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Besinnlicher Adventsmarkt in Voerde mit Niveau.

[jpg] Advent (von lat.: adventus "Ankunft", dazu advenit "er kommt an") ist ein Hochfest der Christen, diese Zeit dient der Vorbereitung auf die Geburt Jesu. Im Kirchenjahr kommt Advent nach dem Ewigkeitssonntag (Totensonntag). Es ist aber auch die Zeit der Freude, der Erwartung, der Besinnung und der Vorbereitung auf den heiligen Abend.

Denn die Geburt Jesu bedeutet, einen grundlegenden Wandel im Verhältnis der Gläubigen zu Gott. Und weil das so ist, begreifen wir immer diese Adventszeit als eine Zeit der Prüfung der Bereitschaft für das Kommen von Jesus.

In Voerde fand am Samstag um 17:00 Uhr ein Konzert mit Wolf Codera (Klarinette und Saxofon),  Natalina Ebel (Harfe) und  Bernd Voss (Gitarre) in der Johanneskirche Voerde statt.

Selbstredend fing Codera mit dem Klarinettenkonzert von Mozart an, selbstredend deshalb, weil es Mozart war; der der Klarinette zu einem festen und nicht mehr wegzudenkenden Platz in jedem Orchester verhalf. Nur es war mehr, es waren Variationen und Arrangements mit der Harfe, ein Zusammenspiel zweier großer Künstler unter dem Titel : Wolf Codera trifft Natalina Ebel. Man merkte den beiden Musikern ihre Spielfreude an, die sich mit sehr viel Einfühlungsvermögen mit beiden Instrumenten in den klassischen  Melodien bewegten. Dies kam besonders hervor, als Harfe und Klarinette die Arie der Lauretta " O mio babbino caro" aus Giacomo Puccinis Oper Gianni Schicchi variierten. Es war ein wunderschönes wechselseitige Duett in dem mal die Klarinette aber auch die Harfe dominierte und damit die Singstimme einnahm. 

Es war ein sehr harmonisches Duo, welches sich dort traf. Die folgenden Stücke wurden mit der Gitarre durch Bernd Voss aus Sevilla ergänzt, es war ein bunter Weihnachtsreigen, mal besinnlich, mal heiter, aber immer der Adventszeit angemessen. Auch die Bereiche als der Jazz einzog und Arrangements von Codera und Voss vorgetragen wurden fanden ungeteilten Zuspruch beim Publikum. Es waren durchaus hörenswerte und feinfühlige  Improvisationen.
                    
Den Abschluss bildete Wolf Codera mit seiner "kleinen" Tochter, einer "jungen Frau", die hier bei uns ihren ersten Auftritt mit der Gitarre hatte, Rolf Zuckowskis In der Weihnachtsbäckerei war angesagt. Codera meets Codera.

Ein süßer Auftritt, wo eine junge Person sicherlich ihre ersten Meriten verdiente. Das Publikum war begeistert. Irgendwie kam man sich vor, wie im trauten Familienkreis der sich zum musizieren zusammengefunden hatte.

Dazu kam noch die gute Akustik der Johanneskirche, die einem ein gutes Gefühl der vorgetragenen Stückes vermittelte.

Es war eben Weihnachtszeit in Voerde, dort ist es eben immer etwas familiärer.

Die drei Blöcke wurden durch kurzweilige, nachdenkliche und besinnliche Geschichten die Pfarrer Armin Kunze vortrug überbrückt. Für Voerde ein wahrhaft schönes Adventserlebnis in der Johanneskirche. Da fiel es auch nicht so auf, dass die Harfe bedingt durch die veränderte Raumtemperatur kurz nach gestimmt werden musste. Bernd Voss hatte es da einfacher mit seiner Gitarre, die er während der einzelnen Stücke nach stimmen konnte – die hat ja auch NUR sechs Saiten.

Danach gingen wir alle über den Adventsmarkt, bewunderten den Schmied, die Filzwerkstatt oder sonstige weihnachtliche Artikel um die Johanneskirche und im Zönchen.

 


      
Am nächsten Tag fanden wir uns wieder im Kirchen-Schiff der Johanneskirche ein, welches der "Shantychor Voerde" enterte. Ein bunter Reigen von Weihnachtsliedern im Zusammenhang mit der christlichen Seefahrt wurde flott, lustig aber auch besinnlich vorgetragen.

  Der Adventszeit entsprechend trug zu Ende Anita Schöneberg ihre Wünsche der besonderen Art vor, die dem christlichen Wertekanon alle Ehre machen und die auch jeder unterschreiben konnte. Manch einen Fuß sah man zu den Melodien wippen, manche Melodie wurde leise mitgesungen und die Köpfe wiegten sich im Takt dabei.  

Zum Schluss wünschten sich alle ein frohes Weihnachtsfest und verabschiedeten sich winkend voneinander. Bis zum nächsten Konzert – mit Sicherheit in Voerde. Es war zwar schon etwas spät, das Schmiedefeuer war schon erloschen, es gab aber noch einen Apfelkuchen mit Rosinen mit einer Tasse Kaffee im Gemeindehaus.

Es war ein heimeliger Adventssmarkt rund um die Johanneskirche und im Zönchen, so wie es schon immer in Voerde war.  Voerde ist mehr als nur ein abseits gelegener Stadtteil von Ennepetal, Voerde ist Ennepetal. Wir haben eine Mitte, wir haben eine prosperierende Industrie und die Menschen die mit ihrer Vitalität ihre Traditionen bewahrt haben. Voerde gibt Ennepetal mehr als es von Ennepetal bekommt, diese Großzügigkeit sollte man jedoch nicht überstrapazieren.

