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Gemeinsam für Zivilcourage – Gegen rechte Gewalt

Die Akteure der 10. Gevelsberger Aktionswoche FÜR ZIVILCOURAGE – GEGEN RECHTE GEWALT
Foto: (c) Linde Arndt

[la] Nun ist es bereits das 10. Jahr, wo Gevelsberg sich mit einer Aktionswoche für Zivilcourage – gegen rechte Gewalt stark macht. Während die Veranstaltungen in den Vorjahren bereits einen beachtlichen Umfang hatten,  hat diese Jubiläumsausgabe ein ganz besonderes, reichhaltiges Repertoire.

Fein zusammengestellt und mit vielen wunderbaren Veranstaltungen, einem bunten Kultur- und Musikprogramm, wird  die Aktionswoche vom  05. bis 12. November 2017 gebührend gefeiert.
Alle Bürger sind hierzu herzlich eingeladen. Ziel ist es bewußt zu machen wie wichtig es ist gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und jedwede Form von Gewalt aktiv zu werden.

Flyer 10. Gevelsberger Aktionswoche

Hier finden Sie den Flyer mit allen ausführlichen Angaben im pdf-Format.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist es Stefanie Kron von der Gevelsberger Stadtbücherei gelungen den Autoren Firas Alshater mit einer Lesung aus sseinem Buch  „Ich komm’ auf Deutschland zu – ein Syrer über seine neue Heimat“ nach Gevelsberg zu holen. Bei der ursprünglichen Lesung in der Bücherei waren so viele Interessierte da, dass aus Brandschutzgründen einige nach Hause geschickt werden mussten.  Am 19. November wird Firas Alshater nun  im  Bürgerhaus Alte Johanneskirche zu erleben sein.

Elisa Schulz vom CVJM und will mit der Veranstaltung „Gerne anders!“ eine Brücke schlagen zur Argumentation der AfD.  „Mir ist aufgefallen, dass bisher die Verfolgung von Homosexuellen nie ein Thema war“  Bei einer weiteren Veranstaltung ist auch der Feminismus im Islamein ein Thema.

Einen besonderen Stellenwert hat die  Aufklärung an Schulen. Junge Gevelsberger der Realschule und des Jugendforums gestalten aktiv die Aktionswoche.
Die jüngsten Akteure  des Aktionsbündnisses präsentieren sich im Talk mit Bürgermeister Claus Jacobi.
Für die Klassen gibt es Filmvorführungen und Theatervorstellungen im Filmriss.

Diskussionen und ein Markt der Möglichkeiten im Gevelsberger Rathaus, in dem sich die Teilnehmer der Aktionswoche präsentieren, setzt den  Auftakt am 5. November.

Die Aktionswoche endet mit einer Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Pogrome gegen Juden am Sonntag, dem 12. November, am Mahnmal auf den Rathausvorplatz.

Es gibt so viel beachtenswerte  Veranstaltungen, so dass wir Ihnen empehlen, die Einzelheiten aus dem  Flyer zu entnehmen.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

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Gevelsberger Erinnerungskultur ´15

Gesprächskreis "Erinnerungskultur" Foto: (c) Linde Arndt

Gesprächskreis “Erinnerungskultur” Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Jedes Jahr im November macht sich Gevelsberg auf, um sich an die Novemberpogrome 1938 zu erinnern. Es war die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 als die Verbrecherbanden der Nationalsozialisten, Juden in den Selbstmord trieben, Friedhöfe schändeten, Synagogen, (Gotteshäuser), Betstuben und sogar Wohnungen  zerstörten, wobei diese Verbrecher sich  die Wertsachen  in ihre Taschen steckten. Zehntausende Juden wurden damals inhaftiert und später in die neu geschaffenen Konzentrationslager geschafft. Später mündeten diese Verbrechen in die industriell forcierte Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa, es war der Holocaust oder für die Juden die Shoa.

Erinnerungstafel an der Mauer der Fliednerklinik Gevelsberg Foto: (c) Linde Arndt

Erinnerungstafel an der Mauer der Fliednerklinik Gevelsberg Foto: (c) Linde Arndt

In Gevelsberg aber auch in vielen deutschen Städten erinnert man sich Jahr für Jahr an diese unseligen Zeiten. Gevelsberg hat im Laufe der Jahre Denkmäler aufgestellt und an den denkwürdigen Orten im Stadtgebiet Tafeln anbringen lassen. In diesem Jahr erinnerte man sich an das ehemalige Gevelsberger Krankenhaus in welchem damals Zwangssterilisationen durchgeführt wurden aber auch Kranke denen die medizinische Versorgung verweigert wurde, so dass sie letztendlich elendig starben. Es gab extra Gesetze für diese Maßnahmen. Die Nazis nannten diese Menschen lebensunwert, hunderttausende wurden den Krankenhäusern gerichtlich zugeführt.

