Gibt Ennepetal sich auf weil es kein Image hat?

Fußgängerzone in Ennepetal  Fotodesign: Linde Arndt

Fußgängerzone in Ennepetal Fotodesign: Linde Arndt


Demografischer Wandel

Deutschland hat eine „tolle“ Geburtenrate (Fertilitätsrate) von 1,36 der EU Durchschnitt wird mit 1,57 gemeldet. Die Deutschen haben diese Geburtenrate (Fertilitätsrate) seit Jahrzehnten und haben sich anscheinend daran gewöhnt. Sie hätten schon längst wieder 2,10 ( 1970 hatte Deutschland das letzte mal eine Rate über 2,0) haben müssen; denn die 200 Mrd.Euro/pro Jahr, die für Familie und Kinder ausgegeben werden, hätten eine Steigerung dieser Rate schon längst erbringen müssen. Haben sie aber nicht. Man kann diese derzeitige Familienpolitik sicher als gescheitert ansehen.

Mal am Rande. Die Italiener geben in diesem Bereich nur 25% dieser Summe aus und haben eine Geburtenrate etwas über Deutschland. Aber es geht hier nur um Deutschland, hier wollen wir doch etwas verändern. Aber schauen wir auf den lokalen Bereich von Ennepetal, hier werden Kinder geboren und wachsen danach auf, wie überall.

Und so ließ sich der Ennepetaler Rat im Sozialausschuss von zwei Experten aus Siegen erklären warum alles nicht so läuft, mit der Geburtenrate, wie die Politik das sich wünschte. Zwei der netten biederen Ennepetaler Ratsmitglieder hatten denn auch ihre eigene Meinung hinsichtlich des demografischen Wandels in Ennepetal.

 

  • Ob es denn eine Blaupause gibt, wie man die Geburtenrate nach oben verändern kann, so die  eine Gruppe.

           Nein, natürlich nicht so die beiden Experten.

  • Man müsse nur den  richtigen Partner haben und schon würde es auch mit der deutschen Geburtenrate klappen.

    Wir haben den richtigen Partner und wohnen auch in der richtigen Stadt, wir fühlen uns auch wohl, so ein weibliches Ratsmitglied.

Das dieses Statement keine Relevanz hatte, ist wohl selbstverständlich. Mir geht es gut, also muss es den anderen auch gut gehen.

Was also kann oder soll man in Ennepetal machen? Ratlosigkeit auf allen Ennepetaler Rats-Gesichtern. Hatte man doch immer das gemacht, was man besonders gut konnte, die Hände in den Schoß gelegt während man den Kopf in den Sand steckte.

Das man aber im Ansatz nichts für ein positives Image der Stadt getan hat, wird natürlich verschwiegen. Abgesehen davon –  Ennepetal hat kein Image  – oder wenn man nachdenkt eher ein negatives Image. Die Stadt und der Rat gehen immer davon aus, geht es mir gut, geht es den anderen auch gut. Das Gemeinwesen Stadt Ennepetal einmal von außerhalb zu betrachten, kommt niemanden in den  Sinn. Die Attraktivität der Stadt Ennepetal ist unterirdisch.

Das ist aber nicht alles bei dieser Betrachtung. Denn fast 400 Städte und Gemeinden hat NRW und es herrscht Krieg um jeden Bewohner der bleibt oder kommen könnte. Den demografischen Wandel geht man offensiv an, indem man mit einer positiven Marketingstrategie um die Bewohner buhlt. Rabattiert man bei der Gewerbesteuer im Zusammenhang mit Industrieansiedlungen sind es andere Strategien die um die Ansiedlungen von Bewohnern erarbeitet werden. Lohnt das denn?

Schaut man sich die Statistik der Wanderungsbewegungen an, so sieht man unschwer z.Bsp. 892.563 Zuzüge in die Städte von NRW. 546.206 ziehen von einer Gemeinde in eine andere Gemeinde. Das sind alles potenzielle Bewohner für Ennepetal, wenn Ennepetal sich besser verkaufen ( Außendarstellung ) würde. Das Produkt Ennepetal ist ein Produkt für die Ramsch-Ecke.

