksam die Entwicklung in Italien. Italien ist aufgrund seines politischen und wirtschaftlichen Gewichts eine wichtige Säule der Europäischen Union. Was dort geschieht hat unmittelbare Auswirkungen auf Deutschland wie auch auf die gesamte Europäische Union. Auch hat Italien einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Kultur geleistet.
 Veranstalter: Deutsch-Italienische Gesellschaft, Europa-Union KV Dortmund, europe direct

Anmeldung erbeten: (0231) 838 00 41, eberhardt (at) agnrw.de

Marktwirtschaft ist doch was schönes

 

[jpg] 120 Redakteure bzw. Journalisten der Westfälischen Rundschau werden durch den WAZ Konzern entlassen. Heute am 19. Januar 2013 demonstrierten rund 1200 oder auch 500 Menschen vor dem Dortmunder Verwaltungsgebäude der Westfälischen Rundschau. Wie bei solch einer Demo immer, hörte man starke Worte von den anwesenden GewerkschafterInnen oder PolitikerInnen. Da wurde der Untergang der Presse heraufbeschworen, die Kälte der Marktwirtschaft attestiert und zu guter Letzt die Solidarität der Anderen eingefordert.

 
Screenshoot der WR
 

Ja, EN-Mosaik erklärt sich solidarisch mit den Kollegen der Westfälischen Rundschau, aber nicht nur mit diesen Kollegen. Vielmehr erklären wir uns mit den vielen, vielen Freelancern solidarisch, die sich Tag für Tag abstrampelten um auch die Informationen von dem letzten Kaninchenzüchterverein der Redaktion zu übermitteln, den freien Fotojournalisten, den (neuerdings) Bürgerjournalisten, den Praktikanten, den Volontären, den technischen Angestellten, den kaufmännischen Angestellten, und, und, und. Es sind so viele neben den hauptberuflichen Redakteuren/Journalisten, die den Betrieb einer Zeitung aufrecht erhalten. Auch wir setzen unsere Artikel über eine Agentur ab, die diesen Artikel an andere Verlage verkauft. Nur mit der Solidarität kann keiner seine Nahrungsmittel  bezahlen.

Als die Frankfurter Rundschau, die Financial Times Deutschland und viele andere in der Vergangenheit den Betrieb einstellten, wussten die Journalisten der WR die Agenturmeldungen zu drucken. Solidaritätsadresse? Nein. Seit 1993 bis heute sind rund 70 Zeitungsschließungen zu verzeichnen gewesen. Ein Auflagenschwund von rund 8 Millionen wurde registriert und die Zahl der eigenständigen publizistischen Einheiten mit einer eigener Politik-, Wirtschafts- und Kulturredaktion sank erheblich. Womit haben sich die Journalisten der WR in diesem Zeitraum beschäftigt; denn diese Zahlen sind jedem Journalisten zugänglich. In vielen Verlagen regieren nur noch die Betriebswirte, Verleger haben sich zurück gezogen. Das konnte man doch nicht übersehen haben. Und die Konsequenz? So lange es mich nicht betrifft soll mir das alles egal sein? In den letzten Jahren waren doch ganz deutliche Signale von der WAZ aus Essen zu vernehmen. Wusste man diese nicht richtig einzuordnen? Man wollte die Kosten drücken, weil man keine probaten Konzepte hatte die greifen könnten. Und jetzt?

Der WAZ Konzern wird den Mitarbeitern sicher einen neuen Vertrag unter dem Dach der Westfalenpost anbieten. Nicht mehr die gleichen Bedingungen, wie vorher. Wenn das nicht klappt wird es eine „angemessene“ Abfindung geben. Und ab die Post. So geht das seit Jahren in unserem Land und alle finden es gut, solange es einen nicht selber betrifft. Es gibt kaum Presseerzeugnisse die diesen neoliberalen Zug in unserer Republik anprangern, im Gegenteil dieser Neoliberalismus wird sogar als alternativlos beschrieben. Auch die Zeitungen des WAZ Konzerns, einschließlich der WR haben mit der Kritik an dieser neoliberalen Wirtschaftspolitik nicht gerade jemanden hinter dem Ofen her geholt. Man beißt eben die Hand nicht, die einen füttert. Und weiter: Es war und ist ja alles so bequem nicht nachzudenken über die Art und Weise der Presse im digitalen Zeitalter. Wie kann ich meine Nachricht, meinen Kommentar, meine Glosse, meine Rezension usw. an meinen Leser bringen. Einem Leser in einem veränderten Umfeld. Das Netz als Übermittlungskanal meiner analogen Produkte, ist der weiteste Gedanke den die Nostalgiker der Redaktionstuben aus dem Printbereich dachten.

