Gibt es etwas umsonst?

Unsicherheit der Parteien ist spürbar, kein Thema in Sicht.

 

"Grünen treten auf die Bremse" so titelt die WP am 10.2.09. [jpg]
[jpg]Wie bitte, möchte man fragen, wir (romantisches-en.de und en-mosaik.de) stehen seit unserem Artikel: "Man soll das Fell des Bären erst verteilen, wenn er erlegt ist." vom 9.2.09 fest auf der Bremse um Unheil von unserer Stadt abzuwenden.

Also Frau Hoffmann, sie treten uns auf die Füße – ist nicht so gut. Zurückzuzahlen ist in den nächsten Jahren nichts, denn dafür müssten erst einmal Anträge raus oder Gelder geflossen sein. Und liebe Frau Hoffmann, es ist noch nichts passiert.

Wir informieren sie, sie müssen nur den Newsletter oder die Feeds abonnieren. Demnächst auch per Twitter. Gut das sie was verhindert haben, was noch nicht zu verhindern war. Dann wollen sie aber doch etwas Geld verteilen, für die heimische Wirtschaft ( Hört sich gut an ), ein Blockheizkraftwerk soll her, toll.
1.    Welcher Betrieb in Ennepetal produziert ein Blockheizkraftwerk, der Größe, womit das  "Platsch" betrieben werden kann?
2.    Unter welchem Punkt wollen sie das beantragen? Unter Bildung? Unter Infrastrukturmaßnahmen? Wohl mit aller Wahrscheinlichkeit beides nicht.

Ich finde zwar, klappern gehört zum Handwerk der Politiker, jedoch sollte man es nicht übertreiben, sonst wird leicht eine Narrenschelle ausgemacht. Ihre Wähler haben es nicht verdient für dumm verkauft zu werden. Wenn diese Äußerungen jedoch auf Nichtwissen zurückzuführen sind, so lässt sich das Informationsdefizit leicht nachholen. Ein Tipp von unserer Redaktion, das Konjunkturpaket II ist noch nicht durch den Bundesrat, es könnte sein, dass die Parteien Bündnis90/Die Grünen aber auch die FDP die Zustimmung verweigern. Die FDP soll sogar schon den Vermittlungsausschuss angerufen haben. Die große Koalition braucht aber mindestens 5 Stimmen der Länder mit Grüner oder FDP Beteiligung, sonst ist das Paket für mindestens 1 Monat auf Eis.


 Nachdem sein Chef ( der mit den großen Schuhen ) nach unseren Informationen in Urlaub gefahren ist, hatte unser oberster Wirtschaftsförderer am 3.2.09 seine erste Wahlkampfveranstaltung im Cafe Kartenberg. Die städtischen Angestellten , Frau Drees und Herr Schilling ,standen ihm dabei tatkräftig zur Seite. Wahlkampfveranstaltung deshalb, weil was dort vorgetragen wurde ( wir berichteten ) hätte gut und gerne von der Substanz auf eine DIN A 4 Seite gepasst. Auch hätte man das alles per Internet den Milsper Händlern übermitteln können. Aber was soll es, der CDU Kandidat aus Gevelsberg muss ja auch irgendwoher seine Stimmen bekommen. Die Römer haben sogar Stimmen gekauft, warum sollte man dies nicht etwas anders auch heute machen, meinetwegen eine GmbH & Co. KG mit 150.000,– EUR gründen? Gut zu wissen war allerdings, dass unser oberster Wirtschaftsförderer es mit den Voerdern so nicht hat; denn die 150.000,– EUR sind ja nur für die Milsper. Wir Voerder können uns das Geld ja aus den Fingern saugen. Steuern bezahlen dürfen wir aber doch auch weiterhin? Also der Auftritt ist dort gründlich daneben gegangen.

