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Walpurgisnacht an einem magischen Ort

Pixelhexe2014[la] Kann nicht verhehlen, dass es mir gefällt. Ist doch mal eine Belohnung, wenn man für die Walpurgisnacht nicht extra weit zum Blocksberg fliegen muss. Der alte Besen ist auch nicht mehr so gut in Schuss, ist er immerhin seit 2009 aus den Einsätzen der PIXELHEXE nicht mehr in Aktion gewesen.

Und dann finde ich es schon beachtlich, dass man einen so magischen Ort, wie das alte Bahnhofsgebäude, als Treffpunkt auserkoren hat. Und wie praktisch außerdem. Haben doch die ganz alten und gebrechlichen Hexen die Möglichkeit, bequem mit dem Zug  anzureisen, denn es wird ja extra für morgen das  „Gleis 9 3/4“ eröffnet (kennt Ihr doch von Harry Potter, oder?).

Auch die Darbietungen der einzelnen Stände klingen verlockend. Werde ich sicher viel Hexengeld los werden.

Die Wahlen stehen kurz vor der Tür und da müsste ich längst wieder in Aktion treten. Habe aber nicht mehr so viel Zeit wie 2009, da wir ja international unterwegs sind.

Trotzdem, diese kleine Pause zwischen allen Künsten will ich mir gerne können.

Gespannt auf morgen.

Linde Arndt (alias die Pixelhexe) für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Ennepetaler Endspurt, politische Theatersaison 2011/2012

[nggallery id=409]    [jpg] Es ist fast geschafft. Das neue Rathaus befindet sich, wenn man nach den für die Stadt wichtigen Entscheidungen geht, an der Hembecker Talstrasse. Die neu geschaffene AÖR ist nun der politische Entscheider für die Stadt Ennepetal. Alles was in der Bismarckstrasse im Ratssaal passiert ist nur noch politisches Theater für den dummen Wähler. Wir, die Presse, sollen dieses Theater tatkräftig mit unseren Artikeln in Form von Hofberichterstattung unterstützen.

Die dort ausgestoßenen Phrasen werden sicherlich vorher interfraktionell und nicht öffentlich abgestimmt um den Eindruck von Demokratie aufrecht zu erhalten.

Transparenz war schon immer ein Fremdwort für das Ennepetaler Rathaus. Die Kollegen in Düsseldorf und anderswo nennen diesen Zustand Postdemokratie. Ein Bürgermeister, um einmal in Ennepetal zu bleiben, begibt sich unter das  Volk, hält Hof, hört sich die „Bittsteller“ an, um sich hier oder dort gnädigst und huldvoll zu äußern oder einzugreifen. So bekommen die Funktionsträger, wie Bürgermeister oder Ratsmitglieder, ein dementsprechendes Selbstwertgefühl mit Heiligenschein. Wählen brauchen wir im System der Postdemokratie allerdings nicht mehr. Wahlen sollen uns nur das Gefühl von Demokratie vermitteln. Und die Probleme des Gemeinwesens, wie hier der Kommune Ennepetal? Die bleiben natürlich und werden nicht weniger. Da wir als Presse die Öffentlichkeit nicht mehr herstellen dürfen, müssen auch wir uns verändern. Allerdings nicht anpassen! Wir müssen diese Systeme nach ihren sichtbaren Ergebnissen bewerten. Und da sieht es für Ennepetal nicht gut aus. Denn die Stadtverwaltung mit ihrer Truppe verbrennt immerhin rund 14 Millionen und hat einen Haushalt von rund 90 Millionen da sollten Ergebnisse sichtbar sein.

            
Die Akteure – mittig: BM Wilhelm Wiggenhagen(links) und Kämmerer Dieter Kaltenbach (rechts)
/CDU: Walter Faupel im Hintergrund Bernd Decker / FDP Wolfgang Frey / FWE: Rolf-Dieter Hüttebräucker / GRÜNE: Jürgen Hofmann / SPD: Volker Raulef
 

Und welche Ergebnisse sollte man sehen, welche sind vordringlich? Das Imageproblem von Ennepetal ist das größte Problem. Wir leben in einem Land in dem ein gnadenloser Kampf der Kommunen stattfindet. Ennepetal ignoriert diesen Kampf zur Gänze. Es geht um Facharbeiter, es geht um Einwohner, es geht um Familien, es geht um Steuerzuweisungen, es geht um Fördermittel von Land, Bund und Europa und es geht um Strukturkosten die eine Stadt auf Grund des Rückgangs von Einwohnern tragen muss. Aber was haben wir für ein Image? Sind wir attraktiv für Gegenwart und  Zukunft? Waren wir schon einmal attraktiv?

Als wir mit diesem Blog anfingen hatte Ennepetal das Image einer grauen Maus. Und dieses Image hat sich noch verschlechtert. Wir können nicht alle Baustellen aufzählen aber wir können zumindest den Stand der Dinge stellvertretend ansprechen. [wir schrieben schon darüber – viel hat sich nicht verändert]

            
Bemühungen um den Bahnhof
    
Bahnhofsentre
 

Unser aller „heißgeliebter“ Bahnhof. Da treiben sich seit 2 Jahren die 1 Euro Kräfte in diesem maroden Gebäude herum um Container für Container an Schutt und Müll zu entfernen. Parallel tagte ein Bahnhofsverein um ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu erarbeiten. Was kam und kommt dabei herum? Nichts. Die Aktivitäten die dort entwickelt werden können nur mit Verlust abgeschlossen werden. Im Klartext, es werden Steuergelder verbrannt, die an anderer Stelle fehlen. Im Moment macht sich schon einmal Wilhelm Wiggenhagen rar; denn wenn der Bahnhof scheitert, und er wird augenscheinlich scheitern, will er nicht dabei sein. Wer will schon zu Verlierern gehören?