Und das schlimme ist, alle wissen es. Da läuft der Dortmunder Frank Heinze, von Heinze und Partner.durch Milspe, im Schlepptau eine Handvoll Milsper um diese zu überzeugen, dass sie etwas für ihre Stadt tun sollten. Vergebens. Es wird wie immer. Zum Ende dieser Aktion wird es eine Rechnung geben und nichts ist herausgekommen. Milsper, Voerder oder die Bewohner der anderen Stadtteile haben schon längst aufgegeben. Ihnen ist es egal ob sie der Stadt Ennepetal angehören oder sonst wem.

Anzahl der Gesamtwanderungen in dem Jahr 2012 für NRW

Jahr

Wanderungen

insgesamt

Binnen-
wanderungen
1)

Außenwanderungen

Zuzüge

Fortzüge

Zuzüge

Fortzüge

Überschuss

der Zu- (+)
bzw. Fort-
züge (−)

1)Personen, die innerhalb des Landes NRW von einer Gemeinde in eineandere Gemeinde gezogen sind.

Quelle:Information und Technik Nordrhein-Westfalen Stand: Juli 2013

2012

892.563

839.070

546.206

346.357

292.864

+53.493

 

 Wilhelm Wiggenhagen, Brigitte Drees und Ulrich Schilling haben sich jetzt zwei Jahrzehnte mit der Wirtschaftsförderung Ennepetals befasst und haben letztendlich eine sterbende Stadt den Ennepetalern überlassen – Siechtum an allen Ecken.

Lasst uns alle den Tag ins Auge fassen wo die prognostizierten 24.000 Einwohner in Ennepetal erreicht werden. Dann sollten die Sektkorken fliegen.

Vielleicht ist aber der eine oder andere etwas nachdenklich und nimmt Einfluss auf dieses Rathaus, damit das Ganze nicht wahr wird. Die Möglichkeiten haben wir ja noch. Der demografische Wandel sollte als Herausforderung und Chance gesehen werden und nicht als unabänderlich und gottgegeben kommuniziert werden. Ehrgeiz und Mut erbringen erst Signale des Aufbruchs.

 

Ausflug zum Düsseldorfer Landtag

Es ist ja ein Witz. Da machen sich mehrere vom Ennepetaler Rat und der Verwaltung auf den Weg um an einer Sitzung des Landtages teilzunehmen. Anlass war die ungeliebte Solidaritätsumlage, die von dem Land NRW auf den Weg gebracht wird. Hintergrund: Reiche Städte wie Düsseldorf aber auch Ennepetal zahlen in einen Topf, der von den armen Städten wieder geleert wird. Die reichen Städte wollen natürlich weiter reich bleiben und lehnen es ab den armen Städte etwas abzugeben.

Eine Gruppe unter dem Düsseldorfer OB Dirk Elbers (CDU), will, wenn erst einmal die Bescheide auf dem Tisch liegen, dagegen klagen. Und da saßen die Ennepetaler im Landtag auf der Besuchertribüne und hörten „ergriffen“ den richtigen Politikern im Innenausschuss zu. Die Ennepetaler hatten jedoch kein Protestschreiben oder ähnliches für die Staatskanzlei der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, für den Innenminister Ralf Jäger oder den Finanzminister Walter Borjahn in der Tasche. Nein, sie wollten nur als gute Bürger im Landtag mal zusehen, was die Großen so machen. Sicher wurde dieser Ausflug auf unsere Steuerkosten gemacht oder hat man da in die eigene Tasche gegriffen? Ich glaube, wir (Steuerzahler) haben diesen Ausflug bezahlt. Wir haben ja in Ennepetal kaum was zu tun. Der Ausflug war schon in Ordnung; denn dadurch konnte diese Truppe keinen weiteren Schaden in Ennepetal anrichten. Erreicht wurde natürlich nichts. Denn diese Solidaritätsumlage ist zu komplex für die biederen Ennepetaler. Wie sagt der Kämmerer immer so schön: Das ist ziemlich schwierig, aber ich will versuchen es ihnen zu erklären. Na denn.

