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Wertvolle Informationen für potentielle Gasteltern von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

[Gevelsberg] Jeder Mensch ist sozial und kulturell geprägt. Was aber, wenn Kinder und Jugendliche ihr gewohntes Umfeld verlassen müssen und plötzlich alles anders ist? Der Pflegekinderdienst der Stadt Gevelsberg organisierte eine Fachtagung zum Thema “Interkulturelle Kommunikation“. Martina Ricken-Coßmann konnte 15 potentielle Gasteltern / Pflegeeltern begrüßen, die sich mit dem Gedanken beschäftigen, einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling in die eigene Familie aufzunehmen. An Hand von Informationen und praktischen Bespielen wurde aufgezeigt, worauf beim Thema “Interkulturelle Kompetenz” zu achten ist, welche sozialen und kulturellen Mißverständnisse entstehen können und welche Chancen gemeinsame Alltagserfahrungen bieten.

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Martina Ricken-Coßmann 02332 /771-192 oder Daniela Rose 02332 / 771-125

“Der Lebkuchenmann” am Theater Hagen

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Foto: Klaus Lefebvre / Rechte: theaterhagen

[Hagen – 24.11.14] Premiere des liebevoll-fantastischen Musicals für Kinder von David Wood ist am 30. November 2014 im Großen Haus / Insgesamt 38 Vorstellungen in der Vorweihnachtszeit.
Der frischgebackene “Lebkuchenmann” kommt am 30. November 2014, Punkt 17.00 Uhr, zur Premiere auf die Bühne des theaterhagen – und bleibt für insgesamt 38 Vorstellungen in der Vorweihnachtszeit. “Der Lebkuchenmann” von David Wood ist ein liebevoll-fantastisches Musical, ein musikalisches Märchen über Einfallsreichtum, Mut und die Notwendigkeit, gute Freunde zu haben – und es ist eines der erfolgreichsten Musicals, das weltweit Kinder und Erwachsene gleichermaßen in seinen Bann zieht und begeistert. Regie führt der Intendant des theaterhagen, Norbert Hilchenbach, der Komponist Andres Reukauf hat die musikalischen Arrangements übernommen und die Zwischenmusiken bei dieser Produktion neu geschrieben. Die Premiere selbst ist allerdings bereits ausverkauft.

Möglich wurde die Hagener Inszenierung, die für Kinder ab vier Jahren geeignet ist, auch dank einer Spende der Märkischen Bank über 5.000 Euro. Seit vielen Jahren unterstützt das Institut das theaterhagen in der Weihnachtszeit. “Wir freuen uns, das Theater, das mit seinem abwechslungsreichen Programm so viele Menschen aus Hagen und Umgebung anzieht, erneut bei seiner Arbeit zu unterstützen”, sagte Hermann Backhaus, Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank, während einer Pressekonferenz zur Premiere des “Lebkuchenmanns”.

Zum Inhalt des Stücks: Um Mitternacht, wenn die großen Menschen schlafen, ereignen sich ungewöhnliche Dinge auf dem Küchenregal: es herrscht heftige Aufregung unter den Bewohnern. Die “Großen” wollen Herrn von Kuckuck mit samt seiner Kuckucksuhr auf den Müll werfen, denn der Arme ist stockheiser und kann die Stunden nicht mehr ausrufen. Doch das können seine Freunde nicht zulassen. Das scharfe Fräulein Pfeffer, der zupackende Herr Salz und der frischgebackene Lebkuchenmann überlegen gemeinsam, was zu tun ist. Honig für die angeschlagene Stimme muss her. Unglücklicherweise steht dieser im obersten Regal, wo die einsame, grantige Frau Teebeutel in ihrer Kanne wohnt. Und dann taucht auch noch Flitsch Gamasche, die hungrige Mafia-Maus auf, die den schmackhaften Lebkuchenmann nur zu gerne vernaschen würde. Mit viel Witz, Mut und ebensoviel Musik nimmt das spannende Abenteuer seinen Lauf.

Musikalische Leitung: Andres Reukauf | Inszenierung: Norbert Hilchenbach | Bühnenbild & Kostüme: Jan Bammes | Choreografie: Ricardo Viviani | Dramaturgie: Miriam Michel

Mit: Annika Firley, Kristina Günther-Vieweg, Annette Potempa, Emanuele Pazienza, Robert Schartel, Tillmann Schnieders

Weitere Termine: Mo. 01.12. (09.00, 11.30, 15.00 Uhr), Di. 02.12. (09.00, 11.30, 15.00 Uhr), Mi. 03.12. (09.00, 11.30 Uhr), Do. 04.12. (10.00 Uhr), Fr. 05.12. (10.00 Uhr), Sa. 06.12. (11.00 Uhr), So. 07.12. (11.00, 14.00 Uhr), Mo. 08.12. (09.00, 11.30, 15.00 Uhr), Di. 09.12. (09.00, 11.30 Uhr), Mi. 10.12. (10.00 Uhr), Fr. 12.12. (10.00 Uhr), Sa. 13.12. (11.00 Uhr), So. 14.12. (11.00 Uhr), Mo. 15.12. (09.00, 11.30, 15.00 Uhr), Di. 16.12. (09.00, 11.30, 15:00 Uhr), Mi. 17.12. (09.00, 11.30 Uhr), Do. 18.12. (10.00 Uhr), Fr. 19.12. (10.00 Uhr), Sa. 20.12. (11.00 Uhr), So. 21.12. (11.00, 14.00, 17.00 Uhr), Mo. 22.12. (15.00 Uhr)

