Wiggenhagen als kompetenter Bürgermeisterkandidat?

[jpg]  So geht es einem. Kaum hat man einen Artikel fertig, hat ihn ins Netz gestellt und schon bekommt man Informationen, die den Fall noch dramatischer erscheinen lassen.

Da schreibt mir ein ehemaliges Ratsmitglied, dass dieser Sachverhalt wie in unserem Artikel beschrieben ja so gewollt sei. Denn auch die Anträge des Rates hält niemand in der Stadtverwaltung fest. Die Anträge kommen zwar über den Hauptausschuss in den Rat und werden dann an die Fachausschüsse weiter überwiesen, dort werden sie auch behandelt. Werden sie aber dort nicht abschließend behandelt und zur Abstimmung überwiesen, kann es sein, dass dieser Antrag im Nirwana landet. Eine allumfassende Kontrolle, wie das von uns im Ansatz reklamiert wurde und in der Industrie gang und gäbe ist, findet in der Stadtverwaltung nicht statt,ist noch nicht einmal angedacht, so unser Informant.

Auch kann es sein das die Eingaben der Bürger überhaupt nicht in den Rat der Stadt landen, sondern vielmehr sofort ohne Erledigung in "die Tonne gekloppt" werden. Ein Workflow oder wie bei der DHL Tracking System, mit welchen man jederzeit den Stand des Sachverhaltes abfragen kann gibt es nicht einmal im Ansatz. Wenn nicht jede Partei oder jeder Bürger selber festhalten würde, wo seine Eingabe sich derzeit befindet, würde nichts laufen. Und weiter, der Informant meinte es würden so an die 30% der Anträge und Eingaben überhaupt nicht weiterverfolgt.

Ich war ehrlich gesagt entsetzt. Hat doch das Workflow System, also automatische Steuerung von Arbeitsabläufen mittels EDV, nachgerade eine bessere Transparenz aber auch Effizienz in viele Unternehmen gebracht, abgesehen von den Personaleinsparungen, die bei den Dienstleistungsunternehmen fast 40% betrugen.

Da schreibt die CDU in ihrer Webseite, http://www.team-ennepetal.de/aktuelles-details&id=35 "Als Bürgermeister muss er unter anderem über Fachkompetenz in Verwaltungsangelegenheiten verfügen, Erfahrungen in Personalführung mitbringen, den menschlichen und charakterlichen Anspruch an eine Führungspersönlichkeit erfüllen und auch die Stadt nach außen vertreten. Sorgen Sie dafür, dass Ennepetal mit Wilhelm Wiggenhagen einen kompetenten und starken Bürgermeister erhält und sorgen Sie gleichzeitig mit Ihrer Stimme für die CDU in Ennepetal für klare und verlässliche Mehrheiten im kommenden Rat der Stadt Ennepetal."

Lässt man sich diesen Sachverhalt durch den Kopf gehen, so kommt man zu dem Schluß, die Bürgermeister der CDU sind eben nicht für Verwaltungsangelegenheit kompetent, denn sie entscheiden nach Lust und Laune was die Verwaltung gerne machen möchte. Denn zu einem guten Verwaltungsaufbau und daraus folgend einer guten effizienten Verwaltungsarbeit gehört eben auch die Kontrolle. Das System Workflow gibt es aber schon seit rund 30 Jahren in der Industrie und wurde immer wieder verbessert.

Warum man in Ennepetal solch ein System noch nicht installiert hat, kann ich nicht nachvollziehen. Auch über den internen Zugang eines Ratsmitgliedes ist die Kontrolle nicht gewährleistet, so ein Ratsmitglied. Wir selber wollten ja nur ein biederes Vorschlagssystem im Internet für den Bürger, weil wir wussten oder zumindest ahnten, dass der erste Beigeordnete der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen nicht überfordert werden darf. Das in der Stadtverwaltung aber seit Jahren ein System der Ineffizienz und Inkompetenz vorhanden ist, konnten wir nicht ahnen. Wenn der so groß geredeten Bürgermeister Eckhardt und sein erster Beigeordnete Wiggenhagen mal ein bisschen mehr gelernt hätten, so hätten sie sicherlich eine andere modernere Verwaltung als die, die sich nach diesen Schilderungen, jetzt darbietet. Der Verdacht drängt sich da auf, dass die Stadtverwaltung mittels Schiefertafel die Vorgänge bearbeiten.

Bleibt meines Erachtens die Freude das unser derzeitige Bürgermeister Herr Eckhardt endlich geht, verbunden mit der Hoffnung, dass es Herr Wiggenhagen nicht als Bürgermeister schafft, denn beide stehen als Garanten dafür, dass sich unsere Stadt nicht weiter entwickelt hat und weiter entwickelt wird. Ewig hinter irgendwelchen Vorgängen hinterher zu laufen kann es ja im 21sten Jahrhundert nicht sein.

Es sei denn, man betrachtet das ganze Treiben als Feldversuch einer weitergehenden beschäftigungstherapeutischen Maßnahme.

 

Jürgen Gerhardt

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