Vielfalt, Größe und Qualität / Kunstausstellung im Haus Martfeld

[la]  Wer bisher noch keine Zeit und Gelegenheit gehabt hat, sich die noch bis zum 6. März 2011 andauernde, anspruchsvolle Kunstausstellung "Blickwechsel" im Haus Martfeld anzusehen, sollte es nicht versäumen diese zu besuchen.

Als Gast der Vernissage am 21. Januar 2011 wurden wir Betrachter einer Kunstausstellung ganz besonderer Art. Es war eine Ausstellungseröffnung, wo während der Vernissage live von den beiden Künstlern gearbeitet wurde.

Die beiden Künstler, das sind  Renate Schmidt-V. aus Gevelsberg und Guido Hense aus Hagen.

   
  v.l.: Guido Hense / Altbürgermeister Dr. Klaus Solmecke / Renate Schmidt-V.  /   Foto: © Linde Arndt
 

Fast war es, als würde man einen geheimen Blick in das Atelier der Künstler werfen. Während Renate Schmidt-V. damit beschäftigt war Vorarbeiten für einen Bronzeguss zu erstellen, indem Sie auf ein vorher gefertigtes Styropormodell in  kleinen Stückchen Wachsplättchen formte, stand Guido Hense im weßen Malerkittel vor seinem Bild, welches er schon Stunden zuvor hier vor Ort vorbereitet hatte und das nun vor den Augen der Besucher sein Finish erfahren sollte.

Zur Verwunderung von Altbürgermeister Dr. Klaus Solmecke aus Gevelsberg, der nach der Laudatio von der stellvertretenden Bürgermeisterin, Frau Christiane Sartor, die Moderation des Abends übernommen hatte, stand Guido Hense  mit verschränkten Armen vor seinem Werk. Einer Aufforderung von Klaus Solmecke, es wäre doch vereinbart gewesen, er solle sein Werk hier vor dem Publikum erstellen, begegnete er mit den Worten, dass es schwierig sei, den Zeitpunkt der Fertigstellung eines Bildes festzulegen. Man steige meist immer wieder in den Malprozess ein und so habe er sich vorgenommen, wenn er den Eindruck habe, das Bild ist fertig würde er den Kittel ausziehen und gut ist. Und wenn er sich jetzt das Bild anschaue, meine er, er könne den Kittel jetzt ausziehen. Dieser Ausspruch wurde mit Lachen und Applaus der Gäste begleitet.

 
 Kunstinteressierte beim Betrachten der Bilder / Foto: © Linde Arndt    "Die Spuckstengel" Musikalische Untermalung  / Foto: © Linde Arndt

Die Stimmung war gelöst und harmonisch und man merkte den zahlreich erschienenen Kunstfreunden an, dass sie mit großem Interesse die wirklich beeindruckenden Werke der beiden Künstler betrachteten, von denen Dr. Solmecke  behauptet hatte, dass sie eine Vielfalt, Größe und Qualität hätten, die im Haus Martfeld ihren würdigen Rahmen gefunden hätten.

Renate Schmidt-V. sagt über ihre Werke:

Meine Exponate sind sehr verschiedener Art: Es sind Gemälde und Objekte.
Gemälde: Zum Teil abstrakt, zum Teil gegenständlich, weil mich dieser "Blickwechsel" immer wieder reizt und die Vielseitigkeit des Lebens wiederspiegelt.

Bei den abstrakten Bildern geht es nicht um die Abbildung von realen Dingen, sondern um die Gestaltung einer Fläche mit bildnerischen Mitteln: Flächen, Farben, Linien, Überschneidungen, Gewichtungen, um Harmonie oder Disharmonie, um Dynamik oder Ruhe, um Aufruhr oder Meditation. [Auszug aus ihren prsönlichen Schilderungen – mehr auf den Seiten Kunstraum-EN.de]

Guido Hense erklärt:

Ich habe in den Bildern einen Abstraktionsgrad gewählt, der Dingliches nur in sehr abgewandelter Form erkennen lässt. Es dominieren die bildnerischen Mittel; mit Farbe, Linien und kargen Binnenformen werden innerbildliche Bezüge und Kontraste initiiert. Die Werke präsentieren sich unabhängig von konkreten Aussagen und stehen in einem spannungsvollen Verhältnis zum Ausstellungsort. Meine Werke sind  überwiegend in Öl und Acryl gemalt. Gelegentlich wird die Struktur bzw. Körperhaftigkeit der Oberfläche durch Materialien wie Metalloxid, Quarzsand und Pigmente


Das im Haus Martfeld von Guido Hense erstellte Bild wartet noch auf einen Käufer. Der Erlös soll der Stiftung für Ausbildung in Papua zu Gute kommen.

 

Eine große Reihe Fotos über diese Ausstellung wurden auf den Seiten von Kunstraum-EN
eingestellt und können dort betrachtet werden.

[Alle Fotos auf dieser Seite und auf der verlinkten Seite Kunstraum-EN © Linde Arndt]


 

Wie oben erwähnt, die Ausstellung läuft noch bis zum  06.03.2011 und kann zu folgenden Terminen aufgesucht werden:

Mittwochs, freitags und samstags von 10 – 13 Uhr
und sonntags von 11 – 18 Uhr
(feiertags geschlossen). Eintritt frei

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