Schlecker hat auch in Ennepetal nach langem Todeskampf seine Pforten schließen müssen. Was haben wir aber damit zu tun? Ganz einfach. 2001 haben sich einige Bürger hin gesetzt und sich über Ennepetal Gedanken gemacht und haben z.B. ein Leitbild für Voerde und Milspe erarbeitet. Das Leitbild Voerde sah bei Schlecker einen Durchgang ins Zönchen vor. Außerdem wollte man auf dem neben dem Rosine Parkplatz befindliche Brandgrundstück einen Markt bauen. Das das Center in Voerde einer Nutzung zu geführt werden kann, hat man auch übersehen. Denn REWE und EDEKA tun es auch schon ab 400 qm, laut telefonischer Auskunft. So ist in Voerde eine neue Baustelle entstanden, die offensichtlich noch nicht einmal bemerkt wurde. Ok, der Spielplatz Lindenstraße/Hagenerstraße hat ein Schild „Wir kümmern uns“ für ein paar Euro bekommen, dass war es aber schon. Das „Zönchen“ und die Lindenstraße gammelt inzwischen vor sich hin und warten darauf, dass sich die Politik erbarmt.


Ulrich Schilling
  Gehen wir mal nach Milspe zu unserer wunderschönen Fußgängerzone, wir nannten sie „Inne Milspe“. Es hat sich nichts entwickelt, eher hat sich diese Zone zurück entwickelt. Da ist ein immer währendes Kommen und Gehen von Einzelhändlern und Dienstleistern mit einem Hang zu einer Dienstleistungszone. Friseure, Muckibuden, Versicherungen oder die AVU haben zu rund 90% der Verkaufsflächen angemietet.    
trostlose FUZO

Das Citymanagement in Milspe wirkt und agiert hier ziemlich hilflos. Da die 150.000,– Euro, die der Rat einmal bewilligt hatte, schon aufgebraucht sind, wird das Citymanagement aus irgendeiner unbekannten Haushaltsstelle der Stadt gespeist. Auch hier kein nennenswertes und vorzeigbares Ergebnis.
Kommen wir zu den Parteien, die ja bekanntermaßen die Politik machen sollen, wobei die Stadtverwaltung die politischen Vorgaben ausführen sollte. So haben es zumindest unsere Verfassungsväter angedacht.

Die FDP mit ihrer Unternehmerschaft und ihrem Fürsprecher Wolfgang Frey möchte am liebsten keine Gewerbesteuer mehr zahlen. Aber die Infrastruktur möchten sie schon nutzen und das die „Proleten“ mit dementsprechenden Mitteln (die sie auch noch selber zahlen sollen) in Schach gehalten werden. Alimente (Harzt IV) werden nur gezahlt um eine Ruhigstellung der „Proleten“ zu gewährleisten. Das Ganze kostet natürlich. So bat Wolfgang Frey von der FDP den Bürgermeister in der Hauptausschusssitzung vom 4. Juli 2012 ganz inständig um weitere Senkungen des städtischen Haushaltes um die Steuern seiner Klientel weiter so niedrig zu erhalten. Das war ein peinlicher Auftritt – Schmierentheater pur. Klar, man könnte ja die Proleten oder Harzer in Ghettos kostengünstigst unterbringen. Rund 1.000 arbeitslose Harzer haben wir in Ennepetal, da macht ein Ghetto Sinn. Eingezäunt mit Toren versehen, die man morgens öffnet um eine angemessene Kilokalorierenmenge rein zu schmeißen. Man will ja nicht so sein.

Auf der anderen Seite hat Frey ja Recht; denn Stadtverwaltung und Politik haben sich ja nur auf das Notwendigste verständigt. Und nur für das Notwendigste sind 14 Millionen Personalkosten und 90 Millionen nun wirklich zu viel.

Sieht es denn bei den anderen Parteien besser aus? Nein, keine politischen Regungen sind zu vermelden. Die letzte politisch vermerkbare Regung waren die Anträge der CDU ein familienpolitisches Leitbild für Ennepetal zu erarbeiten. Die CDU war es auch, die diesen unsäglich familienfeindlichen Antrag zum Bau einer Mauer in der Siedlung „Bauen mit der Sonne“ mit verhindert hat. Jetzt trägt die selbe Partei ihren Generationenkonflikt aus und wird sicher eine ganze Zeit mit sich selber beschäftigt sein. Die Rücktritte von B.Dautzenberg und J. Kraft waren eine logische Konsequenz dieses Generationskonfliktes.

Gut für die SPD, sollte man meinen? Sie kann aus der momentanen CDU Schwäche kein Kapital schlagen. Die SPD sonnt sich in der Zwischenzeit im Nichtstun. Allerdings hat die SPD die Jetzt Zeit entdeckt indem sie Ennepetal das Wlan verpassen will. Toll! Offensichtlich hat aber bei der SPD noch niemand die Techniken, die es übrigens seit 1997 gibt, verstanden. Beim Platsch, um mal ein Beispiel zu nennen, genügt im Innenbereich schon ein Repeater ( ~240,– Euro ) um per Mobilfunk zu surfen. Und surfen kann man inzwischen schon mobil mit 200 Mb. Und nun hat die SPD noch die Planungskosten für den zukünftigen Berlett Markt bewilligt obwohl die Berlett Investition der Stadt keinen Cent kosten sollte. Na ja, 50.000,– Euro ist für die Stadt kein Problem, dafür haben wir an anderer Stelle den Sozialbereich gekürzt. Das Berlet eine fragwürdige Investition in jeder Hinsicht ist, will man bei der SPD nicht wissen. Und sonst haut die SPD eine Phrase ( Das kann man mit uns nicht machen..) nach der anderen raus. Auch hier: Politik kann man das nicht nennen. Für dieses Wohlfeile Verhalten gab es sicherlich den Pavillon hinter der Grundschule Haspetal für den großen Vorsitzenden Rauleff? Was man nicht alles für die Pflege der politischen Landschaft tut. Gute politische Arbeit ist eben Arbeit an Konzepten und Konzepte hat die SPD nun mal nicht. Warum soll es in Ennepetal anders als in Berlin sein. Gabriel und die Stonys dümpeln so bei 29% Wähler Zustimmung hin. Tatsächlich weiß man hier wie dort nicht mehr wofür die SPD steht.

