Beiträge

Unsere moderne Ennepetaler Stadtverwaltung

[jpg] Nun will unsere Stadt, sprich Stadtverwaltung und Rat der Stadt, uns immer weismachen sie wäre auf der Höhe unserer Zeit. Schaut man einmal hinter die Kulissen, stellt man fest, die haben ja gerade die Keilschrift weggelegt und versuchen krampfhaft in der Moderne Fuß zu fassen.

Da ist der erste Beigeordnete der Stadt, der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, sicher von Herrn Peiniger, im twittern trainiert worden. Seid der Zeit zwitschert er auch brav jeden Tag morgens seine Zeile auf seiner Seite im Web. Guter Junge, und danke Herr Peiniger, wenn sie es denn waren.

Nur überzeugt hat uns das nicht. Denn wenn wir die Seite www.ennepetal.de ansehen, die ja im Verantwortungsbereich unserer Stadtverwaltung liegt, so wird man unwillkürlich an die 90er Jahre des Internet erinnert. Sie ist schlicht und einfach erbarmungswürdig. Die Informationen sind derartig schlecht strukturiert, dass man schon sehr viel Zeit haben muss um überhaupt an die gewünschte Information zu kommen. In der Regel sind allerdings nur eingeschränkte Informationen vorhanden. Sieht man mal ab, dass Ennepetal ja nicht attraktiv sein will, so sollte man zumindest die notwendigen Bürgerinformationen etwas übersichtlicher gestalten. Die Müllabfuhrzeiten oder Sperrung von Straßen auf der Eröffnungsseite einzufügen, macht sicher einen "sehr guten Eindruck" auf den auswärtigen Betrachter. Der Stadt Ennepetal würde ich raten sich einmal eine Seite wie www.münster.de anzusehen, eine Stadt die immer wieder im positiven Sinne auffällt. Ich weiß diese Stadt ist viel größer, die Größe einer Stadt hat aber nun wirklich nichts mit einem innovativen und gut strukturiertem  Internetauftritt zu tun. Wenn jemand aus der Stadtverwaltung dieses Argument benutzt, so ist das nur eine billige Ausrede. Was fehlt ist ein bisschen Herzblut für diese Stadt.

Ach ja, das Herzblut, heißt Liebe zu etwas Anderem als zu sich selber. Was aber wenn das Herzblut sich mit Dingen beschäftigt, die mehr mit der eigenen Eitelkeit zu tun haben?

Da zwitschert doch unser guter Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen mit Genuß:

  • Termin im einstweiligen Verfügungsverfahren ‘Wiggenhagen gegen Mehner’ auf den 18.8.09, 14 Uhr, verschoben.9:44 AM Aug 1st from TwitterFon
  • Antrag gestern morgen beim Gericht eingereicht. Aber, gibt auch noch was anderes: Heute Skatabend bei Lilo in Altenvoerde.7:27 AM Jul 22nd from TwitterFon 
  • Nichts Neues in ‘der Sache’. Morgen früh gehts zum Gericht.10:05 AM Jul 19th from TwitterFon
  • (Noch) keine Nachricht von meinem Rechtsanwalt erhalten. Was heißt das?!9:41 AM Jul 18th from TwitterFon
 

Hier versucht er uns etwas zu zeigen was ihm offensichtlich fehlt, Führungsqualitäten, Führungstärke oder Durchsetzungsvermögen. Nur wofür und in welchem Zusammenhang? Da arbeitet sich jemand an seinem Feind ab, weil ihm Inhalte zu dem angestrebten Amt fehlen. Eine Ablenkungsstrategie, mehr nicht.

4 und mehr Einträge innerhalb kurzer Zeit in seiner Rechtssache gegen Mehner, da ist wohl eine gehörige Portion Wut im Spiel. Und da soll noch Platz für Herzblut im Zusammenhang mit unserer Stadt sein? Das war wohl die Wut wegen des mäßigen Auftrittes in der Rosine, wo die Herren Heinz und Bilstein ihn nicht gerade gut aussehen ließen. Die ganze Wahrheit mochte er ja dort nicht von sich geben, hätte ja auch ein schlechtes Bild abgegeben. Entweder hätte es so ausgesehen, als hätte er als Verhandlungspartei versagt, oder es hätte ihm an der Attraktivität der Stadt nichts gelegen. Zumindest werden wir wohl seinen Einsatz nie richtig würdigen dürfen.

Ein renommiertes Sozialinstitut hatte einmal mittels einer Befragung heraus bekommen, dass die meiste Zeit eines Angestellten der Verwaltung damit vergeudet wird indem er die Angriffe auf seine Position in der Verwaltung abwehren muss. Und weiter, ein Großteil seiner restlichen Energie darauf verwendet seinen Weg nach oben frei zu machen. Wieviel Energie ist dann noch für Herzblut , bzw. die eigentliche Verwaltungsarbeit übrig?

Und da kommen wir zu der restlichen Energie. Die Stadt machte einen Kinoabend "inne Milspe". Gute Idee, war ja auch von uns. Nur die Ausführung war zu groß und zu aufwendig. Vor 16 Jahren hatten wir das mit zwei Personen und drei Telefonanrufen organisiert. Heute muss ein Kulturamt, ein Wirtschaftsförderungsamt, ein Ordnungsamt, eine Sparkasse  und noch eine Citymanagement GmbH & Co.KG sich damit befassen. Was ist da anders, die Filme und das Equipment haben sich nicht verändert? Ich denke die notwendige freie Energie war nicht vorhanden, dadurch musste eine Aufgabe auf viele Schultern verteilt werden, weil man eben, wie zuvor gesagt, mit anderen Dingen beschäftigt ist. Effizientes arbeiten ist das wohl kaum.

Eine Stadtverwaltung effizient aufbauen und führen scheint hier wohl nicht im Vordergrund zu stehen, wichtiger sind die Netzwerke die die Gefahrenpotenziale gegenüber der eigenen Person übermitteln. Wie soll man da noch Zeit und Energie übrig haben, um eine attraktive Stadt konzeptionell zu erarbeiten.

Mit diesem Kandidaten können wir lange auf eine attraktive Stadt warten, die Abwanderung der Bevölkerung wird sich fortsetzen. Nur die Alten, die werden, nein, die müssen bleiben. Und "Wilhelm das Brot" wird mit  der "Ennepetaler Mutter Beimer" als letzte das Licht ausmachen. Und jeden morgen werden die Arbeitskräfte von den umliegenden Städten ihre Arbeitsplätze bei Dorma, Febi, Ischebeck und andere anfahren um nachmittags wieder nach Hause zu fahren. Warum? Nur weil wir nicht alles schön geredet haben, was nicht so schön war und ist. Denn verantwortlich sind ja immer die Anderen, obwohl wir jahrelang eine sehr große Einflussmöglichkeit hatten.

