Man wird auch nie von der Wirtschaftsförderung enttäuscht

   

 

[jpg ] Ich gebe zu, es hat einen ziemlichen Schauer nachmittags gegeben, der die angekündigte Veranstaltung in Frage gestellt hatte. Ich zumindest hätte dafür Verständnis gehabt.

Trotzdem fuhren wir um 19:00 Uhr runter "Inne Milspe" um uns das Ganze einmal anzusehen.

Allerdings ahnte ich nichts Gutes; denn im Vorfeld kannte ich ja die Intention des Astronomiejahres. Ich kenne aber auch das Wirtschaftsförderungsamt und das nun eingegliederte Citymanagement.

 

Es hatte niemand etwas versäumt, so meine Meinung.

Was war?
Wie immer hatte das Wirtschaftsförderungsamt nichts Konkretes vorher angekündigt, weil, ja weil ihnen die Planung nicht liegt. Man arbeitet halt auf Zuruf, improvisiert und neigt dazu mit dem zufrieden zu sein was man so auf die Schnelle zusammen bekommt.

Sehen sie selber auf obigem Plakat, da wird mehr für das Citymanagement geworben als für die eigentlichen Attraktionen die "Inne Milspe" hätten stattfinden können. Die einzige Attraktion war denn auch die Clownin Lotte gewesen, die sich bei den paar Leuten, überwiegend die immer selben Verdächtigen, abmühte.
Nach Geschäftsschluss kamen auch die Politiker und BürgermeisterkandidatInnen, drei an der Zahl, und drehten ihre Runde. Runde, na, es waren so ca.20 Meter die sie einmal hin und her gingen.
Frau Baecker von der Bücherei hatte so an die 10 Personen in ihren Räumlichkeiten gebannt und sich themenmäßig auch mit der Außendekoration etwas Stimmungsvolles einfallen lassen.

Von den Einzelhändlern waren, Bücher Baecker, Feinkost Filici, Die Teeinsel, Firma Pütz mit Spielwaren, Moden Deppe, also eine handvoll vom Citymanagement, vertreten. Feinkost Filici machte seine italienischen Würstchen und Mode Deppe hatte in Zusammenarbeit mit der Firma Eisermann ein Spanferkel auf dem Grill. Bier und Wein konnte man erstehen und sich auch hinsetzten. Besucher waren so an die 30 zu verzeichnen gewesen.

Nachdem ich mich mit einigen Politikern von der SPD unterhalten hatte, hatten die auch keine Laune mehr und zogen ab. Was blieb, die gesamte CDU Riege verbandelte sich mit der IG Altenvoerder Riege.

Man war und wollte unter sich bleiben, wobei zwischenzeitlich Bürgermeisterkandidatin Sabine Hofmann eine Fraktion mit den beiden vorgenannten Riegen bildete.

Die eigentlichen Stars eines astronomischen Jahres unsere Sternwarte führte am Rande ein Schattendasein, von den vorgenannten Riegen kaum beachtet. Auch der Nabu (Naturschutzbund) stand außen vor.

Es hatte den Anschein, man wollte halt einen schönen Grillabend in der Fußgängerzone "Inne Milspe" verbringen, einmal ungestört ohne lästige Fragen, die man ja sowieso nicht beantworten könnte.

So kann man die gesamte Veranstaltung getrost als fantasielos und bieder im Sinne des Astronomiejahres einstufen, was wohl überwiegend daran lag, dass  die Werbung wie immer zu spät war und die Veranstaltung eher wie es sich für einen Kleingartenverein gehört umgesetzt wurde, "Genuss für Leib und Seele, für Groß und Klein" mehr nicht. Das Schnurrad  oder Torwandschießen fehlte noch, hat jeder Kleingartenverein. Ach ja, und das gute  neue Wiggenhagenbrot, nur echt mit dem Griebenschmalz obenauf?  Na ja, die üben ja noch.
Das Citymanagement und die Wirtschaftsförderung  haben  mich nicht enttäuscht, sie haben  mich nur bestätigt.
Um 21:00 Uhr sind wir gegangen, weil nichts mehr zu erwarten war.

Hier ein paar Stimmungsbilder.

     
   

Vielleicht klappt es ja beim nächsten mal. Bis zum 30.08.09 Kommunalwahl haben wir ja noch was hin, danach können die sich wieder im Rathaus verkriechen.
Danach? Es gibt doch die Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheide nach der GO, halt Politik von außen.

