Ist die Politik auf den Hund gekommen?

[jpg] Landauf, landab hat man fast den Eindruck unsere Politiker sind nur Deppen, sind gar nicht in der Lage uns eine konkrete politische Forderung für die nächste Periode zu formulieren. Selbst mit der Formulierung der Leistungen der vergangenen Periode hapert es. Der Bürger und Wähler hat den Eindruck, dass unsere Politiker nur zu Sitzplatzwärmern verkommen sind. Ein "Superwahljahr" hätte es werden sollen, mit Europawahl die überhaupt nicht stattgefunden hat. Dabei hätte es auch hier Themen genug gegeben. Jetzt die Kommunalwahl in NRW, die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und im Saarland, gefolgt von der Bundestagswahl.

Im Europawahlkampf machte die FDP Furore mit der "Kunstfigur" Koch-Mehrin, die uns nebst nichtssagenden Sprüchen von allen Plakatwänden entgegen strahlte. Das ihr Arbeitseifer für Europa und für ihr Land sich in sehr geringen und überschaubaren Grenzen hielt spricht Bände für die Einstellung dieser Frau aber auch der FDP.

Nur diese Einstellung verstärkt logischerweise das negative Image unserer Politiker, was den einzelnen Politiker jedoch kaum berührt. In Thüringen, wo die CDU wahrscheinlich hohe Einbußen hinnehmen muss, kämpft der Ministerpräsident Althaus (CDU) seinen Wahlkampf, indem er versucht aus seinem Skiunfall Kapital zu schlagen. Ein Glück das der Opferanwalt die Pietätlosigkeit nunmehr unterbunden hat. Auch Sachsen hat Probleme mit dem Wahlkampf. Ministerpräsident Tillich (CDU) den die Vergangenheit eingeholt hat weiß nicht so recht wie er den Dammbruch seiner CDU noch bremsen soll. Im Saarland übt man schon einmal ob man mit der Partei "Die Linke. " nicht doch ein Bündnis eingehen sollte. Nur die SPD unter Maas hat mit der evtl. Juniorposition erhebliche Probleme. Aber kuscheln ist ja nicht verboten und kann man schon einmal proben.

Und der Bundestagswahlkampf?

Ramsauer von der CSU beklagt die "Verschlämmerung" des Wahlkampfes und mahnt Inhalte an. Denn Horst Schlämmer, die Kunstfigur mit seiner HSP(Horst Schlämmer Partei) und seinem Spruch "isch kandidiere", würde laut Umfrage, immerhin 18 Prozent bekommen. Und wenn Harpe Kerkeling noch Mario Barth in seine HSP aufnehmen würde, so käme er gar auf 28 Prozent, so das Forsa Institut. Nur Kerkeling spielt in einer anderen Liga, der Unterhaltungsliga. Ist Politik also zur Unterhaltung verkommen? Wollten das die Politiker? Da kommt uns ein Plakat der CDU gerade recht um das Dilemma der Bürger/Wähler zu verdeutlichen. Übrigens das Plakat ist echt (kein Remix) und ist noch auf der Webseite von Vera Lengsfeld zu "bewundern".

Vera Lengsfeld, die ja immerhin auch einmal in der SED war und über die Bündnisgrünen in die CDU fand, kandidiert in einem Wahlkreis für die CDU in Berlin. Und was will diese Kandidatin der CDU uns für eine politische Botschaft übermitteln?

Das die CDU uns zwei sekundäre Geschlechtsmerkmale zu bieten hat? Das die Inhalte der CDU in zwei BH´s der Größe, was weiß ich, hineinpassen? Oder sollen die sexistischen Diskussionen, die wir zu überwinden glaubten, wieder aufkommen? Das die Bundeskanzlerin noch daneben abgebildet wurde  beschädigt noch dazu das Amt des Bundeskanzlers. Ich glaube, dass interessiert Frau Lengsfeld nicht die Bohne.

Nur die Glaubwürdigkeit dieser Frau Lengsfeld und damit von Frau Merkel und damit unserer Politiker nehmen durch solche Plakate einen schweren Schaden.
Wen wundert also der Erfolg von Horst Schlämmer mit seiner HSP, mit seinem Spießertum und seiner Plattheit von politischen Aussagen. In Grevenbroich, wo Schlämmer sein zu Hause hat, hat sich der dortige Bürgermeister gar einen Schlämmerbart wachsen lassen. Denn in NRW ist ja Kommunalwahl, da muss man ja was tun.

