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Eigentlich sind alle Sieger – aber Ben Luca ist besonders stolz

„So sehn Sieger aus“ – Preisverleihung für das Heimatfestplakat 2017
v.l. Nachtwächter Christian Fasel , Bürgermeisterin Gabriele Grollmann mit Ben Luca Ranft und Dacho-Vorsitzende Christiane Sartor, sowie Sparkassenchef Michael Lindermann Foto:(c) Linde Arndt

Es war wieder einmal so weit, die Jury hatte aus den zahlreich eingesandten Plakatentwürfen die Sieger in einer gewissen Staffelung ermittelt. Es war schon erstaunlich, mit welcher Ideenvielfalt  und Akribie die jungen Künstlerinnen und Künstler ihre Vorstellungen  fröhlich und farbenfroh zu Papier gebracht hatten. Da waren Einzelkämpfer am Werk oder auch zwei oder drei Schüler, die sich zu einem Gemeinschaftswerk zusammen getan hatten.

Ben Luca Ranft mit seinem Siegerplakat
Foto: (c) Linde Arndt

117 Mädchen und Jungen hatten sich in diesem Jahr mit insgesamt 76 Entwürfen beteiligt.  Die von der Jury ausgewählren Schüler, die die Plätze 1 – 13 belegten, wurden nun in der Städtischen Sparkasse zu Schwelm durch Bürgermeisterin Gabrielle Grollmann von der Stadt Schwelm und Sparkassenvorstandsvorsitzender  Michael Lindermann geehrt. Jeder Schüler bekam eine wunderschöne wetterfeste Tasche geschenkt, die für Sport oder andere Verwendungen hervorragend geeignet ist. Ausserdem gab es eine Siegerurkunde, Preisgeld und einen Beutel mit Süßigkeiten.

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann und Mottogeber Gerd Schmidt Foto: (c) Linde Arndt

 Gerd Schmidt aus Wuppertal-Langerfeld, der in diesem Jahr als Sieger aus dem Mottowettbewerb der DACHO hervorgegangen ist, wurde ebenfalls ausgezeichnet. „Dat hölt me im Kopp nich ut“ war sein Einfall und damit hat er auch die Schüler gefordert, die dieses Motto hervorragend in ihre Plakate auch bildlich einbauten.
Der Sieger Ben Luca Ranft hat mit seinem Plakat direkt eine Herausforderung an die Druckerei geschafft, da er den Hintergrund als pechschwarzen Nachthimmel angelegt hatte um sein Feuerwerk besser zur Geltung zu bringen. Aber die Herausforderung wurde bestanden. Das Plakat sieht wunderschön aus.

Gabriele Grollmann und Michael Lindermann forderten die Schüler auf, sich doch auch im nächsten Jahr wieder mit attraktiven Plakaten zu bewerben, denn die kleinen Künstler haben viel Beifall für ihre Werke geerntet.

So ist die Vorfreude auf das Heimatfest 2017 am Start.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Schwelm

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Schwelmer „Accept it or forget it“

Ratssitzung 27.04.2017 in Schwelm Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Zwei Themen hatte der Schwelmer Stadtrat auf der Agenda. Das Brauerei Gelände (schon wieder), damit das neue Rathaus und den Sportplatz „An der Rennbahn“. An beiden Themen kann man die Schwelmer Provinzialität festmachen, die der Entwicklung der Kreisstadt im Wege steht.

 

Die Schwelmer Brauerei

Sieben Jahre sind in der Stadt Schwelm vergangen als die ehemalige Schwelmer Brauerei, die übrigens ein Aushängeschild der Stadt Schwelm war, ins Trudeln geriet und letztendlich ohne zielführende Bemühungen in die Insolvenz ging. Anfangs wollte die Politik die Brauerei noch unterstützen, nur, mangels Ideen und Konzepten gab man von Seiten des Rathauses schnell auf. In der zweiten Phase machte man dem Eigentümer der Immobilie, dem alteingesessenen Unternehmer Burkhard Pass das Leben schwer, indem man immer wieder seine Investitionsbemühungen in die Brauerei Immobilie zu behindern wusste. Es kam wie es kommen musste Burkhard Pass gab genervt auf, riss die Brauerei ab und veräußerte die Immobilie an die Euroconcept Group in Zug, Gesellschaft für Immobilienentwicklung und Investment und deren Tochter Euroconcept Development GmbH in Konstanz. Mit Pauken und Trompeten wurde die Realisierung einer Investition von Euroconcept angekündigt, die die Mitte von Schwelm in neuem Glanz erscheinen lassen sollte. Nebenan sollte das Kaufhofgebäude aufgewertet werden, so dass man schon von der „Neuen Mitte“ Schwelm schwärmte. Der Potsdamer Platz in Berlin, der die „Neue Mitte“ Berlins symbolisiert und den Aufbruch nach 1989 darstellte, war nichts gegen die „Neue Mitte“ in Schwelm. „Hochmut kommt vor dem Fall“, so ein geflügeltes Wort. Und die angestrebten Investitionen stürzten wie Kartenhäuser zusammen. Kolportiert wurde, man sah keine vernünftige Kosten-Nutzen-Relation der Investitionen von Seiten der Investoren. Wahrscheinlich fanden sich keine Mieter die diesen Mietpreis zu zahlen bereit waren.

Wie dem auch sei, Schwelm hatte mitten in der Stadt eine riesengroße „Wunde“, die selbst für den hartgesottenen Schwelmer Provinzialismus unerträglich war. Man suchte eine Lösung und fand sie auch.

 

Das neue Rathaus

Michael Schwunk (FDP)
Foto: (c) Linde Arndt

Rund 60 Jahre ist das Rathaus Schwelm jetzt alt, es war das ehemalige Kreisgebäude und ist in die Jahre gekommen. Kein Wunder wenn hier und dort schon mal die Decke runterkam oder die Feuchtigkeit statt aus dem Wasserhahn  die Wände runter lief. Energetisch ist das Schwelmer Rathaus mit seinen breiten Fluren, seinen Geschosshöhen oder seinen Isolierungen ein Gebäude welches nur dem Energielieferanten ein auskömmliches Leben ermöglicht. Auch hat die Verwaltung sich über mehrere Stellen in Schwelm ausgebreitet, was einen nicht unerheblichern Kostenfaktor der Verwaltung darstellt. Es war Zeit über ein anderes Rathaus nachzudenken, jenseits der immer währenden Sparvorschläge eines Michael Schwunk für den das Sparen einen Selbstzweck darstellt.

Nachdenken heißt aber nicht, dass man nur von der Seite der Kosten nachdenkt, vielmehr sollte man auf einem Tableau die Anforderungen erstellen die man unter bestimmten Gesichtspunkten haben möchte. Es kann sein, dass sich mit einer Shoppingmall die Finanzierung des Rathauses ganz anders, nämlich positiver, darstellt. Es lohnt sich also etwas Gehirnschmalz aufzuwenden.

Zu Anfang holte die Verwaltung sich Angebote herein, die in ihrer Summe nicht ganz so weit auseinander lagen. Nach kurzer Diskussion legte die Verwaltung sich auf einen Neubau auf dem Gelände der derzeitigen Verwaltungsgebäude Moltke/Schillerstraße fest. Aber Schwelm, wäre nicht Schwelm, wenn der Stadtrat nicht sofort ganze Haarbüschel aus der Suppe fischen würde.

Die Gustav-Heinemann-Schule sollte nach einem Umbau das neue Rathaus abbilden. Man rechnete schnell und die Stadtverwaltung sah den Rathausbau Gustav-Heinemann-Schule „billiger“ vor sich. Was in einem Deutschland mit den Investitionen der Elbphilharmonie, des Berliner Hauptstadt Flughafen BER, Stuttgart 21 oder bei den Wuppertalern Nachbarn der Umbau des Döppersberg immer demonstriert wurde, die Deutschen ( das Land von Carl Friedrich Gauß), können nicht rechnen. Die Anfangskalkulationen wurden immer um ein vielfaches überschritten, was in Deutschland den Alltag darstellt. In der Regel schaffte die Politik diese krassen Fehlkalkulationen.

Die beiden Bauten, Moltke/Schillerstraße und Gustav-Heinemann-Schule stellten sich in der Diskussion als unüberbrückbar dar. Wobei die Gruppe Moltke/Schillerstraße ein schlagendes Argument hatte. Dieses Rathaus wäre, wenn es denn gebaut würde, in der Mitte der Stadt angesiedelt und könnte die kurzen Wege der Verwaltungen ergänzen.

Nun Deutsche können nicht diskutieren, als „Herrenvolk“ lieben sie es anzuordnen und sich unterzuordnen. So votierte der Stadtrat unter der Ägide von Oliver Flüshöh (CDU) für einen Neubau in der kernsanierten Gustav-Heinemann-Schule nebst einem Bürgerbüro in der Innenstadt.

