Hilflosigkeit und Ohnmacht in Ennepetal

[jpg] Es macht mich natürlich immer nachdenklich. Woche für Woche mailen, telefonieren oder sprechen Ennepetaler mit mir und fragen, was man gegen die Zustände in dieser Stadt machen könnte.
Ein Bürgerbegehren, Bürgerbescheid oder gar eine Volksinitiative kommt für fast alle nicht in Frage. Zu aufwendig, zu schwierig oder zu langwierig. Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde immerhin mit einem Bürgerentscheid von den Duisburgern aus dem Amt gekegelt.
Nein, so wollen die Ennepetaler es nicht, so können sie es auch nicht.
Nun, es gibt die Form des stillen Protestes in einer Demokratie, in der man dem politischen Gegner zeigt was man von ihm hält. Der Vorteil: Man kann seine eigene Hilflosigkeit und Ohnmacht einer Verarbeitung zu führen. Indem man diese Handlungen ausführt, erfährt man eine gewisse Aufweichung der negativen Gefühle, man hat das Gefühl etwas dagegen getan zu haben. Vorgemacht haben das in den letzten Jahren die arabischen Staaten, die damit ihre Präsidenten zur Verzweiflung und aus dem Amt trieben. Ich führe mal die mir bekannten Maßnahmen auf.

Bitte geht.

Hier werden Schuhe hochgehalten oder in den Sitzungssälen einfach nur stehen gelassen. In den Schuhen befinden sich Zettel mit welchen die Adressaten aufgefordert werden zu gehen. Die Mutigen unter ihnen werden sich zusammen schließen und die mitgebrachten Schuhe hochhalten.
Die rechtliche Konsequenz dieses Tuns ist lediglich eine Ordnungswidrigkeit die mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Tatsächlich wurde bei Überstellung des Bußgeldbescheides der Stadt mit geteilt, dass man die Schuhe vergessen habe.

Man bat um einen nahen Termin um diese Schuhe wieder abzuholen. Gegen den Bußgeldbescheid haben die Demonstranten natürlich Rechtsmittel eingelegt und haben in dem folgenden Prozess gewonnen.

Tut einmal etwas für unser Geld

Bei dieser Art des Protestes nimmt man Geld in Form von Münzen oder einen kleinen Schein ( Es kommt nicht auf die Höhe an), legt diesen unbemerkt an den Platz des politischen Gegners. Auch wurden Gelder in geringer Höhe an die Stadt überwiesen mit der Bemerkung "für die politische Arbeit."  Die Überweisungsträger hatten sämtlich Namen die es nicht gab, so dass eine Rücküberweisung nicht möglich war. Rechtliche Konsequenz: Dies ist noch nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit. Also keine Konsequenz.

Wir sind bereit etwas zu geben

Hier nehmen sie einen verschlossenen leeren Briefumschlag und halten diesen während einer Auschuß- oder Ratssitzung mit einer Hand hoch. Hiermit signalisieren sie für die „Pflege der politischen Landschaft“ etwas zu tun. Da in dem Briefumschlag kein Geld ist, kann man ihnen auch keinen Versuch unterstellen Ratsmitglieder oder Mitglieder der Stadtverwaltung zu bestechen. Sie wollten lediglich das Wort ergreifen, so einfach ist das. Rechtliche Konsequenz: Keine.
 

 

Das sind drei Möglichkeiten des gewaltfreien Protestes und in einer Demokratie durchaus üblich. Wenn man bedenkt, dass die von uns gewählten Ratsmitglieder aber auch der Bürgermeister nicht in der Lage waren etwas für die Stadt Ennepetal zu tun, sich aber mit unseren Steuergeldern  einen guten Tag machen, so kann man dies als eine Art von psychischer Gewalt einordnen welcher der Ennepetaler Bürger Tag für Tag ausgesetzt wird.
Versuchen sie es mal, man hat danach ein viel besseres Gefühl. Sie fühlen sich dann nicht mehr so hilflos.

Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

43 Kommentare
  1. Anna Richter says:

    “Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde immerhin mit einem Bürgerentscheid von den Duisburgern aus dem Amt gekegelt.” Stellen wir uns vor, uns gelänge ähnliches in Ennepetal. Und dann? Ginge es uns wesentlich besser?
    Unsere 14-Millionen-Truppe wird im Schulterschluss mit ihren Kungelbrüdern im Rat einen neuen pflegeleichten Bürgermeister installieren, der das Marionettenspiel unter neuem Namen fortsetzt.

    Unser primäres Problem ist nicht der Bürgermeister, sondern die überdimensionierte Verwaltung, die den Rat korrumpiert. Der Ennepetaler Rat tanzt im Takt der Segnungen, die die Verwaltung verteilt.

  2. jannik says:

    Und warum startet keiner ein Abwahlverfahren ?
    Wiggenhagen und Kaltenbach betteln doch darum.
    Sie blamieren sich und unsere Stadt täglich und meinen auch noch sie täten was gutes.
    Ich sah Kaltenbach durch Milspe gehen. Natürlich nicht alleine. Was erlaubt sich dieser Steuergeldempfänger für seinen Spaziergang noch weitere Leute von der Arbeit abzuhalten ?
    Also weg mit Wiggenhagen und hoffentlich dann auch mit Kaltenbach und her mit Leuten, die wissen, dass unsere Steuergelder für die Stadt augegeben werden sollen und nicht für die eigene Tasche.
    Also Abwahlverfahren starten, Unterschriften sammeln, damit wir schnell beide loswerden.

  3. Raistlin says:

    @ Klaus Martin:
    Ich wäre dabei, denn so geht es nicht weiter. Mit mir wären wir dann schon 2 und bestimmt findet sich noch der Ein oder Andere. Aber wird das etwas bewirken? In Duisburg hat beinahe eine ganze Stadt gegen Sauerland gekämpft. Bei den Ennepetalern sehe ich da eher schwarz. Sie sind ein bequeme und- ja ich nenne es beim Namen- feiges Völkchen. einige wenige bekommt man bewegt, aber die Masse (auf die es schließlich ankommt) wird sich wie immer rausreden.
    Aber ich will niemanden entmutigen. Einen Versuch ist es allemal wert.
    Zieht noch jemand mit?
    Euer Raistlin

  4. Bernie says:

    Die Spannung und Nervosität in der Verwaltung steigt. Viele ( Rat und Stadtverwaltung) geben sich die Klinke in die Hand und es geistert eine Frage durch die Verwaltung, wäre es in Ennepetal möglich einen Widerstand zu organisieren? Die Politik treibt sich vermehrt in unseren Räumen rum. Wir bekommen auf Fragen nur kurze Antworten, das gegenseitige Grüßen fällt wieder frostig aus.
    Es ist ein lustiges Arbeiten in der Stadtverwaltung. 

  5. contra wiggenhagen says:

    bleibt ganz ruhig, es ist schon eine Gruppierung dabei, ein Bürgerbegehren zur Abwahl des Bürgermeisters vorzubereiten. Es soll wohl bald auch eine Pressekonferenz geben. Und man staune: die Initiatoren gehören zur Promiszene in Ennepetal und sollen so einiges aus dem Nähkästchen holen. Denen traue ich eine erfolgreiche Aktion zu.

  6. Ein Voerder says:

    @ contra wiggenhagen

    Kann Contra Wiggenhagen vielleicht pro Wiggenhagen sein um die Menschen zu besänftigen und das Bürgerbegehren letztendlich zu verhindern? Und kann Wiggenhagen vielleicht selber als Pseudoinitiator hier auftreten um alle in die Irre zu leiten.
    Jeder sollte weiter seine eigenen Ziele verfolgen. Letztendlich müssen wir uns sowieso zusammen schließen, die Duisburger haben auch den Zusammenschluss gemacht. Und was heißt hier Promiszene? Heißt das wir einfachen Ennepetaler bekommen nichts gebacken? Hier oben in Voerde bekommen wir mit Telefonrundrufen mehr Leute auf die Beine, wie Siekermann und Mankel zusammen. Die beiden letzten haben sowieso kein Interesse an Ennepetal, Kultur oder Einkauf wird von denen in Düsseldorf getätigt.