Dem Vernehmen nach hat niemand der Ausflügler etwas im Düsseldorfer Landtag verstanden, jedoch waren alle begeistert von den mitgenommenen Frikadellenbrötchen die während der VER Bustour verdrückt wurden.

 

Prozess vor dem OLG Düsseldorf

swap-partner

Swap-Partner – Kämmerer Dieter Kaltenbach und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen Fotos und Collage: Linde Arndt

Die Stadt Ennepetal muss keine weiteren Zahlungen aus den Swap-Geschäften mehr leisten, so das OLG Düsseldorf. Daraufhin knallten angeblich die Sektkorken im Rathaus. Sieg auf der ganzen Linie? Wohl kaum. Was die Stadt verschweigt, es wird keine Rückzahlung der WestLB Nachfolgerin geben. Wie viel war das denn? Gerichts- und Anwaltskosten werden unter den Teppich gekehrt. Wie viel war das denn?

Und bei aller Liebe, es war eine Wette die die Stadt Ennepetal mit dem Geld der Steuerzahler eingegangen ist. Und da ist erst einmal etwas Demut angesagt, weil der Kelch an der Stadt vorbei gegangen ist und die Gerichte der Stadt Ennepetal Recht gegeben haben. Die Rechtskräftigkeit dieses Urteils ist jedoch noch nicht gegeben, denn die „Erste Abwicklungsanstalt“ (EAA) (Nachfolge der WestLB für risikoreiche Papiere) kann noch Revision einreichen.

Und vielleicht wäre jetzt eine Entschuldigung bei den Ennepetaler Bürgern fällig. Denn mit dem Beschluss aus dem Jahre 2006 zum Einstieg in das Swap Geschäft waren alle damaligen Verantwortlichen einverstanden. Und als zum ersten mal eine Auszahlung stattfand, war man doch zufrieden im Rat der Stadt. Damals herrschte die Gier im Rathaus.

 

Unser Sport soll alles haben wonach der Sinn sein könnte

Während im Sozial- oder auch Kulturbereich mit dem notwendigsten Haushaltsansätzen gearbeitet wird, kann der Sportbereich aus dem Vollen schöpfen. Im Sportbereich gibt es auch keine Einwendungen; denn diese Zahlen wurden offensichtlich alle von den Vereinsvorsitzenden übermittelt. In anderen Städten zahlen die Vereine gerne an ihre Stadt für die Nutzung der städtischen Liegenschaften. Oder da werden Vereine zusammen gelegt. Blau/Weiß Voerde/RSV/TUS Ennepetal oder auch Rot/Weiß Rüggeberg, sie alle stehen auf der Haushaltsliste der Stadt Ennepetal für bedürftige Sportvereine.

Und da geht es nicht um ein paar tausend Euro, sondern um Millionen die die „arme“ Stadt Ennepetal aufbringen muss. Bleibt die Frage nach dem, warum macht die Stadt dies?

Es ist für jeden Ratsherrn als auch für den Bürgermeister gut, sich als Wohltäter aufzuführen. Bei den Vereinsversammlungen sich mit einem Grußwort hervorzuheben oder aber selber anwesend zu sein. Bei der nächsten Wahl wird sicher der eine oder andere sich an den Kandidaten erinnern der dem Verein meinetwegen den Kunstrasen ermöglicht hat. Nur für eine 30.000 Einwohnerstadt sind diese Zuwendungen eindeutig zu hoch. Auch ist es für ein noch aufzustellendes Imageprofil nicht vermittelbar, wieso Ennepetal im Sportbereich so mit Steuergelder gefördert wird.