Karten im Freiverkauf unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik

 

Benefiz-Kunstauktion für Kinder

Am 4. November 2012 ab 12:00 Uhr veranstaltet die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet eine Benefiz-Kunstauktion "Farbe bekennen für Kinder mit Handicaps"  in der Sparkasse Bochum am Dr.-Ruer-Platz in Bochum. Prof. Dr. Norbert Lammert, MdB und Präsident des Deutschen Bundestages, ist der Schirmherr der Auktion. Eine Besichtigung der insgesamt 58 Bilder und Skulpturen ist in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr möglich. Jochen Malmsheimer, der prominente Auktionator,  beginnt um 14.30 Uhr mit der Versteigerung

Hier können Sie sich über die Künstler, ihre Werke und weitere Einzelheiten informieren:

                                             

Bitte klicken Sie auf obiges Foto um eine größere und  detaillierte Ansicht und  zu erhalten.

 Die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet definiert ihre Ziele wie folgt:

Wir, die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet, unterstützen seit 11 Jahren erfolgreich behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche und deren Familien.

Wir übernehmen Verantwortung für Kindergesundheit,
indem wir:
. da ansetzen, wo das öffentliche Gesundheitswesen an seine Grenzen stößt.
. Früherkennung von Entwicklungsstörungen oder -gefährdungen bei Frühgeborenen, Säuglingen und Kleinkindern unterstützen und fördern.
. einen Beitrag leisten zur Gesundheitsförderung der Kinder unserer Region.

Ziel ist es, die Chancen auf ein gesundes, glückliches Leben der betroffenen Kinder und deren Familien zu verbessern. Wir wollen dies begleiten.
Mit Hilfe modernster Methoden, können viele Handicaps verhindert und gemindert werden.
Vermeidbare Fehlentwicklungen wie zum Beispiel
. Bewegungsdefizite
. Hörschäden
. Sehstörungen
. Verhaltensauffälligkeiten
treten immer noch viel zu häufig auf. Wir arbeiten daran, dass vorhandene Möglichkeiten besser genutzt werden.
Ein kleines Stiftungsteam – unterstützt von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – entwickelt und realisiert Projekte zugunsten unserer
Kinder. Wir fördern ganzheitlich, interdisziplinär und Hierarchie übergreifend- immer gemäß unserem Grundsatz
„Gemeinsam handeln – Gemeinam helfen.“
Die Erlöse der Benefiz-Kunstauktion fließen in eines unserer aktuellen Projekte.

 


Interessierte sind herzlich eingeladen, die Benefiz-Kunstauktion zu besuchen.

 

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Bochum

 

Stärken Sie Ihrem Kind den Rücken

Es ist längst kein Geheimnis – der wachsende Organismus des Kindes braucht viel Bewegung – für eine gesunde Entwicklung von Körper und Geist.

In einer wissenschaftlichen Studie der Universität Saarland, Institut für Biomechanik, in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemein- schaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. ist man zu der Erkenntnis gekommen: Stillsitzen macht krank, Sitzen in Bewegung hält gesund.

Ob Kinder in der Schule sind, ihre Hausaufgaben machen oder vor dem Fernseher, bzw. PC sitzen, im Schnitt kommen so 9 Stunden pro Tag zusammen die im wahrsten Sinne des Worte "abgesessen" werden.

Haltungsstörungen, Rückenschmerzen und vor allem Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge eingeschränkter Bewegung. Da ist es schon eine Wohltat für Eltern und Kind, wenn es einen flexiblen Sitz gibt, der nicht nur Spaß macht, sondern auch die Voraussetzungen für ein rückenfreundliches Sitzen ermöglicht.

Wir haben im Internet den "Swoppster" entdeckt.

Als weitere Information können Sie sich hier auch den Flyer ansehen, oder schauen Sie einmal selbst auf die Seite von Ergonomiko

Ach ja,  solche Bewegungs-Stühle gibt es übrigens auch für Erwachsene, vorbeugend gegen Rückenprobleme und entlastend für die jenigen, die bereits Rückenschmerzen haben.

 

 

 

Alles im grünen Bereich?

[jpg]  Manchmal wird man etwas rührselig, so  auch ich am Freitag. Da versucht man Grenzen zu überwinden und im Niemandsland ein neutrales Gespräch zu führen. Wir schrieben über ein Kinder- und Jugendparlament, skizzierten dies auch. Wir wussten aber auch, dass die Stadt Ennepetal seit 2004 ein solches Kiju haben sollte, hatten jedoch über dessen Wirken nie etwas gehört. Eine Domain, die http://www.kijupa-en.de/, gibt es schon, nur die Seite ist abgeschaltet. Der Besitzer ist die Stadt Ennepetal, der Admin-C ist ein Tobias Wenke.

