Wie sollte unsere Stadt Ennepetal aussehen?

Stellen wir uns einmal vor Ennepetal wäre ein Haus mit vielen Zimmern. Ein Zimmer heißt Voerde, eins Milspe, eins Oberbauer oder eins Hasperbach. An und für sich sehen die Zimmer fast alle sehr wohnlich aus, sie sind gepflegt und die Inhaber der Zimmer fühlen sich in ihnen auch wohl.

Und so sieht, oder besser könnte, das Haus aussehen:

 

Ein idyllisches  Haus, gepflegter Rasen, die Fenster schmuck und schön angeordnet. Zum Eingang verläuft ein einladender Weg. Jeder kann sich vorstellen, die Bewohner dieses Hauses werden sicher sehr nett sein. Man möchte direkt mit diesen Bewohnern ein nachbarschaftliches Gespräch führen.

So weit so gut. Jetzt versuchen wir das ganze auf die Stadt zu übertragen. Wir kommen auf der B7 von Schwelm.

Ein Eingang in unser imaginäres  Ennepetaler Haus, diese Brücke, schmuddelig, passend für den Eingang einer Mülldeponie, tausende male habe ich sie passiert.
Die Brücke hat einen Besitzer, der gerne bereit ist die Fläche zu vermieten, ja, er hat auch nichts dagegen wenn diese Flächen verschönert werden.

Keiner hat angerufen. Die Städtereklame ja, die auch ihre Werbewände aufstellte. Der dahinter liegende Hausinhaber? Nein, der nicht. So sieht die Brücke aus, wie, schnell weg hier.

Der gleiche Eingang , nur hier hat jemand etwas getan. Die Elemente sind zwar etwas hobbymäßig angeordnet, der Fuchs ist des nachts angestrahlt, neugierig fragt man sich was kommt danach. Eine positive Erwartungshaltung wird erzeugt. Einfache Mittel, große Wirkung.

Geht nicht? Doch, ein Anruf genügt und man setzt sich zusammen und handelt die Bedingungen aus.

 

Weiter, stellen wir uns vor ein Besucher hat die Firma Dorma oder Febi von Frankfurt kommend besucht. Er wird vielleicht über Lüdenscheid, Schalksmühle und Breckerfeld die Firmen angefahren haben. Eine Besprechung, es geht um eine gute geschäftliche Zusammenarbeit, man verabredet sich zum Abend im Restaurant Schmitz Jägerhaus in Wuppertal, die Tische sind bestellt. Der Besucher fährt, um sich für den abend frisch zu machen in sein reserviertes Zimmer, im Intercity Hotel, Wuppertal.
Er fährt die Loherstr. runter und über die Neustr., freut sich auf den Abend und dann oh Schreck dies:
 
Der gute Eindruck den das vorausgegangene angenehme Gespräch erzeugt wurde, bekommt einen schlechten Geschmack. Die Stimmung hat einen Knacks erlitten. Der Besucher hat den Eindruck in einer Stadt zu sein, die auf ein gepflegtes Umfeld keinen Wert legt. In vielen Ländern, Städten aber auch Kulturen hat das Ambiente einen großen Stellenwert, es gibt vielerlei Auskunft über den Inhaber.
 
Das gleiche Bild, großflächig verdeckt das Plakat jedoch die Schäden an dem Haus. Man könnte  auch eine beleuchtete Werbung montieren. Oder das Banner der Stadt nur beleuchten.
Dies alles ist nach einem evtl. Abriss des Gebäudes ohne Probleme wieder zu verwenden.

Werbung kann, wenn man will, ein ansprechendes Ambiente ausstrahlen und zwar kostenneutral für die Stadt oder denjenigen der diese Werbung gestaltet.

Oder dieses Haus mit einem großem elektronischem Werbesystem versehen, die Kosten könnten mittels Minuten Spots wieder herein geholt werden. Wesentlich ist jedoch das ansprechende, welches ein modernes Signal aussendet. Der derzeitige Zustand sendet jedoch nur ein ärmliches Signal aus.

Die Frage ist doch, was soll der Besucher von uns denken und was denkt er sich.

 

Sicher sind die Bilder grafisch nicht  toll aufbereitet, sollen sie ja auch nicht, es geht ja erst nur einmal um eine Demonstration. Vorgetragen wurden diese Dinge alle schon einmal, jedoch kein Geld, keine Zeit, keine Geduld, was weiß man schon.

 

Hier einmal der Blick, wenn man von der B7, nach Milspe reinfährt und an der Ampel zum halten kommt. Übrigens, wenn man aussteigt und an dem Spielsalon längs geht, sieht man heraus geschlagene Fenster und Türen, Abfall ohne Ende, kein einladender Blick. Wenn man einen Augenblick wartet, kann man sogar den Ratten beim spielen zusehen. Gehen wir davon aus, es wird kein Fremder aussteigen um sich evtl. nach einem Snack umzusehen.

 

 

Unbemerkt fanden wir jedoch noch ein Schild an der B7 welches für Ennepetal ansprechend geworben hat.

 


 
  Wie passend, der Himmel in Form  der christlichen Kirchen hat Erbarmen und ein ansprechendes Schild am Ortseingang aufgestellt.
Der Text darauf lautet:

"Willkommen in Ennepetal!"

"Wir laden Sie herzlich ein!"

 

 
So kann sich der Besucher der Firmen beruhigt in sein Hotel begeben und sich sagen: Mit Gott sind immer ansprechende Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Vor allem in Ennepetal.

Zum Schluss,  es war immer einfach mit den dementsprechenden Leuten der damaligen Bundesbahn ins Gespräch zu kommen, auch der Landschaftsverband war gesprächsbereit.
Wir hätten schon längst ein ansprechendes Entre haben können, wenn die Ideen nicht von der Bevölkerung gekommen wären, sondern von den Parteien oder der Stadtverwaltung, so sagt man sich in Milspe aber auch in allen anderen Stadtteilen.

 

2 Kommentare
  1. Helga Schulte-Paßlack says:

    Sicherlich lässt sich eine Menge machen, wenn man die Eingangstüren zu unserem Ennepetal betrachtet. Wenn man die Erlaubnis der Eigentümer zur Veränderung wirklich so einfach bekommt (bei entsprechender Kenntnis, wer das denn ist), dann frage ich mich, warum man nicht einfach anfängt mit der Gestaltung.

    In unserer Stadt sind immer so viele Baustellen, dass die Verwaltung doch Übung darin hat, die entsprechenden Genehmigungen zur z.B. halbseitigen Sperrung einer Straße in Höhe der jeweiligen Brücke zu beantragen.
    Wenn man dann noch die örtlichen Maler anspricht, ob ihre Auszubildenden ihre Abschlussarbeit in Form einer Brückenbemalung machen würden,
    oder einen Wettbewerb ausschreibt unter den Sprayern
    oder …
    wäre schon mal die erste Haustür einladend.

    Am Rand der Straßen einige Bänke aufzustellen und ein paar Abfalleimer/Aschenbecher in Kombination mit “Hundetütchen” wie in Holland z.B., trägt dann zur weiteren Verschönerung des Umfeldes bei.

    Zu den “Zimmern” kommen wir dann später 😉

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  1. […] möchten wir Herrn Bilstein und der SIHK/Hagen, dass unser Artikel vom 12.02.09 fast eins zu eins aufgenommen wurde und als Beispiel für die Attraktivität unserer Stadt […]

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