Jürgen Gerhardt

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Mit viel Herzblut und Flair – Voerder Adventsmarkt 2009

Wenn die  ersten Adventsmärkte 2009 in der Region bereits Geschichte sind, stehen die Voerder in Ennepetal schon in den Startlöchern für ihren stimmungsvollen Adventsmarkt. Am 2. Adventswochenende, am Samstag 5. und Sonntag 6. Dezember  2009 ist es wieder soweit.

Rund um die Kirche und im Zönchen ist dann die Budenstadt gestellt. Über 30 Händler aus Voerde und der Umgebung bieten Süßes, Herzhaftes, Glühwein und Tee an. Sie  sind mit weihnachtlichen Geschenk- und Dekorationsartikeln, sowie handwerklich erstellten Produkten dabei. Viele Vereine beteiligen sich und alles ist im weihnachtlichen Ambiente. Dazu tragen besonders die  über 50 geschmückten Edeltannen bei, die diesem Markt ein ganz besonders weihnachtliches Flair verleihen.

Voerde möchte Sie gerne  in diese Advents- und Weihnachtsstimmung einbeziehen. Seit dieser Markt rund um die Kirche platziert ist, wird er durch seine besondere Atmosphäre als einer der Schönsten in der Region bezeichnet.


Hier das Programm:

Samstag: 5.12.2009 15:00 Uhr

Beginn des Adventsmarktes mit einem Familiengottesdienst  in der Ev. Johanneskirche, Voerde , der von den Kindern des Kindergarten Sterntaler gestaltet wird. Pfarrer Armin Kunze.

Samstag: 5.12.2009 17:00 Uhr
Das wird voraussichtlich der Höhepunkt des Tages. In der Kirche ist dann das Konzert der Extraklasse:                                 

                        Wolf Codera trifft Nathalina Ebel – Weihnachtliche Musik mit Klarinette & Harfe
                        [Karten ab € 17,00  bei Ellen Harmel, Lindenstr. 24, Voerde / Im Gemeindezentrum Voerde/ Schreibwaren Krüner im Zönchen, oder an der Abendkasse]

Bereits im vergangenen Jahr begeisterte Wolf Codera (Klarinette und Saxophon) seine Zuhörer. Nun setzt der Künstler noch ein Sahnehäubchen auf.
Die Harfenistin Nathalina Ebel, die schönste und beste Harfenistin Deutschlands ist mit  dabei.

Und noch ein musikalischer Höhepunkt. Der in Sevilla lebende Bernd Voß übernimmt an diesem Abend den Part an den akustischen Gitarren.
                                                     

Draußen dreht sich derweil für die Kleinen das Kinderkarussell und der Nikolaus verteilt, für alle Kinder die lieb und nett waren, eine Geschenktüte mit vielen leckeren Sachen.

 
In abendlicher Stimmung bieten die Stände Glühwein,  Crepes, Eierpunsch, Würstchen und Steacks vom Grill, Schwarzbier und Tee an.

Ein Leierkastenspieler sorgt für die musikalische Untermahlung.

 
Sonntag, 6.12.2009 
10:00 Uhr
                    Der Auftakt des zweiten Adventssonntages  beginnt um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst,
                                      der vom DORMA Chor gestaltet wird.

15:00 Uhr                    Die Original Sauerländer Musikanten e.V.  laden zum großen Adventskonzert ein.

17:00 Uhr                    Am Abend sind weitere Höhepunkte in und vor der Kirche.
                                      Der Shantychor singt um 17.00 Uhr weihnachtliche Seemannslieder.

                                      Und vor der Kirche spielt der Posaunenchor Oberbauer

 

Mit dabei ist auch in diesem Jahr die ev. Stiftung Lohernocken mit einer lebenden Krippe. Esel und Schafe dürfen gestreichelt werden.

Kreative Jugendliche können sich beim Kunstschmied Krenzer ihr persönliches Weihnachtsgeschenk schmieden. 


Folgende Voerder sind dabei, um Ihnen die beiden Adventstage so romantisch und stimmungsvoll wie möglich zu gestalten:

 
Voerder Kunststübchen,  Eva Faupel  [vornehmlich Deko- und Weihnachtsartikel der Firma Thun]

Schreibwaren Krüner
, weihnachtliche Bücher und Geschenkartikel

Wollwichtel, Kunstgewerbe und handwerklich erstellte Geschenke

Kindergarten  Sterntaler, Selbstgebasteltes

Anjus Kosmetikstübchen, Getränke und Kosmetikartikel

Kinderschutzbund Ennepetal, Kinderbelustigung

 

Evangelische Kirchengemeinde
,  Kaffee und Kuchen

Evangelische Stiftung Lohernocken, lebende Krippe

Kunstschmiede Krenzer,  Artikel zum Selbstschmieden

Pfadfinder Milspe
, Grillstand

Seniorenresidenz Voerde, Waffeln

Die Voerder Baugenossenschaft, Wurstspezialitäten

CVJM Voerde, Reibekuchen

Schützenverein Voerde, Fischspezialitäten

Shanty-Chor,  Glühwein und Punsch, Tombola

Blau-Weiß Voerde,
Glühwein und Verlosung

Heimatverein Voerde, Voerder Krut

Katzenglück Gevelsberg,  Getränke

Dirk Nordmeier, Hagen, Wurstspezialitäten

Carsten Muth, Ennepetal,
Getränke


Darüberhinaus nehmen Privatpersonen aus Voerde, Breckerfeld,

Hagen, und Radevormwald teil.

   

Kommen auch Sie zum fröhlichen und stimmungsvollen  Adventsmarkt nach Voerde.