Wenn der Rauswurf der 120 und mehr Redakteure und anderer Redaktionsmitglieder einen Sinn machen sollte, so den: Es ist mit der Marktwirtschaft nicht gut Kirschen essen. Wenn man sich anbiedert wird man als zweiter gekündigt, gekündigt wird man sowieso. Und noch eines: Die Presse hat nur eines zu verlieren, ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Und das ist verdammt viel.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Debatte über Wittener Stadtbücherei: Landrat zeigt sich verwundert

 (pen) "Zunächst einmal ist es sehr erfreulich, dass die Wittener Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit haben werden, sich an der Entscheidung zur Zukunft ihrer Stadtbücherei zu beteiligen und ihre Meinung berücksichtigt werden kann und soll. Weniger erfreulich sind allerdings die Aussagen der Wittener Bürgermeisterin über die Rolle der Kommunalaufsicht und die Darstellung, wie die jetzt angestrebte Bürgerbefragung auf den Weg gebracht worden ist."

Landrat Dr. Arnim Brux hat einige der aus dem Wittener Rathaus verbreiteten Informationen mehr als verwundert zur Kenntnis genommen. Dies gilt zuallererst für die Tatsache, dass der Kreis in Absprache mit der Bezirksregierung seine Beanstandung erst jetzt und damit zwei Jahre nach dem Vergleich mit der Bürgerinitiative auf den Weg gebracht hat. "Auch wenn sich die Bürgermeisterin nicht erinnern kann. Sie ist es gewesen, die uns laut Protokoll in einer Sitzung der Finanzkommission am 25. Februar 2011 gebeten hatte, die Verhandlungen zur Bürgerbeteiligung abzuwarten", macht Brux deutlich. Zwei Monate später, im April 2011, sei der Kreis darüber informiert worden, dass die Verhandlungen "schleppend laufen". "Anschließend herrschte Funkstille, wir als Kreis haben von der Stadt nichts mehr gehört und sind keineswegs auf dem Laufenden gehalten worden", so der Landrat.

Auch das Scheitern der Gespräche sei dem Kreis nicht mitgeteilt worden. "Die seinerzeit von uns gewährte Hilfestellung und die Bereitschaft zunächst die Gespräche abzuwarten jetzt gegen uns zu verwenden und uns in die Hacken zu treten, ist kein guter Stil", kann Brux seine Enttäuschung nicht verhehlen. Schriftlich meldete sich die Stadt dann wieder am 7. Dezember 2012. In einer Mail wurde dem Kreis der jetzt beanstandete Ratsbeschluss vom 3. Dezember zur Kenntnis übermittelt. "Am 12. Dezember haben wir der Stadt telefonisch mitgeteilt, dass wir diesen Beschluss für rechtswidrig halten und ihn beanstanden werden." Bei einer Besprechung am 18. Dezember hat die Kreisverwaltung – und nicht die Stadt Witten – den Kompromissvorschlag "Bürgerbefragung" auf den Tisch gelegt und vorgestellt. Sowohl die rechtliche Einschätzung als auch der Kompromissvorschlag wurden vom Kreis mit der Bezirksregierung abgestimmt und werden von beiden gemeinsam getragen. "Es war dann die Wittener Bürgermeisterin, die nicht über die von der Kommunalaufsicht gebaute Brücke gehen wollte. Am 8. Januar hat sie diesen Vorschlag endgültig abgelehnt und klar gemacht, dass sie den Ratsbeschluss nur beanstande, wenn sie von uns eine schriftliche Anweisung erhalte", erläutert Brux seine Sicht der Ereignisse. Zur vollständigen Chronologie gehörten auch noch folgende Fakten: Da die Stadt parallel weiter an den Vorbereitungen für den Bürgerentscheid gearbeitet habe, seien diese durch eine Mail aus dem Kreishaus am 11. Januar zunächst gestoppt worden. "Und", so Brux, "auf dem Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft in Bochum am Dienstag haben Regierungspräsident Gerd Bollermann und ich der Bürgermeisterin unsere Sicht der Dinge unmissverständlich klar gemacht, ihr die von allen Seiten gewünschte rechtsunproblematische Bürgerbeteiligung in Form der Befragung ans Herz gelegt und signalisiert, dass die damit verbundenen Kosten aus Sicht der Kommunalaufsicht kein Hindernis darstellen."

Mit 50 fängt der Spaß dann richtig an

Gelsenkirchen, 10. Januar 2013.