 

Das Bürgerbegehren: „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft!“

An und für sich könnte die Story hier zu Ende sein. Die demokratische Mehrheit im Stadtrat hat obsiegt, das war es.

Unsere Demokratie hält aber noch weitere Werkzeuge bereit um eine evtl. Fehlentwicklung zu verhindern. So gingen zwei Schwelmer und eine Schwelmerin her und initiierten ein Bürgerbegehren nach § 26 GO NRW. Und sie hatten Erfolg, innerhalb kürzester Zeit bekamen die Initiatoren die erforderlichen Unterschriften zusammen, mehr noch, es kamen 1.300 Unterschriften mehr zusammen, gem. der amtlichen Auszählung durch die Verwaltung. Damit war abzusehen, dass das Rathaus nunmehr an der Schiller/Moltkestraße entstehen konnte. Der Rat hätte sich also nochmals damit befassen müssen oder einen Bürgerentscheid durchführen müssen.

Jetzt wurde es allerdings etwas unfair und nicht mehr so demokratisch; denn der Rat lies eine Expertise anfertigen in der die Fragestellung des Bürgerbegehrens als unklar erkannt wurde. Die Expertise wurde denn auch von der Kommunalpoltischen Vereinigung der CDU des Landes Nordrhein-Westfalen e. V ausgefertigt und dort ist Oliver Flüshöh (CDU) Stv. Landesgeschäftsführer des Bildungswerkes. Interessenkonflikten? Bei Bedarf legt ein „guter“ Demokrat so was beiseite.

Es wurde ziemlich unappetitlich gearbeitet, seriös war das alles nicht.

Der Stadtrat mit seiner Mehrheit von |CDU | FDP | Bündnis90/Die Grünen | SWG/BfS | hatte aber nicht damit gerechnet, dass die Initiatoren des Bürgerbegehrens konsequenterweise eine Klage beim Verwaltungsgericht Arnsberg einreichen würde. Und diese Klage brachte die Verwaltung und |CDU | FDP | Bündnis90/Die Grünen | SWG/BfS | vor der Schwelmer Bevölkerung in ernsthafte Schwierigkeiten. Denn die Klage hatte gute Aussichten erfolgreich für die Initiatoren des Bürgerbegehrens beschieden zu werden.

Wie konnte man die „Kuh jetzt vom Eis bekommen“ oder anders wie konnte man unter Gesichtswahrung aller Beteiligten eine tragfähige Lösung erreichen?

 

Bürgermeisterin Grollmanns „Accept it or forget it“

1. Beigeordneter Ralf Schweinsberg
Foto: (c) Linde Arndt

Das mitten in der Stadt Schwelm gelegenen Brauereigelände war eine aufgerissene Wunde in der Stadt Schwelm. Der Investor Euroconcept Development GmbH in Konstanz konnte für die geplante Investition keine Mieter generieren. Also entschloss man sich das Grundstück so zu lassen wie es ist und auf gutes „Wetter“ zu hoffen. Und das gute Wetter kam mit der Stadt Schwelm die der Euroconcept Development GmbH in Konstanz das Grundstück zurückkaufen wollte.

Die Verträge waren flugs geschrieben und man war sich über die Kaufsumme von 5 Millionen Euro, minus einem „Schnaps von 50.000,– Euro“, einig. Einzige Bedingung der Stadtrat musste diesem Vertrag noch zustimmen, ansonsten würde bei fehlender Zustimmung der Vertrag zum 4.5.´17 nicht wirksam werden. Es musste also am 27.April ´17 (Ratssitzung) die mehrheitliche Zustimmung des Rates herbei geführt werden.

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann
Foto: (c) Linde Arndt

Es wurde in der Ratssitzung spannend, denn die FDP versuchte mit einem Fragenkatalog eine Abstimmung zum Kauf zu verhindern. Die Herren Beckmann und Schwunk (Beide FDP) sahen den Kaufpreis als zu hoch an. Die Verwaltung mit der Bürgermeisterin und dem Beigeordneten hielten den Gegnern dieses Antrages ein klares „Accept it or forget it“ entgegen. Herr Kranz von der | SWG/BfS | versuchte verzweifelt diese Abstimmung zu verhindern. Zuletzt beantragte Herr Schwunk (FDP) eine Vertagung durchzudrücken, was allerdings misslang; der Antrag wurde abgelehnt.

Der Antrag das Brauereigelände zu kaufen, wurde mit 24 Ja Stimmen und 8 Nein Stimmen in namentlicher Abstimmung durchgeführt.

Der Weg ist jetzt frei für ein Schwelmer Rathaus, welches mitten in der Stadt als repräsentativer Bau die Stadt Schwelm abbilden könnte. Könnte, wohlgemerkt, könnte.

 

Epilog

Politisch gesehen ist diese Geschichte eine Geschichte die einen an unserer Demokratie verzweifeln lässt. Unsere Redaktion ist alleine fast 10 Jahre mit diesem Thema beschäftigt. Eine gradlinige Diskussion wurde nie geführt, es wurde immer mit Finten, Halbwahrheiten und sonstigen Widrigkeiten gearbeitet. Wobei, im Grunde waren und ist sich der Stadtrat von Anfang an einig über ein neues Rathaus, wenn nicht die Eitelkeit oder die Profilierungsneurosen so groß gewesen wären.

Und was noch schlimmer war, es wurde sehr viel intransparent gearbeitet, so dass der Schwelmer sich nie richtig informiert sah. Die ewigen Polarisierungen,  die alle vor eine emotionale permanente Zerreißprobe stellten. Wenn man den Schwelmer Stadtrat nur in diesem einzigen Fall betrachtet, kann man schon verstehen, wenn der Wähler sich den Populisten zuwendet.

Einziger Lichtblick waren die Schwelmer Dr. Ilona Kryl, Norbert Meese und Rainer Zachow, die mit klarem Blick auf die demokratischen Spielregeln ein Bürgerbegehren konsequent verfolgten, welches zum Ziel hatte, eine langfristige Entscheidung, nämlich den Rathausbau, in die Entscheidungsgewalt des Souveräns zu legen. Das Dr. Ilona Kryl, Norbert Meese und Rainer Zachow politisch eingefärbt sind, ist nicht wesentlich, wesentlich ist das, wie sie eine Entscheidung herbeigeführt haben.Nämlich mit den Mitteln der Demokratie konsequent und gradlinig und immer transparent.
Zu erwähnen bleibt noch, es scheint das Frau Grollman mit ihrer Forderung nach einem respektvollem Umgang im Stadrat, die Gemüter etwas gezäumt zu hat. Zu wünschen wäre es zumindest.

Flash-Lights der Ratssitzung Foto; (c) Linde Arndt

Bleibt die Frage, ob das der letzte Akt in der Causa „Rathausbau“ war? Zu wünschen wäre es. Aber Schwelm wäre nicht Schwelm, wenn sie morgen in ihrer Stadt etwas beschlossenes umsetzen würden. Der Schwelmer Stadtrat beschäftigt sich gerne mit sich selber und dafür haben die Schwelmer sie ja auch gewählt.

 

Die anschließende Abstimmung über den Sportplatz „Rennbahn“ wurde per Antrag verschoben, auch hier ging es um eine Millioneninvestition.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm.

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Weihnachtsgruß der Bürgermeisterin der Stadt Schwelm 2016

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann Foto: Arno Kowalewski

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann Foto: Arno Kowalewski

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Jahr 2016 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu; ein Jahr das von Unruhe und Gewalt geprägt war – im Kleinen wie im Großen.
Ein zerbombtes Syrien, lebende Rucksackbomben und mehr als eine Million Menschen auf der Flucht.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 71 Jahren und das Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen seit 70 Jahren: Aus sinnloser Zerstörung und Trümmern hat sich die heutige Silver-Generation unser Land und unsere Stadt neu aufgebaut.

Heute kommen Menschen nach Europa, in unser Land und unsere Stadt und machen genau  dieselben Erfahrungen und erleben genau dasselbe Leid wie die Generation vor 70 Jahren. Manchmal hätte ich in der einen oder anderen Situation nichts gegen eine private Nachrichtensperre gehabt, eine Tasse Tee, Wellness, Musik und Tür zu.  War Ihnen nicht manchmal auch danach? Aber ignorieren ändert nichts!

Oft gehe ich durch das zurzeit sehr festlich geschmückte Schwelm und genieße die ruhige und feierliche Stimmung. Beim Blick in die weihnachtlich beleuchteten Fenster wird es mir warm ums Herz. Ich fühle mich heimelig und in der Gemeinschaft geborgen und zugehörig. Diese Stimmung würde ich gerne als Bürgermeisterin unserer Stadt vermitteln und für Verständnis und Anteilnahme werben.

