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Die glücklichen Gewinner des Sommer-Gewinnspiel „starpac“

Sieger Sommer-Starpac 2015 Städtische Sparkasse zu Schwelm  Foto: (c) Linde Arndt

Sieger Sommer-Starpac 2015 Städtische Sparkasse zu Schwelm Foto: (c) Linde Arndt

[la] Das Sommer-Gewinnspiel „starpac“ der Städtischen Sparkasse zu Schwelm hatte seine Gewinner ermittelt und so trafen sich die Glücklichen in den Räumen der Sparkasse um ihren Preis in Empfang zu nehmen. Drei Damen (s. Liste – kursive Schrift) werden ihren Preis, da sie zu diesem Treffpunkt nicht anwesend sein konnten, später in Empfang nehmen.

Vorstandsmitglied  Michael Lindermann ließ es sich nicht nehmen, den Gewinnern persönlich zu gratulieren während Anne Peter die Preise überreichte. Ebenso erhielt das Geschwisterkind von Emilia Stuhl, die kleine Malva,  von Michael Lindermann einen Trostpreis überreicht.
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Platz PREIS ANREDE VORNAME NAME ALTER
1. Preis 2 Freikarten Phantasialand   Herrn Stephan Jennemann 47
2. Preis 2 Freikarten Phantasialand   Frau Lina Jäger 18
3. Preis Grillbesteck im Alukoffer Frau Angelika Stiens 66
4. Preis „Gut“-Toaster Frau Susanne Fischer 45
5. Preis Sporttasche mit Strandlaken Frau Güven Hülya 47
6. bis 10. Preis Sportrucksack Herrn Elia Friedhoff 12
Sportrucksack Frau Emilia Stuhl 11
Sportrucksack Frau Petra Drein 47
Sportrucksack Frau Liane Woeste 53
Sportrucksack Frau Margarete Wessel 74

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

Zweimal 125 Jahre: Verein für Heimatkunde und Museum

Ansicht Martfeld Foto: (c) Linde Arndt

Ansicht Martfeld Foto: (c) Linde Arndt

Zweimal 125 Jahre: Verein für Heimatkunde und Museum feiern am Samstag im Martfeld Jubiläum

„Tag des offenen Martfelds“ mit Führungen im und am Martfeld, Spielen und Kuchenbuffett

 

Der Verein für Heimatkunde und das Schwelmer Museum feiern gemeinsam am kommenden Samstag, dem 15. August, 125jähriges Jubiläum.

Der Verein für Heimatkunde richtet am Vormittag einen Festakt für geladene Gäste aus. Es sprechen u.a. Bürgermeister Jochen Stobbe, Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt, Anne Peter als Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, Dr. Ingo Fiedler (Westfälischer Heimatbund), Verena Burhenne vom Westfälischen Museumsamt Münster und Kulturbüroleiterin Gabriele Weidner.

Dann beginnt für alle interessierten Bürger der „Tag des offenes Martfelds“, den das Kulturbüro und der Verein für Heimatkunde gemeinsam gestalten.

  • Das Museum ist von 12.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, denn er wird komplett von der Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Kultur und Natur, Schwelm, übernommen.
  • Um 12.30 Uhr und um 15.00 Uhr finden Führungen der besonderen Art durch das Museum statt, denn dann heißt es: „Kinder führen Erwachsene“ (Dauer der Führung: ca. 45 Minuten). Die Kinder wurden in einem viertägigen Museumsworkshop in der letzten Sommerferienwoche von Frau Anna Nüschen auf diese Aufgabe vorbereitet.
  • Um 13.15 Uhr stellt Martin Schwamborn die Martfeld-Kapelle vor.
  • Um 13.30 Uhr steht eine Führung durch das neu gestaltete Stadtarchiv mit Vortrag von Museums- und Archivleiterin Frau Cornelia Hackler zum Thema „Die Geschichte des Hauses Martfeld“ auf dem Programm (Dauer: ca. 30 Minuten).
  • Um 13.45 Uhr spricht Heike Rudolph im Park über die Gedenksteine für Friedrich-Christoph Müller und Pastor Nonne.
  • Um 14.00 Uhr spricht Michael Treimer im Park über „Natur im Martfelder Park“.
  • Um 14.30 Uhr spricht Anne Peter im Park über den Kollergang und den Haferkasten.
  • 00 bis 17.00 Uhr: Bastelaktionen für Kinder im Seminarraum unter Anleitung von Anna Nüschen und Svenja Wüstermann unter dem Thema: „Bastelt Euch Euer eigenes Haus Martfeld samt Schlossgespenst Suelmiu“.
  • 00 bis 17.00 Uhr Spielaktion „Martfeld-Memory“ für Jedermann im Veranstaltungsraum.
  • Das Museumsteam sorgt für ein großes, leckeres Kuchenbuffet mit selbstgebackenen Kuchen und warmen und kalten Getränken im Eingangsbereich von Haus Martfeld.