Unsere "Ennepetaler Mutter Beimer" hat gestern ihren "Jung" "Wilhelm das Brot" in die Pferdekutsche verfrachtet um eine "Fotosession" mit ihm zu machen. Hätte sie doch ganz gerne alle Bürgermeisterkandidaten mitgenommen, leider wussten zumindest zwei nichts davon. Aber unsere "Ennepetaler Mutter Beimer" hat zumindest einen neutralen "Bericht" ins Netz gestellt. Sehen sie selber wie rührend dieser "Bericht" ist.

Ich glaube sie hat ihn adoptiert, muss wohl so sein. Hier haben wir uns gestern Abend in unserer Skype Sitzung sowieso gefragt, was daran so schlimm ist, als Forenbetreiber den Gevelsberger CDU Bürgermeisterkandidaten zu unterstützen? Das ist doch ok, wir sind halt in einer Demokratie.

Eine moderne Stadt mit Wilhelm Wiggenhagen? Undenkbar. Für uns wäre er der Garant einer konservativen antiquierten Stadt, die ewig der Welt staunend zusieht wie sie sich bewegt.

 

Jürgen Gerhardt.

 

 

Was ist das Wort eines Herrn Wiggenhagen wert?

[jpg] Gehen die Uhren in Ennepetal langsamer – oder ist hier ein Hindernissrennen angesagt? Oder ist das Wort eines ersten Beigeordneten nicht viel  wert?

Es war beim TREFF 55 +  der Evangelischen-Freikirchlichen Gemeinde in Milspe,(s. unseren Bericht: So stelle ich mir meine Stadt Ennepetal vor) als in der Diskussion mit dem Bürgermeisterkandidaten Wilhelm Wiggenhagen die Anregung vorgetragen wurde, eine Extra-Rubrik auf der Homepage der Stadt einzurichten, wo Bürger Wünsche, Anregungen und auch Dinge, die nicht positiv laufen für alle Bürger sichtbar einbringen können .

Eben eine Sparte RATHAUS transparent oder Bürgervorschläge/ -wünsche.

Ebenfalls sollte auf diesen Seiten dann  fortgeschrieben werden, was mit diesen Anträgen etc. geschehen ist.
Z.B. weitergeleitet an:  …….. / wird bearbeitet von: ……../ erledigt durch: …..

 

Vorschlag/Wunsch/Anregung/sonst.:
 
Text
Weitergeleitet an:
 
Text
Wird bearbeitet von:
 
Text
Erledigt durch:
 
Text
Wie erledigt:
 
Text

 

Die vorgegebene Tabelle ist relativ einfach und simple, sie kann mit einer vorher sichtbaren Eingabemaske versehen werden, in welche der einzelne Bürger sein Begehren eingeben kann. In der Stadt würde zentral, meinetwegen das Sekretariat den Eingang an den zuständigen SachbearbeiterIn weiterleiten, der diesen Vorgang abschließend bearbeitet und einen Erledigungsvermerk setzt. Unterstellt haben wir, das unsere Stadt ein Intranet hat, wie es bei allen Städten, aber auch Unternehmen üblich ist.

Hierfür benötigt man nur ein paar Tabellen in einer bereits vorhanden Datenbank der Stadt, ein paar Zeilen Script, wie PHP, Perl, Ruby,  Java,  geht aber auch mit den von der Stadt favorisierten Microsoftprodukten.

Arbeitsaufwand: Gehirnschmalz und guten Willen vorausgesetzt, rund einen Tag. Das ganze unter einem Button Bürgerbeteiligung und gut ist.
Da die Stadt sowieso ein CMS Typo3 hat könnte es sein, dass es ein Template/Plugin (Vorgefertigtes Schript) schon dafür gibt, ansonsten könnte das Typo3 eigene Scripting das auch leisten. Übrigens Typo3 und die Erweiterungen sind open Source (freie Software), heißt kostenfrei. In diesem Fall käme das der Stadtverwaltung sogar entgegen, Typo 3 als dänisches CMS umsonst und die Stadt hat den Nutzen.

Nun wir haben das extra so einfach dargestellt um es für den Leser auch verständlich zu machen, mal abgesehen von den Fachbegriffen. Aber es ist für eine EDV Abteilung auch so einfach wie es dargestellt wird, wenn, ja wenn eine Anweisung vorliegt. Wenn die EDV Abteilung dies nicht aus eigener Kraft erledigen kann, so steht Herr Peiniger der Herrn Wiggenhagen ja auch seinen Webauftritt gemacht hat, sicherlich gegen Entgelt zur Verfügung.  Gerne stellen wir uns, natürlich kostenfrei, wegen der Steuereinbrüche und der Haushaltssicherung, beratend zur Verfügung.

Die Bürger sollten sehen  können, dass sich etwas bewegt und nicht nur in dem übergroßen Schubfach verschwindet oder sich auf einem Schreibtisch anhäuft. Auch sollten die Bürger sich ernst genommen fühlen, motiviert werden sich für ihre Gemeinde einzusetzen.
Wichtig war, dass es eben ein fester Bereich für die Bürger war. Alle Anwesenden waren von diesem Vorschlag begeistert und Herr Wiggenhagen versprach, sich dafür einzusetzen.

Nachdem nun bis heute diese Sparte nicht aufgetaucht ist, hörten wir auf Nachfrage bei ihm, ja, die Sache ist aufgenommen worden, allerdings nicht an einer zentralen Stelle, sondern eben je nach Fachbereich sortiert. Nur bitte wo finden wir diese Seiten, woher wissen die Bürger, dass es diese Einrichtung gibt? Und geht es nicht einfacher?

Bisher ist es leider ganz anders, von Transparenz kann da keine Rede sein. Da gehen Bürgerbegehren bei der Stadt ein, werden z. T. an den Bürgermeister persönlich gesandt, die dieser durch sein Sekretariat an die einzelnen Abteilungen weitergibt usw. usw.

Der Redaktion sind zwei Beispiele bekannt, die offensichtlich in unserem Rathaus, entweder ein Eigenleben entwickelt haben oder aber in den Truhen der unendlichen Vorschläge und Ideen verschwanden.

Wir fragen uns nun, wie ernst kann man die Äußerungen eines Herrn Wiggenhagen nehmen, haben die Äußerungen nur einen gewissen Unterhaltungswert, der sich uns leider nicht erschließt? Oder sollen diese Versprechungen nur den sowieso nicht ernstzunehmenden Wahlversprechungen zugeordnet werden?
3 Monate ist es nun her, dass dieser Treff stattfand, ein innerbetriebliches Vorschlagswesen in der Industrie, so würde man das dort nennen, wäre innerhalb einer Woche einsatzbereit.