 

Was lag da näher als die zur 60 Jahr Feier in Massen anwesenden Politiker oder Angestellten des Rates oder der Stadtverwaltung zu befragen, was denn dieses Kiju in Ennepetal so mache. Jammern doch immer wieder irgendwelche Verantwortlichen über die Überalterung von Ennepetal.
Da hatte ich aber in ein Bienennest gestochen. Was ich denn wollte, die Kinder und Jugendlichen sind doch seit 5 Jahren hier schon etabliert. Würden in den Schulen fleißig tagen. Dürften sogar in den Jugendausschuss.
Als ich nun mal fragte, welche Rechte diese Jugendlichen denn hätten? Na ja, sie dürften Anträge formulieren, wäre doch klar. Und welche Anträge haben sie bis jetzt formuliert?, fragte ich. Da musste mein Gesprächpartner aber ganz schnell weiter, er müsse halt noch andere aufsuchen. Etwas verwirrt ging ich den nächsten aus dieser vorgenannten Gruppe an. Auch hier, nein, die Jugendlichen würden in den Schulen tagen und würden ihre Interessen versuchen zu formulieren. In welcher Schule denn? so fragte ich. Na, das geht so reih um, ist doch klar. Und was haben die bis jetzt in den 5 Jahren so formuliert? Auch hier wieder, ich muss mal ganz schnell zu einem Bekannten, so mein Gesprächspartner.
Fakt ist jedoch, wir haben bei unseren Gesprächen mit Schülern als auch mit Lehrern versichert bekommen, da läuft überhaupt nichts. An den Schulen würden Projekte angestoßen, die aber nur schulbezogen sind, jedoch nichts mit einem Kinder- und Jugendparlament zu tun haben. Da bekommt man aber einen faden Beigeschmack.

Auf der einen Seite, unsere Jugend ist unsere Zukunft, so die Verwaltung und die Politiker und auf der anderen Seite wird diese Zukunft, also die Jugend, nicht wahrgenommen. So wird uns immer wieder versichert, dass unsere Verwaltung von hoch qualifizierten Verwaltungsfachleuten geführt wird. Das diese Verwaltungsfachleute einem normalen Menschen total überlegen sind. Ja, das solch ein normaler Mensch mit solch einer Verwaltung total überfordert wäre. Nur Führung heißt auch Kontrolle ausüben, wo ist oder wo war diese? Da werden irgendwelche vollmundigen Ankündigungen in die Welt gesetzt und die werden überhaupt nicht umgesetzt. Jetzt stellt sich bei mir die Frage, ist die Ankündigung solch ein Kinder- und Jugendparlament gar mit einem Budget verknüpft worden? Und wenn ja, wie wurde das verbraucht? Warum hat der Jugendausschuss nicht noch einmal nachgehakt?
Es scheint so, als wenn diese Stadtverwaltung ein gewisses Eigenleben entwickelt hat, losgelöst von der übrigen Leistungsgesellschaft. In welchen Fachbereich  man auch blickt, man erblickt nur Widersprüchliches, welches dem selbst gesetzten Anspruch nicht entspricht.

Bürgermeister Eckhardt und sein erster Beigeordneter Wilhelm Wiggenhagen werden uns als die Verwaltungsleute in der Führung schlechthin verkauft und alle anderen als unqualifizierte Bewerber abgetan.

Es scheint aber so, als wenn diese Beiden keinen anderen in ihr "Reich" reinlassen wollen, weil sich vielleicht Abgründe der Führung auftun? Bis heute haben wir ja nur die Wirtschaftsförderung genossen und das war reichlich was wir genossen haben.  Vollmundig werden da Dinge angekündigt, die noch nicht einmal im Ansatz einem irgendwie gearteten Anspruch von Wirtschaftsförderung genügen. Dann sehen wir im Zusammenhang mit den 60 Jahr Feiern eine Öffentlichkeitsarbeit die eher einem Kleingartenverein zu zu muten ist. Öffentliche Ausschreibungen, die die heimische Wirtschaft fördern soll, landen in Essen und Velbert. Nachgefragt, stellt man fest, die Ausschreibungen sind nicht zielgenau ausgefertigt. Es gilt nur billigst obwohl es auch anders geht.

Führung heißt auch, Anweisung, Ausführung und Kontrolle, so zumindest in der freien Wirtschaft. Die Anweisung kann ich erkennen, z.B. Attraktivität der Stadt fördern, heimische Wirtschaft fördern oder Jugendlichen ihre Stadt erlebbar zu machen.  Nur ab der Ausführung fängt es schon an, es wird nichts umgesetzt.
Da wundert es doch wirklich nicht, wenn sich tausende aufmachen und der Stadt den Rücken kehren, die Umlage aus der Einkommen- und Umsatzsteuer stetig sinkt. Nur die Gewerbesteuer steigt wegen Oelkinghausen, nur wenn alle personellen Ressourcen an Oelkinghausen gebunden sind, ist Oelkinghausen ein teueres Objekt.