 

Linde Arndt

 

Bilder vom Vorjahr: [nggallery id=67]

Start des ersten Weihnachtsmützenauflaufs in Schwelm

Integriert in eine ganze Reihe von Darbietungen auf dem diesjährigen Schwelmer Weihnachtsmarkt vom 27. – 29.11.2009, hatte sich die GSWS mit der WGS und Sparkasse Schwelm etwas Besonderes ausgedacht..

 Es erfolgte ein Aufruf zum ersten Weihnachtsmützenauflauf.

Ziel war, möglichst viele Personen zu bewegen, sich gemeinsam mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf für ein Gruppenfoto am Sonntag, 29.11.09 um 13:00 Uhr auf dem Märkischen Platz zu treffen. Die Farbe der Weihnachtsmütze spielte dabei keine Rolle. Egal ob rot, blau oder grün., alles war erlaubt. Dieses bisher wohl einmalige Zusammentreffen  Wer keine eigene Weihnachtsmütze besaß, hatte die Möglichkeit sich ein sogenanntes „Mützenpaket“ für einen Kaufpreis von 2,50 Euro zuzulegen.Hierfür erhielt man eine Weihnachtsmütze, einen Getränkegutschein und eine Teilnahmeurkunde. Die Pakete waren im Schwelmer Einzelhandel erhältlich.

Und so kamen aus allen möglichen Richtungen zunächst vereinzelt kleine und große Weihnachtsmänner zum Treffpunkt, so dass letztendlich eine Gruppe von ca 25 überwiegend weihnachtlich roter Mützenträger sich zu einer Gruppe formierten, damit die angekündigten Pressefotos geschossen werden konnten.

                                      

Die Veranstalter bedauerten, daß die Gruppe nicht die erhoffte Zahl an Teilnehmern erreichte, tröstete sich aber damit, dass es ja erst der Anfang wäre und im nächsten Jahr bestimmt mehr Personen mitmachen würden.

Da wir schon einmal in Schwelm waren, statten wir auch direkt dem Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt einen Besuch ab. Die einheitlich ausgerichteten und ansprechend weihnachtlich dekorierten  Stände und Buden boten ein reichhaltiges Programm und vermittelten trotz nicht gerade angenehmen Wetters einen kleinen weihnachtlichen Vorgeschmack.

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Linde Arndt

Mondschein-Bummel in Gevelsberg

[la] Es war nicht gerade das beste Wetter, welches man sich für den Besuch eines Adventsmarktes wünschen würde. Das bekam man so richtig in Ennepetal zu spüren, wo nur einige wenige Besucher die City aufsuchten.

Eigentlich hatte ich nicht so recht Lust, meine warme Wohnung gegen 20:30 Uhr nach dem Besuch des Adventsmarktes erneut zu verlassen um mal einen Sprung in die Nachbarstadt Gevelsberg zu machen, wo ja der "Mondschein-Bummel" angesagt war. Neugierig, da ich von den Vorjahren schon so viel Gutes gehört hatte, machte ich mich dennoch auf den Weg. Und ich habe es nicht bereut.

Wenn ich dann heute im Internetmagazin "Der Westen" lese, es wären nicht so viele Menschen da gewesen, wie in den Vorjahren, wo der Tunnel, bzw. die neue Fußgängerzone eröffnet wurden, so war mein persönlicher Eindruck – es war eine gelungene Veranstaltung.
 

   

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Mit Speck fängt man Mäuse – aber keinen Voerder!

[la]Es ist schon recht selten, dass ich aus meiner "Harmoniesucht" heraus gerate und wirklich zornig werde. Aber was da im Augenblick von der Verwaltung, bzw. dem Citymanagement gegen Voerde läuft bringt mir doch mein Blut in Wallung. Und wie ich in vielen Gesprächen der letzten Tage bei Anwohnern und Einzelhändlern in Voerde erfahren musste geht es mir nicht alleine so.

                                                                   

Da gibt es das neue Citymanagement, das alles besser machen möchte als bisher die vielen Versuche der  Händlervereinigungen. Und wenn es auch wirklich von Herzen wünschenswert wäre, dass dieses Vorhaben gelänge lassen alleine  einige Vorgehensweisen und Planungen einen gewissen Zweifel aufkommen.

Da gibt es  für 3 Jahre bewilligte € 150.000,00 (je 50.000,00 pro Jahr) um den Einzelhandel in Milspe zu stärken. Das Geld wird bisher für Aktionen ausgegeben, die für einige Tage im Jahr, nämlich wenn diese Veranstaltungen stattfinden, den Einzelhändlern  etwas zusätzlichen Umsatz bescheren. Wie gesagt, es wird Geld dafür ausgegeben (Werbung/ Gebühren/Löhne bzw. Gehälter), damit die Möglichkeit geschaffen wird, dass mehr Kunden als gewohnt bei den vorhandenen Läden einkaufen.

Von der eigentlichen vertraglichen Grundlage der GmbH, Gewinne zu erzielen, ist man noch Lichtjahre entfernt und auch steht noch kein angedachtes Konzept an, woraus man das erkennen könnte. Der Wochenmarkt sollte eine Einnahmequelle sein. Wird daher jetzt die geringe Zahl der Käufer an diesem Markt bemängelt? Muss mein Bürgermeister dafür herhalten. Hat er evtl. schon Informationen vom Marktleiter oder den Marktleuten, dass sie nicht mehr lange bleiben wollen?

Womit wird der Einzelhandel nun wirklich gestärkt? Es fehlt ihm doch die wichtigste Grundlage, ein ansprechender Branchenmix drum herum.