Lokale Kultur ein Imageträger

Die Ennepetaler Musikschule hat durch die Probleme im Fliednerhaus (schädliche Schimmelsporen) den Unterricht ausgelagert. Dies aber nur als Zwischenlösung. Ein zurück wird es nicht mehr geben. Gesucht wird eine Endlösung. Die Endlösung hatte man schon in der Grundschule Friedenstal gesehen. Beim letzten Ausschuss wurde alles wieder auf Start gebracht. Wieder im Rennen ist die ehemalige Grundschule Hasperbach.

Anita Schöneberg (SPD), Vera Zenker (SPD) und Dr. Hella Siekermann (FDP) Fotos: Linde Arndt

Anita Schöneberg (SPD), Vera Zenker (SPD) und Dr. Hella Siekermann (FDP)
Fotos: Linde Arndt

Vom Tisch ist allerdings die Lösung die einzelnen Instrumente auf mehrere Räumlichkeiten zu verteilen. Also ein totaler Neubeginn? Nein, so was ist in Ennepetal nicht üblich – Flickschusterei ist hier die erste Wahl.

So wurde eine komische Koalition im Kulturausschuss sichtbar. Anita Schöneberg (SPD), Vera Zenker (SPD) und Dr. Hella Siekermann (FDP) fanden die Hasperbach Lösung für ausreichend.

Die Grundschule Hasperbach liegt für die meisten Kinder aus Rüggeberg, Büttenberg oder anderen Stadtteilen sehr weit entfernt. So müssten die meisten Kinder bis zu 3 Stunden Hin- und Rückfahrt hinnehmen, was unzumutbar wäre. Andererseits können auch Eltern nicht mehr solch einen Zeitaufwand erbringen. Was dann letztendlich zu einer Abnahme der Schülerzahlen führen würde.

Stefan Mayer-Stoye Foto: LInde Arndt

Stefan Mayer-Stoye
Foto: Linde Arndt

 

Gewollt von dem weiblichen „Le Trio Infernale“? Einzig der grüne Ratsherr Stefan Mayer-Stoye wusste die Situation in diesem Zusammenhang richtig einzuschätzen.

Aber lassen wir das, musische Bildung war noch nie der Deutschen liebstes Kind. Es war auch so nicht alles für einen Neustart der Musikschule vorbereitet.

Es lagen keine Pläne der einzelnen Schulen vor, Konzepte wie eine Musikschule in einer modernen Stadt einen positiven Imagetransfer herstellen könnte fehlten gänzlich, Mehrfachnutzung der schulischen Gebäude waren nicht angedacht. Überhaupt hatte die Politik zur Gänze gepennt; denn außer das es galt zwischen zwei oder mehreren Gebäuden zu entscheiden war da nichts.

Auch hier sollten wir einen Blick über die Stadtgrenzen werfen. In Gevelsberg hat Frau Dagmar Tewes mit ihrer Musikschule ein über die Stadtgrenze bemerkenswertes Gitarrenfestival aufgebaut.

Das ging allerdings nicht von heute auf morgen, Frau Tewes hatte und hat die notwendige Geduld um solch ein außerordentliches Event für Gevelsberg zu stemmen. Dazu kommt noch eine Stadtverwaltung, die die Notwendigkeit und den Glücksfall dieses Festivals richtig zu würdigen wusste. Und Ennepetal?

Wir erinnern uns ungern an die Blamage mit der Jeki (Jedem Kind ein Instrument) Aktion, wo zwar Instrumente mit Steuregeldern abgegriffen wurden, für die Kinder aber keine Lehrer vorhanden waren. Und heute wieder so lieblos, obwohl Frau Schöneberg (SPD) selber musiziert.

