Wiggenhagen nun mit Brille unterwegs?

[jpg] Was sind die Ennepetaler doch für ein undankbares Volk. Da pumpt der Rat der Stadt und die Stadtverwaltung Millionen in die Innenstadt unseres "Mezzogiorno" Milspe um deren wirtschaftliche Entwicklung zu fördern –  und was ist?

Kaum einen interessiert es. Unter großem Getöse wurde ein neuer Markt durch eine Gilde etabliert, größer, schöner und besser. Bei der Eröffnung  fielen sich die Verantwortlichen wie trunken in die Arme, es ist geschafft. Milspe ist schöner und größer geworden. Der Betrachter bekam den Mund vor Staunen nicht mehr zu.

Rund 2 Monate sind vergangen. Nun ging wie "zufällig" unser neuer Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen über den Markt. Erstaunt stellte er fest, dass die damals verordnete Kaufeslust durch die Ennepetaler nicht befolgt wurde. Enttäuscht sah er wie die Markthändler in der Hängematte hinter ihren Ständen schliefen und von Umsätzen träumten die einmal versprochen wurden aber nicht eintraten. Schönreden sollten alle die Situation "Inne Milspe" und mit einem Touch von Realitätsverlust, würde alles gut werden. Nur hatte er damals vergessen, dass ein Realitätsverlust in der freien Wirtschaft den Arbeitsplatz gefährdet. Also unterließen die Ennepetaler nach einer gewissen Zeit diese geforderte Einstellung und gingen  weiter zu den ihnen bekannten Märkten nach Gevelsberg oder Schwelm, wie sie es seit Jahren immer schon getan haben.

In der Politik und seiner überbordenden anhängigen Bürokratie ist Realitätsverlust allerdings die Grundvoraussetzung um überhaupt an einen Fleischtopf zu kommen. Auf seiner Website droht schon WW etwas mit dem Finger, indem er schreibt: "Sobald sich der Besuch des Ennepetaler Wochenmarktes wirtschaftlich nicht mehr rechnet, werden die Händler wieder woanders hin gehen." Dann beschreibt er noch ein Umfeld, dass man meinen könnte er hat vor seinem geistigen Auge Schwelm gesehen.

Nichts desto trotz, er hat wohl eine Brille auf der Nase gehabt. Denn irgendwie scheint er jetzt gesehen zu haben, so läuft es nicht. Warum sollte er sich denn  so auf das "Betteln" verlegen, wie seinerzeit die Firma Lenneper.

Lenneper, wir erinnern uns? Das war der Geschenkeladen wo jetzt Moden Deppe drin ist. Diese Firma initiierte ein DIN A 3 Plakat für alle Händler mit dem Spruch" Leute lauft nicht fort, kauft am Ort" oder so ähnlich. Jetzt macht es WW der Firma Lenneper nach? Diese ewigen Wiederholungszwänge bringen einen schon in arge Schwierigkeiten. Vielleicht bekommt WW ja noch die Kurve und kann dann die Situation einmal richtig einschätzen.

Und dann will unser Bürgermeister ab sofort keine Kleinigkeiten mehr erwähnt werden wissen, so schreibt er auf seiner Website. Es geht um die Vendeta zwischen der Ausschussvorsitzenden Dr. Hella Siekermann und dem Altbürgermeister Michael Eckhardt, um die ½ Stelle für den Jugendbereich. Die Forderung des Jugendausschuss nach einer angemessenen personellen Ausstattung hatte damals der Altbürgermeister mit einem Buchungstrick gekontert, wozu nun einmal ein Verwaltungsangestellter gut ist. Frau Dr. Siekerman, die eine praktische Ausführung anmahnte, wurde so über den Tisch gezogen. Das Hin und Her, was man sicher als unappetitlich einstufen konnte, war unseres Erachtens unwürdig für unsere Stadt. Diese ½ Stelle wird nun kurzerhand als Kleinigkeit in den Orkus der Vergessenheit  expediert. Nicht zu vergessen, wir sind zwar für die Jugend, aber alles zu seiner Zeit. Und nun ist eben keine Zeit für die Jugend, wie es eben nie Zeit für die Jugend gab.  Aber unser Bürgermeister ist immer gesprächsbereit, nur die Themenfelder möchte er schon selber bestimmen. Wenn es doch so eine Kleinigkeit ist, warum gibt es denn die ½ Stellen nicht? Ich denke es soll ein Neuanfang her?

