“Human Ressourcen” der Politik in Ennepetal.

 
Es könnte so einfach sein, nur mit einem bisschen Wahrhaftigkeit.

[jpg]  Ich weiß, meine Vergleiche ziehen nicht immer so toll. Aber, na ja.

Am 24.2.09 sprach der neue amerikanische Präsident vor dem Kongress.

Nun kann man den Präsidenten der USA, und auch noch Harvard Absolvent, nicht mit einem Bürgermeisterkandidaten von Ennepetal vergleichen. Weil, Ennepetal hat so an die 31.000 Einwohner und die USA ein paar mehr. Aber, auch in Ennepetal, und jetzt kriegen wir doch die "Kurve", ist so was Resignierendes oder auch Deprimierendes zu bemerken. Die, wer auch immer das ist, machen ja sowieso was sie wollen. Es bleibt ja alles beim Alten, wie immer. Nur wie immer hat die Medaille zwei Seiten, eine Seite da sieht man unsere Politiker|Innen die einfach nicht ihren Job machen wollen oder sich nicht trauen aus sich heraus zu kommen.

Dabei ist es doch ganz einfach: Am Anfang war das Wort…….haben wir alle mal gelernt.

Das ist mir so eingefallen als ich die Rede von Barak Obama vom 24.2.09 las, hier ein Link zur Washington Post, die die Rede enthält:

http://www.washingtonpost.com/wp-srv/politics/documents/obama_address_022409.html?sid=ST2009022402300.

Wenn man mal bedenkt, dass solch eine Rede gleich eine Inszenierung in den USA ist, so fallen einem folgende Worte auf. Ich versuch das mal umzuschreiben, und einem evtl. Kandidaten, muss der noch geboren werden, in den Mund zu schieben.

1.    Wir werden wiederaufbauen, wir werden uns erholen und die Vereinigten Staaten werden gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Übersetzung für Ennepetal:

Wir haben in Ennepetal eine Krise, woran die Politik als auch die Verwaltung nicht unschuldig sind, wir werden uns aber wieder erholen und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.

2.    Der Tag der Abrechnung ist da und nun ist die Zeit gekommen, die Verantwortung für
die Zukunft zu übernehmen.

Übersetzung  für Ennepetal

Wir haben bisher eine verfehlte Politik gemacht, jetzt sollten wir aber in die Zukunft sehen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

3.    Dieses Mal werden Vorstandschefs kein Steuergeld verwenden können, um ihr Gehalt aufzubessern, teure Gardinen zu kaufen oder sich in Privatjets davonzustehlen. Diese Tage sind vorbei.

Übersetzung für Ennepetal

Die Tage sind vorbei wo wir lieb gewonnene Selbstverständlichkeit pflegen, wo jeder meinte er wäre der König vonne Milspe und seine Vorteile reklamierte und sodann, wenn es ans anpacken ging, sich davon stahl. Wir wollen keinen Klüngel mehr in Ennepetal.

Und dann nachdem er schonungslos die Fehler zugegeben hatte, motivierte er seine Leute indem er Ihnen sagte, warum er  (wir) das machen sollte(n).

4.    "Es ist keine Hilfe für Banken, es ist Hilfe für alle Menschen in diesem Land. Wenn Kredite wieder verfügbar sind, kann eine junge Familie ein neues Zuhause kaufen. Und dann wird ein Unternehmen Arbeiter anheuern, um es zu bauen. Und dann werden diese Arbeiter Geld zum Ausgeben haben und wenn auch sie einen Kredit aufnehmen können, werden sie vielleicht endlich ein neues Auto kaufen oder ihre eigene Firma aufmachen. Investoren werden an den Markt zurückkehren und die Altersvorsorge der amerikanischen Familien wird wieder sicher sein. Langsam aber sicher werden wir die Zuversicht wieder finden und unsere Wirtschaft wird sich erholen."

Es ist eine geniale Rede und riss sämtliche Kommentatoren vom Platz, Abgeordnete der Demokraten als auch der Republikaner, waren nicht mehr zu halten.

Übersetzung für Ennepetal

Wir machen keine Hilfe für Händler oder Vermieter in Milspe, sondern für unsere gemeinsame Stadt, die ihre Mitte sucht und bisher nicht gefunden hat. Wenn wir diese Mitte gefunden haben, wird unsere Stadt ein ganz anderes Image, Flair haben, besser, klarer und damit seine Position im Kreis verbessern. Jugendliche werden uns nicht mehr verlassen, weil genügend Firmen ihnen die dementsprechenden Stellen anbieten können. Investoren werden das Angebot in Ennepetal verbreitern. Die kulturellen Möglichkeiten werden erweitert um so auch einen höheren Freizeitwert zu bekommen.
Langsam aber sicher werden wir sehen, es geht, unsere Stadt kann eine Führungsposition im Verbund der Städte des Ennepe-Ruhr-Kreises übernehmen.

Ist Sprache, die das Herz berührt denn so eine schwere Sprache? Obama sagt nichts, was wir nicht alle sagen könnten.

                                              Warum tun die es denn nicht?

Den Ehepartner daneben aufzubauen und den Obama zu mimen, nein, das ist es nicht, da liegt ein ganzes Universum dazwischen. Wer die Mimik, die Gestik der 4 Obamas beobachtet, aber auch der anderen Politiker, erkennt sofort etwas, was vorher nicht war, nämlich: Die meinen es ernst mit uns, die belügen uns nicht.
Viele Dinge im Leben kann man mit der richtigen inneren Einstellung bewältigen, auch, und gerade in der Politik. Man muss es nur wollen.

Und zum Schluss: Ich weiß, uns allen wurde alles Mögliche versprochen und nichts gehalten, außer das alle zahlen durften.
Ich persönlich werde alles überwachen und immer wieder den neusten Stand veröffentlichen. (ganz vereinfacht übersetzt)

Nur es geht um die Transparenz, ein wichtiges Merkmal in der Wirtschaft als auch in der Politik, was so oft schändlich vernachlässigt wird.

Nun, unsere Kandidaten sollen nicht zu Obamas mutieren, nur sollten sie eines machen, Wahrhaftigkeit, Natürlichkeit, Offenheit, Volksnah sollten sie doch versuchen umzusetzen, es ist ganz einfach.

Jürgen Gerhardt

17 Kommentare
  1. Kosmetik Mittag says:

    Liebe Mitleser,
    ich kann nur bestätigen, daß die Rede Obamas auch in den Herzen der Bürger unserer kleinen Stadt
    angekommen ist. Sie war das Topthema des gestrigen Nachmittags und des heutigen Vormittags
    mit meinen Kunden. Es sind alle bereit, das ihrige hinzuzusteuern nur sehr richtig! die Meisten trauen
    sich noch nicht richtig. Aber es gibt immer einen Anfang, also packen wir es an;gemeinsam sind wir
    stark. Frischer Wind soll den alten Filz aus dem unser doch so schönen Städtchen vertreiben.
    In diesem Sinne!!
    Barbara Mittag

  2. Dr. Ingo Mehner says:

    Gefällt mir auch, die Rede von B.A. Schon die letzte hat mir gefallen. Die wurde in der BILD abgedruckt. Aber ich würde mich schwer tun, vor an die zwanzig Leuten so gefühlsbetont und inhaltsleer zu reden. Da wird disputiert, moderiert und, schlimmstenfalls wenn no reply, monologisiert.
    Sorgen Sie für eine volle Halle, laden Sie alle Bewerber ein. Und dann freie Rede. Ich würde mit machen.
    I.M.

  3. Helga Schulte-Paßlack says:

    Mich freut es, dass Frau Mittag sich zu Wort gemeldet hat.

    Vielleicht fassen ja auch ihre Kundinnen und Kunden jetzt Mut. Mit der Zeit spricht sich rum, dass man z.B. hier die eigenen Ideen sammeln kann. Jeder Einzelne, der seine Meinung äußert, trägt dazu bei, dass klarer wird, was wir überhaupt erreichen möchten in und für unser Ennepetal. Auch die Politiker sind darauf angewiesen, dass von uns zu erfahren.

    Lassen Sie uns gemeinsam Kreise ziehen!

    Die volle Halle, Herr Mehner, haben alle Kandidaten hoffentlich am kommenden Sonntag im Haus Ennepetal. Ich hoffe nur, dass die einzelnen Redezeiten festgelegt sind.

  4. Helga Schulte-Paßlack says:

    In Herrn Mehners Blog habe ich gestern darum gebeten, dass Verwaltung und Politik sich auch mal zu Wort melden. Wir Bürger bloggen und argumentieren im Forum DerWesten, bekommen aber niemals eine Antwort auf unsere Fragen oder eine Stellungnahme zu unseren Ideen.

    Ich habe jetzt bis auf eine Partei alle befragt, warum sie uns munter vor uns hinpaddeln lassen. Ausweichende, aber übereinstimmende Antwort von allen politischen Gruppierungen: “Wir können uns nicht schon jetzt in die Karten gucken lassen.”

    Das sind ja tolle Aussichten für uns Wähler. 🙁
    Die Kandidaten (die von politischen Gruppen unterstützt werden, lobende Ausnahme in diesem Zusammenhang Dr. Mehner) haben offensichtlich in keinster Weise vor, uns jederzeit umfassend über ihre Zielvorstellungen zu informieren. Nein, es geht um den richtigen Moment, wann jeder seinen Trumpf ausspielen kann, damit er zum richtigen Zeitpunkt die Wählerstimmen erhält und in der Bürgermeister-Schlacht siegt.

    Warum diskutieren wir eigentlich über unsere Stadt, über unsere Vorstellungen, über die Perspektiven für ganz Ennepetal, wenn es “noch zu früh” ist in Ihren Augen?
    Oh nein, liebe Politiker, es ist nicht zu früh dazu, ganz im Gegenteil.

    Es ist kurz vor 12, wenn z.B. Milspe nicht noch leerer werden soll. Sicher muss man mit einer endgültigen Wertung der Fußgängerzone noch abwarten. Es ist Winter und die sogenannte Fuzo besteht noch nicht lange genug. Aber man muss schon blind sein, wenn man nicht schon jetzt sieht, dass schnell was geändert werden muss.
    Und da reicht es bei weitem nicht aus, den Bürgern kommentarlos die Abstimmzettel auf die Theken zu legen, damit man alternativ sein Kreuz bei “Auto rein” oder “Autos raus” machen kann. Eine dritte Möglichkeit gibt es erst gar nicht. Das war mal wieder einer der berühmten Schnellschüsse einer Vereinigung, die wir schon öfter erleben mussten und der nach hinten losgehen wird.

    Ich habe mal nachgefragt bei einigen Händlern, ob es denn nicht reichen würde, auf andere Weise die Fußgängerzone mit Menschen zu füllen. Allgemeine Zustimmung. Selbstverständlich 😉 würden sie alle aktiv mitmachen.
    Wenn dem wirklich so ist, warum fangen wir dann nicht einfach mal an?
    Selbstverständlich ist das auch ein Wahlkampfthema, aber auch seit zig Jahren Tagesgeschäft für die entsprechenden Ausschüsse im Rathaus. Meine Damen, meine Herren, machen Sie doch einfach Ihren Job weiter, statt bis zum Startschuss Wahlkampf zu warten.

    Schon 1998 hieß es, dass Milspe eine sehr geringe Kaufkraftbindung ausweist und dass es eine unterdurchschnittliche Einzelhandelsausstattung besitzt. Und das hat sich bis heute überhaupt noch nicht geändert. Es kann noch weiter nach unten gehen, ohne Ihren Einsatz – aber es kann auch wesentlich besser werden!

    Herr Gerhardt schrieb: “… unsere Kandidaten sollen nicht zu Obamas mutieren … Volksnah sollten sie doch versuchen umzusetzen, es ist ganz einfach.”
    Bisher hatte ich immer gedacht, dass die Wähler motiviert werden müssten. In Ennepetal scheint es aber mal wieder anders herum zu laufen. Hier müssen die Bürgermeisterkandidaten motiviert werden! Sehr, sehr schade!
    Wollen SIE das wirklich auf sich sitzen lassen, Frau Hoffmann, Frau Schöneberg, Frau Dr. Siekermann, Herr Wiggenhagen?

  5. Frank Wittig says:

    Zitat: “Die Kandidaten (die von politischen Gruppen unterstützt werden, lobende Ausnahme in diesem Zusammenhang Dr. Mehner) haben offensichtlich in keinster Weise vor, uns jederzeit umfassend über ihre Zielvorstellungen zu informieren. ”

    Das ist so sicherlich nicht richtig. Alle Kandidatinnen und Kandidaten werden sich noch sehr oft den Bürgern stellen und ihre Vorstellungen für die Zukunft unserer Stadt mitteilen.
    Es hat sich in den letzten Jahren bei Wahlen aber herausgestellt, dass die Anzahl der Untenschlossenen immer größer wird und eine Entscheidung oft erst in den letzten Tagen vor der Wahl getroffen wird. Darauf stellen sich Parteien ein.
    Der Wahlkampf wird sicherlich in den letzen Augustwochen sehr heftig werden.
    Einen Dauerwahlkampf über 5 Monate würde auch von den meisten Bürgern als abschreckend empfunden.
    Leider hat sich in unserem Land in den letzten Jahrzehnten eine politische Kultur entwickelt, die “Streitereien” um den richtigen Weg nicht honoriert sondern abstraft. Wir haben verlernt zu diskutieren , zu überzeugen oder auch offen um den richtigen Weg zu streiten.

    Herrn Dr. Mehner als Ausnahme zu loben, da habe ich meine Zweifel.
    Sein Problem ist die Wahrnehmung seiner Person als ernstzunehmender Bewerber und seiner zum Teil abenteuerlichen Vorstellungen.
    Wenn er schon einen Vorschlag für einen Tunnel macht, sollte er zuerst Experten zu Rate ziehen und das Ganze zumindest auf eine Realisierung hin überprüfen.
    Er schreckt dabei auch nicht zurück, z.B. Unwahrheiten über meine Person zu verbreiten.
    Um dann darauf seine Argumentationskette aufzubauen.
    Da ich vorher nie etwas von einer solchen Tunnellösung gehört habe, kann ich auch nicht “zurückrudern”.

    Ich hatte ihn aufgefordert, dieses zu korrigiereweil ich ihn zuerst für einen politischen Laien gehalten habe der aus Unwissenheit etwas schreibt.
    Er hatte die Möglichkeit es still zu bereinigen.
    Aber es blieb ohne Reaktion von seiner Seite.
    Dabei bloggt er jeden Tag.
    Einen Fehler eingestehen kann er nicht. Es scheint, er lebt zusehens mehr in einer Scheinwelt die er sich aufbaut.

    Ich schreibe stets als Privatperson meine Meinung und lasse mich davon von keiner anderen Person beeinflussen.
    Auch bin ich kein Ratskandidat für eine Partei und schreibe nicht die Meinung einer Partei.

    Was soll man von einem solchen Kandidaten wie Dr. Mehner halten ?
    Nichts

    Einen gesegneten Sonntag noch.

  6. Helga Schulte-Paßlack says:

    Einen schönen Sonntag wünsche ich Ihnen, Herr Wittig und allen Lesern.
    Nicht umsonst steht mein Beitrag unter “Human Ressourcen”, denn es kommt u. a. auch auf den Menschen an, der hinter einem Amt, das er bekleiden will, steht. Er/Sie muss in der Lage sein, dies mit seinem persönlichen Hintergrund (Familie, Beruf) vereinbaren zu können über Jahre und dazu gehört, in meinen Augen zumindest, eine persönliche Grundeinstellung.
    In der heutigen, doch sehr schnelllebigen Zeit kommt Mann/Frau am Internet nicht auf Dauer vorbei. Und wenn sie es sowieso nicht verhindern können, sich irgendwann dort aktiv zu beteiligen, warum nutzen sie dann nicht bereits jetzt das Netz für sich selbst, statt dort nur lesen zu müssen, was über sie geschrieben wird? Warum agieren sie nicht zeitnah, anstatt später die gesammelten Nicht-Wortmeldungen zu einem Thema um die Ohren gehauen zu bekommen?
    Meiner Meinung ist das eine Grundeinstellung, die sich natürlich auch auf den Wahlkampf auswirkt. Und in diesem Zusammenhang ist meine lobende Erwähnung von Dr. Mehner zu verstehen.

    “Es hat sich in den letzten Jahren bei Wahlen aber herausgestellt, dass die Anzahl der Untenschlossenen immer größer wird und eine Entscheidung oft erst in den letzten Tagen vor der Wahl getroffen wird. Darauf stellen sich Parteien ein.”
    Demnach ist Wahlkampf “nur” das Hauen und Stechen um das Häufchen Unentschlossener. Die Kandidaten vergessen, dass es nicht nur um den Wahltag geht, sondern auch um die Unterstützung bei ihrem Amt “danach”. Die Zeit ist ungleich länger, wo sie Hilfe brauchen (könnten), statt nur immer abgewatscht zu werden. Fragen Sie mal den jetzigen Bürgermeister. Bei ihm ist jede Aufforderung zur Stellungnahme zwecklos und daran ist er letztendlich gescheitert. Netzwerke sind wichtig – immer noch – doch sollte die Betonung auf “werken = (mit-)arbeiten liegen. Von Abnickern kann man keine aktive Unterstützung erfahren.
    “Wir haben verlernt zu diskutieren , zu überzeugen oder auch offen um den richtigen Weg zu streiten.” So ist es, deshalb sollte jeder die verbleibende Zeit nutzen, um es einzuüben. Ich kann nur jemandem glauben, was er sagt oder schreibt, wenn er mit seiner Person dahinter steht. Und deshalb, Herr Wittig, stehen wir beide ja auch mit unseren Namen zu dem, was wir kommentieren. Und das ist auch gut so. Wer das nicht möchte, der kann ja ein Pseudonym nehmen, aber er nimmt wenigstens aktiv teil an der Meinungsbildung. Wir können von unseren Repräsentanten nicht erwarten, dass sie Hellseher sein müssen, was die Meinung des Volkes angeht. Und das Volk sind wir alle, und nicht nur die handvoll Leute, die hier bloggen.

    Sie haben zum Beispiel in der Zwischenzeit sich eine Meinung über Herrn Mehner gebildet und stehen bestimmt nicht allein mit dieser Einschätzung da. Sie hätten dies nicht machen können, wenn dieses allgemeine Schweigen herrschen würde. Aber Sie. Herr Wittig, sind auch bereit, dazu zu lernen, wenn eine Sache Hand und Fuß hat. So langsam kommt es mittlerweile dazu, dass wir Fakten auf den Tisch bekommen – zwar persönlich eingefärbt, aber etwas Mühe müssen wir uns selbst schon geben, die Spreu vom Weizen zu trennen. Aber jetzt bekommen wir – zumindest schon einmal von einer Seite – die Chance dazu. Hätten wir Blogger keine Reaktion gezeigt, wären wir bestimmt noch nicht so weit.
    Ich habe schon vor einiger Zeit klar gesagt, hinter wem ich zur Zeit stehe, aber das heißt doch nicht, dass ich all den anderen keine Chance geben kann, mich zu überzeugen. Nur – es versucht doch k(aum)einer!

  7. Jürgen Gerhardt says:

    @Frank Wittig #1. März 2009 11:26
    Zitat:”Alle Kandidatinnen und Kandidaten werden sich noch sehr oft den Bürgern stellen und ihre Vorstellungen für die Zukunft unserer Stadt mitteilen.”

    Aha, heißt also, wir, die Wähler sollen mal schön nach Hause gehen und abwarten bis man uns ruft?
    Ob die Kandidaten da aber schon das demokratische System begriffen haben. Der Abgeordnete, auf allen Ebenen ist seinen Wählern verpflichtet, wenn Sie so wollen, immer. Er kann sich nicht darauf zurück ziehen 4 Wochen vor der Wahl Rede und Antwort zu geben und nach der Wahl sagen: Ich bin dann mal weg, für 4 oder 5 Jahre.

    Zitat:”Leider hat sich in unserem Land in den letzten Jahrzehnten eine politische Kultur entwickelt, die “Streitereien” um den richtigen Weg nicht honoriert sondern abstraft. Wir haben verlernt zu diskutieren , zu überzeugen oder auch offen um den richtigen Weg zu streiten.”

    Die Parteien und deren Mitglieder haben das verlernt, der Bürger und Wähler hat weiter diskutiert. Wenn die Parteien mal aus ihren muffeligen und dunklen Räumlichkeiten herauskommen würden, würden sie feststellen, es gibt noch eine andere Welt – die des Bürgers.

    Zitat:”Herrn Dr. Mehner als Ausnahme zu loben, da habe ich meine Zweifel.
    Sein Problem ist die Wahrnehmung seiner Person als ernstzunehmender Bewerber und seiner zum Teil abenteuerlichen Vorstellungen.
    Wenn er schon einen Vorschlag für einen Tunnel macht, sollte er zuerst Experten zu Rate ziehen und das Ganze zumindest auf eine Realisierung hin überprüfen.”

    Also, man kann schon eine Vision vortragen, die in der Wirklichkeit jedoch ganz andere Dimensionen einnehmen kann. Ich konnte Herrn Dr. Mehner in seinen Ausführungen folgen, mir wurde jedoch manchmal ganz schwindelig. Die Untertunnelung ist seine Vision, der ich nicht folgen werde und kann, aber ich achte sie.
    Nun, eines kann man sagen: Herr Dr. Mehner ist der einzige der sich stellt und nicht mit Sprachhülsen, Absichtserklärungen oder Lippenbekenntnissen um sich wirft. Die anderen Kandidaten sind entweder zu feige oder der deutschen Sprache nicht mächtig. Ich denke aber, die Kandidaten Wiggenhagen (parteilos) für die CDU, Schöneberg (SPD), Siekermann (parteilos) für die FDP und Hoffmann (Bündnis90/Die Grünen) müssen sich erst mit ihren Parteien abstimmen, damit sie wissen was sie denken und sagen sollen. Die Frage ist dabei: Dieser Sprachfindungsprozess findet der auf kommunaler Ebene oder auf Bundesebene statt?
    Ich stell mir das gerade bildlich vor: Bürgermeisterkandidat ist am Kopf verkabelt und an eine Sprachgerät angeschlossen und lauscht dem großen Vorsitzenden, was er zu denken und zu fühlen hat. Wie war das noch mal mit George Orwell? The big brother is watching you!!!!
    So schafft man Verschwörungstheorien aber kein Vertrauen und vergrößert die Basis der Nichtwähler.

  8. Jürgen Gerhardt says:

    @ Helga Schulte-Paßlack #1. März 2009 13:55

    Also es ist nicht so, dass wir die einzigen hier sind. Ich bekomme auch jede Menge emails von Bürger |Innen| die sich nicht trauen zu bloggen, warum auch immer. Was mich jedoch traurig macht, wenn mir geschrieben wird sie hätten Angst einen Nachteil zu haben, wenn sie sich ehrlich äußern würden (Sind wir wieder soweit).
    5 dieser Leute habe ich persönlich kennen gelernt, habe lernen müssen, unter der Ennepetaler Decke ist ganz viel Unterdrückung vorzufinden.

    Ich persönlich habe mich weder für eine Partei noch für einen Kandidaten entschieden, habe aber den Eindruck, wenn man ein paar Besenstiele hinstellen würde, wären die Kandidaten attraktiver, sie hätten zumindest einen Nutzwert.

    Bis denne.

  9. Frank Wittig says:

    Hallo,

    was nützen uns die Visionen des Dr. Mehner ?
    Träumen ist erlaubt und muss auch sein. Wenn diese aber als Vorschläge in konkrete Politik umgesetzt werden, dann zerplatzen sie. Jedenfalls sieht es so mit dem Traum der Untertunnelung aus. Übrig bleibt nur heiße Luft.
    Soll er erstmal eine Schätzung über die Kosten abgeben und wie diese finanziert werden sollen.

    Und ich will keine Behauptungen von Hern Dr. Mehner die nicht stimmen.

    Ich will realistische Vorschläge für die Zukunftsgestaltung. Was die Parteien/Bürgermeisterkandidaten konkret in Angriff nehmen möchten die nächsten 5 Jahre. Um die Stadt Ennepetal zukunftsfähig zu gestalten.
    Auf Schauveranstaltungen wer das größte Luftschloss baut kann ich verzichten. die kann man bei einer Flasche Wein bauen.

    Sicher, in einigen Jahren wird das Internet wesentlich wichtigere Bedeutung für die Kommunikation der Parteien mit uns Wählern sein. Dann werden sie sich nicht mehr einem Dialog entziehen und nur über eine selten gepflegte Homepage ein paar Infos einstellen können. Da sind wir sicherlich einer Meinung.
    Ich hoffe, es wird nicht zu Lasten der persönlichen Gespräche mit uns Bürgern gehen.

    Auch darf man nie vergessen, es sind im Kommunalbereich keine Vollzeitpolitiker tätig. Das Ehrenamt verlangt von den Aktiven in der Politik jetzt schon viel Zeitaufwand ab.
    Aber wie schon erwähnt, der Wahlkampf wird jetzt noch nicht losgehen. Zuerst kommt für die Parteien die Europawahl, dann ist Sommerpause und dann Kommunal und Bundestagswahl.
    Uns so lange wie die offizielle Anmeldung zu Kandidatur nicht erfolgt ist, wird kein Politiker viel zu Herrn Dr. Mehner und seinen Visionen sagen. Und das ärgert ihn sichtbar.

    Allen einen guten Wochenstart.

  10. Dr. Ingo Mehner says:

    Mich ärgert sehr wenig, Herr Wittig.
    Ich habe Lebenserfahrung genug, mit menschlichen Schwächen umzugehen. Auch mit Ihrer Schwäche. Denn ich hatte versucht, sorry zu sagen für die nicht stimmige Information, Sie würden für den Rat der Stadt kandidieren. Leider wies Ihr Rechner meine mail zurück, am 27.02., 07.46h. Oder haben Sie die mail doch erhalten?
    I.M.

  11. Jürgen
    Jürgen says:

    @Frank Wittig #1. März 2009 21:16

    Also ich kann das nicht nachvollziehen. Herr Mehner ist zuerst auch ein Bürger unserer Stadt und hat als solcher auch eine Wahrnehmung. Das Milspe städtebaulich nicht gerade prickelnd aussieht, kann man jeden Tag “bewundern”, wenn man über die Neustrasse fährt. Dort die Attraktivität zu erhöhen, wie auch immer, ist für mich nachvollziehbar. Das Kostenargumente während einer Erörterungsphase ist ein reines Totschlagargument und damit nicht redlich. Erst in einer Entscheidungsphase, wo es um die Optimierung der zur Verfügung stehenden Ideen oder Investments geht, spielen die Kosten eine Rolle. Die Kosten können jedoch bei einem Objekt exorbitant höher sein,jedoch die Finanzierung ist evtl.günstiger, weil der Eigenanteil viel geringer ist. Also ist der Vorwurf zuerst einmal mit Nachdruck zurück zu weisen.

    Zitat:”Ich will realistische Vorschläge für die Zukunftsgestaltung. Was die Parteien/Bürgermeisterkandidaten konkret in Angriff nehmen möchten die nächsten 5 Jahre. Um die Stadt Ennepetal zukunftsfähig zu gestalten.Auf Schauveranstaltungen wer das größte Luftschloss baut kann ich verzichten. die kann man bei einer Flasche Wein bauen.”

    Nun dazu müssten die Kandidaten sich erst einmal stellen, was ihnen offensichtlich sehr, sehr schwer fällt.

    Zitat:”Sicher, in einigen Jahren wird das Internet wesentlich wichtigere Bedeutung für die Kommunikation der Parteien mit uns Wählern sein.”

    Das Internet wurde am 30.4.1993 freigegeben und ist nachweislich das Kommunikationsmedium Nr.2, nach dem persönlichen Gespräch. Es ist als Element der Interaktion im globalen Dorf nicht mehr wegzudenken. Der derzeitige amerikanische Präsident wusste genial mit diesem Medium umgehen.
    Ein Beispiel gefällig: Obama sammelte über das Internet 800 Millionen Dollar Spenden ein,während der unterlegene McCain auf die althergebrachte Art, nur auf rund 300 Millionen Dollar kam. Während Obama das Internet als Kommunikationplattform nutzte, tippelte McCain über die Lande um seine Leute einzeln anzusprechen.
    Und überhaupt, wer sagt denn das die Parteien und deren Führer den Startschuss für eine Neuzeit abgeben sollen? Wir können auch Startschüsse abgeben.

    Zitat:”Auch darf man nie vergessen, es sind im Kommunalbereich keine Vollzeitpolitiker tätig. Das Ehrenamt verlangt von den Aktiven in der Politik jetzt schon viel Zeitaufwand ab.”

    Das hat mir auch eine ganze Zeit zu denken gegeben. Und ich war nahe daran den Politikern einen Bonus einzuräumen, zwei oder ich denke drei Vorkommnisse haben mich jedoch umgestimmt.
    Sie, die Politiker, haben sich entschieden diesen Weg zu gehen also sollten sie für ihr Tun auch die Verantwortung übernehmen. und die mangelhafte Kommunikation zwischen Bürgern und Politikern ist nie von den Bürgern gekommen. Hierüber gibt es umfangreiche Abhandlungen die den Politiker, auch auf der kommunalen Ebene, in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.

    Zitat:”Uns so lange wie die offizielle Anmeldung zu Kandidatur nicht erfolgt ist, wird kein Politiker viel zu Herrn Dr. Mehner und seinen Visionen sagen. Und das ärgert ihn sichtbar.”

    Bis zu dieser 48 Tage Frist ist noch hin, die 200 Unterschriften kann man sicher in einer Woche hinbekommen. Die Amerikaner machen das in zwei Tagen in solch einer Stadt. Manchmal kommt an einem Tag der Bürgermeister, der Sheriff und der Staatsanwalt wegen einer Unterschrift zur Wahl.

    Und überhaupt, die einzelnen Kandidaten sind auch untereinander auf Schmusekurs, es sind keine Unterschiede auszumachen. Obwohl in dieser Stadt ungelöste Konflikte ohne Ende schlummern.

    Aber wie Sie schon sagten und sagen, hier muss nichts getan werden, ist alles in Ordnung. Wem das nicht passt kann ja gehen. Und das lieber Herr Wittig haben in den letzten 10 Jahren 3.000 Menschen auch getan, was für ein Luxus. Die Politiker haben in diesem Zusammenhang doch immer die Köpfe in den
    Sand gesteckt.

    Ich wünsch Ihnen noch einen guten Wochenanfang.

  12. Frank Wittig says:

    Hallo Herr Gerhardt,

    bevor ein falscher Eindruck entsteht. Auch in Ennepetal ist nicht alles in “Ordnung”. Wir sind keine Insel der Seligen. Da sind wir uns sicher einig.
    Ebenso werden die Veränderungen kommen. In 20 Jahren wird man wahrscheinlich nur müde darüber lächeln über die Anfänge auch in Ennepetal interaktiv über politische Themen zudiskutieren.
    Vielleicht werden die Parteien ja jetzt schon etwas munterer in dieser Beziehung. Ich bezweifle es aber.

    Der Bürger zahlt immer, egal aus welchem öffentlichen “Topf” gezahlt wird. Das darf auch in der Erörterungsphase nicht vergessen werden.

    Die Aussage “städtebaulich nicht prickelnd” ist schwer untertrieben. Hier haben alle Verantworlichen schlicht versagt. Die Gebäudefront vom “REWE Haus” wirkt einfach nur abschreckend.

    @Dr. Mehner: Warum haben Sie dann nicht einfach ihre falsche Behauptung in ihrem Blog gelöscht ?
    Zumal Sie schreiben, ihre Mail konnte nicht zugestellt werden. Es lag sicher nicht an meinem Rechner.
    Natürlich nehme ich ihre Bitte um Entschuldigung an wenn ihre Mail das ausdrücken sollte.
    Damit ist das Thema erledigt. Künftig aber sorgfältiger arbeiten, erst überlegen und recherchieren.
    Sonst wird man als Kandidat schnell unglaubwürdig.

  13. Jürgen
    Jürgen says:

    @Frank Wittig #2. März 2009 06:51

    Zitat:”@Dr. Mehner: Warum haben Sie dann nicht einfach ihre falsche Behauptung in ihrem Blog gelöscht ?”

    Herr Wittig im Blog wird nie was gelöscht, aus gutem Grund. Es wird durchgestrichen und evtl. richtig gestellt.
    Blogger sind zwar kreative Chaoten, sind aber offene und ehrlich Häute.

    Zitat:”Ebenso werden die Veränderungen kommen. In 20 Jahren wird man wahrscheinlich nur müde darüber lächeln über die Anfänge auch in Ennepetal interaktiv über politische Themen zudiskutieren.
    Vielleicht werden die Parteien ja jetzt schon etwas munterer in dieser Beziehung. Ich bezweifle es aber.”

    *grins* Ich wohne seit 29 Jahren hier in Ennepetal, weil ich sehr viel rum komme, habe ich immer den direkten Vergleich. Wenn in Ennepetal ein Mülleimer umfällt, hat man in anderen Städten eine ganze Müllverbrennungsanlage gebaut. In Ennepetal kann man nur eines lernen: Die Unendlichkeit der Zeit.

    Auch musste ich hier lernen, das man nicht miteinander spricht, sondern nur übereinander, die Betonung liegt auf nur. Ich glaube auch, dass das Wort Interaktion bei vielen Entscheidern, aber auch Anderen, schwere geistige Aktivitäten auslöst. Übrigens, wussten Sie, das es in Parteien auch Menschen geben soll, Menschen das sind die mit eigenständiger Persönlichkeit und Willen.

    Dabei wäre es doch so einfach: Ein bisschen Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Verständnis oder auch Menschlichkeit und schon könnte eine “Wohlfühlstadt” erwachsen.
    Aber Sie haben recht, das wäre zu viel verlangt von den Verantwortlichen, das müsste man auch noch klären, wie viel das kostet. Hm, wäre eine schöne Glosse: Menschlichkeit und die Folgekosten.

  14. Frank Wittig says:

    Zitat: “Wenn in Ennepetal ein Mülleimer umfällt, hat man in anderen Städten eine ganze Müllverbrennungsanlage gebaut. In Ennepetal kann man nur eines lernen: Die Unendlichkeit der Zeit.”

    Hallo Herr Gerhardt,

    naja, dann hätten andere Städte ja wesentlich weniger Probleme.
    Die sind aber in vergleichbaren Städte ähnlich gelagert.

    Wären sie einige Jahre früher gekommen, dann hätten Sie das alte Milspe mit den Fabriken erlebt.
    Von daher hat es hier doch eine gewaltige Entwicklung gegeben. Ganz so unbeweglich sind die Ennepetaler nicht.

    Ob man hier mehr übereinander als miteinander spricht als in anderen Städten ? Ich glaube es nicht.
    Als Außenstehender sieht man es wahrscheinlich nicht. Aber wenn man länger in einer Stadt wohnt bemerkt man mit der Zeit die Eigenheiten die dort gegeben sind. Die Westfalen sind aber grundsätzlich nicht so offen wie die Rheinländer und es dauert etwas länger um mit ihnen “warm” zu werden.

    Vielleicht sollten alle die Worte von Frau Schulte-Paßlack beherzigen:

    ENNEPETAL — DIE Stadt für UNS ALLE

    ENNEPETAL — DIE Stadt mit Verstand UND Herz

  15. Helga Schulte-Paßlack says:

    O Gottegottegott!!!!!!!!!!!!! Das sind ja Super-Zukunftsperspektiven!
    Warum mache ich mir eigentlich ständig Gedanken über “mein” Ennepetal, wo ich doch noch nicht einmal 18 Jahre hier lebe?
    Selbst wenn man 29 Jahre hier wohnt, wird man von den Ureinwohnern 😉 als “Außenstehender” eingeschätzt, der erst einmal “länger in einer Stadt” wohnen soll, um die “Eigenheiten die dort gegeben sind” bemerken zu können.
    Da bin ich ja nur froh, dass ich sozusagen auf der Grenze zwischen Westfalen und Rheinland (mitten durch Essen-Steele) geboren wurde. Noch mal eben Glück gehabt! 😉

  16. Frank Wittig says:

    Nicht verzweifeln Frau Schulte-Paßlack.
    Meine Worte waren nicht speziell nur auf Ennepetal bezogen. In den Nachbarstädten sind die Verhältnisse sicher nicht anders.
    Sie, Herr Gerhardt und ich sind sicherlich keine “Außenstehenden” mehr und das schon seit vielen Jahren.
    Allen einen schönen Tag.

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