 

Nochmals  – wir wollen den Neuanfang beschwören, mit: Einem Image für die Stadt Ennepetal. Die Musikschule müsste unter diesem Aspekt eine Zielvorstellung definieren. Zweimal im Jahr würde die Musikschule ihr Leistungsvermögen in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Die Musik hält unendlich viele Möglichkeiten bereit das eine Stadt sich profilieren (Transfer) könnte. Die Öffentlichkeitsarbeit müsste verbessert werden. Die Räumlichkeit einer Schule, wie der Schule Friedenstal,  müsste unter der Leitung der Musikschule evtl. einer Mehrfachnutzung zu geführt werden. Die Schulleitung müsste alleinverantwortlich in allen Bereichen  entscheiden dürfen. Personell bedeutet dies aber auch, es müsste eine qualifizierte Kraft an die Spitze der Musikschule.

 

Kulturausschuss v.l.: Cosima Palomba / Zink / Carsten MichelFoto: Linde Arndt

Kulturausschuss v.l.: Cosima Palomba /Christian  Zink / Carsten Michel
Foto: Linde Arndt

Das sind nur Stichworte für eine Musikschule die der Stadt Ennepetal Punkte bringen könnten.

Vor allen Dingen müsste zuerst der Kulturausschuss federführend diesen Neuanfang der Musikschule in Besitz nehmen wollen. Danach sollten den weiteren Ausschüsse, wie Betriebsausschuss oder AÖR SBE ein dementsprechender Beraterstatus zu geteilt werden. Die Arbeiten im Rat und den Ausschüssen sollten hier anderen moderneren Vorgehensweisen Platz machen. Zeit ist ja noch vorhanden um die neue Musikschule handwerklich auf den richtigen Weg zu bringen.

Und zu guter Letzt sollte den Ausschussmitgliedern bewusst sein, die Musikschule ist mit einer Stadt wie Ennepetal mit vielen Bereichen verknüpft. Ein falscher Aufbau bringt einen negativen Effekt. Eine Repräsentanz sollte die Musikschule schon darstellen, nicht eine Aufbewahranstalt für Menschen die eine komische Neigung haben. Nächstes Jahr 2014 wird es ein Jahr der kulturellen Bildung geben. Das Haus von Ministerin Löhrmann will sich von Leuchttürmen verabschieden und will in diesem Bereich ganze Lichterketten aufbauen. Dazu gehört auch die musische Bildung, die nachweislich Menschen mit mehr Kreativität und Phantasie hervor bringt. Und die wollen wir ja gerade; denn die sind in der Lage Probleme einer Lösung zu zu führen.

 

Stichwort Zielvorstellung

Als Betriebswirt muss man den Rat der Stadt Eennepetal und die Verwaltung bewundern. Jahrelang sehen wir sie durch die Stadt irren auf der Suche nach einer vermittelbaren Konzeption. Da wird von einem auf den anderen Tag ein Problem sichtbar, was bei näherem Hinsehen schon immer jahrelang sichtbar gewesen war. Kurz-, mittel- oder gar langfristige Planungen sind nicht der Ennepetaler Ding. Improvisieren, und zwar Tag für Tag, ist angesagt. Wen wundert es wenn normale Leute scharenweise die Stadt verlassen? Und dann immer diese Neuanfänge, die immer wieder da enden wo sie in Ennepetal enden – im Nichts. Dabei müssten die Ennepetaler doch nur einmal eine Zielvorstellung definieren. Wo wollen wir hin. „Mein Ennepetal“, höhlisch gut“ oder jetzt „Stadt der Kluterthöhle“, alles Slogans die mal auf geworfen wurden und dann wieder verschwanden. Im Moment hat man den Tourismus auf dem Plan, Leute sollen morgen in Ennepetal einfallen, 40 Kilometer auf unzureichenden Strecken mit Kind und Kegel marschieren, dann aber wieder verschwinden. Bewundernswerte Vorgehensweisen bei denen der Schaudereffekt nahe einer Krimisendung ist.

Eine kinderfreundliche Stadt, eine Stadt für Touris, eine industriefreundliche Stadt, eine tolerante Stadt, alles tolle Zielvorstellungen, nur es müssen die Infrastrukturen erarbeitet und kommuniziert werden. Es reicht nicht wenn der BM einen Rundweg abgeht, sich an einem Tag in den Printmedien ablichten lässt und am nächsten Tag wieder Ruhe ist. Nachhaltigkeit ist hier gefragt. Und das bedeutet planen und organisieren und nicht improvisieren.