A` propos Kommunalwahl, wir sind in Ennepetal als en-mosaik geadelt worden. Wie Herr Langhardt auf Anfrage mitteilte, gehören wir nicht mehr zu dem erlauchten Kreis der Presse und wurden aus dem Verteiler gestrichen. Warum, diese Erklärung, blieb der Pressesprecher uns schuldig. Irgendwann wolle er uns die Gründe mal mitteilen. Nun, wenn ein Presseerzeugnis von den Informationen ausgeschlossen wird, so gibt es in der Regel nur einen Grund: Uns, der Stadtverwaltung, passt ihre Berichterstattung nicht!. Das ist in China, im Iran oder auch in Myanmar so:  Missliebige Journalisten werden von der Liste gestrichen. Sicher bedauert es die Stadt Ennepetal , dass sie uns nicht ausweisen kann. Allerdings gilt auch in Ennepetal der Artikel 5 unseres Grundgesetzes, die Pressefreiheit. Oder liegt Ennepetal in China? Das fragwürdige demokratische Verständnis dieser Administration möchte ich nicht weiter kommentieren. Der Stadtverwaltung ist es offensichtlich immer noch egal welche Außenwirkung diese Stadt hat. Ich frage mich allerdings, woher kommt diese Anweisung, direkt vom Bürgermeister Michael Eckhardt oder vom ersten Beigeordneten, dem Gevelsberger Wilhelm Wiggenhagen oder gar von der CDU selber?

Nun wie dem auch sei, Journalisten, die die kritische Berichterstattung pflegen, fühlten sich nach solchen Vorkommnissen immer in ihrer Arbeit bestätigt. Herr Langhardt wollte uns auch einbestellen, nur was in solch einer Unterredung vorgetragen wird, weiß jeder der die Berichte der  "Reporters sans frontiéres" einmal gelesen hat. Übrigens Deutschland liegt auf Platz 20 mit der Umsetzung der Pressefreiheit, vor Jamaika. Warum? Weil Deutschland keinen umfassenden Zugang zu öffentlichen Informationen in 2008 hatte. Wir sagen von hier aus: Danke!

Zurück zum Wahlkampf im Superwahljahr.

Da wird mangels politischer Themen die Dienstwagenaffäre von Frau Schmidt (SPD) hoch gekocht, worüber diese dann die lamentiert, die Berichterstattung der Presse wäre unfair. Die Retourkutsche kam prompt. Da hat doch Herr Ackermann von der Deutschen Bank im Kanzleramt mit 30 ausgesuchten Freunden seinen Geburtstag feiern dürfen.  Unserer Bundeskanzlerin, Frau Merkel (CDU), sei Dank. EUR 2.100,– wurde für auswärtiges Personal aus unserem Steuersäckel beglichen. Die Kosten für die Promisause insgesamt, konnte man jedoch nicht ermitteln. Herr Ackermann sprach aber von einem sehr netten und reizenden Abend. Wem kommt jetzt nicht der Gedanke, den nächsten Kegelausflug im Kanzleramt bei Wachtelbrüstchen und sonstigen Leckereien zu buchen. Frau Merkel ist doch soooooo nett. Und Herr Ackermann der CEO der Deutschen Bank AG?
Was zeichnet ihn gegenüber den vorgenannten Kegelbrüdern aus? Nun, wenn die Politik in Person von Frau Merkel und Herrn Steinbrück nicht gewesen wäre, gäbe es einen Herrn Ackermann wahrscheinlich nicht mehr.
Denn durch die staatlichen Garantien und Kredite im Zusammenhang mit der HRE (Hypo Real Estate) und anderer Banken im Finanzsektor, wäre die Deutsche Bank von der Marktwirtschaft vom Markt hinweg gefegt worden, ähnlich wie bei den Lehmann Brothers. Auch das so genannte "Bad Bank Gesetz" kam der Deutschen Bank gelegen. So ist doch die freundliche Überlassung des Bundeskanzleramtes eine recht fragwürdige Angelegenheit.  Auch hier wird ein schiefes Licht auf die Politik und seine Akteure geworfen. Wen wundert da dieses Image.

Und Horst Schlämmer aka Harpe Kerkeling? Er sagt das dazu: Wat die nicht können, dat kann ich auch! Weisse Bescheid? Und Schätzilein. Was folgt,die Schnappatmung.

Hier ein Auftritt von Horst Schlämmer, wen würden sie von unseren Politikern dafür einsetzen?

 

            

Wir die Bürger/Wähler erwarten ja schon nicht viel, nur ein kleines bisschen Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und evtl. eine Perspektive. Ist das zuviel verlangt?
In Ennepetal, Düsseldorf,Berlin oder auch Brüssel.

