Schnellkurs: Wie bekomme ich Achtung von meinen Ennepetaler Mitbürgern

[jpg] Es war Hauptausschusssitzung angesagt, nach der Demo vor dem Kulturausschuss und nach dem Gespräch mit dem Förderverein der Musikschule. Was haben unsere Ratsmitglieder gelernt? Immerhin gehört ihnen Ennepetal ja nicht alleine und in Geiselhaft können sie die Ennepetaler nicht nehmen; denn noch sind es zu viele.

Um es kurz zu machen: Sie haben nichts aber auch gar nichts gelernt. Sie legen keinen Wert auf einen Frieden mit den Ennepetalern. Es ging und geht nicht nur um die Musikschule oder auch um die Fuzo.  Es geht um den sozialen Frieden und um eine Identifikation des Einzelnen mit seiner Stadt Ennepetal.

Wir können diese mangelnde Lernbereitschaft der 14 Millionen Truppe schön an den Themen im Hauptausschuss festmachen.

1.
Beschäftigungstherapeutisch  arbeitet sich der Bürgermeister und der Rat mit der 14 Millionen Truppe an der L 699 ab. Das ist die Straße auf der die Veranstaltung „Ennepetal auf Rollen und Rädern“ stattfinden soll. Nachdem die Behörde „Straßen NRW“ der 14 Millionen Truppe jetzt schon 3mal gesagt hatte, dass die L 699 eher eine unbedeutende Straße ist, ließ dies nunmehr auch der Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums in Düsseldorf der Stadt mitteilen.  Der Staatssekretär beauftragte auch nur einen Sachbearbeiter der dann nach Sachlage antwortete. Man lamentierte im Rat über dieses Schreiben, zumal der Schreiber der Stadt aufgab sich nach einer alternativen Streckenführung umzusehen. Gibt es ja auch, nämlich die L701 der ehemalige Hileweg. Landschaftlich genauso schön. Na ja, auch in Düsseldorf hat man kein Geld um eine unbedeutende Straße ganz neu zu asphaltieren. Wie kann die Landesregierung sich so gegenüber Ennepetal verhalten? Tztztz Da das Thema hoch gespielt wird, müssen wir die L699 sicher noch mehrfach ertragen. Ist ja auch gutes Tennis für alle.

2.
Dann kam ein Antrag, den ich unter Realitätsverlust der Antragsteller einstufen möchte. Die Bündnisgrünen möchten einen Fahrrad Service in Ennepetal einrichten. (Un) Sinn dieses Services ist gekaufte Waren in Ennepetal mit dem Fahrrad zum Käufer zu bringen. Hört sich toll an. Nur welche Waren, welche Händler? Die meisten Leute kaufen im Umfeld ein, weil es im Stadtgebiet kaum was gibt. Und wer soll den Service bezahlen? Bezahlen will man das nicht, vielmehr sollen die 1 Euro Jobber oder Harzer eingesetzt werden – kostet ja nichts. Der einzige der so etwas anstreben könnte, wäre der Marktkauf. Der würde sich sicherlich auch freuen, hätte er doch einen von der Stadt gesponserten Service zu bieten. Ist auch schon ein Name im Umlauf: Harzermobil?

3.
Die Ausgaben im Vermögenshaushalt sollen erhöht werden. Wofür? Für die Gemeindestrassen, die müssen großflächig (?) erneuert werden. Aha. Ich dachte das HSK lässt das nicht zu? Jetzt also doch? Ist das Haushaltssicherungskonzept jetzt doch nicht in Stein gemeißelt? Oder hat sich ein Ratsmitglied über ein Straßenloch aufgeregt?

4.
Die Gymnasiasten brauchen auf ihrem Sportplatz einen Unterstand. Warum? Neben einem Kunstrasen und einer Tartanbahn hatte man vergessen, dass die heutigen Gymnasiasten eher als „Warmduscher“ einzustufen sind. Denn wenn es mal regnet, müssen sie sich unterstellen, weil sie nicht so schnell in ihr Gymnasium kommen.

Die 2008 erneuerte Sportanlage hatte rund 1 Million gekostet. Man kann sich sicherlich vorstellen wie teuer solch ein Unterstand wird. Auch hier können wir in den Haushalt komischerweise eingreifen. Und die Realschule die dümpelt vor sich hin, die bräuchte echte Handwerker.