Kann der Bürgermeisterkandidat, immerhin ist er ja erster Beigeordneter, also zweiter Mann der Stadt Ennepetal, überhaupt Probleme lösen? Wo ist die viel gepriesene kompetente Reputation des Gevelsbergers, ersten Beigeordneten, Bürgermeisterkandidaten der CDU Wilhelm Wiggenhagen? Ach ja, da ist ja noch Oelkinghausen, das ist ja wichtig, da muss der erste Beigeordnete jeden Stein extra aussuchen, das kostet logischerweise Zeit.

Die obige Idee ist übrigens auf Bundesebene für die Abgeordneten des Bundestages schon umgesetzt, schauen sie mal hier bei unserem Bundestagsabgeordneten.

http://www.abgeordnetenwatch.de/rene_roespel-650-5780.html 

Jürgen Gerhardt

 

Unsere Politiker und die Vergesslichkeit der Wähler

[jpg] Die Psyche eines Menschen baut sich eigentlich ganz gut auf. Ist es doch so, dass wir bestimmte Vorfälle aus unserem Leben relativ schnell vergessen. Würden wir das nicht tun, müssten wir den einmal angesammelten Ballast Tag für Tag mit uns herumschleppen. Wer erinnert sich nicht an die erste Liebe. Nur, die oder der Angehimmelte hatte uns vielleicht verschmäht, was uns in Folge in eine Krise stürzte.

Mit der Zeit haben wir jedoch eine/einen anderen/andere PartnerIn gefunden, was uns schließlich über den Verlust der ersten Liebe hinweg tröstete. Dieser Fall zeigt uns aber auch, dass wir bestimmte Vorfälle im Laufe der Zeit etwas milder einordnen. Das Problem ist jedoch dabei, diese Verhaltensweise sollte und  kann  nicht zur Alltäglichkeit werden. Denn in vielen Fällen des Lebens haben wir wohl Einfluss, um eine Wende in unserem Leben herbeizuführen, wenn, ja wenn diese Vergesslichkeit nicht wäre.

Nun haben wir Wahlen, Kommunal-, Bürgermeister-, Kreis- und zu guter letzt Bundestagswahlen.
Alle Parteien und KandidatInnen mühen sich uns zu erklären, warum nur sie und nicht der/die MitbewerberIn der/die Richtige für uns ist. Auf Bundesebene ist eigentlich alles klar, da treten die nette Frau Merkel,der nette Herr Steinmeier und der smarte Herr Westerwelle an  um von uns gewählt zu werden.

Steuererhöhungen soll es bei einer Verschuldung von 87 Milliarden nicht geben. Nur weiß jeder von uns, dass geht nicht. Und wir wissen auch aus Erfahrung, die "Giftlisten" der Parteien liegen schon längst in den Schreibtischenschubladen. Das schlimmste was uns passieren könnte, und darüber wird in Berlin gesprochen, die 7% ige Mehrwertsteuer wird auf den derzeitigen vollen Satz von 19% angehoben. Träfe dies doch die Ärmsten, die im Moment ihre Nahrungsmittel nur unzureichend erstehen können. Aber und das erschreckt von der Presse alle, diese Ärmsten werden als "Sozialschmarotzer" von den Konservativen und Liberalen diskreditiert. Der Sozialdarwinismus feiert halt fröhliche Urstände, gilt es doch den Ausleseprozess zu beschleunigen.

Nur Wahl bedeutet nicht über die Zukunft zu spekulieren; denn die ist nur in geringen Maße beeinflussbar bei einer zur Zeit vorliegenden Systemkrise. Systemkrise? Richtig, nicht Finanz- oder Wirtschaftskrise, die Marktwirtschaft ist in einer tiefen Krise.

Ein Beispiel aus dem Insolvenzrecht: Übersteigen die Schulden eines Unternehmens das vorhandene Kapital, so muss ein Unternehmen Insolvenz anmelden. Ist eigentlich eine einfache Regel. Wenn aber dieser Fall bei Firmen eintritt, die eine überragende Stellung in unserer Volkswirtschaft einnehmen, ist dieser Fall nicht mehr ganz einfach. Und wenn dieser Fall auch noch bei führenden Unternehmen des Finanzsektors eintritt, wird es noch schwieriger. Was tut die Politik? Ganz einfach, die Unternehmen der Finanzbranche  dürfen ihre Schulden nun auslagern, damit übersteigen die Schulden nicht mehr das Kapital. Ist das nicht eine grandiose Idee? Man nennt dieses Gesetz Bad Bank Gesetz oder auch Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung.

Aber halt jetzt nicht gleich los laufen, weil sie noch einen Kredit zu überhöhten Zinsen haben oder ihre Lebensversicherung nicht mehr das abwirft, was ihnen versprochen wurde. Für uns gilt so was nicht, basta.

Mit diesem Gesetz wurden schlicht und ergreifend die Regeln der Marktwirtschaft, für einen kleinen illustren Kreis außer Kraft gesetzt. Denn nach diesen Regeln, die ja angeblich so gut sind, wären diese Unternehmungen schon längst vom Markt verschwunden. Sie merken, keine Finanz- oder Wirtschaftskrise, sondern Systemkrise; denn die Regeln wurden verändert und zwar tief greifend per Gesetz.
Wahl bedeutet aber letztendlich, ich muss auf Grund irgendwelcher Kriterien entscheiden. Wenn schon nicht die schönen Bilder helfen, so können auch die nebulösen Versprechungen für die Zukunft nicht helfen.

Woran soll der Wähler sich denn ausrichten um eine für ihn optimale Wahl vorzunehmen? Man will ja nichts falsch machen und hinterher schlechter dastehen als vorher. Ich meine, man kann nur die Vergangenheit zu Rate ziehen, nämlich die vergangenen Jahre in denen die Parteien, Gruppierungen oder KandidatInnen agiert haben.

Denn wir haben den politisch Agierenden für eine begrenzte Zeit, die Wahlperiode, die Macht gegeben um unsere gemeinschaftlichen Geschäfte für uns zu erledigen. Die Frage, wie haben sie diese Geschäfte erledigt?

Das ist in etwa wie mit einem Autokauf, war ich mit dem Auto zufrieden, werde ich mir wieder die gleiche Marke kaufen. Wenn nicht, wechsele ich die Marke.Ich muss also einen Vorteil gehabt haben, den ich auch weiterhin erwarte. Bei der zwischenmenschlichen Beziehung ist das genauso. Ich vertrau mich doch keinen Bekannten an, wenn derselbe stehendes Fußes es anderen erzählen würde, dass passiert nur einmal.

Kommen wir zu unserer Kommunal- und Bürgermeisterwahl in Ennepetal.

Auch in unserer Gemeinde treten die KandidatInnen und Parteien mit schönen Bildern und allgemeinen aber auch nebulösen Versprechungen an. Keine dieser Versprechungen sind nach Ablauf der Wahlperiode nachprüfbar.