Von den anderen Parteien wollen wir nicht reden, es macht keinen Sinn über etwas zu reden was sich im Kielwasser des Mainstreams aufhält und deren politischen Standpunkte gleich Null betragen. Wie sagte Einstein so treffend: „Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ 

Und so bleibt die Frage: Wer macht denn Politik in Ennepetal? Wer das Rathaus beobachtet, sich also die Sitzungen anhört, wird unschwer die Stadtverwaltung als diejenige ausmachen die Politik macht. Nur die 14 Millionen Truppe ist etwas zu teuer für so wenig Politik. Und was aber haben Ennepetal, Olsberg oder Schmallenberg gemeinsam? Die Einwohner aller vorgenannten Städte behaupten ihre Städte wären schön! Und was unterscheidet die drei Städte? Während die Politiker von Schmallenberg und Olsberg dafür sorgen, dass ihre Städte schöner werden, indem sie am Image ihrer Städte arbeiten, haben die Politiker von Ennepetal sich darauf beschränkt nur über ein schönes Ennepetal zu sprechen. Schauen sie sich einmal die Internetseiten olsberg.de und schmallenberg.de an und rufen dann die Internetseite ennepetal.de auf. Ennepetal erscheint immer noch als eine graue Maus, ja, Ennepetal ist noch grauer geworden.


Friedhelm Erlenhofer
  Womit wir bei den Tourismusbemühungen der Stadt Ennepetal wären. Nun haben wir seit einiger Zeit Herrn Friedhelm Erlenhofer als Tourismusmanager in unserer Stadtverwaltung. Herr Erlenhofer wurde von der Stadt Hagen, die Erlenhofen nicht mehr zur Gänze bezahlen konnte, wollte oder wie auch immer, zur Hälfte nach Ennepetal abkommandiert, oder war es anders? Nun stellte er sich und sein Konzept für Ennepetal im Hauptausschuss vor. Es war als wenn der gute alte Herr Palomba sein Konzept etwas überarbeitet hatte und dies nochmals vortrug.
So können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, F. Erlenhofer hat nur unvollständig bei „Dein NRW“, dem touristischen Konzept der Landesregierung abgeschrieben.

Aber wenn man abschreibt, was ja nicht schlimm ist, so sollte man auch das Konzept was dahinter steht begreifen und umsetzen können. Ennepetal hat nur eine Dachmarke „Mein Ennepetal“ und das Land NRW hat zu der Dachmarke „Dein NRW“ die Einzelmarken Aktiv||Kultur||Gesund und so weiter. Das Land arbeitet richtig nach einer Analyse zielgruppenorientiert und Ennepetal „stochert“ ein bisschen herum. Auch haben wir immer noch keine touristische Infrastruktur und sind immer noch nicht in der Lage die schon vorhandenen Ressourcen zu erfassen, eine Mängelliste zu erstellen und daraus einen touristischen Handlungsbedarf abzuleiten. Es gibt zum Beispiel zwei Wanderkarten die immer noch nicht zusammen geführt wurden. Nur weil der Verkehrsverein die falsche Vorsitzende hat? Professionell ist das auch nicht.

Ein Bonbon noch zum Schluss. Die 96.000,– Euro hohe Steuerrückzahlung aus dem Konjunkturpaket II der Stadt Ennepetal. Man weiß nicht ob das als Witz, Dummheit oder Unverschämtheit einzustufen ist. In Düsseldorf hat man nur den Spruch: Typisch für Dorftrottel“ Denn, das Geld für das Konjunkturpaket wurde für die notleidenden und verschuldeten Kommunen von Land und Bund hergegeben. Ennepetal, trotz Haushaltssicherungskonzept, demonstriert damit, dass Kommunen kein Geld von Bund und Land brauchen und sich aus eigener Kraft aus dem Schuldensumpf befreien können. Tatsächlich hatte Ennepetal die planerischen Vorbereitungen die für die Ausgabe dieser Gelder notwendig gewesen wären nicht leisten können. Im Klartext. Die 14 Millionen Truppe in Ennepetal hatte die personellen Ressourcen, Manpower oder altdeutsch Angestellten nicht um die Vorarbeiten zu leisten. Andere Städte die weit weniger an Personalkosten haben, hatten keine Probleme diese Vorarbeiten zu leisten.

 

Meine Güte, haben wir aber inzwischen ein gewaltiges Realitätsproblem!

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

[Alle Fotos © Linde Arndt]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es geht langsam voran, Schritt für Schritt

 


Foto: © Linde Arndt
  [jpg] 2011 war das Jahr indem der Bahnhofsverein in und um den Bahnhof mehrere Veranstaltungen durchführte.

Man schlug sich gut, nur ging man nicht konsequent vor im Zusammenhang mit der Absperrerei und der Werbung. Wenn schon eine Großveranstaltung, wie dem „Rock am Gleis“, so sollte man dies am Kreisverkehr schon bewerben. Und wenn man schon Leni´s Motorradladen mit ins Boot nimmt so sollte auch dies am Kreisel sichtbar sein. Win-Win oder Fair  Use Prinzipien sollten bei solchen Veranstaltungen doch verinnerlicht sein.

