Wiggenhagen will den Bahnhof vom Tisch haben

 

[jpg] Der zweite runde Tisch zum Bahnhof, der nunmehr kein runder Tisch war, fand am 19.2.10 im Haus Ennepetal statt.

Es waren rund zwei Stunden, die vergingen um nur eines zu bringen, wir wollen einen Verein und zwar jetzt hier und heute.

Eine zweite Gruppe lief noch durch die Anwesenden und wollte, man weiß es nicht so recht, noch eine Stiftung haben. Über die Nutzung, ein tragfähiges Konzept, ach was, dass war doch erst einmal unwichtig.

  

Aber lassen wir uns beim Anfang beginnen.
 

 

Bürgermeister Wiggenhagen freute sich über die rund 100 Teilnehmer die anwesend waren und sich augenscheinlich für den Bahnhof interessierten. (Wir berichteten schon mehrfach darüber.)

Nach ein paar einleitenden Worten übergab er direkt an seine Pressesprecherin Frau Schüler-Bültmann, die sich , so Frau Nachbarin, noch in einer Lernphase  befindet, wobei man diesen Eindruck durchaus nicht haben konnte, da sie frei und flüssig redete.

Frau Schüler-Bültmann  trug die Zusammenfassung vom 1. Treffen vor, und ab hier wird es sofort interessant.

 

 

  • Der Rat hat am 17.12.09 die Verwaltung beauftragt den Bahnhof zu erwerben.


Der Rat hat aber nicht beschlossen, die angesetzten Sanierungskosten in Höhe von ca. 1,8 Mio aufzuwenden um den Bahnhof in den Zustand zu versetzen der eine Nutzung erst zulässt!!!

Die Verwaltung steht auf dem Standpunkt, dass eine Nutzung von der Bereitschaft der Bürger abhängig ist und diese die Voraussetzung schaffen sollen, die zu einem tragfähigen Konzept führen. Dieses tragfähige Konzept ist die Grundbedingung um überhaupt an Zuschüsse zu kommen.

Zwei Dinge sind wesentlich: Nutzung und tragfähiges Konzept. Soweit so gut. Nur weder eine Nutzung noch ein tragfähiges Konzept liegen vor. Was bis jetzt vorgetragen wurde, war ein Sammelsurium von Wunschdenken, die allesamt kein tragfähiges Konzept ergeben.

                                        
Nun referierte Herr Schmidt über Bürgerstiftung und Bürgerverein, favorisierte letztendlich den Bürgerverein für dieses Projekt. Der Bürgerverein sollte die Gemeinnützigkeit beantragen, damit letztendlich die erwarteten Spenden überhaupt abzugsfähig nach EStG werden.

Frau Baumhoer legte die Möglichkeiten der Bezuschussung für den Bahnhof dar. Skizzierte den Ablauf der Maßnahme von der Schaffung der Voraussetzung über den Antrag bis zur kostenpflichtigen Begleitung der Baumaßnahme. Aber auch hier, es muss ein Betriebskonzept vorhanden sein, dass sich auch trägt. Über eine weitere Förderadresse der NRW – Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege könnten weitere Kontakte aufgenommen werden. Den Stellv. Vorsitzenden des Stiftungsrates, Herr Minister Eckhardt Uhlenberg, hatte EN-Mosaik anlässlich eines Pressegespräches in der Ludwiggalerie in Oberhausen am Donnerstag, dem 18.02.10 diesbezüglich kontaktiert. Nach dem derzeitig vorgetragenen Sachstand ist eine Förderung zur Zeit abwegig.

Bürgermeister Wiggenhagen las aus dem Brief von Herrn Siekerman vor, in welchem dieser anmahnte, es müsse bald etwas passieren, wobei Herr Siekermann bereit ist sich selber mit einzubringen, so das Schreiben.