Tragen Sie die Wärme der Weihnachtszeit und der schönen Lichter weiter und wärmen Sie damit auch andere Menschen, die Wärme nötig haben!  Lassen Sie uns für ein paar Tage die Probleme vergessen, die der Alltag uns auferlegt!
 
Für ein paar Tage kein Muss mehr, sondern mehr Muße. Für ein paar Tage Zeit für Kerzenschein und ein nettes Lächeln.

Liebe Bürgerinnen und Bürger: Ich sage DANKE.

Ich danke Ihnen allen sowie unseren Stiftungen, Firmen,  Einrichtungen und Vereinen für Ihr unglaubliches Engagement in diesem Jahr. Wir konnten gemeinsam viel bewegen und haben viel geschafft, sei es durch caritative Aktionen und durch Geld- oder Sachspenden, oder sei es als Zeitgeschenk im Ehrenamt.

Es war ein arbeitsintensives Jahr – auch für meine Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung – mit manch belastender Situation, aber auch mit vielen schönen und bereichernden Lichtblicken.

Lichtblicke, die Kraft und Zuversicht für das Jahr 2017 geben, das im März wieder zu einem Abend des Friedens einlädt und das ganz im Zeichen der zehnjährigen Städtepartnerschaft Schwelm–Fourqueux steht.

Ich wünsche Ihnen allen, liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schwelm, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2017.

Herzlichst
Ihre Bürgermeisterin

Gabriele Grollmann

Dornröschen erwacht

Der Brunnen am Schloss Martfeld - Foto: )c) Linde Aarndt

Der Brunnen am Schloss Martfeld – Foto: (c) Linde Aarndt

[la] Martfeld ist ein  absolutes Sahnehäubchen der Stadt Schwelm mit seinem wunderschönen Park und allen sonstigen Möglichkeiten, die das Gesamtbild in wunderbarer Weise abrunden. Da sind die Sportanlagen,  da ist der große, familiengerechte  Kinderspielplatz, es gibt  den Trauungssaal, die Bibliothek, das Museum und die Ausstellungsräume für Veranstaltungen im Bereich Kunst und Kultur in der oberen Etage.

Aber was wäre das alles, würde der traditionelle Brunnen im Schloßhof nicht mehr sprudeln und die Türen des Restaurants weiter verschlossen bleiben. Als der  neue Pachtvertrag abgeschlossen wurde, konnten alle Bedenken vergessen werden. Denn pünktlich zur Neueröffnung sprudelt auch der Brunnen im Schloßhof wieder. Dafür hatte sich Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt eingesetzt. Ja,  der Brunnen sprudelt wieder.

Es gibt wieder einen Pächter für das Martfeld-Restaurent, daß unter dem Namen „Im Martfeld“ geführt wird.
Martina Spannagel und Till Mundorf unterzeichneten mit Bürgermeisterin Gabriele Grollmann und Thomas Striebeck (städtisches Gebäudemanagement) im Beisein von Julian Saßmann, Martina Spannagels Sohn,  den Pachtvertrag.

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Thomas Striebeck, Martina Spannagel und Till Mundorf Foto: (c) Linde Arndt

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Thomas Striebeck, Martina Spannagel und Till Mundorf Foto: (c) Linde Arndt

UnterschriftMartina Spannagel für die Pächter Foto: (c) Linde Arndt

UnterschriftMartina Spannagel für die Pächter Foto: (c) Linde Arndt

Martina Spannagel wußte noch einmal zu betonen, welch wichtige Rolle  der Zuspruch von Bürgermeisterin Gabriele Grollmann dabei gespielt hat, dass sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben. Immerhin sind sie augenblicklich noch voll mit dem Umbau des „Fritz am Brunnen“ beschäftigt. Auch war dieser Schritt nur möglich, weil sich Sohn Julian bereit erklärt hatte die Leitung des Café  Bistro am Martfeld zu übernehmen. Nun ist die Familie vereint in Schwelm und Sohn Julian hat bereits eine Wohnung in Schwelm.

Gastronomie im Blut und alles wird gut
Somit wird das neue Café  Bistro  von Sohn Julian Saßmann (Finanzfachwirt) und dessen Lebensgefährtin Dorothee Irlenborn (Betriebswirtin) geführt, aber auch die beiden Pächter werden das Haus stets repräsentieren, wenn es angesagt ist.
Ihre Tochter Jana Saßmann unterstützt sie  derweil beim „Rufes am Brunnen“, „Fritz am Brunnen“  und  „Aechte de Muer“, das ebenfalls zu ihren Wirkungsstätten in Schwelm gehört. Somit trägt der Familien-Clan dazu bei, daß die großen Aufgaben perfekt gemanagt werden.

Man kann wirklich mit Fug und Recht behaupten, diese Familie ist mit Herzblut in der Gastronomie verwurzelt und das spüren die Gäste auch dementsprechend.

 

Mit Power und Plan ran ans Werk

Ein vielversprechendes Konzept wurde von Martina Spannagel und Till Mundorf aufgestellt, der auch schon beim „Rufes am Brunnen“ und zuletzt beim „Fritz am Brunnen“  tatkräftig die Planungen unterstützt hatte.
„Ohne ein solches Konzept hätte man von Anfang an einen Griff in den Mist getan“ wußte Martina Spannagel zu bemerken.

 

Till Mundorf meinte u.a.: „Wir haben uns in unserer Herangehensweise viele Gedanken gemacht, welche Kunden wir mit dieser Lokalität bedienen wollen. Wir haben das Museum, das Standesamt, den wunderschönen Park, die Vereine wie Tennis, Fußball, Minigolf und den großen Spielplatz. Martfeld hat weniger gute Zeiten hinter sich, also ist es wichtig sich darauf zu konzentrieren, was wichtig ist, um ein gut sortiert aufgestelltes Konzept zum Gelingen zu bringen. So soll es möglich sein, daß auch die Mutter mit Kind zu uns kommen kann, aber auch der Tennisspieler nach einem heissen Match etwas Gesundes essen kann und nicht nur das leckere, kühle Bier.“

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Martina Spannagel, Thomas Striebeck, Till Mundorf und Julian Saßmann Foto: (c) Linde Arndt

v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Martina Spannagel, Thomas Striebeck, Till Mundorf und Julian Saßmann Foto: (c) Linde Arndt

Angebot  rund und gesund
Das Café Bistro startet morgens ab 9:00 Uhr mit einem Frühstück im „Baukastenprinzip“, wie Martina Spannagel es bezeichnet. Und zwar darum, weil es von einem einfachen, preislich günstigen, bis zu einem opulenten, preislich höher gelegenen Frühstück mit Lachs, Eiern, Fisch, Käse, Schinken gewählt werden kann. Es gibt Müslis und selbstgemachte  Smoothies.
Mittags gibt es hausgemachte Eintöpfe, Quiche, Flammkuchen, Folienkartoffen mit Lachs oder Filetstreifen.
Der Nachmittag steht ganz im Zeichen des Genießens mit leckeren süßen Köstlichkeiten. Martina Spannagel und Till Mundorf ist es gelungen, für das Cafe-Bistro am Haus Martfeld eine Konditormeisterin zu engagieren, auf die große Herausforderungen und Aufgaben warten.
In Köln gibt es eine Konditorei „Törtchen – Törtchen“, da gibt es viele kleine Leckereien. Traumhafte kleine Köstlichkeiten soll es jetzt auch im Café-Bistro geben. Und damit diese auch ausser Haus verkauft werden können, sind bereits viele kleine Verpackungen bestellt worden.
Die neuen Pächter wollen auch die  „Bergische Kaffeetafel“ mit der Dröppelmina  wieder hochleben lassen, wo Herzhaftes kombiniert mit Süßem angeboten wird.  Sammelgedecke sollen an Stelle von einheitlichem Marken-Porzellan das passende Ambiente zur Kaffeetafel beisteuern. Es wird gute Torten geben.
Alles in Allem sind die Pläne der neuen Gastonomen so reichhaltig und facettenreich, dass man sich wünscht, dass das neue Café Bistro eine gute Zukunft und lange Lebensdauer hat und viele zufriedene  Gäste Schwelm nach einem Besuch (oder einer Hochzeit, Feier, einem Treffen mit Freunden und Familie) in positiver Erinnerung halten und den Ort der vielen Möglichkeiten als gute Adresse weiter empfehlen.
Morgen, am 14. August 2016 ist mit einem musikalischen Frühschoppen Eröffnung.
So wird das Dornröschen „Schloß Martefeld“ in seiner ganzen Pracht dann wieder zu bewundern sein.

 

Linde Arndt  für EN-Mosaik aus Schwelm

 

Schwelmer Omerta oder diffuse Entscheidungen

Bürgerbegehren „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft“, Collage: Linde Arndt

Bürgerbegehren „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft“, Collage: Linde Arndt

[jpg] Es geht um das schöne Wetter, welches wir Journalisten verbreiten sollen. EN-Mosaik hat sich noch nicht dem Verlautbarungsjournalismus angeschlossen und bevorzugt weiterhin eine eigene Meinung.