Das alles ging mir durch den Kopf als wir uns zur Pressekonferenz zum Bahnhof aufmachten. Es standen die Aktivitäten des Bahnhofsverein für 2012 auf der Agenda.
Und unter dem Titel „Kultur am Gleis“ wartete der Bahnhofsverein mit einem für ihn umfangreichen Programm auf. Alle zwei Monate wird es eine Veranstaltung geben. An den anderen zwei Monaten wird es die neue Veranstaltung „Talk am Gleis“ mit dem Moderator Tom Hoppe vom regionalen Radiosenders des WAZ Mutter Konzerns aus Essen geben.
 
    Kultur am Gleis   Lea Bergen mit Alea und Chris              
Foto: © Linde Arndt

Talk am Gleis“ Termine sind:

 23. Febr., 26. April, 28. Juni, 30. Aug., 25. Okt. und am 27. Dez.2012

An diesen Tagen wird der Moderator bekannte Gäste, wie zum Beispiel den ehemaligen Ennepetaler Bürgermeister Michael Eckhardt im „Alten Wartesaal“ auf die Couch zum Plausch bitten.
Im „Alten Wartesaal“ ist dabei keine Anspielung auf die vom WDR in Köln gemachte Sendung.

Eckhardt und Hoppe sind sich auch  schon einig. Um das Thema  „Vom Rat zum Rad“ soll sich alles drehen. Weitere Gäste und Themen waren noch nicht bekannt.

Das Gespräch wird live in dem bekannten lokalen Radiosender gestreamt. Inwieweit es auch  per TV ins Internet übertragen werden kann, wurde nicht bekannt gegeben. Da das ein Privatsender ist muss man allerdings mit Werbeunterbrechungen rechnen. WDR3 oder DLF Kultur, also die öffentlich rechtlichen Sender  sind allerdings nicht im Boot, so auf Nachfrage durch uns.

Einlass ist ab 18:00 Uhr, On-Air ist die Sendung von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr.

Der Gastrobereich wird durch ein bekanntes Cateringunternehmen aus Ennepetal abgedeckt. Soweit dieser, unseres Erachtens, abgerundeter Bereich.

 

An den ungeraden Monaten wurden folgende Veranstaltungen auf den Terminkalender gesetzt:

                 28. Januar 2012

                Oldie Night mit der Band „WieDu“

                 Eintritt: 20,– Euro (incl. 15,– Euro Mindestverzehr)

                 Der Gastronomiebereich wird durch den Ennepetaler Caterer abgedeckt

                Beginn. 20:00 Uhr 

                17. März 2012

                Schnupper(vor)lesung aus dem zweiten Band der Reihe

               „Wielands magischer Zauberstein“.

                Es liest der Ennepetaler Autor Uwe Schuhmacher.

                Beginn: 20:00 Uhr

                Eintritt frei

                Den Gastronomiebereich übernimmt der Ennepetaler Caterer

 

             05. Mai 2012

            „Rock am Gleis“

             Open-Air Band Contest

             es werden noch Bewerbungen von Bands angenommenen

             abends Pallium „Reloaded“

             Grillstand & Bierwagen sind angesagt

             Und für die Ennepetaler Ureinwohner gibt es bekanntermaßen Kaffee und Waffeln

             ab 15:00 Uhr bis 24:00 Uhr fetzt das Gleis

             Das ganze in Kooperation mit LE- Zweiradtechnik

 

            6. Juli 2012

           „Schools-Out-Party“…. bis das Gleis bebt

            Open-House-Veranstaltung mit DJ

            Beginn nach Schulschluss

            nur für Schüler !!! Schülerrinnen???

            Eintritt frei

            Security ist anwesend

            Gastronomiebereich von dem bekannten Ennepetaler Caterer

 

           15. September 2012

           Irish-Folk-Night

           „Crash and Oh ….and other Guys

           im Ausschank Guinness & Kilkenny

          ob es Beamish Red, Murphy’s Red, Rebel Red oder Maguire Rusty gibt ist nicht

          bekannt.

          Eintritt: 15,– Euro

          Beginn: 20:00 Uhr

          Gastronomiebereich durch den bekannten Ennepetaler Caterer

 

          24. November 2012

         „Rock-Abend“ ….Season-Out

         mit der Band „Klaatxt“ aus Witten

         Eintritt 8,– Euro

         Beginn: 20:00 Uhr

         Gastronomiebereich durch den bekannten Ennepetaler Caterer

 

Im Dezember 2012 wird es der Zeit angepasst ein Kindertheater, Krippenspiel und viele, viele Weihnachtsmärchen geben. Näheres wird frühzeitig bekannt gegeben.

 

Karten wird es im Vorverkauf vier Wochen vorher beginnend geben und zwar bei:

  • Bücher Bäcker, Voerderstr.58, 58256 Ennepetal

  • wap Schwelm, Hattinger Str. 43, 58332 Schwelm

  • MODE TASBIER, Mittelstr. 20, 58285 Gevelsberg

 

   
   v.l.n.r. Karsten Müller, Inge Vaupel,  Carsten Michel, BM. Wilhelm Wiggenhagen, Thomas Möllenberg
 Michael Däumig ("Sprecher" Förderverein) und Dieter Siekermann,
 

Der anwesende Bürgermeister Wiggenhagen bedankte sich bei alle Beteiligten des Bahnhofsvereins als auch der Gebal für die tatkräftige Hilfe. Von der Gebal brachte er ein handgefertigtes Bahnhofsmodell aus Eisen als Spende mit. Dieses Model dient gleichzeitig als Sammelbüchse.

In der Zwischenzeit hat der Verein auch die Homepage gepflegt und darüber hinaus auch eine Facebookseite eröffnet.

Zu den einzelnen Veranstaltungen wird der Alkohol- und Tabakkonsum der Jugendlichen strikt kontrolliert.