Wird das vom Citymanagement geplante Vorhaben überhaupt Bestand haben, wo der Haushalt der Stadt so arg sparen muss, dass selbst  schon ein Streetworker nicht mehr seinen Lohn wie abgesprochen bekommt. Kann dann weiter Geld für Aktionen und Werbung verpulvert werden, anstatt in Windeseile mit allen Händlern und Ladenbesitzern ein Grundkonzept  zu erarbeiten, das eine wirkliche Basis darstellt? Die CIMA hat viel Geld gekostet (wie immer auch unser Steuergeld) und die Aussage ist nur zu dem Ergebnis gekommen, was wir alle, sofern wir noch unvoreingenommen denken können, schon längst selbst wussten. Wenn Milspe nicht bald einen Frequenzbringer wie z. B. Berlet bekommt oder in der Lage ist Shops wie Biba, MEXX, St. Oliver usw.anzusiedeln, dann kann das Citymanagement einpacken (so die Worte von Herrn Karutz, CIMA, in der letzten Ratssitzung.

                                

Was wird – wenn der Vertrag der 3 Jahre Citymanagement GmbH überhaupt erfüllt wird – dann mit den Händlern passieren? Müssen sie alles wieder
selbst bezahlen? Beleuchtung, Standgebühren, Reinigung usw.??? Dann gibt es keine Hochglanzbroschüren mehr.

Um  aber abzulenken und ein optisch besseres Bild zu machen, möchte man die IG´s auflösen und alles in einen Pott stecken. Es wird zwar in der Ratssitzung sinngemäß getönt  "Die Einzelhändler in Milspe, die durch den Bau der Fußgängerzone so gebeutelt wurden brauchen nur in diesem Jahr keine Standgebühren für den Weihnachtsmarkt zu bezahlen. Und in den Folgejahren?

Und dann hat man Rüggeberg (z.B. mit kostenlosem Pendelbus, sicher lobenswert, aber was steckt wirklich dahinter?) und Altenvoerde mit ins Boot geholt.
Ich wusste gar nicht, dass der Fußgängerzonenumbau bis Altenvoerde ging, denn auch diese Teilnehmer brauchen keine Standgebühr zu bezahlen.

Ja und jetzt kommt das eigentlich Angedachte meines Artikels.

Das vergessene Dorf

Wem, außer jemandem der mit dem Klammerbeutel gepudert ist, kann man erzählen, man hätte Voerde leider, leider  dieses mal  v e r g e s s e n.

Als diese Gespräche geführt wurden, wäre es noch rechtzeitig gewesen eine Korrektur durchzuführen.

Voerde zahlt alles in Eigenregie (sie hätten natürlich alle flugs ihre € 500,00 bezahlen und in die GmbH eintreten können).
Voerde hätte auch den Voerder Weihnachtsmarkt aufgeben und mit inne Milspe kommen können – dann wäre keine Standgebühr angefallen.

Aber Voerde ist nicht dumm und weiß:

                                  Mit Speck fängt man Mäuse – aber keinen Voerder

Die Voerder können weiter denken und ahnen, dass das überall einzusparende Geld, dass selbst für dringend benötigte Soziale Angelegenheiten demnächst nicht mehr reichen könnte spätestens, wenn die 3-Jahresfrist des CM vorbei ist nicht mehr vorhanden ist und ihre jeweils angelegten € 500,00 sich nicht rentieren würden. Und darüber hinaus  – Voerde will nicht totgestellt werden.

Oder soll demnächst die über weite Grenzen hinaus bekannte und beliebte Voerder Kirmes demnächst auch nach Milspe verlegt werden?

Am meisten bin ich enttäuscht, weil ich mir viel von unserem neuen Bürgermeister versprochen habe, der so viel anders machen und flexibler sein wollte. Geht der Schuß jetzt nach hinten los? War das anders gemeint als ich es verstanden hatte?

"Ich kann  es  nicht ändern"  soll er vor einigen Tagen  in Voerde gesagt haben. Aber dann wären wir ja wieder bei dem, was schon immer war.

Ich gönne Milspe seinen Markt und vor allem den daran teilnehmenden Einzelhändlern vollen Erfolg, denn sie haben es wirklich verdient. Zumindest die immer aktiven wie Bücher Bäcker, Filice, Moden Deppe,Die Teeinsel, Barbara Mittag, Confiserie Kartenberg, Stiftung Lohernocken  und die anderen Teilnehmer, die bisher immer mit vollem Einsatz dabei waren.

Aber ich bin wütend, wenn so wie jetzt beim Weihnachtsmarkt Voerde mit zweierlei Maß gemessen wird. Denkt unser Bürgermeister eigentlich nicht daran, dass es die Voerder waren, die ihm zu seinem Sieg verholfen haben???????

Hier wäre es vielleicht einmal gut gewesen "über den Schatten zu springen" oder "ein Zeichen zu setzen".

 

 

Linde Arndt

ziemlich verärgert an einem Donnerstag (Markttag in Milspe)

Sich einen in die Tasche lügen in Ennepetal?

 

[jpg] Es ist immer wieder merkwürdig wenn man mit Menschen zusammen trifft die einem ein X für ein U vormachen wollen. In der Psychologie nennt man das Realitätsverlust. Keine Sorge, dieses ist nicht ansteckend. Nur irgendwann müsste es auch der letzte merken, dass die Realität eine andere ist.

Am 12.10.09 um 17:15 Uhr tagte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Witrschaftsförderung. Wir wussten nur über mehrere Tops die auf der Tagesordnung standen über die wir schon einmal berichteten. Gespannt waren wir auch auf das neue Zusammenspiel der Ausschussmitglieder.
Unser allgemeiner Eindruck vorweg. CDU, FWE und die Grünen waren irgendwie nicht im Bilde und guckten teils desinteressiert oder auch teilnahmslos in die Runde. Einzig Herr Hofmann wusste ein oder zwei  Statements zu den Themen abzugeben, was sich aber mehr oder weniger als Luftblase entpuppte.