Pfarrer Martin Bach appellierte denn auch, mit der Erinnerung nicht aufzuhören, denn was damals geschah ist das genaue Gegenteil von dem wonach wir leben wollen. Auch die Kirchen haben sich damals mitschuldig gemacht. Diese damalige Ideologie war und kann nicht unsere Ideologie sein. Bürgermeister Claus Jacobi schlug einen Bogen zu der heutigen Flüchtlingsproblematik, die Gevelsberg menschlich fordert. Er erwähnte noch den antifaschistischen Arbeitskreis Gevelsberg, der sich jedes Jahr um die Organisation dieser Tage einsetzt. Er verwies nochmals auf die Gevelsberger Aktionswoche „Gegen Rechte Gewalt“ (wir berichteten) hin.

 

70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges und 100 Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges

70 Jahre später – Pfarrer Martin Bach hat schon recht wenn er die Kontinuität der Erinnerungen an diese Zeit vorschlug. Aber, Erinnerung um der Erinnerung wegen führen letztendlich zu keinem Ergebnis. Denn stellt man sich die Frage, wie konnte es zu diesen Verbrechen kommen, erntet man 70 Jahre später ein Schweigen welches den aufgeklärten Fragenden irritiert. Sigmund Freud hat in seinem Band X der gesammelten Werke das Kapitel „Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten“, in diesem beschreibt er wie man die „menschlichen Fehlleistungen“ in der Psychotherapie erfahrbar machen kann. Zwei Psychologen, haben sich des Problems der deutschen Schuld aus der Nazizeit, diesem Massenphänomen, angenommen. Sowohl Alexander Mitscherlich als auch Horst Eberhard Richter, beide haben den Deutschen empfohlen ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Denn letztendlich bleibt die brennende Frage: Wie konnte es geschehen? Wie konnten wir, jeder einzelne, solch eine Schuld auf sich laden? Leider wurde diese Aufarbeitung nie betrieben. Heute ahnen wir mit welchen Trieben Deutsche wieder in unserem Lande die Menschenrechte mit Füßen treten. Es ist noch weit bis zu den Euthanasiegesetzen, jedoch die Sprache der braunen Massen hört man laut und vernehmlich. Die Sprache ist schon entmenschlicht, man spricht von Strömen, von Massen oder von Schmarotzern die unser Land im Zusammenhang mit den Flüchtlingen heimsuchen.

Im Film „Der ewige Jude“ von 1940 wurde der Jude mit Ratten gleich gesetzt.

Diese damalige Sprache senkte erheblich die moralischen Hürden, die letztendlich Menschen dazu brachte, sämtliche moralischen Bedenken hinsichtlich der nationalsozialistischen Verbrechen über Bord zu werfen.

Seien wir vorsichtig, sonst werden wir eines Tages als Erinnerung nur die schönen bunten Flyer haben, die uns moralisch von den Bösen unterscheiden sollten. Nur damals nutze es nichts und morgen würde es nichts nutzten, wenn wir unsere Vergangenheit nicht aufarbeiten. Millionen Menschen wurden damals ermordet und werden zukünftig ermordet, wenn wir nur einer Erinnerungskultur ohne Hintergrund nachgehen.

Der evangelisch Pfarrer Martin Niemöller wurde einmal auf die Widersprüchlichkeit seiner Biografie angesprochen. Er war U-Boot Kommandant der Kaiserlichen Marine und Friedensbewegter Ostermarschierer. Er antwortete darauf: „Dass ich meine Überzeugung in meinem Leben geändert habe, ich glaube, nicht aus Charakterlosigkeit, sondern weil ich dazugelernt habe -, dessen schäme ich mich nicht … Wir sollten darauf hoffen, dass auch die Leute, die uns augenblicklich führen, noch dazulernen können…“

 

Hoffen wir, das unsere führenden Leute dazugelernt haben.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Gevelsberger Aktionswoche – Für Zivilcourage – gegen rechte Gewalt

Flyer der Stadt Gevelsberg

Flyer der Stadt Gevelsberg

[la]  In der Zeit vom 05. bis 15. November 2015 findet in Gevelsberg wieder eine Aktionswoche  “FÜR ZIVILCOURAGE – GEGEN RECHTE GEWALT” statt.