Politisch steht Schwelm durchwachsen da, finanziell geht es der Stadt ziemlich schlecht. Trotz einer finanziellen Misere leistete sich Schwelm eine Dreifeldsporthalle die rund 400.000,– Euro im Jahr kostet. Um nur mal einen Widerspruch aufzuzeigen. Die Basketballer, die einmal diese Halle mit ihren Siegen ehren sollten, steigen in die Regionalliga ab. Jetzt reichte eine ganz normale Turnhalle mit einem Spielfeld und zwei Körben. Das nur am Rande.

Allerdings geht es um eine Investition für das neue Rathaus. Dieses Rathaus soll alle Gebäude in sich vereinen. Unendliche Streitereien zogen eine Entscheidung in die Länge. Es verblieben 2 Optionen für ein neues Rathaus, einmal die Heinemann Schule plus einem Bürgerbüro in der Innenstadt und zum zweiten die derzeitigen Verwaltungsgebäude an der Moltke- und Schillerstraße. Die Heinemann Schule sollte par ordre du mufti durchgedrückt werden; denn die neue Bürgermeisterin sah keine Beteiligungsnot- wendigkeit in dieser Entscheidung. Dagegen regte sich erheblicher Widerstand, Frau Grollmann entschied sich denn zu einer Bürgerversammlung.
Auf dieser Bürgerversammlung entschieden die Bürger sich für die Option Moltke- und Schillerstraße. Da Bürgermeisterin Grollmann sich für die Teilhabe der Bürger an den Entscheidungen der Stadtverwaltung als auch des Stadtrates ausgesprochen hatte, wäre ab diesem Zeitpunkt alles klar gewesen.

Erstaunt rieben sich die Beteiligten die Augen als die Entscheidung Heinemann Schule hieß.

Kein Wunder, dass jetzt ein Bürgerbegehren „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft“ auf den Weg gebracht wurde und relativ schnell die notwendigen Unterschriften zusammen kamen.

Kurz danach kam eine Expertise von Stadtrat Oliver Flüshöh (CDU) ins Spiel, der dem Bürgerbegehren formell die Berechtigung absprach und empfahl dieses Bürgerbegehren rechtlich zu überprüfen. Die Kosten sollte logischerweise die Stadt bezahlen. Die Bürgermeisterin meldete nun auch ihre Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit dieses Bürgerbegehrens an. Ein angesetztes Gespräch zwischen den Initiatoren des Bürgerbegehrens „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft“ brachte keine Annäherung, eher das Gegenteil. Von der Stadtverwaltung wurden falsche Informationen in die Öffentlichkeit gesetzt um die Bürger zu manipulieren.

EN-Mosaik begleitete dieses Bürgerbegehren „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft“, der letzte Artikel betrübte die CDU wohl zu sehr.

Heinz Joachim Rüttershoff (CDU) unterstellte unserer Redaktion als Kommentator in unserem Artikel, wir würden der neuen Bürgermeisterin grollen und würden die demokratische Wahl von Gabriele Grollmann nicht akzeptieren. Wir sind keine Verlautbarungsjournalisten oder Hofberichterstatter und sind nur einem verpflichtet, der Wahrheit und dem gesunden Menschenverstand.

Auf Facebook wurde unser Artikel von einem Ralf Books breit kommentiert, wobei er die beiden Investitionen gegenüberstellt und zugunsten der Heineman Schule als die billigere Lösung plädierte. Das mag ja alles richtig sein, nur, wenn von den beiden Optionen nur eine kalkuliert und die andere mehr oder weniger geschätzt wurde ist das wohl nicht ganz seriös. Diese Handlungsweise entspricht aber einer immer wieder gängigen Vorgehensweise um bestimmte Investitionen durchzudrücken. Man nimmt zwei Projekte und kalkuliert eines ganz billig und das andere etwas teurer um letztendlich das billigere durchzudrücken. Dem Bürger stellt man diese (billigeren) Projekte als alternativlos hin. Wenn nach 5 oder 10 Jahren das ganze Projekt doppelt so teuer wurde, liegt es an dem Bürger selber der irgendeinen Frosch geschützt sehen wollte. Aktuell: Stuttgart 21 sollte im Jahre 2009 maximal 4, 5 Milliarden Euro kosten, die letzte Meldung der Bahnhof kostet nun 6,5 Milliarden Euro. Grund für die Kostensteigerung wurde den Naturschützern in die Schuhe geschoben, die einen Juchtenkäfer geschützt sehen wollten.

Rüttershoff (CDU) und Books argumentieren unredlich und das bewusst.

Warum sollte das Rathaus nicht in der Mitte der Stadt angesiedelt werden, wo einige hundert Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf die Schnelle einkaufen, bummeln oder eine Mittagspause einnehmen könnten. Wohin gegen die Holthauser Straße mit der Heinemann Schule weitab vom „Schuss“ liegt. Und das Argument die Bezirksregierung in Arnsberg würde die billigere Lösung vorziehen, stimmt nicht. Die Bezirksregierung sieht in der Zusammenlegung der fünf Standorte eine nicht zu übersehende signifikante Einsparmaßnahme.

Da ist noch ein anderes moralisches Problem in der Stadtverwaltung sichtbar geworden, die Initiatoren wurden versucht mit Falschbehauptungen einzuschüchtern. Eine Unterschriftenliste die nie angekommen war, konnte nachweislich mit Eingangsvermerk von den Initiatoren des Bürgerbegehrens als eingegangen dargestellt werden.

Dann läuft in der Stadtverwaltung durch die nicht gerade freundliche Presse von EN-Mosaik eine Diffamierungsaktion, in der behauptet wird in der Redaktion von EN-Mosaik wären keine Journalisten. Wir sind zwar keine Hofberichterstatter, sind aber bis hinauf zum Bundespräsidialamt oder bei der europäischen Kommission zugelassene Journalisten. Unsere Reputation ist hier doch weitaus besser als die der lokalen Kollegen.

Um auf die in der Stadtverwaltung aufgebaute Parteien – Hierarchie zu kommen, wird doch nach kolportierter Meinung so verfahren: Die Allianz mit CDU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und SWG/BfS (FWE) ist fest in der Hand von Oliver Flüshöh (CDU), nichts geht ohne ihn. Die anderen Parteien dürfen lediglich eigenständig den Antrag auf einen neuen Kanaldeckel in irgendeiner Straße stellen. Mehr ist nicht.

Oliver Flüshöh (CDU) gibt seine ganzen Anweisungen an Ralf Schweinsberg weiter, der wiederum die Bürgermeisterin auf den Weg schickt, die diese Anweisungen in der Öffentlichkeit vertreten muss. Frau Grollmann vertritt diese Anweisung als eigene Anweisung mit dem für sie in der Öffentlichkeit notwendigem Lächeln. Wie gesagt, wurde dies alles aus der Stadtverwaltung kolportiert. Flüshöh, Schweinsberg und Grollmann spüren natürlich die undichten Stellen in der Stadtverwaltung, können diese aber nicht schließen.

Bekannt wurde uns auch, dass das Bürgerbegehren mit der Mehrheit der Allianz von CDU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und SWG/BfS (FWE) abgewiesen werden soll, so dass es zu einem Bürgerentscheid kommen wird oder kommen könnte.

Unsicher ist nur noch inwieweit Flüshöh eine für ihn genehme juristische Einschätzung aus dem Hut zaubern kann um das ganze Bürgerbegehren zu Fall zu bringen. Die Partei „Die Bürger“ kann hier von einer unangenehmen Erfahrung im Zusammenhang mit dem Bürgerbegehren über die Schwelmer Schulen berichten.

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Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

 

Update vom 7. Juni 2016 per email von den Initiatoren des Bürgerbegehren „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft“ , welches wir ungekürzt nachfolgend veröffentlichen.

 

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens lassen sich nicht von ihrem Weg abbringen!