Jürgen Gerhardt

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35 Kommentare
  1. EIN ENNEPETALER says:

    » Verwaltung boykottiert En-Mosaik

    En-Mosaik gehört „nicht mehr zu dem erlauchten Kreis der Presse und wurde[n] aus dem [Informations-] Verteiler gestrichen.“ – „Das fragwürdige demokratische Verständnis dieser Administration … . “

    Wer Informationen zurückhält, hat etwas zu verbergen. Was hat die Ennepetaler Verwaltung zu verbergen? Ihre Interessenkonflikte? Nun, ein Verwaltungsbeamter (WW) soll in das Amt des Bürgermeisters gehoben werden. Offensichtlich wird dieser Wunsch durch Informationen gefährdet und durch Behinderung von Berichterstattung gefördert. Informationsboykott als Notbremse?

    Eigentlich müsste der Bürgermeister (ME) eingreifen. Kann er das überhaupt? Der Noch-Bürgermeister (ME) und der Bürgermeister in spe (WW) wurden beide von der CDU als parteifreie Kandidaten ins Rennen geschickt. Täte ME das, was er tun müsste (Rücknahme des Boykotts gegenüber En-Mosaik), würde er die Wahlchancen seines anvisierten Nachfolgers (WW) mindern. Also auch hier Interessenkonflikte!

    Der Boykott gegenüber En-Mosaik verstößt gegen demokratische Spielregeln und gibt Ennepetal einmal mehr der Lächerlichkeit preis. Die Verwaltung demontiert das Image unserer Stadt!

  2. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER #1

    Was mich etwas bestürzte, ich sah da in der Sprachregelung eine Analogie zu dem damaligen Irak Regime.
    Der damalige Pressesprecher Tarik Asis benutzte auch diese Art von Sprachregelungen um missliebige Journalisten los zu werden. Weil die Journalisten ein falsches Bild des damaligen IRAK zeichneten, wurden sie von den Informationen zuerst abgeschnitten und dann ausgewiesen. Sie hätten dies verhindern können, wenn sie über den IRAK des Saddam Hussein positiv berichtet hätten.
    Ich frage mich nur ob den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung bewusst ist, was sie damit für ein Außenbild zeichnen? Es scheint hier eine gehörige Portion Angst, der „CDU Boy Group“ um Walter Faupel, Wilhelm Wiggenhagen und Michael Eckhardt, vor dem Machtverlust vorzuherrschen.
    Abgesehen davon das die Öffentlichkeitsarbeit sich überwiegend auf die Bekanntgabe von Strassenbauarbeiten und Müllabfuhrzeiten beschränkte. Der Internetauftritt der Stadt Ennepetal spricht hier eine klare Sprache.

  3. EIN ENNEPETALER says:

    > „Ich frage mich nur ob den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung bewusst ist, was sie damit für ein Außenbild zeichnen?“

    In ihrer inkompetenten Bräsigkeit nehmen sie das nicht mehr wahr. Sie blamieren sich, wo sie können. Klar, die Faupel-Connection hat blanke Angst, sie haben ja auch genügend Anlass dazu.

    Im Öffentlichen Dienst werden Mitarbeiter, die bei ihrer Arbeit Eigeninterressen verfolgen, zurückgepfiffen, versetzt, entlassen; Richter werden wegen Befangenheit ausgetauscht. Nicht so in Ennepetal! Verwaltungsleute missbrauchen ihre Befugnisse, um die Chancen ihres Wunschkandidaten zu befördern. Mit Amtshilfe kochen sie ihre eigene Suppe und sorgen für Gelächter in den Nachbarstädten.

  4. Tagwächter says:

    Das ist natürlich nicht richtig und Willkür. Gibt es denn eine Begründung?

    Aber in den verschiedenen Bloggs geht es auch zu, wie unter Hepels Sofa.

    Es wird nicht nach journalistischen Grundsätzen unterchieden:

    Berichterstattung über Vorkommnisse als reine Wiedergabe von Tatsachen oder Zitate oder Presseverlautbarungen. (ohne eigene Stellungnahme oder „Senf“)

    und getrennt davon

    Kommentare, wo jemand seine Meinung zu einem Thema sagt oder die mutmaßlichen Hintergründe aufhellt,

    oder Wünsche, wo jemand eigentlich nur seine Wünsche und Vorstellungen darstellt mit der Empfehlung, dass andere auch so zu denken haben oder so handeln sollen.

    Oder manchmal nur einfach : pöbeln.

    Das sollten mal Redakteure machen, die Rote Karte vom Verlag und den Lesen käme promt.

    Aber das ist des Anspruchs zu viel, Ist ja auch nur bloggen. Siehe IM = informeller Mitarbeiter der pöbselt gerne.

  5. Wilhelm Müller says:

    Konsequent…
    Wer sich nicht an Spielregeln hält wird ausgeschlossen.
    Man vereinbart untereinander Regeln. Das ist Konvention, das ist Demokratie.