  7. Horst Rodewig says:

    Haben sie alle mal daran gedacht, wen man als Nachfolger für Wiggenhagen nehmen kann? Ich sehe niemanden im Rat der Stadt oder in den Parteien. Die Schöneberg oder die Siekermann will doch niemand ernsthaft als Bürgermeister sehen? Und sonst?

  8. Ein Ennepeströter says:

    @ Horst Rodewig
    Das ist die falsche Einstellung. Auch wenn man nicht genau weiß, wer die Zügel weiter in der Hand halten soll, ist das kein Grund, länger an einem unfähigen Reiter festzuhalten! Der reitet Ennepetal doch ins absolute Aus. Ich gebe Ihnen ja Recht, dass die Genannten nicht besser sind. Es muss ein ganz neuer Wind her. Der Klüngel muss komlett in die “Altkleiderkiste”. Da schanzt sich doch jeder seine Vorteile nur so zu. Auch innerhalb der Rathausmitarbeiter brodelt es. Keiner fühlt sich wohl unter W. Alle sehen, wohin der die Ennepetaler führt. Keine Ahnung von irgendetwas. Hauptsache monatlich ein paar Kommentare auf der eigenen Homepage. Wenn man das als Bürgermeister schon nötig hat – wie peinlich. Ein Mann zum Fremdschämen!!! Also, lasst uns die Abwahl angehen. Ich bin mir sicher, dass genug Unterschriften zusammenkommen.

  9. Raistlin says:

    Naja, lieber Schöneberg als Siekermann. Und Völlmecke? Sie haben Recht Horst Rodewig. Alternativen gibt es nicht. Ich denke, mit einer Abwahl Wiggenhagens geht es hier mehr darum, ein Zeichen zu setzen. Ennepetaler lassen sich nichts gefallen. Sie setzen sich zur Wehr. Und das sollte auch dem Nachfolger (wer auch immer das sein mag) stets zu denken geben.
    Leider gibt die politische Landschaft Ennepetals nicht viel her, was einen Nachfolger anbelangt. Da wäre vielleicht noch Faupel, dem ich es zutrauen würde. Knüppel ist zu unerfahren, obwohl ich nichts gegen junges Blut hätte. Aber da hört es für mich auch schon auf. Vielleicht stellt sich ein parteiloser Bürger zur Wahl?
    @contra wiggenhagen:
    Wer ist denn diese ominöse Gruppierung und wie kann man Kontakt aufnehmen? Prominent oder nicht, sie brauchen die Unterstützung der Bürger, sonst wird das nichts.
    Euer Raistlin

  10. Proennepetal says:

    Ich kann nur  sagen, ich kenne die Gruppierung auch. Der Weg wird zunächst über die Printpresse gehen und dann mit Unterschriftsaktionen fortgesetzt, wo sich auch jeder anschließen kann. Wir werden schon bald etwas hören. Es sind Leute aus dem Rathaus, die aber erst einmal im Hintergrund bleiben. Der Politik nahestehende Leute des öffentllichen Lebens werden die Aktion starten.

  11. Braun says:

    Bin mal gespannt. War grad auf XXXXX.de Ist das wohl schon eine Anspielung?
    ( gelöscht, wir verlinken nicht mit Seiten die keinen Gegenlink setzen (d.Red.))

  12. jannik says:

    Das Wiggenhagen ausgedient hat zeigt sich schon daran, dass er den Überläufer Daniel Gäfe vor seinen Karren spannt. Das war doch der, der erst von der SPD zum Ratsmitglied gemacht wurde und dann den Rufen Walter Faupels erlegen ist und mit fliegenden Fahnen zur CDU flitzte. Natürlich mit seinem Ratsmandat.
    Wie sollen wir das deuten ? Zeigt Wiggenhagen uns damit schon seine Zukunft in der Bedeutungslosigkeit ?
    Ich habe heute übrigens jemanden mit den ersten Listen gesehen. Ganz verschämt noch und man durfte noch nicht unterschreiben, wegen der Fristen. Mal sehen wann es offiziell wird.
    Wenigsten sind jetzt sehr viele Ennepetaler gegen Wiggenhagen und auch immer mehr gegen Kaltenbach. Der alleine und niemand sonst hat als Kämmerer das von Wiggenhagen immer angegebene fehlende Geld zu verantworten. Also weg mit beiden.