  Zuerst möchten wir aber eines mal loswerden. Wir wissen zwar, dass wir nun eine recht arme Stadt, ähnlich wie Gelsenkirchen, sind, zwar noch keinen Nothaushalt aufstellen müssen, jedoch die Haushaltssicherung unweigerlich auf uns zukommen wird.
Aber kann es angehen, dass eine ehedem so reiche Stadt keine vernünftige Kommunikationsanlage hat? Es fehlt eine moderne Anlage mit Micros und Lautsprechern, so dass das gesprochene Wort von jedem vernommen werden kann. Unser Nachbar in Gevelsberg hat dies schon seit Jahren.
Mikros im Ratssaal Gevelsberg
   

Jedes Ratsmitglied hat vor sich ein Mikrofon stehen, womit man sich bei Bedarf zu Wort melden kann. Der Auschussvorsitzende schaltet in der Reihenfolge die Redner frei.

So ist auch ohne Problem in der Pressekabine jedes Wort vernehmbar. Gevelsberg ist arm, ich weiß, aber offensichtlich nicht so arm um ein gesprochenes Wort dem Zufall der Akustik zu überlassen.
Vielleicht kann Ennepetal ja die alte Anlage von Gevelsberg übernehmen, nachfragen kann man ja immer mal. Herr Hofmann war zumindest nicht in allen seinen Ausführungen zu vernehmen.

Nun zu der Sitzung selber:

1.    Das Bahnhofsgebäude

Hier hat die Stadtverwaltung einen "Ausschuss" gebildet der zu folgenden Einfällen kam:

Bis zum 30.4.10 gibt es ein so genanntes Vorkaufsrecht, welches die Stadt in die Lage versetzt dieses Recht auszuüben falls der Eigentümer das Gebäude veräußern würde.

Über die Nutzung hat dieser Ausschuss folgendes entschieden:

"    Konventionelle Nutzung als Bahnhofsgebäude, mit Unterstand, evtl. Toilette, Getränken, Zeitungen und Fahrkartenautomat.
"    Abriss des Gebäudes
"    Multikulturelle Nutzung durch einen privaten Verein.

Es grenzt für uns an eine Unverschämtheit, dass die Stadtverwaltung nicht mehr auf die Beine bekommen hat.

Da ist für uns erst einmal wichtig über was sprechen wir denn, nur über das reine Bahnhofsgebäude oder auch über die Nebengebäude. Das Bahnhofsgebäude alleine macht keinen Sinn, denn die Nebengebäude haben ja auch eine gewisse Ausstrahlung auf das Hauptgebäude. Man sollte dies schon als  Gesamtkomplex begreifen.

Auch kein Wort über die notwendigen Kosten für den Erhaltungsaufwand, der immens sein könnte – kaufmännisch höchst bedenklich. Die Kosten für die angestrebte Nutzung wurden auch nicht eruiert. Solch ein Gebäudekomplex aber auch das Einzelgebäude muss sich doch für einen Investor rechnen! Oder will die Stadtverwaltung  einen Investor haben, der nach zwei Jahren insolvent ist und damit das Problem wieder zurück kommt? Welche Geschäftsmodelle liegen den 3 Nutzungsmöglichkeiten zu Grunde? Ist der Stadt das egal? Hauptsache vom Tisch und damit in die Verantwortung weg? Ein bisschen mehr Kreativität und kaufmännisches Denken hätte ich der Stadt aber doch zugetraut.

2.    Weihnachts- und Adventsmarkt in Milspe.

Das Citymanagement hat hier inzwischen 45 Teilnehmer zusammen, einschließlich der IG Altenvoerde. In den nächsten Tagen werden 18.000 Flyer an sämtliche Haushalte verteilt um den Markt werblich zu unterstützen.

Auf Frage von Frau Schöneberg (SPD) musste Frau Drees zugeben, dass die Milsper Teilnehmer kostenlos an diesem Markt teilnehmen können, die Voerder Teilnehmer des Adventsmarktes jedoch Standgebühren entrichten müssen ( Wir berichteten darüber ).  Frau Drees vom Citymanagement fand das aber für sie so ok.

Eine ungleiche Behandlung der einzelnen Stadtteile wurde nicht moniert. Zu dieser Frage sollte jedoch noch in nicht öffentlicher Sitzung gesprochen werden. Klar, die Presse sollte hier nichts erfahren, hier sollte ein eigenes "Süppchen" gekocht werden.

3.    Ansiedlung Berlett

Hier ist man wie schon berichtet noch immer im Gespräch. Vor lauter Gesprächen kommt ja keiner mehr zum arbeiten. Dem Vernehmen nach, könnte Berlett aber auch für den Standort Marktkauf votieren. Die Stadt selber strebt aber die Lösung Milspe an. Aber auch hier wurden  keine Kosten für die Ansiedlung kalkuliert. Eigenleistungen der Stadt werden sicherlich im Gespräch sein und sind auch durchaus üblich.

4.    Die Fuzo "Inne Milspe"

Mit zwei Gegenstimmen wurde die Fuzo "Inne Milspe" für den Radverkehr freigegeben. Dies ergab sich, weil die übergeordnete Behörde die Voerderstrasse als Radweg ausgewiesen, die Stadt dies aber nicht in ihren Planungen berücksichtigt hatte.