Bürgermeister Michael Eckhardt, der vor 5 Jahren von der CDU auf den Schild gehoben wurde, also von Gnaden der CDU lebte und zwar sicher nicht schlecht aber seine Leistungen waren dürftig, wenn man bilanzieren würde. Er hatte nach Tarif mindestens ein monatliches Salär von Eur 7.000,– gehabt, was in der Industrie ein Geschäftsführer-Gehalt einer KMU bedeuten würde. Die Italiener hätten unseren derzeitigen Bürgermeister als Pupazzo der CDU eingeordnet, was sicherlich auch seinem Rollenverständnis entsprechen könnte. Wir brauchen uns jedoch nicht länger mit ihm zu befassen, außer dass wir ihm nun einen selbst bestimmten Ruhestand wünschen. Mit 60 statt mit 67 in Ruhestand, wahrscheinlich ohne Abzüge zu gehen, ist eben nicht jedem vergönnt. Wir gönnen ihm das von ganzem Herzen.

Nun tritt er nicht mehr an, empfiehlt aber seinen Nachfolger den Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, der auch parteilos und auch von der CDU auf den Schild gehoben wurde. Flugs wurde er noch schnell vorher zu einem ersten Beigeordneten, zwecks Gehaltsaufbesserung oder aus strategischen Gründen, man weiß ja nie, befördert.

Vorher Leiter des Fachbereiches 5, jetzt erster Beigeordneter, da kommt schon eine erkleckliche Gehaltssteigerung heraus, die sicher weit über einer normalen  liegt.

Nun sind die Aussagen des Wilhelm Wiggenhagen etwas dürftig über die Jahre als Leiter des Fb 5 , wir mussten uns also selber bemühen um daraus eine Person zu erkennen, die immerhin die Geschicke unserer Stadt für die nächsten 6 Jahre als Bürgermeister leiten soll.

Und da fällt uns sofort die Frage ein, was hat er für die Gemeinde Ennepetal gemacht? Eine Gemeinde die im Kreis allseits bekannt ist, mit einer positiven Außenwirkung? Ennepetal wird noch heute mit dem Kreis gleichgesetzt. Die Gesprächspartner sind immer wieder verblüfft, dass es eine Stadt Ennepetal gibt. Hattingen, Schwelm, Witten oder auch Gevelsberg sind überall bekannt. Aber Ennepetal? Die Bevölkerungsstatistik, ich muss es immer wieder erwähnen, hat nichts mit dem demografischen Wandel zu tun, wie Wilhelm Wiggenhagen das immer so schön redet. Der Verlust vieler Einzelhandelsgeschäfte innerhalb der letzten Jahre, hat auch nichts mit der Wanderung in die Oberzentren zu tun, also verändertes Kaufkraftverhalten. Dann das ZET, bis heute liegt davon keine Erfolgsrechnung vor. Ja, es wurden Arbeitsplätze geschaffen, Existenzgründungen auf den Weg gebracht. Aber zu welchem Preis? Eine nachvollziehbare Kosten-/Nutzenrechnung liegt nicht vor. Oder was ist aus den begleiteten Existenzgründungen geworden, in welchem Bereich unserer Wirtschaft haben sie sich bewährt? Existieren diese Unternehmen noch? Dann das Heilebecker Zentrum, ein Klotz, lieblos am Ortseingang hin geknallt, eine architektonische Null Leistung. Das Rewe Haus, sieht von der Neustrasse wie eine Festung aus, mit dem daneben liegenden Parkhaus sieht das ganze so bedrohlich aus, so dass kein Mensch auf die Idee kommt sich der Innenstadt zu nähern. Ein einladendes Ensemble sieht sicher anders aus. Mc Donalds als Aktiva zu bilanzieren ist etwas vermessen, ist es doch bei McDonalds so, dass sich die Franchiseunternehmer um einen Bauplatz an einer verkehrsreichen Strasse bemühen um dort ihre Standarts zu bauen. Dann die ganzen Discounter in den einzelnen Quartieren stehen doch konträr zu der Forderung, eine Stadt attraktiver zu gestalten. Ja diese Discounter behindern jetzt regelrecht eine weitere Entwicklung der Stadt zu mehr Attraktivität. Ennepetal, Stadt der Discounter?

Im Bereich Marketing hat die Stadt Ennepetal, mit seiner Wirtschaftsförderung in den Jahren unter Wilhelm Wiggenhagen es nicht geschafft die Marketingvereine und Interessengruppen zu geschlossenem Handeln zu bewegen. Von Impulsen, die eine Wirtschaftsförderung zu geben hätte, keine Spur. Das ganze, wir beschrieben das bereits, ist nur ein Hin und Her Gewürge.  Was fehlt ist Herzblut, Liebe zur Stadt, Überzeugungskraft, Kreativität und Fantasie. Was war? Er hat nur seinen Job gemacht, mehr nicht. Die aktive Gestaltung war ein passives über sich ergehen lassen. Wegsehen war die Devise. Wobei die Frage erlaubt sein sollte, wohin hat der überhaupt gesehen, außer auf seinem Kontoauszug. Wir ist es mit dem Internetauftritt der Stadt? Andere Städte präsentieren sich modern,liebenswürdig, innovativ,dynamisch, kurz positiv, wir bringen die Müllabfuhr oder Strassensperrungen auf Seite eins raus. Schaut man sich die Seiten unserer großen Firmen an,kann man sich sicher nicht vorstellen, dass diese Unternehmen ihren Standort in Ennepetal haben. 70% der Deutschen gehen ins Internet, zwar ohne Erlaubnis unser Ennepetaler Wirtschaftsförderung,nur diese Leute machen sich über dieses Medium ein Bild von unserer Stadt. Ich kann mich noch erinnern, als Wiggenhagen mir weiß machen wollte, das Internet, wäre nur eine Spielerei und würde so in 10 Jahren für ihn zu gebrauchen sein, das war vor drei Jahre. Und heute? Firmen und Verwaltungen bilden Cluster arbeiten in Clouds;deutsche Buchhaltungen werden etwa in Indien erledigt. Zweckbündnisse, meinetwegen Joint Ventures, werden zwischen den unterschiedlichsten Firmen gebildet um weiter zu kommen.

Und die Stadt Ennepetal? Ja,ich weiß, Ennepetal ist eine Insel. Aber ist in Ennepetal auch die Erde noch eine Scheibe?

Jetzt sagten Walter Faupel und die CDU, es wäre nicht fair immer auf den Bürgermeisterkandidaten der CDU herum zu hacken. Mein Gott, Herr Faupel, was verstehen sie denn unter Verantwortung haben? Herr Wiggenhagen war nun einmal für die Stadt verantwortlich, nicht die anderen KandidatInnen. Wer hatte denn dann mit wechselnden Mehrheiten den Rat der Stadt dominiert? Doch wohl die CDU, die mal je nach Gusto mit der FWE oder der FDP und zuletzt mit den Bündnisgrünen ihre politischen Vorstellungen durchsetzte.