Jürgen Gerhardt

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4 Kommentare
  1. Renate Crone says:

    Ja stimmt leider. Wir waren gegen 21:00 Uhr da und sind ganz enttäuscht wieder abgezogen. Das wir überhaupt hingegangen sind verdanken wir den Tipp einer Nachbarin, die wenigstens mehr Informationen als auf dem Plakat bei der Seite der Stadt entdeckt hatte. Allerdings waren die Informationen auch erst am 1.7.09 reingesetzt worden. Dann das schlechte Wetter. Tut mir leid für die Einzelhändler die sich nach Kräften bemühen. Aber die Organisation von oben ist auch nicht besser als vorher bei Pro Milspe und den anderen Kandidaten.

    Schade.

  2. chili says:

    Ihr habt recht, organisatorisch hätte bestimmt das ein oder andere etwas “geschickter” umgesetzt werden können, doch ich denke, es ist auch wichtig, daß sich überhaupt etwas tut.
    Und wenn es “nur” ca. 30 Gäste waren, waren es doch auch 30 mehr als an normalen Tagen.

    Man hat im Leben immer 2 Möglichkeiten, auch bei “Kritik”,.
    Man kann es als “runtermachen” oder “anfeinden” ansehen oder man setzt sich hin, betrachtet die einzelnen Mängelpunkte und überlegt, ob und wie man sie beim nächsten Mal besser organisieren kann..
    Ich denke. es bestehen für Ennepetal gute Chancen, daß aus 30 Gästen einmal 300 werden.

    Das Herr Wiggenhagen laut eigener Aussage Mühe hatte, ein Plätzchen zum Sitzen zu finden, oder seine Sicherheit, daß sich für jeden der Besuch gelohnt hat, macht mich doch nachdenklich.
    Zeigen sich jetzt schon kleine “illusionäre Verkennungen” (ich konnte seine “Suche” vor Ort beobachten) und wie würden sich diese entwickeln, wenn er Bürgermeister ist?

    Zu seinem sehr wohlwollenden Bericht hätte ich wenigstens (für die nicht anwesenden) ein zutreffenderes Bild gewählt, oder gab es keins?
    Bild rechts auf seiner Hp:
    1. Tisch vor ihm: Rückbank leer, an seinem Tisch (wenn ich richtig zähle) auf 2 Bänken 5 Leute, Tisch hinter ihm: auf 2 Bänken 4 Leute.
    (http://www.wiggenhagen.de./aktuelles-details&id=18)

  3. Redaktion
    Redaktion says:

    Ich habe aber auch noch eine weitere Möglichkeit, die die meisten Ennepetaler nutzen. Ich ignoriere alles und mach mich gleich auf den Weg nach Wuppertal, Dortmund,Düsseldorf oder anderswo. Wissen Sie, diesen Satz, es wird schon werden, den höre ich seit 30 Jahren hier in Ennepetal. Die WR und WP hat fast jede Veranstaltung hochgelobt und auch die Bilder danach gemacht. Wenn Sie schreiben, sollte man zumindest nahe an der Realität schreiben, sonst verliert man das wichtigste was man als Schreiber haben sollte, die Glaubwürdigkeit.
    Was den Verantwortlichen der Stadt Ennepetal bisher fehlte, das war Druck, der sie dahin bringt die Stadt Ennepetal realitätsnah zu sehen um sodann die notwendigen Schritte für die Stadt einzuleiten. Sternenzauber war eine Alibiveranstaltung, gute Idee aber schlechte Ausführung.

    Übrigens bekommen wir hier oben in Voerde bei den diversen Nachbarschaftsfeiern, und da gab es schon drei, locker die gleiche Anzahl, und mehr, an Gästen zusammen. Ohne Citymanagement, ohne Bürgermeisterkandidaten, ohne Parteimitglieder oder ohne Interessengemeinschaften (IG).

  4. Eva Koch says:

    Also ich bin extra von Gevelsberg rübergefahren weil mein Sohn mal durch das Teleskop gucken wollte.
    War schon interessant. Obwohl, es hat mich gewundert, wie wenig Leute für solch eine Veranstaltung da
    waren. Das Wetter war inzwischen wieder einiger maßen okay. Also als echte Gevelsbergerin muss ich sagen, irgendwie haben unsere Verantwortlichen in der Stadt mehr drauf. Als wir wieder nach Hause fuhren habe ich meinen Sohn ins Bett gebracht und bin noch in unsere neue Zone. Es war Freitag Abend und da ging ohne Veranstaltung richtig der Bär ab.

    Vielleicht sollte sich Ennepetal mal mit unseren Verantwortlichen kurzschliessen. Nur wenn man liest was die und die Presse so schreiben sind die ja wohl schon hoch erfreut wenn überhaupt jemand kommt.

    Kommt doch alle einfach am Wochenende zu uns in die Mittelstraße. Da seht ihr mal den Unterschied.

    Eva

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