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EinWochenMuseum in der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld

RBG-Schüler und Saskia Lipps  beim Einwochenmuseum in der Sparkasse  Foto: Linde Arndt

RBG-Schüler und Saskia Lipps beim Einwochenmuseum in der Sparkasse Foto: Linde Arndt

[la] Das letzte EinWochenMuseum im Jahr 2014 steht in den Startlöchern.

Am 29.9..2014, um 12.30 Uhr, ist es wieder so weit.

Die Original-Gemälde „Akelei auf Glastisch“, von Toni Farwick und „Die Mausefalle“ , von Raoul Hynckes, werden nicht im Osthaus Museum, sondern in den Räumen der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld den Schülern des RGE und einem immer größer werdenden, interessierten Publikum, vorgestellt.

Hierzu laden die Veranstalter der Sparkasse wieder herzlich ein.

Die Gemälde „Akelei auf Glastisch“ von Toni Farwick und „Die Mausefalle“ von Raoul Hynckes werden in den Sparkassenräumen neben den Schülern des RGE auch einem immer größer werdenden interessierten Publikum vorgestellt. Hierzu lädt die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld ab dem 29. September 2014 (14.30 Uhr) herzlich ein.

Auftakt des EinWochenMuseums 2014

[la] Das EinWochenMuseum mit der Kunssthistorikerin des Osthaus Museums, Saskia Lips, startet in diesem Jahr am 20.01. um 14:30 Uhr.
Bei diesem KunstFormat für Ennepetal werden dieses mal wieder zwei Werke freundlicherweise vom Osthaus Museum der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld zur Verfügung gestellt.

Saskia Lipps (re.) erklärt Schülern Werke des Osthaus Museums

Saskia Lipps (re.) erklärt Schülern Werke des Osthaus Museums
Foto: © Linde Arndt

Eine fotographische Darstellung einer Hafenszene von Paul Schmidt um Kontrast zu einer expressiv gestalteten Straßenszene von Louise Rösler werden von Saskia Lipps in der neu gestalteten Kundenhalle Kunstfreunden und Schulen vorgestellt und erläutert.

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Jeder neue Schritt ist immer nur der vorletzte

phil-muse

[Hagen] Am 27. Mai 2013 kommt es Dank einer Kooperation des philharmonischen orchesterhagen mit dem
Osthaus Museum Hagen zu einem außergewöhnlichen Klangerlebnis vor farbenprächtiger Kulisse.
„Jeder neue Schritt ist immer nur der vorletzte“ heißt das Konzert mit Lesung,das vor Werken des
Malers Klaus Fußmann gegeben wird.

Marc Kilchenmann

Marc Kilchenmann – Foto: privat

Nach Konzerten in Basel, Bern, Zürich und dem KZ Osthofen gastieren das Satie-Quartett und Der Minervae Banquet nun in Hagen. Der Schweizer Komponist Marc Kilchenmann hat zu Anna Seghers’ Roman „Das siebte Kreuz“ vier kammermusikalische Stücke geschrieben. Jedes beleuchtet einen anderen Aspekt des Romans und übersetzt so die Geschichte von Verfolgung, Unterdrückung und Widerstand zur Zeit der NS-Diktatur in die Sprache der Musik. Anna Seghers schildert in ihrem Roman, den sie 1942 im Exil veröffentlichte, die Flucht von sieben Häftlingen aus einem KZ.

Bei der Suche nach einem Weg der musikalischen Umsetzung wurde Kilchenmann nicht nur in Form eigener
Kompositionen fündig sondern auch in Johann Sebastian Bachs Fugenwerk „Musikalisches Opfer“.
Entstanden ist ein musikalisches Programm, das von einer Lesung aus Anna Seghers’ Roman
begleitet wird und von der Gegenüberstellung der Musik von Bach und Kilchenmann lebt.