Danach war Raum für eine Diskussion, nein, für Wortmeldungen um Ideen nochmals vorzutragen.
Der Tenor der Wortmeldungen war, es muss der Bahnhof in seiner Funktion als Bahnhof erhalten bleiben.
Dies bedeutet: Toilette, Kiosk, Unterstellmöglichkeit und Informationspunkt. Darüber hinaus sollte noch jemand für die Reinigung und Pflege des Bahnhofs zuständig gemacht werden.

Nur dieses alles ist keine tragfähige Nutzung, die dazu angetan ist den Erhalt des Denkmals zu garantieren. Bei dieser Forderung bleibt das Denkmal ein, in nicht unerheblichem Maße, Zuschussobjekt. Da es eine freiwillige Leistung der Stadt wäre, könnte diese bei dementsprechender Haushaltslage ersatzlos wegfallen.

Herr Wiggenhagen hatte ihm bekannte Firmen angeschrieben und drei Rückmeldungen bekommen, die allesamt, nach seiner Aussage ein Konzept anmahnten.

Nun kam Frau Nachbarin auf den Plan, rief zu einer breiten Beteiligung der Bürger auf und übergab, welch Wunder, einen vorbereiteten Flyer nebst Teilnahmeerklärung. Diese Teilnahmeerklärung möge man doch am besten sofort ausfüllen und ihr übergeben. Dann stellte Herr Müller-Ante, das ist der Künstler, eine Raschelbox in die man 5 Euro raschelnd einschmeißen kann. Auch ein Button wurde in Aussicht gestellte den man  für die 5 Euro erwerben kann. Müller-Ante will sowohl einen Verein als auch eine Stiftung umgesetzt haben.

Es war ein drunter und drüber, mal wurde die Moderation vom Bürgermeister getätigt, mal nicht. Frau Nachbarin nahm ganz keck dem Bürgermeister das Mikrofon ab um die Bürger zum Handeln zu drängen, und zwar wenn möglich alle. Der Bürgermeister stand fast wie ein Konfirmand dann neben ihr. Moderation und Führung solch einer Veranstaltung sollte man anders gestalten, man sollte schon den Faden nicht verlieren und die Beiträge in eine konstruktive Diskussion münden lassen können.

Wirkliche Diskussionen, nein, die wollte man wohl nicht, man drängte nun auf die Vereinsgründung, wobei Frau Nachbarin die Führung übernahm. Man darf ruhig Wetten abgeben wer das Sagen in diesem Verein haben soll.
Ach ja, und die Nutzung und das Konzept? Na ja, darüber sollte der zu gründende Verein sich Gedanken machen. Ist doch schon mal was.

Man muss sich schon fragen, warum eine so hoch dotierte Verwaltung nicht in der Lage ist, mehrere Konzepte der Nutzung zu erarbeiten und den Bürgern zur Diskussion vorzustellen. Auch ist  mir die Dramaturgie dieser beiden Veranstaltungen zu sehr darauf ausgerichtet gewesen, das Problem aus der Stadtverwaltung heraus zu bekommen und sie dem Bürger zur weiteren Bearbeitung anzudrehen. Wo sind denn die kompetenten fachlich versierten Angestellten? Viele Fragen die fach- und sachlich begründet wären wurden gar nicht gestellt, konnten also auch nicht beantwortet werden.
 

  • Da fehlte die Auflistung der förderungsfähigen Gewerke oder Arbeiten am Bahnhof, die maßgeblich für die Beantragung sind.
  • Die Einbeziehung der anderen Gebäude und Freiflächen für ein erweitertes Szenario, das evtl. die Tragfähigkeit erst erbringen könnte.
  • Über einen Plan B wollen wir mal nicht reden, der offensichtlich Abriss bedeutet.
  • Zuschüsse aus anderen Bereichen durch eine Erweiterung des Nutzungskonzeptes. Fehlanzeige.
  • Eine statische Berechnung, die durch erhöhten Publikumsverkehr notwendig würde, fehlte auch.
  • Was ist mit den 180 Tsd. die der Fliesenleger während des Wahlkampfes bekommen sollte, bekommt der Verein die jetzt?