Bürgermeister Claus Jacobi wendet sich mit einem Grußwort an die Mitbürgerinnen und Mitbürger, indem er ihnen folgendes mitteilt.

“Gevelsberg ist eine Stadt, die offen für kulturelle Vielfalt und für neue ldeen ist. Um dieses tolerante und weltoffene Ver­ständnis der Bürgerschaft weiter zu stärken und dafür Sorge zu tragen, dass in Gevelsberg alle Menschen gleich welcher Nationalität, Herkunft oder Religion, friedvoll und ohne jede Diskriminierung zusammenleben können, engagiert sich das Aktionsbündnis für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt.

In diesem Jahr 2015 nimmt das Bündnis mit der Aktionswoche zusätzlich am Bundesprogramm ,,Demokratie leben!” teil, was eine besondere Premiere für unsere Stadt ist. Gemeinsam setzen sich alle Akteure im Rahmen der verschiedenen Veran­staltungen für ein offenes und facettenreiches Land ein, mit denen sich unsere gesamte Gesellschaft aktiv gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit einbringt. Jahr für Jahr möchte das Bündnis mit seinem Engagement das viel­fältige, gewaltfreie und demokratische Miteinander in unserer Stadt stärken.

Alle Akteure freuen sich darauf, Sie zahlreich als Gäste und Mitwirkende begrüßen zu dürfen.”

Wir haben den gesamten Flyer als pdf auf unserer Seite zur Verfügung gestellt und gleichfalls in unserer Veranstaltungsankündigung eingepflegt, so dass Sie alle Sie interessierenden Themen immer wieder nachlesen können.

 

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben!

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

 

 

 

 


 

Nicht schon wieder in Gevelsberg?

Ansprache von Bürgermeister Claus Jacobi gegen Rechte Gewalt    Foto: © Linde Arndt

Ansprache von Bürgermeister Claus Jacobi gegen Rechte Gewalt Foto: © Linde Arndt

[jpg] Man möchte sich in seiner Welt ganz einfach zurück legen. Kein Rassismus, keine Gewalt und jeder achtet seinen Nächsten. Nur funktioniert das nicht. Es wird niemals eine Idylle dieser Art geben, aber, es wird einen Weg zu dieser Idylle geben. Und einen Weg begeht man Schritt für Schritt um seinem Ziel näher zu kommen.

Gevelsberg weiß das dieser Weg begangen werden muss, da sonst diese kruden Ideen von Neonazis oder Rassisten weiter voranschreiten. Diese Neonazis weichen nicht zurück, vielmehr kommen sie immer wieder in anderen Formen auf den Rest der Bevölkerung zu. Als Bürgerrechtler getarnt biedern sie sich den normalen Menschen an. Im sächsischen Schneeberg kommen sie paarweise mit Kinderwagen um „Wir sind das Volk“ zu skandieren und gegen syrische Asylanten in einer Kaserne  zu demonstrieren. Hunderte Kilometer weit fahren die Neonazis um dann in einer Kleinstadt wie Schneeberg einzufallen.

Gevelsberg will mit seiner jährlichen Woche „Gegen rechte Gewalt“ ein klares Signal setzen. Dieses mal kamen so an die 80 überwiegend Jugendliche der IG-Metall mit Trillerpfeifen ins Rathaus. Sie alle kamen aus den umliegenden Betrieben mit ihrer Forderung. „Respekt“.  Kein Platz für Rassismus, heißt es dieses Jahr, Respekt gegenüber dem Anderen in unserer Gesellschaft, wir erinnern uns an die hässlichen Szenen gegenüber dem Schalker Stürmer Gerald Asamoah.
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So wurde am Gevelsberger Rathaus durch Bürgermeister Claus Jacobi ein Schild, „Respekt“ Kein Platz für Rassismus, angebracht. „Unsere Gevelsberger Gesellschaft soll bunt und nicht braun sein“, Gevelsberg steht für Offenheit gegenüber jedermann, so Claus Jacobi. Durch die Anbringung dieses Schildes reiht sich Gevelsberg in die schon über 2.000 Schildanbringungen ein. Rathäuser, Schulen, Betriebe oder auch Kirchengemeinden haben dieses Schild schon angebracht.