    Ohne Frage befriedigt dieses Portal demokratische Bedürfnisse. Die Demokratie bis zu einem Maximum ausgereizt, sodass es fast an Anarchie grenzt.
    Ich darf Ihnen sagen, dass das Internet leider noch relativ rechtsfrei ist, sodass jeder frei ist, zu sagen, zu tun und zu lassen, was er will. Im Internet ist alles egal, nur leider spiegelt es sich langsam in der Realität wieder.

    Sie halten sich aber an keine „formalen Vorgaben“ wie Sie sagen, also brauchen Sie sich auch nicht an irgendwelche Codizes halten. Das meiste, was hier steht ist die Meinung (!) eines Hobby-Journalisten, der wahrscheinlich versucht irgendetwas zu kompensieren. Es ist ihr gutes Recht, keine Frage. Nur muss man manchmal die Kritik hinterfragen und kritisieren dürfen.

    Bitte stehen Sie mir das demokratische Recht auch zu.

  6. Redaktion
    Redaktion says:

    @Wilhelm Müller #6

    Wenn Ihnen etwas an den Artikeln rechtlich nicht einwandfrei ist, so steht es Ihnen jederzeit frei die Gerichte zu bemühen. Auch steht es Ihnen frei den Presserat anzurufen, der dementsprechend einschreitet.
    Man nennt das Demokratie. In einer Demokratie gilt nicht das Selbsthilferecht wie in Diktaturen.

    Auch das mit dem rechtsfreien Raum ist schlicht und ergreifend ein Märchen, es dient nur dazu die nicht genehmen Informationen zu unterdrücken. Wenn das Internet ein rechtsfreier Raum wäre, wieso hat das Amtsgericht die Klage eines Wilhelm Wiggenhagen angenommen?
    Was nun den Journalisten betrifft, es gibt keine geschützte Berufsbezeichnung Journalist, so entfällt Ihre Titulierung (Hobby) Journalist.
    Es scheint mir so, als wenn Sie von der Insel der Glückseligen, Ennepetal,noch nicht weit in die Welt gekommen sind.
    Trösten Sie sich Sie befinden sich in einer guten Gesellschaft, die immer wieder meint Ennepetal brauche keine Regeln von außen.

    Das was die Stadtverwaltung macht, dient nur der Disziplinierung eines Mißliebigen. Und das, lieber Herr Müller hat man nur in Staaten wo keine Demokratie vorhanden ist.

  7. Redaktion
    Redaktion says:

    @Tagwächter #6

    „Das sollten mal Redakteure machen, die Rote Karte vom Verlag und den Lesen käme promt.“

    Sie lesen wohl nur das Gemeindeblatt? Noch nie was von Gefälligkeitsjournalismus gehört?
    Das ist reines Wunschdenken was Sie da an den Tag legen.

  8. Redaktion
    Redaktion says:

    Um das mal klarzustellen, dieser Artikel beinhaltet nicht nur die Vorkommnisse der Stadtverwaltung Ennepetal, die mir nur ein paar Zeilen nebenbei wert waren. Im Grunde ist es doch so, die Pressestelle der Stadtverwaltung Ennepetal hatte ihren Fokus in der Regel nur auf der Herausgabe von Informationen, wie Strassenbauarbeiten, Müllabfuhr oder sonstige triviale Ereignisse gelegt. Insofern sollte jeder sich als Sprachrohr der Stadtverwaltung verstehen, Nachfragen oder Hinterfragungen waren nicht erwünscht.

  9. Wilhelm Müller says:

    Ich habe nie über Recht und Unrecht geredet. Wenn Sie darüber mehr wissen wollen, schauen Sie in die Politeia. Ich habe auch nie gesagt, dass an den Artikeln etwas rechtlich nicht einwandfrei ist. Sie müssen keine Angst haben, genausowenig wie die BILD. Ich habe auch nicht vor irgendwem bescheidzusagen.

    Wenn das Internet ein kein rechtsfreier Raum wäre, dann gäbe es auch nicht die Piratenpartei. Recht und Demokratie definiert jeder anders. Bitte. Was die Griechen als Demokratie bezeichneten würden wir als Anarchie bezeichen, oder Diktatur – wer weiß.
    Mit dem Internet aber kommt eine neue Art der Freiheit, der Willkür. Jeder kann sagen, was er will, jeder kann machen was er will. Ja eine Diktatur ist das doch irgendwie, wenn es keine Regeln und Gesetze mehr gibt und jeder mundtot gemacht werden kann. Die Diktatur jedes einzelnen eben.