Ach ja, dann gibt es ja noch eine Änderung der Zumutbarkeit. Zur Zeit ist ein nicht gerade finanzkräftiger Eigentümer im Bahnhof, der, da die finanziellen Mittel beschränkt sind, eher den Bahnhof aus der Denkmalliste herausbekommen könnte.

Dies ändert sich aber, wenn der neue Eigentümer Stadt oder der Verein ins Obligo kommt, denn, diesen Eigentümern wäre mehr zu zumuten.
Und zu guter letzt, der Bahnhof ist ein Denkmal, aber es ist kein herausragendes Denkmal, wie meinetwegen Gut Ahlhausen. Auch ist es recht fraglich, ob der Bahnhof für die Bürger identitätsstiftend  sein kann, ich denke eher nicht.

Die beiden runden Tische waren zwar gut gemeint, waren aber so organisiert, dass man dem Projekt keine gute Zukunft bescheinigen kann. Ich denke wir werden noch sehr, sehr lange über den Bahnhof reden dürfen, so lange bis er in sich zusammen fällt.

Aber  so ist das auf der "Insel der Glückseligen", da will man Probleme ganz  fix vom Schreibtisch haben, egal wie.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

9 Kommentare
  1. Horst Rodewig sagte:

    Das war mal wieder eine typische Ennepetaler Veranstaltung. Die Versammlungsleitung vollkommen unvorbereitet, dadurch war die Versammlung überfordert. Der BM brachte ziemlich ungeschickt diese Frau Schulte-Passlak ins Spiel, die offensichtlich ihr eigenes Süppchen kochen will. Das Süppchen wird sicher nicht gerade schmackhaft für die Bürger sein. Wieso diese Frau, bei der die Faschisten ihre Inhalte verbreiten dürfen, das sagen haben darf, ist mir unverständlich.
    Aber Sie haben recht, es wurde nur über Rahmenbedingungen gesprochen, inhaltlich wurde wenig geboten. Wo waren denn die angekündigten Kreativen? Jetzt kann der BM wenigstens sagen, ich habe alles versucht, aber der Verein will nicht. Oder treten sie doch dem Verein bei, wenn ihnen der Bahnhof nicht passt.

    Was spielen denn die Siekermanns für eine Rolle, darüber wurde gar nichts vorgetragen.

    Das Ganze ist so undurchsichtig,

  2. Leserkritik sagte:

    Na da hat sich die gute Helga SP ja mal wieder bis auf die Knochen blamiert. Erst die NPD hofieren und nun den Bahnhof mit 5 Euro Spenden und mit ohne Konzept retten wollen. Ein WC soll es sein, ein Kiosk bitte auch noch. Und was für üppige Fördergelder soll es denn geben? Das Land hat im Bereich Denkmalschutz alles gnadenlos weggekürzt. Das was noch da ist wird für Denkmäler anderen Formats ausgegeben. Ich schiele da mal nach Essen…
    Seitdem sie nun da mitten drin mitmischt bin ich mir endgültig sicher: Reißt das Ding ab!
     
    Vielen Dank für den sehr informativen Bericht – hat sich doch gelohnt dort nicht hinzugehen…