„agilia – die Erlebnis-Messe für Junggebliebene ab 50“ – lockt mit Information  & Inspiration auf über 10.000 m² in die Veltins Arena AufSchalke

Unter Flutlicht und in beeindruckender Kulisse wird es Pfingsten einen besonderen Höhepunkt für alle Menschen ab 50 geben. Denn im Innenraum der Arena AufSchalke erwarten die Veranstalter der „agilia – DIE Erlebnis-Messe für Junggebliebene ab 50“ rund 300 Unternehmen als Aussteller sowie bis zu 20.000 anspruchsvolle Besucher aus dem gesamten Ruhrgebiet. Ein buntes Programm aus Leben, Wohnen, Wellness, Spaß, Gesundheit, Erotik, Motoren oder auch Reisen erwartet die Besucher, dazu ein buntes Rahmenprogramm mit Shows, Konzerten, Workshops und Vorträgen.

„Die agilia mit ihrer Vielfalt und ihren Höhepunkten ist bewusst keine „Alte-Leute-Messe“, sondern für Best Ager, die mitten im Leben stehen und eigene, sehr hohe Ansprüche an Freizeit, Unterhaltung und Lebensqualität haben“, bringt es Veranstalter Ulf Hofes auf den Punkt und ergänzt: „Für die meisten Menschen der Generation 50plus fängt der Spaß dann erst richtig an. Die Kinder sind aus dem Haus, das Einkommen ist meistens entsprechend.“ Für viele beginnt dank des hohen Lebensstandards und der guten Gesundheit nun ein spannender Lebensabschnitt auf hohem Niveau. Die Menschen interessieren sich für hochwertige Produkte, schöne Reisen, prickelnde Erotik, schöne Autos und Motorräder. Sie genießen die Freiheit und denken dennoch auch ans Alter, so Hofes weiter. Stars und Sternchen sowie Live-Konzerte gehören ebenfalls zum Angebot.

Aussteller mit Leidenschaft für die Zielgruppe 50plus
Die agilia lädt Unternehmen aus ganz Deutschland und auch aus dem benachbarten Ausland mit einer klaren Service- und Kundenorientierung sowie Leidenschaft und Begeisterung für die Zielgruppe herzlich ein, sich als Aussteller auf einer der zahlreichen Themeninseln zu präsentieren, die sich drehen um Bereiche wie Sport & Bewegung, Wellness & Beauty, Tourismus & Reisen, Wohnen & Leben, Freizeit & Bildung, Mobilität, Computer & Technik, Versicherung & Finanzen, Mode & Schmuck. Messefreiflächen sind bereits ab 49,- €/m² verfügbar. Auch bereits mit Teppich und Messewänden fix und fertig aufgebaute Messestände werden angeboten.

Vereine aus dem Ruhrgebiet sind aufgerufen, sich zu präsentieren
Ausdrücklich spricht der Veranstalter auch Clubs und Vereine im Ruhrgebiet an. Hofes: „Es gibt von Golf über Bridge bis hin zum Tanzen oder Selbstverteidigung viele Aktivitäten. Sehr gerne geben wir den Vereinen auf der agilia den Raum, sich zu bewerben und dann auch zu präsentieren.“

Generation 50plus – Wachstumsmarkt Nr. 1
„Mittlerweile gehören bereits 40 % der Gesamtbevölkerung der spannenden und stetig wachsenden Zielgruppe 50plus an. Aufgrund des demografischen Wandels entpuppt sich dieser Markt zum Wachstumsmarkt Nr. 1 – denn auch Menschen jenseits der 50 fühlen sich heutzutage mehrheitlich jung, versprühen Aktivität, Lebensfreude und streben nach einer noch größeren Lebensqualität. Hier setzt das Konzept der agilia an“, erläutert Hofes.

 
Foto: ©  Aschenbach
  Generation 50plus – Wachstumsmarkt Nr. 1
„Mittlerweile gehören bereits 40 % der Gesamtbevölkerung der spannenden und stetig wachsenden Zielgruppe 50plus an. Aufgrund des demografischen Wandels entpuppt sich dieser Markt zum Wachstumsmarkt Nr. 1 – denn auch Menschen jenseits der 50 fühlen sich heutzutage mehrheitlich jung, versprühen Aktivität, Lebensfreude und streben nach einer noch größeren Lebensqualität.