Was kann die Stadt überhaupt noch leisten außer Oelkinghausen zu fördern, möchte man fragen.
Auch wie kann es passieren, dass der Rat der Stadt dies in friedlicher Eintracht nicht bemerkt, sind die Ratsmitglieder so überfordert?
Der Mann mit den großen Schuhen, Michael Eckhardt erscheint hier in einem recht diffusen Licht mit seiner Führungsqualität in den vergangenen Jahren. Solch ein Zustand kommt ja nicht von heute auf morgen.

Auch der oberste Wirtschaftsförderer, der ja immerhin die blümchenschwingenden Damen verhindern soll, steht da als Verwaltungsfachmann des gehobenen Dienstes nicht gerade gut da.
Alles in allem, so meine ich, war es eine gute Entscheidung für die Stadt Ennepetal, dass Michael Eckhardt nicht mehr als Bürgermeister antritt. Denn diese Versäumnisse wären  in den nächsten 6 Jahren offensichtlich geworden und ob er das überlebt hätte, vermag ich zu bezweifeln. Was bleibt, sein Nachfolger, der TUS Liebhaber und Kegelbruder, der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, der von der CDU flugs als erster Beigeordneter gewählt wurde. Nur, die Qualifikation des Wilhelm Wiggenhagen ist doch bei solchen Vorkommnissen sehr zweifelhaft.

Ich denke zum 30.08.09 sollte endlich frischer Wind in dieses Rathaus rein, es muffelt ganz gewaltig.
Auch sollte sich der Rat der Stadt einmal ernsthaft überlegen ob er die privatwirtschaftlich ausgegliederten Objekte, wie Haus Ennepetal, das Platsch oder auch das ZET nicht wieder in die Kommune zurückführt.
Denn schon heute besteht der Verdacht bei dieser Führung, dass mit solchen Konstruktionen Kosten produziert werden die in Pauschalsummen nicht den vorgenannten Objekten zugeordnet werden können. Mit solchen Objekten hatte früher die Verwaltungen so genannte Reptilienfonds eröffnet und geführt.
Die Ankündigung ein Kinder-und Jugendparlament zu etablieren ist eine Sache, diese aber nicht zu verfolgen und auszuführen, lässt schon auf eine gewisse Art von mangelhafter Personalführung schließen. Warum aber?
In der Regel kosten die Kinder- und Jugendparlamente kaum etwas, also Peanuts.

Es ist alles im grünen Bereich. Wirklich alles? Da bleiben aber noch viele Fragen.

Jürgen Gerhardt

Kinder und Jugendliche die Zukunft unserer Stadt

Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Partizipation heißt das Zauberwort was im Zusammenhang mit einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt benutzt werden muss. Partizipation heißt Teilhabe, Teilhabe auf unterschiedlichen Ebenen innerhalb einer Gemeinde.
Da ist erst einmal festzustellen, was sind denn Kinder und Jugendliche? Nichts anderes als junge Menschen, allerdings mit den gleichen unveräußerlichen Grundrechten ausgestattet, die die Verfassung, bei uns das Grundgesetz, allen Menschen garantiert!
Geht man durch unsere Stadt mit offenen Augen, stellt man fest, es gibt keine Freiräume für Kinder und Jugendliche aber auch keine Möglichkeiten dieser Gruppe gestaltend einzugreifen. Beim Forum zum Flächennutzungsplan, war noch nicht einmal im Ansatz an diese Bevölkerungsgruppe gedacht worden. Wen wundert es dann, dass die Gruppe, nachdem sie erwachsen geworden ist, überwiegend das Weite sucht, sofern sie nicht durch Papa und Mama ein Vereins- oder Parteipöstchen zugeschoben bekommen hat.

Alle Parteien versichern in ihren Programmen, dass sie etwas für Kinder und Jugendliche tun wollen und das unisono, Wahl für Wahl, seit Jahren. Nur getan wurde nichts. Nun stellt man mit Entsetzen oder auch Gleichmut fest, unsere Stadt ist eine Stadt die überproportional viele Senioren hat. Und wenn das so weiter geht, haben wir ein riesiges Problem. Aber wie unsere Parteien so sind, sie stecken den Kopf in den Sand oder klopfen Sprüche.

Da ist es an der Zeit einmal von der Presse und Bürgerseite Flagge zu zeigen.

Zuerst würde ich ein Kinder- und Jugendparlament beim Rat der Stadt als auch der Stadtverwaltung einfordern.
Denn ich denke, die beiden vorgenannten Organe sind zu alt, um sich für die Belange dieser Bevölkerungsgruppe einzusetzen, es fehlt ihnen aber auch schlicht und einfach an der notwendigen Sensibilität.

Wenn allerdings die Einsicht vorhanden wäre, dass Kinder und Jugendliche irgendwann mal zu Arbeitskräften und Steuerzahlern heranwachsen, so wäre das sehr hilfreich. Immerhin zahlen die heutigen Kinder und Jugendlichen dann Steuern in das Stadtsäckel. Und wenn sie nicht mehr da sind, gibt es auch keine Steuern – so einfach ist das.

Kinder- und Jugendparlament (Kiju).