  3. Redaktion
    Redaktion sagte:

    Die Ennepetaler haben ja auch Erfahrung mit solchen Flops. Platsch arbeitet defizitär, Haus Ennepetal hat einen Investitionsstau von Millionen und arbeitet defizitär, Citycenter in Voerde ist tot und die Fuzo “Inne Milspe” mit seinem Citymanagement stirbt so vor sich hin. Die Stadtverwaltung bekommt hat 40% mehr Personalkosten, dafür macht sie auch mehr Mist. Wir sollten uns überlegen, ob wir der Stadtverwaltung nicht mehr Personal zu billigen, damit sie bitte nichts mehr macht. Das nennt man ausgeglichenes Arbeiten.
    Nein, Spaß beiseite, es saßen vor Kopf rund 20.000,- Euro Gehaltskosten, die mal gerade eine einfache Präsentation zusammen bekamen. Eine defekte Mikroanlage, ein Hobbybeamer und ein Moderator der Moderation übte. Da bekommt professionelles Arbeiten einen ganz anderen Touch. Dann kamen noch Printerzeugnisse, vom Laser- und Inkjetdrucker aus der Garage. Sprachlich waren wir einen Schritt vor der Babysprache. Aber 1,8 Millionen für nichts ziehen.
    Und meine heißgeliebte Nachbarin, die einen Faschisten als ganz normalen Demokraten ansieht, konnte ungehindert ihre, für meine Begriffe, Profilierungsneurose ausleben. Ich habe mich hinterher gefragt, bekommt diese Dame etwa auch finanzielle Zuwendungen von der Stadt?

    Übrigens, ich meine mich dunkel zu erinnern, dass das Haus der Begegnung im Zusammenhang mit dem Citycenter ganz und gar saniert wurde. Damals hatte man gesagt, es könnte jetzt keine Nässe mehr eindringen. Jetzt will man dem Parteifreund Döpp unter die Arme greifen und lagert das Stadtarchiv in seine Gebäude aus.

  4. Nina Poll sagte:

    Mit dem Ratsbeschluss vom 17.12.09 (Kauf des Bahnhofsgebäudes) steht die Realisierung einer langjährigen SPD-Forderung unmittelbar bevor. Haben sich SPD-Vertreter in die Diskussion (2. runder Tisch, 19.02.10) eingebracht?

    —————————————–
    Schöneberg (20.01.10): "Die SPD hat –  oft gemeinsam mit der FDP –  immer wieder darauf gedrungen, das Bahnhofsgebäude zu kaufen."
    (http://www.anita-schoeneberg.de/index.php?nr=26529&menu=1&__ovennepetal=04c55965e00681ac708f715c305c9d0b)

  5. Redaktion
    Redaktion sagte:

    Ganz klar, vom Rat hat sich am runden Tisch niemand eingebracht.Nun, muss ich aber auch sagen, die Regie von WW war so angelegt, dass es nur auf eines hinaus lief, auf die Gründung dieses Vereins durch Frau Nachbarin.

    Aber, der Kauf, aber nur der Kauf, durch die Stadt ist offensichtlich durch. Der Rest steht noch vollkommen in den Sternen.
    Im Klartext: Die Stadt Ennepetal kauft ein denkmalgeschütztes marodes Gebäude für 70.000,– Euro, welches einen Sanierungsbedarf von rund 1,8 Mio Euro hat.

  6. Leserkritik sagte:

    Die SPD-Forderung ist ja in der Tat bereits etliche Jahre alt. Sie wurde gestellt unter völlig anderen Bedingungen (damals viel geringerer Kaufpreis, deutlich bessere Haushaltslage). Die SPD wäre gut beraten jetzt noch einmal den Kauf zu überdenken. In ihrem Antrag aus 2009 hat die SPD ja glaube ich deutlich gemacht, dass sie den Bahnhof nur dann kaufen will, wenn ein entsprechend tragfähiges Konzept vorliegt. Das sehe ich nicht. Mal schauen ob die SPD das anders sieht.
    Aber: Kauft die Stadt den Bahnhof nicht, so wird sie ggf. auch nicht um die Kosten herum kommen. Denn ich nehme mal an, dass der aktuelle Eigentümer wirtschaftlich nicht in der Lage sein wird, das Gebäude denkmalgetreu zu erhalten. Warum sollte er sonst verkaufen wollen?! Insofern würde § 31 DSchG NRW ziehen:
    § 31
    Übernahme von Denkmälern