 

Schwelm, den 11. August 2015

 

Foto: (c) Linde Arndt

Foto: (c) Linde Arndt

Jahresgabe des Vereins für Heimatkunde

  [nggallery id=482]    [jpg] Es war wieder soweit. Relativ früh, nämlich am 12. Februar, stellte der Verein für Heimatkunde Schwelm e.V. seine diesjährige Jahresgabe in Heftform vor.
5 Artikel sind es diesmal geworden, liebevoll und sorgfältig zusammen getragen um den Schwelmern Zeugnis ihrer Stadtgeschichte zu geben.
So würdigte der anwesende Schwelmer Bürgermeister Jochen Stobbe die Arbeit, die hinter diesen Beiträgen steht.

 Weiten Raum nahm  die Erfassung der Fauna an ausgewählten Standorten von Schwelm ein. Eine wissenschaftliche Arbeit von Peter Schäfer. Die Schwelmer Kolpingfamilie, der Schwelmer Pfarrer Tobien, die Tagebücher Carl Gustav Kleine oder auch die Erinnerungen an den Schwelmer Bürger Franz Josef Degenhardt. Es sind alles Artikel die eine Stadt wie Schwelm zum Leben erweckt, der Stadt also ein Profil geben.

                      
Bürgermeister Jochen Stobbe,  Anne Peter und Dr. Wolfgang Fenner
 

Leider konnten an dieser, als Autorentagung firmierten Sitzung nicht alle Autoren krankheitsbedingt teilnehmen, was der Herzlichkeit des kollegialen Vortrages nicht schadete. Das neue Buch hat 80 Seiten, eine Auflage von 735 Stück, es ist das 61. Heft in Folge und kann in der Geschäftsstelle des Vereins für Heimatkunde e.V. im Haus Martfeld  oder im Buchhandel unter ISSN: 0343-2785 zu einem Preis von 9,90 Euro erstanden werden. Herausgeber ist Dr. Wolfgang Fenner.

 

 
Gesprächspartner der Pressekonferenz am 12. 02.2013 des Verein für Heimatkunde Schwelm e.V.
 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

[Alle Fotos © Linde Arndt]

Wenn ein Haus sprechen könnte

   
Schwelm, Hauptstraße 116 – Haus der Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen e. V.                                                   Foto: © Linde Arndt
 

[jpg] Beinahe wäre es passiert. Das Haus Hauptstraße 116 in Schwelm, ein, für die Bergische Gegend üblich,  mit Schiefer  verkleidetes Wohnhaus, sollte einer Investition des Discounters Penny Platz  machen. Das Haus stand zwar unter Denkmalschutz, dies sollte jedoch kein Hindernis für diese Investition sein. Es sollte jedoch anders kommen. Die Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen e. V. nahm sich des Gebäudes an und machte ihre Zentrale daraus. Beim restaurieren, sanieren und renovieren fielen den neuen Besitzern 20 Jahrestagebücher auf. Fein säuberlich war hier Tag für Tag von einem Chronisten festgehalten worden wie es um Schwelm, die Famlie, die Geschäfte aber auch die Politik stand. Der Chronist war Carl Kleine, Mitinhaber der ehemaligen Firma Falkenroth & Kleine in Schwelm. Immerhin war diese Firma eine der großen Mittelständler mit rund 800 Mitarbeitern in Schwelm, deren Firmengelände  seine Ausbreitung am heutigen Möllenkotten hatte. Diese 20 Jahrestagebücher der Jahre 1919 bis 1939, dem Todesjahr von Carl Kleine, wurden zuerst der Famlie Kleine angeboten und nach dem diese ablehnte wurden die Bücher dem Verein für Heimatkunde Schwelm e.V. übergeben. Nach Sichtung der Jahresbücher stellte die Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde Anne Peter fest, es ist ein Glücksfall für den Verein, mit dem man ein Zeugnis von Schwelm und Umgebung der damaligen Zeit in Händen hielt.