Die Einschätzung der Verwaltung und des Städte- und Gemeindebundes wird von den Initiatoren des Bürgerbegehrens und ihrem Rechtsbeistand nicht geteilt.
Die Zweifel, die bzgl. der Zulässigkeit geäußert werden und sich vornehmlich auf die Fragestellung be-ziehen, ist aus Sicht des Bürgerbegehrens nur ein weiterer Versuch, die Initiatoren und deren Unterstützer zu verunsichern.
Sollte bei den politisch Handelnden nicht ein Umdenken einsetzen, dass Bürgerbegehren nicht um je-den Preis von Gerichten beurteilen zu lassen sind, wäre das für Schwelm und seine Bürgerinnen und Bürger ein fatales Signal und würde den Unmut gegenüber der Politik weiter verstärken. Es findet keine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema statt, es geht scheinbar um Formalien, die geeignet sind, das Verfahren zu stoppen. Empathie ist so nicht zu erkennen.
Das teilweise unprofessionelle Agieren der Verwaltungsspitze, das durch den geführten Schriftverkehr mehr als deutlich wird, stößt zunehmend auch in der Bevölkerung auf Unverständnis und harsche Kritik und führt dazu, dass der Kreis der Unterstützer des Bürgerbegehrens immer größer wird.
Die Initiatoren des Bürgerbegehrens fühlen sich ermutigt und bestätigt in ihrem Handeln und werden auch weiterhin den Bürgerinnen und Bürgern zum Informationsaustausch zur Verfügung stehen und danken auch auf diesem Weg für die mannigfaltige Unterstützung.
Wenn der Weg zum Gericht aus Sicht der Verwaltung und Teilen der Politik ein Teil des Weges zu einem Bürgerentscheid sein muss, brauchen wir sicher noch die finanzielle Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger.
Hier zur Information noch einmal die Konto Nr. IBAN: DE53 4545 1555 0012 1180 14 BIC: WELA-DED1SLM , für diejenigen, die dem Bürgerbegehren für die kommenden Aufgaben notwendige Mittel zur Verfügung stellen möchten.

 

mit freundlichen Grüßen

 

Die Unterzeichner:  Norbert Meese, Dr.Ilona Kryl und Rainer Zachow

 

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Wird das Schwelmer Bürgerbegehren durch die Bürgermeisterin torpediert?

Holthausstraße[jpg] Kaum war der letzte Artikel über das Schwelmer Bürgerbegehren veröffentlicht, änderte sich die Sachlage auch schon wieder. Per email ermahnte uns die CDU, dass wir doch auch die Pressemeldung von Bürgermeisterin Grollmann veröffentlichen sollten. Klar, würden wir ja, wenn die Pressemeldung uns auch rechtzeitig vorgelegen hätte. Telefonisch war die Stadtverwaltung auch nicht erreichbar um eine Stellungnahme abzugeben.
Hier veröffentlichen wir den Originaltext von Bürgermeisterin Gabriele Grollmann zu dem Gespräch:

„Standortfrage und Entschuldungsthematik gehören zusammen“
Bürgermeisterin Gabriele Grollmann steht zum Rathaus Standort Holthausstraße
Stand: 18. Mai 2016

„Am 26. Januar 2016 hat der Rat der Stadt Schwelm nach einem jahrelangen Findungs-und Abwägungsprozess über den Standort für die zentralisierte Verwaltung entschieden. Das Votum fiel für den Umbau des städtischen Hauptschulgebäudes in der Holthausstraße aus, das mit Beendigung dieses Schuljahres im Sommer 2016 leer steht.
Dies wurde im Rahmen der Schulentwicklung vom Rat mehrheitlich so festgelegt.
In der Folge haben Initiatoren- Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt- ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht mit dem Ziel, das neue Rathaus auf dem städtischen Grundstück Moltkestraße zu verorten.
Mitunter scheint mir in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt zu werden, das ich als Bürgermeisterin das Bürgerbegehren nicht gut heißen würde. Dem ist nicht so! Das Bürgerbegehren ist ein wichtiges Instrument der direkten Demokratie auf kommunaler Ebene, das ich sehr achte.
Daher habe ich mich als Bürgermeisterin zusammen mit der Verwaltung unter Hinzuziehung externer Unterstützung intensiv mit den zugeleiteten Fragen der Bürgerbegehrenden Initiatoren/in beschäftigt und beraten, gestellte Fragen beantwortet und ebenfalls selbst Fragen und zwingend zu erledigende Aufgaben gestellt. Der Bitte, der Verwaltung die finale Fragestellung nochmals vorzulegen, wurde leider nicht gefolgt. Gleichwohl sammeln die Initiatoren Unterschriften. Die ersten Listen sind zur Prüfung bereits im Rathaus eingegangen. Am 12. Mai gab es noch ein persönliches Gespräch mit den Initiatoren Frau Dr. Kryl und Herrn Meese im Rathaus, wo u.a. auch das Thema Finale Fragestellung angesprochen worden ist.
Sie werden sich sicherlich fragen, was die Standortfrage des Rathauses mit der Entschuldungsthematik unserer Stadt zu tun hat.
Das will ich Ihnen daher an dieser Stelle gerne erläutern.
Ich habe mich früh für den Standort Holthausstraße ausgesprochen und in der Ratssitzung vom 26. Januar 2016 auch dafür gestimmt.
Meiner Meinung nach wird in den letzten Monaten aus den Augen verloren, dass die Zentralisierung der Verwaltung ein verbindlicher Beitrag zur Konsolidierung unseres Haushaltes ist. Nur unter diesem Aspekt hat mein Amtsvorgänger Herr Jochen Stobbe das Projekt auf den Weg gebracht. Hierbei handelt es sich konkret um die Umsetzung der Haushaltssanierungsmaßnahme (HSP) Nummer 17 “Neukonzeption der Schulstandorte/Verwaltungsgebäude.“
Wir können und dürfen die Standortfrage für das Rathaus daher nicht von der kommunalen Entschuldung losgelöst betrachten.
Dafür spricht auch, dass die Genehmigung unserer Haushaltsplanung 2016 von der Bezirksregierung Arnsberg mit Auflagen und konkreten „Hausaufgaben“ verbunden ist. So ist explizit die Zentralisierung als HSP Maßnahme zu behandeln.
Ferner ist zu beachten, dass der Ratsbeschluss zur Standortfrage mit einer Deckelung der Kosten verbunden ist. Das ist meiner Ansicht nach ein ganz wesentlicher Punkt und darf auf keinen Fall aus den Augen verloren werden. Wenn wir als Stadt nicht so hoch verschuldet wären, dann würde ich es persönlich auch begrüßen als Standort die Mitte der Stadt zu wählen. Ich habe aber nicht die freie Wahl- es sei denn, mir wäre es egal, beispielsweise um wie viel Hebesatzpunkte die Grundsteuer B dann ansteigen würde, um die Mehrkosten auszugleichen. Der Rat hat sich ebenfalls mehrheitlich für diesen Weg entschieden.
Ergänzend kommt hinzu, dass wir mit zunehmender Digitalisierung fast gar nicht mehr persönlich ins Rathaus der Zukunft gehen müssen.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, fragen Sie sich doch bitte einmal, wie oft sie tatsächlich ins Rathaus gehen bzw. wann Sie das letzte Mal und zu welchem Anlass Sie dort waren?
Ein, zwei, maximal dreimal im Jahr?
Für diese „regulären“ Anliegen soll es – so sieht es auch der Ratsbeschluss vom 26. Januar 2016 vor – zukünftig das BürgerInformationsZentrum mittig in der Stadt geben, wo der Bürger kompetent und serviceorientiert bei guten Sprechzeiten all die Dinge erledigen kann, die er verwaltungsmäßig erledigen möchte. Hierbei handelt es sich nicht nur um das klassische Bürgerbüro.
Mich für eine spürbare und konstante Senkung unserer Schulden einzusetzen, habe ich im Wahlkampf betont. Senken wir die Schulden, dann machen wir den Weg frei für die notwendige Weiterentwicklung unserer Stadt. Diesen Weg geht auch der Rat der Stadt Schwelm mit.
Ich bin überzeugt, dass man Wahlversprechen einzulösen hat, damit Menschen das Bürgermeisteramt als verlässliche Instanz erleben. Meiner Meinung nach – unterstützend und basierend auf fachtechnischen Untersuchungen und Ergebnissen – wird ein Rathaus in der Moltkestraße teurer, als ein Umbau des Hauptschulgebäudes. Daher stehe ich zum Standort Holthausstraße.
Ich habe dabei auch im Blick, dass die Aufgabe der beiden alten Verwaltungsgebäude VG II und VG III am Standort Moltkestraße gute Möglichkeiten der Stadtentwicklung für die Bürgerinnen und Bürger bieten.
Diese Chance dürfen und sollten wir nicht ins Leere laufen lassen.
Ich bitte Sie abschließend in Erwägung zu ziehen, dass das Bürgerbegehren unzulässig, zumindest aber inhaltlich fraglich sein könnte, wenn die gestellte Frage nicht eindeutig mit Überzeugung „ja“ oder „nein“ beantwortet werden kann.
Was passiert dann?
Geht es in einen Bürgerentscheid? Läuft es auf eine Klage hinaus? Oder setzen sich die Parteien im Rat zusammen und sprechen Miteinander, wie gemeinsam zum Wohle der Menschen in dieser Stadt das Thema Zentralisierung der Verwaltung weiter verfolgt werden kann.
„Es darf zu keinem Zeitpunkt ein „Dagegen“ sein, nur weil die Anderen „Dafür“ sind.“ Dieses Denken sollte und muss der Vergangenheit angehören.
Auch darf der Gedanke der Haushaltskonsolidierung auf keinen Fall aus den Augen verloren werden.