 
   

Der Leser kann hier selber sehen, man kann in den Haushalt eingreifen, wenn man nur will und wenn es bestimmten Politikern genehm ist. Die Musikschule ist den Ratsmitglieder sicher nicht genehm, gehört die dortige Ausbildung eher zu den mehr ambitionierten kulturellen Ausbildungen. Poltik braucht aber nur Menschen die nur die rudimentären Errungenschaften unserer Kultur verstehen – wie eben Frikadellen essen. Und Politik wird nur fast in Form eines „Schmierentheaters“ gemacht, wie man das an der L699 sieht. Bei „Strassen NRW“ geht es nicht nach wer am lautesten schreit oder wer am meisten schreibt. Es geht nach einem fein ausgeklügelten System wann und wie welche Straße gemacht werden soll. Es ist eben auch hier kein Geld vorhanden. Und wenn in Berlin in 2013 die 10 Milliarden Steuersenkung beschlossen werden sollte, ist eben noch weniger Geld vorhanden.

Und jetzt kommen wir zu unserem Haushalt, der ja nach den Sommerferien verhandelt werden muss oder sollte.

Vorschläge der einzelnen Parteien? Fehlanzeige!
CDU/FDP/FWE und Bündnisgrüne wollen nur keine Mehreinnahmen, so interpretiere ich das jetzt einmal. Toll!

  Die SPD will nur nicht noch mehr Einschnitte im sozialen Bereich hinnehmen. Auch toll!

Was aber nun, keine Mehreinnahmen sind oder was ein sozialer Bereich ist, ist wieder keinem klar.

Von allen Parteien wurde oder wird nichts Konkretes vorgetragen, wie im vorigen Jahr und davor auch.

So ist es dem Kämmerer vorbehalten den Haushalt 2012 irgendwie zu justieren. Da der Kämmerer ein Verwaltungsmensch ist,kann sich jeder vorstellen wie die Einschnitte getätigt werden – nach Gutdünken.

v.l.: Steinbrink / Raulef (SPD)    

Wenn es wie voriges Jahr geht, so wird der Kämmerer einen vorläufigen Haushalt vorlegen der Position für Position durchgegangen werden muss. Dabei wird dann mit Entsetzen bei der einen oder anderen Partei festgestellt, so nicht und das war es. Ein bisschen Geschrei und gut ist. Und das nennt sich politische Willensbildung? Wohl kaum. Eher buchhalterischer Haushalt im Küchenkabinett. Nur eines ist sicher, der Hebesatz der Gewerbesteuer wird unverändert bleiben. Weil es unseren Unternehmen so schlecht geht oder weil unsere Unternehmen sehen wie Politiker mit dem Geld anderer Leute nicht umgehen können?

Der Rat der Stadt könnte jetzt das Haushaltssicherungskonzept auf 10 Jahre auslegen. Tut er aber nicht. Wetten? ImGegenteil das Haushaltssicherungskonzept wird so weiter fort gesetzt.
Ach ja, es geht auch um die Zockerei der Stadt. Nun hat man sich durchgerungen und will klagen. Ob sich die Stadt Ennepetal  anderen Klägern anschließt (Sammelklage), wurde nicht bekannt.

Jetzt kommen wir nochmal zu der Musikschule und der Demo. Die Demo wurde als Ausdruck der Demokratie gelobt. Im gleichen Atemzug lobte der Rat sich selber, weil er nicht auf die Forderungen der Demonstranten eingegangen ist.

Wir haben das einstimmig beschlossen und stehen das jetzt auch zusammen durch. Warum hier kein obligatorisches Händchen halten beschlossen wurde, weiß ich nun wirklich nicht.

Es war so ein Unterton zu vernehmen: Wir im Rat hier drinnen und die da draußen! Die kriegen uns nicht klein! Tja, so macht Demokratie Spaß.

 
    v.l.: Frey (FDP)/Hüttebräucker (FWE)

Fragt sich nur bei wem. Nun, der Bürgermeister mit seinem Atlatus führt die Gespräche mit dem Förderverein. Wie wir schon dachten, Wiggenhagen will keine Öffentlichkeit dabei haben, zumindest nicht die kritische. Er ist jetzt guter Dinge mit dem Förderverein klar zu kommen. Soll wohl sein. Wir haben uns um der Sache wegen zurück gezogen.

