53 P.E.N.-Autoren zu Gast in der Kulturhauptstadt – Ruhr2010

[jpg] Auch im Südkreis finden Lesungen am 10. Mai 2010 statt. So werden diese Lesungen in Erinnerung an die Bücherverbrennungen der Nazis abgehalten.
Die schlimmste und dunkelste Zeit in der deutschen Geschichte, wo eine verbrecherische Gruppe Deutschland in die Barbarei führte.  Nicht nur Bücher wurden verbrannt, sondern auch wichtige und herausragende Kulturgüter, wie Bilder oder Kompositionen wurden geächtet und als entartet hingestellt. Viele dieser Kulturgüter wurden für immer vernichtet. Es war nur der Beginn, der letztendlich zu dem 2.Weltkrieg führte indem mind. 50 Millionen Menschen getötet wurden und am Ende Deutschland in Schutt und  Asche lag.
In diesem Zusammenhang gilt das vorausschauende Wort von Heinrich Heine:

"Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen."

Und damit  das nie wieder passieren kann, hat sich das P.E.N. Zentrum Deutschland mit der Ruhr 2010 GmbH in Kooperation entschlossen, im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres in allen 53 Städten Lesungen mit bekannten  Autoren zu veranstalten. Die 53 Lesungen der Schriftstellerinnen und Schriftsteller finden an ganz unterschiedlichen Veranstaltungsorten, z. B. in Stadtbibliotheken, Buchhandlungen, Schulen, Kulturzentren, Cafés, Bars, Restaurants, Schlössern oder auch in einer Zeche statt.

Im Südkreis, für Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal haben wir für EN-Mosaik die Veranstaltungen recherchiert.

In  Gevelsberg liest:

"Urs Jaeggi in der Stadtbücherei Gevelsberg" am Montag, dem 10. Mai 2010, um 19:00 Uhr.

"Prof. Dr. Jaeggi hat zahlreiche Bücher geschrieben und wird aus seinen aktuellen Romanen "Weder noch etwas" und "Wie wir" lesen.
Florian Neuer: "Der in Berlin und Mexiko-Stadt lebende Schweizer hat mit "Weder noch etwas" ein Buch geschrieben, das die deutsche Literatur in all den Jahren nicht zustande gebracht hat: ein intelligentes Stück Prosa über die Verwerfungen der Nachwende-Zeit – aus der Perspektive eines Mannes, der in der DDR als leitender Ingenieur tätig war und dessen Leben in den neunziger Jahren aus den Fugen gerät."

Genießen Sie in der Bücherei mit kleinen Köstlichkeiten des VHS – Cafés die tolle Atmosphäre der Autorenlesung. Die Bücher von Urs Jaeggi können im Anschluss mit einer persönlichen Widmung erworben werden.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr; der Eintritt ist frei -Kartenreservierung unter 02332/ 83982.

In Schwelm liest:

In Schwelm liest der Berliner Lyriker Jan Wagner am Montag dem 10.Mai 2010  ab 20.00 Uhr in der Stadtbücherei.
Der Eintritt ist frei.
Jan Wagner wurde für seine lyrischen Werke mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2002 im Künstlerhaus Edenkoben, 2004 mit dem Heinrich-Heine-Stipendium in Lüneburg und 2007 in der Deutschen Akademie Rom/Casa Baldi) den Hamburger Förderpreis für Literatur (2001), den Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis (2001), den Christine-Lavant-Publikumspreis (2003), den Alfred Gruber Preis (2004), den Mondseer Lyrikpreis (2004), den Anna-Seghers-Preis (2004), den Ernst-Meister-Preis (2005) und den ersten Arno-Reinfrank-Literaturpreis (2006)


In Ennepetal liest:

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit dem Reichenbach-Gymnasium liest die Schriftstellerin Ursula Krechel in der Stadtbücherei Ennepetal am Montag, dem 10. Mai 2010 ab 19:30 Uhr aus ihrem neuesten Buch "Shanghai fern von wo" wofür sie  2008 den  Rheingau Literatur Preis erhielt.
Die Lyrik, anfangs noch von Frauenbewegung und neuer Subjektivität, später dann häufig vom Surrealismus beeinflusst, bildet den Schwerpunkt von Ursula Krechels Werk.