5.    Das Einzelhandelskonzept der CMA durch Herrn Karutz vorgetragen.

Dies ist für uns ein "Leckerchen", zeigt es doch einmal mehr wie Stadtplanung von draußen eine ganze Stadt evtl. ins Aus befördern könnte.

a)    Da wird Voerde mal eben zu einem Nebenzentrum ernannt, obwohl perspektivisch Voerde die bessere Ausdehnungsmöglichkeiten hätte.
b)    Da werden Strukturen dargestellt die doch recht fragwürdig sind
c)    Statistische Daten werden herbeigeredet nur um Milspe als Zentrum auszuweisen.
d)    Was bei dem einen Stadtteil gut ist, wird bei dem anderen weggeredet. Eine Begründung findet nicht statt.
e)    Der zeitliche Rahmen für die Umsetzung dieses Konzeptes liegt im Ungewissen. O-Ton,man muss sehr viel Geduld haben, das geht nicht von  
        Heute auf Morgen.
f)     Es sollten Geschäfte mit Marken (Labels) angesiedelt werden um den derzeitigen Mix zu ergänzen respektive zu erweitern.

Milspe braucht noch einen kleinflächigen, heißt bis 800 qm, Handel. Zu Recht hat Herr Haas (FDP) gefragt, wo denn bitte eine Fläche von 800qm vorhanden wäre? Man müsse halt Flächen zusammenlegen, so Herr Karutz. Nur wenn man nur Geschäfte mit max. 100qm hat, wie viel Geschäfte muss man wohl zusammen legen?

Herr Berg (SPD) bemängelte die ungenügenden Begründungen. CMA spricht zwar davon, dass vieles begründet werden muss, aber die Begründungen fehlen. Bei fehlenden Begründungen könnten die Abgrenzungen verwaltungsgerichtlich angreifbar sein, so Herr Berg (SPD). So moniert Herr Berg (SPD) weiter, es fehlen Analyse, Bewertung und Zielsetzung hinsichtlich der einzelnen Stadtteile. Weiter ist es nicht hinnehmbar, warum die anderen Stadtteile keinen Status als zentraler Versorgungsbereich darstellen. Der zentrale Versorgungsbereich wird nur erklärt, ein Warum fehlt zur Gänze. So gipfelt die Forderung von Herrn Berg (SPD) in einem Antrag diesen Entwurf  "nur" zur Kenntnis zu nehmen, ihn aber in wesentlichen Punkten überarbeiten zu lassen.

Herr Bicking (FDP) fragte, in welchen Geschäften man denn Marken ansiedeln könnte, moderne Marken wie Biba, Mexx, NewYorker oder andere setzen eine Größe jenseits von 100 qm voraus. Die sind aber nachweislich nicht in Milspe verfügbar? Frau Drees wollte dies in dem nicht öffentlichen Bereich erörtern.

Auch hier sollte die Presse nicht informiert werden. Von uns wird das ganz klar als Versuch der "Kungelei" ausgelegt oder sollten hier kritische Betrachtungen unterbunden werden?

                                                        
Es sind so viele Dinge die uns als dubios erscheinen, mehr Wunschdenken als reales Erfassen von Daten. Da wird mal eben Aldi in Voerde als zentraler Nahversorger aufgeführt, Aldi und Penny in Milspe aber außen vor gelassen. Begründung: Die Hagener Strasse in Voerde ist schmaler als die Neustrasse, so in etwa. Fragwürdig sind auch die Umsätze, die das Marktkaufgelände als auch die Genossenschaft generiert. Hier wird argumentativ eine Kaufkraft aus dem Umland ausgemacht. Nur weil die beiden Bereiche auf der Grenze zu Schwelm liegen? Das ist aber doch kein Argument für Ennepetal insgesamt. Auch die unterschiedlichen Konsumenten Verhaltensweisen der Voerder zu dem Milspern und umgekehrt erscheinen irgendwie aus den Fingern gesogen.

Die Behauptung Ortsteile wie Rüggeberg, Oberbauer und Hasperbach könnten, da unter 1.600 Einwohner keine Nahversorgung erhalten, ist unseres Erachtens nicht haltbar. In Rüggeberg scheiterte der Laden deshalb, weil er konzeptionell mit dem "Ja" Billig Label des Rewe Marktes dort Fuß fassen wollte. Ein untaugliches Geschäftsmodell, voller Naivität. Dann könnte man auch in einem sozialen Brennpunkt einen Feinkostladen aufmachen.

Frau Schöneberg (SPD) fragte die Wirtschaftsförderung bzw. das Citymanagement nach den Kontaktgesprächen zu den einzelnen Labelläden. Welche wurden bis heute angesprochen und mit welchem Ergebnis? Was wurde im Hinblick der Zusammenlegung von Ladenflächen unternommen? Was wurde mit den Händlern bezüglich der Schaufenstergestaltung getan? Oder die Warenpräsentation die bei einigen im Argen ist, wurde da etwas unternommen? Die fehlende Metzgerei, als täglicher Bedarf, ist da ein Nachfolger in Sicht? Wie ist der Stand beim Brandhaus, dem ehemaligen Fischer Haus? Die ebenerdige Gestaltung in der Passage ist sehr gewöhnungsbedürftig, gibt es da eine Abhilfe?
Frau Drees vom Citymanagement hat mit den Markengeschäften gesprochen, hatte aber keine Resonanz auf ihre Gespräche erfahren. Auf Frage von Herr Bicking (FDP) wie die Markengeschäfte die Situation in Milspe denn einschätzen, wollte Frau Drees allerdings nur im nicht öffentlichen Bereich anworten.

Frau Drees quälte sich so über die Runden, wand sich hin und her und verlor sich immer wieder im Ungefähren mit Behauptungen, die sie nicht im öffentlichen Bereich zu begründen oder weiter ausführen wollte.