 

Konzeptionell befindet man sich mit dem Bahnhof noch in einer Findungsphase. Fakt ist jedoch, dass die beiden vorhandenen Konzepte zur Erhaltung sich nicht unähnlich sind und sich auch noch ergänzen, so Michael Däumig. Neu angedacht ist ein Theaterprojekt mit Schülern und Jugendlichen, als auch ein außerschulischer Lernort. Die „startklar.projekt.kommunikation“ aus Dortmund hat dem Bahnhofsverein einen Lenkungsausschuss aufgegeben in welchem die Gestaltung und Entwicklung des Bahnhofprojektes in die Entscheidungsphase überführt werden soll. In mehreren Sitzungen ist man nun mit der Hälfte des Projektes konzeptionell vorangekommen.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

Man sollte sich in Ennepetal nicht zum Deppen machen lassen

[jpg] An einer Pressekonferenz oder einem Pressegespräch erkennt man wie spannend das Thema ist. Kommen viele Vertreter, ist es eine viel versprechende und interessante Story.

Für das Ennepetaler Gebiet könnte man 10 Vertreter motivieren an einer PK teil zunehmen. Die schreibende und die fotografierende Zunft  könnte, ein interessantes Thema und interessante Akteure vorausgesetzt, dann 20 Pressevertreter (Wort und Foto) aufbieten. In Ennepetal gibt es zwei Themen an denen sich die Gemüter entzünden: Der Bahnhof und die Fußgängerzone. Und so lud der Bahnhofsverein mit die Stadt Ennepetal zu zwei Pressekonferenzen ein. Wir hatten diese Einladungen über unsere Informanten bekommen, und weil diese Termine als öffentlich gekennzeichnet waren, fühlten wir uns eingeladen. Bezeichnenderweise kam neben uns, nur 1 Fotojournalist.

Thema der ersten PK (Pressekonferenz) war: "Wir, der Bahnhofsverein und die Stadt Ennepetal, bedanken uns bei den "freundlichen" Helfern von der Gebal".

                  

 
   Ein Dank an die fleißigen Helfer  

Die "freundlichen" Helfer sind in der Regel alles 1 Euro Jobber die für ihre Arbeit pro Stunde 1,50 Euro bekommen, wofür normalerweise bis zu 20,– Euro gezahlt würden. Die Leute werden dann vom Job-Center oder der Arbeitsagentur der Gebal zugewiesen. Wenn die Leute dieser Arbeit nicht nachkommen, werden ihnen die ALG 2  (Hartz IV) Bezüge gekürzt oder gestrichen. So der Regelfall. Ob man für diese Arbeit geeignet ist, spielt keine Rolle und ist ohne Belang. Auch die Arbeitsbedingungen interessieren niemanden, Staub, Asbest oder auch Schwarzschimmel, alles muss genommen werden.

Es ist also die Renaissance  des guten alten Arbeits-, Reichsarbeits- oder des mittelalterlichen  Frondienstes.

Die Leute haben 3 bis 4 Tage im Bahnhof gearbeitet, heißt, haben Dreck und Staub weggeräumt um die freie Sicht in die Bahnhofsinnenräume zu gewährleisten.

Das wären also 3 Tage á 8 Stunden mal 15 Euro gleich 360 Euro, bekommen haben sie jedoch nur 36 Euro. Ein gutes Geschäft, für jeden Beteiligten, nur nicht für die Arbeiter. Da ist doch jetzt ein großes Dankeschön angesagt. Dies natürlich pressewirksam mit Foto und so. Was kam? Die Arbeiter standen im Bahnhofsgebäude herum, mussten die Dankesreden des Herrn Däumig, Öffentlichkeitsarbeiter des Bahnhofvereins, Herrn Oberndorf, Vorsitzender des Bahnhofvereins und Wilhelm Wiggenhagen, Bürgermeister der Stadt Ennepetal ertragen.  Wiggenhagen schenkte den Leuten  eine CD mit dem "international" bekannten Ennepetal-Lied und einen Werbezollstock der Stadt. Der Bahnhofverein  versprach ein Currywurstessen, also eine Currywurst für jeden. Und die Gebal setzte noch einen drauf und übergab einen Scheck für einen Grillabend, wie auch immer.

Für die eingesparte Lohnsumme von 324 Euro gab es damit einen Ausgleich von rund 10 Euro und natürlich einen Händedruck von allen Entscheidern.

Jetzt frage ich mich als Journalist welche Nachricht soll ich daraus machen? Was erwartet die Stadt und der Bahnhofverein von einem Journalisten mit diesen Informationen?

Der Bürgermeister und der Vereinsvorsitzende sind Menschen mit einem sozialen Gewissen?
Mit dem Bahnhofsgebäude geht es nun wirklich voran?

Als ich Wilhelm Wiggenhagen zu diesem Themenkomplex befragen wollte, blockte er ab indem er darauf hinwies, dass dies eine Veranstaltung des Bahnhofvereins wäre.

Klar, aber die Stadt ist der Eigentümer und wird, da der Bahnhofsverein noch nicht genügend Geld hat, in Vorlage getreten sein.

Als ich nun fragte ob Fragen zu dieser Pressekonferenz zugelassen wären, meinte man, ich sollte das etwas lockerer sehen.

Es war eine dubiose Veranstaltung die man sicher nicht Pressegespräch nennen konnte oder sollte.