Gleichzeitig war dies die Kickoff Veranstaltung der Stadt Gevelsberg für ihre Gevelsberger Aktionswoche „Für Zivilcourage, gegen rechte Gewalt“. Den Flyer mit den Veranstaltungshinweisen haben wir hier eingestellt.
Nicht schon wieder in Gevelsberg? Doch, gerade in Gevelsberg (Und überall) bis dieses Gedankengut der Vergangenheit angehört.


Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg

Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten – Gegen rechte Gewalt

[jpg] Springerstiefel und Glatzköpfe das war gestern. Aber sind sie deshalb verschwunden? Nein!
Heute sind es smarte und nette junge Mädchen und Jungs, die vor den Schulen Hip Hop,
Funk, Soul, Rock oder Rap DVDs verteilen. Eben junge Leute wie die von nebenan. Man erkennt sie bestenfalls an der Sprache. Die Älteren haben sich das Outfit eines netten Einfamilienhausbesitzers angeeignet, der von nebenan, dem man vertraut und dem man sich auch anvertraut. Deshalb bleibt es nicht aus, immer wieder und immer wieder, in bestimmten Intervallen aufzuzeigen, wo diese braunen „Kameraden“ hin wollen.

Die Jüngeren unter der Bevölkerung werden sagen: Was habe ich damit zu tun? Ich habe mit dieser Zeit nichts mehr am Hut. Und überhaupt möchte ich mein Leben ungestört genießen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Klar, nur mit dem Genießen hatte es Anfang des vorigen Jahrhunderts sehr schnell aufgehört als die braunen Horden sich in Deutschland organisiert hatten. Da wurde aus dem Genießen eben mal „undeutsches Verhalten“, und ab ging es in die Umerziehung in die KZ´s. In diesen KZ´s wurden anfangs noch keine Massenvernichtungen betrieben, vielmehr wurden Menschen eine „zweite Chance“ gegeben wieder deutsch zu werden.
Man sollte heute also meinen, es geht alle an um gegen das Vergessen anzugehen, die neuen Strategien zu erfahren oder auch nur Menschen kennen zu lernen die ihre eigene Erfahrung mit diesen braunen Horden gemacht haben. Die zur Zeit in der Öffentlichkeit behandelte NSU (nationalsozialistische Untergrund), wo hier in Deutschland 10 Menschen ungestraft ermordet werden durften und die nur durch Zufall gefasst wurden, mag ein mahnendes Beispiel sein.
Gevelsberg geht auch hier traditionell einen eigenen Weg indem man jedes Jahr eine Aktionswoche für Zivilcourage und Gegen Rechte Gewalt organisiert.
Dieses Jahr setzte man noch eins drauf, Frau Melanie Schweitzer von der VHS EN-Süd entwarf ein Logo welches die Umkehr der drei indischen Affen zeigte, nämlich nun >SEHEN<||>HÖREN<||>REDEN< was ein wesentliches Moment dieser Aktion ist.

Dies führte letztendlich zu einem Aufkleber für Autos oder was
auch immer, um letztendlich Flagge gegen rechte Gewalt zu zeigen.

Aber es geht noch weiter,es ist ja eine Aktionswoche und zwar für alle.

 



Der Auftakt der Aktionswoche wird  am:

04. Nov. 2012 um 11:30 Uhr
im Bürgerhaus Alte Johannes Kirche, Uferstrasse 3

mit: MO ASUMANG.ROOTS GERMANIA gemacht.

Die Naziband „White Aryan Rebels“ rief 2007 zum Mord an der Afrodeutschen Mo Asumang auf. Mo Asumang wollte danach wissen warum Menschen, die sie nicht kennen, zum Mord an ihrer Person aufrufen. Sie begab sich auch auf die Spur ihrer persönlichen Identität mit der Frage: Wer bin ich? Bin ich Deutsche oder Afrikanerin.
Iris Baeck von der VHS EN-Süd plante und organisierte diese Auftaktveranstaltung.