Liebe Frau Drees, zwei Labels die sie angesprochen haben, haben auch wir  angesprochen. Die Antwort war, trotz einer 1 jährigen Mietsubvention die wir ins Gespräch brachten, es fehlen sämtliche Voraussetzungen in Milspe um ein Investment zum Erfolg zu bringen. Nur ein Hassadeur würde in Milspe investieren.

So zog sich die öffentliche Sitzung zumindest für Frau Drees ziemlich lange hin. Die Stadtverwaltung konnte das Spiel des sich in die Tasche lügen im Beisein der Presse nicht lange durchhalten. Ein Glück das der nicht öffentliche Bereich sich anschloss, so konnte man wieder die "schönen Geschichtchen" erzählen. Und diese sind so wichtig, für unsere "Insel der Glückseligen" in der alles so ist wie man es sehen möchte.

Und was war noch? Ja die böse Presse in Person von EN-Mosaik war da, die nie diese netten Geschichten, diese Gefälligkeitsartikel, die Haus- und Hofberichterstattung raus bringt. Trösten sie sich alle, Konrad Adenauer hatte schon darunter gelitten, der hatte aber wenigsten versucht auf Pressekonferenzen die Sicht seiner Politik darzulegen. Allerdings ließ er damals auch schon mal die Journalisten von Panorama verhaften, man weiß es bis heute nicht ob das auf seine Anweisungen geschah, dass waren auch so böse Leute.

Jürgen Gerhardt

Soll Ennepetal-Voerde jetzt ausgegrenzt werden?

[jpg] Anfang des Jahres durften wir die Geburt des Citymanagement begleiten. Schon damals merkten wir, es war ein krankes Kind. Es wird es nicht schaffen erwachsen zu werden.

Eingangs durften nur die anliegenden Einzelhändler der Fuzo "Inne Milspe" für 500,– Euro Mitglieder werden. Früh merkten die Geburtshelfer, die damals nicht die Übersicht hatten (Hatten die denn die Übersicht schon einmal?), jedoch, dass nicht genügend Einzelhändler da waren. Man weitete den Mitgliederkreis auf die ganze Voerderstrasse aus. Aber auch jetzt kamen nicht genügend Mitglieder zusammen und man weitete den Personenkreis der Einzelhändler um Handwerker, Vereine und Dienstleister aus. Auch ließ man jetzt die IG Altenvoerde, wobei die Altenvoerder Einzelhändler mussten nicht bezahlen, mit ins Boot. Im April 2009 war es endlich soweit, die GmbH und Co KG wurde gegründet und mit dem Votum des Rates mit 150.000,— Euro ausgestattet, unser aller Steuergeld. Flugs wurde ein Beirat gegründet und der Vorsitzende Herr Pütz zum Beiratsvorsitzenden gewählt. Ende des Jahres wird Herr Pütz, nach unseren Informationen in einer IT Abteilung angestellt, sein Einzelhandelsgeschäft aufgeben. Jetzt ohne aktiven Beiratsvorsitzenden, der nie Einzelhändler war, bleibt er trotzdem?

Nun bis zur Wahl wurden viele kleinere Aktivitäten durch das Citymanagement auf den Weg gebracht. Alle waren jedoch unserer Meinung nach nur dazu da, dem Bürgermeisterkandidaten der CDU eine dementsprechende Bühne zu verschaffen. Zufall? Wohl kaum. Bis heute war das für uns eine wohldurchdachte Wahlkampfmaschine auf Kosten des Steuerzahlers. Denn der Erfolg war gleich Null. Wesentliche Umsätze wurden nicht generiert, neue Unternehmen wurden nicht akquiriert. Wie sollte es nun weiter gehen? Der Citygedanke oder der Gedanke in Milspe ein Zentrum zu etablieren ist noch nicht vom Tisch. Richtig man hat eine Dachmarke etabliert. Der Designer und der Drucker haben sich sicher über die Umsätze gefreut. Aber war das eine Strategie die Erfolg versprechend sein sollte? Nein, konnte sie ja auch nicht.

Milspe ist nun einmal von Discountern, Versicherungen aber auch kleinen Ladenflächen durchzogen. Dort gibt es eben keine weiteren Möglichkeiten einen ansprechenden Fachhandel zu etablieren! Anstatt aber die Strategie zu überdenken, schlägt man immer weiter mit dem Kopf gegen die Wand, koste es was es wolle. Nun hat man, nachdem man sich einen blutigen Kopf geholt hat, einigermaßen erholt und eine neue Taktik zu der von mir erkannten Strategie erarbeitet.

In den Vorjahren wurde in Milspe immer wieder versucht einen Advents-oder Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen. In der Regel konnten diese Märkte jedoch nur als peinlich eingestuft werden, wenn jemand gekauft hatte, so nur aus Mitleid. Entweder stand ein naher Verwandter oder Bekannter hinter dem Stand, dem man sich verpflichtet fühlte.  Oder man holte sich die weihnachtliche Bock- oder Bratwurst mit Pommes und Mayo dazu, es durften aber auch die weihnachtlichen Reibekuchen sein und vor allem der Glühwein, Marke Christkindel im 5 Liter Plastik Behälter.