Am 6. Dezember wurde nun unter dem Titel "Aus den Tagebüchern des Carl Kleine“  eine Vortragsveranstaltung im Salon des Lebenshilfe-Center Schwelm anberaumt 

So führte der Geschäftsführer Rainer Bücher der Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen e. V.  die Teilnehmer in die Gegebenheiten des Hauses ein. Die untere Etage war so belassen worden wie sie ursprünglich bestanden hatte.  Heute wird der untere Raum an Interessenten für Sitzungen oder Besprechungen vermietet. Im oberen Stock hat sich die Lebenshilfe Verwaltung eingerichtet. 17 Mitarbeiter arbeiten in dem Haus, welches 1832 erbaut wurde und vor drei Jahren erworben wurde.

   
v.l:Dieter Ehlhardt [Vorsitzender der "Stiftung Lebenshilfe"] / Ingrid Graskamp [sie digitalisierte die Tagebücher] /
Gisela Gutknecht / Anne Peter [1. Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde Schwelm e.V.] und Rainer Bücher
[Geschäftsführer des Lebenshilfe-Center, Schwelm]    Foto:  © Linde Arndt

Und so bleibt immer wieder eine Faszination gegenüber einem 180 jährigen Haus; denn in solch´ einem Haus lebten Menschen. Generationen die sich freuten oder traurig waren, Erfolge oder Misserfolge hatten, Enttäuschungen oder Erfüllung erfuhren, Lachen und Weinen erlagen. Dies alles sollte in diesen vorliegenden Tagebüchern und den restlichen Bänden zum Ausdruck kommen.
Frau Peter verwies auf Frau Gutknecht, die die gesamten Unterlagen gesichtet und  geordnet hatte und bei der Digitalisierung hilfreich zur Seite stand. Die Schriften waren  in einer Mischung aus Sütterlin und persönlicher Schreibweise, was für die damalige Zeit normal war. Ingrid Graskamp hatte sich die Mühe gemacht die immerhin rund 35 Bände in ihren Computer einzugeben, so dass zu einem späteren Zeitpunkt eine gebundene Ausgabe erscheinen könnte. Man wird sehen.

Wir saßen an einem langen Tisch, den eine weiße Tischdecke abdeckte. An der Wand hingen die großen Porträts der Eltern von Carl Kleine in schweren ovalen Rahmen, die jeweils von schweren mit Blattgold veredelten großen Schleifen verziert waren.
Man hatte das Gefühl als wenn die Altvorderen über das Geschehen im Raum wachten. Der Raum vermittelte ein Gefühl der Schwere; denn alles war in dunklen Tönen gehalten.
 
Ahnenbilder                                        Foto: © Linde Arndt

Tatsächlich war jedoch an einer Wand eine mehr spielerische, geschwungene gepolsterte Bank eingebaut, die von einem mit dunklem Marmor verzierten Kamin geteilt wurde. Die gesamte Inneneinrichtung beengte durch die dunkle Farbgebung der einzelnen Elemente.


Gisela Gutknecht                Foto:  © Linde Arndt
  Frau Gutknecht erzählte von zwei Freunden/Bekannten, also die jungen Falkenroth und Kleine,die sich mit der finanziellen Erstausstattung ihrer Eltern selbstständig machten. Geschäftlich lief es am Anfang nicht so gut, bis ein Lotteriegewinn die Kapitalausstattung der Firma erheblich verbesserte. Holzschrauben waren die Produkte die die Firma Falkenroth & Kleine herstellte. 1912 die erste Krise. In Nordafrika, in den Erzminen  Marokkos, wurde Deutschland von der Produktion ausgegrenzt.

Zur Sicherung der Eisenerzproduktion wollte Frankreich Truppen schicken, was den Deutschen keineswegs Recht war. Zwei Jahre vorher erlebte die Firma Falkenroth & Kleine eine Streikankündigung, die die Firma beinahe lahmlegte.