Dann war da noch die Aktion in Altenvoerde.
Frau Wiggenhagen, Herr Finger, Herr Braselmann und Herr Baer bewunderten öffentlichkeitswirksam drei grüne Füchse. Frau Wiggenhagen fragte sich noch ob nicht ein Fuchs immer hin und her getragen werde, weil sie jeweils einen am Ende, in der Mitte und am Ende sah. Nein, Frau Wiggenhagen, die sind alle fest installiert und das Modehaus Deppe hat sogar einen eigenen Fuchs. Das kann man aber sehr gut sehen.
Wir fragen uns wann will unser CDU Kandidat denn nun sagen wo es lang geht? Oder sollen wir jetzt nur allgemeine Floskeln zu hören bekommen, wie z.B., dass er die großen Schuhe seines Vorgängers zum Schuster nach Altenvoerde bringt um sie neu besohlen zu lassen?
Und überhaupt, wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, die CDU als auch der Bürgermeisterkandidat haben ein verqueres Frauenbild, a la Frauen an den Herd und in den Haushalt. Die Frauen sollten sich nicht von dem Geraspel einlullen lassen. Nach den Untertönen zu urteilen, höre ich geradezu die alten Lieder des Chauvinismus.


 

Mit Frau Schönebeck haben wir unsere Probleme, wir geben es zu. Da sitzt die Frau am 2. 2. 09 im Ratssaal, hört sich den Vortrag von ihrem Herrn Berg an und überlässt als Bürgermeisterkandidatin ihrem Fraktionsvorsitzenden das Wort, der keine Diskussion zulässt.

Am nächsten Tag, dem 3.2.09 hört sie als Bürgermeisterkandidatin Herrn Wiggenhagen mit seinem "Konzept", (es war schludrig ) zu und sagt wieder nichts. Einzig Herr Bicking hatte etwas zu sagen. Wann und wo, wenn nicht auf solchen Veranstaltungen, will denn die Kandidatin für sich werben?

Auch sie schreibt schon mal den Bürgermeister an, damit der Rat zusammentritt um alle Vergaberegeln zu verändern. Das Fraktionsbild wird es nicht bringen, bringen werden, und das gilt für alle, es nur lokale Themen. Und wenn die Parteien keine lokalen Themen haben, setzen sie sich dem bundespolitischen Trend aus. Für die SPD kursiert dieses Bild und andere durch die Bloggospäre. Also lokale Themen her, damit der Bundestrend nicht in Ennepetal einschlägt.

Zur Zeit sieht es so aus als wenn die SPD 6 Sitze im Rat verliert, also danach eine Fraktionsstärke von 7 Sitze bekommen wird.

Der anderen großen Volkspartei CDU geht es nicht besser, 33 Prozent sind ja nun wirklich nicht mehr der Renner, Tendenz fallend. Es ist gerade so als wenn sich alle Parteien nach der Partei Die Linke sehnen, so lasch wird der Wahlkampf geführt.

 

 


5 % trauen wir ihm zu. Auf seiner Seite rudert der Kandidat Dr. Mehner wild herum. Mal geht es um Vergangenes, mal um Gegenwärtiges und mal um Zukünftiges. In einem scheint er jedoch sicher zu sein: Er kann es besser!

Einmal will er die Fußgängerzone nicht mehr haben, dann skizziert er den ganzen Stadtteil von vorne bis hinten neu, man spürt wie die Häuser nur so durch die Luft wirbeln. Vorsicht Leute wenn die Häuser einmal wieder runter kommen.

Mit dem Sozialen hat er es nicht so. Das Menschen in diesen Städten leben müssen, sprich, wohnen, arbeiten und vielleicht auch ihre Freizeit verbringen, bleibt dabei außen vor. 1965 brachte Alexander Mitscherlich ein Pamphlet mit folgendem Titel heraus: Die Unwirtschaftlichkeit unserer Städte, Untertitel: Anstiftung zum Unfrieden. Ennepetal könnte der Hauptdarsteller in diesem Pamphlet sein. Sollte nicht endlich diese Tristesse dieser Stadt durchbrochen werden, indem Menschen aufbrechen zu mehr Farbe in dieser Stadt? Lieber Herr Dr. Mehner, holen sie die Menschen da ab wo sie zur Zeit sind, mutlos in einer Ecke wo sie nicht hingehören. Sie waren doch am 3.2.09 dabei, nur zwei Personen trauten sich den Mund aufzumachen, Herr Wiggenhagen wollte diese Leute am liebsten abblocken, passte nicht so ins Bild. War da nicht vorher positive Stimmung befohlen worden? He, wir geben einen aus.

