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Kommentar zum OB-Amtsantritt von Erik O. Schulz

23. Juni 2014 | Von | Category: Kommentar zum OB-Amtsantritt von Erik O. Schulz, Schon gelesen?, Z- Alle Beiträge

 

[Hagen] Schönen guten Montag. Die OB-Wende in Hagen kam um Mitternacht, aber immerhin nicht unerwartet. Jörg Dehm ist nun nicht mehr Oberbürgermeister in Hagen, das Zepter im Rathaus schwingt jetzt Erik O. Schulz. Eine Woche Zeit blieb dem einen, seine Amtsgeschäfte zu übergeben und dem anderen, sich aus seiner bisherigen Geschäftsführer-Position zu verabschieden und die Vorbereitungen dafür zu treffen, nun der Erste Bürger dieser Stadt zu sein. Im Regen (jedenfalls was wichtige Fragen des Amtsgeschäfts anbetrifft) wird sein Vorgänger den neuen Hagener OB nicht stehen lassen, das hat Jörg Dehm schon signalisiert. Immerhin hat beide ja auch bisher eine gute Zusammenarbeit verbunden. Und nachdem Erik O. Schulz in einem Medien-Interview verkündete, dass er sich hinter die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt bzw. deren Arbeit stellen will, dürften ihn diese bestimmt auch nicht im Regen stehen lassen. Für jedermann verständlich: es ist nicht leicht, sich in ein so umfassendes Amt einzuarbeiten und in dieser Zeit Entscheidungen zu fällen. Die nächste große Ratssitzung ist am 3. Juli, um 15:00 Uhr. Bis dahin, spätestens, wird man sowohl aus der Richtung der Ratsmitglieder aber auch aus der Richtung der Bürger die erwartungsvollen und kritischen Augen auf den neuen Oberbürgermeister Erik O. Schulz richten. Man wird gespannt sein, wie Erik O. Schulz den neuen, bunt gemischten Rat „moderiert“ (wie er es vor seinem Wahlsieg formulierte). Wie er Bürgerinnen und Bürgern begegnet, die sich mit ihren Anliegen an ihn wenden. Ob er das, was er im Wahlkampf versprochen hat und während seiner Amtszeit verspricht auch hält. Wie neutral er als parteiloser Oberbürgermeister bleibt oder ob er sich aus verschiedenen Richtungen vereinnahmen lässt. Ob er menschlich auf dem Boden und in Augenhöhe der Bürgerschaft bleibt. Die Erwartungen in Erik O. Schulz sind, nach dem wie er sich im Wahlkampf „verkauft“ hat, hoch; der Berg der vor ihm liegenden Aufgaben nicht minder. Heute ist der Tag Eins und sechs Jahre sind lang. Ob Erik O. Schulz die richtige Wahl für den Oberbürgermeister dieser Stadt war, die Meinung wird sich jede Bürgerin und jeder Bürger im Laufe der Zeit für sich selbst bilden, sechs Jahre wird die Meinungsbildung aber bestimmt nicht beanspruchen. Zur heutigen Amtsübernahme wünschen wir Erik O. Schulz viel Glück und (frei nach Ludwig Thoma) für das Führen der Stadt in dieser Situation „die göttlichen Eingebungen“.

Ein Kommentar von Hans Leicher  TV58



“Jesus Christ Superstar” – Premiere in Hagen

19. Januar 2014 | Von | Category: Schon gelesen?, Z- Alle Beiträge, “Jesus Christ Superstar”

[Gastbeitrag Hans Leicher]


Mehr als ein Meisterstück!

Jesus-Christ

Hannes Staffler (Jesus), Tillmann Schnieders (Simon), Ensemble (Foto: Theater Hagen / Kühle)

Hagen – (HL.) Dass das Theater Hagen ab sofort neben der “Rocky Horror Show” einen weiteren Publikumsmagneten über die Hagener Grenzen hinaus hat, das hat das Ensemble am vergangenen Samstag Abend mit der Premiere von “Jesus Christ Superstar” ganz klar bewiesen.

 

Denn seit Jahren sind die Vorstellungen der “Rocky Horror Show” am Theater Hagen weit im Voraus ausverkauft. Die Rock-Oper “Jesus Christ Superstar”, mit dem das Hagener Theater gleich zum Jahresbeginn gestartet ist, wird nicht weniger begehrt werden. Die Premiere war bis auf den letzten Platz ausverkauft; ein Publikum quer durch die Generationen. Faszination und Spannung waren bis zur letzten Minute der Premiere in den Gesichtern zu sehen. Zwischendurch immer wieder Szenenapplaus und zum Ende ein nicht enden wollender stehender Applaus, der allen Mitwirkenden die entsprechende Verneigung wiederspiegelte, die sie sich in zweimal 45 Minuten erarbeitet hatten.

Die Hagener Inszenierung des sensiblen und fantasiereichen Regisseur Thilo Borowczak bietet viele sinnliche Überraschungen in immer wieder kurzen zeitlichen Abfolgen die die Sinne zwar nicht überfordern aber einen zweiten Besuch durchaus sinnvoll machen um alles, aber wirklich alles, zu erfassen. Mit einem Augenzwinker sei zugegeben: es gibt bestimmt weitaus schlimmere Wiederholungsbesuche. Sicherlich wird sich auch das Ensemble noch weiter in dieser Rock-Oper von Andrew Lloyd-Webber und Tim Rice entwicklen und man darf gespannt sein, was noch alles möglich ist. An diesem Premiere-Abend war und waren jedenfalls alles und alle auf dem Punkt; tiefe Verneigung. Und so sei, jedenfalls an dieser Stelle, niemand und keine Einzelszene besonders hervorgehoben. Die Gesamtleistung aller, die auf, vor und hinter der Bühne, aber auch im Vorfeld lange geplant und geprobt haben, bringt wieder einmal etwas auf die Hagener Theater-Bühne, für das die Bezeichnung Meisterstück weit untertrieben ist. Der Erfolg an diesem Premiere-Abend hat ihnen Recht gegeben. Der Erfolg und ein ständig ausverkauftes Haus wird ihnen auch weiter Recht geben.

Infos und Tickets gibt es unter http://www.theaterhagen.de

Weitere Vorstellungen:  24.1., 29.1., 15.2., 21.2., 1.3., 12.3., 16.3. (15.00 Uhr), 21.3., 6.4. (18.00 Uhr)., 17.4., 30.4., 4.5. (15.00 Uhr) und 9.5.2014 – jeweils um 19.30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

 



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