Schöneberg, Hofmann, Siekermann und alle die anderen KandidatInnen waren nie in der Verantwortung, eine Verantwortung kann man bei den vorgenannten jedoch von den zur Zeit wahrgenommenen Tätigkeiten ableiten.

Und da sieht es nach unseren Informationen zumindest bei den Damen Schöneberg und Hofmann, weitaus besser aus als bei ihrem Kandidaten. Beiden, soweit ich informiert bin, wird ein verantwortungsbewusstes Handeln in den von mir befragten Personenkreis attestiert.

Also nochmals Herr Faupel, je höher ich in einer Hierarchie bin, desto höher ist meine Verantwortung. Das Handeln an den Schalthebeln der Macht sollte also viel kritischer gesehen werden. Die HSH Nordbank hatte mit Spekulationen total versagt, wer musste gehen, richtig, Jens Nonnenmacher der Vorstandsvorsitzende, er hatte die Verantwortung für dieses Desaster. Die CDU in Schleswig Holstein hatte ihm in Verkennung seines verantwortungslosen Handelns noch mal schnell ein paar Millionen hinterher geworfen. Meint Herr Faupel dies mit Verantwortung? Georg Funke Vorsitzender der HRE, auch einer Bank, wurde auch aus der Bank hinausexpediert, wegen seiner höheren Verantwortung. Falsch Herr Faupel?

Und Wilhelm Wiggenhagen, steht seit Jahren in der Verantwortung der Stadt Ennepetal, sollte auch danach bewertet werden, nicht mehr und nicht weniger.

Jetzt tritt er als Bürgermeister an. Seine Vorzüge beschreibt er selber so auf den Punkt gebracht, ich kenne noch viele aus der Vergangenheit, mein Elternhaus, den Fußballverein aber auch die Gemeinde. Nostalgisch wendet er sich den verflossenen Zeiten zu, wo noch was ging und jetzt nichts mehr geht.

Was ihm fehlt ist der klare Blick nach vorne, das bestehende aufnehmen, gemachte Fehler erkennen, Korrekturen reklamieren, Menschen mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten erfassen, Kritiken als Chancen sehen und konkrete Handlungsspielräume für alle eröffnen.

Er kann nicht führen, er muss geführt werden, er ist ein Mann der zweiten-, wenn nicht sogar der dritten Reihe.
Ich habe nicht vergessen wie eine Lindenstrasse, eine Mittelstrasse oder Voerder-Strasse einmal aussah, wie der Einzelhandel die Strassen belebte, als man tatsächlich noch bummeln konnte. Die Vergesslichkeit ist bei vielen sehr groß, man hat sich halt damit abgefunden. Nur eine Wirtschaftsförderung sollte sich nicht abfinden dürfen, sie sollte Impulse geben, sollte Anreize schaffen.

Febi, Dorma oder auch Ischebeck haben kraftvoll und zukunftsweisend investiert, die Gebäude dokumentieren den Willen ihrer Firmeninhaber für ihre Kunden, aber auch für die Mitarbeiter attraktiv zu sein, das motiviert die Zukunft zu meistern. Nicht billig war angesagt, angemessen mit einem Schuss Herzblut, jedoch den klaren Blick auf die Investitionen, die sich einmal auszahlen sollten.

Wilhelm Wiggenhagen hampelt jetzt seid seiner Ernennung zum Bürgermeisterkandidaten Monate herum, hat aber die Jahre vergessen als er verantwortlich für den Fachbereich 5 war. Heute schreibt er auf seiner Seite als Überschrift einer Pressemitteilung, "Jetzt ist Schluss!!!!!" Wohl wahr. Bei so einer dürftigen Bilanz.

Wir müssen uns langsam der Bundestagswahl zu wenden, denn auch dort sind die "Wiggenhagens" auf der nationalen Ebene anzutreffen, die nie für etwas verantwortlich sind und auf die Vergesslichkeit der Wähler spekulieren.

Da hat doch unser Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 3. Juli 2008 – 2 BvC 1/07, 2 BvC 7/07 – unser bestehendes Wahlrecht als nicht verfassungsgemäß eingestuft. Dem Gesetzgeber, also dem Bundestag, wurde aufgegeben bis 2011 dies abzuändern. Unsere Parteien im Bundestag, nämlich die Fraktion Bündnis90/Die Grünen, haben auch Anfang dieses Jahres, am 11.2.09 einen Antrag im Bundestag eingebracht, der diese verfassungswidrigen Gesetze, verfassungsgemäß machen sollte.

Was jedoch die Bündnisgrünen nicht bedachten, nur die großen drei profitieren von dem sogenannten negativen Stimmrecht. Anfangs waren ja alle dafür das Gesetz schleunigst zu ändern, nur heute im Juli stellen die Parteien CDU, SPD und FDP auf einmal fest, es ist eng geworden. Es kann eine neuerliche große Koalition geben, aber es kann auch eine CDU/FDP Koalition werden. Da denkt man an die Überhangmandate die sodann fehlen könnten. Nur die bedenkliche Anzahl von Überhangmandaten sind nicht das eigentliche Problem, schlimmer ist dass man mit der Stimmabgabe gegen seine Überzeugung stimmt, indem man seiner favorisierten Partei also schadet, kommt man zu dem gewünschten Ergebnis (negative Stimmabgabe) für seiner Partei.

Der Antrag wurde am 3.7.09 mit der Mehrheit von CDU/CSU/SPD und FDP abgelehnt. Wir stimmen also weiter mit einem verfassungswidrigen Wahlgesetz. Verblüfft sieht man das Ergebnis der Abstimmung und denkt sich, was haben wir doch tolle Demokraten. Damit alle auch einmal sehen wer für die Änderung war und wer dagegen haben wir die Namensliste der Abstimmung als PDF abgelegt.

Deshalb setzen Sie sich alle vor der Wahl noch einmal ruhig hin und fragen, hat mein favorisierter Kandidat in der Vergangenheit etwas für mich und meine Stadt getan,wenn ja was?

Jürgen Gerhardt

 

Da geht es zu wie in einem Taubenschlag

[jpg ]Nachdem unser Bürgermeister Michael Eckhardt der derzeitige parteilose und von der CDU ehemals auf den Schild gehobene und der erste Beigeordnete, der Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen, parteilos und auch von der CDU auf den Schild des Bürgermeisterkandidaten gehobene, in der neuen Postfiliale Blumen überreicht hatten, musste ich logischerweise auch einmal vorbei schauen. Wenn gar zwei "hochkarätige" dazu auch noch hauptamtliche Dipl.-Verwaltungswirte Glückwünsche anlässlich einer Eröffnung überbringen, musste das ja was ganz besonderes sein. Mindestens eine Eröffnung wie die Shadowarkaden oder der Breidenbacher Hof in Düsseldorf würden solch einen Aufwand rechtfertigen. Da kamen auch OB und die Bürgermeister, es gab aber auch Prosecco und Schnittchen.