   


BM Wilhelm Wiggenhagen

So schreibt der Pressesprecher des Bahnhofvereins:

"Der Vorstand des Fördervereins, an seiner Spitze der 1. Vorsitzende Frank Oberdorf, hat sich heute gegen 14.00 Uhr bei den "fleißigen Helfern" der Gebal für die bisher geleisteten Aufräumarbeiten innerhalb des Bahnhofsgebäudes bedankt. Niemand hatte allerdings geahnt, dass die Arbeiten schon so weit fortgeschritten waren. Voller Begeisterung stellten auch die Vorstandsmitglieder Dummann, Möllenberg und Wiedersprecher fest, dass der Bahnhof dank Gebal auf dem besten Wege ist, "seinen morbiden Charme" wieder zu gewinnen. So wurden die Männer für den morgigen Tag zu einem zünftigen Essen eingeladen, für das sich Richard Blanke als "Chef" von Gebal recht herzlich bedankte. Zwischenzeitlich ist aus der Mitte des Vereins darüber hinaus auch eine Spende weiter geleitet worden, die für ein gemeinsames Grillen nach Beendigung der Arbeiten verwendet werden soll.
Begleitet wurden die Vorstandsmitglieder von Bürgermeister Wiggenhagen, der sich ebenfalls höchst erfreut zeigte. Mit kleinen Präsenten, die er jedem einzelnen Mitwirkenden aushändigte, zollte auch er der bisher geleisteten Arbeit seinen Respekt"

Und die Stadt Ennepetal schreibt auf ihrer Seite ennepetal.de:

"In der letzten Woche hat die Gevelsberger Arbeitsloseninitiative GEBAL auf Bitten des Fördervereins Denkmal Bahnhof tatkräftig damit begonnen, den Bahnhof Ennepetal-Gevelsberg zu entrümpeln, um ihn für Veranstaltungen usw. nutzbar zu machen. Binnen weniger Tage ist aus dunklen und zugestellten Räumen eine helle, einladende und nutzbare Fläche entstanden, die jetzt noch mit einigen Eimern Farbe freundlicher gestaltet werden soll.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Frank Oberdorf, dankte zusammen mit seinem Stellvertreter Dieter Dummann den Kräften der GEBAL unter Leitung von Janina Witte und Richard Blancke für ihren Einsatz, lud die Arbeiter zum Currywust-Essen ein und überreichte einen Scheck für ein Grillfest zum Abschluss der Arbeiten.   Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen schloss sich den Dankesworten des Fördervereins an und überreichte jedem GEBAL-Mitarbeiter als kleine Anerkennung einen Zollstock und eine Ennepetal-CD. "

Man erwartete anscheinend von der Presse die eins zu eins Übernahme der vorgegebenen Texte oder eine dementsprechende Haus- und Hofberichterstattung.

Als wir nun am Mittwoch dem 20.April 2011 wieder am Bahnhof waren, waren nunmehr der  MdB René Röspel (SPD) und der MdL Hubertus Kramer(SPD), sowie die Ratsmitglieder Volker Rauleff (SPD) und Anita Schöneberg (SPD)  anwesend. Sollen jetzt wieder die Parteigrößen nacheinander durch den Bahnhof geführt werden? Wo waren die CDU/FDP/Bündnisgrünen/Freien Wähler und, und, und. Wird eigentlich in der Stadtverwaltung noch gearbeitet? Großes Theater mit den 1 Euro Jobbern der Gebal und großer Bahnhof mit Wilhelm Wiggenhagen der seine selbst organisierte Inszenierung genoß. Für einen Imagegewinn? Der "große" Wilhelm Wiggenhagen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand hier einen Imagegewinn sehen würde. Oder doch? Er bleibt der Bürgermeister der immer nur ankündigt und nichts wirklich  umsetzt. Der Bürgermeister der runden Tische die zu nichts führen. Der Bürgermeister des Ungefähren, der halben Wahrheiten und damit der halben Lügen. Und der Stadtumbau West? Da war doch dieser Antrag. Frau von Dinthern die ehemalige Landtagspräsidentin ist wieder im Landtag, hatte die sich nicht für diesen Antrag eingesetzt? Vergessen!

Aber es ging um mehr als diese bigotten Veranstaltungen, wir wollten den Stand der Dinge am Bahnhof heraus bekommen. Und wir haben in Einzelgesprächen sehr viel heraus gehört.
Es ist also so, wie wir in unserem Artikel beschrieben haben, es steht nicht gut um den Bahnhof. Was auch immer dort angedacht wurde, noch fehlt die wirtschaftliche Grundlage um das Ganze ohne städtische Zuschüsse zu einem guten Ende zu bringen. Also wird es auch voraussichtlich keine Fördergelder geben. Die Akteure, nicht die 1 Euro Jobber, sind von ihrem Tun nicht überzeugt und sehen teilweise keine Perspektiven. Das dort weiter gearbeitet wird ist reine Kopfsache und ist nur dem drohenden Gesichtsverlust eines Wilhelm Wiggenhagen geschuldet. Jeder weiterer Tag macht die ganze Sache nur noch schlimmer.Und was soll man davon halten, wenn nach einem Jahr der Verein mal gerade rund 100 Mitglieder vorzuweisen hat? Da kann man sicher nicht von einer Bürgerbewegung sprechen. Wobei der gesamte Vorstand und die Mehrzahl der Mitglieder mehr oder weniger von der Stadtverwaltung in irgendeiner Form abhängig sind. Dem Bürger auf der Straße geht der Bahnhof total an demselben vorbei.

Beispiel gefällig?

