„Schwimm – in Gevelsberg“, wieder in städtischer Hand

Saunalandschaft beim SchwimmInn Gevelsberg  Foto: Linde Arndt

Saunalandschaft beim „Schwimm in Gevelsberg “    Foto: Linde Arndt

[Gevelsberg, 2013-07-31] Das Sport- und Freizeitbad Schwimm in und das dazu gehörige Saunadorf werden ab dem 1. August 2013 wieder in Händen der Stadt Gevelsberg sein. In einem Notartermin am heutigen Tage sind alle Geschäftsanteile an der zeitweilig privatisierten Betreibergesellschaft vollständig auf die Stadt Gevelsberg zurück übertragen worden. Nur zwölf Tage nach dem einstimmigen Ratsbeschluss konnten die Verhandlungen zur Rekommunalisierung erfolgreich abgeschlossen werden. Das Insolvenzrisiko für den Betrieb des Bades ist damit endgültig abgewendet. Die Belegschaft, die Besucher und die das Bad nutzenden Vereine haben damit die Sicherheit, dass ihnen das Schwimm in und die Saunalandschaft ohne jede Betriebsunterbrechung erhalten bleiben. Alle Arbeitsverträge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen unverändert fort. Auch alle vor dem Gesellschafterwechsel gekauften Gutscheine und Wertkarten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Bürgermeister Claus Jacobi freut sich, dass die Zeit der Unsicherheit vorbei ist und die Stadt jetzt ein neues kommunales Management für den Badbetrieb aufbauen kann. Wie vom Stadtrat beschlossen, wird die Stadt vorläufig externe Unterstützung in Anspruch nehmen, um einen reibungslosen Betriebsübergang für die Kunden und Bürger zu gewährleisten. Zunächst für die kommenden Monate ist Dr. Michael Quell von der Aquapark Management GmbH aus Münster beauftragt, die neue kommunale Geschäftsführung beim Wiederaufbau des Badmanagements in allen organisatorischen, personalwirtschaftlichen, technischen und werblichen Belangen des Betriebsalltages zu unterstützen. Zum Geschäftsführer der Schwimm in Betriebs-GmbH hat Bürgermeister Claus Jacobi Stadtkämmerer Andreas Saßenscheidt berufen. Die Aufgaben der Gesellschafterversammlung übernimmt bis zu deren Konstituierung nach der nächsten Ratssitzung der Bürgermeister selbst. „Diese Führungskonstellation garantiert in den nächsten Wochen des Wiederaufbaus die engstmögliche Anbindung an den Verwaltungsvorstand.“, so Bürgermeister Claus Jacobi zur Begründung. Jetzt gehe es schließlich darum, vor allem das Vertrauen der Besucherinnen und Besucher zurückzugewinnen.

SchwimmInn Gevelsberg  Foto: Linde Arndt

„Schwimm in  Gevelsberg“     Foto: Linde Arndt

Als vertrautes Gesicht neben der Geschäftsführung und ihrem Berater Dr. Michael Quell wird auch die ehemalige Badmanagerin Annette Figge-Kinner den Wiederaufbau kommunaler Managementstrukturen unterstützen. Ebenfalls hat sie zunächst für die kommenden Monate Bürgermeister Claus Jacobi die Zusage gegeben, ihre Erfahrung und ihre bewährte Kommunikationsfähigkeit gegenüber allen Nutzergruppen des Bades einzubringen. Im Team von Dr. Quell wird sie in den nächsten Wochen vor allem die vielen Vorschläge und Unterstützungsangebote aus der Bevölkerung und den Vereinen analysieren, wie sie beispielsweise schon in der öffentlichen Sitzung der SPD-Ratsfraktion am 15. Juli von Bürgern und Badnutzern gemacht wurden. So stehen die Themen Damensaunatag, Frühschwimmen, Fitnesskurse, Eintrittspreise, Besuchsdauer und Werbeauftritte in den nächsten Wochen neben vielen anderen Ideen auf der Prüfliste. Am Ende soll ein neues Bad- und Marketingkonzept stehen, das dem Rat der Stadt Gevelsberg und der Gesellschafterversammlung der Schwimm in BetriebsGmbH dann im Herbst vorgestellt werden soll. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch die endgültigen personellen und organisatorischen Strukturen für das Management des Schwimm in beschlossen werden.

„Das Ziel“, so Bürgermeister Claus Jacobi, „sei jetzt wieder die klare Trendwende zum Bürgerbad. Exklusivität, so berechtigt und wirtschaftlich sinnvoll sie für die Sauna- und Wellness-Sparten auch sein könne, reiche zur Erwirtschaftung der notwendigen Umsatzerlöse allein nicht aus. Gerade bei den Besucherzahlen im Sport- und Freizeitbereich sei noch viel Luft nach oben, wie der Vergleich zu den Zahlen unter kommunaler Regie in den Jahren 2008 und 2009 zeige.

 

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