Der Klappentext zu "Shanghai fern von wo"

"Da steht sie mitten in einer Restaurantküche in Shanghai und walkt den Teig, als ginge es um ihr Leben, und das tut es auch. Ein Strudel soll es werden, ein süßer natürlich, aber dann füllt sie, was noch übrig ist, mit zartem Gemüse, und auf einmal hat sie der chinesischen Küche etwas hinzuerfunden, was niemand mehr missen möchte: die Frühlingsrolle. Franziska Tausig ist eine von vielen, der Berliner Buchhändler Ludwig Lazarus ist ein anderer, und am Ende waren es achtzehntausend Juden, die seit 1938 eines der letzten Schlupflöcher noch nutzen konnten und so im fernen fremden Shanghai überlebten. Sie kamen ohne Visum und Illusionen mit einem Koffer und zehn Reichsmark in der Tasche, Anwälte, Handwerker, Kunsthistoriker, und wenn sie in dieser überfüllten Stadt und dem feucht drückenden Klima zurechtkommen wollten, dann waren Erfindungsgabe und Tatkraft gefordert. Nicht jeder war, nach dem, was hinter ihm lag und vor ihm, dazu imstande. "

 Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Stadtbücherei Ennepetal telefonisch unter 02333-979241.

Warum die Stadt Ennepetal nicht auf den geschichtlichen Kontext mit diesem Termin hingewiesen hat, ist für uns unverständlich und offensichtlich dem mangelnden Geschichtsbewusstsein geschuldet.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

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10 Kommentare
  1. Jannik sagte:

    “Warum die Stadt Ennepetal nicht auf den geschichtlichen Kontext mit diesem Termin hingewiesen hat, ist für uns unverständlich und offensichtlich dem mangelnden Geschichtsbewusstsein geschuldet.”

    ups herr gerhardt, falsch informiert ? sind sie kein leser der stadtbücherei ennepetal ? schade, denn sonst hätten sie den flyer mit allen informationen bekommen, wie auch ich, als ich mir ein buch ausgeliehen habe. kleiner tip herr gerhardt, bücher gibt es auch noch auf papier, vielleicht sollten sie die bücherei einmal besuchen, die neue bibliothekarin leistet dort tolle arbeit.
    nichts erinnert mehr an die verstaubte ehemalige leiterin, die nur auf dem alten beharrt hat. das könnte sogar ihnen gefallen. versuchen sie es einmal.

  2. Redaktion
    Redaktion sagte:

    Ich habe mir das nicht aus den Fingern gesogen. Es stand tatsächlich kein Bezug zur Bücherverbrennung in der städtischen Info.

    Nein, ich bin kein Leser der städtischen Bücherei, sondern kann noch die Bibliothek der Bergischen Uni benutzen.

  3. Jannik sagte:

    na dann herr gerhardt, sollten sie das angebot einmal nutzen. denn auf der info in papierform stand sehr wohl der hinweis auf das datum. ganz sicher, gehen sie einmal hin und fragen nach, das würde ihnen dann nur noch zur hälfte recht geben, denn im internet habe ich unter einsatz all meiner kenntnisse auch keinen hinweis gefunden.

  4. Anna Brux sagte:

    » “kleiner tip herr gerhardt, bücher gibt es auch noch auf papier, […]”

    Wow, Sie setzen das intellektuelle Skalpell an und präsentieren uns Erkenntnisse, um die wir seit Jahren ringen. Herr Jannik, auf Sie haben wir lange vergeblich gewartet! Bitte bleiben Sie uns gewogen. Ihre analytische Dynamik wird Ennepetal revolutionieren!

  5. Jannik sagte:

    das werde ich frau brux, wenn uns sonst schon die intelektuelle elite verlässt, oder nur einfach noch das sieht, was sie sehen will.
    auch wenn herr gerhardt mit vielen seiner kritikpunkten recht hat, ist er doch inzwischen im bezug auf ennepetal ein ennepetaler geworden, der nur noch sieht, was er sehen will. selbst wenn es mal positiv sein könnte, sucht er nur noch das haar in der suppe, das stört mich einfach, denn er stolpert manchmal über sein eigenes ego (so wahrscheinlich in diesem fall, wenn er diesen kommentar nicht freischaltet).

    wenn er in ennepetal wenigsten halbwegs auch mal das bisschen gute sehen würde, müsste er sich meinen hinweis nicht anlesen. nicht nur das was er zu sehen meint passiert in ennepetal, sondern auch ein bischen mehr, dabei sogar manchmal gutes…… 😉

  6. Redaktion
    Redaktion sagte:

    Hier der Text aus der offiziellen Broschüre der Stadt Ennepetal:

    “Montag, 10. Mai 2010

    P.E.N.

    Das P.E.N.-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140
    Schriftstellervereinigungen, die im Internationalen P.E.N. vereint
    sind. Die drei Buchstaben stehen für “Poets, Essayists, Novelists”.
    Der P.E.N. wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis
    gegründet und hat sich schnell weltweit als Anwalt des freien Wortes
    etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter
    Schriftsteller. Einblicke in seine Arbeit ermöglicht das P.E.N.-
    Zentrum im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres mit 53 Lesungen in
    53 Städten am 10. Mai 2010.
    Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit dem Reichenbach-
    Gymnasium liest die Schriftstellerin Ursula Krechel in der
    Stadtbücherei Ennepetal ab 19:30 Uhr aus ihrem neuesten Buch
    “Shanghai fern von wo“.
    Ursula Krechel
    Interessierte Zuhörerrinnen und Zuhörer sind herzlich eingeladen.
    Weitere Informationen erhalten Sie in der Stadtbücherei Ennepetal
    telefonisch unter 02333-979241 oder per Mail an
    buecherei@ennepetal.de.”

    Wo steht da bitte der Hinweis auf die Bücherverbrennung? Und wo bitte habe ich jetzt eine Veranlassung den Text zu verifizieren?

    Dafür nennen Sie mir aber jetzt 10 Punkte die Ennepetal auszeichnen. Verboten sind alle Punkte die der liebe Gott schon erschaffen hat. Also versuchen Sie mir einmal Ennepetal schmackhaft zu machen, tun Sie bitte einmal so als wenn Sie Ennepetal an mich verkaufen wollten.

  7. Jannik sagte:

    o.k. Herr Gerhardt, Punkt für uns beide. Wir reden über zwei verschiedene Broschüren. Sie über die der Stadt und ich über den Veranstaltungshinweis der Stadtbücherei selber.
    Also jeder zählt 5 Punkte auf.
    Wobei, eigentlich ist in Ennepetal alles schön, außer den Ennepetalern, und ich meine hier uns Einwohner und nicht die Karten des Citymanagement.
    Wenn wir alle mal ein bischen positiver unserer Stadt gegenüberstehen würden und nicht nur mekern, könnte sich hier ebenfalls etwas positives ergeben, wie in Gevelsberg beim Boulevard.
    Nur das verhindern wir alle hier, in erster Linie die Händler, die nur an den eigenen Profit denken der sie zu Millionären macht, indem wir nur auf andere schielen und zu Festen in anderen Städten fahren und darüber positiv reden, während wir in der eigenen Stadt alles schlecht reden. Und ich nehme mich hier ausdrücklich nicht aus.

  8. Redaktion
    Redaktion sagte:

    @Jannik

    Ach, lassen Sie es gut sein. Wissen Sie, mit Bürgerbeschimpfungen kommt man keinen Schritt weiter. Wenn die Ennepetaler nicht hier zu halten sind, so sollte man sich selber fragen, was ist falsch gelaufen. Und es ist sehr viel falsch gelaufen und läuft immer weiter falsch.
    Und was den Boulevard Gevelsberg betrifft, so liegen sie wieder falsch. Auch in Gevelsberg gibt es unterschiedliche Meinungen,ja sogar Streit. Nur nimmt das dort keiner persönlich, sondern schreibt das der Persönlichkeit oder dem Naturell des Anderen zu. Nach einem Streit sprechen die auch weiter miteinander. Auch ist es so, dass in Gevelsberg die Entscheider langfristiger denken und nicht auf eine kurzfristige Wirkung bedacht sind. Gevelsberg und Schwelm haben wenigsten Bürgermeister, wir sehen zu wie Wiggenhagen versucht den Bürgermeister zu finden. Die Bürgermeister von Ennepetal haben nie Ambitionen gehabt etwas aus ihrer Stadt zu machen. Ich denke sie haben nur ihre eigene Person gesehen.
    Ja, Ennepetal hat Potentiale, ohne Zweifel, aber doch nicht mit diesen Persönlichkeiten an der Spitze.

    Aber nichts desto trotz, sie konnten auch keinen einzigen Punkt über Ennepetal nennen. Und so geht es vielen. Ennepetal ist schön, so sagen alle, nur wenn es konkret werden soll, bleiben sie eine Antwort schuldig.

  9. Jannik sagte:

    Ne Herr Gerhardt, ich kann etwas nennen, dann mal los, nur für sie, denn die Ennepetaler interessiert die Stadt ja nicht (mehr):
    1. Kluterthöhle (alt aber bekannt)
    2. Hülsenbecker Tal
    3. Fußgängerzone (auch wenn fast alle ansässigen Händler das nie zu schätzen wissen werden, weil sie
    ja selber etwas tun müssten um die Leute anzulocken und das werden die nie schaffen,
    zumal sie ja jetzt auch noch alles auf das Citymanagement schieben können)
    4. sehr gutes kulturelles Leben (Kulturgemeinde, darum beneiden uns viele)
    5. Platsch

    So liebe Redaktion, meine 5 Punkte sind da. Wie sieht es denn mit Ihren aus ? Oder fehlt es Ihnen jetzt an Antworten ???? 😉

  10. Redaktion
    Redaktion sagte:

    @Jannik

    Typisch für Ennepetaler, wenn man nicht mehr weiterkommt,ändert man die Spielregeln.
    Kluterthöhle und Hülsenbecker Tal, hat der liebe Gott geschaffen.

    Also fehlen noch 7 Punkte.

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