 1.   Im Inneren fällt der Putz von der Decke, jedoch wird nur an ein paar Eimer Farbe gedacht.
 2.   Der gesamte Tresenbereich der ehemaligen Wirtschaft bleibt bestehen und wird nur gestrichen.
 3.   Favorisiert wird das Konzept von Herrn Müller, welches schon mit Quersubventionierungen als auch   einer Subvention durch die Stadt geplant ist.
 4.   Die Geschosshöhe im Parterrebereich ist zu hoch, so dass schon heute nicht mit einer positiven Energiebilanz zu rechnen ist. Wärmedämmung oder Energieeffizienz ist für die Planer des Bahnhofgebäudes ein Fremdwort.
 5.   Neben dem Bahnhofsgebäude stehen total verdreckte kleinere Gebäude (Toiletten?), die aber so stehen bleiben sollen. Neben einem Kulturzentrum?
 6.   Die von "startklar.projekt.kommunikation" vorgegebenen Voraussetzungen können auch bei noch so positiver Betrachtung kaum zu einer Förderung im Sinne des Regelwerkes führen. Dafür ist der Bahnhof zu eng ausgelegt worden.
 7.   Die angedachten Räumlichkeiten, Toilette, Aufenthaltsraum, Kiosk und die Wohnmöglichkeiten im ersten Stock stellen kein wirkliches Konzept dar und beengen die weitere Vorgehensweise.
 8.   Die angedachte wertmäßige Überführung des Bahnhofgebäudes in eine Stiftung und der Verein als Nutzer dieses Gebäudes sind ein Fehlkonstrukt.

  

   

Ansicht zu Punkt 1   Ansicht zu Punkt 5

Auf die Frage, warum die Stadt bis heute die Burger Mühle verkommen lassen hat und Gut Ahlhausen  nicht auf dem Radar der Stadt steht, wusste man mir nur eine ausweichende Antwort zu geben. Dabei ist die Burger Mühle ein Dokument der Zeitgeschichte welches das Verhältnis der freien Hansestadt Breckerfeld mit dem heutigen Ennepetal dokumentiert. Oder Gut Ahlhausen, welches auf der Grenze von zwei ehemaligen Grafschaften steht und bis heute nicht näher beleuchtet wurde, Handelswege führten dort her. Beide Gebäude sind in ihrer Geschichte in höchstem Maße identitätsstiftend für Ennepetal. Aber nicht nur diese beiden Gebäude, vielmehr sind noch einige Gebäude die an der Ennepe, man muss an die Wasserkraft denken, zu sehen sind viel wichtiger für die Entwicklung der Stadt Ennepetal gewesen. Der Bahnhof selber stellt nur ein kleines Zeitdokument in einer Zwischenphase von Ennepetal dar, ist also damit von untergeordneter Bedeutung. Hagen und Elberfeld sind die Zentren an der Bahnlinie, wobei Gevelsberg sicherlich weiter entwickelt war.

Es waren so viele sichtbare offene Fragen die ganz klar auf eine nicht ernsthafte Betreibung einer weiteren Nutzung des Bahnhofgebäudes hinweisen. Warum wird also weiter gutes Geld dem schlechten Geld hinterher geworfen?

Ganz einfach. Wilhelm Wiggenhagen und die 14 Millionen Truppe haben sich nun so weit ungeprüft in das Bahnhofsgebäude hinein gehängt, so dass sie ohne Gesichtsverlust nicht mehr aus diesem Objekt heraus kommen.

Auf der anderen Seite ist jeder Tag den diese Leute an diesem Gebäude herumdoktern ein verlorener Tag, den wir alle mit unseren Steuergeldern bezahlen müssen. Aber nicht nur das, jeder Tag ist auch ein Tag den die Politik und die Verwaltung in Ennepetal und anderswo an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verlieren.

 

 

    Besuch im Bahnhofsgebäude

Wiggenhagen und die Anderen werden eines Tages gehen, hinterlassen werden sie jedoch das verlorene Vertrauen in die Verwaltung und die Politik in Ennepetal und anderswo. Und wir möchten nicht die Deppen sein, die unkritisch und nicht hinterfragt Pressemitteilungen übernommen haben, die zu diesem Vertrauensverlust in der Politik führten. Wir überlassen den anderen den Weg, ins Reich der Deppen zu gelangen, wir wollen weiter den unbequemen Weg des kritischen Journalismus gehen. Es mag sein, dass dies eine idealisierte Einstellung ist und in der Realität keinen Bestand haben kann. Nur wohin wollen wir eigentlich gehen, wollen wir alle Werte unserer sozialen Gesellschaft zur Disposition stellen? Und wohin wollen wir Journalisten gehn oder gegangen werden, wollen wir die Mitteilungen unreflektiert jeder Organisation übernehmen. Dafür braucht es sicher keinen Journalismus. Wir zumindest lassen uns unsere Artikel von der Stadt oder einem Verein nicht diktieren.

Was bleibt?

Es sind nun rund 2 ½ Jahre verstrichen. Der Bahnhof ist falsch angegangen worden, die Situation ist ziemlich verfahren um den Bahnhof noch auf das richtige Gleis zu stellen. Wilhelm Wiggenhagen und die 14 Millionen Truppe haben  das Projekt Bahnhof vermasselt. Nebenbei, der Motorradladen nebenan, hat innerhalb von ein paar Wochen aus eigener Kraft die Gebäude saniert – geht doch.
Habt Mitleid mit der Bevölkerung und macht dem Treiben ein Ende – REISST DEN BAHNHOF AB!

Übt doch erst einmal mit kleineren Objekten, meinetwegen mit einem Spielplatz. Renoviert einen tollen bestehenden Spielplatz , mit den 1 Euro Jobbern, und wenn der Spielplatz angenommen wird, kann man über ein größeres Projekt reden.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

[alle Fotos: Linde Arndt]

 

 

Es gibt viel zu tun ….

[la] Bereits im Mai 2010 war die Entscheidung gefallen. Der Essener Künstler Daniel Brekalo, der in vielen Städten des Ruhrgebietes schon Schandflecken im Auftrage der Kommunen zu neuem positiven Look verholfen hat, sollte auch die Bahnhofsunterführung am Bahnhof Ennepetal mit künstlerischem Graffity verschönern.