Carl Kleine hatte kein großes Geschick mit den Arbeitern zu verhandeln und düpierte die Arbeiter sogar.
Trotz allem bekam man diese Firmenkrise wieder in den Griff und die Produktion ging weiter. Bis 1915 hatte die Firma ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Infolge des 1. Weltkrieges fehlten jedoch die Rohstoffe um ungehindert zu produzieren. Als der Krieg 1918 zu Ende ging, wusste man nicht an Kohle und Stahl heranzukommen. Das Ruhrgebiet wurde von den Franzosen besetzt gehalten um mit der Lieferung von Kohle und Stahl die Reparationslast auszugleichen. Da Schwelm immer mehr zum Bergischen gehörte, wusste man nicht privilegiert an Kohle und Stahl heran zu kommen. Die Firma dümpelte vor sich hin, wobei Carl Kleine durch Firmenkäufe sich andere Möglichkeiten verschaffte.
Familiär lief es auch nicht so rund wie man es von einer Familie der oberen Klasse erwartete.
Kleines waren damals mit der Familie Müller, den Inhabern der Schwelmer Eisenwerke befreundet. Gemeinsam hatte man ein Landgut mit Obstplantage in der Nähe von Metz. Man baute Obst an und nutzte das Gut als Erholungsanlage. Die Freundschaft zerschlug sich im späteren Verlauf jedoch wieder, die Kleines hatten das Landgut dann alleine.
Die obere Gesellschaft, so auch die Kleines, traf sich im Schwelmer Kasino um über das Tagesgeschehen zu sprechen. Carl Kleines Frau, Marie, genannt Mariechen, bekam den langersehnten Kindeswunsch erfüllt. Zwei Söhne sollten es werden, die nach Carl Kleines Vorstellung so richtig nicht wurden. Sowohl der erste als auch der zweite Sohn wollten weder schulisch noch beruflich den Weg einschreiten, den der Vater Carl ihnen vorgeschrieben hatte. Es kam wie es kommen musste, die Söhne entfremdeten sich von der Familie. Politisch war Carl Kleine wohl eher ein Nationalist, wie man seinen Aufzeichnungen entnehmen konnte. So verwunderte es nicht wenn er die Reden des späteren Diktator Hitler nicht negierte sondern als Ereignis in sein Tagebuch einfließen lies. Mit keinem Wort soll er die Machtübernahme Hitlers in seinen Tagebüchern kommentiert haben. Allerdings hatte die Familie jahrelang einen jüdischen Hausarzt Namens Herz, der nach der Reichskristallnacht im Nov. 1938 nie wieder erwähnt wurde. Es gab ihn einfach nicht mehr, noch nicht einmal mit einem Wort des Bedauerns. Daraus allerdings irgendwelche negativen Schlüsse zu ziehen, wäre unredlich. Die meisten Menschen der damalige  Zeit waren keine Helden, wie meinetwegen der Unternehmer Oscar Schindler. In seinen Hochzeiten hatte die Firma Falkenroth & Kleine 850 Arbeitnehmer und ein angeschlossenes Mädchenheim. Mädchenheime  gab es damals um obdachlose Mädchen für kleines Geld beschäftigen zu können.Kleine hatte einen gesellschaftlichen Einfluss, immerhin brachte  er die Vorgesetzten eines Pfarres dazu den Pfarrer für eine missliebige Predigt zu  maßregeln.

Die Einträge in die Tagebücher gliedern sich immer wieder gleich:

  • Das tägliche Wetter
  • Was machen die Familien Falkenroth und Kleine
  • Was gab es in Schwelm
  • Was bewegte Carl Kleine politisch

Am Jahresende machte Carl Kleine immer eine Zusammenfassung der Ereignisse des vergangenen Jahres.

 
Tagebuch von Carl Kleine            Foto: © Linde Arndt

Dies als Kurzfassung der noch nicht gegliederten Inhalte dieser 35 Dokumente. Es sind Dokumente der Zeitgeschichte Schwelms mit der Sichtweise eines Unternehmers im Kontext der damaligen Zeit.

1939 hörten die Aufzeichnung auf, Carl Kleine war gestorben.
 
