Kreistag ehrt ausgeschiedene Mitglieder

               
(pen)  „Eine Menge Arbeit steckt hinter dem politischen Mandat, das Sie in den letzten Jahren wahrgenommen haben. In Ihrer Freizeit galt es umfangreiche und häufig in fachchinesisch abgefasste Vorlagen zu lesen, an Fraktionssitzungen teilzunehmen und das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen.“ Landrat Dr. Arnim Brux nutzte die letzte Sitzung des Kreistages in diesem Jahr, um sich im Namen von Kreistag und Kreisverwaltung bei den 22 Frauen und Männern für ihren Einsatz zu bedanken, die dem Gremium seit der letzten Kommunalwahl Ende August nicht mehr angehören.

„Kreispolitik“, so Brux, „ist in den letzten Jahren enger an die Menschen herangerückt. Was hier im Kreistag diskutiert und beschlossen wird, greift auch mittelbar und unmittelbar in ihr Leben ein. Als Kreispolitiker haben Sie das Kirchturmsdenken hinter sich gelassen und über den berühmten Tellerrand geblickt. Sie haben sich Gedanken darüber gemacht, welche Aufgaben und Serviceleistungen der Kreis anbieten soll und wo interkommunale Zusammenarbeit Früchte tragen kann."

Besonders würdigte der Landrat das Engagement der langjährigen Kreistagsmitglieder Christel Stracke (CDU, Witten) und Dietrich Kessel (SPD, Witten). Stracke war von 1984 bis 2009 ununterbrochen im Kreistag und brachte sich dabei beispielsweise im Unwelt- und Schulausschuss ein. „Verantwortung haben Sie auch als stellvertretende Vorsitzende im Kreisausschuss und nach dem Tod von Paul Frech als CDU-Fraktionsvorsitzende übernommen“, zählte Brux weitere Verdienste auf. Auf eine 34-jährige Mitgliedschaft im Kreistag kann Kessel zurückblicken. Von seiner Mitarbeit profitierten seit 1975 unter anderem der Schulausschuss, der Ausschuss für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Verkehr sowie der Sozialausschuss. „Und“, so der Landrat, „Sie waren über Jahrzehnte auch im wichtigen Kreisausschuss vertreten und haben die SPD-Fraktion seit 1985 geleitet.“

Als Dank für den kommunalpolitischen Einsatz überreichte Brux den ehemaligen Kreistagsmitgliedern eine Neuprägung des so genannten Kölner Pfennigs sowie den Kalender „Ennepe-Ruhr 2010“.

Stichwort „Kalender Ennepe-Ruhr 2010“

Der Kalender ist ein Produkt der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr. Zu bestaunen sind 13 zur jeweiligen Jahreszeit passende DIN-A-3 Aufnahmen aus allen neun kreisangehörigen Städten. Dabei sind unter anderem das Westfälische Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen, das Ruhrviadukt in Herdecke und die Altstadt in Schwelm, das Mühlenhofmuseum in Breckerfeld, die Ruhrinsel in Witten und das Engelbertdenkmal in Gevelsberg, die Heilenbecker Talsperre in Ennepetal, das Fünf-Giebel-Eck in Wetter und die Zwiebelturmkirche in Sprockhövel. Alle Aufnahmen stammen vom Wittener Fotografen Stefan Ziese. Erhältlich ist der Kalender für 10 Euro in allen AVU-Treffpunkten sowie im Tourist & Ticket Center des Stadtmarketing Witten.

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