Wenn es aller Orts heisst: Es gibt viel zu tun, packen wir´s an… hat man in Ennepetal meistens den Eindruck der Spruch wurde abgewandelt und heisst:  Es gibt viel zu tun, lassen wir`s liegen…

Da könnte man es in diesem Fall beinahe wieder so sehen, ja wenn nicht …… wenn es nicht hier ebenfalls  auf die Vorarbeiten der Bahn angekommen wäre, die einfach nur im Schneckentempo voran gingen.

Inzwischen sind die  seinerzeit nüchternen, mausgrauen Wände mit grottenschlechten Schmierereien vollgesifft und die eigentliche Auftragsgrundlage für Daniel hat sich mächtig verändert.

                   

Farbe hatte er bereits im Sommer vor finanziert, da ja zu dem Zeitpunkt die Verschönerung geplant war. Dann die dauernden Vertröstungen. Nun sollte es endlich in Angriff genommen werden. Aber nun hat er mit einem Kumpel allein den Samstag benötigt, um die inzwischen voll verschmierten Malereien zu grundieren. Und der ursprünglich als ein- bis zweimalig geplante  Anstrich der Wände verlangt nun ein drei- bis vierfaches übermalen. Die Arbeiten hat er mit zwei anderen Kumpeln dann am gestrigen Sonntag begonnen, um das schöne Wetter zu nutzen und in der Hoffnung nun bis Mitte der Woche die künstlerischen Arbeiten durchführen zu können.

Leicht gemacht wird es ihm keineswegs. Wenn wir alleine die Kommentare der Zugreisenden als O-Ton aufgenommen hätten, so wäre das ein abendfüllendes Programm. Aber an statt den Künstler zu motivieren und sich zu freuen, dass sich endlich wieder ein kleines Stückchen in Richtung Zukunft in Ennepetal bewegt, musste er Worte hören wie: Wieso wird sonntags gearbeitet / das könnt ihr Euch sparen ist sowieso für die Katz / wie schnell wird das den wieder versifft / das ist doch raus geschmissenes Geld von der Stadt /der Bahnhof wird doch sowieso abgerissen, da braucht man das hier auch nicht…….

                  

Und in dieser netten Art ging es den ganzen Tag über. Leute die stumm aber kopfschüttelnd dem Treiben zusahen. Einige die meinten gute Tipps und Ratschläge ab zu geben.

Zu all diesen Ärgernissen kam noch hinzu, dass z.T. Arbeiten, die nicht in seinen Bereich fallen und vorher seitens der Stadt erledigt hätten sein müssen, eben nicht erledigt waren. Er hatte sich dann notgedrungen auch an die Verputzarbeiten begeben, damit nicht weitere Terminverzögerungen entstehen, die evtl. seine Arbeiten gefährden.

Schon erfrischend in Ennepetal etwas positiv verändern zu wollen. Da hatte ich echt kurz überlegt ihm Ohrenstöpsel zu holen, damit er von diesen Meckereien verschont bliebe. Aber das hätte nichts genutzt – auch Gesichter sprechen (stille) Bände.

Nun gut. Drücken wir ihm die Daumen, dass das Wetter weiterhin gut ist. Drücken wir ausserdem die Daumen, dass er seitens unserer Verwaltung die notwendige Unterstützung bekommt, die er jetzt noch dringend benötigt und das wir bald wieder einen Schritt weiter sind auf dem Weg zu einem schöneren Bahnhof.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik

vom Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg

 

Anmerkung: Der Aufzug ist ja immer noch nicht fertig und so haben die Jungs heute einen Menschen im Rollstuhl die Treppe raufgetragen. Da frage ich mich doch, was hätte der gemacht, wenn die drei nicht da gewesen wären? Ich habe mir sagen lassen, dass in einem solchen Falle der Behindertel das Recht hat einen Krankenwagen anzurufen und die enormen Kosten für die Anforderung und die Hilfe auf den Bahnsteig zu kommen dann der Bahn in Rechnung zu stellen. Bisher haben meine Recherchen im Internet allerdings keine Bestätigung hierfür erhalten und bei der Bahn habe ich bisher auch immer nur den falschen Mitarbeiter erwischt, werde aber dran bleiben
Was hätte unser Fahrgast nun machen können?. (Anrufen, sofern er ein Handy dabei hat ) (Zug weg bis die Aktion gelaufen ist) (Wieder nach Hause fahren, denn Ennepetal hat zwar einen behinderten gerechten Bahnsteig, aber der Rest stimmt wieder einmal nicht.)

„Rollstuhlfahrer setzen sich in der Regel vor Abfahrt mit uns in Verbindung, weil sie Servicepersonal anfordern möchten.“ Das geht unter ~ 01805 512 512 begin_of_the_skype_highlighting              01805 512 512      end_of_the_skype_highlighting.  so ein Sprecher der Bahn. Die wüssten also Bescheid, an welchem Bahnhof gerade welcher Aufzug streikt.

Vielleicht kann sich ja mal einer in der Verwaltung schlau machen und das mit der Bahn klären und dann einen guuuut sichtbaren Aushang neben dem demnächst evtl. fertiggestellten Aufzug anbringen. Vielleicht wird man dann seitens der Bahn etwas schneller.

 


Und wieder einen Schritt weiter:

 

Habe obige Service-Nummer angerufen und von Frau Jande folgendes erfahren. Sie haben für alle Bahnhöfe Deutschlands Informationen, sofern diese vom Bahnhof eingegeben werden.

Für Ennepetal gibt es den Hinweis:  Aufzug ist in Arbeit. Es kann aber nicht gesagt werden, wann er fertig wird.

 

Auf die Rückfrage wie es mit dem Fremdtransport durch Krankenwagen und den Kosten ist wurde gesagt, davon sei nichts bekannt.

Auf die weitere Frage, was Rollstuhlfahrer in dem Falle machen sollten: "Dann kann er eben diesen Bahnhof nicht anfahren"

Armes Deutschland.