Ach ja, die interkommunale Zusammenarbeit war in diesem Zusammenhang von Herrn Frey (FDP) angesprochen worden. Warum das nicht klappen würde, weil Schwelm so wenig Zuschuss für die Blagen raus rückt. Ach Herr Frey, warum keine Zusammenarbeit stattfindet, dass müssten sie und einige der anderen Ratsmitglieder doch wissen. Hat der Rat der Stadt  Ennepetal so ein miserables Gedächtnis? Fragen sie in einer Pause einmal ihre Kollegen, die werden ihnen sicherlich sagen, dass Ennepetal die damaligen Gespräche vermasselt hat. Und fragen sie einmal ihren FDP Kollegen in Schwelm nach der Gebührenordnung der Schwelmer Musikschule. Sie werden zu hören bekommen, die ist seit Jahren viel einfacher und auch viel höher. Und der Jeki Unterricht? Die Jeki Kinder haben schon mehrfach Konzerte in Schwelm (erstmalig 2009 !) zum Besten gegeben. Und die Musikschule? Der Unterricht wird ohne Einschränkung geführt. Tja Herr Frey, es geht halt, wenn man vernünftig miteinander umgeht und dann danach organisiert. Schwelm und Gevelsberg machen halt nicht so eine Rumpelspolitik wie Ennepetal.

  Faupel (CDU) will den Musik Unterricht bei den Hobbymusikern sehen und die festangestellten Musiklehrer weg haben, so habe ich das verstanden.

Also sind das doch Alibiverhandlungen von Wilhelm Wiggenhagen.  Und überhaupt kostet das alles zuviel für die CDU, FDP, FWE, SPD und die Bündnisgrünen.
Endlich haben wir eine Koalition der lokalen Einheit, eine Koalition der Willigen!
Schmunzeln musste ich auch bei der Einführung der Ehrenamtskarte in Ennepetal. Über 130 Kommunen und über 12.000 Ehrenamtskarten gibt es schon und landesweit gibt es über 1.700 Vergünstigungen für die Inhaber der Ehrenamtskarte. Und Ennepetal? Wir hinken wieder wie Schwerverletzte hinterher.

Walter Faupel (CDU)    

Dabei ist es auch für die Ehrenamtlichen in Ennepetal schön an die vielen Vergünstigungen in NRW zu kommen. Aber das wurde ihnen von der 14 Millionen Truppe nicht gegönnt. Der Egoismus feiert bei der 14 Millionen Truppe fröhliche Urstände. Wie wissen zwar noch nicht was wir geben, aber nehmen wollen wir schon mal.

Dann bekam ich einen Genickschlag im Jugendausschuss. Da behaupteten die beiden Ratmitglieder der beiden christlichen Kirchen doch folgendes: Sie würden das Ehrenamt um der Ehre willen ausüben, nicht um des Mammons oder des Dankes wegen.

Wer so was tut hätte das Ehrenamt falsch verstanden. Das ist richtig, wenn ich von der Seite des Ehrenamtes argumentiere und dann auch noch als Ehrenämtler. Wenn ich aber von der Seite der Gesellschaft aus argumentiere, so sollte ich den Inhabern der Ehrenämter ein großes Dankeschön aussprechen. Und so möchte ich persönlich den Leuten der Tafel auf der Lindenstrasse ein großes Danke aussprechen, für den Job den sie am Nächsten ausüben. Den Ratsmitgliedern würde ich jedoch den Dank verweigern, weil sie eben dem Amt, das eine sicherlich hohe Anforderung hat, für mich keine Ehre machen. Die pure Anwesenheit zählt bei mir nicht.

Die Einwohnerfragestunde war im Gespräch. Die Ratsmitglieder bemängelten die fehlenden Bewohner die ihnen bei ihrem Treiben zusehen sollen. Welcher Bürger tut sich so was an, zwei Stunden herum sitzen den gesammelten Unsinn anhören, immer in der Hoffnung es würde mal etwas Intelligentes oder auch Kluges kommen, und dann darf man erst drei Fragen stellen. Und diese Fragen werden dann vom Ausschussvorsitzenden gönnerhaft von oben herab unbefriedigend beantwortet. Solcherlei Bürger müssen schon masochistische Anwandlungen haben, sonst kann man das nicht aushalten.