Am Freitag, dem 10.07.09 zur besten Einkaufszeit machte ich mich also auf ,um die neue um ca. 7 Meter versetzte Postfiliale mal anzusehen. Nun, man hatte kurzerhand einen Durchbruch gemacht um einen Zugang zu den Postfächern zu gewährleisten, vor dem Postschalter ist offensichtlich ein Schmuck- und Textilgeschäft angegliedert, ich zählte so an die 30 Bekleidungsstücke und in etwa 40 Schmuckstücke die weiträumig  in Verkaufscuben verteilt waren. Ein, wie ich meine, überschaubares Angebot.  Am Postschalter waren zwei Kunden zu sehen, die ihren Postgeschäften nachkamen. Das war es.

Gegenüber war aber immer noch die Freifläche unbesetzt auf der ehemals Jemand mit einem Café sein "Glück" versucht hatte.

Ein Stückchen weiter ist die Firma Payless mit einem Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe beschäftigt, also kann sich demnächst jemand um diese Fläche bewerben. Wer Geld über hat. Die Freifläche der ehemaligen Postfiliale scheint im Moment unbesetzt zu sein. Die Firma Riemer, eine Metzgerei war damit beschäftigt Feierabend zu machen, die Kühltheke war schon leer und ein Angestellter beschäftigte sich mit der Reinigung der selben. Einzig in dem Drogeriemarkt liefen noch zwei Personen rum, die sich um die Warenauslage kümmerten.

Um 16:30 Uhr an einem Freitag. So wenig Konsumenten ist für eine Stadt in der Größenordnung wie Ennepetal etwas ungewöhnlich. Was läuft da wieder falsch?
Nun der Außenbereich wurde oder wird recht ansprechend renoviert, wobei das angrenzende Parkhaus auch schon mal äußerlich einen neuen Anstrich verpasst bekommen hat. Innen soll das Parkhaus auch noch renoviert werden.

Die Firmenschilder sind auch recht ansprechend angebracht. Das Ringkaufhaus heißt jetzt Passage am Markt, signalisiert also einen Neuanfang. Das war es aber auch schon.

Im Innenbereich fehlte es aber am Gestaltungswillen, es ist rein funktional aufgeteilt. Darüberhinaus hat man das Gefühl einer gewissen Enge, man wird förmlich von der Einteilung in der Höhe aber auch der Gänge erdrückt.

Die Innenbeleuchtung ist nur allgemein vorhanden, es fehlen Highlights auf denen die Blicke ruhen können.
Die Außendekoration sowohl von Apollo als auch der Postfiliale mit angeschlossenem Textilgeschäft sind mehr oder weniger Standards, laden aber nicht zum verweilen ein.

Der Innenbereich hat mit seinem Branchenmix, wie Kodi, Apollo, Postfiliale, DM Drogeriemarkt, Bäckerei und Metzgerei und noch das Billigschuhgeschäft einen recht "schlimmen" Branchenmix, dem man sicher kein Flair zuschreiben kann. Die beiden Geschäfte, wie Schlüsseldienst und Schnellschusterei sind inzwischen offensichtlich verschwunden. Mir scheint auf Grund der derzeitigen Situation wird es eine sehr hohe Fluktuation in der neuen Passage am Markt geben. Von einer Bereicherung des Einzelhandels "Inne Milspe" kann hier sicherlich keine Rede sein.
Ein Trost, zumindest wurden die Fassaden gehübscht. Welche Fläche wird als nächstes wohl frei, Wetten sind angesagt.

Warum nun so hoher Besuch angesagt war, ist zumindest recht fragwürdig. Oder sollte ein neuerlicher Pressetermin mit Foto, ein Transfer zwischen dem alten Bürgermeister Michael Eckhardt und dem Bürgermeisterkandidaten der CDU und ersten Beigeordenten, dem Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen   hergestellt werden? So in etwa wie, der Zukünftige ist genauso gut wie der Alte? Meine Güte, muss unser Gevelsberger Wiggenhagen es aber auch nötig haben.
Übrigens Herr Wiggenhagen, wohnt auf dem Borkey in Gevelsberg, der Wagen der Nachbarschaft Borkey in Gevelsberg hat den ersten Preis auf der diesjährigen Kirmes  gemacht, sicher hat er sich gefreut. Herzlichen Glückwunsch, Gevelsberg ist aber auch eine attraktive Stadt,ich kann ihn verstehen warum er dort wohnt.

Jürgen Gerhardt
 

Krafttraining für den Sieg – oder Neues von der Pixelhexe

sieger-kl

Heute habe ich eine Bekannte besucht, die in einem Hochhaus wohnt. Der Fahrstuhl war ausgefallen und so machte ich mich daran, die Treppen zu Fuß zu erklimmen. Nach der 4. Etage verließ mich die Energie und die gute Laune und ich holte rasch meinen Pixelstab hervor, der mich in einem schwungvollen Rusch ohne Probleme die letzten Stockwerke hinaufbeförderte.  Nun, ich hatte es gut, denn ohne meinen Stab hätte ich gemerkt, dass nur mit dem dicken Hintern ständig vor dem PC sitzend und wenig die Beine bewegend nicht genug Kraft ist, um Hindernisse zu bewältigen, bzw. Ziele zu erreichen.
Weiterlesen

Demokratie ist selbst bestimmtes Handeln

[JPG] Es ist eine komische Zeit und offensichtlich nicht die Zeit für die Demokratie. Da sieht man erstaunt wie die Regierung in Berlin in die Geiselhaft der Wirtschaft genommen wurde. Mit Verachtung schaut man auf die, die durch das soziale Raster gefallen sind, sie sind ökonomisch wertlos, sie muss man nur als Sozialschmotzer diskreditieren. Sich aus dieser Geiselhaft der Wirtschaft befreien? Warum auch.  Da wird gerettet was das Zeug hält, ob das Sinn macht oder nicht Hauptsache es kommt ein mediales Heldenbild heraus. Von Gutenberg ist einer der neuen Helden nach dem wir uns angeblich so sehnten. Aber ist er wirklich ein Held? Als 1962 der damalige Innensenator Helmut Schmidt die in Hamburg wütende Sturmflut bravourös in seiner Auswirkung  meisterte, hatten viele jedoch eines vergessen. Helmut Schmidt scherte sich nicht um Gesetze oder Verordnungen, er konsultierte nicht den Senat, er handelte. Ist es das was wir brauchen, einen Helden? Jemand der immer unter Strom steht, der geradezu die Herausforderung herbeisehnt, die seine Berechtigung erst wirklich werden lässt? Dem alle Gesetze egal sind?
Da tritt die Kanzlerin mit einem Wahlpaket Steuersenkungen für den Mittelstand in Höhe von 15 Mrd. Euro auf, so als wenn die Finanzkrise schon eine Endbilanz hätte. Vor einem Jahr hieß es noch " wir können kein Geld ausgeben was wir nicht haben". Und heute? Heute heißt es, Geld das wir nicht haben können wir gleich mehrfach ausgeben. Es ist Wahlkampf, fertig.  Aber mal eine Frage: Wer fragt denn das Parlament, unsere Abgeordnete im deutschen Bundestag? Sind die nur zur Dekoration der postmodernen politischen HeldenInnen da? Oder sollen die die Suppe auslöffeln, die sie nicht bestellt haben?

