Twins eine Erfolgsgeschichte

Wie soll sich ein Projekt selber feiern? Ganz einfach  – man nimmt, wenn möglich,  alle
Beteiligten zusammen und erzählt Geschichten, macht Musik und genießt ein gemeinsames
Essen und genau dies geschah am Freitag, dem 14.1.2011. 

Ein Teil der Beteiligten traf sich in der Gebläsehalle in DuisburgNord und feierte eines der nachhaltigsten Kreativnetzwerke in Europa. Denn wären alle Beteiligten dieses internationalen Projektes zu dieser Abschluß- und der gleichzeitigen Auftaktfeier für das Jahr EINS danach gekommen, wäre es im Industriepark sehr eng geworden.

           
Foto © Zdena David

Die Aufgabe
Dieses Mammutprojekt das auf eine Idee von Dr. Georg Költzsch (+ 2005) zurückgeht, wurde von Ria Jansensberger und Christina Kemnitz entscheidend geprägt und bis Heute getragen. Ihrem Mut gepaart mit absolut professionellen Management ist es zu verdanken, das die 53 Städte des Ruhrgebietes mit ihren mehr als 200 Partnerstädten in ganz Europa 100 Projekte innerhalb eines Jahres realisiert haben. An der Durchführung waren mehr als 1700 Mitwirkende aus allen Kulturbereichen beteiligt. Allen Mitwirkenden war eines immer anzusehen, die Freude dabei zu sein.

Denn dieses Projekt hat eines ganz klar unter Beweis gestellt „Kultur ist nicht nur ein
Wirtschaftsfaktor“, sondern Kultur verbindet Menschen und „gemeinsame gelebte“ Kultur kann
auf Schlagworte wie Integration gänzlich verzichten. Gelebte Kultur ist Gemeinschaft in
Reinform und diese Reinform wurde aus dem Füllhorn der Europa immer wieder mit purer
Lebensfreude gespeist. Die Mitwirkenden haben uns mit der Kraft der Sprache, dem Schauspiel, der Musik und ihren gezeigten Bildern an dieser Lebensfreude teilnehmen lassen.

Mustergärten für Alle

Ein Projekt sei hier stellvertretend für die Nachhaltigkeit aller Einzelprojekte und dieses
gemeinsamen Weges genannt. Aus der Idee „Seven European Garden“ wurde mittlerweile
schon ein weltweit verbindendes Konzept. In Färbergärten werden die Nutzpflanzen angebaut,
aus denen auf traditionelle Weise färbende Essenzen gewonnen werden. Sie ermöglichen in
handwerklicher Produktion die Gewinnung von Farben und Pigmenten für die ökologische
Farbherstellung von Kosmetika, Stoff- Mal- und Theaterfarben. Dieses mit unserer
Industrialisierung verloren gegangene Wissen wird hier an die nächsten Generationen weiter
vermittelt.

Das grandiose Konzert

Das Konzert im zweiten Teil des Abend machte einerseits die Verbundenheit der verschiedenen ehemaligen Kohlereviere deutlich und anderseits wurde klar die Menschen und ihre Lieder spiegeln den Zusammenhalt innerhalb und zwischen den Regionen wieder. Der Reigen aus dreizehn Liedern der beiden ehemaligen Bergbauregionen Ruhrgebiet und Sardinien, vertreten durch die Städte Oberhausen und CarboniaIglesias, gab allen Anwesenden das Gefühl von „ich bin zu Hause“. In ihrem Konzert „Im Schoß der Erde – Nel Grembo della Terra“ brachte das Quartett mit zwei Frauenstimmen in sardischer und deutscher Sprache die Lieder nicht nur zu Gehör, denn mehr noch zu den Herzen der Anwesenden.

Die beiden Sängerinnen Elena Ledda (Sardinien) und Agnes Erkens (NRW) hatten zusammen
mit der Pianistin Laia Genc und Alessandro Palmitessa (Saxophon/Klarinette) die Lieder beider
Regionen neu arrangiert. Mit den verwendeten Hintergrundfotos waren die bestehenden
Brücken für alle hautnah wahrnehmbar.

Es bleibt zu hoffen, ob dieses Konzert im Jahr Eins nach 2010 nochmals in der Metropole Ruhr
aufgeführt wird oder auf einem Tonträger für die Zukunft gespeichert wird.

Wer gerne nochmals etwas zu den einzelnen Veranstaltungen und Projekten wissen möchte,
der kann dies nachschlagen unter;
http://www.essenfuerdasruhrgebiet.ruhr2010.de/twins/home.html

 Anbei eine Fotogalerie des Abends.

Will Rumi für EN-Mosaik aus Duisburg

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