Man darf gespannt sein, unter welchen Gesichtspunkten die Aufzeichnungen aufgearbeitet werden. Da sie ja nun digitalisiert sind gibt es vielfältige Möglichkeiten. Allerdings sollte man heute schon einen ganz großen Dank an die Damen Anne Peter, Gisela Gutknecht und Ingrid Graßkamp aussprechen, es war, so augenscheinlich, ein großes Stück Arbeit. Denn sie haben ein Haus zum Sprechen gebracht damit waren Fenster und Türen weit geöffnet worden.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm

 

                    
Am Kamin im Salon des Lebenshilfe-Center Schwelm                                                                                    Foto: Linde Arndt
 

 

Tannenbaum-Schmücken in der Sparkasse Möllenkotten

         

[la] Es ist schon fast Tradition, dass die Kinder der DRK-Kita "Kleiner Häwelmann" jedes Jahr zur Adventszeit in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Schwelm einen Tannenbaum schmücken.
In diesem Jahr ist dieses auf Grund von Baumaßnahmen nach über 10 Jahren das erste Mal nicht möglich gewesen. Aber weder die kleinen Wichtel der Kita, noch die Sparkasse wollten sich dieses Ereignis  entgehen lassen.

Und so hatte man als Lösung eine Zweigstelle ausgeguckt. Es war die Filiale Möllenkotten. Heute war der große Tag für die Kleinen. Der Baum stand bereits im Kassenraum und harrte der Dinge, die gegen 9:45 Uhr dann auch aufgeregt schwatzend hereinspazierten. Mit ihren roten Umhängen und Mützchen sahen die 16 Kinder aus wie Zwerge aus Weihnachtsmärchenbüchern. Sie hatten reichlich Schmuckwerk mitgebracht. Seit Wochen haben alle Kinder der DRK Kita (und es sind 2 Gruppen für Kinder von 2 – 6 Jahren, derzeit 32 Kinder) Salzteiganhänger, Sterne, Tannenzapfenmännchen, Baumketten und viele weitere Anhänger gebastelt und auch Plätzchen gebacken. Nun ging es daran, den Baum zu schmücken.

                       

16 kleine Weihnachtswichtel standen vor dem Baum und natürlich war die untere Reihe in Windeseile voll behängt. Dicht an dicht hingen die bunten Gaben, bis einer bemerkte "und was ist mit oben?" Da wusste Lothar  Feldmann (Vorstandsvorsitzender) von der Sparkasse Rat, der die Kleinen schon erwartet hatte. Ein Kind nach dem anderen nahm er auf den Arm und führte sie nahe an die oberen Zweige heran. Und sie strahlten ihn an und waren glücklich, dass sie auch die oberen Reihen schmücken konnten. Und es gab noch eine Menge Kinder und Baumhänger, die nach oben mußten. Aber Herr Feldmann ließ sich nichts anmerken. Jedoch während ihn bisher Zinsschwankungen und die Finanzkrise nicht ins Schwitzen brachte, dieser körperliche Einsatz schaffte es schon.

Dann gab es noch einige der kleinen Kitakinder, die trugen vor sich einen Pappteller her, gefüllt mit selbst gebackenen Plätzchen. Diese verteilten sie liebevoll an die Besucher, die sich zu dieser Zeit an den Schaltern und in der Kassenhalle befanden und natürlich geriet dabei das eine oder andere Plätzchen auch in den eigenen Mund. Die Besucher der Sparkasse freuten sich ebenfalls über das bunte Treiben und einige blieben sogar stehen und lauschten den weihnachtlichen Liedern, die die Kleinen, nachdem sie mit dem Baumschmücken fertig waren, anstimmten.

     

Für ihren Einsatz belohnte sie Frau Peter mit einem supergroßen Elch. Auf die Frage von Frau Kerstin Kolodziej, der Leiterin der Kita, welchen Namen dieser wohl bekommen würde sagten sie übereinstimmend "ELCHI". Also war das schon einmal geklärt. Da  aber der Riesenelch  für alle da sein  und in der Kita verbleiben sollte, bekamen alle noch einen kleinen Elch, den sie auch mit nach Hause nehmen durften.
 

  Einen Grund zum Schmunzeln gab es noch, als einige der Kleinen den Raum inspizierten und dabei interessiert nach den Flyern für die Altersvorsorge griffen.
So ist die Jugend von heute – hellwach und allem Neuen aufgeschlossen.