Hier setzt das Konzept der agilia an“, erläutert Hofes.Im Fokus der drei Messetage stehen Informationen der Aussteller, die so bunt und vielfältig sind wie das Leben selbst. Zielgruppenrelevante Talkrunden, tolle Live-Konzerte, über 100 Vorträge, Modenschauen und Stars aus dem Showbusiness sowie zahlreiche Erlebnis-Workshops bieten Besucher-Mehrwerte für Kopf, Herz, Bauch & Heim. Es geht darum, den Besuchern durch die perfekte Mischung aus Information & Inspiration einen unvergesslichen, schönen Ausflug zu bereiten, von dem letztendlich Besucher & Aussteller profitieren.

Kooperation mit der Initiative ID55 – Anders alt werden
 „Wir begrüßen das Messekonzept der agilia sehr und freuen uns, dass der Veranstalter die Generation der Babyboomer erstmals konkret in den Mittelpunkt einer solchen Messeveranstaltung rückt“, erklärt Susanne Schübel, Gründerin der vom Land NRW ausgezeichneten Demografie-Initiative ID55. Seit 2007 richtet sich ID55 mit Kongressen, Begegnungsangeboten, Projekten und Informationen im Ruhrgebiet an „alle, die anders alt werden wollen“. Susanne Schübel: „Der Begriff Babyboomer bezeichnet Millionen von Männern und Frauen, die nach 1945 und vor 1970 in Deutschland geboren wurden. Diese Menschen befinden sich am Übergang zum Rentenalter, bis 2029 werden sie alle im Ruhestand sein. Diese riesige Gruppe ist in der Regel nicht nur bestens ausgebildet, finanziell abgesichert und vielfältig interessiert, sondern fühlt sich auch zehn bis 15 Jahre jünger als das Datum in ihrem Personalausweis. Erfahren, kreativ, verantwortungsbewusst und emanzipiert wie sie sind, haben diese Menschen die Gesellschaft schon einmal verändert. Nun wollen sie anders alt werden und machen sich in einem älter werdenden Ruhrgebiet auf die Suche nach neuen Vorbildern und Möglichkeiten. Die agilia wird in diesem Zusammenhang wichtige Impulse und Anregungen geben.“ Infos: http://www.id55.de.
Erfahrener Messeveranstalter aus der Region
Mehr als 80 Wirtschaftsmessen mit über 10.000 Ausstellern in Deutschlands Landeshaupt-städten hat der Essener Unternehmer Ulf Hofes, mit der b2d Hofes e.K. in den vergangenen zehn Jahren durchgeführt. Mit Deutschlands größter, regionaler Wirtschaftsmesse b2d war Ulf Hofes auch seit 2004 in der VELTINS-Arena zu Gast. "Wir haben gute Erfahrung mit der Dialogmesse gemacht und finden das neue agilia-Konzept überzeugend und sehr zeitgemäß“, freut sich Rüdiger Mengede, Geschäftsführer der FC Schalke 04 Arena Management GmbH. „Wir freuen uns auf die Veranstaltung und sind uns sicher, dass die VELTINS-Arena eine gute Wahl ist und viele Menschen in die Agilia locken wird."

agilia – DIE Erlebnis-Messe für Junggebliebene ab 50 – findet vom 18. – 20. Mai 2013 in der VELTINS Arena AufSchalke in Gelsenkirchen statt.  Der Vorverkauf der Messestände hat begonnen. Im Herbst 2013 kommt die agilia erneut in die Wiesbadener Rhein-Main-Hallen für Best Ager in der Rhein-Main-Region. Im Frühjahr 2014 steht die agilia in Stuttgart auf dem Spielplan. Impressionen zur vergangenen agilia sowie weitere Infos rund um die agilia sind zu finden unter www.agilia-messen.de.

Erhalt eines Förderschulangebotes im südlichen Ennepe – Ruhr – Kreis

[Schwelm/Gevelsberg]Der Rückgang der Schülerzahlen und der Wunsch vieler Eltern nach längerem gemeinsamen Lernen verändern die Schullandschaft im Bereich der Sekundarstufe I.
Starke Auswirkung hat auch die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, diskutiert unter dem Begriff der inklusiven Schule.

Formuliert wird die Erwartung, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zukünftig nicht mehr in Förderschulen angemeldet werden. Die vom Land NRW bestellten Gutachter des Landes schlugen vor, alle Förderschulen zu schließen. Dem ist das Land nicht gefolgt. Das geplante Schulrechtsänderungsgesetz und die Verordnung über die Förderschulgrößen werden jedoch die Schulgrößen deutlich verändern. Damit droht die Gefahr, dass es neben einer Förderschule für geistige Entwicklung in Sprockhövel – Hiddinghausen nur noch eine Förderschule für den Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen im ganzen Kreis geben wird, die im Norden den Kreises liegen wird. Damit würden Fahrtzeiten für Kinder aus dem Südkreis, die eine Förderschule besuchen wollen, dramatisch ansteigen.