Ursina Staub, Bratscherin des philharmonischen orchesterhagen und Mitglied des Satie-Quartetts,
machte den Hagener GMD Florian Ludwig auf das ungewöhnliche Projekt aufmerksam. „Ich fand die
Idee sehr spannend und wollte das Projekt gerne nach Hagen bringen“, sagt Florian Ludwig. Auf der
Suche nach einem geeigneten Aufführungsort sprach er den Direktor des Osthaus Museums, Dr.
Tayfun Belgin, an. In der Vergangenheit hatte man bereits des Öfteren über Kooperationen
nachgedacht – nun bot sich endlich eine gute Gelegenheit. „Herr Belgin hatte die Vision, das Konzert
in die Ausstellung des Malers Klaus Fußmann einzubinden“, erzählt Ludwig, „die Bilder dieses großen
Künstlers bieten also die Kulisse für ein sehr besonderes Konzerterlebnis“.

Info

Jeder neue Schritt ist immer nur der vorletzte
Eine Kooperation des philharmonischen orchesterhagen mit dem Osthaus Museum Hagen
27. Mai 2013, 18.30 Uhr, Osthaus Museum Hagen
Werke von J. S. Bach und Marc Kilchenmann zu Anna Seghers’ „Das siebte Kreuz“
Satie-Quartett (Klaus Esser, Jin Kim, Violinen; Ursina Staub, Viola; Yuko Uenomoto, Violoncello);
Der Minervae Banquet (Sarah Giger, Traversflöte; Meret Lüthi, Barockvioline; Felix Knecht,
Barockcello; Sebastian Wienand, Cembalo)
Lesung: Christa Degemann
Karten unter www.osthausmuseum.de oder an der Museumskasse, Tel. 02331/ 207-3138

Der Trashman oder „Gott der Tankwarte“ nun auch in Ennepetal

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[Zum Vergrößern anklicken]

  [jpg] Erst die KultGarage und nun hat die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld das „Ein Wochen Museum“ aus der Taufe gehoben.

Nicht ohne Stolz stellte Johannes Dennda das erste Exponat vor. Man muss sich das erst einmal durch die gesamten Gehirnwindungen gehen lassen; denn dieses Exponat ist HA Schult „Die Tankstelle“ von 1972. HA Schult der Trashman oder wie er sich selber einmal nannte der „Gott der Tankwarte“.

Dieses Werk entstand in einer Zeit der Ölkrise (1973). Die Opec verlangte von heute auf morgen einen Ölpreis der die westliche Welt schockte. Damals gab es als Antwort die autofreien Sonntage oder in anderen Ländern wurden nach den  Nummernschildern die Autos an verschiedenen Tagen abgestellt, staatlich verordnet versteht sich. In dieser Zeit des Wandels gelangte HA Schult zu seinen ersten Arbeiten. Als Aktions- oder Objektkünstler  wurde HA Schult bekannt. Wobei er sich mit den Prozessen der Müllentstehung und Müllverwertung beschäftigte. Die Zeit der Studentenbewegungen war die Zeit der Fragen und des Hinterfragens. Sie war aber auch die Zeit der neuen Stilrichtungen in der Kunst. Die gesellschaftlichen Verkrustungen sollten aufgerissen werden. Für viele war es eine unruhige Zeit, die Ängste erzeugte. Für andere war es jedoch eine inspirierende Zeit, eine Zeit der Befreiungen von gesellschaftlichen Konventionen und Zwängen – macht kaputt was euch kaputt macht.

              
     

In diesem gesellschaftlichen Umfeld entstand das Werk „Die Tankstelle 1972“. Es ist ein Werk welches gerade heute, nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, noch eine ungeheurere Aktualität besitzt. In diesem Bild, welches wie ein Setzkasten wirkt, ordnete Schult ein Szenario an, welches eine Weltuntergangsstimmung darstellt. Der Boden mit Erdöl verseucht und auf diesem Boden eine Tankstelle an der ein Auto betankt wird.Hinter der Tankstelle häufen sich die verbrauchten Reifen, die nicht entsorgt wurden. Es ist eine geschunden Welt. Die heile Welt ist nur andeutungsweise durch den an der Tankstelle stehenden Geländewagen vorhanden. Dieses Bild ist wie ein Drama im Sinne von Brecht angeordnet. Man möchte eingreifen und eine Umkehr erzwingen. Es geht jedoch nicht. Schult zwingt uns zu zu sehen was wir mit unserem Ego anrichten und fragt: Wollt ihr das?

Er stellt auch diese ganze Konsumwelt des Verbrauchens damit in Frage und weist auf intelligentere Lösungen hin, die wir sicher auch erbringen könnten.

   
  v.l.: Jürgen Schlothauer, Johannes Dennda, Saskia Lipps und Museumsdirektor Dr. Tayfun Belgin                                      Foto: © Linde Arndt  

Die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld zeigt einmal mehr den Mut, Außergewöhnliches  zu wagen als nur das Alltägliche. Wobei das Alltägliche ja heute schon in gewisser Weise Mut erfordert.

Mit der Sparkasse mit Johannes Dennda und dem K.E.Osthaus Museum mit Dr. Tayfun Belgin haben sich zwei Institute zusammen gefunden, die offensichtlich eine Botschaft vermitteln wollen – es geht. Es geht eine Kunstvermittlung jenseits des musealen Kunstbetriebes aufzubauen.

Und mit Saskia Lipps vom K.E. Osthaus-Museum als Soziologin ist es sogar möglich Artefakte in einem alltäglichen Umfeld, wie einer Sparkasse, den Heranwachsenden näher zu bringen. Die ersten Besucher, die sich mit diesem Projekt vor Ort mit großem Interesse auseinander setzen konnten und in die Details zu diesem Werk von Saskia Lipps  eingeweiht wurden, waren 16 Schüler des Leistungskurses vom Reichenbach-Gymnasium Ennepetal mit ihrem  Kunstlehrer Jürgen Schlothauer.

Es musste zwar noch etwas improvisiert werden aber so ist das eben bei einem Findungsprozess. Manchmal ist eben auch der Weg das Ziel. Es hatte auch noch gereicht sich in einem Gespräch auszutauschen und Hintergrundinformationen über die Zeit eines HA Schult, und über Karl-Ernst Osthaus, den Begründer des Hagener Museums zu erfahren.

Ja, ich denke die Idee der Sparkasse und des K.E. Osthaus Museums könnte in der Region Wellen schlagen. Wellen, die dazu führen, dass unsere Kultur und damit die Kunst mehr wert ist als nur eine Haushaltsposition die nach Belieben gekürzt werden kann.

Johannes Dennda von der Sparkasse und Dr. Tayfun Belgin mögen sich offensichtlich, denn für das nächste Bild aus dem Osthaus Museum ist schon wieder gesorgt. Es ist eben so in der Kunst – sie verbindet.

Das Bild von HA Schult ist noch bis 9. Juli 2011 während der Öffnungszeiten in der Hauptstelle der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld zu sehen.

Das nächste „Ein Wochen Museum“ mit einem weiteren Exponat wird dann am 4. Oktober 2011 in der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld eröffnet.

Man darf gespannt sein.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Hier geht es zum K.E.Osthaus Museum.

4. Kammerkonzert “Ein musikalisches Opfer” und Kurzführung im Osthaus Museum

4. Kammerkonzert "Ein musikalisches Opfer" am 12. Dezember 2010                           
4. Kammerkonzert
Ein musikalisches Opfer
12. Dezember 2010
11.30 Uhr
Auditorium im Kunstquartier Hagen

Beate Sobiesinsky-Brandt, Flöte
Katharina Klein, Violine
Ursina Staub, Viola
Rüdiger Brandt, Violoncello
Cornelia Gengenbach, Cembalo

Friedrich der Große forderte Bach 1747 zu einem schwierigen Unterfangen heraus: Er sollte eine sechsstimmige Fuge über ein Thema von Friedrich des Großen schreiben. Schon allein die Sechsstimmigkeit stellte eine große Schwierigkeit dar, doch darüber hinaus könnte man meinen, es sei absichtlich ein kompliziertes Thema erstellt worden. Aber Bach war dieser Herausforderung gewachsen. Er schrieb dem Preußischen König eine Sammlung von kontrapunktischen Sätzen, die alle auf dem "königlichen Thema" beruhen, und gab dem Werk einen höchst ambivalenten Titel: "Musikalisches Opfer".

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Fotos: © Stefan Kuehle

Kurzführung im Osthaus Museum Hagen zum 4. Kammerkonzert
12. Dezember 2010
11.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen
Es führt die Kunsthistorikerin Saskia Lipps

Komposition aus Flacon und Duft
Ein Duft lässt sich nur schwer mit Worten beschreiben. Fein geschliffene Glasflacons und handbemalte Flacons aus dem "weißen Gold" Porzellan helfen da, wo die Sprache versagt. In kostbaren Gewändern präsentieren sich die einzigartigen Charaktere der eingefangenen Düfte. Die Kurzführung zum 4. Kammerkonzert wird dieses Zusammenspiel aus Flacon und Duft thematisieren und einen Einblick in die historische Entwicklung der Flakongestaltung geben.
"Flacons – Haute Couture der Düfte. Sammlung Beatrice Frankl", die aktuelle Ausstellung im Hagener Osthaus Museum, zeigt noch bis zum 20. Februar 2011 die internationale Entwicklung der Flacongestaltung. An 2.000 Exponaten der Münchener Sammlerin Beatrice Franke lässt sich der Wandel in der Flaconherstellung vom handgefertigtem Einzelstück zum industriellen Produkt, der sich in dem Zeitraum vom beginnenden 19. Jahrhundert bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts vollzieht, nachempfinden.

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de

1. Kammerkonzert mit den “Salonlöwen” am 19. September 2010

"Von schönen Frauen und tragischen Figuren"

19. September 2010 – 11.00 Uhr – Kurzführung im Kunstquartier
19. September 2010 – 11.30 Uhr – Kammerkonzert im Auditorium im Kunstquartier

Programm:
Jean Gilbert: Der ersten Liebe gold’ne Zeit
Gerhard Winkler: Chianti-Lied
Will Meisel: Leuchtendes Florenz
Giuseppe Verdi/Ad. Schreiner: Fantasie von Themen aus "La Traviata"
Heinrich Mannfred: Ein Frühlingshauch
Jacob T. H. Gade: Jalousie
Scorpions/A. Reukauf: Wind of Change
Leonard Bernstein/A. Reukauf: "West Side Story"-Medley         

Den Auftakt zur neuen Saison gestalten die Salonlöwen mit leidenschaftlichen Melodien, die von begehrten Damen und tragischen Figuren erzählen. In diesem musikalischen Salon träumt man sich in das "Leuchtende Florenz", sinnt "Der ersten Liebe gold’ne Zeit" nach und fühlt mit dem Schicksal der Salondame Violetta Valéry aus der Oper "La Traviata". Wo schöne Frauen sind, bleibt Eifersucht selten aus, und so können wir uns auf mitreißende Tangorhythmen in "Jalousie" freuen. Aber auch blühende Lebensfreude kommt u. a. mit dem "Chianti-Lied" auf, und die aus dem Jahr 1990 stammende Rockballade "Wind of Change" erinnert uns an die Hoffnung auf Freiheit und politischen Wandel der damaligen Zeit.

          

Kurzführung im Osthaus Museum Hagen – Emil Nolde: "Blumengarten"
Es führt: Anna Herber

Am Sonntag, den 19. September 2010, findet im Osthaus Museum um 11.00 Uhr eine Kurzführung vor dem 1. Kammerkonzert der "Salonlöwen" statt. Vorgestellt wird Emil Noldes "Blumengarten" aus der klassischen Sammlung des Osthaus Museums. Nolde fängt die malerische Landschaft seines Gartens mit gewaltigen Farbakkorden ein. In das Farbenkonzert bettet er eine wunderschöne weibliche Gestalt, seine Frau Ada, die die wunderbare Stimmung  im Bild auf den Betrachter überträgt. Diese schöne Frau lässt nicht das Schicksal der tragischen Figur Emil Noldes erahnen: Über tausend seiner Bilder werden von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, zum Teil verkauft und  zerstört. 1941 wird Nolde ein Malverbot ausgesprochen, das ihn im Geheimen die "Ungemalten Bilder" schaffen lässt.

Karten unter 02331/ 207-3218 oder www.theater.hagen.de