 In der Zwischenzeit können die Jugendlichen sich schon mal Gedanken über andere Karrieren  aber auch zukünftige Wohnorte machen. Ich verstehe Jugendliche ja auch nicht mehr so recht, hätten sie sich vor der Geburt andere Eltern ausgesucht, ständen sie jetzt ganz anders da.
Apropos Kleinigkeiten. Was ist denn aus den Kindern geworden die in der Schule kein Essen mangels monetärer Möglichkeiten bekommen. Hat die Stadt das nunmehr auf den Kinderschutzbund abgeschoben? Oder müssen die Kinder weiter den anderen Kindern beim essen zusehen?

Parallel feuert schon mal das Sprachrohr der CDU Daniel Heymann auf seinem Portal auf die anderen und spielt den Hysterischen indem er wieder das Haushaltssicherungskonzept wie einen Nothaushalt behandelt. Herr Heymann, wir haben weder einen Mentor noch einen Sparkommissar  vor dem Rathaus stehen! Und da Herr Heymann ein kommunalpolitischer Newbie ist, klären wir natürlich auf. Eine der vornehmsten Aufgaben der Stadtverwaltung ist die Vorlage des Haushaltsplanes. Der Rat einer Stadt betrachtet die nachfolgenden Beratungen dementsprechend. In wirtschaftlich gut gehenden Zeiten ist das in der Regel kein Problem. Da werden nur kleinere Änderungen durch den Rat reklamiert, die auch so hingenommen werden.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten legt die Stadtverwaltung die so genannten Eckpunkte vor, wo sie Möglichkeiten sieht zu sparen. Ziel ist es im Rat mit dem Kämmerer und dem Verwaltungsleiter die Prioritäten zu erörtern um letztendlich eine größtmögliche Übereinkunft im Rat zu bekommen. Danach wird evtl. noch einmal ein vorläufiger Haushalt vorgelegt und evtl. diskutiert. Das ganze Prozedere beginnt meistens im Oktober und zieht sich bis November des Jahres hin. Man nennt es in vielen Städte auch die Zeit der Erbsenzähler früher auch die Ärmelschonerzeit. Es ist aber auch die Zeit wo die unterschiedlichen politischen Inhalte der Parteien sichtbar werden. Für die nicht politisch fachlich Versierten sind die Eckpunkte der Einsparungen wichtig, da sie hier die politischen Zielrichtungen je nach Partei artikulieren können.

Netterweise zitieren sie Wuppertal, wo die Stadt ihre ersten Hausaufgaben gemacht hat. Die Bezirksvertretungen in Elberfeld sind hoch erfreut über die evtl. Schließung des Schauspielhauses, in Cronenberg "freut" man sich über die Schließung der Hauptschule. Zu diesen Zeiten gibt es keine Parteien mehr, da spielen die vitalen Ortsteile mit ihren Bezirksvertretungen eine starke Rolle. Wuppertal ist keine "Insel der Glückseligen" wie Ennepetal. Da muss schon mal der OB in Deckung gehen und in den Bezirken und Quartieren kleine Brötchen backen. Welcher Partei der OB angehört, spielt da keine Rolle.

Die Frage bleibt also, wo sind die Eckpunkte oder der vorläufige Haushalt? Soll das so spät kommen, so dass der Rat keine Zeit mehr zur Diskussion hat? Ist das die Strategie? Deshalb schon einmal vorab die Warnung die Bezirksregierung könnte die Stadt zu irgendwas zwingen?
Wenn die Stadtverwaltung auf Zeit spielt um ihre eigenen Prioritäten durch zu bringen, könnte das ins Auge gehen. Denn die Stadtverwaltung hat dem Rat eine angemessene Zeit für seine Beratungen zu geben, so dass der Rat seiner Verantwortung als politische Instanz gerecht werden kann. Sonst droht Klage. Dies setzt allerdings einen emanzipierten Rat voraus.
 