Am Montag 05. Nov. 2012 um 15:00 Uhr
wird im Gevelsberger Rathaus die Austellung

„ANDERS? – COOL“

durch Bürgermeister Claus Jacobi sowie den AWO Vorsitzenden und MdB Rene Röspel
eröffnet.
Geplant und organisiert wurde diese Ausstellung  von Frau Julia Robert/ AWO Jugendmigrationsdienst

Es ist eine multimediale Wanderausstellung, die die Sorgen, Freuden und die Hoffnungen der Jugendlichen widerspiegeln. Es sind authentische Bilder und Texte die intuitiv zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft führen sollen. Die Werkzeuge Sprache, Schule und Beruf werden klar herausgearbeitet und sprechen die Jugendlichen an, so der JMD.

Gleicher Tag jedoch 10:00 Uhr

Im Filmriss – Kino Gevelsberg, Rosendahlerstraße 18
Hier plante und organisierte Klaus Fiukowski, Stadt Gevelsberg

Es wird ein Kinoseminar der Fridrich-Wilhelm Murnau-Stiftung durchgeführt. Filme aus der damaligen Nazi-Zeit  werden gezeigt und gemeinsam ausgewertet und intensiv diskutiert. Diese Filme zeigen wie die Nazi Propaganda Menschen dominiert und manipuliert.


Am Dienstag dem 6. Nov. 2012, um 19:30 Uhr
in der VHS EN-Süd, Mittelstraße 86-88, Gevelsberg

„DIE NEUEN NAZIS – IDEOLOGIE UND ERSCHEINUNGSFORMEN“

Es werden die neuen Entwicklungen der neonazistischen Szene durch gesprochen. Neonazis können nicht mehr klar gegen links abgegrenzt werden, die neuen Bewegungen.

Hier plante auch Iris Baeck von der VHS EN-Süd

Am Mittwoch dem 7. Nov. 2012, 18:00 Uhr

Aktionstraining „ARGUMENTE GEGEN RECHTS“

im Verwaltungsgebäude der IG Metall, Großer Markt 9, Gevelsberg

Es geht um das Thema, wie reagiere ich auf verbale Diskriminierung und Ausgrenzung. Ausgehend von Konflikten und Erfahrungen werden die Reaktionen auf die erfahrenen, diskriminierenden Sprüche und Haltungen miteinander durch gesprochen und trainiert.

Geplant und organisiert hat dieses Projekt Clarissa Bader von der IGM

Am Mittwoch dem 7. Nov. 2012, 8:00 bis 13:00 Uhr

Poetry-Workshop „RESPEKT“
mit Sualiman Masomi

im Städtischen Gymnasium Gevelsberg, Ochsenkamp 100

Jungpoeten können unter Anleitung von Sualiman Masomi zu einem lyrischen Werk kommen. Eine sicherlich spannende Veranstaltung bei der  einem leeren Blatt Papier zu seiner Bestimmung verholfen wird.
Hier plante und organisierte Klaus Fiukowski, Filmriss Kino Gevelsberg

Am Dienstag/Mittwoch/Donnerstag dem 6. bis 8. Nov. 2012 jeweils ab 9:00 Uhr

GEVELSBERGER STATT-RUNDFAHRT

Am Beispiel einer Stadtrundfahrt durch Gevelsberg wird gezeigt, wie eine Stadt wie Gevelsberg  gleichgeschaltet wurde. Wie verhielten sich die Gevelsberger gegenüber dem Unrecht, dass Vielen in ihrer Stadt angetan wurde; bekamen sie überhaupt etwas mit?

Hier plante und organisierte Ingelore Sengstmann vom Antifa Arbeitskreis Gevelsberg

Am Freitag dem 9. Nov. 2012 um 11:00 Uhr

„ÜBERdasLEBEN
ODER MEINE GEBURTSTAGE MIT DEM FÜHRER“

Aula des Schulzentrums Gevelsberg, Ochsenkamp 100

Ein Theaterspiel mit Beate Albrecht
Es wird vom Unrechtssystem der Nazis erzählt die Gleichschaltung, Unfreiheiten und Ungerechtigkeiten hervorbrachten. Es gab Widerstände in unterschiedlichsten Formen in der damaligen Zeit.
Ziel ist ein Bewusstsein, dass  es Demokratie und Menschlichkeit nicht umsonst gibt, man muss sie auch leben.

Hier plante und organisierte der AWO Jugendmigrationsdienst in Kooperation mit  Klaus Fiukowski, Stadt Gevelsberg

Am Samstag dem 10.Nov. 2012 um 20:00 Uhr

MUSIC AGAINST RACISM

Gaststätte „Pub 18“, Rosendahlerstraße 18

Kultur und Musik sind schon immer die besten Botschafter von Toleranz, Weltbürgertum und Freiheit gewesen. Grenzen oder Ausgrenzung sind hier vollkommen fremd und würden nur hinderlich sein. Reggae, Rock und Dancehall werden deshalb von mehreren Djs im Pub 18 zum gemeinsamen Feiern animieren und gegen Rassismus und Ausgrenzung ein klares Zeichen setzen.