  10. Hans_Becker says:

    @6 Wilhelm Müller
    Wenn ich Ihren Ausführungen folge (was nicht heißt, dass ich sie teile), möchte ich hier
    Frank:-)) und frei sagen, Ennepetal scheint prädestiniert zu sein für „Hobby“.
    Die Politiker, die zur Bürgermeisterwahl antreten, haben mir persönlich in Gesprächen gesagt, sie machten das ja eigentlich als „Hobby“ (nicht falsch verstehen, es geht nicht um die Wahl zum Bürgermeister/Bürgermeisterin, sondern ihre bisherigen politischen Tätigkeiten).

    Die Ratsleute ließen ebenfalls verlauten, es wäre „Hobby“.
    Sie werfen dem Blogbetreiber hier vor, seine Arbeit wäre „Hobby“. Gibt es in Ennepetal denn noch was
    Professionelles? Sagen Sie jetzt bitte nicht WW. Sie haben selbst mitbekommen, dass er auch in den Reihen der CDU Mitglieder nicht als das Sahnehäubchen angesehen wird.
    Ich schätze Ihre Bemühungen hier und anderen Orts durchaus, da Sie sich wirklich engagieren und Demokratie einen großen Stellenwert darstellt. Aber wäre es Ihnen lieber, alles wäre wie immer schön geredet worden. In Watte gepackt wie bei Merkel und Steinmeier?

    Warten wir doch, wie Sie selbst gerne sagen, erst einmal den Sonntag ab. Ich rechne mit großen Überraschungen. Und Sie, Wilhelm Müller :-)), womit rechnen Sie?

    Hans Becker

  11. Redaktion
    Redaktion says:

    Da ja in Ennepetal bei vielen Leuten der Printmedien bezüglich des Berufes eines Journalisten ein Informationsdefizit herrscht, stelle ich einmal die gängige Definition hier ein.

    Zitat:„Ein staatlich festgelegtes Berufsbild wie für andere Berufe gibt es im Journalismus nicht. Auch die Berufsbezeichnung „Journalist“ ist ungeschützt. Das hängt zusammen mit der Interpretation des Grundgesetz-Artikels 5. Demnach hat jede/r das Recht, eine Meinung in Wort, Bild und Schrift zu verbreiten – also auch journalistisch tätig zu werden. In aller Regel wird daraus (allerdings nicht unumstritten) abgeleitet, dass die journalistische Tätigkeit von keinen bestimmten Voraussetzungen abhängig gemacht werden darf, auch nicht von einer vorgeschriebenen Ausbildung.“

  12. Tagwächter says:

    Als intensiver Beobachter seit mehreren Jahrzenten kenne ich alles in Ennepetal sehr gut. Na, wenn ich denn Ehrennachtächter werde, wird meine kritische Tagwächtereigenschaft auch verblassen. Ich versuche mich ja schon anzupassen, obwohl ich keine Vorfahren auf dem VoerderFriedhaf habe. Aber ich bin schon ganz Voerder geworden. Befähigt mich das zum BM, ach das geht ja nicht mehr. Vom Beobacher zum Handelnden. Nein Danke!!!!

  13. Wilhelm Müller says:

    Gut… Den Beruf des Journalisten hat jetzt jeder verstanden…

    @Hans Becker

    Ich glaube, dass Mrs Schöneberg und Mr Wiggenhagen das alles unter sich ausmachen. Die Frau Schöneberg hats rhetorisch drauf, besser scheint da nur noch der Herr Faupel. Deshalb wahrscheinlich SPD. Nicht zuletzt rechnet sie selbst mit 36% (oder so). Eigentlich keine Überraschung, denn wer die gleiche Schiene, wie der Eckhardt fährt kann nur gewinnen. Im gegensatz zum letzten Mal sehr gut vorbereitet.
    Mich würde es nicht wundern wenn Mr. Wiggenhagen gewinnen würde. Vielleicht zieht er dann zurück nach Ennepetal (der Breckerfelder Bürgermeister ist übrigens Ennepetaler)!
    Unter den jungen kann ich oft Einverständnis mit den grünen vernehmen.

    Ein wunder wäre der Völlmecke, aber naja… darüber wollen wir nicht reden.

    Letzendlich knappes Rennen zwischen den Favoriten. Überraschungen wird es aber keine geben.

  14. Redaktion
    Redaktion says:

    @Wilhelm Müller #14

    Darf ich das jetzt so verstehen, dass Ihnen das Image der Politiker egal ist?
    Hauptsache Ihr Favorit gewinnt. Wie die Bürger/Wähler zu den Politikern stehen ist vollkommen schnurz.
    Denn die Bürger/Wähler sind es ja selber Schuld, sollen Sie doch andere wählen, die es nicht gibt.