Und dann sind da noch die neuen Personalien unseres Bürgermeisters. An der Seite unseres neuen Bürgermeisters stehen nun mehr Herr Palomba und Herr Langhard. An den Persönlichkeiten die sich jemand aussucht erkennt man auch die Persönlichkeit des Amtsträgers.
Palomba hat jahrelang mit Wiggenhagen im Fachbereich 5 zusammen gearbeitet. Hat mit Wiggenhagen und Eckhardt die Datenbank für Gewerbetreibende über die Firma Boldt erstellen lassen. Mit der Datenbank konnte man hinterher jedoch nichts anfangen. Die einzelnen Datensätze hat sich die Stadt auch nicht gesichert, so dass man diese Datenbank auf den neusten Stand bringen könnte. Leicht hätte man sie danach dem Internetauftritt der Stadt Ennepetal angliedern können, so dass heute eine Übersicht über die gewerblich Tätigen in unserem Stadtgebiet bestehen würde. Das das nicht geschah lag wohl an der Rückständigkeit der Stadtverwaltung, damals wie heute. Überhaupt, mit dem IT Bereich hat die Stadtverwaltung so ihre liebe Not. Nun das war wohl kein so großes Ruhmesblatt. Danach wollte Herr Palomba schon einmal "fliehen" und stellte sich in einer anderen Gemeinde als Bürgermeisterkandidat zur Wahl. Er verlor recht knapp gegenüber dem dort einheimischen Gegenkandidaten. Danach war es etwas ruhiger um ihn geworden. Er machte seinen Master in Ökonomie, das ist die Wissenschaft, die nachher erklärt was vorher schief gegangen ist um dann zu erklären was man in Zukunft nicht tun sollte. Nun ist er wieder da, als persönlicher Referent des Bürgermeisters. Er ist soweit ich ihn kennen gelernt habe ein durch und durch Verwaltungsmensch.

Der Zweite im Bunde Stefan Langhard fiel uns gleich mehrfach auf, nämlich durch nichts. Er war Pressesprecher also für die Außendarstellung der Stadt Ennepetal zuständig. Die Stadt wurde von ihm nur rudimentär dargestellt. So verfestigte sich das Bild, die Stadt Ennepetal hat sehr viele Rohre zu verlegen, Bäume zu fällen oder auch mal Strassen aufzureißen.

Umleitungen oder Sperrungen wurden immer kurz und präzise in die Welt getragen.

 

Gedanken wie man eine Stadt der Außenwelt mittels PR attraktiv darstellen könnte, waren ihm offensichtlich fremd. So wusste er den Altbürgermeister immer ins rechte Bild zu setzen indem er ihn bei jeder passenden oder auch unpassenden Gelegenheit ablichten ließ. Immer schön die Zähne zeigen, so hieß es in Kreisen der Presse. Danach hat sicher der Altbürgermeister bei jeder Ampel oder auch bei den Blitzern brav gelächelt – sagt man sich jedenfalls. Auch Langhard ist durch und durch Verwaltungsmensch, er hat, wie auch Palomba keine praktischer Erfahrung in einem anderen Bereich unserer Gesellschaft sammeln können.Man darf gespannt sein, wie drei Verwaltungsmenschen ohne jede weitere Erfahrung unserer Gemeinde Impulse geben sollen. Betriebsblindheit ist hier schon angeboren, glaube ich. Aber,  –  ob das ein Trost ist unser "alter Silberrücken" Walter Faupel bringt die schon auf Trab.

Und dann ist da noch diese riesige Geldverbrennungsaktion oder Geldwechselaktion des Citymanagements der Frau Drees und unserem Bügermeister WW. Heute meine ich, wenn die Stadt das Geld genommen hätte und hätte es  4 oder 5 Einzelhändlern (Mehr sind es ja nicht in Milspe) für Renovierung oder Ladeneinrichtungen gegeben,  wäre es sicher gut angelegt gewesen. Oder man hätte Moden Deppe ein oder zwei Vitrinen zur Deko "Inne Milspe" aufgestellt.

Ausgrenzen ist angesagt, alles was nicht in die Richtung passt wird ignoriert und verschwiegen.
Wie war das immer: 1. Advent war in Milspe Adventsmarkt, 2. Advent war in Voerde Adventsmarkt und am 3. Advent war in Rüggeberg Adventsmarkt – immer.
Nun wäre es ein leichtes gewesen die Banner und den Flyer so zu gestalten, dass die Vielfalt der Stadt Ennepetal dargestellt worden wäre. Frau Drees  vom Citymanagement soll sich  entschuldigt haben, es wäre wohl vergessen worden. Wie bitte kann man zwei Stadtteile ganz und gar vergessen? Ist die Stadt Ennepetal zu groß für Drees und Wiggenhagen? Dem Drucker der Banner wäre es egal gewesen wie viel Text er auf den Bannern oder die Flyern aufgedruckt hätte. Dem Designer wäre es auch egal gewesen. Also was sollte das?