Altersvorsorge – man kann nicht früh genug daran denken.

Frau Kerstin Kolodziej hatte noch die Bitte, folgende Infos zu veröffentlichen, was wir hiermit gerne tun:
Mitte Januar werden in den Schwelmer Kitas die Verträge mit den neuen Familien für den kommenden Sommer abgeschlossen.
Vorab haben Familien in den jeweiligen Einrichtungen die Möglichkeit, sich diese anzusehen und über das Konzept zu informieren.

Bisher waren die Besichtigungstermine im "Kleinen Häwelmann" aufgrund der Baumaßnahmen ausgesetzt.

Vorangemeldete Familien und Interessierte haben nun an den folgenden Terminen oder nach telefonischer Vereinbarung /Tel.:02336-830700) die Möglichkeit, dieses in der Kita an der Hauptstraße 109 noch nachzuholen:

Dienstag, den 11.12. um 16:30 Uhr oder
Montag,   den 17.12. um 15:00 Uhr

Frau Kolodziej freut sich auf Ihr Kommen.

 

Linde Arndt für EN-Mosaik aus Schwelm

 [Fotos: © Linde Arndt]

Langfristigkeit und Nachhaltigkeit als Schlüssel unseres Handelns

  [jpg] Es gab schon immer Gespräche und Kooperationen zwischen der Sparkasse Schwelm und der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Schwelm, und das war gut so.

So kümmerte sich die Sparkasse Schwelm um die SchülerInnen der Realschule. PraktikantInnen hatten die Möglichkeit frühzeitig vor Ort ein zukünftiges Berufsfeld des Bankkaufmann oder der Bankkauffrau kennen zu lernen.

Im Laufe der Jahre haben sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt dramatisch verändert.

Arbeitgeber, die vorher nie auf dem Ausbildungsmarkt zu sehen waren, standen und stehen jetzt aggressiv den Mitbewerbern und damit den SchulabgängerInnen gegenüber. Es ist ein förmlicher Run auf die SchulabgängerInnen. Was lag da näher als die schon vorhandenen Beziehungen, Regeln oder Übungen zwischen der Sparkasse Schwelm und der Realschule schriftlich zu verifizieren.

 
v.l.: Stefanie Schumacher, Lothar Feldmann, Anne Peter, Frank Skomoroch, Heiko Stock
 

In einer öffentlichen Sitzung wurde zwischen den Anwesenden der Sparkasse Schwelm:

  • Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Schwelm: Lothar Feldmann
  • Vorstandsassistent und Ausbildungsleiter der Sparkasse-Schwelm Frank Skomoroch
  • Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Schwelm Anne Peter

und den Anwesenden der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Schwelm: 

  • Schulleiterin der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Schwelm Stefanie Schumacher
  • Projektleiter der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Schwelm Heiko Stock

eine Kooperationvereinbarung unterzeichnet.

  Unterzeichnung: links: Frau Stefanie Schumacher für die Realschule / rechts: Lothar Feldmann für die Sparkasse Schwelm  

Inhalt dieser Vereinbarung: Es soll in angedachten und sich ergebenden Aktivitäten den Schülern die Arbeitswelt, respektive die Arbeitswelt der Sparkasse Schwelm näher gebracht werden. Im Laufe der Zeit soll daraus eine Routine entstehen mit welcher den SchülerInnen ihre Rolle z.B. als Konsument und die daraus entstehenden Probleme näher gebracht werden. Immer mehr Heranwachsende in allen Jahrgangsstufen geraten in eine Schuldenfalle aus der man nur sehr schwer heraus kommt. Grund? Mangelnde Kenntnisse des Finanz-und Wirtschaftsmarktes als Konsument. Die Sparkasse dockt hier an den Politikunterricht an. Im Vorfeld der Berufswahl stellt die Sparkasse Schwelm mehrere Praktikantenstellen zur Verfügung um eine Hilfe bei der Berufswahl zu bieten. Dadurch bilden sich SchülerInnen heraus die mehr als nur höfliches Interesse am Beruf des Bankkaufmannes bzw. der Bankkauffrau haben. Dies führt dann so weit, dass die Sparkasse Schwelm den Schülern einzelne Finanzdienstleistungen vorstellt. Das Projekt „Planspiel Börse“ bringt der Jahrgangsstufe 9 und 10 die Zusammenhänge mit den Wertpapieren dar. Letztendlich kommen sodann hoch motivierte Auszubildende für den Beruf Bankkauffrau und -mann auf die Sparkasse Schwelm zu. Beiden Seiten nützt es also, wenn auf der einen Seite ein (e) hoch motivierte (r) Angestellte (r) und auf der anderen Seite ein zufriedener Arbeitgeber "Sparkasse"  gegenüber stehen.