Hüttebräucker von der FWE hatte sich auch noch einen Klops gebracht. Die Verwaltung solle doch einmal festhalten, wie viel die Beantwortung einer (SPD) Frage (und besonders die Beantwortung der Fragen von Frau Schöneberg) kosten würden. Ich stelle mir das mal vor. Ein Ausschussvorsitzender fragt: Die von ihnen gestellte Frage würde 17,20 Euro kosten. Wollen sie die Frage beantwortet haben? Ratsmitglied antwortet dann: Gibt es die Antwort auch für 15,40 Euro? Oder ein Bürgermeister macht für den Sommer ein Sonderangebot, 2 Fragen zum Preis für eine Frage. Der Rat der Stadt eine Juxbude? Sowas wollten unsere Väter sicherlich nicht.

Und dann stand wirklich ein Einwohner auf und fragte. Er wollte wissen warum an der Schule ( Welche habe ich nicht mit bekommen) geraucht werden darf und warum dann die Kippen rum fliegen? Die Antwort von Wilhelm Wiggenhagen: Zeigen sie doch die Leute an, dass ist strafbar. Das war es. Dabei mussten die Ratsmitglieder einschließlich Wilhelm Wiggenhagen mehrfach auf das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden hingewiesen werden. Erst dann wurde das rauchen einigermaßen unterlassen. Wiggenhagen war also der falsche Ansprechpartner.

Das war mal wieder ein Schnellkurs wie man sich Achtung oder Respekt erwirbt. So auf jeden Fall nicht. So kommt die Politik auf den Hund und es ist nicht verwunderlich, wenn viele gesellschaftlichen Gruppen mit der Politik nur noch das Notwendigste  zu tun haben wollen. Man nimmt die Politik nur noch mit ins Boot weil die Antragssituation es gebietet. Und warum? Weil Politiker wie die in Ennepetal den negativen Ruf der Politik begründen und die Stereotypen immer wieder bestätigen.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

Alle Fotos © Linde Arndt

Print Friendly, PDF & Email
11 Kommentare
  1. klutinchen says:

    Zu diesem Thema „Wie bekomme ich Achtung …..“ kann ich nichts schreiben, ohne vielleicht die Contenance zu verlieren.
    Aber etwas anderes findet auch mein Interesse:
    War durch Zufall auf der Internetseite der „CDU“, es war wirklich ein Zufall. Dort gibt es angeblich interessante Informationen zu dem Bürgermeisterkandidaten von Schneverdingen (NOCH Persönlicher Referent des Bürgermeisters in Ennepetal) Ich dachte vielleicht an solch ein „Tagebuch“; welches er bei seiner letzten Bürgermeisterkandidatur in der Samtgemeinde minutiös geführt und seine damaligen Gedanken so richtig interessant waren. Nichts gefunden, aber dafür einen mit ganz viel Wissen ausgestatteten Sebastian Christ (Junge Union)!!
    Wird jetzt der neue Faupel-Nachfolger großgezogen?? Man kann viel von ihm und seiner Meinung zu Ennepetal und den Ennepetaler Problemen lesen. Hat er KInder?? Wenn nicht, wird er spätestens dann – wenn er welche hat und die später dann Schulkinder sind – wegziehen von diesem Friedhof!! Auf jeden Fall möchte er einen Teil der FuZo zu einem Spielplatz aufwerten – eine grandiose Idee. Alle anderen Spielplätze werden abgebaut und die Kinder gehen in die FuZo; so wird die FuZo belebt. Und dort können dann die vielen Musikschul-/JeKi-Kinder Konzerte geben, um sich den Musikschullehrer leisten zu können. DANKE!! Für diesen Blödsinn brauchen wir keine gut bezahlten Politiker!! Das können auch ehrenamtlich die Bürgerinnen und Bürger und die sicherlich viel, viel besser!! So könnte man auch noch das viele Sitzungsgeld usw. für die Politiker sparen, man denke an das HSK!!

  2. klutinchen says:

    @redaktion
    Nein, ich habe einige Seiten der CDU Ennepetal gelesen.

    Nun habe ich mir auch noch die CDU Seite Schneverdingen mit dem Text von C.P. angetan und bin entsetzt. Das wäre dann die nächste Stadt – ich sage nur „Vision 2025“. So etwas haben wir in Ennepetal schon ansatzweise kennengelernt. Vielleicht gibt es noch in Schneverdingen Politiker, die wirklich etwas Gutes für ihre Stadt tun möchten. Hier und jetzt ist gefordert, aber doch keine Visionen. Das mit der Rhetorik, dass stimmt wirklich – studiert ist halt studiert.

  3. Frank D. says:

    @ Redaktion
    Ich habe mir den Antrag der Grünen durchzulesen,
    und mir den VELO Service in der besagten Schweizer Kleinstadt via Website angesehen.
    So ein Unsinn ist das nicht.
    Er kommt nur ca. 2 Jahre zu Spät.
    Dieser Service hat dort auch als Soziales Projekt angefangen und sich dann als Dienstleistungsunternehmen etabliert.
    Hätten die diesen Antrag vor zwei Jahren gestellt, als es den Kaiser Supermarkt noch gab und der Rewe noch nicht gekündigt hatte, wäre das eine echte Marktlücke gewesen.
    Es ist wie immer in unserer Stadt, gute Ideen kommen meistens zu Spät.
    Was mir aber auffällt, wo sind den die sogenannten „Parteien mit der Wirtschaftskompetenz “ (CDU ,FDP) ?
    Gerade von der FDP müsste doch etwas zum Thema FUZO kommen, oder ist das keine Wirtschaftskompetente Partei mehr ?

  4. Redaktion
    Redaktion says:

    @Frank D.

    Unsinn ist das sicher nicht, wenn wir noch den Einzelhandel hätten der diesen Service nutzen könnte. In der jetzigen Situation wären jedoch ganz andere Maßnahmen angebracht, die auch noch vorrangig wären.
    Dann wehre ich mich dagegen die 1 Euro Leute einzusetzen, denn damit finde ich mich mit der Situation ab, dass es keine Jobs mehr gibt. In 20 Jahren werden die 1 Euro Jobber der Kommune im Sozialbereich „zur Last fallen“, weil sie nicht genug Rente angespart haben. Übrigens die Fahrradkuriere in den Großstädten bekommen alle „gutes Geld“.
    Was jetzt angesagt ist, ist gute betriebswirtschaftliche Arbeit. Erinnern Sie sich noch an den Vorschlag der Bündnisgrünen den Elternservice in Milspe einzurichten? Was ist daraus geworden?

    Gute Ideen zum falschen Zeitpunkt und am falschen Ort.

  5. Frank D. says:

    @Redaktion
    Das die Idee des Gesetzgebers eine andere war ,als er die 1 Euro Jobs eingeführt hat, dürfte bekannt sein.
    Es ist aber mittlerweile so , und da stimme ich ihnen zu, das die 1 Euro Job’s als günstige Arbeitskräfte missbraucht werden.
    Wenn ich die Website dieses Schweitzer Unternehmens richtig verstanden habe, sind die auch damals so angefangen:
    Als Soziales Projekt für Arbeitslose und haben sich erst nachher zu einem Dienstleistungsunternehmen entwickelt..
    Dieses Unterscheidet sich zum Beispiel zu dem Einsatz der 1 Euro Arbeitskräfte am Bahnhof, die werden nie vom Bahnhof -Förderverein eingestellt werden.

    Ich vermute mal , wenn dieser Lieferservice sofort mit Festangestellten starten würde, wäre er nach einer Woche pleite.
    Denn wie ich geschrieben habe, mit Lebensmittelgeschäften sieht es in der Fußgängerzone im Moment düster aus.
    Darum geht man wahrscheinlich auf Nummer sicher , und startet als Soziales Projekt .

    Zu der Kinderbetreuung/Elternservice weiß ich nur ,was damals in der Zeitung zu lesen war.
    Die Grünen hatten dieses beantragt, und das wurde mit Mehrheit abgelehnt.
    Und ein Jahr später kam von der Verwaltung der gleiche Vorschlag ,
    und dieser wurde einstimmig im Rat angenommen.

    Was aber daraus geworden ist oder ob es dieses Angebot noch gibt weiß ich nicht?
    Aber bei der Frequentierung der Vorderstraße hätte sich dieses Angebot schon erledigt.

  6. Redaktion
    Redaktion says:

    @Frank D.

    Der Service ist nicht umsonst und ich sehe keine 1 Euro Jobber. Das Ganze spielt im Emmental einen Landkreis im Berner Land.
    Die Schweizer Grünen mit den Ennepetaler Grünen zu vergleichen verbietet sich von alleine. Beispiel: Regionale Vermarktung Ein Traum eines jeden Grünen. Die Schweizer haben dies fast ganz umgesetzt.

    Nichts desto trotz.

    In Ennepetal bleibt das Problem, weil wir keinen florierenden Einzelhandel haben. Nehmen sie mal Milspe, dort finden sie ja noch nicht einmal einen Metzger. Ein Metzger gehört aber, neben einem Bäcker und Obst- und Gemüsehändler zwingend zum täglichen Bedarf.
    Wie gesagt, es gehören jetzt ganz andere Maßnahmen in die Diskussionsrunde des Rates. Nur dafür fehlt der 14 Millionen Truppe das Wissen.

  7. Horst Rodewig says:

    Achtung und Respekt?
    Womit haben die Damen und Herren im Rat und in der Stadtverwaltung sich dies verdient?
    Ennepetal macht sich in der Region lächerlich. Und warum? Weil ein paar durchgeknallte Leute so tun als wenn sie irgendein Problem lösen könnten. Sie können nichts aber auch gar nichts lösen.
    Das einzige was Sinn machen würde, wenn der Rat der Stadt die Aufsichtsbehörde, also den Landkreis, bitten würde die Geschicke dieser Stadt in die Hand zu nehmen. Der Rat und die Stadtverwaltung richten nur Schaden in dieser Stadt an. Gerade das aber sollten sie doch verhindern.

  8. Jannik says:

    Welche Demo vor dem Kulturausschuss ?
    Nehmen Sie diesmal Bezug auf eine Veranstaltung von der ich hier nichts lesen konnte ?
    Was war da los ?

  9. klutinchen says:

    @Jannik: Hier mal nachlesen!! http://en-mosaik.de/?p=24891 http://en-mosaik.de/?p=25054

    Es ist eine ganz große Schwei ….. was mit unseren Kindern passiert, die durch das JeKi an ein Instrument herangeführt wurden und dann wird ihnen die „lange Nase“ gezeigt. Einziger Kommentar: Halt Pech gehabt! Unsere Tochter geht jedenfalls nach den Ferien Musikschule der Stadt Gevelsberg; dort gibt es wenigstens noch eine – auch mittelfristig!!! Was passiert eigentlich mit dem Fördergeld, welches die Stadt erhält?????

  10. Jannik says:

    Sorry Leute, die wollen keine Achtung und keinen respekt. Die wollen alle nur ihr eigenes Portmonaise verdicken, mehr nicht.
    Mir ist dabei egal, welchen Namen ich in der Zeitung lese. Die ist für mich sowieso nur das Klopapier von morgen. Eine gute Entscheidung bleibt in Erinnerung, die trifft aber hier keiner.
    Hier wird nur mit den Geldern im Kopf entschieden und dabei kann nichts gescheites rumkommen.

    Und erkaufen kann man sich Achtung und Respekt auch nicht, den muss man sich verdienen. Und das werden die Flachdenker und ihre Ratsvorturner nicht mehr schaffen. Zumindest nicht die aktuellen. Hoffentlich sind die bald weg. Der erste geht ja schon in die Lüneburger Heide. Der nächste Geldeinstecker (Herr der Ennepetaler Finanzen) folgt hoffentlich schnellstens und der Erste Mann der Stadt ist dann auch in 3 Jahren abgewählt. Dann werden wir alle gemeinsam hoffentlich wieder eine vernünftig für die Bürger arbeitende Stadtspitze wählen.

    In diesem Sinne, viel Spaß beim Geldkassieren, Eure Arbeit verweigert Ihr ja alle dafür.

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.