Ganz leise in den Innenseiten der großen Zeitungen oder in den Spätnachrichten wurde ein Mann 80 Jahre alt, Jürgen Habermas. Ein Held? Nein, ein Denker, ein Warner, den wir in unseren Zeiten wohl nicht brauchen. Aber gab es mal Zeiten wo es solche Menschen braucht? Habermas, ein Deutscher, genießt in allen Ländern auf dieser Erde uneingeschränkte Zuneigung. Welcher deutsche Politiker kann das schon von sich behaupten?

So hat man den Eindruck, die Demokratie ist für viele eine Zumutung, die sich nach dem Helden sehnen der den so genannten Konsens herstellt. Demokratie ist aber ein Versprechen, ein Versprechen dem Volk (Démos) gegenüber über sich selbst zu herrschen!! Ein Credo derjenigen die Habermas zu seinem 80.sten zusammen kamen.

  Und Habermas schrieb 1958 dazu: "…….arbeitet an der Selbstbestimmung der Menschheit, und erst wenn diese wirklich ist, ist jene(Demokratie) wahr. Politische Beteiligung wird dann mit Selbstbestimmung identisch sein."

 

 

Nun wird eine Kommune nur von einer Exekutiven geleitet, Rat der Stadt, also die Politik als auch die Verwaltung sind sich einander verpflichtet.

Jürgen Habermas    

Aber sie sind sich nicht auf Teufel komm raus zum Konsens verpflichtet, auch der Dissens kann kreative Kräfte frei setzen. Nur zum Dissens gehört Mut oder auch Zivilcourage, die wir doch immer wieder einfordern. So beobachteten wir im kommunalen Wahlkampf immer wieder, dass nur die Protagonisten der Parteien eine Meinung haben, die Mitglieder stehen als Staffage nur wie stumme Zeugen rum.

Selbst die BürgermeisterkandidatInnen werden auf nur wenige vorgegebene Botschaften der Parteien reduziert. Da wird mal schnell Persönlichkeit und politisches Programm in einen Topf geworfen, aufgekocht und es kommt eine weich gekochte Persönlichkeit heraus. Aber macht denn nicht gerade der Grad der Selbstbestimmung den Wert einer menschlichen Persönlichkeit aus? So kann es doch nicht sein, wenn ein örtlicher Parteivorsitzender unwidersprochen eine Meinung wiedergibt, die nur hinter vorgehaltener Hand als untragbar bezeichnet wird. Man nennt das Obrigkeitsdenken.

So wird dann von allen Seiten an unserer Demokratie gearbeitet um ja nicht den Selbstbetimmungsgedanken aufkommen zulassen.

Der Gesetzgeber hat einen hauptamtlichen Bürgermeister definiert und hat klug definiert. Hauptamtlich deshalb, weil er/sie keinen wirtschaftlichen Nachteil durch seine Tätigkeit haben sollte. Aber, er sollte aus den Reihen der politischen Parteien und Gruppierungen kommen! Und nur in Ausnahmesituation aus der Verwaltung.

Warum wollte der Gesetzgeber diesen politischen Bürgermeister? Es gab nur einen Grund und der war zwingend.
Die politischen Parteien aber auch Gruppierungen spiegeln die unterschiedlichen Meinungen der Bürger. Dazu kommt noch die Persönlichkeit des Kandidaten, so er eine hat. Diese Persönlichkeit sollte ein klares Verständnis von Demokratie haben, sie sollte integrieren, integer und loyal zu seinem Souverän,  dem Wähler stehen.

Denn letztendlich muss er den notwendigen Ausgleich zwischen Stadtverwaltung und dem Rat der Stadt herbeiführen, er darf nicht den Grundkonflikt der ohne Zweifel vorherrscht noch fördern.

Was ist also von einem Verwaltungsmenschen zu halten, der sich nicht einmal politisch binden mag, lediglich seine Sympathie zu einer Partei durchblicken lässt, der seine Selbstständigkeit immer wieder beschwört, aber seine Abhängigkeit immer wieder dokumentiert?

Wir haben schwere Zeiten vor uns. Hatten wir nicht immer schwere Zeiten vor uns? Vor der Wahl. Kurz vor der Wahl kursiert auf einmal eine "Giftliste" aus dem Bereich Haushalt. Warum wohl? Eine 20%ige Haushaltsperre soll verhängt worden sein. Warum wohl? Mit der Haushaltssicherung wird gedroht. Warum wohl?
Wird da nicht wieder nach diesem "so genannten Helden" gerufen, diesem Alexander, der mit einem Schwerthieb alles lösen kann? Nur, die Exekutive in Berlin hat die Krise selbst verschuldet, nämlich mit einer unsoliden Haushaltspolitik, die seit Jahren vorherrscht und jetzt will sie den Retter spielen.

Und auch in Ennepetal gilt, durch die so genannte Krise wird ja gerade die Solidität der Haushaltspolitik sichtbar, sie ist also nicht Ausdruck einer Krise. Denn Wirtschaftskrisen gab es immer schon, sie kamen immer in bestimmten Intervallen, kurz-, mittel- oder auch langfristig. Wenn es also eine Krise geben sollte, so ist diese durch die Stadtverwaltung herbeigeführt worden, indem sie die wirtschaftlichen Signale der Wirtschaft, die schon 2006 sichtbar waren, nicht mit einplante. Und der Rat der Stadt? Immerhin ist er ja selber Exekutive!

Nun dem Rat der Stadt fehlt es an der notwendigen fachlichen Erfahrung oder auch Eignung um solche Signale in politische Forderungen zu formulieren. Und die Verwaltung? Hatte die nicht 2008 viele Begehrlichkeiten durch den unerwartenden Steuersegen geweckt? Warnungen von Seiten des Bürgermeisters, der ja immer der abgemachte Held ist, die gab es nicht. Warum wohl hier? Der Steuersegen hat doch wohl sein Heldentum untermauert. Aber hatte er nicht auch loyal zu dem Rat der Stadt als der kompetente Chef der Verwaltung stehen müssen? Er war und ist ihm doch verpflichtet!!

Es scheint so als wenn Stadtverwaltung und Rat der Stadt etwas spielen, was einer Demokratie abträglich ist.
Die Stadtverwaltung spielt die Exekutive und unterstellt dem Rat der Stadt die Legislative, eine fatale Entwicklung in unserer Stadt und für die Demokratie.
Und das sollte unterbunden werden, indem ein Bürgermeisterkandidat aus den Reihen der Verwaltung grundsätzlich nicht wählbar ist. Die Verwaltung sollte erst einmal wieder lernen, dass sie dem Rat der Stadt verpflichtet ist. Sie steht nicht über dem Rat, sonder partnerschaftlich neben ihm. Und das haben viele offensichtlich vergessen.