Es geht aber nicht nur um den Beruf, vielmehr ist die Sparkasse Schwelm auf die unterschiedlichste Weise mit der Stadt Schwelm verknüpft um ihre Nähe mit der Stadt zu dokumentieren. So ist der Vorsitzender des Vorstandes: Lothar Feldmann auch im Bereich der Stadtattraktivität tätig und Anne Peter, Pressesprecherin der Sparkasse Schwelm, betätigt sich im Bereich der Heimatkunde für Schwelm.

Über das Gespräch zwischen den Kooperationspartnern sind schon andere Bereiche angedacht worden. Letztendlich ist dies eine offene Kooperation, wo beide Partner sich austauschen um auftretende Probleme im Vorfeld schon einer Lösung zu zu führen.

Damit entsteht eine Maßnahme bei der alle Beteiligten, Schule,SchülerIn und Sparkasse nur profitieren können. Und darüber hinaus wird dieses Projekt von der Bezirksregierung in Arnsberg ausdrücklich begrüßt. Das Projekt ist nachhaltig angelegt und konzeptionell auf mehrere Jahre ausgerichtet. 

Was bleibt? Was nützt es über den demografischen Wandel zu jammern. Andere Wege sind gefragt welche die vorhandenen SchülerInnen so an eine offene Arbeitswelt heran führen. Auch wird es durch Gespräche möglich die qualitativen Defizite der SchülerInnen durch geeignete Maßnahmen auszugleichen. Diese Partnerschaft kann man in seiner Vorgehensweise nur als vorbildlich einstufen.

Und die anderen, Kommunen oder Wirtschaftsbetriebe, die halten sich mit Jammern auf und rufen laut nach dem Staat.

 

 

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Schwelm
[alle Fotos © Linde Arndt]

 

Verein für Heimatkunde Schwelm stellt Jahresgabe2010 und Kräuterbuch des Tabernæmontanus vor

[la] Die Gründung des Verein für Heimatkunde Schwelm e.V.  erfolgte bereits im Jahr 1890.

Dieser Verein  befasst sich schwerpunktmäßig  mit der Erforschung der Geschichte, der Natur und Kultur Schwelms und seiner Umgebung, in Zusammenarbeit mit dem Schwelmer Stadtarchiv und mit dem Museum Haus Martfeld.

Am Ende eines jeden Jahres gibt der Verein seit 1951 die "Beiträge zur Heimatkunde der Stadt Schwelm und ihrer Umgebung" heraus. Jedes Mitglied erhält dieses Heft als Jahresgabe. Darüber hinaus sind diese äußerst informativen und lehrreichen  Publikationen mit ihren  Forschungsergebnissen für Interessierte auch über den Verein, das Museum Haus Martfeld oder den Buchhandel  erhältlich.

Anfang Dezember 2010 war es wieder einmal so weit, die Jahresgabe 2010 wurde im Haus Martfeld vorgestellt und überreicht.

Die Vorsitzende des Vereins,  Frau Anne Peter und Bürgermeister Jochen Stobbe eröffneten die Sitzung. Ein ganz besonderer Dank galt auch Wilhelm Erfurt, der sich auch als Beiratsmitglied  in diesem Verein für die Schwelmer Belange wieder einmal stark gemacht hat.
"Ohne ihn wäre vieles nicht möglich", so Jochen Stobbe und alle Anwesenden waren beim Vortrag des Geschäftsberichtes froh zu erfahren, dass zum Glück nicht mehr über eine Einstellung dieses hochwertigen Magazins gesprochen werden muss, sondern dass es weiterhin fortbesteht.