Hier plante und organisierte Jan Frederik Demmer mit dem NGK (Neuer Gevelsberger Kulturverein)

Am Samstag dem 10.Nov. 2012 um 19:00 Uhr

Filvorführung „Die Zündschnüre“

Filmriss-Kino Gevelsberg, Rosendahlerstraße 18

„Die Zündschnüre“ ist ein Roman des Schriftstellers und Liedermachers Franz Josef Degenhardt.
4 Kinder aus dem sozialdemokratischen Milieu setzen sich gegen die Nazis zur Wehr. Anfangs gelingt dies eher spielerisch wird aber zunehmend Ernst.
Im Vorprogramm wird der Liedermacher  Peter-Jörn Rüddenklau aus Hattingen auftreten.
 

Hier plante und organisierte Clarissa Bader mit der IGM, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der AntifaschistInnen.

Am Sonntag dem 11.Nov. 2012 um 13:00 bis 18:00 Uhr

Ausstellung „Kinder aus allen Ländern der Welt – zu Hause in Gevelsberg“

Am 20. Sept. (Weltkindertag) gab Bürgermeister Claus Jacobi mit einer gemeinsamen Malaktion mit Gevelsberger Kindern den Startschuss für eine große Stadtausstellung. Am 11. Nov. ist es soweit. Über das gesamte Stadtgebiet werden die bisher rund 100 Bilder im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntages in allen Schaufenstern der Stadt zu sehen sein. Zusammen mit diesen kleinen und großen Kunstwerken werden Plakate „Gevelsberg hat keinen Platz für Rechtsextremismus“ aufgehängt, ein Signal von allen kleinen und großen Gevelsbergern für ein friedliches Miteinander und gegen Rassismus und rechte Gewalt.

 Hier plante und organisierte Klaus Fiukowski, Stadt Gevelsberg in Kooperation mit Pro City Gevelsberg e. V.

Ohne Termin

Musikprojekt „Respekt“

Der Musiker  „Slowmo“ alias Moritz Schuster von U-Turn wird einen Song zum Thema komponieren. Eine Strophe und den Refrain gibt er vor, den Rest sollen die Jugendlichen SchülerInnen  texten. Das ganze wird im Tonstudio mit den besten Texten eingesungen und auf CD gebrannt. Die CD wird in der Aktionswoche öffentlich vorgestellt.

 Hier plante und organisierte Jan Frederik Demmer vom NGK (Neuer Gevelsberger Kulturverein

Ohne Termin

„Gewalt? Geht gar nicht! Und überhaupt nicht in Gevelsberg!“

Der in Gevelsberg lebende und in Witten praktizierende Psychoanalytiker Dr.Heiner Sasse hat eine 45-seitige DIN-A5-Broschüre zur Thematik „Gewaltprävention und Zivilcourage“ erstellt. In dieser werden Lösungsansätze im Umgang mit gewaltbereiten Personen formuliert.

Hier plante und organisierte Dr.Heiner Sasse, Gevelsberg

Am Donnerstag dem 08., Freitag dem 9. und Sonntag dem 11.Nov.2012

Film: „Krieg der Knöpfe“
Filmriss-Kino Gevelsberg, Rosendahlerstr.18

Am Donnerstag dem 8.November Jeweils um 9:00 und 11:00 Uhr ( Schulvorstellung)
öffentliche Vorstellung jeweils um 17:00 Uhr ( 3,00 € Eintritt)
Sonntag dem 11.Nov. Um 16:00 Uhr ( 3,00 € Eintritt)

Aus Spiel wird Ernst: Kinder zweier französischer Nachbardörfer bekriegen sich. Den Unterlegenen werden die Knöpfe ihrer Kleidung abgeschnitten. Dies zieht die Bestrafung der Eltern nach sich. Der wahre Krieg bringt die einstigen Feinde gegen die Nazis zusammen.

Hier plante und organisierte Klaus Fiukowski,Filmriss- Kino Gevelsberg.