Gabriele Grollmann
Bürgermeisterin“

v.re: Dr. Ilona Kryl, Rainer Zachow und Norbert Meese Foto: Linde Arndt

v.re: Dr. Ilona Kryl, Rainer Zachow und Norbert Meese Foto: Linde Arndt

Soweit Frau Grollmann. Worauf die Bürgerinitiative „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft!“ zu diesem Schreiben Stellung bezog. Nachfolgend die Stellungnahme der Bürgerinitiative „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft!“:

Unterschriftenliste am 18. April wunschgemäß vorgelegt.

Mit Verwunderung haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens zur Standortfrage des Rathauses die Pressemitteilung der Bürgermeisterin zur Kenntnis genommen.
In dieser Pressemitteilung wird auf das Gespräch zwischen Norbert Meese und Dr. Ilona Kryl sowie von Verwaltungsseite Frau Grollmann, Herrn Schweinsberg, Herrn Striebeck und Frau Rudolph Bezug genommen und Inhalte veröffentlicht. Dies vor dem Hintergrund, dass wir gemeinsam vereinbart haben, Inhalte erst zu veröffentlichen, sobald ein Protokoll seitens der Verwaltung erstellt und von beiden Seiten gegengezeichnet wurde. Dies ist bis heute nicht geschehen.
Dieser Stil enttäuscht die Initiatoren, zumal auch Falschbehauptungen aufgestellt werden. So wird in diesem Zusammenhang dargestellt, Frau Grollmann habe keine Unterschriftenliste erhalten. Wir stellen fest, dass die finale Unterschriftenliste mit Anschreiben am 18. April 2016 per E-Mail zugestellt wurde und einen Tag später das Anschreiben nebst Unterschriftenliste per Bote im Rathaus übergeben wurde.
Eine Antwort erhielten die Initiatoren am 11. Mai 2016 per email. Zu Beginn des Gespräches am 12. Mai 2016 wurde ein weiteres, offensichtlich korrigiertes Anschreiben übergeben, was für Erstaunen sorgte. Für alle Interessierten ist das auch chronologisch nachvollziehbar auf der Homepage des Bürgerbegehrens unter www.buergerbegehren-schwelm.de unter Aktuelles eingestellt.
Norbert Meese, Dr. Ilona Kryl und Rainer Zachow werden den Pfad der sachlichen Auseinandersetzung nicht verlassen und bitten Frau Bürgermeisterin, Schaden vom Amt fernzuhalten und um Klarstellung Ihrerseits.

Soweit die beiden Schreiben in der Gegenüberstellung.

Schaut man sich die Historie der Causa Rathausbau an, so ergibt sich von Seiten der Allianz CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP sowie SWG/BfS(FWE) und der Bürgermeisterin eine unredliche Darstellung des Sachverhalts. Da wird verschwiegen, wird behauptet, weggelassen, oder hinzugefügt, was nicht bewiesen oder auch schlicht und ergreifend bewusst oder unbewusst die Unwahrheit gesagt. Die Allianz mit Bürgermeisterin Grollmann muss wohl in schwerem Fahrwasser sein, wenn sie zu solchen Mitteln greifen muss. Da drängt sich einem die Frage auf, kann es sein, dass vor der Wahl etwas versprochen wurde, was jetzt bezahlt werden muss? Aber lassen wir das.

Kommen wir auf die zentralen Aussagen im Schreiben der Schwelmer Bürgermeisterin Grollmann zu sprechen:

    1. Am 17.Dez.2015 wurde die Standortfrage auf einer Bürgerversammlung durch die Bürger zu Gunsten eines Rathauses in der Mitte der Stadt Schwelm entschieden. Am 26.Januar 16 entschied sich der Rat der Stadt gegen dieses Votum seiner Bürger. Frau Grollmann verschweigt die vorhergegangene Diskussion.
    2. Die Initiatoren des Bürgerbegehren haben sämtlich angeforderten Unterlagen Bürgermeisterin Grollmann zugeleitet, immer mit der Bitte Hinweise zu geben, falls die zugeleiteten Unterlagen nicht der Rechtsnorm entsprechen.Trotz allem versuchte das Bürgermeisteramt das Bürgerbegehren zu verzögern indem geforderte Stellungnahmen nicht zeitnah erfolgten.
    3. Auf das Gespräch vom 12. Mai 2016 wollen wir hier nicht näher eingehen, dieses Gespräch sollte einvernehmlich abgeschlossen werden, deshalb die Forderung der Protokollierung dieses Gesprächs. Diese Protokollierung unterblieb, dies wirft ein fragwürdiges Licht auf die Einstellung der Bürgermeisterin zu einer Übereinkunft.
    4. Der ganze Vorgang wird zur Farce, wenn die Bürgermeisterin unterstellt, die Bürgerinitiative würde die Kostenabhängigkeit mit diesem Rathausprojekt nicht berücksichtigen. Und weiter deutet die Bürgermeisterin an, dass Regierungspräsidentin Diana Ewert in Arnsberg das Rathausprojekt mit der Holthausstraße verortet. Dies ist nachweislich falsch. Arnsberg hat als oberstes Ziel den Spareffekt verlangt. Und dieser Spareffekt sollte im Zusammenlegen der verschiedenen Bereiche zutage treten. Musikschule, Rat, Ausschüsse oder auch noch die Bibliothek ergeben schon an sich einen Effekt. Weitere Effekte ergeben sich aus der energetischen Verbesserung des Rathausgebäudes, der kurzen Wege oder der schnellen Erreichbarkeit der Ämter und der Serviceangebote. Dies ist argumentativ alles besser in einem Rathaus der „Mitte“ umzusetzen. Abgesehen von dem Nebeneffekt, der wirtschaftlichen Innenstadtbelebung.
    5. Kommen wir zur Kostensituation. Die Bürgermeisterin behauptet, ein Rathaus Holthausstraße mit einem Bürgerbüro in der Stadtmitte wäre billiger(!) ,als ein Rathaus an der Moltkestraße. In den vorliegenden vorläufigen Kalkulationen ist die Variante Rathaus Holthausstraße mit Bürgerbüro Stadtmitte, nie aus kalkuliert worden. Abgesehen davon, dass einige Positionen in der Kalkulation überhaupt nicht aufgeführt wurden. Ein Rathaus ist nicht nur ein Behältnis in welchem Verwaltungsangestellte irgendwelche Serviceleistungen für die Bürger erbringen. Ein Rathaus hat auch eine repräsentative Funktion, diesem Gedanken wird noch nicht einmal im Ansatz nachgegangen. Das derzeitige Rathausgebäude war das ehemalige Kreisgebäude, welches die Stadt Schwelm vor rund 60 Jahre gekauft hatte. Dieses Gebäude ist architektonisch eine Ohrfeige an den guten Geschmack einer Stadt. Aber gut, setzen wir die Geschmacklosigkeiten von öffentlichen Gebäuden in Schwelm fort. Fakt ist aber auch, wenn wir schon von Kosten sprechen, es wurden mehrere  Gutachten erstellt die kostenintensiv zu Buche schlugen, diese Kosten hätte man sich sparen können. Die drei zur Verfügung stehenden Varianten hatten als erste Kostenanalysen nur unwesentliche Unterschiede aufzuweisen.
      Wie allgemein bekannt sind solche Kostenanalysen mit Vorsicht zu genießen. Die Kölner Ubahn, der Berliner Flughafen oder auch die Hamburger Philharmonie stehen in Deutschland für falsche Kostenanalysen, die zu vermeiden gewesen wären wenn von Anfang an eine seriöse Kalkulatiuon zu Grunde gelegt worden wäre – so die Bundes- und Landesrechnungshöfe.

Bürgermeisterin Grollmann sollte nicht vergessen, in einer Demokratie hat der Souverän nicht nur das Recht alle 5 Jahre sein Kreuz zu machen, nein, er kann mittels des Bürgerbegehrens die Vertretungslegitimation kassieren um diese Entscheidung, weil sie dem Bürger zu wichtig erscheint, mittels Votum selber fällen.
Ansonsten ist das Schreiben der Bürgermeisterin unredlich indem sie versucht formalrechtliche Spielchen  zu spielen, anstatt sich mit der Problematik, die ja immerhin im Moment über rund 2.000 Bürger bewegt, auseinanderzusetzen. Die Androhung den Hebesatz für die Grundsteuer B anzuheben, wenn es nicht so läuft wie die Bürgermeisterin es möchte, ist doch eine „Erpressung“ dem Bürgern gegenüber und ein weiteres Indiz für die Unredlichkeit der Bürgermeisterin.
Sachliche Auseinandersetzungen sind angesagt, so reklamieren die Initiatoren des Bürgerbegehrens, nur, was ist wenn die Allianz mit ihrer Bürgermeisterin nur das Prinzip Befehl und Gehorsam kennen?
EN-Mosaik hat den Eindruck gewonnen, dass ein Bürgerentscheid und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht unausweichlich scheint, wenn diese formalen Spielchen nicht aufhören.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

Schwelm eine clevere Stadt?