  13. EinMilsper says:

    Das Bürgermeisteramt wird nicht gewählt, sondern vererbt. Jedenfalls in Ennepetal. Da schon wieder ein Geschäft Milspe verläßt (Italienisches Feinkostgeschäft) und nach Gevelsberg zieht, bleibt hier bald nicht mehr viel. Da die Ennepetaler Politiker sowas von sich überzeugt sind, schauen sie auch nicht in andere Städte wie es dort gemacht wird. In der FuZo – Milspe, sind Versicherungen und Friseure. Vielleicht sollte man
    Ennepetal nett umzäunen und sie Volksfürsorge – Arena nennen oder Hairkiller – Arena. Wenn ich Donnerstag den Markt sehe, denke ich mir immer es ist ein Trödelmarkt mit Lebensmitteln. Die Marketinggesellschaft weiß wahrscheinlich auch nicht warum sie gegründet wurde. Hat vielleicht den Zweck, dass einer aus der Stadtverwaltung nun auch noch Geschäftsführer ist.

  14. braun says:

    Noch ist Wiggenhagen Bürgermeister und es gibt keine offiziellen Belege für einen Abwahlversuch.
    Ob der junge Gräfe mal gewechselt hat oder nicht sollte in der heutigen Zeit kaum eine Rolle spielen. Da entstehen auf einmal Piratenparteien,früher waren alle in der NSDAP dann in der CDU. Jeden Tag das gleiche Essen kommt auch nicht aufm Tisch, von dahher.Wichtig ist das junge Bürger/innen in Ennepetal sich überhaupt noch einbringen.@Jannik:Was leisten sie dazu?

  15. Raistlin says:

    @ jannik:
    Reden sie von dem Daniel Gräfe, der sich grad auf Lokalkompass.de der Urheberrechtsverletzung schuldig macht? 😀
    Willkommen in der Arena der Plagiatoren, Herr Gräfe. ^^

  16. braun says:

    @Raistlin:
    Kann ich nicht beurteilen,war auf der HP noch nicht. Ist der BM der Stadt Ennepetal nicht der größte Plagiator der Stadt? Ideen werden seitens Stadtverwaltung als die eigenen verkauft, Anträge erst abgelehnt,dann etwas umformuliert als die eigenen wieder vermarktet.Ein Sumpf von Klüngel in Ennepetal.

  17. Lumpazi Vagabundi says:

    Wiggenhagen und Eckhardt stehen als klassische Vertreter des „Peter Prinzips“ (die These beruht darauf, dass jedes Mitglied einer beruflichen Hierarchie so lange befördert wird, bis es das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat. Vergl. Auch Laurence J. Peter, Raymond Hull: Das Peter-Prinzip oder die Hierarchie der Unfähigen, Reinbek bei Hamburg 1972, Kapitel 1).
    In der Ära Eckhardt und Wenke wurde die Grundsteine für die heutige desolate Situation in Ennepetal einzementiert. Das unverantwortliche Zocken mit hochriskanten Finanzprodukten setzte noch allem die Krone auf. Konsequenzen für die zwei Glücksspieler gab es anscheinend keine.
    Eckhardt hat Wiggenhagen einen Trümmerhaufen hinterlassen, dieser ist jedoch hoffnungslos überfordert mit der ihm übertragenen Aufgabe, als Bürgermeister dieses Chaos zu beseitigen.
    Der mit unermüdlicher Unterstützung der CDU als Kompetenzrakete beworbene Bürgermeister erweist sich nun zum großen Bedauern der Wahlhelfer leider als Rohrkrepierer.
    Abgerechnet wird mit seiner Amtszeit im Jahr 2015, wenn er nicht aus eigen Stücken den Weg freimacht, um weiteren Schaden von der Stadt Ennepetal abzuwenden. Ein etwaiges Abwahlverfahren würde ihn in die Isolation treiben. Das muss man abwägen.
    Eckhardt hat immer gerne die Nähe zu den „Großen“ der heimischen Wirtschaft gesucht und anscheinend konnte er seine Visionen von einem „blühenden“ Ennepetal mit Unterstützung der Unternehmer ohne Wenn und Aber umsetzen. Kritische Stimmen habe ich von den Firmen Dorma, Febi, Ischebeck , Jacob und den vielen anderen noch nie gehört. Da sind Unternehmer die ein Milliardenunternehmen leiten und Tausenden Menschen Arbeit und Brot geben, aber bei der eigenen Stadt sehen sie tatenlos zu, wie diese in den Konkurs getrieben wird? Ich würde mich als Unternehmer schämen!
    Einen Vorgeschmack auf eine evtl. Wachablösung im Rathaus konnte man der heutigen Ausgabe der Westfälischen Rundschau entnehmen. Da bekommt das größte Unternehmen der Region einen sehr bedeutenden Preis zugesprochen und die Stellvertreterin des BM ist ganz dicht dabei…..

  18. Proennepetal says:

    Die Fristen für die Unterschriften sind dringend zu beachten. Diese müssen gebündelt gesammelt werden, da sie bei Vorlage innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Zeit gesammelt worden sein müssen. Man wartet natürlich jetzt die offene Jahreszeit ab, um möglichst die erforderlichen Unterschriften innerhalb des befristeten Zeitraumes zu bekommen. Aber so wie ich die Initiatoren kenne, wird das gelingen. Die ziehen viele Leute mit und haben gute Aktionen geplant. Jeder mögliche Nachfolger wird sich diese Aktion immer vor Augen führen. Es kann nur besser werden. Der alte Klüngel stirbt ja auch irgendwann aus!!!
    Bleibt am Ball und macht eure Freunde, Nachbarn und Bekanten auf die bevorstehende Unterschriftensammlung aufmerksam, damit genug Unterschriften zusammenkommen.

  19. Jennifer Müller says:

    Der bevorstehende Frühling regt die Fantasie der Kommentatoren-Gemeinde an: Schöneberg, Siekermann oder gar Faupel als potentielle Nachfolger Wiggenhagens (#10)? Diese ‘Alternativfiguren’ waren Mitspieler im Politklüngel, der Ennepetal seit Jahren lähmt.
    Wir brauchen einen neuen Bürgermeister, der u.a. mit der festen Absicht antritt, unsere wuchernde Verwaltung auf den Umfang zu stutzen, den wir tatsächlich brauchen. Wir brauchen einen Bürgermeister, der unsere Verwaltung strukturell reformiert: Wir brauchen keine 14-Millionen-Truppe!

    Die “politische Landschaft Ennepetals” wird solch einen Berwerber, solch eine Bewerberin nicht “hergeben”. Aber Wiggenhagen durch irgendeinen anderen Klüngler zu ersetzten, wie z.B. Palomba, bringt gar nichts.

  20. Braun says:

    Es wird höchste Zeit den Bürgermeister der Stadt Ennepetal abzuwählen, damit Schadensbegrenzung vollzogen wird, sonst ist Ept. bald ganz platt.

  21. Ein Voerder says:

    Der Bürgermeister muss ja nicht aus Ennepetal kommen, er muss noch nicht einmal einer Partei angehören. Ein starker Bürgermeister mit Persönlichkeit von außerhalb könnte sicher den Ennepetaler Stall wieder flott machen. Im Rat der Stadt gibt es keinen einzigen Kandidaten der die Befähigung für dieses Amt besitzen würde.

  22. Braun says:

    Lieber Herr Teske,
    werden Sie unser neuer Bürgermeister, am besten so schnell wie möglich! Damit Ennepetal wieder neue Einwohner dazugewinnt. Neben ihrer beruflichen Kompetenz sind Sie auch noch privat ein guter Familienvater. Also, lasst uns die Abwahl beginnen!

  23. Raistlin says:

    Ich fände Herrn Teske auch eine sehr gute Wahl. Ob sich der gute Mann allerdings zur Wahl stellen würde, wage ich zu bezweifeln. Immerhin hat er so seine Erfahrungen mit dem Stadt- und Politklüngel Ennepetals.
    Dennoch: Meine Stimme hätte er.
    @ Jennifer Müller:
    Das hat wenig mit Fantasie zu tun. Auf einen der genannten wird es wohl hinaus laufen, da die Parteien keine anderen Kandidaten zur Verfügung haben. Und wenn sich kein Parteiloser aufstellen lässt, oder gar jemand von Außerhalb, dann wird es wohl genau dazu kommen.
    Ich hoffe, daß Herr Teske ein Leser dieses Blogs ist und sich ein Herz fasst. Er ist sympathisch, finanziell Kompetent. Bürgernah, Familienfreundlich und kulturell interessiert und engagiert. Eine bessere Wahl sehe ich nicht und hat es wohl noch nie gegeben in dieser Stadt.

  24. Proennepetal says:

    Sieh an: unserem werten Herrn Wiggenhagen ist offenbar der Gesprächsstoff auf seiner peinlichen Homepage ausgegangen – eine Wohltat!
    Obwohl es schon interessant wäre zu erfahren, ob er nicht selbst daran denkt, endlich das Handtuch zu werfen. Wäre für alle Beteiligten einschl. seiner Familie das Beste.

  25. Raistlin says:

    Die Homepage hat er doch eh nur sporadisch aktualisiert. Alle paar Monate gabs mal ein wenig sinnfreies Geschwafel. Dafür braucht man nun wirklich keine HP. Unser Häuptling hat uns profanem Bürger einfach nichts zu sagen außer “Klappe halten und nicht einmischen”.
    Wenn man es doch tut, bekommt man Morgens um halb Neun einen Anruf von Fr. Linke, die dann die Kritik, welche man berechtigter Weise anbringt, als “Jammern auf hohem Niveau” bezeichnet.
    Ich denke, es wird nicht nur Zeit für einen neuen BM, sondern auch für eine Veränderung in der kompletten Personalstruktur des Rathauses. Sozusagen eine Generalüberhohlung.
    Leider sind fähige Leute schwer zu finden…

    Euer Raistlin

  26. Braun says:

    Was nun zum Vorschein kommt. sind die maroden und schlecht gewirtschaftet Ennepetaler Haushaltslücken. Die fehlenden Investitionen des Vorgängers Eckhardt und seiner CDU in Schulen,Kindergärten und Spielplätzen, dahher auch die Kinderfeindlichkeit in Ept.
    Man wird hier mit mehr als einem Kind als asozial betitelt. So, sind die feinen kinderfeindlichen und oftmals Ausländerfeindlichen Ennepetaler.

  27. Lydia Hagen says:

    Zweimal habe ich unseren Bürgermeister bei seinen Ortsteilgesprächen gehört. Es ist ein netter Mann der zu unrecht kritisiert wird. Geduldig hat er uns alles erklärt was wir wissen wollten. Dabei hat er sicher andere und wichtigere Dinge zu tun. Ich versteh ja nichts von Politik aber er ist doch unser Bürgermeister und wir sollten auf ihn hören.

  28. Proennepetal says:

    genau!
    Wer nichts von Politik versteht, sollte sich besser aus der Diskussion heraushalten. Auch unser Bürgermeister sollte das endlich – genau wie Sie, Lydia Hagen, – einsehen.

  29. Raistlin says:

    @Lydia Hagen:
    Menschlich und Privat habe ich nichts gegen Herrn Wiggenhagen. Als BM und Politiker sehe ich ihn allerdings als gescheitert.
    “Geduldig hat er uns alles erklärt was wir wissen wollten. Dabei hat er sicher andere und wichtigere Dinge zu tun.”
    Liebe Frau Hagen, als BM gehört u.a. auch dies zu seinen Aufgaben. Sich sorgen und Nöte der Bürger anzuhören und ihre Fragen zu beantworten ist mindestens genauso wichtig, wie die Leitung der Verwaltung oder sein anderen Aufgaben. Wie lange hält sich ein BM im Amt, wenn er seine Wähler ignoriert? Außerdem ist es, so denke ich, für einen Bürgermeister immer von Vorteil, sich selbst ein Bild seiner Stadt und ihren Bürgern zu machen. Das er dies tut ist völlig in Ordnung. Wie er dies tut… nun, ich denke, da kann man geteilter Meinung sein.

    “Ich versteh ja nichts von Politik aber er ist doch unser Bürgermeister und wir sollten auf ihn hören. ”

    Ohne Ihnen nahetreten zu wollen, empfinde ich diese Aussage als reichlich naiv. Es ist immer wichtig, zu hinterfragen; sich selbst und andere. Schon gar, wenn es um eine derart gravierende Tätigkeit geht, wie das Amt des Bürgermeisters. Denn vieles hängt schlussendlich von seiner Arbeit und seinen Entscheidungen ab. Gerade in Zeiten des Sozialabbaus, Wirtschaftskriesen und politischer Instabilität ist es wichtiger denn je, sich eine kritische Betrachtensweise zu eigen zu machen und zu bewahren.Auch wenn man nichts von Politik im speziellen versteht, so gebietet es doch der gesunde Menschenverstand, nicht alles einfach so zu schlucken.

    Aber schuld jedoch ist nicht nur ein Mann alleine. Durch die Bank weg, ob nun in Verwaltung oder Politik, sehe ich einen Richtungswechsel als zwingend notwendig. Zu lange schon sind es immer wieder die selben Personen, die ihren Ämtern und Aufgaben nicht mehr oder nur unzureichend gerecht werden. Frisches Blut und neue Ideen und Impulse können die Situation, in der sich diese Stadt befindet, nur verbessern. Geht es weiter, wie bisher, dann befürchte ich eine Stagnation, aus der wir so schnell nicht mehr raus finden werden. Hier nuss die Notbremse gezogen werden- und zwar möglichst bald!

    Euer Raistlin

  30. Raistlin says:

    Harsche Worte, Proennepetal. Geht’s auch mit ein wenig mehr contenance? Die feine englische ist das nun nicht gerade…

    Euer Raistlin

  31. Proennepetal says:

    @ Raistlin

    ich habe mich nur etwas kürzer gefasst als Sie. Sie haben immerhin die Einstufung naiv gewählt. Auch nicht englischer. Besonders der letzte Satz von Lydia Hagen zog einem doch die Schuhe aus. Gerade eine solche Einstellung führt dazu, dass Leute wie Wiggenhagen noch im Amt sind. Zum Glück gibt es Leute mit Rückgrat und vor allem Durch – und Weitblick.

  32. jannik says:

    @ proennepetal und railistin

    was ist gegen lydia hagens kommentar zu sagen ? so sehen wiggenhagen doch die meisten ennepetaler. der ist lieb, gern gesehener gast auf runden geburtstagen und hochzeiten, aber sonst tut er doch nichts.
    wenn es wichtig ist, schickt er stellvertreter.
    so übt wiggenhagen sein amt aus.
    lydia hagen und vielen anderen ennepetalern reicht das. die wissen eben garnicht, was politik ist. wurde ihnen ja über jahre und jahrzehnte abgewöhnt.
    jetzt kommen ein paar zugezogene und erwarten doch was von den politikern und deren ratschef.
    ja und jetzt ? das versagen aller kommt raus. nur der ennepetaler ureinwohner an sich will das nicht sehen.

  33. Stefan Jung says:

    Die Ennepetaler Verwaltung ist DAS Dienstleistungsunternehmen für uns – für die Bürger. Der gewählte Bürgermeister, der Chef, hat die Aufgabe, BÜRGERinteressen zu verwirklichen. In Ennepetal “geht” es jedoch anders herum: Die Verwaltung hat sich als 14-Millionen-Unternehmen eingerichtet und hält sich einen schwachen, lenkbaren Bürgermeister als angeblichen Chef. Unser Bürgermeister ist eine Marionette, die an den selbtversorgerischen Interessen ihrer Drahtzieher werkelt, an den Interessen der 14-Millionen-Truppe.