Am Donnerstag dem 8.Nov. 2012 um  20:00 Uhr
Am Freitag 9.Nov. Jeweils um 9:00 und 11:00 Uhr ( Schulvorstellung)
Am Freitag dem 9.Nov.2012 um 17:00 Uhr  || > ( 6,– € Eintritt, ermäßigt 4,–€)

Film: Kriegerin
Filmriss-Kino Gevelsberg, Rosendahlerstr.18

Es geht um die Probleme aus der rechten Szene auszusteigen. Viele ahnen nicht wie schwierig das ist und brauchen deshalb professionelle Hilfe. Marisa eine gewaltbereite Rechtsextreme zeigt einen Weg bis zumAusstieg auf.

Hier plante und organisierte Klaus Fiukowski,Filmriss- Kino Gevelsberg.

Am Freitag dem 9.Nov. 2012, 20:00 Uhr ( Eintritt 7,50 € )

Revue „…Und dann will es keiner gewesen sein.“

Lieder,Sketche und Witze gegen den Naziterror

  In der Geschichte des Liedgutes haben alles Völker offen oder verschlüsselt ihren Herrschern immer schon die Meinung gesagt. Es wurde das gesagt, was man den Oberen schon immer sagen wollte, dies half die offene oder vermeintliche Unterdrückung zu ertragen.

Das Lachen war immer befreiend und es bliebt jedoch manchen im Halse stecken. Ein Abend mit Flügel, Gesang und Moderation von den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts bis in die frühe Bundesrepublik.

Hier plante und organisierte Klaus Fiukowski,Filmriss- Kino Gevelsberg.

 
v.l.: Bürgermeister Claus Jacobi / Werner Tasbier[1. Vorsitzender ProCity] / Melanie Schweitzer [VHS EN-Süd] / Iris Baeck [VHS EN-Süd] / Heinz Müller [Ig-Metall] / Julia Robert [AWO] / Christine Richert [BdB Stadt Gevelsberg] / Dr. Heiner Sasse / Ingelore Sengstmann-Schaefer [Antifa Arbeitskreis Gev.]                                                                                                         Foto: © Linde Arndt
 

So freute sich Bürgermeister Claus Jacobi über die Weiterentwicklung des Aktionsbündnisse mit dem neuen Logo und dem gelungenen Programmheft. Für ihn ist ein besonderes Anliegen, wenn Gevelsberg offen für alle Menschen und andere Kulturen ist. Diese Aktionswoche soll alle ermutigen, der Fremdenfeindlichkeit, dem Rassismus,  dem Antisemitismus und jeder Art von Gewalt, aktiv entgegen zu treten. Diese Aktionswoche zeigt aber auch die Gevelsberger denen diese Thematik selber am Herzen liegt, die Stadtverwaltung als auch ich können da beruhigt in die "zweite Reihe" treten, so Bürgermeister Claus Jacobi nicht ohne Stolz für seine Stadt als Gevelsberger und Bürgermeister.  Erwähnt sei hier noch die sicherlich sehr aufwendigen Arbeiten von Christine Richert. Planung, Organisation oder Koordination z.Bsp. der professionellen Veranstaltungsbroschüre, dies ist nicht mal so nebenbei zu machen. Dazu gehört "Herzblut" und das hat Frau Richert zum wiederholten Male bewiesen.
Das komplette Programm der Aktionswoche befindet sich auf der Gevelsberger Site. Bis auf die Filmvorführungen „Kriegerin“ und „Krieg der Knöpfe“, die etwas umdisponiert wurden, ist das Gevelsberger Programmheft identisch.

Auch EN-Mosaik ist es ein persönliches Anliegen die Freiheit, wovon wir alle profitieren, zu stärken.
Aus diesem Grund möchten wir die Präambel der Charta der UNESCO in Erinnerung rufen, die auch unsere Stadt unterzeichnet hat.

»durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen, um in der ganzen Welt die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit, vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten zu stärken, die den Völkern der Welt ohne Unterschied der "Rasse"*, des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta der Vereinten Nationen bestätigt worden sind.«

             * Der Begriff "Rasse" wird hier in Anführungszeichen verwendet, da es sich um ein historisches Dokument
                    handelt. Dieser veraltete Sprachgebrauch suggeriert fälschlich die tatsächliche Existenz verschiedener
                   menschlicher Rassen, was nach einhelliger wissenschaftlicher Überzeugung und gemäß vieler
                   Veröffentlichungen der UNESCO nicht zutrifft.

 
Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Gevelsberg