Schwelmer Hallenbad Foto: (c) Linde Arndt

Schwelmer Hallenbad Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Das Schwelmer Hallenbad muss in 3 – 8 Jahre saniert oder erneuert werden. Ralf Kämmle von der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA), erläuterte 2013 dem städtischen Liegenschaftsausschuss die Situation des Hallenbades an der Mittelstraße. Fünf bis zehn Jahre Jahre gab der Architekt dem Hallenbad damals und schlug nach Ablauf der vorgenannten Frist, entweder eine grundlegende Sanierung oder die Schließung des Hallenbades vor. Eine Neuinvestition kommt nicht in Frage, da sich Schwelm im Haushaltssicherungspakt befindet und eine solche Investition der Genehmigung der Regierungspräsidentin Diana Ewert bedarf. Alternativ schlug Herr Kämmle jedoch eine Kooperation mit den Nachbarkommunen vor. Lange Zeit hörte man nichts mehr vom Schwelmer Hallenbad, jetzt funkte es aber durch den Südkreis.

Gevelsberger Schwimm-In Foto: (c) Linde Arndt

Gevelsberger Schwimm-In Foto: (c) Linde Arndt

Schwelm, Ennepetal, Eingangs auch Gevelsberg wollten sich, zwecks eines gemeinsamen Neubaus einer Schwimmhalle, beraten. Der Gevelsberger Bürgermeister winkte höflich ab und machte stattdessen der Nachbarstadt ein Angebot, das Gevelsberger Schwimm-in als gemeinsames Bad zu betreiben. Denn das Schwimm-in befindet sich auf einem guten wirtschaftlichen Weg und hat die 200.000 Besuchermarke überschritten. Und weiter merkte er an, warum sollte er ein Hallenbad, dass immerhin einen Wert von rund 3 Millionen darstellt, zu Gunsten eines Neubaus schließen. Da stellte sich die Frage nach dem wirtschaftlichen Vorteil. Auch Ennepetal hat mit seinem Platsch in den letzten Jahren erhebliche Investitionen getätigt, auch hier steht ein Bad mit einem hohen Zeitwert zur Disposition. Es stimmt zwar das das Schwelmer Hallenbad in den letzten 10 Jahren investiert hat, jedoch konnte man diese Investitionen mehr oder weniger als Erhaltungsaufwand sehen, sprich mehr oder weniger notwendige Reparaturen.

Das Platsch in Ennepetal Foto: (c) Linde Arndt

Das Platsch in Ennepetal Foto: (c) Linde Arndt

Da kommt auf einmal das Thema „interkommunale Zusammenarbeit“, ein Dauerthema der Schwelmer Allianz unter Oliver Flüshöh, ins Spiel. Man will ja nur reden und ausloten, so die Schwelmer Chefetage, ob und  man nicht überhaupt doch etwas zusammen machen kann. Die flammneuen Bäder Schwimm-in oder Platsch könnten ja ruhig weiter betrieben werden, jedoch könnte man an der Stadtgrenze ein neues „größeres“ Bad gemeinsam betreiben. Alle Kommunen ächzen unter der finanziellen Last die das Flüchtlingsthema mit sich bringt und dann sollen sich die Kommunen noch mehr verschulden? Es ist doch heute schon abzusehen, wie solche Verhandlungen ausgehen. Schwelm will ein neues Bad, kann aber nichts dazu beitragen, also müssen Ennepetal und Gevelsberg ins Obligo. Vielleicht hätte sich Schwelm die Belastung mit der Dreifachsporthalle überlegen sollen, die jetzt immerhin mit rund 400.000,– Euro Miete plus Erhaltungskosten in den Haushalt einfließen. Zumal die Schwelmer Basketballer, die zweitklassig in der Pro B Liga den letzten Platz inne haben. Da hätte eine einfache Turnhalle gereicht.

Die Halle ist für die zweite Liga ausgelegt und gebaut worden, kann aber sicher nicht in den nächsten Jahren zweite Liga Mannschaften empfangen. Eine krasse Fehlinvestition für Schwelm.

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann Foto: (c) Linde Arndt

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann Foto: (c) Linde Arndt

Jetzt aber die Nachbarstätte für ein neues Hallenbad zur Kasse zu bitten, kann man sicher unter diesen Umständen als dreist bezeichnen.

Aber was soll es, Flüshöh, Schweinsberg und Grollmann müssen die Zeche nicht aus eigener Tasche bezahlen. Und wenn es brennt, kann Schwelm schnell eine Überlastungsanzeige für Pflichtaufgaben an die Regierungspräsidentin schicken, weil man doch ein Hallenbad und eine Dreifachsporthalle finanzieren muss.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

Künstliche Hindernisse beim Schwelmer Bürgerbegehren

Initiatoren des Schwelmer Bürgerbegehrens v.l. Rainer Zachow und Norbert Meese, Foto: (c) Linde Arndt

Initiatoren des Schwelmer Bürgerbegehrens v.l. Rainer Zachow und Norbert Meese, Foto: (c) Linde Arndt

[jpg] Seit 1994 haben die Bürger* innen in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen. Sie können sich damit direkt in die Kommunalpolitik einmischen, also an der Politik teilhaben. An und für sich ist das ein einfacher Vorgang, ähnlich der Kommunalwahlen. Stellt nun ein (e) Bürger*In den Antrag auf ein Bürgerbegehren, so hat die Kommune diesen Antrag umgehend zu prüfen und die Kosten für dieses Bürgerbegehren dem Antragsteller mit zuteilen. Gegebenenfalls werden sich Bürgermeister*In und Antragsteller nochmals zu einem Gespräch zusammenfinden um das Bürgerbegehren abzuwenden indem man einen Kompromiss aushandelt. Stadt und Bürger sind ja keine Feinde und sollten es auch nicht werden. Nun ist das in Schwelm anders – wie so oft. Das Bürgerbegehren wurde am 15.Februar von der Gruppe „Unser Rathaus! Unsere Entscheidung! Unsere Zukunft!“ kaum eingereicht, erschien in einigen Blättern der Funke Mediengruppe (Westfälische Rundschau und Westfalenpost) eine Kostenschätzung von 70.000,–Euro. Ob diese Kostenschätzung von der Stadtverwaltung lanciert wurde, war nicht auszumachen, ist aber wahrscheinlich. Denn durch die Höhe von 70.000,– soll die Unangemessenheit dieses Bürgerbegehrens suggeriert werden. Tatsächlich hat zum Beispiel die Stadt Solingen 2014 eine Kostenschätzung für ihre Stadt bei einem Bürgerentscheid rund 35.000,– Euro angegeben (Vorlagennr.3517). Solingen hat rund 160.000 Einwohner und ist also fast sechs mal so groß wie Schwelm. Ob die Journalisten hier Partei für die Bürgermeisterin und die sie unterstützende Allianz von CDU,FDP,FWE,Bündnis90|Die Grünen ergriffen haben, ist hier sicher eine berechtigte Frage. Fakt ist aber auch, dass Bürgermeisterin Gabriele Grollmann eine Politik der Offenheit und Teilhabe versprochen hat. Im Falle des Schwelmer Rathauses wurden zwar die Bürger befragt, nur die Entscheidungen der Bürger wollte man so nicht hinnehmen. Stattdessen wurde die Entscheidung des Bürgermeisteramtes den Schwelmern übergestülpt. Von den letztendlich zur Entscheidung anstehenden zwei Rathausprojekten, Umbau der Gustav-Heinemann-Schule und Neubau des Rathauses auf dem Gelände Moltkestraße/Schillerstraße, wurde von Anfang an der Umbau Gustav-Heinemann-Schule durchgezogen.

Nun ist noch ein zweiter Aspekt zu erkennen; denn die Initiatoren der Bürgerinitiative müssen sich seit der Einreichung des Bürgerbegehrens Fragen der Schwelmer stellen, die sich in dem vergangenen Entscheidungsprozess nicht gestellt hatten. Das wirft die Frage auf, hat sich die Stadt die Entscheidung nicht zu leicht gemacht?

Trotz allem ist die Frist für die Kostenschätzung oder aber eine Entscheidung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens überfällig. Vertrauensvoll sollte die Zusammenarbeit zwischen Bürger und Stadt sein, Eitelkeiten sollten einem professionellem Umgang weichen.