   
Förderschule Hiddinghausen                                                                                                      Foto: © Linde Arndt
 

Wir, die SPD-Fraktionen in Gevelsberg und Schwelm, betonen ausdrücklich, dass wir um die in den Förderschulen vorhandene wichtige Kompetenz wissen, die auch in Zukunft gebraucht wird. Gespräche mit betroffenen Eltern und Lehrern in unseren Förderschulen haben die Bedeutung einer solchen Förderung klargemacht.

Die Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf habe die Wahl, senden sie ihr Kind in eine Regelschule oder eine Förderschule? Wenn Eltern für ihre Kinder eine Förderschule als die für sie bessere Lösung wünschen, sollten wir diese so lange wie möglich auch erhalten. Das geht nur durch eine Zusammenarbeit der Südkreisstädte. Die Förderschulen in Schwelm und Ennepetal liegen schon jetzt unter der geforderten Richtzahl für Förderschulen als Verbundschulen.

Zur Sicherung eines Förderschulangebotes im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis schlagen die SPD-Fraktionen der Städte Gevelsberg und Schwelm vor:

Die Förderschule der Stadt Schwelm (Pestalozzischule) wird ab dem Schuljahr 2013/14 jahrgangsweise aufgelöst. Am Standort der Pestalozzischule wird ab dem Schuljahr 2013/14 ein Teilstandort der Hasencleverschule errichtet. Damit wird für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auch zukünftig ein Standort einer Förderschule in Schwelm und Gevelsberg vorgehalten.

Die Städte Gevelsberg und Schwelm klären das Verfahren der Überführung sowie die Verteilung der Kosten und fassen die notwendigen Beschlüsse.

Die Städte Gevelsberg und Schwelm bekräftigen ihren Willen, die Hasencleverschule als Förderschule im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis zu erhalten.

Für die SPD Fraktion im
Rat der Stadt Gevelsberg
Gerd Vollmerhaus
  Für die SPD Fraktion im
Rat der Stadt Schwelm
Gerd Philipp
 
Foto: © Stadt Gevelsberg    Foto: © Linde Arndt

Noroviren waren Ursache für Krankheitsfälle an Wittener Grundschule

(pen) Die Ursache für das massenhafte Auftreten einer Magen-Darm-Infektion mit Erbrechen und Durchfall an der Wittener Hüllberg Grundschule waren Noroviren. Dies bestätigt jetzt das Laborergebnis einer Stuhlprobe. Nachdem am Donnerstag letzter Woche 72 von 236 Schülern sowie 4 Erwachsene betroffen waren, hatte der Ennepe-Ruhr-Kreis die Schule schließen und umfassend desinfizieren lassen. Seit heute läuft der Schulbetrieb wieder. Aufgrund von Krankheitssymptomen fehlen nach wie vor rund 15 Kinder, Lehrer und Mitarbeiter aus dem offenen Ganztag.  "Das Ergebnis belegt unsere Vermutung, wir hatten ja von Anfang an den Norovirus in Verdacht. Dieser wird durch einzelne Erkrankte in die Schule gelangt sein, weitere Schüler und Erwachsene haben sich angesteckt und die Infektionskette kam ins Rollen", interpretiert Dr. Hans-Joachim Bosckek, Leiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, das Resultat.  Einen Zusammenhang mit der Essensausgabe in der offenen Ganztagschule hatte der Kreis bereits zu Beginn der Infektionen ausgeschlossen. "Dafür waren einfach zu wenige Kinder aus diesem Bereich betroffen", macht Dr. Boschek erneut deutlich.  Stichwort Noroviren  Noroviren sind eine der häufigsten Ursachen für akute Magen-Darm-Erkrankungen und Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten. Übertragen werden sie beispielsweise über Tröpfchen, die während des Erbrechens entstehen. Die größte Rolle spielt die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch, wobei bereits wenige Viruspartikel zur Erkrankung führen können. Neben Erbrechen und starken Durchfällen können bei einer  Erkrankung durch den Norovirus auch Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Mattigkeit und geringes Fieber auftreten. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 2 Tage. die Symptome dauern zwischen 12 und 72 Stunden an. Wichtig: Um Ansteckungen zu vermeiden, sollten Betroffene Gemeinschaftseinrichtungen frühestens 48 Stunden nach Abklingen aller Symptome wieder besuchen.