 


 

Die Kandidatin der FDP, die allerdings auch parteilos ist, zumindest aber dem Rat der Stadt in der FDP Fraktion angehört, geht als einzige mit einem nachvollziehbaren Thema ins Rennen. Die FDP hat in den vergangenen Wochen bundespolitisch einen ungeahnten Höhenflug hingelegt. Forsa vermeldete 18%, Möllemann lässt grüßen. Man traut der FDP zu die 20% Marke zu knacken und evtl. zweitstärkste Partei zu werden. Die bundespolitischen Ressourcen der FDP, z.B. mit Philipp Rösler,  haben einen klaren Kontrapunkt zu dem langweiligen Einerlei der großen Koalition mit Merkel und den Stonys. Nur wir sind hier auf der lokalen Ebene, es kann also passieren, dass die FDP sich neben der SPD gleichstark wieder findet.
"Kindergartenbeiträge abschaffen", so titelte die WR am 12.2.09 und Herr Frey führte richtig aus, wir müssen was tun mit der Stadtflucht aus unserer Stadt. Nur mit dem Scheckbuch rumzuwedeln halte ich für das falsche Signal. Liebe Frau Siekermann, eine Mutter, ein Vater haben andere Sorgen, als die Kindergartenbeiträge zu bezahlen. Auch heute noch, hat die Familien erst einmal Sorgen überhaupt einen Platz zu finden. Und dann, was ist mit einer Krabbelgruppe, die flexible Anfangs- und Endzeiten haben? Dann was ist mit der Ausbildung der Betreuer|Innen|, Eltern wollen ein gute Ausbildung für ihr Kind haben. Die Tagesmütter die vermittelt werden, verwahren die Kinder nur, mehr nicht. Warum das ganze System der Kinderbetreuung nicht auf den Prüfstand gestellt wird, ist schleierhaft. Das wäre ein Punkt der junge Familien in Ennepetal halten würde und darüber hinaus in unsere Stadt ziehen könnte. Wenn danach noch eine vernünftige Jugendpolitik gemacht würde, wäre das ein Pluspunkt für Ennepetal. Und wie finanzieren wir das, wenn sie heute die Beträge streichen die sie morgen für eine vernünftige Familien- und Jugendpolitik brauchen? In allem anderen, wie dem Tourismus, dem Dialog mit dem Bürger oder einer Wirtschaftspolitik gab es bisher nur Absichtserklärungen und Lippenbekenntnisse.

Konzepte sind in dieser Stadtverwaltung ein Fremdwort, Wirtschaftspolitik wird nur auf Zuruf gemacht. Wer am lautesten schreit und am besten Ja sagt, der bekommt Recht und dort bewegt sich dann auch was.

Wer in Ennepetal was bewegen will, der sollte sehr viel Kraft und Mut haben.
Jürgen Gerhardt    

2 Kommentare
  1. Dr. Ingo Mehner says:

    Dieser manchmal etwas grobe 68er Jürgen Gerhardt, übrigens ein sehr belesener kluger Kopf, macht hinter dem romantischen ein Mosaiksteinchen Portal auf und schafft es, dass user sich mit ihrem Echtnamen zu Wort melden. Gratulation!
    Bei den Noten wg. der website komme ich sogar befriedigend weg wie der Herr aus WiggenHAGEN. Der kleine feine Unterschied ist, dass ich die website aus eigener Tasche bezahle und keine Partei darüber wacht.
    Das Montagefoto mag ich nicht. weder das auf seiner website noch das auf meiner vor dem Marktplatz. Ich habe schlicht mein aktuelles Passfoto angeboten, ein sehr ernster seriöser Abklatsch meiner selbst. Und ohne Hut. Der Hut ist mein Markenzeichen, mein Wiedererkennungswert, mehr nicht, ein Symbol. Aber ich lache selten, ich lächle öfter, doch wenn ich business mache, dann knochenhart, auftragsgerecht, mit viel Phantasie und sehr seriös. Als Anwalt habe ich gelernt, den sicheren Weg zu gehen, die denkbar schlechteste Lage zu bedenken. Das war als junger Beigeordneter bei der Stadt Ennepetal anders. Aber in meiner VITA, nachzulesen in meinem web, stehen 40 Jahre Berufserfahrung als Ratgeber von, für und in Ennepetal. Das sind zwei Drittel von 60 Jahren Stadt Ennepetal. Ich weiß wie Ennepetal tickt. Und ich weiß, weshalb hier manches nicht so läuft wie anderswo.
    Wenn ich zum Bleistift nicht eingeladen bin, dann akzeptiere ich das. Wenn ich trotzdem hingehe wie an diesem DIN A 4 Abend im Café Kartenberg, Dienstag der dritte im Februar, dann bin ich da, weil ich ein Mandat habe, nämlich von Herrn Zach. So steht es auch in der Anwesenheitsliste. Und Mandate nehme ich nicht zum Anlass, Wahlkampf zu machen oder die FuZo niederuimachen. Das war nicht mein Job. Dann höre ich zu, frage nach, wenn Herr Wiggenhagen Notwendiges nicht sagt, bin etwas irritiert wenn Frau Drees nicht rechnen kann, und verspreche den Anwesenden, dass Mehner&Mehner den nachteilig von der FuZ0 Betroffenen am 16. Februar klaren Wein einschenken werden.
    DIE STADTVERWALTUNG IN PERSON DES VERANTWORTLICHEN BEIGEORDNETEN TUT ES DOCH NICHT. Der belügt die Wähler. Kann ich beweisen. Und hängt mir und den Kritikern der Ennepetaler FuZo den Maulkorb um “Hier macht man keine Werbung für private Veranstaltungen.” Und zensiert die Anwesenden “Solange ich und Frau Drees das Wort hatten, war die Veranstaltung sehr gut, nachher nur noch gut.”
    ENNEPETALER merkt Euch das! Das ist das Vokabular des Strippenziehers. Das ist das Vokabular eines Laien, dem Politiker Macht gegeben haben, aber der liebe Gott nicht den zugehörigen Verstand. Und der liebe Gott steht mir näher als Frau W. dem CDU Kandidaten, der sofort verloren hatte, als Dr. Hella Siekermann die Siegkarte gegen den Schneidermeister Sohn zog.
    Ich habe noch mehr zu sagen. Auch hier.
    Bleiben Sie am Ball, auch wenn Hoffenheim gestern verloren hat.
    Ingo Mehner

  2. Helga Schulte-Paßlack says:

    Das “Romantische” war eher nicht der Grund, weshalb ich auf dieser Site kommentiere, sondern das provokative Geröllfeld, das schnell zu einer Lawine werden kann. Ich mag Leute, die ihre Meinung deutlich sagen und ich mag noch mehr die, die auch mit ihren Namen dazu stehen und sich nicht hinter Nicknames verbergen – was ich übrigens auch nicht auf der Seite von Herrn Mehner tat ;-).

    Als wir vor 16 Jahren nach Ennepetal zogen, haben wir diesen Ort ganz bewusst ausgesucht. Er hatte geringere Niederschlagsmengen als Wuppertal ;-), er hatte einen guten Altersdurchschnitt, Industrie, Handwerk und Handel waren am Ort, es gab genug Schulen, Kindergärten, Krankenhaus. Und es war ein verhältnismäßig junger Ort, sodass wir glaubten, es gäbe (noch) keine eingeschliffenen Strukturen und Netzwerke. Nun ja, auch wir haben mit der Zeit lernen müssen, dass es Altenvoerder und Voerder und Milsper und … gibt und jeder eine andere Stelle meint, wenn er ins Dorf geht.

    Doch nun zur Sache. Uns Bürgern wird es schwer gemacht, sich eine eigene Meinung zu bilden, welcher Kandidat, welche Kandidatin geeignet ist, um Ennepetal wieder lebenswert zu gestalten. Manchmal denke ich, die Programme sollen uns bei Gelegenheit bröckchenweise serviert werden. Nur nicht zu früh outen – der Wahlkampf ist lang, scheint die Devise zu lauten. Und wenn was gesagt wird, dann sind es nichtssagende Allgemeinplätze.
    Zwei Ausnahmen gibt es, die auf ihren Webseiten ihre Ziele darstellen und auch sonst nicht mit ihrer Meinung hinterm Berg halten: Mehner und Siekermann. Er war schnell online, ist dafür aber nicht unbedingt strukturiert lesbar. Sie ist erst seit heute durch die FDP im Internet vertreten, aber dafür auf einer übersichtlichen Internet-Präsenz. Ich bin auf das avisierte Blog gespannt.

    Und ich bin auch gespannt, wie die Kandidaten miteinander umgehen werden. Mit Sachargumenten und gegenseitigem Respekt – schön wäre es, für alle – oder doch eher mit verbalen Schüssen unter die Gürtellinie – schade wäre es. Wie heißt es so treffend: Fair geht vor – aber geht das in der Politik überhaupt?

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