GrippeInfo 23.11.2009

Kommunale Gesundheitskonferenz informiert sich über „neue Grippe“

(pen) „Insgesamt haben sich im Ennepe-Ruhr-Kreis bisher rund 18.000 Menschen gegen die ´neue Grippe´ impfen lassen. Mit Blick auf die Nachfrage und den verfügbaren Impfstoff können wir momentan davon ausgehen, dass Woche für Woche 6.500 weitere dazu kommen werden.“ Diese Informationen gab Dr. Hans-Joachim Boschek, Leiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, jetzt den Mitgliedern der kommunalen Gesundheitskonferenz.

Die Teilnehmer, darunter Ärzte, Politiker, Apotheker, und Zahnärzte sowie Vertreter von Kliniken, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfegruppen, nutzen das turnusmäßige Herbsttreffen des Gremiums, um sich einen aktuellen Überblick der Lage geben zu lassen. Grundsätzlich verfolgt die Konferenz das Ziel, die gesundheitliche Situation der Bürger im Ennepe-Ruhr-Kreis zu verbessern und an gesundheitspolitischen Planungen mitzuwirken.

Dr. Boschek erläuterte erneut, warum im Kreis wie in der Mehrzahl der übrigen Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen die niedergelassenen Ärzte die Impfung übernehmen. „Sie können die Patienten ausführlicher über Risiken und Nebenwirkungen sowie über Allergien informieren als die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Im Idealfall werden die Bürger sogar von ihrem Hausarzt geimpft, der ihre gesamte Krankengeschichte und die damit zu beachtenden Faktoren bestens kennt.“ Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um sich für den Einsatz und die Arbeit der niedergelassenen Ärzte im Zusammenhang mit der Impfung zu bedanken und informierte sie über eine wichtige Änderung: „Ihre bisherige Verpflichtung, sämtliche Verdachts- und Krankheitsfälle zu melden, ist entfallen.“

Die teilnehmenden Ärzte berichteten von einer zunehmenden Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Gleichzeitig seien aber vor allem Eltern aufgrund der Diskussion um den Wirkstoffverstärker besorgt und würden sich sehr genau über das Für und Wider erkundigen. „Bisher haben die Kinderärzte rund 1.400 Impfdosen angefordert“, nannte Dr. Boschek eine Zahl. Die Mitglieder der kommunalen Gesundheitskonferenz waren sich nach intensiver Diskussion einig, dass die Impfung für Kinder sowie für die bekannten Risikogruppen sinnvoll ist. Insgesamt seien die Meldungen über bedenkliche Impfreaktionen bisher alles andere als dramatisch.

Nach Angaben des Fachbereiches Soziales und Gesundheit des Ennepe-Ruhr-Kreises lag die Zahl der seit Mitte Juli an der „neuen Grippe“ Erkrankten Ende letzter Woche bei insgesamt 772. Die Betroffenen kommen aus Breckerfeld (27), Ennepetal (71), Gevelsberg (61), Hattingen (188), Herdecke (56), Schwelm (49), Sprockhövel (67), Wetter (48) und Witten (205).

Rückfragen zur kommunale Gesundheitskonferenz und ihrer Fachkonferenzen beantwortet Katrin Johanna Kügler vom Fachbereich Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, Telefon: 02336/93 2651.

Weitere Informationsquellen zur „neuen Grippe“

Die Liste der inzwischen mehr als 90 Ärzte, die im Ennepe-Ruhr-Kreis Impfungen anbieten, ist auf der Homepage des Ennepe-Ruhr-Kreises unter www.en-kreis.de im Bereich Bürgerservice/ Informationen von A-Z/ Neue Influenza AH1N1 zu finden.
Für Bürgeranfragen hat die Landesregierung unter „Nordrhein-Westfalen direkt“ eine Hotline geschaltet. Sie ist wochentags von 8 und 18 Uhr unter 01803/100 210 (9ct./Min, abweichende Tarife aus Handynetzen) zu erreichen. Zusätzlich wurde unter der Adresse www.neuegrippe.nrw.de eine Internetseite eingerichtet.
Das Internetangebot des Robert-Koch-Institutes ist unter www.rki.de zu finden.

Stichwort Symptome der „neue Grippe“

Symptome, die auf die „neue Grippe“ hindeuten, sind ein plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl, Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Muskel-, Glieder- und/oder Kopfschmerzen Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, Husten oder Schnupfen. Nach wie vor gilt, wie bei der saisonalen Grippe auch, eine einfache, aber effektive Vorbeugungsmaßnahme ist das regelmäßige und gründliche Händewaschen, darüber hinaus sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.

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