Rekrutieren würde man die Kinder und Jugendlichen, indem man analog der Kommunalwahl die Altersgruppe von 10 bis 22 Jahre (angedacht) anschreiben würde um eine freie Wahl abzuhalten. Aus unseren Schulen würden die dementsprechenden Kandidaten nach einem auszuarbeitenden Schüssel (Alter, Schulform, Stadtteil oder Geschlecht) herauskommen.
Das Kiju Parlament hätte die Größe von 40 Mitgliedern. Tagen würde es mindestens 6 mal im Jahr und würde eigene Ausschüsse bilden.

Tagungsort: Sitzungssaal des  Rates.

Bei allen Themen, die die Belange der Kiju betreffen, hat das Kiju mindestens ein Mitwirkungsrecht.
Ebenso bei grundsätzlichen Belangen, wie Erstellung von Spielplätzen, Freiräumen, Aktionen usw. hat das Kiju ein Mitbestimmungsrecht. Bei Einsprüchen der Vertreter des Kiju nach Abstimmung, ist der Antrag abgelehnt und muss zur weiteren Behandlung zurück überwiesen werden.

Das Kiju ist überparteilich, kann aber jederzeit einzelne Personen aus den Fachbereichen der Stadtverwaltung oder fachkundige Ratsmitglieder aus allen Fraktionen zu seinen Beratungen hinzuziehen.

Das Kiju gibt sich eine eigene Satzung und Geschäftsordnung und wird in der Gemeindeordnung eingebettet.

Es wählt sich seinen eigenen Vorstand, Pressesprecher und Schriftführer, Gemeindemitglieder werden die Mitglieder bei Bedarf mit ihrem Hintergrundwissen unterstützen.
Das Kiju hat auch das Recht eigene Anträge zu formulieren und die zur weiteren Erörterung an die zuständigen Ausschüsse zu überweisen. Die Erörterung in den Ausschüssen muss mit den gewählten Vertretern des Kiju abgehalten werden, dabei haben diese Vertreter ein uneingeschränktes Rederecht. Grundsätzlich sind alle Sitzungen sowohl des Kiju als auch der Ausschüsse, in den die Interessen der Kinder und Jugendlichen erörtert werden, öffentlich.

Soweit die Skizze. Ich bin mir bewusst, die Installation dieses Parlamentes bedarf einer guten aber auch großen Vorbereitung, nur der Nutzen ist ungleich größer als der Aufwand.

Nutzen dieses Parlamentes:

  •  Durch die Arbeit würden die Kinder und Jugendlichen besser in ihre Gemeinde eingebettet, es entsteht eine größere Bindung zu ihrer Gemeinde.
  • Kinder und Jugendliche würden sich mehr für die Politik interessieren, die späteren Erwachsenen wären sicher mit größerem Verständnis ausgestattet.
  • Die etablierten Parteien hätten die Möglichkeiten jungen Menschen ihre politischen Ziele darzulegen und würden frühzeitig junge Menschen an sich binden.
  • Durch den Austausch der Kinder und Jugendlichen mit den Erwachsenen würde ein übergreifendes Verständnis gegenüber der anderen Gruppe entstehen.
  • Kinder und Jugendliche wüssten sich durch diese partizipative Maßnahme ernst genommen und würden sich mehr für das Gemeinwohl einer Gemeinde einsetzen.
  • Dem Anspruch eine kinder- und familienfreundliche Stadt zu sein, würde zumindest im Ansatz Rechnung getragen.
  • Durch die Arbeit des Kiju, die bis in die Stadtplanung rein gehen kann, würden endlich neue Aspekte für Freiräume, sowohl der Kinder als auch der Jugendlichen, angedacht.

Diese Nutzenliste kann beliebig fortgesetzt werden.

Nachteile dieses Parlamentes:

  • Der bestehende Rat der Stadt würde in seiner Macht beschnitten und evtl. behindert, das ist glaube ich der größte Hinderungsgrund.
  • Es entstehen Kosten, die nur teilweise aus Fördermitteln des  BMFSFJ oder der entsprechenden Landesministerien gedeckt werden können.
  • Zeit muss aufgewendet werden, durch Fachabteilungen, Politiker und auch ehrenamtliche Mitarbeiter.

 

Durchführung

Zu Beginn sollte eine Task Force gebildet werden, deren Mitglieder aus dem Ämtern der Jugend, Schule und Soziales bestehen. Hinzu kommen Mitglieder aus den Vereinen, Schulen, Kirchen und sonstigen Instutitionen.

Sie bereiten das Prozedere der Wahlen vor und entscheiden erste organisatorische Maßnahmen bis hin zu einer konstituierende Sitzung des KiJu. Danach löst sich diese Task force wieder auf.
Zeitaufwand ca. ein halbes Jahr.

Voraussetzung ist eine einfache Entscheidung des Rates der Stadt Ennepetal, wobei dieser zum ersten mal beweisen kann, wir machen was für eine Kinder und familienfreundliche Stadt.

Arbeitstitel schlage ich vor: Wir gestalten die Zukunft unserer Stadt.

Und damit das ganze auch einen Anreiz für die KiJu hat, so würde ich auch gleich ein Budget vorschlagen über die das KiJu verfügen kann. Ein Sitzungsgeld für die Mitglieder des KiJu sollte selbstredend bewilligt werden.