So schreibt die Bürgerinitiative:

So haben sich unsere Aktivitäten in den letzten Wochen auf vorbereitende Maßnahmen konzentriert. Es war eine sehr gute und innovative Zeit. Sicherlich konnten wir bereits einige Fragestellungen sammeln, die die Bürgerinnen und Bürger brennend interessieren, mit deren Beantwortung wir aber noch warten müssen, bis wir eine Antwort der Verwaltung bekommen haben. So freuen wir uns auch auf das noch ausstehende Gespräch mit der Bürgermeisterin und der Verwaltung. Wir haben in unserem Schreiben um Unterstützung und Hilfe gebeten und gehen davon aus, dass wir sie erhalten werden.“

Und weiter:

Ein neues Gebäude wird uns mind. 80 Jahre den Rahmen für ein vielfältiges Zusammenleben bieten. Daher ist für uns ein Rathaus kein bloßes Bürogebäude einer Verwaltung, sondern zentraler Bestandteil des Lebens in einer Kommune.“

 

Diesen Argumenten sollten doch zumindest schon längst Gespräche gefolgt sein, zumal die Ansprechpartner in ihrer angemessenen Wortwahl sicher der Stadt nicht feindselig gegenüberstehen. Und den Beschluss im Stadtrat kann man nicht als überzeugend einordnen, sondern nur als ein mehrheitlicher Beschluss der durch die vorgenannte Allianz nebst Bürgermeisterin getragen wird.

Nochmals mit dem Kopf durch die Wand sollte man bei diesem Vorgang, der ja eine Auswirkung von bis zu 80 Jahren hat, nicht gehen.

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

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Zugewinn für den Schwelmer Sport

Scheckübergabe - v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Vorstandsvorsitzender Lothar Feldmann, Vorstandsmitglied Michael Lindermann, Stadtsportverband Vorsitzendre Andreas Happe und Bauherr Ralf Stoffels Foto: (c) Linde Arndt

Scheckübergabe – v.l.: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Vorstandsvorsitzender Lothar Feldmann, Vorstandsmitglied Michael Lindermann, Stadtsportverband Vorsitzendre Andreas Happe und Bauherr Ralf Stoffels Foto: (c) Linde Arndt

[la] Eine außergewöhnlich hohe Spende von 50.000 Euro an den Stadtsportverband Schwelm macht es möglich, dass ein zusätzlicher Raum von ca. 260 qm in der neuen Dreifeldsporthalle für den Breitensport eingerichtet wird. Hier können demnächst Gymnastik, Fitness, Taekwondo, Herzsport und weitere Sportarten, für die nicht die großen Ballspielfelder der Halle benötigt werden, eine neue Wirkungsstätte finden.
Ermöglicht hat dies die Städtische Sparkasse zu Schwelm, die mit dieser Summe „in die Bresche gesprungen ist“, um es zu ermöglichen, dass der Raum eine sportgerechte Ausstattung erhält.

Hierzu gehört ein gedämpfter Boden, Prallschutz an den Wänden und ein Rolltor vor einem abgetrennten Raum, in welchem die benötigten Sportgeräte verstaut werden können.

Für den Schwelmer Sport ist es auf jeden Fall ein Zugewinn, denn mit der Schließung der Sporthallen Westfalendamm und Kaiserstraße würde es sonst eng für die Sportarten, die nicht zur Rubrik Ballsport gehören, zumal ja auch in naher Zukunft beabsichtigt ist, die Halle West zu schließen.  „Ohne diesen Raum würden dem Schwelmer Sport Kapazitäten fehlen“, meinte Stadtsportverbands Vorsitzender Andreas Happe.
„Die Dreifeldsporthalle ist für alle Bürger der Stadt Schwelm und jetzt auch für den Breitensport“, betonte Ralf Stoffels.
Über diese Neuerung waren nicht nur der Stadtsportverband, sondern auch Bürgermeisterin Gabriele Grollmann mit Kämmerer Ralf Schweinsberg sehr erfreut, denn so kann auch die Stadt für Vereine ein breiteres Spektrum an sportlichen Aktivitäten anbieten.
Ralf Stoffels merkte an, dass sich schon viele Interessenten für diesen Raum gemeldet hätten.

Ansonsten geht es auch zügig mit den anderen Arbeiten im Innen- und Außenbereich der Halle voran. Immerhin will man den angedachten Fertigstellungstermin 20. Februart 2016 erreichen. Dann soll die neue Dreifeldsporthalle mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung vorgestellt werden, nachdem am 19.1.2016 die Genehmigungsbehörde die Sporthalle abgenommen hat und auch die Abnahme des Brandschutzes erfolgt sein wird.

Somit geht es mit Volldampf voran.  Augenblicklich wird der Hallenboden eingebracht.

Einbringung des Bodenbelages in Dreifeldsporthalle Foto: (c) Linde Arndt

Einbringung des Bodenbelages in Dreifeldsporthalle Foto: (c) Linde Arndt

Für die Werbeflächen werden noch Sponsoren gesucht. Zwar haben sich schon einige beworben aber Stadt und Investor haben genau festgelegt, wer welche Flächen vermarkten soll.  Die zwölf Tribünen sind schon vom Investor für heimische Firmen reserviert. Um die übrigen Werbeflächen kümmert sich die Stadt. Sie wird auch entscheiden, wer der Namensgeber der neuen Sporthalle wird. Bürgermeisterin Gabriele Grollmann ist es schon wichtig, dass der Sponsor zu dem Konzept, also auch zu Schwelm paßt und das er sich für einen größeren Zeitraum bindet. Zwei Jahre kommen dabei nicht in Betracht.

Bereits jetzt ist geplant, daß  in dieser Halle im Juni  die Frühjahrsmesse stattfinden soll. Große Pläne, große Ziele, große Möglichkeiten.

 

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

Abend des Friedens – Schwelmer Friedensfest

vlnr: Nouri Osman Yilmaz (türkisch-islamischen Gemeinde), Levent Cihangir (Imam der türkisch-islamischen, DITIB, Gemeinde Schwelm), Israfil Erkilic (Eventhalle Schwelm), Evangelische Pfarrer Jürgen Schröder (Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm), Gabriele Grollmann (Bürgermeisterin Schwelm), Samet Erkelic (Eventhalle Schwelm), Wilfried Eckhoff (Evangelisch - Freikirchliche Gemeinde, Schwelm), Mehmet Konduoglu (Vorstand der türkisch-islamischen Gemeinde Schwelm),Katholischer Pfarrer Norbert Dudek (Schwelmer Propstei-Pfarrei der Schwelmer St. Marien-Gemeinde). Foto (c) Archiv EN-Mosaik

vlnr: Nouri Osman Yilmaz (türkisch-islamischen Gemeinde), Levent Cihangir (Imam der türkisch-islamischen, DITIB, Gemeinde Schwelm), Israfil Erkilic (Eventhalle Schwelm), Evangelische Pfarrer Jürgen Schröder (Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm), Gabriele Grollmann (Bürgermeisterin Schwelm), Samet Erkelic (Eventhalle Schwelm), Wilfried Eckhoff (Evangelisch – Freikirchliche Gemeinde, Schwelm), Mehmet Konduoglu (Vorstand der türkisch-islamischen Gemeinde Schwelm),Katholischer Pfarrer Norbert Dudek (Schwelmer Propstei-Pfarrei der Schwelmer St. Marien-Gemeinde). Foto (c) Archiv EN-Mosaik

 

[jpg] Es war der 11.10.2015 als eine Demo gegen den geplanten Moscheebau durch Pro-NRW bevorstand. Spontan fanden sich rund 500 Gegendemonstranten überwiegend auf dem Gelände der islamischen Gemeinde zusammen. Die Hälfte der Gegendemonstranten kam aus der islamischen Gemeinde, während die andere Hälfte sich aus dem Rest der Bürger speiste. Es wurde ein friedliches Miteinander und führte auch zu einem kennenlernen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Dieses friedliche Miteinander will die Schwelmer Bürgermeisterin Grollmann unterstützen und befördern und ruft deshalb zum 1. Schwelmer Friedensfest auf

Abend des Friedens

am Freitag dem 11.Dezember 2015

Uhrzeit: 19:00

Ort: Eventhalle, Eisenwerkstraße 4, Schwelmer

Plakat zur Veranstaltung

Plakat zur Veranstaltung

Programm:

Begrüßung durch Bürgermeisterin Gabriele Grollmann

30 Minuten Biblische Texte durch Vertreter der Gemeinde die mit *Folien untermalt werden.

30 Minuten Islamische Texte durch Vertreter der Gemeinde die mit *Folien untermalt werden.

Schlusswort durch Bürgermeisterin  Gabriele Grollmann

Musikalische Begleitung

Kinder werden ein eigenes Angebot erstellen.

* Die Folien sind in arabisch und englisch aufgezogen.

 

Nach der Veranstaltung gibt es noch Gelegenheit für ein Meets and Greets der Beteilgten.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm