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Kulturvolksfest am 1.Mai – Auftakt der 70.Ruhrfestspiele

 Singa Gätgens ist Moderatorin beim Kinderkanal KiKA und Botschafterin der Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ Foto: © BZgA

Singa Gätgens ist Moderatorin beim Kinderkanal KiKA und Botschafterin der
Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“
Foto: © BZgA

[Recklinghausen] Zum Auftakt der 70. Ruhrfestspiele unter dem Motto „Mittelmeer – Mare Nostrum?“ findet am 1. Mai das traditionelle Kulturvolksfest statt. Das „Fest von allen für alle“ mobilisiert alle Generationen. Familien, Kultur und Gewerkschaftspolitik stehen dabei im Vordergrund. Rund um das Ruhrfestspielhaus erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm aus Musik, Artistik und vielen Mitmach-Aktionen für Jung und Alt. Eine Neuheit in diesem Jahr ist das Sparkassen-Clubraum-Finale auf der Musikbühne an der Dorstener Straße mit Bands aus dem Kreis Recklinghausen. Darüber hinaus freuen sich die Ruhrfestspiele über den Besuch des ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske, der im Ruhrfestspielhaus gemeinsam mit weiteren Experten über die Entstehung struktureller Fluchtursachen diskutieren wird.
Auftakt ist die traditionelle Maikundgebung des DGB um 12.00 Uhr auf der BÜHNE VOR DEM RUHRFESTSPIELHAUS. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Christoph Tesche hält Norbert Maus, Betriebsratsvorsitzender Auguste Victoria, die diesjährige Mai-Rede. Im Anschluss werden die 70. Ruhrfestspiele offiziell eröffnet.

Im KLEINEN THEATER geht es „echt tierisch…“ zu, wenn die Mini-Sinfos Recklinghausen/Herten, das Jugendsinfonieorchester Recklinghausen und die Neue Philharmonie Westfalen Korngolds „The Sea Hawk“, Survivors „Eye of the Tiger“ und Strawinskys „Feuervogel“ zum Besten geben. Musikalisch geht es weiter mit dem Flüchtlingschor Hannover und Werken von „Amazing Grace“ über Bizets „Carmen“ bis hin zu Beethovens „Ode an die Freude“. Im ZEPPELIN begegnen die Besucher im Figurenpantomimenspiel „Der Schöne und das Biest“ einem Schönen, der gar nicht so schön, und einem Biest, das gar nicht so biestig ist. In „Hör mir zu“ konfrontieren Alejandra Jenni Palma und Sebastian Gisi ihr Publikum in einer Mischung aus Akrobatik, Tanz und Sprache provokant mit dem aktuellen Umgang mit Geflüchteten.
Im RECHTEN SEITENFOYER im Ruhrfestspielhaus diskutieren PD Dr. Jochen Hippler, Politikwissenschaftler und Friedensforscher, Prof. Dr. Herbert Schui, Volkswirt und Mitbegründer der AG Alternative Wirtschaftspolitik und der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske unter dem Titel „Ursachen von und Gründe für Flucht“ über die Entstehung struktureller Fluchtursachen.

In der Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ des IG BCEBezirks Recklinghausen erzählen türkische Lehrlinge über ihre Migration und Integration vor 50 Jahren. Im LINKEN SEITENFOYER erhalten die Besucher in offenen Proben einen Vorgeschmack auf das Theaterprojekt „wg. Deutschland“. Anschließend geht es von der Probebühne auf die Tanzfläche: Nach der Tango-Show mit Wiebke Harder und Arend Weitzel können die Besucher selbst das Tanzbein schwingen. DJ Consigliere legt auf.
Mit „DANCE“ startet auch das Programm im THEATERZELT: Hier zeigen die internationalen Tänzer von BBC (Best Boys Club) unter dem Titel „Nur Mensch sein“ einen Ausschnitt aus ihrem Projekt der „kumpane“-Kultur-Kampagne. „Dabkeh“ ist eine einzigartige Mischung aus Folklore, Breakdance und weiteren Tanzstilen, die die zehn jungen Tänzer aus Syrien und Palästina von Ojin – the survivor auf die Bühne bringen. In der
Choreographie „Unterwegs“ erzählt die Schule für Bühnentanz Robin Lynn die berührende Geschichte einer Reise? Oder Flucht? Unter dem Titel „The Doppelchor“ treffen der integrative Chor der Lebenshilfe e. V. Chorcan (Leitung: Felix Jensen) und der auf Initiative der Ruhrfestspiele gegründete Chor Kumpane mit Vest-Bürgern aus aller Welt (Leitung: Svetlana Svoroba) zusammen. Mit skurrilen Figuren, intelligentem Wortwitz und agiler Körpersprache erzählt das Theater Narrattak unter dem Titel „Arlecchino reloaded“ die Geschichte einer konfliktreichen Liebe zwischen Arm und Reich. In „The Audition“ setzen sich die jungen Künstler von ART.62 in einer Mischung aus Schauspiel, Tanz und Artistik mit den Ängsten, Träumen, Werten und Normen ihrer Generation auseinander.

Die MUSIKBÜHNE AN DER DORSTENER STRASSE steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Newcomer-Bands aus dem Vest. In acht Vorrunden haben 30 Bands aus Recklinghausen und Umgebung um den Einzug ins Finale des Sparkassen-Clubraums gespielt.
Am 1. Mai wird der Sieger des Jahres 2016 ermittelt, der beim Abschlusskonzert der Ruhrfestspiele am 18. Juni 2016 im Stadtgarten als Vorband spielen wird. Folgende Bands stellen sich dem Urteil von Jury und Publikum: BescheuAt (Datteln) mit Dadaistischem Punk, Voodoo Cowboys (Recklinghausen Süd) mit Hardrock, El Mobileh (Dorsten) mit Punkrock, Turtle Beach (Marl) mit Rock, The Juicy Dolls (Oer-Erkenschwick) mit
Punkrock, Arbeitstiere (Castrop-Rauxel) mit Rap-Rock, Tizzle (Herten) mit HipHop und Mower (Recklinghausen) mit Alternative Stoner Rock. Vor der Siegerehrung heizt die Gewinnerband des Sparkassen-Clubraums 2015 Threepwood ‘N Strings noch einmal kräftig ein. Begleitet wird der Konzert-Wettbewerb von den Peers der Präventionskampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), die Jugendliche auf Augenhöhe über die Risiken des Alkoholkonsums informiert und zu einem verantwortungsvollen Konsum motiviert.

Auf der WIESE AM HIRSCHGEHEGE wacht Rodrigo in der „Nanirossi Show“ eifersüchtig über seine Liebste Josephina. Dank akrobatischer Einlagen und komödiantischem Talent ganz zum Amüsement der Zuschauer. „Sómente“ erzählt ganz ohne Worte die poetische Geschichte eines einsamen alten Mannes, der auf einer Parkbank darauf wartet, dass etwas passiert – oder nur darauf, dass die Zeit vergeht.

Was Kinder alles können, wenn man ihnen Freiräume gibt, wird im „Kinder stark machen“- Erlebnisland der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit der Drogenhilfe Recklinghausen und Ostvest e.V. (DROB) und dem StadtSportVerband Recklinghausen e.V. auf der MITTLEREN WIESE HINTER DEM RUHRFESTSPIELHAUS eindrucksvoll vermittelt. An Mitmachstationen wie dem Niedrigseilgarten und dem Vertrauensparcours sowie auf der Spielbühne dreht sich alles um Mut, Anerkennung und Teamgeist. Mit dabei ist Singa Gätgens, KiKA-Moderatorin und Botschafterin von „Kinder stark machen“. Auf der WIESE AN DEN TENNISPLÄTZEN präsentieren sich Vereine und Initiativen mit Info-Ständen.
Und ÜBERALL UND NIRGENDS tauchen schräge Gestalten und Akrobaten auf: die Besucher erwartet eine luftige Show im Heliumballon, phantasievolles Stelzentheater, geheimnisvolle Spiegel, verrückte Spanier, musikalische Dickköppe, brasilianische Kampfkunst, magische Zaubertricks und vieles mehr. Darüber hinaus sorgen auf dem gesamten Gelände Spezialitäten aus der internationalen und der heimischen Küche für das leibliche Wohl.
Die Vestische richtet zwischen dem Recklinghäuser Hauptbahnhof bzw. dem Kreishaus und dem Ruhrfestspielhaus ab 10.21 Uhr einen Bus-Pendelverkehr ein.

Wir (Ruhries) sind anders als die Anderen, wir sind stark

[jpg] Früher hatte man das, was an diesem  Wochenende an Wetter war, einen ganz normalen Winter genannt. Heute nennt man den Winter Katastrophe, unter dem geht es nicht mehr.

Das Tief  "Daisy",  das auf Deutschland zu kam, war ein ganz normales Tief, welches im Winter über unser Land immer wieder ziehen könnte, mehr nicht. Sven Plöger der "Wetterfrosch" der  ARD brachte es auf den Punkt, als er sagte: "Nun macht doch mal keinen auf Panik, es wird nicht so schlimm, wie es immer wieder anmoderiert wird."  Und. Es war ein ganz normaler Wintertag, mehr nicht. Es mag aber auch sein, dass ich persönlich anders als Andere bin. Das ich gelernt habe mit Gefahren umzugehen, nicht wohl behütet den Gefahren aus dem Wege zu gehen, sondern ihnen mit Umsicht zu begegnen, um sie letztendlich zu meistern.

Wir(die Ruhries) können auch Wetter, so schrieb die WAZ.

Und deshalb war ich ohne Probleme, wie 10.000 andere unterwegs nach Essen, um die Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres Ruhr2010 mit zu erleben, es wurden letztendlich am Abend 100.000 Besucher. Es war DAS Wetter für DIE Feierlichkeiten, DIE Kulisse und DIE Akteure, die das rüber brachten, was das Ruhrgebiet ausmacht und wohin sich das Ruhrgebiet in Zukunft entwickeln könnte und sollte.

Kultur war schon immer ein Initialzünder, welche gesellschaftliche Umwälzungen einleitete und letztendlich auch beförderte. Und um diese Initialzündung geht es im Kulturhauptstadtjahr.
 

   

Der Festakt der Eröffnung, der von dem renommierten Regisseur  Gil Mehmert inszeniert wurde, hätte nicht eindrucksvoller sein können. Da waren die Farben der Akteure die nur sparsam eingesetzt wurden – schwarz und weiß,hin zum grau, überwog. Der Bergmann der weiß in den Schacht einfuhr und grau bis schwarz wieder herauskam. Da waren die Tänzer, die sich in der Salz durchdrängten Nässe bewegten, wälzten und wieder aufstanden, diese wogende Masse, scheinbar ohne Ziel. Das war der Abbau der Kohle in verschiedenen Schächten mit verschiedenen Gruppen – gleichzeitig, immer der Kohle nach.

Wetterschlag, Wassereinbruch oder Explosionen, Hitze und Dreck, dem war der Bergmann ausgesetzt. Ein ehedem hohes Risiko, dem dieser Bergmann sich Tag für Tag stellte. Manchmal kriechend ging er seiner Arbeit nach. Anfangs mit Hacke und Schippe über Presslufthammer bis hin zu überdimensionierten Fräsen. Kilometerweit waren die Verzweigungen im Berg. Kohle für die Stahlproduktion. Eine zweite große Säule des Ruhrgebietes, scheinbar unzertrennbar mit dem Bergbau verbunden. Zeche Zollverein in Essen machte den Koks für das Stahlwerk in Duisburg – aber nicht nur  Stahl der in riesigen Schmelzen gefertigt wurde und  heute nur noch Spezialstähle, bis 1.700 Grad in den Thomasbirnen, Schweiß, Funkenflug. Die Schmelze wurde angestochen.

Eindrucksvoll zeigten die Akteure die Stahlverarbeitung, hämmernd, kreischend und letztendlich grob formend. Ein Höllenlärm auf der Bühne entsprechend dem der Stahlverarbeitung. Da flogen ganz schön die Funken, als wenn der Sauerstoff der Schmelze zugeführt wurde.
Der Bergmannszug, Symbol des Zusammenhalts, bewegte sich über die Bühne, er der nie bei den Veranstaltungen der Bergleute fehlte. Und all´ das vor dem Hintergrund der Industriebrache "Kokerei". Symbolträchtiger konnte die Aufführung nicht sein.

     
  Foto: Linde Arndt
  Foto: Linde Arndt
 

Die Zukunft, die letztendlich im Wandel zur Dienstleistung liegen sollte, ist auf der Zeche schon vertreten. Sie wurde durch die ganz in weiß auftretenden Akteure dargestellt. Veränderungen durch mehr Kreativität. Architektur, Landschaftsplanung, Städtebau, Design, kurz die ganze Palette im Dienstleistungsbereich. Die Kunstszene durch Hip Hopp, Rapper oder  Streettänzer, jung und vital – auch sie ist schon vorhanden, auf der Bühne aber auch im Revier. Übrigens vertreten durch zwei Künstler aus Witten.  Stoppok, der von Hamburg kam und nachdem er durch halb Europa auf der Strasse getingelt war, jetzt fest im Ruhrgebiet etabliert ist, mag da als Stellvertreter für viele dieser Lebensläufe stehen.[ Er trat übrigens am Sonntag ab 20:00 im Ruhrmuseum auf. ] Oder die deutsch-türkische Musik- und Theaterszene, stark und alte eingefahrene Wege im Kunstbereich in Frage stellend, agiert sie, die Szene, im Ruhrgebiet. Und das alles im Schneetreiben.

Grönemeyer erfasste es schon richtig, es ist dieses "sture" , dieses "Geradeausgehen" was die Stärke dieser Menschen  einschl. der Migranten, ausmacht. Türken, die als "Kanaken" beschimpft wurden, sprechen heute trotzig, stolz und stark "kanak" in der Rapperszene. Aber sie können auch hochdeutsch – vorzüglich. Oder die türkisch-deutschen Theatertage in Bochum BOStanbul, sind  Ausdruck einer vielfältigen Kunstszene, die fest im Ruhrgebiet integriert ist.

Moscheen im Ruhrgebiet sind kein Problem, "dat wird schon", in Köln oder Berlin macht man Aufstände damit.

Das Ruhrgebiet kommt mir wie ein riesiger Staubsauger vor, der alles aufsaugt und letztendlich was eigenes daraus macht. "Auffe" Zeche oder "auffe" Arbeit waren alle aufeinander angewiesen, es waren teilweise gefährliche Arbeiten, da war keine Zeit für Klischees oder für Empfindlichkeiten. Ob Pole, Italiener, Türke oder Deutscher, anpacken war gefragt und aufeinander verlassen musste man sich können – "auffe" Arbeit. Religion oder Sprache spielten dabei keine Rolle. Der gläubige Moslem, der während der Arbeit sein Gebet verrichten "musste", hörte nur von seinen Kumpels: "Mach´ hinne", wir brauchen dich.

Keine Schnörckel, kein Drumherum nur das Wesentliche ist wichtig.  Nicht Frack und festliches Abendkleid ist angesagt, sondern "Blaumann". Und wenn es regnet? Kein Problem, wir sind nicht aus Zucker, ziehen das durch. Erfahren und erprobt.
 

   
  Herbert Grönemeyer   "Komm zur Ruhr"                                                                                                                               Foto Linde Arndt  

Herbert Grönemeyer brachte zum Schluss seine Hymne. Er, der aus dem Ruhrgebiet kommt, er der den Menschen hier kennt, er der durch dieses Ruhrgebiet seinen Durchbruch ( Bochum, ich komm aus dir…) erfuhr. "Schnörkellos urverlässlich, sonnig stur, wetterfest und schlicht", so die neue Hymne, die damit auch die Attribute dieser so eindrucksvollen Veranstaltung ausmachten. Die 1.200 geladenen Gäste einschließlich der VIP´s waren begeistert von dieser Eröffnung. Als wir danach über das Gelände gingen, wusste jeder einen für sich wesentlichen Ausschnitt als begeisterungswürdig im Gespräch heraus zustellen.

Bundespräsident Horst Köhler, dessen Kommen, auch bei dieser Witterung, die Wichtigkeit herausstellte, betonte: Es ist und sollte eben keine elitäre Veranstaltung, sondern eine lebensgestaltende Kraft für alle sein.

Auch der Präsident der Europäischen Kommission Juan Manuel Barroso, der übrigens in deutsch sprach, erinnerte an den Beginn des modernen Europas mit Kohle und Stahl – der Montanunion, hier im Ruhrgebiet. "Der Kohlenpott ist ein "Meltingpot" ( Schmelztiegel ) der Völker und Kulturen. Mutig und kreativ wird hier der Wandel gestaltet und dabei aller Unbill trotzig die Stirn geboten. Ganz Europa gratuliert ihnen, wie auch den beiden anderen Städten Pecs und Istanbul"so Barroso.
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers freute sich auf die vielen Ideen und Inspirationen die von den Kreativen zukünftig aus dem Ruhrgebiet erbracht werden. Allerdings hatte Rüttgers offenbar leichte Probleme, mit den witterungsbedingten Schwierigkeiten zurecht zu kommen, im Gegensatz zu seinen mitfeiernden Ruhrbewohnern.
  

     

Bundespräsident Horst Köhler
Foto: Linde Arndt
  EU-Präsident Juan Manuel Barroso
Foto: Linde Arndt
  Ministerpräsident von NRW Jürgen Rüttgers   Foto: Linde Arndt

Die offizielle Eröffnung nahm der Oberbürgermeister der Stadt Essen,  Reinhard Paß, vor.

Ein paar Zahlen: Die Live Übertragung des ZDF am Nachmittag haben sich 1,4 Mio Zuschauer / 7,9% ,WDR 470.000/10% , angesehen. "Für eine Kultursendung ist diese Resonanz sehr gut, " so Fritz Pleitgen. Gemäss Aussage des Veranstalters wurden am Samstag 100.000 Besucher gezählt, dies wurde uns auf der abschließenden Pressekonferenz am Sonntag übermittelt. Die Eröffnung des Ruhrmuseums hatte am Samstag alleine schon 5.000 Besucher angezogen. Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz am Sonntagnachmittag waren es wieder 3.000 Besucher. Prof. Ulrich Borsdorf meinte zu wissen, dass auf Grund seiner Erfahrung die Besucher das Museum als auch die Ausstellung gut angenommen haben. "Es war so eine Aura über den Besuchern", so Professor Borsdorf.

 

                             
  Foto: MelTi
 

Fritz Pleitgen, der Geschäftsführer der Ruhr 2010 GmbH, meinte:  "Wir haben nun den gelungenen Startschuss gegeben, jetzt müssen die Städte dieses starke Signal aufnehmen und über das gesamte Jahr halten.", so Pleitgen.

Es kann sein, dass einige von uns in 40 Jahren sagen werden, wir waren dabei gewesen als der Startschuss für den Wandel fiel. Ob der Wandel dann jedoch gelungen sein wird, vermochte keiner zu beantworten. Denn dafür ist dieses Gebiet zu stark in seinem vergangenen Wandel gewesen. Die Zukunft verspricht aber sehr spannend zu werden.

Was bleibt noch:

Wenn man bedenkt was für herausragende Projekte angestoßen wurden, wie Temporäre Stadt an besonderen Orten, shared space, oder Emscherkunst, die alle schon vorher initiiert wurden und sehr ambitioniert sind und weit in die Zukunft zeigen. So fragt man sich: Was ist mit Ennepetal und dem EN-Kreis los? Ennepetal schaffte es mal gerade am Sonntag seine Installation "Regenbogenland" auf zu bauen. Da standen der Ruhr2010 Beauftragte Carsten Michel und die Künstler Anja Michel und Markus Nottke mit ihrer Installation und wussten nicht, außer ihrem Objekt, ihre Stadt zu präsentieren. Es war "nett" was die drei  boten, mehr aber auch nicht. Nur die Latte hätte man sicher etwas höher setzen können – spielend. Rund 500 Druckerzeugnisse lagen für die Pressevertreter aus, so dass sich jeder einen Überblick über die Aktionen in den 53 Städten, als auch über die Städte selber, während des Jahres machen konnte. Es wurden fleißig Termine notiert um die Aktionen über das Jahr zu begleiten. Und Ennepetal? Ennepetal hatte weder eine Promotion noch irgendein anderes Druckerzeugnis welches die Aktionen ankündigte. Auf fehlende finanzielle Mittel kann nicht verwiesen werden, denn von den 53 Städten sind immerhin 30 Städte in der Haushaltssicherung. Diese haben sich aber zumindest auf der Eröffnung präsentiert. Ennepetal, möchte attraktiv werden, richtig, aber wie muss Attraktivität erlangt werden, wenn nicht mit guter Öffentlichkeitsarbeit? Und da kommen wir wieder zum Anfang. Es müssen schon besondere Parameter stimmen, damit Ennepetal für sich und damit für seine Bürger Imagewerbung macht. Vielleicht hätte man einen Flyer ohne Inhalt auslegen sollen, ganz blank, mit der Aufschrift: Eine Stadt verweigert sich und stellt sich nicht vor.

Am 9. Dezember 2009 wurde in den Halles von St. Géry durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und die Brüsseler Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, das Konzept Ruhr 2010 vorgestellt. Unsere 2. Bürgermeisterin Frau Anita Schöneberg (SPD) war auch anwesend, wobei sie sich danach noch per Dringlichkeitsbeschluss vom Rat der Stadt Ennepetal diese Fahrt bewilligen lassen musste. Bis zur Eröffnung an diesem Wochenende lagen weder Fotos vor noch wurde ein Bericht gefertigt. Auf Anfrage teilte uns Frau Schöneberg (SPD) mit, irgendwann würde sie solch einen Bericht anfertigen. Ich denke mal, dass war für Frau Schöneberg ein schöner Ausflug, wobei die angefertigten Bilder sicher irgendwann den Enkelkindern unter die Nase gehalten werden. "Sieh mal, da war Oma mal gewesen", so die dann ältere Frau Schöneberg.

Das unsere Stadt durch einen zündenden Bericht einen Motivationsschub bekommen hätte, was soll´s, die sollen nur die Spesen bezahlen. Mit solch einer Einstellung sollte man sich nicht wundern, wenn auch andere Menschen keine Lust verspüren etwas für die eigene Stadt zu machen.
Liebe Frau Schöneberg, war das Büfett wenigstens reichhaltig und ausgesucht? Der Service im Hotel zufriedenstellend? Und sind die Spesen von der Stadt schon überwiesen? Und sind Sie danach bummeln gewesen? Ich bin immer gerne durch die Rue de Bouchers und die Petit Rue de Bouchers gegangen oder waren Sie nur auf dem Place St-Géry gewesen?

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik

Na, dann wird es ja jetzt

[jpg] Alles wartete auf die Geschäftsführung, die kam ca. 1 Stunde entschuldigt später. Prof. Dr. Oliver Scheytt kam vom oekomenischen Gottesdienst und hatte danach noch ein inniges Gespräch mit den Geistlichen wie Bischof Dr. Franz Overbeck von der katholischen Kirche, Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland,  der
Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. h.c. Alfred Buß und dem Metropolit der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland und Exarch von Zentraleuropa, Dr. h.c. Augoustinos Lambardakis, die das Kulturhauptstadtkreuz geweiht und auf die Reise geschickt hatten. Jede Woche soll es in einer anderen Stadt Station machen, den Anfang macht Dinslaken.  Die geistliche und geistige Herrschaft hatten schon immer im Bistum Essen vieles bewegt, so sollte es auch für das kommende Wochenende sein, so wäre demnach ein annehmbares Wetter gesichert. Trotzdem sei darauf hingewiesen, dass wir diese Jahreszeit Winter nennen und dadurch evtl. Einschränkungen hingenommen werden müssten.

"Wir haben zwar nicht den höchsten Dom, dafür aber den längsten Dom in NRW, der übrigens bis vor hundert Jahre durch das Frauenstift geführt wurde.Diese Zeit war eine kulturell blühende Zeit, die wir uns alle wieder in Erinnerung rufen sollten. Kohle und Stahl, verbunden mit dem Namen Krupp haben diese Zeit abgelöst, die jedoch auch vor Jahren schon zu Ende ging.

Jetzt beginnt wieder eine Zeit der Kultur und der Kulturen, die einen neuen Aufbruch signalisiert.", so Prof.Scheytt bei seiner Ansprache.
 
"Die Generalprobe ist erfolgreich verlaufen, trotz der widrigen Witterungsbedingungen. Etwas unvorbereitet kam Herbert Grönemeyer selber der seine Hymne  in die Generalprobe mit einbezog. Die Eröffnung findet auf jeden Fall statt. Ansonsten wünsche ich mir und allen Beteiligten als auch den Menschen in der Kulturhauptstadt 2010 einen guten und starken Anfang am Wochenende, der das ganz Jahr anhalten möge.
Denn eines ist garantiert, wir haben eine starke Region mit starken Menschen" so Prof. Scheytt,
 
Eines kann allerdings noch  passieren: Wenn der Wind morgen zu stark ist, muss das Feuerwerk verschoben werden, denn es könnte nicht garantiert werden, dass die glühenden Feuerwerkskörper dort runter kommen, wo es geplant wurde.   Dieses wurde  als einzige Einschränkung verlautet.
 
Danach erzählten Prof. Scheitt und Prof. Petzinka noch einige Geschichten,  als sie gemeinsam die Stadt Essen baulich und kulturell umgestalteten.
 
           
                       
 
Wir sehen uns morgen in der neuen Kulturhauptstadt Ruhr2010.
 
Jürgen Gerhardt aus Essen für EN-Mosaik
 
 

Wir brennen ohne Plan B

[jpg] Fritz Pleitgen brachte es auf den Punkt: Wir brennen, dass es endlich am 9./10. Januar 2010 losgeht. Wir wollen das Risiko tragen, so wie es ehedem die Bergleute getragen haben. Und –  wir haben keinen Plan B.
[Inzwischen munkelt man schon über Plan "X", wobei angedacht ist, wenn es tatsächlich zur Extremwetterlage kommen sollte, die Veranstaltung auf Sonntag umzupolen – sobald uns Näheres bekannt ist, werden wir berichten]

   

                
  Foto: RUHR.2010 – RUHR.2010-Film (Agentur Zeitsprung) /  

Es geht los. Nach drei Jahren Vorbereitung versucht das Ruhrgebiet den Wandel durch Kulturveranstaltungen sich als Kulturhauptstadt 2010 zu etablieren. Regional, national und international werden in diesem Jahr Millionen die angesetzten 53 Veranstaltungsorte aufsuchen um den Wandel zu einer attraktiven Region zu bestaunen. Wer sich da ins rechte Licht zu setzen weiß, wird zu den Gewinnern gehören, die die Aufmerksamkeit der Besucher als Investoren oder nur als Neubürger an sich zu ziehen wissen. " Wir haben das Feuer" an dem sich alle wärmen.

                  
Aber erst will ich einmal ausholen.

Ruhrgebiet war in meinen jungen Jahren als das Land mit dem Ruß, genannt Rußland, bekannt, dort wo man die Sonne kaum sah, die Flüsse und Gewässer tot waren. Die Emscher oder die Ruhr in der man seine schwarz/weiß Filme entwickeln konnte, so viel Chemie führten die mit sich. Als Bergischer warnte man immer vor dem Osten, dieser Region der Staublungen, der Malocher, den Kumpeln, diesem Moloch der alles verschlang. So war es auch verständlich, wenn wir Bergischen uns Richtung Westen, nach Düsseldorf oder Köln orientierten.

Anfang des vorigen Jahrhunderts kamen zehntausende von Polen, es folgten Italiener, Spanier, Jugoslawen und zuletzt Türken. Alle verschlang  der Berg und der Stahl. Sie blieben weil ihnen die ehemalige Heimat fremd wurde und brachten Teile ihrer Kultur mit zu uns. Zeche Nordstern, Zollverein, Zollern oder Nachtigall sind Namen die jedem bekannt sein dürften. Von ehedem 148 Schachtanlagen mit bis zu 497.000 Beschäftigten gab es  in 2008 nur noch 5 Schachtanlagen mit 23.000 Beschäftigten.  Und 2018 ist auch damit Schluss.  Riesige Areale sind übrig geblieben, dazu die Stahlproduktionsstätten die bis auf Spezialstähle allesamt  ins Ausland abwanderten. Kohle gibt es billiger in Australien und die Chinesen und Inder produzieren den Stahl gerne für uns mit.

Nur was sollte mit den Millionen Arbeitskräften geschehen die seit den sechziger Jahren frei wurden. Das Ruhrgebiet hatte die größte Strukturkrise zu überwinden, es kam einer Revolution gleich um innerhalb von rund 40 Jahren diese Aufgabe zu stemmen. Und es geht weiter. Zum zweiten Male erfand sich das Ruhrgebiet neu mit seinen neuen Bewohnern, die anders sind als Andere in NRW. 1966 hatte das Ruhrgebiet 3 Hochschulen mit gerade einmal 4.000 Studierenden, 2009 waren es 16 Hochschulen mit über 164.000 Studierenden. Oder, seit 1980 haben sich die Übernachtungszahlen verdreifacht. Tourismus im Ruhrgebiet, früher undenkbar, heute jedoch der Alltag. Diese Region die sogar eine neue Sprache spricht, die für Westfalen oder Rheinländer so fremdartig ist.
                                             
Als wir auf dem Weg zur Pressekonferenz waren, kamen wir an den alten Bergarbeiterhäusern vorbei, teilweise renoviert oder auch restauriert. Katernberg das Gebiet der Zeche Zollverein und ehemals einer der modernsten Kokereien in Europa. Christliche Kirchen stehen friedlich neben einer Moschee, die einen mit einem hohen Turm, die andere halt mit einem hohen Minarett.
                                     

                    

Fotos: Linde Arndt
 

 
                          

Riesige Batterien sind noch von den Kokereien stehen geblieben. Und zwischen der Kokerei findet der Fototermin statt. Eine Bühne. Leadleuchten bannen das Logo der Ruhr2010 auf die aufgestellten Tafeln, abwechselnd werden Szenen von damals mit heutigen gezeigt. Der Wandel könnte nicht dramatischer dargestellt werden.
   

   

Fotos: Linde Arndt  

  
TänzerInnen dehnen sich vor der Bühne die Kameras werden eingestellt, Verschlusszeiten und Blenden müssen stimmen. Irgendwie ein irreales Bild, im Hintergrund die Batterien, die früher täglich 10.000 Tonnen Koks ausgespuckt hatten. Noch ist die Bestuhlung mit Schnee bedeckt, die Bühne muss erst vom restlichen Eis befreit werden.

Dann die ersten 3 ½ Minuten Ballett. Pina Bauschs Kontakthof wird mir in Erinnerung gerufen. Pina Bausch die mit dem Ruhrgebiet, Bochum oder Gelsenkirchen, stets verbunden war. Sie fand dort Inspirationen für ihre Stücke. Die Verschlüsse klicken. Break. Pause. Die nächsten 3 ½ Minuten, das Wogende der Kompanie das Suchen und Finden des Einzelnen, sich integrieren wollen und doch Ablehnung erfahren in 3 ½ Minuten, wieder die Verschlüsse. Break. Pause. Ein anderes Motiv auf den Leadwänden. Die letzten 3 ½ Minuten. Es ist gut, wir haben genug gesehen. Wir haben den Moment gebannt – erledigt.

            

Foto: Linde Arndt
 


Ortswechsel, ab zum  Sanaagebäude.

Rein ins Auto, zu Fuß wäre es zu weit, man könnte sich verlaufen, zwischen all den stehen gebliebenen Produktionsanlagen. Konserven? Vorbei an einer 60 m langen und 5 m breiten Eisfläche auf der sich die Schlittschuhläufer tummeln, eine kleine Cafeteria, "Schlittschuhe nur mit Schonern" steht auf dem Eingangsschild. Die Sicherheitsleute winken uns durch.

Das Sanaa Gebäude vom japanischen Architektenbüro Sanaa entworfen, 34 meter hoch und exakt 134 Fenster in nur 4 Größen, so wie sie  angeordnet sind, ergeben sich dem Betrachter immer wieder unterschiedliche Sichtweisen, je nach Position. Japanische Architektur hier im Pott. Ein Gegensatz? Eine Besonderheit, das Gebäude  wird mit 28 Grad Celsius Grubenwasser beheizt welches über Rohre durch die Wände und Geschosse gepumpt wird. Wieder der Wandel.
   

              
  Fotos: Linde Arndt
 

Hier findet die Pressekonferenz statt. Die WLan Hotspots sind noch nicht geschaltet, UMTS muss herhalten.
Bis zum Wochenende wird das Sanaagebäude zu einem leistungsfähigen Pressezentrum aufgebaut – versprochen. Die internationale und nationale Presse ist anwesend, Print-, EMedien und Online Medien werden begrüßt. Es wird die Eröffnung 9./10.01.2010 nochmals durch gegangen, letzte Änderungen durch gegeben. 500 Pressevertreter sind nunmehr akkreditiert, nicht alle können  am Samstag und Sonntag einen Parkplatz haben. Aber die Verkehrsanbindung mit Bussen und Bahnen sind günstig.

Es fehlt der rote Faden für die Ruhr2010, so ein Kritiker. Wir wollten das nicht, wir wollten die entstehenden Strömungen aufzeigen, die noch kein Ganzes ergeben aber ergeben könnten, so Pleitgen. Mir persönlich fehlt auch ein Trailer, ein Einstieg zu dem was sich da ereignet. Es reicht nicht das angekündigte emotional als groß zu erkennen, zu benennen. Jeder weiß, es passiert was, jeder will dabei sein, aber man will es auch fassen, ausloten. Die Programmpunkte abzuklappern, dafür brauchte man nicht zu kommen. Dafür reicht dieser Link http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/eroeffnung-ruhr2010.html. War es das dann?

     

   
 
Foto: Jürgen Gerhardt

Japanische Architektur versucht immer das Draußen mit dem Drinnen zu verbinden. Der Bewohner ist also nie richtig in einem Gebäude, sondern in einem verschmelzenden Raum der kein Draußen kennt.

    
Nein. Eva Maria Joeressen mit ihrem "close encounter" reicht den roten Faden mit einer audio visuellen Intervention für das Sanaa Gebäude. Meine Frau meint, lass das, schreib nicht darüber, dass ist zu abstrakt, zu elitär und zu abgehoben.
Nein, finde ich nicht. Ich versuchs:

Das Ruhrgebiet ist eine Fläche, ein Areal. Besteht aber auch in sich wieder aus Flächen und Arealen. Die Flächen aus der Vergangenheit, also die heutigen Industriebrachen sind Flächen die sich ständig verändern.

Sie waren einmal und sind durch ihre immer währenden Veränderungen einer anderen Wirklichkeit ausgesetzt.
Die Kokerei mit ihrer glühenden Kohle, die Tag für Tag Tonnen von Koks ausspukte, dient heute als Kulisse für Veranstaltungen aller Art, ist aber in seiner Funktion noch präsent. Das Ruhrgebiet ist noch Wirklichkeit, ist aber durch seine vielfältigen Veränderungen nicht mehr das, was es einmal sein sollte – ein riesiger Produktionskreislauf der Industrie. Durch die Begegnungen mit anderen Kulturen entstand und entsteht immer noch etwas Eigenständiges was es vorher so nie gab. Es ist ein immerwährender Prozess der im Moment nicht endet und dessen Ende auch nicht abzusehen ist. Dies betrifft die Proportionen, die Farben und die Mengen im Zeitkontinuum, die durch einen eigenen Rhythmus in Bewegung sind und keinen Stillstand erfahren können, dürfen.

Durch die Hinzugabe audiophoner Elemente erfährt man auch den eigenen Sound der Veränderungen. Verbindet man diese audio visuellen Elemente mit einem Computer der  mit einem Zufallsgenerator der auf zufälligeTaktung eingestellt wurde, projektiert das Ganze an ein reales Gebäude, hier das Sanaa Gebäude, so erlebt man eine transmediale Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit macht die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft mit einem Schlag erfahrbar. Die Areale verschmelzen, trennen sich und ergeben immer wieder ein neues Ganzes. Dieses wird erlebbar am Samstag und Sonntag am Sanaa Gebäude in der Zeit von 18:00 – 22:00 Sonntag eine Stunde früher. Man muss es sehen, muss sich darauf einlassen können um den Beat zu verstehen. Man sollte sich auf das Feuer einlassen um letztendlich im Herzen zu brennen.

Jürgen Gerhardt