Und weil das ewige Improvisieren nie hin kommt, wenden sich die Verantwortlichen ab, legen die Hände in den Schoß und den Kopf in den Sand. Das ist Ennepetal die „Insel der Glückseligen“ die eine eigenartige Sicht der Dinge sichtbar macht. Und die Ennepetaler Bewohner? Sie gehen nach wie vor in die umliegenden Städte, arbeiten, chillen,  vergnügen sich, essen und trinken um danach in Ennepetal ihre verdiente Bettruhe auszuüben. Und bei nächster Gelegenheit fragen sich diese Ennepetaler, warum sie nicht gleich in der Stadt wohnen, wo sie eben arbeiten, chillen, sich vergnügen oder essen und trinken. Wie oft habe ich schon gehört, ich muss hier nicht wohnen!.




Jürgen Gerhardt für EN-Mosaik aus Ennepetal

 

10 Kommentare
  1. Hasperbach says:

    Hallo,

    ihre Ausführung zum Unterthema “Ausflug zum Düsseldorfer Landtag” scheint in der örtliche Presse anders dargestellt zu werden. Dort steht: “Protest in Düsseldorf”!
    Unterschiedliche Interpretation oder?

  2. Redaktion
    Redaktion says:

    Wenn den Besuch der Publikumstribüne als Protest werten will, so waren mit den Ennepetaler alle Besucher am protestieren.
    Wir waren im Landtag und haben die Ennepetaler brav durch die Gänge wandeln gesehen. Wie alle Dörfler staunten sie und suchten dann die Tribüne auf der sie dann brav Platz nahmen.

  3. Der Pate says:

    Die Cdu stellt immer mehr sachliche Anträge im Gegenzug zur Spd. Auf der Internetseite der Jusos Ennepetal erkennt man auch kein politisches Profil für Ennepetal.Wo soll die Reise hin gehen? Ihr müsst weg vonder Tagespolitik zu Zukunftsvisionen Ennepetal 2020.

  4. Daniel Wirtz says:

    Im Drunter und Drüber der Anträge halte ich den (vom 07.11.2012) für wichtig:
    [1] Anfrage zu den Personalaufwendungen der Stadt Ennepetal im Vergleich zu Gevelsberg und Schwelm.
    [2] Erinnerung an die Anfrage der CDU zu den Personalkosten (vom 13.10.2013)

    Die Anfrage der CDU geht ans Eingemachte, Bürgermeister und Verwaltung äußern dazu bisher nur Phrasen, die den sachlichen Kern der Anfrage nicht berühren. Der SPD-Opposition ist es recht; Genossen, die man in der Verwaltung “unterbrachte”, sollen nicht gefährdet werden.

    —————–
    [1] http://www.cduennepetal.de/download?dokument=1&file=22_20121107__anfrage_personalkosten.pdf
    [2] http://www.cduennepetal.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=163

  5. Der Pate says:

    Nach dem Einzelhandelskonzept für die Stadt Ennepetal des GMA Büros Köln sind 21% der Befragten der Meinung, dass durch dem geringen Angebot in der Fussgängerzone sich ein Einkauf in der Stadt nicht lohnt.

  6. anonymus says:

    Nachdem sich die SPD bei den Haushalt-2014 zum Idioten gemacht hat, so das selbst die SPD freundliche WP/WR das nicht mehr “schön” schreiben kann.
    Sind für mich, als eingefleischter SPD Wähler, mittlerweile die Grünen eine echte Alternative.
    Die ziehen locker und ihr Ding hier durch, und lassen sich von der SPD (Senioren Partei Deutschland) nicht mehr vom Weg abbringen.
    Dazu kann ich nur sagen , gut gemacht Grüne.
    Ihr habe wenigstens neue Ideen, und denkt an an die Zukunft.
    Mit euren 4 Ratsmitgliedern habt ihr mehr erreicht als die 14 Mann starke “Bierzeltgarnitur” der SPD.