Ich bin mir sicher es werden sich sehr viele ehrenamtliche Erwachsene melden die dem KiJu zurarbeiten und dieses sogar bei Bedarf begleiten.

Damit die Ausschüsse und der Rat der Stadt auch noch was zu tun hat, lasse ich diese Skizze als Denkanstoß stehen, damit sie von wem auch immer weiter verfolgt werden kann. Wer zuerst den Antrag stellt hat gewonnen.

Ach ja, und noch eines, andere Städte haben ein Jungendparlament schon längst installiert, Ennepetal braucht also keine Angst zu haben, Vorreiter zu sein. Allerdings könnte es bei der Ausgestaltung des KiJu punkten und über die Stadtgrenzen auf sich aufmerksam machen.

Wann werden es die Verantwortlichen begreifen mit Kinder und Jugendlichen auf Augenhöhe zu verkehren und dieses gönnerhafte Verhalten ablegen?

Jürgen Gerhardt

 


s. auch Deutscher Bundestag

Was sind wir doch familien- und kinderfreundlich

[jpg] Wie wir alle wissen, gehört zu einer Familie ein Kind und wenn es gut kommt auch mehrere. Wenn es mehrere Kinder sind könnten wir die Geburtenrate von derzeit 1,37 auf skandinavische oder französische Verhältnisse auf rund 1,5 bis 1,90 anheben und wir hätten langfristig viele Probleme gelöst.

Wir haben aber ein Problem mit den Kindern, sie machen Dinge zu Unzeiten die unserer Erwachsenwelt nicht gerade recht sind. Wenn sie noch klein sind plärren, schreien, glucksen, gibbeln , oder was auch immer sie herum. Man schreckt dann von dem wohlverdienten Nickerchen auf und fühlt sich belästigt. Manchmal geht es dann mit den Nachbarn auch zum Schiedsmann oder auch vors Gericht um die Lärmquelle abzustellen. In der Regeln sind die Richter vernünftig und schicken den Kläger mit einem lieben und manchmal mit einem unmissverständlichem Hinweis nach Hause. Auch steht uns ewig der Kinderwagen im Wege, meistens vor dem Briefkasten, das stört irgendwie.
Kinder haben aber noch ein Problem, sie werden größer und werden zu Jugendlichen, für jede Mutter aber auch jeden Vater ist die Zeit der Pubertät eine grauenvolle Erinnerung, was waren die launisch.
Dann aber, oh Graus, wollen diese Mädels und Jungen auch ihren Platz in der Gesellschaft haben, den wir logischerweise gerade besetzt halten. In diesem Zusammenhang haben es die Jungens (aber auch Mädels) so an sich ihr Körpergefühl zu entwickeln. In der Regel machen sie dies mit Fussballspielen. Jeder Junge will halt ein Ballack werden (zunehmend auch die Mädels), um evtl. die große Kohle zu machen.
Wenn man so den Jungs zusieht und das dauernde Gebrüll hört, denkt man sich, wenn man vernünftig ist, so war ich auch mal. Manch einer von unseren lieben Zeitgenossen bringt der blanke Neid, weil halt körperlich nicht mehr so fit, in Regionen des  Wahnsinns. Da kommt es doch gelegen, wenn die Jungs mal eine Kippe auf dem guten Kunstrasen eingetreten haben. Diese Vorfälle häufen sich nun. Was tun? Unsere Gesellschaft hat hierfür ein probates Mittel – das Verbot. Und raus ist die gesamte Bande.

Als Alternative wird sodann auf einen Bolzplatz ein paar Kilometer weiter verwiesen, was aber so gut nicht rüber kommt. Halt undankbare Jugend, ist immer so. Aber wir haben die Jugendlichen vertrieben, ist doch schon mal was. Nur das Problem ist damit nicht beseitigt, ein neues Problem tut sich auf. Jugendliche haben es mal so an sich,  sie wollen ihre ureigensten Freiräume haben, sich messen, sich ausprobieren, Grenzen erleben usw. körperlich wie auch sozial.
Die einen hängen nunmehr vor ihrem Computer mit Spielen, wie diesen schönen Gewaltspielen ab, lernen also im virtuellen Bereich schon mal die Leute umbringen, während die anderen sich auf Busbahnhöfen  mit dem Alkohol, Sex oder Drogen beschäftigen. Wieder ein Problem für uns arme Erwachsene.
Jetzt ist das ja nicht so schlimm, wir haben wie gesagt dieses probate Mittel, das Verbot. Nur das Verbot löst kein einziges Problem, es schafft immer neue Probleme.
So auch in Ennepetal am Busbahnhof und anderswo. Ein Streetworker, Sozialarbeiter, muss her, da werden mal schnell 10.000,– EUR locker gemacht und gut soll es sein.
Nun sagt die CDU, he, die sind ja nicht kriminell, brauchen wir also nichts zu tun. Aber es geht bei diesem Streetworker nicht darum, dass er Kriminelle aufsucht, sondern das er eben diese Jugendlichen nicht in die Kriminalität abgleiten lässt. Sehr vernünftig wie wir meinen.
Nun setzt die SPD einen Ortstermin an um überhaupt mal zu sondieren,  über was reden wir denn hier, welche Vorfälle, quantitativ und qualitativ, können uns die Anwohner denn erzählen.
Wer kam? Der Fraktionsvorsitzende Herr Volker Raulef, der Parteivorsitzende Herr Christian Zink und die stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Anita Schöneberg, allesamt SPD, dazu gesellte sich auch die Jugendhilfeausschussvorsitzende, Frau Dr.med.Hella Siekermann von der FDP. Von den Bündnis90/Die Grünen,  von den freien Wählern,  von der CDU oder von den Unabhängigen war niemand da. Weil, na ja die Jugendlichen sind ja noch nicht kriminell, da kann man ja ruhig mal abwarten. Die Anwohner, die sollen sich halt selber damit rumschlagen. Die Anwohner wussten auch nichts anderes zu machen, als einmal richtig auf die anwesenden Politiker "drauf zu hauen". Die SPD, die ja den Streetworker erst ermöglicht hatte bekam also die geballte Wut der Anwohner zu spüren. Die anderen waren fein raus, man hatte schon den Eindruck die fehlenden Politiker aller Coleur haben deshalb geschwänzt, weil sie nicht mit dem Problem  in Zusammenhang gebracht werden wollten. Frei nach dem Motto, seh ich das Problem nicht, gibt es dasselbe nicht.