Den Voerder Organisatoren dann noch zu sagen, sie könnten ja nach Milspe runterkommen  ist wohl der Gipfel der Unverfrorenheit und blanker Hohn. Auch im Hinblick darauf, dass die VER ihre Sonderfahrpläne für den dritten Advent in Rüggeberg bekannt gab. Rüggeberg hat seit rund 30 Jahren seinen Weihnachtsmarkt, Voerde ebenso. Bei der Hofmann & Hofmann Partei, den Bündnisgrünen, hätte hierbei ein Aufschrei durch den Rat gehen müssen, immerhin habe ich dort 3 Rüggeberger und einen Voerder verortet. Tja, da scheint es in Rüggeberg ein Integrationsproblem zu geben.

Da werden die Ennepetaler Vereine mit dem Ennepetaler geködert um in Milspe eine zumindest ansehnliche Anzahl von Buden zu installieren, nur um die anderen Stadteile auzustechen? Wie dumm muss man eigentlich sein um diese Strategie nicht zu durchschauen?
Was bleibt? Manchmal geht unser neuer Bürgermeister ohne Brille durch die Gegend um nicht das zu sehen was er so anrichtet, mit seinem Kopfkino kann er sich dann die bunten Bilder abrufen die er für seine Realität benötigt. Und wenn er mal die Brille aufsetzt? Ich glaube dann schüttelt er sich ein bisschen, aber nur ein bisschen und zieht sie schnell wieder ab.

Jürgen Gerhardt 

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22 Kommentare
  1. Klaus Diem says:

    Zitat: "Und dann sind da noch die neuen Personalien unseres Bürgermeisters."

    Im WR-Artikel ("Neues Team des Bürgermeisters | Konstanz und Neuordnung") vom 12.11.2009 erläutert und kommentiert Wiggenhagen sein Vorgehen:
    "Das ist aufgrund der oben genannten Verschiebungen bzw. Neuordnungen der personellen Maßnahmen bereits die zweite Stelle, die eingespart werden kann. Und zwar, ohne dass es sich negativ auf die Mitarbeiter auswirkt, wobei diese im Beamtenstatus ohnehin nicht entlassen werden können."
    Welche Milchmädchen-Rechnung soll hier aufgemacht werden, sparen durch Stühle rücken?

    Zur Erinnerung:
    Bei vergleichbarer Einwohnerzahl sind die Personalkosten in Ennepetal 40% höher als in Gevelsberg. Keine der damit verbundenen drängenden Fragen hat der Bürgermeister bisher aufgegriffen!
    (30.10.09, http://en-mosaik.de/?p=7616; 05.11.09, http://en-mosaik.de/?p=7768)

  2. Redaktion
    Redaktion says:

    Das ist doch nur Symbolpolitik.

    Auf der einen Seite wählt man vier Stellvertreter. Die Ausschüsse bleiben auch unangetastet.
    Dann kommen die Vorwürfe,he, wollten „wir“ nicht sparen? Und dann,o Gott, wir haben ein Sparpotenzial gefunden, einen Stuhl haben wir nicht besetzen können. Sind wir nicht gut?
    40% Personalkosten einsparen,bedeutet eine Entlastung des Haushaltes von rund 4 Mio,leider müssen aber auch viele Wasserträger für die Wasserköpfe gehen.
    Konsequent wie die nun mal sind werden die Ennepetaler Bürger sparen müssen,indem es tiefe Einschnitte in das Sozialsystem geben wird. Ich sehe schon die ersten in der Lindenstrasse und Voerderstrasse, die auch hier betteln werden oder aber die Abfalleimer nach essbaren abgreifen. Aber Hauptsache wir haben unsere Pöstchen und können weiterhin tun was wir wollen.

    Ich frage mich nur, wann die SPD ihre Oppositionsrolle kraftvoll ausfüllen möchte? Oder hoffen die Genossen noch auf einen Deal? Was der SPD fehlt ist ein richtiger Wadenbeißer.

  3. Klaus Diem says:

    Die Personalkosten müssen auf den Prüfstand, daran geht kein Weg vorbei. Der Überhang wird sich über mehrere Jahre aufgebaut haben, so dass die verplemperte Summe weitaus größer als 4 Mio sein wird. Es wird zu prüfen sein, (1) ob sich die Berförderungskarussells nicht viel zu schnell gedreht haben; es wird zu prüfen sein, (2) ob die beschäftigten Personen tatsächlich einer Arbeit nachgehen, die die angedachten verwertbaren Ergebnisse hervorbringt. Wasserträger, die nur irgendwem die Schreibgeräte zurechtrücken, können wir uns nicht leisten. Der Gevelsberger Bürgermeister konnte in seiner Antrittsrede (10.11.09) sinngemäß sagen: Es gibt (in Gevelsberg) keine Einsparpotentiale (in der Verwaltung), es sei denn Aufgaben werden reduziert. Ein ähnlich aufgeräumtes Rathaus muss der Ennepetaler Bürgermeister – nach abgeschlossener Innenrevision – auch erreichen. Die von Ihnen erwähnten Einschnitte müssen im Rathaus beginnen, nur so lässt sich vielleicht etwas Glaubwürdigkeit wiederherstellen.

    An anderer Stelle habe ich bereits gelesen, wie es sich mit der Opposition verhält. Wie Frösche warten die Herrschaften auf eine Prinzessin, die sie wachküsst – oder haben sie die schon?

  4. Redaktion
    Redaktion says:

    Solche Zahlen würden bei einer Betriebsprüfung immer eine Kontrollmitteilung auslösen. Innerhalb von 14 Tagen wäre eine außerordentliche Betriebsprüfung im Hause.
    Wenn ich wie Sie von Jahre ausgehe, so könnte da schon ein nettes Sümmchen zusammen kommen.
    Wenn das nur 500 Tsd. gewesen wären würde das nicht auffallen, aber 4 Mio.In diesem Zusammenhang wäre da noch zu prüfen, inwieweit Personalkosten oder auch andere Kosten in die GmbH & Co. KG´s ausgelagert wurden oder werden. Es ist gut möglich, dass städtisches Personal über die genannten Firmen ein extra Gehalt bekommen haben.
    Eine alte Prüferweisheit besagt: Wo Rauch ist,ist auch Feuer.

    Die Prinzessin weiß noch nicht ob sie die Frösche an die Wand schmeißen soll oder knutschen soll. Und die Herrschaften?
    Die rätseln noch wie das nochmal mit dem wachküssen geht. Hm,gab es da nicht ein Handbuch für?

  5. Redaktion
    Redaktion says:

    Ach ja,da ist noch was. Die Stadtverwaltung will den Haushaltsentwurf erst in 01/10 vorlegen. Warum wohl?
    Um den Rat diesen Haushalt als sehr dringlich einzustufen, wodurch dieser seiner Verpflichtung zur eingehenden Prüfung und Erörterung nicht nachkommen könnte. Ich denke mir da werden sogenannte Scheingefechte vorbereitet um vom eigentlichen Geschehen abzulenken.
    Ich bin mir jetzt nicht sicher welche Rechte das Informationsrecht in diesem Zusammenhang der Presse gibt. Der Rat der Stadt der ja dieses umfassende Recht hat, könnte die Informationen sicherlich anfordern. Ob er das aber wissen will,wage ich zu bezweifeln.
    Nächste Woche bin ich im Innenministerium in Düsseldorf zum Pressegespräch eingeladen,mal sehen ob ich mich dort schlau machen kann.

  6. Klaus Diem says:

    [#4] Ihre 10-Punkte-Liste (http://en-mosaik.de/?p=7768) enthält alles, was man braucht, um Klarheit zu schaffen, auch bei den spekulativen Aktivitäten (swaps etc.). Doppelentlohnung über ausgelagerte Firmen wird mit Sicherheit ein heißes Prüf-Thema sein.

    [#5] Die Kämmerei versteckt sich im Krisen-Nebel, baut angebliche Sachzwänge auf!
    Solide Haushaltsführung kann auf Mätzchen verzichten – siehe Gevelsberg! Jacobi gab bekannt: Die Deckungslücke (2009) beträgt 5,9 Mio, Ausgleich durch Rücklagen ist möglich, mit einem HSK ist in der Legislatur zu rechnen. Die Bürger haben es aufgenommen, Jacobi wird es managen, alle werden ihn unterstützen. Davon träumen wir in Ennepetal.

  7. Redaktion
    Redaktion says:

    Woran liegt das?