    Ob wir Deppen in irgendeinem Amt haben, soll doch egal sein, ob wir wählen gehen ist auch egal, ob sich jemand für Politik interessiert ist auch egal, Hauptsache den Vorgartenzwergen geht es gut?

  15. Tagwächter says:

    Der Bürgermeister von Breckerfeld ist zwar ein Ennepetaler, aber er ist mit der Seele in Breckerfeld. Er macht eindeutig Breckerfelder Politik und vertritt Breckerfelder Interessen. Im Gegenteil er nutzt seine Ennepetaler Funktionen zu Gusten von Breckerfeld. Keiner kümmert sich darum, warum auch, er gehört ja auch der CDU an. Übrigens ein Ennepetaler Adrian CDU kandidiert in Gevelsberg für die CDU. Irgendwie über die Bürger hinweg. Ein Ennepetaler ist Breckerfelder Bürgermeister, ein Gevelsberger will Ennepetaler Bürgermeister werden und ein bei der Stadt Ennepetal beschäftigter Beamter Adrian will in Gevelsberg Bürgermeister werden. Verkehrte Welt!! oder alles gut abgesprochen??? Und wir sind die Deppen, nicht war IM, Sie IM kennen doch die Zusammenhänge.
    Übrigens über Jouralisten braucht mich keiner aufklären. Redakteur ist allerdings nicht jeder und die wissen viel mehr als sie sagen. Leider!!

  16. EIN ENNEPETALER says:

    @ 7 Redaktion

    > „Wenn Ihnen etwas […] Selbsthilferecht wie in Diktaturen.“

    Respekt! Eine starke, richtige Äußerung, die ich voll unterstütze und die auch von Ihren Lesern und Blogg-Kommunikations-Partnern uneingeschränkt unterstützt werden wird.

    In den Beiträgen Tagwächter 5ff waberte viel Adrenalin über die Tastaturen. Es gibt etliche hanebüchene Thesen, die geradezu nach Argumentation schreien, eine Arbeit für mehrere Tage.

    > (6 Müller) „Das meiste, was hier steht ist die Meinung (!) eines Hobby-Journalisten, der wahrscheinlich versucht irgendetwas zu kompensieren.“
    Sie haben das elegant aufgegegriffen, ich sage es (bezogen auf Müller) deutlicher: Holde Einfalt! Eine tiefenpsychologisch ambitionierte These, die ihren Verfasser bloßstellt …

    Ein weiteres Schmankerl, die Müllersche Platon-Rezeption, oh Gott! „Recht und Unrecht“ – „Was die Griechen als Demokratie bezeichneten würden wir als Anarchie bezeichen, oder Diktatur – wer weiß.“ Lieschen im VHS-Philo-Kurs würde feuchte Augen bekommen.

    „Wenn das Internet ein kein rechtsfreier Raum wäre, dann gäbe es auch nicht die Piratenpartei.“ Es gibt die Piratenpartei, weil Firmen, staatl. Institutionen unkontrolliert private Daten sammeln – so ist es richtig. Müller schnappt irgendwo ein bisschen was auf, dringt aber zu den übergreifenden Zusammenhängen gedanklich nicht vor.

    „Demokratie definiert jeder anders.“ Auch wenn man sich zu Grundrechten und Verfassung bekennt?

    „Ja eine Diktatur ist das doch irgendwie, wenn es keine Regeln und Gesetze mehr gibt und jeder mundtot gemacht werden kann.“ Was soll man dazu sagen?

    … und unserer Tagwächter? Egon Franke hätte seine helle Freude. Ein „Kanalarbeiter“ erobert das Internet. Oder ist es ein fake?

    Wenn solche Denkmuster auf einen Internet-Blogg stoßen, gibts Probleme – unweigerlich.

  17. Dr. Ingo Mehner says:

    Noch einmal.
    Wahlbeteiligung 50 +- 5%.
    Schöneberg 50 +- 5%.
    Wiggenhagen 5% weniger als die CDU.
    Dr. Ingo Mehner, der in Ennepetal und Schwelm arbeiten, aber seine persönlichen Steuern nicht mehr in Ennepetal zahlen wird.
    Weshalb auch?
    Jedenfalls werden in Ennepetal alle Besserwessie Prognosen daneben liegen. Sie denken halt schon wie die geflüchteten Ossies. Landesweit FDP und die Freien Wähler.
    Der Zeitungsschreiber selbst ist wirklich zu beklagen.
    Gar öfters weiß er nichts und oft darf er nichts sagen (Goethe).

  18. Redaktion
    Redaktion says:

    @Tagwächter #19

    Lassen Sie uns an Ihren geistigen Leistungen doch teilhaben, überfordern Sie uns aber bitte nicht.

  19. Jannik says:

    So, nun befasst sich die Aufsichtsbehörde (so heisst das Innenministerium im Amtsdeutsch wirklich) mit Herrn Langhards Verhalten.
    Traf ich doch gestern zufällig jemanden, der dort arbeitet, nur das ich das nicht wusste. Er war auch mal Ennepetaler, wohnt aber nun berufsbedingt in Düsseldorf. Wir redeten über dies und das, und dann auch den Wahlkampf. Dabei habe ich ihm erzählt, dass nun auch Internetblogbetreiber die Pressemitteilungen erhalten, zumindest teilweise.
    Er fragte nach den Hintergründen, und wir haben uns gemeinsam auf seinem LapTop Ihren Blog und auch den noch berücksichtigten Blog von Frau Nachbarin angesehen. Er konnte das Verhalten eines Herrn Langhard nicht verstehen, und fragte sich und mich, warum eine Stadtverwaltung so viel Angst vor einem privaten Blogbetrieber habe. Sie, Herr Gerhardt, würden wohl kräftig in der Sch***e rühren und die Verwaltung, mit den bisherigen Entscheidungsträgern Michael Eckhardt, Herrn Wiggenhagen und Herrn Langhard hätten Angst, dass Sie noch etwas aufdecken würden. Zudem seien sie alle nicht kritikfähig. Letztlich ist es wohl rechtlich ausgesprochen bedenklich, dass sich ein Bürgermeisterkandidat der öffentlichen Verwaltung in der er arbeitet für seine Wahlziele bediene. Das werde er auf alle Fälle einmal prüfen.
    Soweit die Aussage eines Mannes, der dieses Geschäft sehr gut kennt und die Ennepetaler Verhältnisse nun aufgeschaltet hat.
    Herzlichen Glückwunsch Stadtverwaltung Ennepetal, wenn er nur Ansatzweise das macht, was er mir alles an Möglichkeiten aufgezählt hat, dann haben sie im Rathaus echte Probleme und keine hausgemachten mit nicht passenden Internetblogs wie bisher.

    Jannik

  20. Wilhelm Müller says:

    @Jannik

    Ok, ich gebe zu, dass mein Vergleich etwas anachronistisch war, aber was ich eigentlich sagen wollte ist, dass die Grenzen, wo, wer, was, wie machen kann, doch gar nicht scharf abgesteckt sind. Dazu gibt ja Juristen, die unter sich ausmachen, wie welches Verhalten, gemessen auch irgendwelchen Gesetzestexten zu interpretieren ist etc….

    Aber wenn Sie wollen, dann setzte ich mich in eine Demokratie- oder Rechts-Vorlesung und in einem halben Jahr reden wir dann weiter ok?

  21. Redaktion
    Redaktion says:

    @Jannik #21

    Ich habe hier noch den Spruch der Bücherverbrennung vom 10.05.33.
    Als die Studenten damals die Werke von Tucholsky und Ossietzki, beide übrigens (Hobby)Journalisten, in die Flammen warfen, sagten sie:

    „Gegen Frechheit und Anmaßung, für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist! Verschlinge, Flamme, auch die Schriften von Tucholsky und Ossietzky!“

    Deshalb fühlte ich mich auch von der Ennepetaler Stadtverwaltung und der Gruppe Faupel,Eckhardt und Wiggenhagen geadelt.

  22. Redaktion
    Redaktion says:

    @Wilhelm Müller #23

    Wer soll denn Ihrer Meinung die Grenzen definieren?

    Wenn es um den Artikel 5 des GG ging hat das Bundesverfassungsgericht der Meinungsfreiheit im Zusammenhang mit der Politik immer sehr große Spielräume gegeben. Das hat auch seine geschichtlichen Hintergründe.
    Wenn die Meinungsfreiheit so „eng“ definiert würde, wie einige Politiker es gerne sehen, hätte eine Watergate Affäre niemals aufgedeckt werden können, die ja letztendlich zum Rücktritt eines Präsidenten führte. Auch die Spiegelaffäre in unserer Republik, die auch einen Angriff auf unseren Artikel 5 des GG darstellte, endete mit einem Rücktritt. Immer mal wieder versuchte und versucht die Politik die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit einzuschränken, was aber immer kläglich scheiterte. Warum wohl?

    Das Internet als rechtsfreien Raum ohne Regeln zu diffamieren,zeugt von der größtmöglichen Ignoranz.

    Zu einem Zeitpunkt wo unsere Politiker noch nicht wussten wie Internet geschrieben wurde, wurde mit der RFC 1855 erste freiwillige Regeln durch die User aufgestellt. Und diese RFC wurden immer weiter entwickelt. Sollten die User auf unsere Politiker warten, bis die uns Regeln gaben. Auch beim Copyright wurden Neuerungen eingeführt. Es gibt heute ein Creativ Copyright, ein Regelwerk bei denen sich die Politiker eine Scheibe abschneiden können.
    Das chaotische am Internet ist doch nur für die Politiker die Geschwindigkeit mit der Informationen verbreitet werden. Wenn heute ein Politiker in München etwas ablässt, ist das Sekunden später in Hamburg und in der ganzen Republik bekannt. Das Microblogging hat die Situation für die Politiker nochmals verschärft. Jetzt weiß der einzelne Politiker nicht einmal mehr, ob sein Gegenüber gerade eine SMS an seine Frau oder eine Nachricht per Twitter auf einer Seite veröffentlicht.

  23. EIN ENNEPETALER says:

    » Talent-Verschiebebahnhof «

    (1) ein Ennepetaler (CDU-) BM in Breckerfeld
    (2) ein Ennepetaler (CDU-) BM-Kandidat in Gevelsberg
    (3) ein parteil. Gevelsberger (CDU gestützter) BM-Kandidat in Ept.

    Was leert uns das?

    U.a. wurde mal die Frage gestellt: „alles gut abgesprochen?“ Bei (1) und (2) könnte ich mir vorstellen, dass sie in der Ennepetaler CDU-Talentschmiede wegen ihrer Qualifikation suspekt wurden, dem Alphatier zu clever waren, und deshalb mit ihrem Engagement emigrierten.

    Was (3) angeht, scheint es komplizierter zu sein. (1) u. (2) hauten ab, aber was bewog die CDU-Talentchmiede, gerade Wilhelm zu holen? Rückführung eines emigrierten Ennepetalers in seine Heimatstadt?

  24. Redaktion
    Redaktion says:

    @EIN ENNEPETALER #25

    Palomba sollte ja auch als Bürgermeister exportiert werden.
    Gilt das?

    Ennepetal die Kaderschmiede für glücklose Bürgermeisterkandidaten?

  25. EIN ENNEPETALER says:

    Die Palomba-Episode kenne ich nicht.

    Wenn sie auch zu „Politik auf den Hund“ passt, bitte ich um knappe Information.

  26. Jannik says:

    Naja, das war ja dann wirklich undankbar für Herrn Palomba. Was viel schlimmer für ihn ist, dass er weiter im Dorf Ennepetal arbeiten muss. Dagegen ist Horneburg ja schon aussichtsschöner. Und er wäre Bürgermeister und nicht im Filz der Ennepetaler Verwaltung gefangen………..

    Stimmt es eigentlich, dass er einmal in der SPD war und dort seine parteipolitische Ausbildung genossen hat, bevor der Wind die Richtung wechselte ?

  27. EIN ENNEPETALER says:

    » Frage «

    > Informationsboykott gegenüber En-Mosaik

    Gibt es zu diesem Thema (seit dem 26.08.09) etwas Neues? Meine Frage bezieht sich auf die Stadtverwaltung (Langhard) und auch auf angebliche Reaktionen in DD, von denen in @ 21 Jannik berichtet wurde. Zu DD würde mich auch interessieren, ob die angeblichen Reaktionen möglichlicheweise auch aus anderen Quellen bestätigt werden können.

    —————————————————————————————-

    > @ 1 EIN ENNEPETALER
    http://en-mosaik.de/?p=6231#comment-896

    > @ 4 EIN ENNEPETALER
    http://en-mosaik.de/?p=6231#comment-903

    > @ 21 Jannik
    http://en-mosaik.de/?p=6231#comment-923

  28. Redaktion
    Redaktion says:

    @Ein Ennepetaler

    Nein, ich weiß nichts neues zu vermelden. Die Stadtverwaltung, die Presseabteilung, wird das auch einfach totschweigen. Das ist nun einmal in einer dörflichen Gemeinschaft so.
    Auf der anderen Seite bekommen ich jetzt die ersten Pressemeldungen, regional und überregional und muss mich jetzt etwas umorientieren.

  29. EIN ENNEPETALER says:

    Redaktionslinie von En-Mosaik

    En-Mosaik wird seinen Focus – bei vielen anderen interessanten Themen – auch weiterhin konsequent und in erster Linie auf Rat und Verwaltung richten müssen. ‚Dörfliche Gemeinschaft‘ hin oder her – wie kann es angehen, dass eine Verwaltung einfach dichtmacht?

    En-Mosaik sollte die Fragen behandeln, die WP/WR in ihrem Einerlei ausklammern. Ich wünsche mir, dass mir die Abläufe in Rat und Verwaltung mit Hilfe von En-Mosaik transparenter werden als durch Printmedien oder Agenturmeldungen, die ich mir im Internet ‚erklicke‘.

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