  34. braun says:

    Irgndeineiner wird sowieso immer BM der Stadt Ennepetal sein, für den wir bezahlen müssen. Schließlich lebt derjenige von unser aller Steuergeldern, doch sollte er sich zumindest ein bisschen bemühen, die Stadt nach vorne zu bringen und das fehlt hier in dieser Stadt schlichtweg. Das Problem ist aber der Bürgermeister nicht alleine, sondern auch die alten Ratsvertreter müssen endlich mal abdanken und für junge Leute platz machen.

  35. Proennepetal says:

    Er tut doch nichts – eben. Un das Wenige was er tut, täte er besser auch nicht.

  36. Braun says:

    Es wird höchste Zeit Herrn Wiggenhagen abzuwählen,entweder vom Rat oder von der Bevölkerung aus. Damit wird ein “Zeichen” gesetzt, was die Politik hier in dieser Stadt so schnell nicht vergessen wird. Also, lasst uns loslegen und Unterschriften sammeln.

  37. Legolas says:

    @EinMilsper
    Zitat: “Ich finde Hr. Wiggenhagen gut. Er tut doch nichts.”

    Jaaanäää, isss klaaaa….

    Genau darum gehts ja…

    Es ist aber eigentlich noch viel schlimmer…
    Da wo er was tun müßte, sollte…tut er nix…
    und da wo er besser nix tun sollte…naja, den Rest kann sich jeder denken…

    Legolas

  38. Uwe Probst says:

    Unsere städtische Verwaltung wucherte zu einem “Konzern”, der aus Kernverwaltung und etlichen ausgegliederten Einrichtungen unterschiedlicher Rechtsformen besteht. In welchem Umfang “Aufgaben” (gegen Unkostenberechnung) fremd vergeben wurden, ist nicht bekannt. Das Ganze ist undurchsichtig, Bürger können den Gesamtkostenaufwand nicht nachvollziehen. Als “Bindeglied” zwischen Verwaltung und Bürgern hat der Bürgermeister u.a. die Aufgabe für Transparenz zu sorgen: Wofür werden in welchem Umfang unsere Steuern ausgegeben? Trotz Personalwirtschaftskonzept steigt die Anzahl der im “Konzern” beschäftigten Personen kontinuierlich!
    Ich erwarte, dass unser Bürgermeister zu dieser widersprüchlichen Entwicklung konkret Stellung nimmt!

  39. Horst Rodewig says:

    Der oder die Konzerne sind bewusst angelegt worden. Alle können sich fleißig die Taschen vollstopfen. Und so nebenbei kann man sich unbemerkt mal eben sein Haus für kleines Geld instand setzen lassen.

    Die AÖRs haben Verwaltungsräte und da fallen einige tausend Euro ab. Für den Vorsitzenden natürlich mehr.
    Die Sparkasse hat einen Verwaltungsrat, die AVU, die Platsch und Kluterthöhle und, und, und haben alle ein Gremium womit man Kasse machen kann.
    Und jetzt die Preisfrage: “Wer sitzt in den Verwaltungsräten?”

    Ein Tipp: Der Vorsitzende ist fast immer derselbe. Der kriegt ja auch die meiste Kohle. Und die anderen? Es sind immer die selben, durch alle Parteien.

    Noch Fragen?

  40. Horst Rodewig says:

    Folgendes hatte ich vergessen zu erwähnen:

    Wir reden hier über mehrere tausend Euro im Monat die sich jemand einstecken darf. Darüber hinaus teilweise auch noch steuerfrei. Und die Höhe dieser Beträge dürfen die sich selber genehmigen, ohne eine Kontrolle. Gesetzlich ist das einwandfrei, moralisch aber fragwürdig.

    In einigen Städten der Größenordnung wie Ennepetal, steckt sich ein Bürgermeister mal eben 4.000,– bis 5.000,– Euro pro Monat nebenbei ein. Dementsprechend stecken sich die anderen Ratsmitglieder oder Kumpels auch die Taschen voll.

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