  7. jannik says:

    @ anomymus, ich bin da ganz anderer meinung als sie.

    die von ihnen hochgelobten grünen haben sich doch von der cdu kaufen lassen. oder warum turnt die ehemalige fraktionsvorsitzende jetzt gut bezahlt im enepetaler rathaus rum und ihr mann kassiert weiter die entsprechenden gelder ?
    die cdu hat kein profil mehr. herr heymann bemüht sich stetig um ein solches, genauso wie herr christ. aber was heisst schon ein arbeitszeugnis mit den worten er war stets bemüht ?
    die fwe und herr hüttebräucker kriegen trotz des imensen zuwachses keine anständige polik hin, weil sie ihre rolle nicht verstehen.
    von der fdp hört man nichts, wie auch im bund.
    die spd sagt was, das ist natürlich nicht angenehm, und die art wie sie es sagen ist stark gewöhnungsbedürftig, weil keimer der damen und herren mal richtig klartext redet. das sollten sie mal, dem ennepetaler nach dem mund reden und den herren aus der rathausspitze sagen wo es brennt und was sie alles nicht machen.
    in sofern sind wir dann doch wieder einer meinung, keiner sagt, was wirklich für die verwaltung zu tun ist.

    aber im gegensatz zu den grünen hat sich von der spd niemand familier einkaufen lassen…..

    an diesen seitenwechsel musste mal erinnert werden, und ich werde es auch weiterhin tun, wenn jemand die grünen zu sehr lobt.

  8. Tobias says:

    @ jannik
    Was ist denn gut an der Ennepetaler SPD ?
    Außer das sie gegen alles und jeden ist.
    Und sich nur gegenseitig honoriert.
    Seien wir doch mal ehrlich, der SPD fällt nichts neues mehr ein.
    Das eGovernment haben die verschlafen.
    Die Idee des E-Bike Tourismus, die enegetische Sanierung der öffentlichen Gebäude…etc.
    Was hat denn die SPD nach 5 Jahren vorzuweisen ?
    Eigentlich gar nichts.
    Auf andere draufhauen das können die Ennepetaler Genossen, ist ja auch nicht schwer als stärkste Fraktion, aber was sonst ?
    Wenn man die Ennepetaler Bürger fragt, die sich nicht gerade im Dunstkreis der Ennepetaler Genossen,den Verstand weg gesoffen haben.
    Was anders machen die roten Herren nämlich nicht wenn man sie frei laufen lässt.
    Siehe den Pressebericht in der Rundschau zur Fahrt nach Vielvoorde.
    Das ist schon peinlich, schon zum fremd schämen.

    Was hat denn die SPD für Perspektiven zu bieten ?
    Ehrlich gesagt keine.
    Glauben sie das die Bürger die SPD wählen werden , weil eine Grüne im Rathaus sitzt.
    Sind die Genossen wirklich so dumm ?
    Ist die Wahlkampf Strategie der SPD ?
    Ziemlich dürftig, oder ?
    Ich wette mit Ihnen die SPD stellt 2014 wider die gleichen Leute auf, weil nämlich kein anderer mehr da ist .
    Wir werden Rauleff, Schönberg, Zink und Co. auch 2014 wieder sehen.
    Und solche Leute Himmeln sie an ?
    Die Grünen haben mittlerweile politisch viel mehr drauf als unsere (wie schrieb anonymius) “Bierzeltgarnitur”.