Nun soll alles dank Citymanagement ganz anders werden. Die Bannerwerbung fängt schon drei Wochen vorher an und es wurden Hochglanzflyer (Link zum Flyer) gedruckt.  Kostet ja nichts, zahlt ja der Steuerzahler. Nicht das ich das den Veranstaltern und Ausstellern nicht gönne, denn ich weiß ja wie wenig Umsatz "Inne Milspe" durch den Fachhandel generiert wird. Auch brauchen die Aussteller, soweit ich informiert bin, keine Standgebühr oder sonstige Kosten zu tragen.  Die Kosten? Dafür steht der Steuerzahler ein. Wird eben unter Wirtschaftsförderung verbucht. Auch bezweifele ich, ob innerhalb der Stadtverwaltung für die Kosten  Auf-und Abbau, Elektroinstallationen oder sonstige Versorgung dem Citymanagement eine Kostennote ausgestellt wird.  Ich bezweifele das einmal, sehr stark. Das ganze wäre für uns nicht eine Zeile wert, weil wir das Citymanagement sowieso abgehakt haben – als Totgeburt eben. Ab und an wollten wir nur die verzweifelten Versuche, doch etwas zu bewegen, kommentieren. oder, was aber sehr unwahrscheinlich ist, einen konstruktiven Strategiewechsel vermelden. Das würde aber einen Paradigmenwechsel bedeuten, was bei den konservativen Organisatoren kaum möglich ist.Rechthaberei lässt grüßen.

Obendrein wird noch ein Shuttleverkehr nach Rüggeberg zu dem dort stattfindenden Adventsmarkt eingerichtet, was soll es. Nun Milspe und Rüggeberg sind versorgt, Altenvoerde mit seiner IG wird auch anwesend sein. Oberbauer soll zu den Ausstellern gehören. Der 1. Advent ist bald da  – offensichtlich gut aufgestellt. Ist er das?

Wenn da nicht die Ortsteile Voerde, Büttenberg oder auch Hasperbach wären.

Voerde hat seinen Adventsmarkt  immer am 2.Advent. Da ich Voerder bin, wusste ich es immer zu schätzen, wenn dieser Markt im "Zönchen" und neuerdings, noch attraktiver, um die Kirche herum sehr stimmungsvoll organisiert wurde. Er hatte einen gewissen Reiz, der dem Ortsteil Voerde angemessen war. Und da er noch obendrein gut besucht war, hatte und hat er auch die dementsprechenden Aussteller.

Diese Aussteller kamen auch von den anderen Stadtteilen gerne in unser Voerde. Nur diese Aussteller müssen Standgebühren bezahlen. Die Stadtverwaltung hatte hierfür nämlich kein Geld. Die Voerder zahlten zwar auch murrend, aber es war eben Tradition wie auch unsere Kirmes.

 

Nur wenn jetzt in Milspe alles subventioniert wird und noch Werbung und PR betrieben wird, kann man sich an den 5 Fingern abzählen, dass sich viele Aussteller überlegen ob sie noch nach Voerde kommen sollten.

Wir denken,  dass dieses darauf hinaus läuft Voerde das Wasser abzugraben um Milspe nach vorne zu bringen.
Nur was soll das? Will man hier in Voerde auch einen öden Stadtteil haben, wie man ihn in Milspe schon hat.
Sollen hier auch die ganzen Discounter rauf kommen, der letzte Metzger verschwinden oder gar die Rosine zu machen? Die Bannerwerbung und die Flyer sprechen eine eindeutige Sprache. Mit keinem Wort wird auf den Adventsmarkt in Voerde verwiesen. Wir finden das ist Absicht, um letztendlich einen ganzen Stadtteil, der noch Vitalität besitzt, ins Aus zu befördern. Sicher wird jetzt jeder unserer Ratsmitglieder sagen, nein, so ist das nicht gemeint. Nur wie anders soll man das verstehen? Und der Rat der Stadt Ennepetal? Dem ist das ganze egal,Hauptsache wir haben unseren Sitz oder auch unser Pöstchen.

Wir möchten hier und heute daran erinnern, der Rat der Stadt und die Stadtverwaltung haben ein Gleichheitsgebot und sollten Diskriminierungen andere Stadtteile unterlassen. Denn auch die Voerder, Büttenberger und Hasperbacher gehören zu Ennepetal, mit gleichen Rechten und Pflichten. Auch möchten wir daran erinnern, in Voerde sind die größten Gewerbesteuerzahler von Ennepetal die mit ihrem Dasein ein klares Bekenntnis zu Ennepetal ausgesprochen haben. Das ansprechende Niveau hier in Voerde sollte auch durch einen attraktiven Adventsmarkt erhalten bleiben. Mit gleichen Rechten und einer gleichen Aufmerksamkeit wie in Milspe. Wir wollen keine Sonderrechte, wir wollen aber gleiche Rechte in einem gemeinsamen Ennepetal.

Was soll außerdem die Vorankündigung in einer Rede des neuen Bürgermeisters, dass wohl im nächsten Jahr auch Voerde sich in den Weihnachtsmarkt Milspe integrieren würde wie jetzt bereits Altenvoerde? Muss darum in diesem Jahr von den Ausstellern in Voerde gezahlt werden, damit der Druck erhöht wird, sich dem Konzept "Milspe ist City" anzuschließen, bzw. zu beugen? Wie wird das enden? Nun,nach drei Jahren wird die Stadtverwaltung melden: Wir haben zwar keine Ahnung gehabt, aber damit haben wir alles versucht! Wie sagte Frau Drees so schön sinngemäß: Die Stadt hat doch Geld in die Hand genommen. Nur um Inhalte und Konzepte ging es nie, es ging nur um Rechthaberei und Eitelkeiten.

Falls dem Rat der Stadt und der Stadtverwaltung der Ansprechpartner nicht mehr erinnerlich ist, wir greifen gerne mit den dementsprechenden Informationen unter die Arme.

Aber ausgegrenzt werden wollen wir nicht.

Jürgen Gerhardt