So haben wir ein gutes Beispiel gesehen welches Problembewusstsein die fehlenden Parteien haben und bekommt schon einen Vorgeschmack wie es in den nächste 5 Jahren ablaufen soll, nämlich arbeitsteilig.
Die CDU aber auch Bündnis90/Die Grünen sind für den Proseccobereich zuständig und die SPD halt für den Schmuddelbereich. Wenn der Schmuddel zutage tritt, geht man halt her und steckt den Kopf in den Sand oder geht zur nächsten Prosecco After-Workfete.
Nur, falls die Krise kommt, und die kommt sicherlich, wird es soziale Verwerfungen in nie dagewesener Weise geben, man spricht von mindestens 5 Mio Arbeitslosen in 2010, die aber langfristig als Bodensatz bleiben.
Das bedeutet auch für Ennepetal, denn wir sind keine Insel, eine Menge an Jugendlichen werden Randale machen.
Jetzt könnte man schon einmal "üben" wie man dem Problem begegnen will, nur bei den Konservativen muss erst ein Problem virulent sein. Nur dann gibt es keine Möglichkeiten mehr einzugreifen. Dann gilt nur drüberhauen, das ist die Steigerung von den Möglichkeiten der Konservativen.
Jetzt könnte man sich umdrehen und sagen,ok, wir sind hier in Ennepetal, hier läuft alles anders und wir gehen nach Hause. Wir gehen aber wieder zum Bremenplatz zurück und sprechen, rein hypothetisch, versteht sich, mit dem TUS Ennepetal. Der ist ja irgendwie der Allgemeinheit verpflichtet, wegen der Zuschüsse und so.

Die Jugendlichen die wir oben mit unseren Verboten gerade vertrieben haben, holen wir glattweg zurück, stellen denen noch ein TUS Mitglied zur Seite um sie in ihrem Bemühen eine sinnvolle körperliche Tätigkeit zu verrichten zu unterstützen. Logisch, wir nehmen nicht den Kunstrasen, sondern den Naturrasen, leiten die dazu an, das sie evtl. sogar den Rasen selber pflegen. Das dauert natürlich, aber es gibt auch eine Belohnung für die Gesellschaft. Es werden verantwortungsbewusste Menschen geführt, die sich letztendlich als wertvolle Mitglieder in unsere Gesellschaft einreihen, die sich nicht ausgegrenzt fühlen, sonder akzeptiert werden. Und darüber hinaus erfährt der TUS evtl. das bei diesen Bolzern der eine oder andere Ballak dabei ist, ist doch was,oder? Ich weiß, das klingt naiv, ist es aber nicht; denn viele Kicker aus meiner Generation sind erst mit dieser Bolzerei zu späteren Fussballstars avanciert. Sie kamen aus einfachen Verhältnissen, waren Prollos, wie wir heute sagen würden, hatten das Geld nicht für den Verein, landeten aber dann doch in den Vereinen. Waren unsere Vätergenerationen so naiv? Nein, sie waren pragmatisch und das machte auch Sinn.
Als ich mich oben auf dem Bremenplatz umsah, sah ich vom TUS junge Leute, die alle gewillt wären das Problem konstruktiv anzugehen. Ein Trainer meinte allerdings, das würde Geld kosten. Klar kostet es Geld, aber das bringen ja die Ballaks die durch die Bolzerei entdeckt werden, ist also eine Investition in die Zukunft. Denn ein Ballak, der wird ja an einen anderen Verein verkauft, ist doch was. Vergessen? Die alten müssten das noch wissen oder haben wir die auch in die Seniorenvereine abgeschoben? Dann holt sie halt zurück.
Und wenn wir das mal umsetzten, also die Köpfe aus dem Sand nehmen, ja dann kann Ennepetal mit Fug und Recht behaupten, wir sind familienfreundlich. Aber so bleibt das nur ein Lippenbekenntnis.Tja, die Sozialisation ist halt ein schwieriges Unterfangen und leider  müssen alle gesellschaftlichen Gruppen mit arbeiten. Aber wir werden ja auch belohnt, denn später bezahlen diese Jungendlichen als Erwachsene unsere Rente, so das wir ungestört mit unserem Rollator durch die Gegend düsen können. Der eine oder andere jetzt Erwachsene hilft uns sogar über die Strasse, warum?, weil er nicht vergessen hat wie die Erwachsenenwelt ihn in seiner Jugend behandelt hat. Übrigens, sowas nennt man Familien- und Jugendpolitik, sowas geht ohne Düsseldorf, Berlin oder Brüssel, man muss halt nicht immer vor jedem Problem den Kopf in den Sand stecken.
Und jetzt, bolzt man schön, es ist eurere Stadt
.