    1. Der Bürgermeister in Gevelsberg spielt kommunalpolitisch in der ersten Bundesliga, während unser Bürgermeister über die Kreisliga nie hinauskommt. Die Reputation der beiden BM könnte nicht unterschiedlich sein.
    2. Hier in Ennepetal sucht die Opposition nach einem ihr genehmen Rollenverständnis, verliert sich aber dabei in einer Verweigerungshaltung der ihr zugedachten Rolle.
    3. Frau Schöneberg stellt zwar Fragen, die rasselt sie aber so runter,kontrolliert diese aber nicht. Anstatt die Fragen schriftlich zu fertigen und auch an die Presse zu verteilen,liegen nur handschriftliche Aufzeichnungen vor.
    4. Der Wille die politischen Prozesse transparent zu gestalten ist nur schwach ausgeprägt.Kritik und das in Frage stellen von Entscheidungen,wird als Majestätsbeleidigung empfunden.
    5. Der Wissensstand aber auch Wissenshorizont der Mehrzahl unserer Ratsmitglieder ist gerade mal geeignet, die eigenen privaten alltäglichen Problem ( Wo kriege ich billigst einen „Sixpack“ her ) zu lösen.
    6. Die Kontrolle und der Druck von den Print- und EMedien ist nicht ausreichend vorhanden.

  8. Ein Voerder says:

    Eines ist sicher, ich und viele meiner Bekannten gehen nicht zum Adventsmarkt nach Milspe. Auch sprechen wir darüber ob wir überhaupt noch nach Milspe zum einkaufen fahren. Im Westfälischen Hof ist das in dieser Woche ein großes Thema gewesen. Der Gevelsberger kann die Voerder nicht leiden, ist doch klar. Uns vergessen? Das ich nicht lache. Wem wollen die das denn erzählen?
    Warum sollen wir nach Edeka fahren, wenn unser Kaufpark in der Loherstrasse auch gute Ware hat?Linnepe hat hier oben wieder auf, was also sollen wir noch da unten machen?

  9. de lange says:

    Hasperbach bleibt wieder außen vor. Gehören wir nach Ennepetal oder nach Hagen?
    Hagen ist ja nicht weit. Milspe kann uns gestohlen bleiben.

  10. Redaktion
    Redaktion says:

    @de lange
    Ich kann Sie verstehen.Hasperbach wird auch vernachlässigt. Sie haben es aber nach Voerde genauso weit wie nach Haspe. Und unser Adventsmarkt am 2. Advent ist doch immer nett gewesen.

  11. einäugig says:

    Ich bin neu hier in Voerde. Warum werden die Geschäftsräume in diesem Center nicht genutzt? Da war doch einmal ein Supermarkt drin. Ehe Rewe in Milspe ganz kaputt geht, könnte man die anrufen, dass die jetzt da rein gehen.
    Wir fahren immer nach Hagen zum einkaufen. Den Adventsmarkt in Milspe lassen wir sowieso links liegen und fahren nach Soest. Soest hat einen wunderschönen Weihnachtsmarkt,mit den alten Häuser sieht das sehr stimmungsvoll aus.

  12. Nina Poll says:

    Mit Filialisten, Ketten-Läden, Discountern sind wir in Ennepetal bestens ausgestattet. Wenn Sie so etwas suchen, brauchen Sie nicht nach Hagen zu fahren, nicht umsonst nennt man uns "Discounter-City".
    Bevor Sie zum Weihnachtsmarkt nach Soest fahren, sollten Sie mal den in Voerde probieren, Sie werden angenehm überrascht sein.

  13. Redaktion
    Redaktion says:

    So wie ich gehört habe, wird der Voerder Weihnachtsmarkt wieder um die Kirche und durch das Zönchen gehen. Die ev. Gemeinde macht auch wieder ihre Gemeinderäume auf.