Und das ist es was unsere Demokratie ausmachen sollte, eine Kommune die selbstbewusst und selbstbestimmt ihre Interessen im Verband der Kommunen vor dem Gesetzgeber vertritt. Nicht der Kampf um einen Helden im kommunalen Machtbetrieb sollte vorherrschen.

Es ist Zeit für die Denker, Warner und Rufer die sich nie einbinden ließen in den Politbetrieb, der nur Schreihälse hervorbringen kann.

 Demokratie ist keine Zumutung, sie ist eine Chance für alle, auch für ein "kleines" Ratsmitglied.

 

Jürgen Gerhardt

 

…..da waren es auf einmal sechs

[jpg]  27.06.09 Mitgliederversammlung der Partei "Die Linke" im Haus Manus, Haus  Ennepetal.

Um 18:00 Uhr trafen sich die Ennepetaler Linken zur Wahlversammlung um ihre Kandidaten zu wählen.
Aus Gevelsberg war Christina Zett vom geschäftsführenden Vorstand angereist, um letztendlich der Versammlung vor zustehen. Im Verlauf wurde das 100 Punkte umfassende Wahlprogramm, mit Schwerpunkt Soziales, einstimmig verabschiedet. Nach einer kurzen Pause wurde die Wahlversammlung zur Kommunalwahl von Frau Zett eröffnet.
Unter Top 9 wurde der Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen und sodann auch gewählt. Gewählt wurde, Wilhelm Völlmecke aus Ennepetal-Voerde. Er nahm die Wahl auch an.
Wilhelm Völlmecke betonte er würde sich der sozialen Verantwortung verpflichtet fühlen, er sehe immer mehr Menschen nur mit Angst und ohne Perspektiven durch die Strassen gehen, dies habe ihn veranlasst diese Kandidatur auch anzunehmen. Er selber sehe seine Kandidatur zwar realistisch, wolle aber dadurch ein Zeichen an die bestehenden Parteien setzen, die sich immer mehr ihrer Verantwortung dem Menschen gegenüber entzogen haben.
Völlmecke (Platz 1) führt auch die Reserveliste mit Güzel Albayrak  (Platz 2) an. Letztendlich fanden insgesamt 15 Mitglieder auf der Reserveliste Platz, die aber sicher noch bis zum Ende auf 20 erweitert werden kann. Zumindest waren die Anwesenden frohen Mutes. Zu erwähnen wäre, dass diese Liste eine relative junge Liste ist, ich schätze mal ein Durchschnittsalter von max. 40, was dem Rat der Stadt Ennepetal sicher sehr gut tun würde.

Der ordnungsgemäße Ablauf der Wahlversammlung wurde von der Versammlungsleiterin Frau Zett danach bestätigt.
Geht man nach dem Bundestrend, so kann bei dementsprechender Wahlbeteiligung  durchaus mit 8 bis 11 Prozent an Stimmen für Die Linke in Ennepetal gerechnet werden. Befragungen zufolge befinden sich viele der potenziellen Wähler der Partei Die Linke im Nichtwählerlager. Es kommt in den nächsten Wochen jedoch darauf an, inwieweit die Parteien und Zusammenschlüsse ihre Wähler zu mobilisieren wissen.

Eines können wir heute jedoch schon sagen, nirgendwo im Kreis ist der Wahlkampf spannender als hier im beschaulichen Ennepetal. Zumindest das neiden uns die Nachbarstädte und finden unsere Stadt einwandfrei viel attraktiver. Selbst am langen Tisch in Wuppertal, während des Piratenfestes, wusste man von Ennepetal zu berichten und zwar durchaus im positiven Sinne.

So können wir von hier aus sagen, wir haben einen großen Beitrag zur Attraktivität Ennepetals beigetragen, was zumindest zu einem Achtungserfolg in den umliegenden Städten führte. So haben wir mit unserem Blog inzwischen 6896 ( Stand: 27.6.09 ) unterschiedliche Besucher seit dem 1.1.09 ermitteln können, die uns auch regelmäßig aufsuchen.

Jürgen Gerhardt

Da wird doch wieder was herbeigeredet

[jpg] Nun ist die Europawahl vorbei, die Ergebnisse liegen auf dem Tisch und wir müssen uns wieder der Kommune zuwenden. Die Wahl für den Rat der Stadt als auch die Bürgermeisterwahl steht am 30.08.09 vor der Bundestagswahl an.

Da traf sich die CDU im Wiemerhof, um sich auf den Kommunalwahlkampf einzustimmen. Denn eines ist sicher, die CDU wird hier in Ennepetal "Federn" lassen. Die Nervosität ist auch gewaltig, spricht man mit einzelnen Mitgliedern. Befragungen laufen mehr oder weniger konspirativ ab, offen will keiner mehr über seine Partei sprechen. Eines ist jedoch sicher, wie wir aus dem Umfeld der CDU erfahren haben, die CDU ist todunglücklich über die Kandidatur Wilhelm Wiggenhagen als Bürgermeisterkandidaten. Nur zurückziehen will und kann man Wilhelm Wiggenhagen nicht mehr. So bleibt man trotzig mit einem "jetzt erst recht" auf Kurs und hofft darauf das Sabine Hofmann von den Bündnisgrünen zu Gunsten von Wilhelm Wiggenhagen noch auf die Wahl verzichtet. Allerdings sollte dieser Verzicht mit einer Empfehlung für Wilhelm Wiggenhagen verbunden sein.
Nur ob Frau Hofmann dies macht, wagen wir doch zu bezweifeln, denn das würde ihre Partei doch hier in Ennepetal beschädigen.
Klar ist aber auch die Reihenfolge bei den BürgermeisterkandidatInnen bei uns: Das Rennen wird noch einwandfrei von Anita Schöneberg angeführt, gefolgt von Sabine Hofmann und dann folgt abgeschlagen Wilhelm Wiggenhagen, Dr.med.Hella Siekermann und Dr.jur.Mehner. Wobei Dr.jur Ingo Mehner mal immer wieder in dieser Dreiergruppe die Spitze anführt.

Nun wollen wir uns aber mal die Aussagen des alten "Silberrücken" Walter Faupel von der CDU anschauen.
Er konnte ja ganz ohne Zwischenrufe seine Selbstdarstellung betreiben, man war ja quasi unter sich.

Da will er ohne große Versprechungen aber mit Argumenten in den Wahlkampf ziehen, heißt aber bei Herrn Faupel wir wissen nur, wir wollen wieder in den Rat. Da ist Herr Mehner zumindest ehrlicher und sagt es direkt.

Weiterlesen