  9. Ein Milsper says:

    Die Ennepetaler SPD ist in einem sehr schlechten Zustand.
    Dort kleben seid Jahrzehnten die gleichen Leute am Sessel.
    Dehnen fällt, außer das sie ihre Profilneurosen ausleben, nichts neues mehr ein.
    Was aber bei genauen betrachten auffällt ist die maßlose Vetternwirtschaft gerade bei de Ennepetaler SPD.
    Wenn man ließt das sich die Genossen ein öffentliches Gebäude nach dem anderen unter den Nagel reißen.
    Beispiele:
    1.) Grundschule Hasperbach, die Grundschule ist vor Jahren (mangels Schülern) aufgeben worden.
    Das Gebäude kann aber nicht verkauft oder abgerissen werden weil sich ein Herr Rauleff (SPD) und Co. dort eingenistet haben.
    Die Betriebskosten und die Aufrechterhaltung de Infrastruktur zahlt natürlich der Steuerzahler (Wir Bürger)

    2.) Sarastift, (Voerde) das Gebäude wird nicht mehr als Jugendtreff genutzt.
    Es kann aber nicht verkauft werden , weil dort ein SPD-Verein eingezogen ist.
    Die Betriebskosten und Infrastruktur bleiben wie immer alle beim Steuerzahler , als wider beim Bürger.

    3.) Albert Schweitzer Schule (Oberbauer) , die Schule wird aufgegeben (mangels Schüler).
    Was macht die SPD , beantragt erst mal die Turnhalle in ein Gemeindezentrum umzuwidmen.
    Das ist aber toll, wenn man bedenkt das auf der anderen Straßenseite ein großes Gemeindezentrum der Kirche ist.
    Also muss die ganze leerstehen Schule aufrechterhalten werden damit ein paar Genossen sonst keinen Platz haben um sich zu betrinken ?

    Das wahre Gesicht der SPD konnte man bei der Harkortschule sehen, die Grünen haben einen interessanten Bericht dazu geschrieben.

    http://gruene-ennepetal.de/nachhaltigkeit-geht-anders-kinder-gehen-den-grunen-vor-strasen-und-parkplatzen

    Energetische Sanierung auf SPD Art, wenn man Fenster neu streicht haben Einscheibenverglasung gleich die Isolation von Mehrscheibenverglasung.
    Und solche Leute sitzen im Betriebsausschuss, da fasse ich mich als Bürger doch am Kopf.
    Aber Hauptsache bei den Genossen ist es zu Hause schön warm.

    Richtig schön wird es , wenn man mal grob überschlägt was die von der SPD “besetzten” öffentlichen Gebäude pro Jahr an Unterhaltungskosten verursachen, da kommt man wahrscheinlich auf eine Betrag von mehreren tausenden Euro pro Jahr.
    Da macht es sich die SPD aber ziemlich einfach den Haushalt abzulehnen.
    Ich habe vor 5 Jahren die SPD noch gewählt, mittlerweile fühle ich mich um meine Stimme betrogen.

  10. jannik says:

    na sicher macht die spd nicht alles richtig, wie auch, sie können das genau so wenig wie die anderen ennepetaler parteien.

    nur die von allen so hochgelobten grünen sind doch die, die seit jahren mit der cdu gemeinsame sache gemacht haben und was ist passiert ?
    es ist ein energetisches konzept überhaupt nötig, weil man sich seit jahren tot gespart hat. die amtierenden rathausköpfe mit hilfe der faupel-geführten cdu und der hofman-geführten grünen.

    jetzt alles schön zu reden, was man nach dem willen seiner partei schon hätte jahrelang im auge haben sollen macht die vergangenheit nicht besser. und die familienwirtschaft auch nicht !

    lenken sie nicht auf kosten der einen nichtskönner (hier spd) von den anderen nichtskönnern (cdu, grüne, fwe, fdp u.a.) ab.

    die sind alle nur auf ihren eigenen vorteil aus. auch die grünen. jetzt versuchen sie verzweifelt nicht in der ennepetaler versenkung zu verschwinden und schreiben sich dinge auf die fahne, die von der avu sowieso gemacht werden……

    na das nenne ich mal kourage, nichts tun und sich auf kosten anderer loben.

    *ironie* eine echte wahlalternative *ironie ende*

    für mich sind die grünen in ennepetal genauso wählbar wie die spd, oder die cdu, oder die fdp, oder die fwe………

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