  14. Leserkritik says:

    "Ich bin neu hier in Voerde. Warum werden die Geschäftsräume in diesem Center nicht genutzt? Da war doch einmal ein Supermarkt drin. Ehe Rewe in Milspe ganz kaputt geht, könnte man die anrufen, dass die jetzt da rein gehen."
    Ganz einfach: Die dort verfügbaren Verkaufsflächen sind zu klein für die heutigen (!) Ansprüche der Discounter und Filialbetriebe. Unter 800 m² läuft selten noch etwas, wobei Aldi und Co. langsam das Ende ihrer Ausbreitung erreichen. Man kann mit noch circa 2-5 Jahren Ausdehnung rechnen, dann geht das langsame sterben und zusammenlegen los. Das nächste Problem besteht in der Anzahl der verfügbaren Parkplätze. Ein Geschäft wie REWE benötigt mindestens 80-120 Parkplätze. Ausnahmen: REWE City in Großstädten wie Köln, wo ausreichend Leute drumherum wohnen. Da das in Milspe beides nicht der Fall ist…. REWE würde niemals in das CityCenter in Voerde gehen – da sind die Voraussetzungen ja noch deutlich schlechter. Und ein Umbau des CityCenters (den Standort an sich finde ich sehr gut) – dafür gibt heute kein Investor Geld aus.
    "Mit Filialisten, Ketten-Läden, Discountern sind wir in Ennepetal bestens ausgestattet."
    Mit den falschen, ja. Dortmund, Essen und Hagen – deren Innenstädte bestehen zu 80-95 % aus Filialisten. Trotzdem sind sie sehr attraktiv, was die Einzelhandelskennziffern belegen. Das Problem ist hauptsächlich das EN-Center (eine weitere Entwicklung dort und wir können Milspe zunageln) und die Discounter in nicht-integrierten Standorten (der Lidl in Milspe und der Aldi in Voerde gehören für mich dazu…). So blutet eine Stadt aus. Und wenn dann noch Ladenlokale wie der ehemalige Standort der Allianz in Milspe (jetzt Bärti) mit Nutzungen belegt werden, die keine hohe Passantenfrequenz bringen und das auch noch bejubelt wird, obwohl dafür an anderer Stelle Leerstand entsteht… dann weiß man auch, dass unsere Wirtschaftsförderung nichts verstanden hat. Aber dann heißt es ja gleich wieder man sei gegen soziale Einrichtungen…

  15. Redaktion
    Redaktion says:

    @Leserkritik

    „Die dort verfügbaren Verkaufsflächen sind zu klein für die heutigen (!) Ansprüche der Discounter und Filialbetriebe. Unter 800 m² läuft selten noch etwas……“

    Sie müssen aber unterscheiden ob die Supermärkte, Rewe und Edeka, ein Haus in Eigenregie oder Inhaber geführt aufmachen.Inhaber geführt sind schon < 800 qm möglich.Zumal am Citycenter ja noch Räumlichkeiten für einen Getränkemarkt, wo jetzt ein Möbelmarkt sein zu Hause hat,und hinreichende Parkplätze vorhanden sind. Was nun Milspe betrifft,hier stimmt doch strukturell überhaupt nichts mehr. Wenn ich in der Situation eines Frequenzbringers wäre, würde ich mein Investment mit dementsprechenden Forderungen gegenüber dem "reichen" Ennepetal absichern. Und ich glaube nicht, dass die Stadt diese Forderungen leisten kann. Nachtrag: Edeka macht es auch ab 600 qm.

  16. EIN ENNEPETALER says:

    #14: "Das Problem ist hauptsächlich das EN-Center (eine weitere Entwicklung dort und wir können Milspe zunageln) […]."

    Ihre Wertung ist aus meiner Sicht problematisch.
    Das EN-Center bietet bezogen auf Angebot und verkehrstechnische Erreichbarkeit attraktive Einkaufsmöglichkeiten, mit denen Milspe nicht konkurrieren kann. Ganz egal, was auf den Weg gebracht wird, Milspe wird hinterherlaufen – die Erfahrungen der letzten Jahre haben das deutlich gezeigt. Milspe kann nur in den Angebotsbereichen attraktiv werden, die in den Centern nicht bedient werden.
    Die desolate Situation in Milspe wurde durch eine viel zu hohe "Dichte" von Laden-Ketten bzw. Billiganbietern verursacht. Das Heilenbecke-Center markiert den vorläufigen (?) Gipfel dieser Fehlentwicklung.

  17. Leserkritik says:

    Meine Wertung basiert auf den seit 2004 ergangenen Gesetzesänderungen (BauGB, LEPro NRW). Diese lassen keine andere Bewertung zu, daher sind den Gutachtern auch die Hände gebunden. Lesen sie die entsprechenden Drucksachen von Landtag und Bundestag, da wird die Notwendigkeit ausführlich erklärt.
     
    "Das EN-Center bietet bezogen auf Angebot und verkehrstechnische Erreichbarkeit attraktive Einkaufsmöglichkeiten, mit denen Milspe nicht konkurrieren kann."
     
    Genau das ist ja das Problem…

    Redaktion: dann ergänzen sie mal in welchen Lagen und vor allem Gemeindegrößen Edeka das tut… und dann nennen sie mal Beispiele aus den letzten Jahren für mit Ennepetal vergleichbare Städte… viel Spaß!