Jürgen Gerhardt


 

Für die Jenigen, die wieder das Haar in der Suppe suchen:

[Wer es falsch verstehen will und den Sinn nicht erkennt, was damit gemeint ist, der will es falsch verstehen!]

Linde Arndt

Ist der Ruf erst ruiniert….!

 Ist der Ruf unserer Stadt der Stadtverwaltung nun ganz egal?

Man kann als Ennepetaler schon die Tränen in die Augen bekommen, wenn man die letzten Monate und Wochen die Zeitungen aufschlägt. Aber, war das nicht immer schon so? Hatte man sich nicht irgendwie daran gewöhnt?

"    Da wird eine Fuzo eröffnet und es fehlen Einzelhändler!
"    Da hungern Kinder in den Schulen und der Kinderschutzbund muss eingreifen.
"    Da wird ein Citymanagement gegründet als GmbH&Co.KG, wo es ein Verein auch tun würde.
"    Da kommen Leute mit einem Schienenbus in Ennepetal an, die nicht wissen wo es längs geht.
"    Da wird ein Konzept verwendet, welches nicht frei von Rechten ist und eine Urheberrechtsverletzung in Kauf genommen.

Das alles muss man sich ansehen und kommt sich recht hilflos vor, wenn man die Attraktivität der Stadt doch
erhöht sehen will. Ob in  Schwelm, Gevelsberg und anderswo, überall dieses Grinsen wenn man von Ennepetal spricht. Das Grinsen welches besagt, he, hör mir damit auf, Du hast ja den Schuss nicht gehört.
Mich persönlich hat die Nachricht mit den hungernden Kindern am meisten aufgeregt. Mir fiel auch spontan das Werk von Frau Kollwitz ein, welches im Jahre 1924 entstand. Sind wir wieder soweit?

Und wie reagiert die Stadtverwaltung?
Ein Krisenmanagement sieht aber ganz anders aus. Untergebene oder Andere werden als Verantwortliche zitiert, wobei die eigene Verantwortung nicht zählt.
Und die Politiker? Im Falle des Teckels hat zumindest die SPD Kandidatin die Deckung verlassen, wurde aber sofort von der Stadt auf der CDU Internetseite abgebügelt, wobei es schon ein starkes Stück ist , wenn ein städtischer Angestellter auf einer örtlichen CDU Parteiseite seine Korrespondenz veröffentlicht. 
Nun streitet man sich über das Neutralitätsgebot, während immer noch nicht geklärt ist ob die Besucher das nächste mal nicht doch über die Gleise laufen sollten, bis die sich einigen.

Ist der Stadtverwaltung eigentlich bewusst, dass sie mit solchen Schlagzeilen das Image unserer Stadt schwer beschädigt. Und ist ihr nicht bewusst, dass sie mit diesen Reaktionen  einen noch größeren Imageschaden herbeiführt?
Letztendlich ist der Bürgermeister als die oberste Instanz in der Stadtverwaltung verantwortlich, wenn der nicht anwesend ist, der Beigeordnete. Wo aber nehmen diese beiden Ihre Verantwortung wahr?
Dann die Politiker im Rat –  sie sollen die Verwaltung kontrollieren, wo ist da eine Sitzung gewesen, wo solche Dinge behandelt wurden – und zwar öffentlich.

Man sollte nicht nur über die Attraktivität der Stadt Ennepetal reden, sondern auch etwas für unser Image tun!!!
Und dazu gehört z. B.: "Der Rat der Stadt Ennepetal beschloss in einer Eilsitzung die Mittel für Kinder in Not aufzustocken. Das Credo: Kein Kind in unseren Stadtmauern ohne warme Mahlzeit!!!!!! "

Und liebe Leute, diese Schlagzeile geht durch die ganze Republik, eine Imgagewerbung, die ihr Geld wert ist.

Wenn nun aber niemand eingreifen will, so sollte man doch einmal ernsthaft überlegen ob man nicht die kommunale Aufsichtsbehörde ansprechen sollte, die das Funktionieren der Kommune herstellt. So wie es bisher läuft wird der Stadt und damit den Bürgern ein Schaden zu gefügt, der in Zukunft nicht getilgt werden kann. Im Zweifelsfall sollte der Bürger überlegen ob er nicht ein Bürgerbegehren in Gang setzen sollte.