   
 Anne Peter   BM. Jochen Stobbe    Wilhelm F. Erfurt
          [ alle Fotos: © Linde Arndt]

In weihnachtlichem Ambiente, mit selbstgebackenen Plätzchen und Kaffee, fand sich die Runde des Vorstandes und des Beirates zusammen und lauschte gespannt den Ausführungen der Autoren, wobei schon eifrig in den überreichten Heften geblättert wurde. Denn nicht nur spannender Text ist darin enthalten, sondern hochinteressante Fotos der beschriebenen Objekte.

          
                                                                                                                        Foto: © Linde Arndt  

Das 59. Heft, dass zum Preis von € 12,00 bei oben genannten Stellen zu beziehen ist, wurde von  sechs Heimatkundlern geschrieben und illustriert und befasst sich mit Untersuchungen und Forschungsergebnissen  folgender Themen:

  • Erfassung der Spinnen-Fauna an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet von Schwelm [Martin Kreuels]
  • Neu entstandene Kleingewässer entwickeln sich zu Libellen-Biotopen [Lutz Koch]
  • Geschichte des Bleichkottens "In der Wiesche" bei Wichlinghausen
    [Michael Wiescher]
  • Franzosen in Schwelm [Karl Josef Oberdick]
  • Aufbruch in eine Bildungs- und Gesellschaftsreform nach 1945
    Die Antrittsrede des "politischen Pädagogen" Fritz Helling (1888-1973) [Jürgen Sprave]
  • Stadt Ruhr / Über eine Neuerscheinung zur nordrhein-westfälischen Geschichte [Wolfgang Fenner]

 

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[Fotos: © Linde Arndt]
 

Sodann machte man sich auf den Weg in den Lesesaal der unteren Etage im Haus Martfeld, wo eine wirkliche  Rarität auf die Anwesenden wartete. 

[Bild durch Anklicken vergrößern]
Das aufwendig restaurierte historische Kräuterbuch des Tabernæmontanus  wurde vorgestellt.  Wieder ein Kleinod aus dem Schatzkistchen des neuen Lesesaals.
Der Stellvertretende Vorsitzende,Dr.Wolfgang Fenner, Wuppertal, übergab uns eine Infoschrift, aus der Folgendes hervor ging:
 

"Das Kräuterbuch des Tabernæmontanus war für mehrere Jahrhunderte das Standardwerk  für Mediziner, Apotheker u.a. Es ist bis ins 18. Jahrhundert in zahllosen Auflagen erschienen. Das ältere Schwelmer
Exemplar ist in einer sehr frühen Ausgabe vorhanden, gedruckt in Frankfurt am Main 1625.

Autor ist Jacobus Theodorus Tabernæmontanus, eigentlich Jacob Theodor, der sich nach der latinisierten Form seines Geburtsortes Bergzabern nannte.

Dort geboren wurde er zwischen 1520 und 1525. Er studierte Medizin in Padua, Montpellier und Heidelberg. Er war unter anderem Leibarzt des Grafen Philipp II. von Nassau-Saarbrücken und ab 1564 des Bischofs von Speyer. Später wurde er Stadtphysikus von Worms, danach von Heidelberg, wo er im August 1590 starb.

1588 erschien sein Hauptwerk, das Kräuterbuch.

Der Einband

Der Einband ist aus Schweinsleder. Vor der Restaurierung war er in einem extrem schlechten Zustand.

Davon, dass er vergoödet war, war nichts zu sehen. Vor allem aber konnte man die Prägung nicht erkennen. Als Jahreszahl vermutlich der Entstehung des Einbandes ist 1569 zu lesen.

Neben etlichen allegorischen Figuren auf dem Buchrücken ist hinten ein preußisches Wappen zu erkennen. Vermutlich der Buchbinder hat sich mit seinem Monogramm verewigt: NS.

Auf der Vorderseite sieht man das pommersche Wappen mit einer lateinischen Inschrift darunter: "Das Zeichen des berühmten Herzogs von Stettin" usw.

Wann das Buch den Eingand erhalten hat, der 56 Jahre zuvor gefertigt wurde, weiß man nicht.
Bemerkenswert sind die Verzierungen um Buchschnitt."

[Einige Fotos: © Linde Arndt ]

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Linde Arndt für EN-Mosaik aus Schwelm