Was ist das Wort eines Herrn Wiggenhagen wert?

[jpg] Gehen die Uhren in Ennepetal langsamer – oder ist hier ein Hindernissrennen angesagt? Oder ist das Wort eines ersten Beigeordneten nicht viel  wert?

Es war beim TREFF 55 +  der Evangelischen-Freikirchlichen Gemeinde in Milspe,(s. unseren Bericht: So stelle ich mir meine Stadt Ennepetal vor) als in der Diskussion mit dem Bürgermeisterkandidaten Wilhelm Wiggenhagen die Anregung vorgetragen wurde, eine Extra-Rubrik auf der Homepage der Stadt einzurichten, wo Bürger Wünsche, Anregungen und auch Dinge, die nicht positiv laufen für alle Bürger sichtbar einbringen können .

Eben eine Sparte RATHAUS transparent oder Bürgervorschläge/ -wünsche.

Ebenfalls sollte auf diesen Seiten dann  fortgeschrieben werden, was mit diesen Anträgen etc. geschehen ist.
Z.B. weitergeleitet an:  …….. / wird bearbeitet von: ……../ erledigt durch: …..

 

Vorschlag/Wunsch/Anregung/sonst.:
 
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Weitergeleitet an:
 
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Wird bearbeitet von:
 
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Erledigt durch:
 
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Wie erledigt:
 
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Die vorgegebene Tabelle ist relativ einfach und simple, sie kann mit einer vorher sichtbaren Eingabemaske versehen werden, in welche der einzelne Bürger sein Begehren eingeben kann. In der Stadt würde zentral, meinetwegen das Sekretariat den Eingang an den zuständigen SachbearbeiterIn weiterleiten, der diesen Vorgang abschließend bearbeitet und einen Erledigungsvermerk setzt. Unterstellt haben wir, das unsere Stadt ein Intranet hat, wie es bei allen Städten, aber auch Unternehmen üblich ist.

Hierfür benötigt man nur ein paar Tabellen in einer bereits vorhanden Datenbank der Stadt, ein paar Zeilen Script, wie PHP, Perl, Ruby,  Java,  geht aber auch mit den von der Stadt favorisierten Microsoftprodukten.

Arbeitsaufwand: Gehirnschmalz und guten Willen vorausgesetzt, rund einen Tag. Das ganze unter einem Button Bürgerbeteiligung und gut ist.
Da die Stadt sowieso ein CMS Typo3 hat könnte es sein, dass es ein Template/Plugin (Vorgefertigtes Schript) schon dafür gibt, ansonsten könnte das Typo3 eigene Scripting das auch leisten. Übrigens Typo3 und die Erweiterungen sind open Source (freie Software), heißt kostenfrei. In diesem Fall käme das der Stadtverwaltung sogar entgegen, Typo 3 als dänisches CMS umsonst und die Stadt hat den Nutzen.

Nun wir haben das extra so einfach dargestellt um es für den Leser auch verständlich zu machen, mal abgesehen von den Fachbegriffen. Aber es ist für eine EDV Abteilung auch so einfach wie es dargestellt wird, wenn, ja wenn eine Anweisung vorliegt. Wenn die EDV Abteilung dies nicht aus eigener Kraft erledigen kann, so steht Herr Peiniger der Herrn Wiggenhagen ja auch seinen Webauftritt gemacht hat, sicherlich gegen Entgelt zur Verfügung.  Gerne stellen wir uns, natürlich kostenfrei, wegen der Steuereinbrüche und der Haushaltssicherung, beratend zur Verfügung.

Die Bürger sollten sehen  können, dass sich etwas bewegt und nicht nur in dem übergroßen Schubfach verschwindet oder sich auf einem Schreibtisch anhäuft. Auch sollten die Bürger sich ernst genommen fühlen, motiviert werden sich für ihre Gemeinde einzusetzen.
Wichtig war, dass es eben ein fester Bereich für die Bürger war. Alle Anwesenden waren von diesem Vorschlag begeistert und Herr Wiggenhagen versprach, sich dafür einzusetzen.

Nachdem nun bis heute diese Sparte nicht aufgetaucht ist, hörten wir auf Nachfrage bei ihm, ja, die Sache ist aufgenommen worden, allerdings nicht an einer zentralen Stelle, sondern eben je nach Fachbereich sortiert. Nur bitte wo finden wir diese Seiten, woher wissen die Bürger, dass es diese Einrichtung gibt? Und geht es nicht einfacher?

Bisher ist es leider ganz anders, von Transparenz kann da keine Rede sein. Da gehen Bürgerbegehren bei der Stadt ein, werden z. T. an den Bürgermeister persönlich gesandt, die dieser durch sein Sekretariat an die einzelnen Abteilungen weitergibt usw. usw.

Der Redaktion sind zwei Beispiele bekannt, die offensichtlich in unserem Rathaus, entweder ein Eigenleben entwickelt haben oder aber in den Truhen der unendlichen Vorschläge und Ideen verschwanden.

Wir fragen uns nun, wie ernst kann man die Äußerungen eines Herrn Wiggenhagen nehmen, haben die Äußerungen nur einen gewissen Unterhaltungswert, der sich uns leider nicht erschließt? Oder sollen diese Versprechungen nur den sowieso nicht ernstzunehmenden Wahlversprechungen zugeordnet werden?
3 Monate ist es nun her, dass dieser Treff stattfand, ein innerbetriebliches Vorschlagswesen in der Industrie, so würde man das dort nennen, wäre innerhalb einer Woche einsatzbereit.

Kann der Bürgermeisterkandidat, immerhin ist er ja erster Beigeordneter, also zweiter Mann der Stadt Ennepetal, überhaupt Probleme lösen? Wo ist die viel gepriesene kompetente Reputation des Gevelsbergers, ersten Beigeordneten, Bürgermeisterkandidaten der CDU Wilhelm Wiggenhagen? Ach ja, da ist ja noch Oelkinghausen, das ist ja wichtig, da muss der erste Beigeordnete jeden Stein extra aussuchen, das kostet logischerweise Zeit.

Die obige Idee ist übrigens auf Bundesebene für die Abgeordneten des Bundestages schon umgesetzt, schauen sie mal hier bei unserem Bundestagsabgeordneten.

http://www.abgeordnetenwatch.de/rene_roespel-650-5780.html 

Jürgen Gerhardt

 

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  1. […] Nachdem im Juli 2009  immer noch nichts passiert war, hörte EN-Mosaik bei Herrn Wiggenhagen nach und war über seine Aussage erstaunt. So gab es erneut einen Artikel mit dem Titel:  “Was ist das Wort eines Herrn Wiggenhagen wert?  [Wir berichteten ]   […]

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