    Der Eigentümer kann die Übernahme eines Denkmals durch die Gemeinde verlangen, wenn und soweit es ihm mit Rücksicht auf seine Pflicht zur Erhaltung des Denkmals auf Grund einer behördlichen Maßnahme nach diesem Gesetz wirtschaftlich nicht zuzumuten ist, das Denkmal zu behalten oder es in der bisherigen oder einer anderen zulässigen Art zu nutzen. […]
     
    Dann hat die Stadt den Bahnhof auch am Bein kleben. Was mir auch noch rätselhaft ist: im Moment hat die Stadt noch keinen Haushalt. D.h. sie darf gar keine Käufe tätigen, die nicht einer Pflichtaufgabe unterliegen. Aber im März wird die Jamaika-Koalition ja wahrscheinlich den Wahnsinn des "AöR-Haushalts" auf den Weg bringen – eine Idee unseres abwanderungswilligen Kämmerers Kaltenbach. Man sollte Reisende nicht aufhalten. Wer will schon einen Kämmerer der überall spart außer bei seinem sowieso schon üppigem Gehalt?
    Auch in der Frage bleibts spannend – wird sich der Rat quasi erpressen lassen? Und so hängt in Ennepetal halt alles mit allem zusammen – und wir alle wissen, wer die Strippen zieht.

  7. Redaktion
    Redaktion sagte:

    Das mit dem §31 trifft nur zu, wenn “…..Erhaltung des Denkmals auf Grund einer behördlichen Maßnahme….” und die Stadt wird sich hüten dem Eigentümer irgendwelche behördliche Maßnahmen zu zumuten.
    Auf der anderen Seite hat der Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg nun wirklich keine so herausragende lokale oder regionale Bedeutung, weder für die Bevölkerung noch für den Denkmalschutz allgemein. Für die Stadt selber wäre das eine freiwillige Maßnahme
    Was nun den Eigentümer betrifft, der kann sich auf die Zumutbarkeitsregelung des §7 berufen, dem steht die Stadt mit einer dementsprechenden Anordnung gegenüber. Und diese Anordnung kann eine Stadt auf den Weg bringen, muss sie aber nicht. Und wenn dieser zu gründende Verein das Gebäude ersteht, so ist diesem auf Grund seiner Finanzkraft mehr zu zumuten als dem derzeitigen Eigentümer. Ja, die Stadt kann sodann dem Verein sogar eine behördliche Maßnahme, meinetwegen die Sanierung oder Restauration, aufgeben. Das wäre von der Stadtverwaltung ein genialer Schachzug. Übrigens wenn jetzt jemand behauptet, der zu gründende Verein würde nur mit seinem Vereinsvermögen haften, so ist das richtig aber auch falsch. Denn unter gewissen Bedingungen, meinetwegen Formmißbrauch, haftet der Verein auch mit dem Vermögen seiner Mitglieder. Ich weiß nur nicht ob die Stadtverwaltung hier aus Nichtwissen oder aus Kalkül handelt.

    Wenn Sie das Denkmalschutzgesetz NRW i.d.F.v. 1980 durchlesen, so werden Sie unschwer erkennen, dass das ganze Projekt Bahnhof von Anfang an falsch eingestielt wurde. Die Stadverwaltung und mit ihr die untere Denkmalbehörde hätten erst einmal ihre Schularbeiten machen müssen, ehe sie auf das Geld der Bürger geschielt hätten.
    Nun ist folgende Situation: Eine kritische Begleitung wird es nach Maßgabe der Stadtverwaltung nicht mehr geben, die weiteren Schritte werden hinter verschlossenen Türen stattfinden. Danach wird es nur noch gefilterte Informationen geben und es ist kein 3. runder Tisch mehr vorgesehen. Damit wird eines erreicht, der Bahnhof verschwindet vom Radar der Öffentlichkeit. Übrigens eine uralte Strategie.

