Occupy Wall Street – Occupy Berlin! Internationaler Aktionstag

Presseerklärung von echte-demokratie-jetzt.de

Am 15. Oktober werden Menschen in Berlin auf die Straße gehen, wie auch in etwa 78 weiteren Ländern, von Australien bis Uruguay. Sie protestieren in Brüssel, Frankfurt/Main, Hong Kong, Johannesburg, New York, Rabat, Rio de Janeiro, Warschau, Zürich und zahlreichen anderen Städten gegen die ökonomische, soziale und ökologische Krise. Unter dem Motto "vereint für globale Veränderungen" treten sie für eine transparente Gesellschaft ein, an deren politischen Entscheidungen alle teilhaben können. Ihr Ziel ist die Ausbreitung einer neuen politischen Kultur mit Versammlungen für alle und mit offenen Entscheidungsprozessen.
 

Von Kairo über Madrid nach New York und Berlin

In New York besetzten viele Menschen am 17. September einen Park in der Nähe der Wall Street, um regelmäßige Versammlungen durchzuführen. Im Oktober 2011 dehnte sich die Bewegung schnell in den USA aus. In erstaunlich vielen Städten von San Francisco bis Boston und Washington fanden und finden Solidaritätsbekundungen statt.
 Die Bewegung 15M begann am 15. Mai in Spanien, inspiriert vom Arabischen Frühling und den Kundgebungen in Griechenland, Island und anderen Ländern. Von der besetzten Puerta del Sol in Madrid breitete sich die Bewegung in ganz Spanien aus und wurde in anderen Ländern aufgegriffen, zum Beispiel in Tel Aviv und in deutschen Städten wie Frankfurt/Main, Köln, Leipzig.
 
 
Aktionen in Berlin
 
In Berlin organisierten die Empörten am 21. Mai eine erste Kundgebung am Brandenburger Tor. Seitdem folgten mehrere Aktionen und Versammlungen als Teil einer internationalen Protestkultur, unter anderem am 17. September, in Solidarität mit der Bewegung Occupy Wall Street in New York. Am 20. August wurden nach einer kleinen Party Zelte am Alexanderplatz aufgeschlagen. Die Polizei verbot die Zelte, aber die Aktivisten und Aktivistinnen blieben eine Woche.
Wir sind Teil einer internationalen Bewegung. Wir sind die 99 Prozent, die auf friedliche Weise gegen Ungleichheit protestieren. Unsere offenen Gruppen werden nicht von einer politischen Führung vertreten.
 
 
Planung für den 15. Oktober in Berlin:

13 Uhr                        Neptunbrunnen (Alexanderplatz)
13-16 Uhr                  Demonstration zum Brandenburger Tor
                                   (Verlesen des Manifests)
ca. 17 Uhr                  Kanzleramt (Attac)
ab 16 Uhr                   Festival am Mariannenplatz (Kreuzberg)
                                    (live Musik, Essen, informelle politische Versammlungen, usw.)
                                    am Feuerwehrbrunnen.
 
Attac veranstaltet ab 10 Uhr eine Krisenanhörung im Grips Theater.

Links und weitere Infos:
 
www.15october.net/de
www.echte-demokratie-jetzt.de
www.15mberlin.net
www.reden.tk

 

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1 Antwort
  1. Redaktion
    Redaktion says:

    Update 14.Oktober 2011 um 21:00

    Durch die vielseitige Unterstützung gibt es nunmehr über 40 Städte in Deutschland die diese Bewegung unterstützen. Die letzte Gruppe die der Bewegung beigetreten ist, ist die Hacker Gruppe Anonymus.

    In NRW wird es morgen in Dortmund, Essen, Köln, Düsseldorf, Aachen eine Demo geben.