  18. Redaktion
    Redaktion says:

    @Leserkritik

    Ich hatte ein Gespräch mit der Edeka Expansions Abteilung in Hamburg über strategische Zielvorstellungen. Die Rewe Group konnte ich nicht erreichen, die haben aber ähnlich strategische Ausrichtungen.
    In meinen Gesprächen hatte ich keine Vollmacht für Ennepetal zu sprechen, also macht das auch keinen Sinn, als Argument hier irgendwelche Geschäfte mit den Orten aufzulisten. Ich kann nur aus den vielen Gesprächen sagen, es geht auch anders.

  19. EIN ENNEPETALER says:

    @ 17 Leserkritik

    "Genau das ist ja das Problem … "

    Ich befürchte, Sie irren! Das EN-Center ist uneingeschränkt erfolgreich, daran gibt es nichts zu rütteln. Das Probelm stellen die Kommunalpolitiker dar, die dieses Faktum nicht wahr haben wollen und glauben, sie könnten einen Teil der EN-Kundschaft nach Milspe "umlenken" – u.a. in das Heilenbecke-Center. Diese Tagträumerei führte dazu, dass das wertvolle Garthe-Grundstück für ein Ziel verschwendet wurde, das nicht zu erreichen ist.

  20. Leserkritik says:

    Die Nutzung des Garthe-Grundstücks ist unzweifelhaft suboptimal.
     
    Es stellt sich die grundsätzliche Frage: Will die Stadt Ennepetal die 2004 und 2007 massiv verbesserten Möglichkeiten zur räumlichen Steuerung des Einzelhandels anwenden oder nicht. Konkret: Sollen sich weitere Discounter außerhalb der  gewachsenen Zentren (z.B. Brinkerfeld) ansiedeln oder nicht? Das EN-Center genießt Bestandsschutz. Es geht lediglich um die zukünftige Entwicklung. Tagträumerei wurde lange genug betrieben, indem man den Einzelhandel eben nicht – wie vom Gesetzgeber ermöglicht und ausdrücklich erwünscht – räumlich gesteuert hat. Wenn sie meinen, dass man den Markt weiter toben lassen soll – gut, das ist ihre Meinung. Ich habe eine andere. Nur wer trägt nachher die Kosten, wenn die ganzen Discounter sich nach 10-25 Jahren verabschieden und sich auf neue Standorte stürzen? Der Markt? Ganz sicher nicht…
    Ist doch so wie bei den Atomkraftwerken… der Gewinn wird privatisiert, die Folgekosten sozialisiert. Und dann fragt man sich, warum (unter anderem) die Staatsfinanzen so in Schieflage sind.
     
    Ob das EN-Center "uneingeschränkt erfolgreich" ist… das stelle ich mal in Frage, insbesondere im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

  21. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER #20

    Das Heilebecke-Center konkurriert mit dem EN-Center,keine Frage. Ich denke mal,dass dies der reinen Unfähigkeit der Wirtschaftförderung als auch des Rates geschuldet ist.
    Leserkritik hat meines Erachtens Recht, wenn er klare Entscheidungen anmahnt. Nur was nützen diese Entscheidungen in der jetzt so vertrackten Situation? Diese vormaligen falschen Entscheidungen wieder zu heilen, bedarf einer kreativen Denke meinetwegen jenseits von derzeit bekannten Konventionen.

  22. EIN ENNEPETALER says:

    @ 21 Redaktion

    "Leserkritik hat meines Erachtens Recht, wenn er [1] klare Entscheidungen anmahnt. Nur was nützen diese Entscheidungen in der jetzt so [2] vertrackten Situation?"

    [1] Es mangelt/e nie an 'KLAREN Entscheidungen' (von Rat u. Verwaltung), das Heilenbecke-Center ist durchaus das Ergebnis KLARER Entscheidung: Frequenz-Zuwachs wurde mit einem Bündel von Frequenz-Bringern erzielt. An der West-Ecke gibt es jetzt etwas mehr "Betrieb" – auf einer ehemaligen Industrie-Brache. Die qualitative (!) Verbesserung der Angebotsstruktur (in Milspe) wurde jedoch nicht erreicht, das eigentlich wichtige Ziel wurde verfehlt.

    [2] Was macht die Situation so vertrackt? Zum einen die mythische Sehnsucht nach einem Zentrum, zum andern das Gedränge im Tal. Die Sehnsucht ließ Lokalpolitiker so dies und das in Milspe implantieren, wertvolle Flächen wurden "verbraucht", Milspe wurde von Mal zu Mal enger, jedoch die Mutation zum Zentrum blieb aus. Das Stückchen Fuzo spendet ein wenig Trost …

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