  8. ein Voerder sagte:

    Müssen wir jetzt Ihre Frau Nachbarin als Stellvertreterin des Bürgermeisters sehen? So was habe ich noch nie gesehen. Eine Bürgerin nimmt dem Bürgermeister das Mikro ab und drängt den Bürgermeister weg. Und der lässt es sich gefallen.
    In ihrem Forum beharrt die jetzt auf ein Klo, einen Kiosk und eine Unterstellmöglichkeit.
    Für das Geld?! Eine wirklich kreative Frau!!!!

  9. Leserkritik sagte:

    Da hat die gute Frau immerhin etwas um sich "auszutoben". Sie liebt es offensichtlich im Mittelpunkt zu stehen, wobei ich den Mittelpunkt nie bei ihr sehe.
    In dem Forum geistert ja noch jemand rum, der genauso realistische Vorstellungen hat. Ein Klo muss es auf jeden Fall sein. Und ein Kiosk – unbedingt. Also ich pendle jeden Tag vom Bf. Ennepetal aus. Ein Klo oder einen Kiosk habe ich noch nie vermisst. Wie auch? Man fährt so los, dass man fünf Minuten bevor der Zug kommt dort oben ist. Dann wartet man im Auto bis das Signal grün wird, sprintet durch die Kälte und den häufigen Regen zum Bahnsteig und springt in den Zug. Was will ich mich da am Bahnhof noch mit dem Kauf einer Zeitung, eines Schokoriegels oder einem Gang aufs Klo aufhalten? Wer soll sich denn dort hinsetzen, wie Frau Nachbarin das so schön naiv formuliert? Morgens von 5:47 Uhr bis 8:10 Uhr fahren die Massen. Zurück kommen sie zwischen 16:09 und 18:49 Uhr. Dazwischen passiert nix, aber auch gar nix da oben. Und wenn ich von "Massen" rede, meine ich das natürlich nur verhältnismäßig.
    Viele kommen auch mit dem Bus zum Bahnhof (sehr löblich!). Nur kommt der immer genau so da oben an, dass man den Zug gut erreicht (3-10 Minuten dauert es im Schnitt bis der Zug dann kommt). Auch für die paar Minuten will sich dort keiner hinsetzen. Und bei allem Gejammer über Verspätungen: Nein, 80-90% der Züge kommen am Bahnhof pünktlich an. Und bei 5-10 Minuten Verspätung latscht auch keiner die Unterführung zurück und setzt sich in einen Kiosk rein.
    Und kommen die Leute Abends bzw. am Nachmittag zurück. Nun, wo wollen die Leute hin? Richtig! Im Zweifel nach Hause! Wird sich "der Pendler" dann dort hinsetzen? Nein, wohl kaum. Bleibt noch der Tourist. Ok, wer jetzt nicht lachend auf dem Boden liegt, dem kann nicht mehr geholfen werden 🙂 Aber mal im Ernst: Als ob jetzt täglich 100 Touris nach Ennepetal kommen würden und dann natürlich als erstes mal direkt im Bahnhof einkehren würden. Ich glaube auch kaum, dass die Sponsoren bei solch einem Konzept reihenweise Schlange stehen werden.
     
    Zitat von einem User aus Frau Nachbarins Forum: "ich habe so viele ideen, mit ein wenig hilfe und engagement könnte schon im nächsten frühjahr diese stadt wie phönix aus der asche emporsteigen"
     
    Man sollte dazu sagen, dass das offensichtlich tatsächlich völlig ernst gemeint war…
     
    Nein, so einfach wie Frau Nachbarin sich die Welt macht ist sie nicht. Aber lassen wir sie machen – viel anrichten kann sie nicht, außer beweisen, dass das alles eine Nummer zu groß für sie und den geehrten Herrn Bürgermeister ist. Der verlässt sich auf eine Frau, die sogar der NPD ein Sprachrohr bietet. Na herzlichen Glückwunsch!

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