    News über: http://titanpad.com/15odeutschland

    Update 15.Oktober 2011 9:53h

    Berliner Erklärung

    Wir haben uns hier zusammen gefunden, um unseren Gefühlen
    von massiver Ungerechtigkeit eine gemeinsame Stimme zu
    verleihen. Dieses Gefühl der Ohnmächtigkeit gegenüber
    gewissen Gruppen unserer Gesellschaft vereint uns nicht
    nur hier und heute, sondern auch mit allen Menschen,
    die heute und zukünftig nicht dabei sein können.

    Solidarität mit den Schwächeren unser Gesellschaft
    zeichnet ehrliche Menschen aus.

    Es kann nicht sein, dass in unserer Stadt öffentliches
    Gut für ‘nen Apfel und ‘nen Ei verschleudert wird und
    die Politiker sich hinter dem Slogan „es war eine
    Notwendigkeit“ verstecken.

    Diese Politiker haben es sich in der jüngsten
    Vergangenheit zu einfach gemacht und sich bei Fragen
    der betroffenen Menschen hinter ihrer Partei und der
    jeweiligen Immunität versteckt.

    Das findet hier und heute nun ein Ende. Wer sich in ein
    Parlament hinein wählen lässt, hat die Verantwortung
    gegenüber uns Menschen nicht mit der Wahl abgegeben,
    sondern erhält diese erst damit.

    Es ist nun unsere Notwendigkeit, gegen die unsozialen
    Eigeninteressen einzelner Gruppen, die außerhalb und
    gegen unsere Gemeinschaft agieren, die Stimme der
    Vernunft zu erheben und unsere gemeinsamen Anliegen
    mit aller Kraft einzufordern.

    Wir haben keinem Politiker, keiner Partei und auch
    keinem Konzern erlaubt, die Kontrolle über unser
    aller Gemeinwohl zu erlangen und damit ihre jeweiligen
    Eigeninteressen zu befriedigen.

    Politiker,Parteien und Konzerne,beantwortet unsere Fragen:

    Wer hat euch die Entscheidung eingeräumt, unsere
    Kindergärten, Schulen und Universitäten kaputt zu sparen ?

    Wer hat euch die Entscheidung eingeräumt, die
    Sozialbindungen vieler Wohnungen in unser Stadt
    zu kündigen und damit unendlich viel Leid über uns
    Menschen kommen zu lassen ?

    Wer hat euch die Entscheidung eingeräumt, Lohndumping
    im öffentlichen Dienst zu ermöglichen ?

    Wer hat euch die Entscheidung eingeräumt, unsere Energie-
    und Wasserbetriebe zu privatisieren ?

    Wer hat euch die Entscheidung eingeräumt, über Jahrzehnte
    gewachsene Kulturzentren zu zerstören ?

    Wer hat euch die Entscheidung eingeräumt, so unmenschlich
    mit euren Mitmenschen umzuspringen ?

    Wir geben euch die Antwort :

    Ihr habt euch die notwendige Entscheidungsgewalt durch
    verachtende parlamentarische Possen angeeignet.

    Wir haben euch diese definitiv nicht gegeben.

    Ab heute werden wir euch Tag für Tag Fragen stellen
    und diese solange wiederholen, bis ihr uns unsere
    berechtigten Fragen beantwortet. Wir werden überall
    da sein, wo ihr seid und unsere Fragen klar und
    unmissverständlich formulieren und vortragen.

    Menschen von Berlin,

    übt eure Freiheit als Menschen aus und versammelt
    euch auf öffentlichen Plätzen. Schafft dort die
    Handlungsebenen, um eure Probleme, Sorgen, Nöte und
    Wünsche zu formulieren und tragbare Lösungen für euch
    gemeinsam zu treffen. Macht diese auch denen zugänglich,
    die nicht dabei sein können.

    Update 15.Oktober 2011 13:49h

    In allen Städten haben sich tausende friedlich versammelt und es werden immer mehr.
    Überall sieht man die Anons, die anscheinend viele motiviert haben.
    In Frankfurt werden z. Zt. 5.000 Leute gemeldet.

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